Hätte, hätte, Fahrradkette..

Am kommenden Mittwoch, my darlings, hätteten wir nach Woquard fahren tuteten  wollen, aber das wird ja leider nix.  Auch die geplante Fahrt nach Norderney mit Edda können wir in den Kamin schreiben, da die Landesregierungen die Inseln gesperrt haben. Das heißt aber auch, daß wir uns nicht mit unserem Freund J. treffen können, dem früheren Pfarrer des Bonner Münsters. J. ist seit einem guten Jahr im Ruhestand, verbringt aber seit Jahren seine Urlaube auf Juist. Er liebt die Insel und vertritt dort immer gerne den Inselpfarrer, wenn dieser mal im Urlaub ist. Der Ruhestand fällt J. sehr schwer (wir haben ihn zuletzt kurz vor Weihnachten gesehen, als er uns im Lüttje Huus besuchte. Da hatte der Prinz ihn in Norddeich von der Fähre abgeholt und wir konnten kaum glauben, daß er schon 70 ist!). Die Sonntage seien besonders schwer für ihn, wie er uns erzählte, da müsse er immer noch aufpassen, nicht in ein Loch zu fallen, weil ihm es ihm so fehle, den Sonntagsgottesdienst zu halten. Nun, wir hatten geplant, J. auf Juist zu besuchen, aber wegen der Insel-Sperre kann er ja jetzt auch nicht hin. So eine Scheiße.

Na, der Prinz und ich planen schon für Ostern (gezwungenermaßen hier): Omas Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen, nachmittags Omas Quarktorte.) Wie wird euer Osterfest aussehen?

Osterfrust!

Vorhin war ein Brief von der Gemeindeverwaltung Krummhörn im  Kasten, meine Lieben: Nicht nur haben die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein den Zugang zu den Inseln gesperrt, sondern der Landkreis Aurich hat auch bis zum 18. April die Nutzung von Zweit-bzw. Ferienwohnungen verboten. Seit gestern bereits müssen alle entsprechenden Wohnungen geräumt sein. Uns lüttje Huus gilt dort als Zweitwohnsitz, da das Huus uns zwar gehört, wir aber hier in Worms gemeldet sind und nicht dort. Also ist damit unser Osterurlaub erledigt. Der Prinz sagt, er habe damit gerechnet, aber ich habe das nicht, und es trifft mich sehr hart. Wir hatten vom 8. bis zum 14. April hinfahren wollen, und das fällt mitten in die Sperrzeit. Jetzt muß ich erstmal unsere Friesen-family informieren, also Herta, Edda und Tinus. So eine verfickte Dreckscheiße. 😦

SWR-Film über den Gnadenhof!

Darlings, der SWR hat in seiner Regionalsendung „Mensch, Leute!“ eine kleine Reportage über Carry Lerch und ihren Gnadenhof gedreht:

Carry und das liebe Vieh

Sicher erinnern sich einige von euch, dass ich vor einigen Jahren, bevor ich die Praxis im Schloss gründete, um Spenden für den Hof bat? Viele von euch haben etwas gespendet, Geld oder Gegenstände wie Pferdeputzzeug, und ich möchte euch dafür noch einmal herzlich danken!

(Bei Minute 29:21 seht ihr rechts  hinter der Eselschnute einen der Unterstände, die Carry dank eurer Hilfe anschaffen konnte. Sie schützen die Pferde und Esel vor Regen und direkter Sonne.)

Der Film stellt Carry (die eigentlich Carolin heißt) vor, ihren Hof, einige der Tiere – und unseren großartigen Tierarzt, den ihr hier als „Highlander“ kennengelernt habt (ihr werdet ihn sofort erkennen, wenn er im Film auftaucht 😉 ).

Der Beitrag dauert knapp 30 Minuten und ich habe ihn schon drei Mal angeschaut… Carry ist einfach ein toller Mensch. Was meint ihr zu der Reportage?

Bis dann!

Meine Lieben, in etwa einer Stunde geht’s los und ich freu mich wie dolle. Sechs ruhige Tage in Woquard erwarten uns! Die Buchhändlerfreundin kümmert sich um die Katzenmädels. Packen müssen wir ja nichts mehr, nur unsere Medis, unsere Kindles und Portemonnaies. Herta hat im Erdgeschoß schon die Heizkörper aufgedreht ❤ . Montag ist mein Geburtstag (Petra, du kannst ja dieses Jahr auch mal wieder feiern,am 29.! Der wievielte ist das denn? Du bist in dieser Hinsicht noch ein Teenie, oder? 😉 ❤

Am Aschermittwoch ist dann auch für uns alles vorbei… und wir werden uns dann wieder in unseren taferen kleinen Nissan setzen und zurückfahren müssen 😦  Ab Donnerstag melde ich mich dann hier wieder – und allen, die Karneval mögen, wünsche ich eine schöne Zeit und sauft nicht so viel ! 😀 *winkt*

Jauchzet, frohlocket, und preiset die Tage!

