Endlich: Paxianers Besuch bei uns!

Mennoooooooo… gut fünf  Wochen lang nicht mehr richtig gebloggt! Ich faule Socke 😃 😃 😃

Im Grunde habe ich diese herrlich ruhigen Wochen damit verbracht, das zunehmend schöne Wetter und die Stille der ersten zaghaften Sommertage zu genießen, meine Reha-Trainingseinheiten zu absolvieren („Werde jeden Tag um ein Prozent besser“) und Ideen für die kommenden Monate zu sammeln (mir geht schon wieder so viel im Kopf rum, daß ich kaum still bleiben kann 😉 ).

Zudem zehre ich immer noch vom Paxianer-Besuch-Wochenende – das war sooo toll! ❤ ❤ ❤

Paxianer (vom gleichnamigen Blog) kam am Freitag, den 28. April hier an und blieb bis Sonntag. Das war ein klasse Wochenende! Erst als wir auf dem Bahnsteig warteten und der Zug einfuhr, wurde mir klar, daß ich gar nicht wußte, wie sie aussieht. Wir „kannten“ uns bis dahin nur per Mail und WhatsApp. Daß wir uns mögen und die Wellenlänge zwischen uns stimmt, war schon länger klar. Aber welche der vielen Frauen auf dem Bahnsteig war sie? Das wurde deutlich, als aus einiger Entfernung eine heftig winkende junge Frau mit Rollkoffer auf uns zulief. Ich habe keine Ahnung, warum ich nach einer Frau mit blonden schulterlangen Haren gesucht hatte, denn Paxianer hat die gleiche Frisur wie ich: straßenköterblond   brünett und kurzhaarig 😃 😃

Erkannt hatte sie uns – logo! – daran, daß der kleine Herr Sonntag mit uns auf sie wartete. Wir begrüßten uns begeistert und hatten uns gleich eine Menge zu erzählen, während wir zum Auto liefen. Zu allererst fuhren wir mal nach Hause, damit Paxianer zur Ruhe kommen konnte nach ihren drei Stunden im Zug. Nachdem wir beim Thai-Imbiß etwas „Futterage“ (Opas Wortschöpfung) bestellt hatten, nahm Micia den Gast in Augenschein. Die Chefin über alles stellte sofort fest, daß sie es hier mit einer gut trainierten, erfahrenen Katzenkraulerin zu tun hatte und gab ihr placet, daßPaxi bleiben dürfe.Die Chefin ist ja eher eine distanziertere Katze, gar nicht „touchy-feely“ wie das Pippilein. Um so  schöner fand ich es, daß sie Paxianer ganz schnell ins Herz schloß (das geschah ganz auf Gegenseitigkeit). Den Freitagabend  verbrachten wir mit Quatschen, Lachen und ein bißchen Essen. Genial war: Paxi brachte mir bei, wie man „ Pokémon GO“ spielt! Sie half mir, die App herunterzuladen und zeigte mir dann, wie man die kleinen Viecher fängt und Punkte sammelt. Machte Spaß – zumal Alfreds Schmiede nebenan einer der „Pokéstops“ hier im Dorf ist, also eine Stelle, an der man seine Ball-Vorräte auffüllen und weitere Punkte sammeln kann.

A propos Bälle: Der kleine Herr Sonntag hat von Paxianer ein suuupertolles Geschenk abgestaubt: einen erratischen Ball, also einen Ball, der unvorhersehbar und unkontrolliert springt, wenn man ihn wirft. Das liegt an seiner besonderen Form:

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Foto (c) Zooplus

Es ist ja immer wieder sehr rührend zu sehen, wie der Kleine sich über ein Geschenk freuen kann, aber seine Begeisterung über den Ball unterhielt uns den ganzen Abend lang ❤ ❤ ❤

Er fand schnell heraus, daß er für diesen Ball gar keine Menschen zum Werfen braucht: es reicht, den Ball in die Schnauze zu nehmen, den Kopf zu heben und den Ball aus möglichst hoher Höhe fallen zu lassen. Auf den Fliesen hopst dieser dann etwas  herum, das reicht dem kleinen Herrn Sonntag.  Er ist da recht bescheiden: wenn er zwei, drei Meter hinter etwas herlaufen kann, das sich bewegt, ist er schon zufrieden. (Seine frühere Besitzerin hat ihn oft abgeschoben, um Zeit für sich zu haben, daher ist er froh über jede Aufmerksamkeit.)

