Der nächste Schritt folgt

morgen. Für mein linkes Bein nämlich, meine Lieben. im November werden es drei Jahre, daß ich die Orthese trage. Allmählich werden mir die zusätzlichen 1,3 Kilo am Bein aber zu schwer, zumal das rechte Bein das ja ausgleichen muß und ich schon seit Monaten starke Schmerzen im rechten Kniegelenk habe und mal wieder viel zu viel Schmerzmittel nehme. Na, ich hatte ja erwähnt, daß mein Physiotherapeut mir zu einem Tensgerät zum Muskelaufbau geraten hatte, weil sich durch die Orthese einige Muskeln zurückgebildet hatten. Dieses Gerät habe ich jetzt fünf Monate lang täglich für 25 Minuten benutzt. Das haben wir meist abends beim Fernsehen eingebaut, der Prinz hat mir die Elektroden angelegt (die kommen auf die Rückseite des Oberschenkels, deshalb konnte ich das nicht allein tun). Sitzen kann ich damit, und so haben wir die 25 Minuten meist mit einer kleineren Doku oder anderen Info-Sendung verbracht (der NDR hat da interessante Sachen). Morgen Nachmittag wird Christoph testen, wie sich die Muskeln entwickelt haben, und prüfen, ob wir schon mit den Kraftübungen anfangen können, die die Muskeln weiter aufbauen sollen (die „Stabi“-Muskeln nennt er sie, also die, die das Knie daran hindern sollen, sich beim Gehen nach hinten durchzubiegen.Wenn alles stimmt, liegt eine kräftezehrende Zeit vor mir. Jeden Tag Kraftübungen – jeden. verdammten. Tag. ABER: Ich werde das durchziehen! Denn er kommt, der Tag, an dem ich die Orthese einmotten und wieder normal gehen kann. ICH SCHAFFE  DAS!!!

P.S.: Eine meiner beiden früheren  Krankenkassen hat bereits eine Bestätigung über meine Versicherungszeiten geschickt /#Pflegegrad. \o/

Pulp Fiction

gilt wohl als einer der epischsten Filme, die je gedreht wurden, darlings, und das mit Fug und Recht, wie ich finde! Und gibt es in einem (irgendeinem) Film eine epischere Szene als die, in der ein unerfahrenes und tolpatschiges Gaunerpärchen ein Diner überfallen will und Jules dem jungen Mann ganz cool und gelassen erklärt, sein Portemonnaie  sei das, auf dem „Bad Motherfucker“ stünde? Also, einige kluge Fans des Films sind auf die brillante Idee gekommen, eine „wallet“ nach dem Filmvorbild herzustellen und zum Verkauf anzubieten, hier zu sehen (und zu bestellen.) Da ich ja in der letzten Zeit wegen unseres Umzugs etliche Bücher an Momox verkauft habe, zeigte mein Sparschweinkonto genug Plus an, dass ich mir eine“BMF-Wallet“ bestellen konnte. Große Freude! Wie gefällt sie euch?

PS.: Auf der Bestell-Seite habe ich gelesen,daß das Portemonnaie in der Filmszene Quentin Tarantino selbst gehörte 😀

Die Beratung zum Pflegegrad-Antrag

gestern Abend war prima, meine Lieben. Die Sachbearbeiterin, ich taufe sie hier mal  „Frau Müller“,  ist sehr sympathisch und kompetent. Zu der Zeit, als wir damals versuchten, diese Unterstützung zu bekommen, hieß das noch Pfegestufe und war sehr kompliziert. Jetzt heißt esPflegegrad, und der Vorgang hat sich verändert (und netterweise auch etwas  vereinfacht).  Frau  Müller kennt sich enorm gut aus, sowohl mit der Erkrankung selbst  als auch mit den gesetzlichen Regelungen. Der Antrag muss über dieKrankenkasse gehen, da braucht es dann noch Arztberichte, Gutachten, und und und. Aber wir können Frau Müller jederzeit anrufen und ihr Fragen stellen, wenn es zu bizarr wird 😀 Eine Stunde lang war sie hier. Es war schön warm, so saßen wir im Hof am großen Tisch, schön auf Abstand und natürlich mit „Snutenpullis“, wie die Masken im  Plattdeutschen  heißen.  🙂 Noch gestern Abend habe ich per Mail bei meiner Krankenkasse die Unterlagen angefordert.  Drückt mir die Daumen – ich werde weiter berichten!

