Des Hundes neuer Hund

Am vorletzten Samstag, my darlings, kam ich tatsächlich auf die völlig beknackte Idee, zu Ikea zu fahren. Am Samstag! Wie so ne Anfängerin, ey! Denn natürlich platzte der Laden fast aus allen Nähten vor kreischenden, heulenden und wild herumrennenden Kindern, deren Eltern vermutlich der Eintritt in den Holiday Park in Haßloch zu teuer gewesen war und die sich stattdessen einen Bummel durch Ikea als Wochenend-Bespaßung ihrer Brut ausgedacht hatten. Nun, der Prinz brauchte sowieso Aufbewahrungskisten für Dokumente und Korrespondenz, und ich bin ganz gern im Café bei der Mandeltorte 😃 Der Mausebär darf nicht hinein, er hätte draußen im Auto warten müssen, in der Kälte, und das wollten wir ihm nicht antun. Da ist es uns lieber, er bleibt im vertrauten Zuhause, obwohl wir ihn generell sehr ungern allein lassen (das tun wir nur, wenn er wirklich nicht mitkommen kann oder darf, wie z. B. zum Arzt.)

Nun hat Ikea ja, wenn es auf die Kassen zu geht, sehr geschickt eine lange „Quengelstrecke“ für die Bälger aufgebaut, mit Gitterboxen voller Stofftiere und allem, was bunt und vermeintlich preiswert ist. Beim vorletzten Ikea-Einkauf hatten wir dem Mausebären einen Stoffhasen mitgebracht, der erstaunlich lange hielt (jetzt ist er nur noch eine Stoffhasen-Hülle, deren Füllung wir wochenlang Flöckchen für Flöckchen überall in der Wohnung aufgesammelt hatten 😃 Diesmal nahmen wir ihm einen Hund mit. Der Prinz stopfte den Hund schnell in die große Tasche mit den Rewe-Wochenend-Einkäufen und stellte diese in der Küche ab, damit das Bärchen seine Wiedersehensfreude austoben konnte. Aber wir waren plötzlich gar nicht mehr so wichtig. Zack, steckte der Mausebären-Kopf in der Einkaufstasche. Der Bär weiß ja inzwischen genau, daß er fürs Alleinbleiben immer eine Belohnung bekommt. Als er das Stofftier sah, wußte er sofort: Meins!!!, zog es aus der Tasche und tänzelte damit, es heftig schüttelnd, glücklich durch die Küche. Natürlich mußte der Hund auch mit ins Bett.

Hier, guckt mal:

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Ein lang(weilig)es Wochenende

Das war ein sehr/ viel zu/ kurzes Wochenende für mich, darlings, während es für den kleinen Herrn Sonntag kein Ende nehmen wollte. Ok, mir ist die Zeit, vor allem die Abende, auch lang geworden, aber jetzt ist unsere kleine Welt wieder heil und im Gleichgewicht.

Der Prinz war nämlich, wie es seit Jahren im  Januar Tradition ist, mit seinem Patensohn auf der BOOT in Düsseldorf. Der Patensohn lebt in der Region um Bonn.  Der Prinz fuhr am Freitag von der Arbeit aus direkt dorthin, weil er dort übernachten kann (die Eltern des Patensohnes sind Jugendfreunde des Prinzen). Er kam also am Freitagabend gar nicht nach Hause, wie der kleine Herr Sonntag besorgt fiepend feststellte. Auch ein Telefonat mit dem Prinzen konnte ihn nicht beruhigen. Die Nacht verbrachte er im prinzlichen Bett, wie immer bzw. meistens, weil das wenigstens nach seinem geliebten Herrchen riecht. Zum Glück hatte sich für beide Tage, Freitag und Samstag, die Buchhändlerfreundin bereit erklärt, Herrn Sonntag und mich wieder als  Offizielle Leinenträgerin bei einer Gassirunde zu begleiten. Der kleine Herr Sonntag und Susanne sind sehr verliebt ineinander, und Susanne ist eine kluge, lustige  und interessante Gesprächspartnerin, zudem macht ihr das Laufen mit Herrn Sonntag einfach Spaß, und ich bin sehr gerne mit ihr zusammen.