Nicht nur Herr Sonntag, auch ich bekam etwas geschonken an diesem Abend: Paxianer hatte auf einem Büchermarkt einen Shakespeare-Roman(„Shakespeare’s lost Kingdom“)  entdeckt, ein Buch über Gesteine und  einen wunderbar gezeichneten, geheimnisvoll-spannenden und poetischen Comic: „Dreamwalker“ von Isobelle Carmody. Danke, Paxi!!!

Am Samstag Morgen weckte mich schon der Kaffeeduft. Am Frühstückstisch saßen auch Micia und Pippilein, denn Paxianer hatte sie natürlich ebenfalls mit Geschenken bedacht: kleine Packungen mit hauchfein geschnittenen Scheibchen von Fleisch-Stücken von Lamm, Huhn und Ente, also praktisch getrocknetes Carpaccio. Die Damen waren sehr angetan (Micia so zu mir: “Hab ich doch gesagt, die kann gerne hierbleiben!“ 😃 )

Paxianer trug ein T-Shirt, das mir als London-Fan auf Anhieb gefiel: Ein  geflocktes Tower-Bridge-Motiv! *hach*

Naxh dem Frühstück zeigten wir Paxianer das Dorf. Dem kleinen Herrn Sonntag war schon klar, daß ein Gassi- Gang geplant war, denn der Prinz saß ja mit am Frühstückstisch. Dann weiß er immer: „Papa“ bleibt zu Hause und  längeres Gassi steht an! Paxianer zeigte mir unterwegs, wie man das mit dem Pokémons macht und wie man Punkte sammeln kann. Macht voll Spaß! 😃

Der Prinz mußte nachmittags zu einer Veranstaltung, für die er sein Kommen zugesagt hatte, bevor wir wußten, daß Paxi uns besuchen wollte,und verzog sich. Paxi und ich machten es uns in meinem „Abhäng-Zimmer“ vor dem Fernseher gemütlich und schauten uns den erstenTeil der BBCDoku    „Living with Alzheimer’s“an, die Terry Pratchett eine Weile vor seinem Tod mit dem BBC-Team gedreht hatte. Als der Prinz zurück war, schleppten wir Paxianer nach Offstein ab. Wir hatten den finsteren Plan, sie zum Eisessen bei Esther und Alessio zu zwingen .  Sie fügte sich tapfer in ihr grausames Schicksal, das muß man ihr zugestehen! Eine mutige Frau 😉 !

Wieder weckte mich am nächsten Morgen der Kaffeeduft (könnt‘ ich mich dran gewöhnen 😉 ) und es blieb nicht mehr viel Zeit, bevor Paxianers Zug sie uns wieder entführen würde… sie hatte aber noch gar nichts von Worms selbst gesehen ( Nicht, daß es besonders viel Aufregendes zu sehen gäbe…just saying 😉 )

Der Wind war eklig kalt, wir gönnten uns zum Aufwärmen noch etwas Kaffee und Kuchen, bevor wir zum Bahnhof  aufbrachen. Der Abschied war kurz, da wir sehr pünktlich waren und nicht auf den Zug warten mußten. Dann war sie weg und wir waren etwas wehmütig…. Wir vier haben uns so gut verstanden und paßten so gut zusammen, daß wir sogar erwogen, daß Paxianer doch zu uns ziehen könnte… Micia und Herr Sonntag fanden das Gedankenspiel klasse und waren sehr dafür, daß wir diese Idee umsetzen. Nun, wir arbeiten dran…  😃

Übrigens traf kurz nach Paxis Abreise schon ein Paket von ihr ein, das unter anderem  das gleiche Towerbridge-Shirt enthielt, das ich an ihr so bewundert hatte!  Ich gab mich so sehr gefreut! Danke, Paxi! ❤

Jetzt wird aber wieder regelmäßiger gebloggt, klar, Frau Lakritz?! Jawoll, Ma’m! *salutiert*

 

 

 

 

Hase!