Zwischen Freude und Stolz

schwanke ich heute, ihr Lieben, denn mich erreichte die Mail eines meiner Reikischüler, der mir erzählte, dass er ein Buch geschrieben habe und dieses gerade erschienen sei. Hier könnt ihr einen Blick darauf werfen – ich freue mich schon auf die Lektüre! Schon als Cengiz für seinen ersten Reikigrad zu mir kam. zeigte sich, daß er ein großes Interesse und ein feines Gespür für Spirituelles hat.  So ist es kein Wunder, daß sein erstes Buch Ausdruck seiner Faszination für den Schamanismus  ist. Ich freue mich irrsinnig für Cengiz und ich bin total stolz auf ihn (obwohl das Buch ja allein sein Verdienst ist, ich habe ja nichts dafür getan.)

Plüschtiere helfen echten Tieren!

Das geht nicht, glaubt ihr? Ha! Und ob das geht! Marcel Ziarek aus Aachen hat nämlich die grandiose Idee gehabt, ein Plüsch-Tierheim zu gründen. Der Plan ist: Menschen spenden Plüschtiere an Marcels Tierheim. Marcel und sein Team reinigen und desinfizieren diese Tiere und vermitteln sie in neue Zuhause. 50 % des Erlöses spenden sie an Tierheime (für echte Tiere) und an Tierschutz-Organisationen. Ihr könnt euch wohl vorstellen, daß ich total verliebt in diese Idee bin, oder? Am letzten Samstag habe ich einige Plüschis, die bei mir im Regal verstaubten, nach Aachen geschickt und hoffe, daß sie alle ein artgerechtes Zuhause bekommen, möglichst bei Kindern ( denn das ist ja der Sinn eines Stofftierlebens, oder?). Falls eines eurer Kinder ein geliebtes Plüschi verloren hat oder jemand von euch Steiff-Tiere sammelt: schaut im shop des Plüsch-Tierheims nach, ob da nicht gerade das gesuchte Tier zur Adoption steht!

