Frau Lakritze gibt sich keine Mühe,

so zu tun, als gefiele ihr dieses besch******** Wetter.

Aber da der kleine Herr Sonntag ja nun mal raus muß, überwindet Frau Lakritz sich und zwingt sich raus in das Dreckswetter. ALLES für Herrn Sonntag! ❤

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spannender Abend

Boaah.. zweieinhalb fesselnde Stunden habe ich heute Abend schon vor dem Fernseher geklebt, ihr Lieben, und mir eine Doku gegönnt, die ich schon ewig  lange sehen wollte:

James Camerons Die Geister der Titanic,von 2003. Hat jemand von euch den Film schon gesehen?

Der Regisseur ist der gleiche James Cameron, der 1993 den Kassenschlager „Titanic“ mit Leo di Caprio und Kate Winslet gedreht hat (den ich immer noch nicht gesehen habe!).

Cameron hat mit einer Crew von Wissenschaftlern, zwei Tauchbooten sowie zwei ferngesteuerten Tauch-Robotern (namens „Jake“ und „Elwood“) das Wrack der realen Titanic in 4000 Metern Tiefe ausfindig gemacht, an der Stelle, an der sie 1912 sank. Die Doku zeigt, wie die Männer – je drei pro Tauchboot – aufs feinste aufeinander abgestimmt und hochprofessionell miteinander arbeiten, das Wrack von außen ableuchten und filmen und schließlich die Tauchbots zum Filmen hineinschicken. Hier beginnt das große Gänsehaut-Gefühl! Die Wandschnitzereien und Buntglasfenster im Speisesaal der ersten Klasse sind noch perfekt erhalten, auch der geschwungene Treppenaufgang. Jake und Elwood schwimmen, soweit möglich, auch in einige Passagierkabinen hinein und filmen die Reste der Betten, Kommoden und einige persönliche Gegenstände. Alle Männer der Expedition haben detaillierte Kenntnisse über das Schiff, wissen also immer genau, wo die Tauchbots gerade herumschwimmen.

Ich bin noch ganz ergriffen von den wehmütigen Bildern, zumal ich verrückt bin auf Unterwasser-Archäologie und jede Gelegenheit wahrnehme, Dokus zu diesem Thema zu schauen, zum Beispiel von Franck Goddio. Dicke „Guck-Empfehlung von mir!

 

 

Frust-Freitag

So eine Hühnerkacke, darlings -da hatte ich mich so auf die Orthesenschuhe gefreut und sah mich am Wochenende schon mit Herrn Sonntag und dem Prinzen zu Fuß die Gassirunde mitlaufen – da kommen wir beim Orthopädietechniker an und die Schuhe sind noch gar nicht geliefert! Maaaannnnn.. war ich enttäuscht. Aber ich rede dem Bein nochmal gut zu, daß es noch ein paar Tage mitmacht, denn in der kommenden Woche landen die Schuhe ganz sicher bei Elmar. Bitte Daumen (und Pfoten) drücken, ja? Danke!

Sie ist da!!!einself

Nämlich die sehnlich erwartete Orthese für mein linkes Bein, darlings. Hier:

orthese

Ich hatte gehofft, daß ich sie über der Jeans tragen kann, aber das geht leider nicht, weil die Orthese sehr dicht am Bein anliegt, sie ist ja  nach einem Gipsabdruck meines Beines gebaut. Die Jeans ist mit ihren Nähten zu dick und wirft Falten, die scheuern könnten, aber mit einer Gymnastikhose läßt sie sich, wie ihr seht, auch ganz gut fotografieren. Mein Stand ist noch unsicher, wie man sieht, aber das ist Gewöhnungssache. Die Farbe ist nun doch mehr blau geworden, als das sehr leuchtend türkisfarbene Stück Probestoff vermuten ließ. Das freut mich! Sieht sie nicht supercool aus?!  \o/

Wie man sieht, steckt das gesamte Fußteil im Schuh. Das geht nur mit viel Kraft da hinein, und allein könnte ich das nicht schaffen. Aber ich bekomme spezielle neue Orthesenschuhe dazu, nächsten Freitag werden sie wohl da sein. Die neuen Schuhe haben ebenfalls, wie meine jetzigen auf dem Foto, einen Drehknopf-Verschluß ( = „Boa-Verschluß“), allerdings ist dieser bei ihnen  nicht oben auf dem Fuß-Spann, sondern hinten an der Ferse. Das heißt, der hintere Fersenteil läßt sich öffnen und herunterklappen, so daß ich den Fußteil der Orthese einfach hineinschieben kann, ohne das gewaltsame Gewurschtel und Gezwänge und Gedrücke, das jetzt noch nötig ist (und für das ich alleine gar nicht die nötige Kraft habe). Zuerst bin ich sicherheitshalber noch mit dem alten, häßlichen Vierpunktstock durch die Wohnung gelaufen. Am Fuß fühlt sich das Gehen mit der Orthese noch sehr steif und fremd an. Aber inzwischen  kann ich auch frei gehen (YAY!) Ich werde also bis zum Frühling  hier im Haus und im Hof üben (das Ding allein und einhändig anziehen und damit laufen), bis der erste wärmere Tag kommt und ich den Prinzen und Herrn Sonntag endlich zu Fuß beim Gassigang begleiten kann! Das werden wir dann gebührend feiern! (I’ll keep you informed 😉 )

Euer Robocop 😀

 

Hey, hey, hey, beautiful sunday *sing*

Einen schönen Wochenanfang wünsche ich euch, my dearies!
Gestern hatten wir so einen schönen Sonntag!