Der kleine Herr Sonntag hat Langeweile. Da es mit dem Gassi aber noch etwas dauern kann (der Prinz kocht gerade Mittagessen), sage ich zu Herrn Sonntag: „Na, dann bring deinen Ball!“, um ihm eine Freude zu machen. Sein ratloses Gesicht sagt mir, daß er keine Ahnung hat, wo der Ball sein könnte. Ich setze mich wieder an den PC. Kurz darauf stupst mich etwas am Knie an. Ich schaue unter den Schreibtisch und sehe den kleinen Herrn Sonntag. Er hat mir seinen Stoffhasen vor die Füße gelegt. Sein Gesichtsausdruck, leicht verlegen, sagt mir: „Den Ball hab‘ ich nicht gefunden, aber hier ist mein Hase, damit du nicht traurig bist.“ (Den Hasen haben wir ihm letzte Woche von IKEA mitgebracht, als Belohnung fürs Alleinbleiben ❤)

Sagte ich schon, daß unser Herr Sonntag der tollste Hund der Welt ist?! Große Liebe !!! einself!!! ❤ ❤ ❤

Herr Sonntag und der Sommer

Noch ein kurzer Zwischenbericht, my darlings, bevor ich endlich von Paxianers Besuch bei uns erzähle (der inzwischen auch schon gefühlte Jahrhunderte her ist…).

Erfreulicherweise hat ja nun doch der Sommer zu uns gefunden. Die Hunde in unserer kleinen Bloggerwelt reagieren ganz unterschiedlich auf die Wärme, wie zum Beispiel Sandra von Dreipunktecharlie und Chrissey von Kaya Bordercorgi beschreiben. Beide Blogs habe ich abonniert und damit habe ich das Vergnügen, die neuesten Berichte schon beim Frühstückskaffee lesen zu dürfen. Die langhaarige Kaya leide unter der Wärme, schreibt Chrissey. Dafür hat sie eine geniale Lösung gefunden, mit der die hübsche Kaya sehr glücklich ist. Was das ist, könnt ihr hier lesen 😃 Charlie dagegen scheint gar keine Rezeptoren zu besitzen, die ihm anzeigen, daß es warm ist, schreibt Sandra in diesem Blogbeitrag. Beide fragen danach, wie andere Hunde mit der Hitze umgehen.

Bei unserem kleinen Herrn Sonntag ist das sehr zweigeteilt. Das Pufibärchen ist ein Sonnenanbeter, er liebt Wärme. (Wärme aller Art, heißt das – deswegen kann ich froh sein, wenn ich im Winter unter der Bettdecke noch Platz bei den heißen Körnerkissen finde :D) Das schöne Wetter erlaubt es uns, die schwere Doppelglas-Terrassentür vom Büro in den Hof tagsüber mit einem Türstopper geöffnet zu halten. So können das Bärchen, die Chefin über alles und das Pippilein kommen und gehen, wie sie möchten. Das genießen wir alle sehr. Die drei, weil sie nicht ständig mit den Vorderpfoten an die Glasscheibe trommeln müssen, wenn sie raus oder rein wollen und der Prinz und ich, weil wir nicht alle zwei Minuten vom Schreibtisch aufstehen und die Tür öffnen müssen.