Der Hundetod

wirft schon wieder seinen verdammten Schatten im Dorf, darlings. Bereits letzte Woche haben wir erfahren, daß die süße Susi, einBeaglemädchen in unserer Nachbarschaft, nur noch kurze Zeit zu leben hat. Ganz in unserer Nähe wohnen S. und G., an deren Haus wir öfter mal auf dem Rückweg unserer Abend-Bärchenrunde vorbeikommen. S. und G. haben zwei Beaglemädels, Susi (14 Jahre) und die jüngere Gretel. Beide Mädels hatten von Anfang an unser Bärchen sehr lautstark ausgeschimpft, wenn wir am Haus vorbeikamen. So kamen wir mit S. und G. ins Gespräch, über die Bell-Geräuschkulisse hinweg, und wurden uns immer sympathischer. Mit ihrem Sohn und dessen Frau verstehen wir uns auch super. Als wir vor einigen Tagen  wieder dort vorbeiliefen, waren beide Mädels seltsam still. S. und G. saßen auf der Bank vor ihrer Haustür, Susi lag zu S.s Füßen auf ihrem Polster, Gretel daneben mit ihrem Kopf auf Susis Bauch. S. erzählte uns, daß Susi einen Tumor im Bauch und nur noch kurze Zeit zu leben habe. „Gretel legt immer den Kopf auf Susi, sie spürt das“, sagte S. Sie erzählte uns auch, daß sie bei der Beagle-Züchterin schon  ein Welpenmädchen für Susis Nachfolge ausgesucht hätten. An diesem Abend gingen wir bedrückt nach Hause. Gestern Abend nun sahen wir das ganze Ausmaß: Gretel verbellte uns heftig, wie immer, aber Susi lag auf ihrem Polster neben S.s Füßen und  sah uns traurig aus ihren großen dunklen Augen an. Ihre Rippen schauten hervor, man konnte jeden Rückenwirbel erkennen und ihre Beckenknochen staken spitz heraus. Ihr Bauch dagegen war so dick und geschwollen, als wolle sie jeden Moment sieben Welpen gebären. So groß ist der Tumor! Gut, 14 Jahre sind viel für einen Hund, vor allem für einen Rassehund – aber so ein Krebstumor, muß das sein?! Susi ist ein herzensguter, sanfter Hund, und sie hat das nicht verdient (welches Tier  hat das schon?!) Sie bekomme täglich Schmerztropfen, sagte S. „Und wenn wir sehen, sie kann nicht mehr, dann werden wir sie erlösen“, sagte sie (ihr Tierarzt ist auch der Highlander, und er wird es sanft und liebevoll machen). Beide Menschen, S. und G., sind traurig. „Ich lasse sie unterwegs schnüffeln, so oft und so lange sie will“, sagte G. und man sah ihm die Wehmut an. Auch Susi schaut sehr traurig drein, als wisse sie, daß das Ende ihres schönen Lebens mit S.,G. und Gretel bevorsteht. Wir erzählten S. und G. von unserem Umzug hier im Dorf Ende August und luden sie schon mal zum Tee ein – mit Gretel und dem neuenWelpen. Bis Ende August wird dieser nämlich ziemlich sicher da sein, S. und G. rechnen schon im Juli mit dem erzwungenen Abschied von Susi. Maaaannn- wie ich diesen scheißdrecksverfickten Krebs hasse! Ich hab so eine Scheißwut!

Überraschung gestern!

Gestern waren der Prinz und ich gerade dabei, die frühere Waschküche auszumisten, da klingelte es. Vor dem Tor stand ein  junger Lieferdienstfahrer und drückte dem Prinzen wortlos zwei Päckchen in die Hand.

Menno, ihr widerlichen Ausbeuter bei Hermes, gebt euren Fahrern doch wenigstens die Chance, etwas Deutsch zu lernen, bevor ihr die armen Jungs in einem fremden Land ohne Sprachkenntnisse unter die Menschen schickt!

Eines der Päckchen war für den Prinzen, das größere für mich. Nur – ich erinnerte mich gar nicht, etwas bei Tante Amazonien bestellt zu haben. Der Prinz öffnete das große flache Päckchen für mich und zum Vorschein kam..

das hier:

Astrid

Wundervoll, oder? Ich wußte gleich, daß ich das nicht bestellt hatte, denn daran hätte ich mich natürlich erinnert – ich liebe Astrid Lindgren so sehr! „Vielleicht ist es ein Geschenk“, sagte derPrinz. Ich suchte im Umschlag… und fand den Hinweis auf die liebe verrückte Spenderin: Petra! Danke schön, nochmal, Petra! ❤

Astrid Lindgren bedeutet mir bis heute sehr viel.  50 Jahre ist es her, daß Oma und Opa mir zu Weihnachten die drei Pippi-Langstrumpf-Bände schenkten. Seitdem ist eine Welt ohne ihre Bücher für mich nicht mehr denkbar. Und dieses Buch ist eine wundervolle Ergänzung. Es ist  ihre Biographie, geschrieben für Kinder, aber auch für Erwachsene spannend, wie ich finde. Zudem sind die Illustrationen traumhaft schön (wie man ja schon am Titelbild sieht). Dieses herrliche Geschenk ließ mich  gestern also den ganzen Tag über mit einem strahlenden Lächeln herumlaufen. Wir vergaßen sogar den Pizza-und Rotwein-Abend! Der Prinz hat auch Montag noch frei, da werden wir noch gut mit dem Sortieren unserer Bücher vorankommen. Astrid Anna Emilia (So hieß Astrid Lindgren mit vollem Namen) bekommt natürlich ihr eigenes Regal! Und ich werde mich von keinem ihrer wundervollen Bücher trennen (einige habe ich sogar auf Schwedisch)!