Heute Abend, gegen sechs, my dearies, düsen wir wieder ab in die zweite Heimat. Jürgen, unser wunderbarer Vermieter, füttert die Katzenmädels und sorgt dafür, daß sie in der Baller-Nacht im Haus sind. Die Heizung im Lüttje Huus hatte zwischendurch mal wieder den Geist aufgegeben, aber nur, wie der von Herta sofort gerufene Techniker feststellte, weil kein Wasser mehr drin war. Also keine Katastrophe. „Du zeigst mir, wie das mit dem Nachfüllen geht, damit ich das weiß!“  hat Herta dem Prinzen erklärt. Ist sie nicht ein Goldstück?! Gestern Abend habe ich noch mit Werner, Hertas jüngerem Sohn, telefoniert. Wir möchten Herta gern ewas zu Weihnschten schenken, kennen aber ihre Interessen nicht soo genau, und mit einem Geschenk für Bella wollten wir uns auch nicht zufriedengeben. Werner wußte gleich was: Einen kleinen Präsentkorb schlug er vor, mit alkoholfreiem Glühwein zum Beispiel (daß Herta, die Protestantin, keinen Alkohol trinkt, hatten wir schon mitbekommen, daher ist Wein hier aus der Gegend als Geschenk auch nicht passend.) Herta liebe Niederegger Marzipan, verriet Werner weiter, und „Was Duftendes“. Wir werden ihr da noch etwas Schönes zusammenstellen, denn vor dem 24. müssen wir wohl nochmal einkaufen – wir wollen noch einen einigermaßen günstigen DVD-Spieler fürs Lüttje Huus anschaffen, denn Weihnachten feiern, ohne „Notting Hill“ zu schauen – das geht für uns nicht! Das ist unser Weihnachts-Kultfilm!

Vor dem 24. bauen wir natürlich noch unseren Baum auf, dabei spielt in voller Lautstärke Bachs herrliches Weihnachtsoratorium (siehe Überschrift ; ) ) Ich liebe es!  In Bach kann ich voll und ganz aufgehen.

Wir lesen uns Anfang Januar wieder – ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches und mit viel Lachen und Liebe angefülltes 2020!

Ihr rockt!!!

Frau Lakritze badet in Nostalgie

Ihr werdet lachen, my dearies, wenn ich euch verrate, was ich seit gestern tue: Ich schaue mir bei Juhtjuhp alte Fernsehshows an: „Der Große Preis“ mit Wim Thöööööölke, Wum und Wendelin, „Dalli-Dalli“ mit dem liebenswerten und wunderbaren Hans Rosenthal… und ich habe in der Vorschau bereits gesehen, dass es auch „Am laufenden Band“ gibt!  Wer noch ein wenig mehr in Rudi Carell schwelgen möchte, kann sich dort  eine Doku über sein Leben ansehen. Diese fand ich sehr spannend und interessant. Da ich zur Zeit in einer (Auto-) Biographien – Lesephase bin, habe ich mir bei Tante Amazonien Rudi Carrells Biographie bestellt.

(Hans Rosenthals Autobiographie lese ich gerade mit Spannung. Das Buch heißt „Zwei Leben in Deutschland“ und ist nicht leicht zu bekommen. Der Titel bezieht sich darauf, daß die Rosenthal-Familie jüdischen Glaubens ist und unter den Scheißdrecks-Nazis sehr zu leiden hatte.)
Jedenfalls macht es unglaublich viel Spaß, wieder einmal in die alten geliebten TV-Sendungen hineinschauen zu können! Ich bin der Meinung, das ist  –

SPITZE!

😀

Stolpersteine in Woquard

Meine Lieben,

als wir über das lange Wochenende Allerheiligen/Reformationstag in Woquard waren, erzählte uns Herta, unsere „Friesenmama“, dass wir in Woquard bald Stolpersteine bekommen sollten. Herta war gerührt und freute sich darüber, denn die Steine sind für das Andenken an  eine jüdische Familie bestimmt: Karoline und Carl Seligmann und ihre beiden Söhne Richard und Julius. Herta hatte die Familie gekannt und miterlebt, wie sie „über Nacht einfach verschwunden waren“, wie sie uns erzählte. (Die Nazis haben sie später in Auschwitz ermordet.) Gestern war es soweit – der Arbeitskreis Stolpersteine Emden ließ die vier Steine am Gemeindehaus in den Boden ein:

stolpersteine

Foto: IG Woquard

Allerdings sind, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) schreibt, nicht alle Menschen mit den Stolperstein-Aktionen einverstanden: den uneinsichtigen Nörgler, der hobbymäßig grundsätzlich gegen alles ist und der quertreibt, wo es geht, den gibt es überall – in Emden hat ein Rentner einen Stolperstein zweimal wieder ausgegraben.