Mein Bruder und seine Familie hatten sich spontan zum Besuch angemeldet, mit dem Wunsch, mittags irgendwo essen zu gehen. Da waren wir natürlich gerne dabei, verfressen, wie wir sind 😃

Das Alte Ruderhaus unten am Rhein war leider schon ausgebucht, aber im Pizza Pasta in Obrigheim hatten sie noch Platz für uns. Der kleine Herr Sonntag mußte leider zu Hause bleiben, denn im Pizza Pasta gibt es einen Hund, einen Jack Russell namens Eros, und wir wollten keinen Hundestreit, zumal der kleine Herr Sonntag es haßt, im Restaurant still sitzen oder abliegen  zu müssen. (Da werden wir wohl bald Hilfe bei unserem Freund Holger anfordern –  mal sehen, was er vorschlägt!)

Zu meiner Freude hatten sie „Spaghetti Parmigiani“ auf der Extrakarte. Das sind Spaghetti, die der Koch aus dem kochenden Wasser in einen ausgehöhlten Parmesankäse gibt und sie darin schwenkt, bis sie das Aroma des Käse angenommen haben und schön mit Parmesan-Bröckchen durchmischt sind. Wunderbar! Der Inhaber ist selbst zweifacher Vater und war daher gern bereit, Paul und Marie ihre Wünsche zu erfüllen. Marie wollte „POMMES!“ und Paul wünschte sich Pizza Hawaii. Wir Erwachsene bekamen eine herrlich milde Grappa zum Nachtisch, auf’s Haus.

Zu Hause angekommen, packte der Prinz mich in mein Flauschwurst-Outfit ein, denn wir wollten entlang der Bach zum Nachbardorf wandern. Meine Schwägerin ist Sportlehrerin, sie und mein Bruder sind sportlich sehr aktiv, so war die Strecke von insgesamt etwa vier Kilometern für die ebenfalls sportlichen Kinder ein Klacks, und für den kleinen Herrn Sonntag sowieso. Die Kinder diskutierten wie immer, wer zuerst die Hundeleine halten dürfe. Zum Glück ist der kleine Herr Sonntag ja sehr kinderlieb, da er mit Kindern aufgewachsen ist, und geht bereitwillig mit ihnen mit – solange der Prinz und ich in seiner Nähe bleiben 😉

Obwohl es schneidend kalt windig und daher sehr ungemütlich war, tat die Tour uns allen gut. Für mich ist Kälte-Training wichtig, wegen des Immunsystems und damit das mit der ewigen Friererei mal aufhört. Zu Hause machten wir es uns schön mit Tee gemütlich, während die Kinder dem unermüdlichen Herrn Sonntag sein Frisbi durch die Wohnung warfen.

Gegen sechs zogen die vier wieder ab, zurück ins Schwäbische. Wir drei kuschelten auf dem Sofa bei einer Doku im Discovery Channel (den ich im Austausch gegen Terra X und GEO abonniert habe, bei denen wir mit der Mediathek inzwischen durch sind.)

 

 

Die zuverlässige SVF

Am vorletzten Sonntagmorgen stand der Prinz am Herd, um mir zum Frühstück Rührei mit Schinken zu machen. (Ich habe das vegane Leben ja aufgegeben, nachdem ich gemerkt hatte, daß unsere Gesellschaft zu dumm ist, diese Verantwortung zu übernehmen). Neben dem Prinzen stand der kleine Herr Sonntag, starrte gebannt und mit großen Augen zu ihm hoch und beobachtete genauestens, wie der Prinz den Schinken kleinschnitt. Der Prinz schaute kurz zu ihm hinunter, ließ rein zuuufällig ein winziges Stück fallen, drehte sich dann zu mir um und grinste.

„Er ist so heldenhaft und tapfer“, sagte er.  „Sollte das Unglück passieren und mir ein Stück Schinken aus der Hand rutschen, wäre er sofort und völlig selbstlos bereit, sich zu opfern und es zu beseitigen.“

„Ja“, sagte ich gerührt, „er ist ein  Held, keine Frage!“

„Er ist die Schinken-Vernichtungs-Fraktion!“ sagte der Prinz lachend. Seitdem heißt unser Liebling auch „SVF“.

Und ja, natürlich wissen wir, daß das nicht gesund für das Bärchen ist – Fette und Gewürze und so… Paxianer hatte mir mal eine Grafik  geschickt, die zeigte, daß eine Scheibe Schinken für einen Hund so viel bedeutet wie ein Cheeseburger für einen Menschen. Seitdem sind wir vorsichtiger (und Schokolade ist sowieso ab-so-lut tabu). Aber der Mausebär ist nach einigen Wochen strenger Vom-Tisch-nasch-Abstinenz wieder so schön windhund-schlank geworden, daß wir uns doch ab und zu hinreißen lassen, uns von seinen flehenden braunen Kulleraugen verführen zu lassen – zugegeben, mit schlechtem Gewissen 😉

Wie haltet ihr das mit euren Fellnasen, egal ob Katze oder Hund? Seid ihr durchgehend strikt oder laßt ihr mal Fünfe gerade sein?