We von euch liebt sie auch? Und mit welchem Buch seid ihr in ihre Welt eingestiegen?

 

 

Hätte, hätte, Fahrradkette..

Am kommenden Mittwoch, my darlings, hätteten wir nach Woquard fahren tuteten  wollen, aber das wird ja leider nix.  Auch die geplante Fahrt nach Norderney mit Edda können wir in den Kamin schreiben, da die Landesregierungen die Inseln gesperrt haben. Das heißt aber auch, daß wir uns nicht mit unserem Freund J. treffen können, dem früheren Pfarrer des Bonner Münsters. J. ist seit einem guten Jahr im Ruhestand, verbringt aber seit Jahren seine Urlaube auf Juist. Er liebt die Insel und vertritt dort immer gerne den Inselpfarrer, wenn dieser mal im Urlaub ist. Der Ruhestand fällt J. sehr schwer (wir haben ihn zuletzt kurz vor Weihnachten gesehen, als er uns im Lüttje Huus besuchte. Da hatte der Prinz ihn in Norddeich von der Fähre abgeholt und wir konnten kaum glauben, daß er schon 70 ist!). Die Sonntage seien besonders schwer für ihn, wie er uns erzählte, da müsse er immer noch aufpassen, nicht in ein Loch zu fallen, weil ihm es ihm so fehle, den Sonntagsgottesdienst zu halten. Nun, wir hatten geplant, J. auf Juist zu besuchen, aber wegen der Insel-Sperre kann er ja jetzt auch nicht hin. So eine Scheiße.

Na, der Prinz und ich planen schon für Ostern (gezwungenermaßen hier): Omas Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen, nachmittags Omas Quarktorte.) Wie wird euer Osterfest aussehen?

Osterfrust!

Vorhin war ein Brief von der Gemeindeverwaltung Krummhörn im  Kasten, meine Lieben: Nicht nur haben die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein den Zugang zu den Inseln gesperrt, sondern der Landkreis Aurich hat auch bis zum 18. April die Nutzung von Zweit-bzw. Ferienwohnungen verboten. Seit gestern bereits müssen alle entsprechenden Wohnungen geräumt sein. Uns lüttje Huus gilt dort als Zweitwohnsitz, da das Huus uns zwar gehört, wir aber hier in Worms gemeldet sind und nicht dort. Also ist damit unser Osterurlaub erledigt. Der Prinz sagt, er habe damit gerechnet, aber ich habe das nicht, und es trifft mich sehr hart. Wir hatten vom 8. bis zum 14. April hinfahren wollen, und das fällt mitten in die Sperrzeit. Jetzt muß ich erstmal unsere Friesen-family informieren, also Herta, Edda und Tinus. So eine verfickte Dreckscheiße. 😦

SWR-Film über den Gnadenhof!

Darlings, der SWR hat in seiner Regionalsendung „Mensch, Leute!“ eine kleine Reportage über Carry Lerch und ihren Gnadenhof gedreht:

Carry und das liebe Vieh

Sicher erinnern sich einige von euch, dass ich vor einigen Jahren, bevor ich die Praxis im Schloss gründete, um Spenden für den Hof bat? Viele von euch haben etwas gespendet, Geld oder Gegenstände wie Pferdeputzzeug, und ich möchte euch dafür noch einmal herzlich danken!