Der kleine Herr Sonntag also, der legt sich mit Vorliebe im Hof voll in die pralle Sonne und läßt sich braten. Da kommt wieder der Papa durch, ein spanischer Windhund. Dafür mag er sich aber überhaupt nicht gern in der Sonne bewegen, das ist ihm dann doch zu viel. Wenn das Zauberwort „Gassi“ fällt, ja, dann flippt er schier aus und kann es kaum erwarten, bis es losgeht.

Allerdings: Das kleine Häuschen, das wir gemietet haben, war früher Teil eines kleinen Bauernhöfchens, wie sie hier auf den Dörfern üblich sind. So ist der Innenhof begrenzt von ehemaligen kleinen Ställen und der früheren Scheune. Das heißt, wettertechnisch ist es im Hof geschützter als auf der Straße. Wenn wir also zur Gassirunde aufbrechen, kann die Sonne draußen auf der Straße ganz schön knallen, weil nur die Wohnhäuser etwas Schatten werfen. Das Bärchen zieht zur Schmiede rüber, um dort im Wildwuchs-Streifen hintendran seine wichtigsten pee-mails zu lesen und zu beantworten. Ab dann versucht er aber, im Schatten zu bleiben und sich so langsam wie möglich zu bewegen( Hunde-Beamtenmikado, sozusagen 😃 ) Zum Glück trinkt er viel Wasser und wir achten auch strikt darauf, daß im Hof und in der Küche immer ein voller Wassernapf für die drei steht. Die dicken Sandsteinwände halten das Haus innen kühl ( deswegen lief unsere Heizung noch bis Mitte Mai!), und es kann einen schon mal ein Hitzeschlag treffen, wenn man in den Hof hinaustritt. Aber das Bärchen liebt es, ganz windhund-gemäß, so what?

Liebe Grüße an Kaya, Charlie und Lis! ❤ ❤ ❤

 

 

Spaß mit Flaggen -ääh, Spam!

In den letzten zwei Wochen fühle ich mich wie zu meinen Anfängerzeiten im Internet, darlings, denn es schlagen riesige Flutwellen von Spam in meiner Mailbox auf.

Zum Teil ist das sehr lustig, vor allem, wenn ich“live mit Singles chatten“ oder die Windel-Einlagen von Tena testen soll (wegen meiner schwachen Blase 😃 😃 )

Dazu kommen täglich schufafreie Kreditangebote. Kia Probefahren. Skoda leasen.

Nicht zu vergessen die –zig Lotto-Angebote, bei denen ich praktisch bereits die 41 Millionen in der Tasche habe!

Es gibt übrigens „Postcode-Lotterien“, Leute – auch da habt ihr schon die Millionen auf dem Konto, bevor ihr die Mail löschen konntet! 😉

Ach ja, ohne die Mails, die mir anbieten, mit Bundesliga-Tipps reich zu werden, hätte ich gar nicht mitbekommen, daß derzeit die Bundesliga läuft…

AAABER: Man kann auch eine Menge Spaß mit Spam-Mails haben! Vor allem mit denen, in denen jemand dir eine haarsträubende Geschichte von unverhofft aufgetauchten Millionen erzählt – „Ich verwalte das Geld und setze dich als Erben in die Papiere, sende mir lediglich alle deine privaten Kontodaten…“

Kennt ihr sicherlich, diese meist in haarsträubend schlechtem Englisch verfaßten Texte der Nigeria-Connection?

Der Brite James Veitch hat sich der Menschen erbarmt, die sich so viel Mühe geben, uns mit Millionen von Dollars beschenken zu wollen. Er hat sich darauf spezialisiert, Spam-Mails zu beantworten, als nehme er die Absender ernst. Das Ergebnis ist oft zum Brüllen witzig, wie hier. Schaut es euch an! Für mehr davon einfach „James Veitch“ ins Suchfeld eintippen.)

Laßt euch inspirieren! Ich habe es einmal versucht, leider existierte die angebliche Mailadresse des Absenders aber nicht. Wenn ihr es mal schafft, so einen Mailschreiber zu verarschen, laßt es mich bittebitte wissen, ja?!