(Bei Minute 29:21 seht ihr rechts  hinter der Eselschnute einen der Unterstände, die Carry dank eurer Hilfe anschaffen konnte. Sie schützen die Pferde und Esel vor Regen und direkter Sonne.)

Der Film stellt Carry (die eigentlich Carolin heißt) vor, ihren Hof, einige der Tiere – und unseren großartigen Tierarzt, den ihr hier als „Highlander“ kennengelernt habt (ihr werdet ihn sofort erkennen, wenn er im Film auftaucht 😉 ).

Der Beitrag dauert knapp 30 Minuten und ich habe ihn schon drei Mal angeschaut… Carry ist einfach ein toller Mensch. Was meint ihr zu der Reportage?

Bis dann!

Meine Lieben, in etwa einer Stunde geht’s los und ich freu mich wie dolle. Sechs ruhige Tage in Woquard erwarten uns! Die Buchhändlerfreundin kümmert sich um die Katzenmädels. Packen müssen wir ja nichts mehr, nur unsere Medis, unsere Kindles und Portemonnaies. Herta hat im Erdgeschoß schon die Heizkörper aufgedreht ❤ . Montag ist mein Geburtstag (Petra, du kannst ja dieses Jahr auch mal wieder feiern,am 29.! Der wievielte ist das denn? Du bist in dieser Hinsicht noch ein Teenie, oder? 😉 ❤

Am Aschermittwoch ist dann auch für uns alles vorbei… und wir werden uns dann wieder in unseren taferen kleinen Nissan setzen und zurückfahren müssen 😦  Ab Donnerstag melde ich mich dann hier wieder – und allen, die Karneval mögen, wünsche ich eine schöne Zeit und sauft nicht so viel ! 😀 *winkt*

Jauchzet, frohlocket, und preiset die Tage!

Heute Abend, gegen sechs, my dearies, düsen wir wieder ab in die zweite Heimat. Jürgen, unser wunderbarer Vermieter, füttert die Katzenmädels und sorgt dafür, daß sie in der Baller-Nacht im Haus sind. Die Heizung im Lüttje Huus hatte zwischendurch mal wieder den Geist aufgegeben, aber nur, wie der von Herta sofort gerufene Techniker feststellte, weil kein Wasser mehr drin war. Also keine Katastrophe. „Du zeigst mir, wie das mit dem Nachfüllen geht, damit ich das weiß!“  hat Herta dem Prinzen erklärt. Ist sie nicht ein Goldstück?! Gestern Abend habe ich noch mit Werner, Hertas jüngerem Sohn, telefoniert. Wir möchten Herta gern ewas zu Weihnschten schenken, kennen aber ihre Interessen nicht soo genau, und mit einem Geschenk für Bella wollten wir uns auch nicht zufriedengeben. Werner wußte gleich was: Einen kleinen Präsentkorb schlug er vor, mit alkoholfreiem Glühwein zum Beispiel (daß Herta, die Protestantin, keinen Alkohol trinkt, hatten wir schon mitbekommen, daher ist Wein hier aus der Gegend als Geschenk auch nicht passend.) Herta liebe Niederegger Marzipan, verriet Werner weiter, und „Was Duftendes“. Wir werden ihr da noch etwas Schönes zusammenstellen, denn vor dem 24. müssen wir wohl nochmal einkaufen – wir wollen noch einen einigermaßen günstigen DVD-Spieler fürs Lüttje Huus anschaffen, denn Weihnachten feiern, ohne „Notting Hill“ zu schauen – das geht für uns nicht! Das ist unser Weihnachts-Kultfilm!

Vor dem 24. bauen wir natürlich noch unseren Baum auf, dabei spielt in voller Lautstärke Bachs herrliches Weihnachtsoratorium (siehe Überschrift ; ) ) Ich liebe es!  In Bach kann ich voll und ganz aufgehen.

Wir lesen uns Anfang Januar wieder – ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches und mit viel Lachen und Liebe angefülltes 2020!

Ihr rockt!!!

Frau Lakritze badet in Nostalgie

Ihr werdet lachen, my dearies, wenn ich euch verrate, was ich seit gestern tue: Ich schaue mir bei Juhtjuhp alte Fernsehshows an: „Der Große Preis“ mit Wim Thöööööölke, Wum und Wendelin, „Dalli-Dalli“ mit dem liebenswerten und wunderbaren Hans Rosenthal… und ich habe in der Vorschau bereits gesehen, dass es auch „Am laufenden Band“ gibt!  Wer noch ein wenig mehr in Rudi Carell schwelgen möchte, kann sich dort  eine Doku über sein Leben ansehen. Diese fand ich sehr spannend und interessant. Da ich zur Zeit in einer (Auto-) Biographien – Lesephase bin, habe ich mir bei Tante Amazonien Rudi Carrells Biographie bestellt.

(Hans Rosenthals Autobiographie lese ich gerade mit Spannung. Das Buch heißt „Zwei Leben in Deutschland“ und ist nicht leicht zu bekommen. Der Titel bezieht sich darauf, daß die Rosenthal-Familie jüdischen Glaubens ist und unter den Scheißdrecks-Nazis sehr zu leiden hatte.)
Jedenfalls macht es unglaublich viel Spaß, wieder einmal in die alten geliebten TV-Sendungen hineinschauen zu können! Ich bin der Meinung, das ist  –

SPITZE!

😀

Stolpersteine in Woquard

Meine Lieben,

als wir über das lange Wochenende Allerheiligen/Reformationstag in Woquard waren, erzählte uns Herta, unsere „Friesenmama“, dass wir in Woquard bald Stolpersteine bekommen sollten. Herta war gerührt und freute sich darüber, denn die Steine sind für das Andenken an  eine jüdische Familie bestimmt: Karoline und Carl Seligmann und ihre beiden Söhne Richard und Julius. Herta hatte die Familie gekannt und miterlebt, wie sie „über Nacht einfach verschwunden waren“, wie sie uns erzählte. (Die Nazis haben sie später in Auschwitz ermordet.) Gestern war es soweit – der Arbeitskreis Stolpersteine Emden ließ die vier Steine am Gemeindehaus in den Boden ein:

stolpersteine

Foto: IG Woquard

Allerdings sind, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) schreibt, nicht alle Menschen mit den Stolperstein-Aktionen einverstanden: den uneinsichtigen Nörgler, der hobbymäßig grundsätzlich gegen alles ist und der quertreibt, wo es geht, den gibt es überall – in Emden hat ein Rentner einen Stolperstein zweimal wieder ausgegraben.

 

 

Leute gesucht, die zeichnen können!

Ihr Lieben!

Petra, die das (sehr lesenswerte!) Blog Voller Worte führt, möchte gern einige Geschichten aus ihrer Kindheit in einem Buch zusammenfassen und sucht dazu Leute, die ihr zu den Texten Zeichnungen anfertigen. „Nichts Großes, nur ein Zwischenspiel, damit es nicht so dröge wird“, sagt sie. In ihrem Blog findet ihr Petras Kontaktdaten. Also, wer Lust hat, melde sich bitte bei Petra!

Mal wieder selbst in den Fuß geschossen

habe ich mir, meine Lieben. Das kam so: Seit zwei Jahren trage ich ja  diese Orthese am linken Bein und habe mich damit sehr gut arrangiert. Der einzige Unterschied ist, daß meine direkt unterhalb des Knies eine zusätzliche Halterung hat, die das Knie davor schützt, sich nach hinten durchzudrücken. Diese Halterung kann ich mit einem Drehverschluß ( Boa-Verschluß) stramm ziehen. Ende September passierte allerdings etwas Saublödes: beim morgendlichen Anlegen der Orthese gab es einen Knall – und der Knopf des Drehverschlusses schoß durch die Küche. Damit hatte mein Knie keinen Halt mehr und ich konnte kaum laufen. Sofort rief ich beim Orthopädie-Techniker an, aber es war langes Wochenende wegen des 3. Oktober. Er würde erst wieder am Montag darauf in der Werkstatt sein. Wir vereinbarten aber, daß der Prinz, wie wir es schon einmal gemacht hatten, die Orthese hinter der Werkstatt ablegen solle (auf einem Palettenstapel).  Das Wochende über mußte ich allerdings ohne Orthese auskommen. Der Prinz ist, wie sein Vater, ein kreativer Bastler. So kam er auf die Idee, mir Kabelbinder um die Wade zu spannen, natürlich nur über der Orthese und dem Wadenpolster. Es hielt! (Leider ist das Foto nichts geworden.) Den Montag mußte ich dann ohne Orthese auskommen, denn der Prinz nahm sie morgens gleich mit auf den Weg zur Arbeit und legte sie am vereinbarten Punkt ab. Das hieß für mich: Laufen nur im Schneckentempo und unter starken Schmerzen. Aber irgendwie überstand ich den Montag – und am Abend, als der Prinz von der Arbeit kam, hatte er die reparierte Orthese dabei!

In meiner Erleichterung habe ich es nun wohl übertrieben, denn seit einigen Tagen hat sich bei mir eine Fehlhaltung des Beckens eingeschlichen, die zu starken Schmerzen im Lendenbereich führte ( also „Hexenschuß“-Schmerz). Da habe ich wohl, vor allem am vergangenen Wochenende,  viel zuviel Ibu eingenommen. Gestern morgen, als ich auf dem Bettrand saß und versuchte, zu Bewußtsein zu kommen, tropfte mir plötzlich Blut aus der Nase. Zugleich spürte ich: viel zu hoher Blutdruck. Ich sah zu, daß ich nach unten ins Bad kam und versuchte, die Blutung mit kaltem Wasser zu stillen. Das dauerte zwar, gelang aber. Nachmittags ging das aber nochmal los. Seit dem Hallamati nehme ich ein Medikament, das den Blutdruck reguliert. Abends, als der Prinz nach Hause kam, gab er mir etwas davon. Gute Idee – in kurzer Zeit nahm der Druck ab und die Blutung stoppte.

Am letzten  Samstag waren wir im Wormser Einkaufszentrum (ein trauriger Versuch, das Loop 5 in Darmstadt oder die Rheingalerie in Ludwigshafen oder- HAHAHAHAHA! – das CentrO in Oberhausen zu kopieren). Also: eher langweilig und trutschig, aber es gibt meinen liebsten Drogendealer dort: Hussel! Ich nahm gleich zwei Tüten englisches Lakritzkonfekt mit, die ich innerhalb kürzester Zeit vernichtete.

Fazit (to whom it may concern):

  • Ibuprofen treibt den Blutdruck hoch.
  • Lakritz enthält Süßholzextrakt. Dieser wiederum enthält ein Hormon, das die Blutgefäße eng stellt –> erhöht den Butdruck.
  • Beides habe ich am Wochenende in viel zu hohen Dosen genommen -> Blutdruck angestiegen -> Nasenbluten *Augenrollgeräusch*
    Dafür fahren wir aber morgen Abend nach Hogwarts, für einen Kurztrip! Wie immer, hält unser toller Vermieter das Haus im Auge, die Buchhändlerfreundin füttert die Chefin über alles und mein Pippilein ❤
    Ich freu mich!
    Da wir ja im Lüttje Huus kein Internet haben (nur über den persönlichen Hotspot im prinzlichen iPad), werde ich  hier wohl erst wieder etwas schreiben, wenn wir zurück sind.
  • Bis da-hann! *winkt* ❤

 

 

Der bibelfeste Prinz

Gerade mußte ich lachen, darlings, weil mir einfiel, wie der Prinz und ich im letzten Urlaub im Lüttje Huus einmal dabei waren, uns zum Rausgehen mit Bärchen fertigzumachen. Wir standen in der Garderoben-Ecke, der Prinz griff meinen „Draußen-Gehstock“, drückte ihn mir in die Hand und sagte:“Hier, dein Stock.“  Zog meinen Schal unter einer Jacke hervor und reichte ihn mir .“Hier, und dein Schal.“ Guckte mich an, grinste und sagte trocken: „Dein Stock und dein Schal, sie geben dir Zuversicht.“

Ich konnte vor Lachen kaum die Jacke richtig anziehen…

😀 😀 😀 😀 😀 😀 😀 😀 😀

Berufliche Pläne

haben, zu meinem großen Stolz und meiner großen Freude, my darlings, die Kinder meines Brudis. Die ganze Familie hatte ja kurz vor unserem letzten Urlaub Ferien im Lüttje Huus gemacht. Da haben sie auch die Seehundaufzuchtstation in Norddeich besucht. (Kleine Info am Rande: Norddeich ist ein Stadtteil der Stadt Norden, und die Betonung liegt auf „deich“, also nicht „Norddeich“, sondern „Norddeich„.) Die Aufzuchtstation hat wohl vor allem Marie sehr beeindruckt, denn sie hat die Informationen über die kleinen Heuler,die ihre Eltern verloren haben, gleich in eine Geschichte umgesetzt. Wieder zu Hause, tippte sie das Abenteuer des Robbenjungen namens „Robchen“ an Papas Laptop mühsam und sorgfältig aus ihrem Kopf in die Tastatur und beschloß sogleich, daß sie Schriftstellerin werden wolle:

robchen

(c): Marie E.

Natürlich freue ich mich riesig über Maries Berufswahl und versicherte ihr, daß ich alles tun werde, um sie zu unterstützen und sagte ihr, wie stolz ich auf sie sei. Sie strahlte. Ihre Eltern stehen natürlich beide ebenfalls hinter ihr. Die Robchen-Geschichte hat sie für uns ausgedruckt und auf buntes Papier geklebt. Sie hat sie uns dreien gewidmet, dem Prinzen, Herrn Sonntag und mir. Ich habe Brudi gefragt, ob ich die Geschichte hier im Blog zeigen darf, und er erlaubte es mir. „Ich werde Marie natürlich noch fragen“, sagte er, „Aber ich bin mir nicht sicher, ob sie schon erfassen kann, was das heißt, daß ihre Geschichte nun im Internet zu sehen ist.“ Jedenfalls habe ich Starterlaubnis – und ihr seid nun die ersten, die Robchens Abenteuer lesen können! (Darf ich bei dieser Gelegenheit bitte mal allen Eltern, die die beruflichen Träume ihrer Kinder verächtlich machen oder sie abwerten, eins in die Fresse hauen? Ihr hättet es verdient!)

Brudi und seine Familie leben ja in Baden-Württemberg, und dort gibt es die Meistervereinigung Baden-Württemberg Gastronom e. V., die das Projekt Schlemmerbande ins Leben gerufen hat. Die Schlemmerbande gibt es in vielen Städten in Ba-Wü, natürlich auch dort, wo Brudi und Familie leben.  Und Paul ist dabei! Das Kochen macht ihm riesigen Spaß, so viel, daß er beschlossen hat, Koch zu werden. (Als stolze Helikopter-Tante sehe ich vor meinem inneren Auge schon sein eigenes Restaurant, beflügelt von der Information, daß es in New Mexico/USA einen jungen Mann mit Down-Syndrom gibt, der sein eigenes Restaurant eröffnet hat, in dem er seinen Gästen Frühstück, Mittagessen und Umarmungen anbietet. Hach ja, die beiden werden ihren Weg machen – sie haben großartige Eltern, die sie bestärken und begleiten und die jederzeit für sie da sind.