Die Messe in Düsseldorf schließt ihre Tore um 18.oo Uhr, dann müssen die beiden Jungs in den Menschenmassen das Auto finden und Richtung Bonn zurückfahren. Wenn der Prinz den Patensohn zu Hause abgeliefert hat, macht er sich hierher auf den Weg, das heißt, er kommt irgendwann nachts an. Dieses Mal wurde es halb elf und der kleine Herr Sonntag schnauzte den Prinzen so laut aus, daß er nachher seinen halben Wassernapf ausschlabbern mußte, so heiser war er. Aber: So viel Glück in so einem schmalen, zierlichen Hund, das ist so rührend anzusehen! Am nächsten Tag, dem Sonntag, hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, es sei Samstag, daher erschien mir das Wochenende sehr kurz (es fehlte das gemeinsame Frühstück am Samstag, das wir immer bewußt zelebrieren.)

Für den Sonntag hatten wir uns vorgenommen, den Kleinen im Wäldchen rennen zu lassen, aber das Wetter war nur *bäh*, also kochten wir gemütlich was Leckeres und genossen den Tag auf der Couch mit Rotwein und einem Hörbuch.

Und ich trage jetzt den Freitagsfüller von vorvorgestern nach*hihi*

Sag niemals nie…

Achtung – langer Text!

Wie James Bond so schön sagte, my darlings: Never say never again

Seit Jahren schon versuchte der Prinz, mich für ein Liegerad zu begeistern. Immer wenn jemand in so einem Ding an uns vorbeiflitzte, sagte er: „Siehst du, Schatz, sowas fände ich für dich klasse.“

„Auf keinen Fall!“ war meine Standard-Antwort. „Viel zu niedrig, auf Auspuff-Höhe der Autos, außerdem sehen mich die Autofahrer so weit unten gar nicht! Ich bin nicht lebensmüde, nee danke.“

Der Prinz erklärte mir, daß ich ja nicht so ein Rad fahren solle, bei dem der Fahrer auf dem Rücken in einer Art „Boot“ liegt, mit einem Rad vorn und hinten. Es gebe ja auch trikes (zwei Räder hinten, eines vorn), mit einem bequemen aufrechten Sitz. Auch das war mir nicht geheuer – „unbequem und immer noch zu niedrig“, dachte ich. Und die Angst vor den Autos!

Aber neugierig war ich schon. Als ich mit Hubert, meinem Physiotherapeuten, darüber sprach, war er Feuer und Flamme. Er schlug mir vor, bei der Lebenshilfe zu fragen, ob ich dort mal Probe fahren könne, denn die haben drei Stück davon. Ich rief an und fragte, kam aber nicht weiter, denn die Telefonisten verwiesen mich nur von einer Person an die nächste, die auch nichts wußte. Der letzte Anstoß kam über Facebook. Dort bin ich mit einer Frau in Kontakt, die an Multipler Sklerose leidet. Mit ihr tausche ich mich ab und zu über Behinderten-Themen aus. Einer ihrer Kontakte zeigte ein Foto seines neuen trikes – genauso eins, wie der Prinz mir immer wieder gezeigt hatte. Ich schrieb ihn sofort an und fragte nach Details. Er verwies mich an die Firma Hase. Deren Verkaufsleiter, ein sehr fitter junger Mann, riet mir, mit der Händlersuchfunktion auf der Seite einen Händler zu suchen, der Reha-Erfahrung hat. Tatsächlich fand Tante Google so einen, hier in der Region. Sie gaben mir einen Termin und am Samstag vor vier Wochen fuhren wir hin. Das Geschäft ist ein Fahrradgeschäft, in dem hauptsächlich leidenschaftliche Rad-Fans und Fachleute arbeiten – und eben eine sehr kompetente Reha-Beraterin.

Die Beraterin hatte schon ein Modell für mich bereitgestellt, das TRIX. Eigentlich ist das TRIX für behinderte Kinder und Jugendliche gedacht, aber die Beraterin sagte, bei meinem geringen Gewicht passe das noch prima für mich. Mit dieser Frau fühlte ich mich sofort wohl, denn es war deutlich zu spüren, daß ihr das große Freude bereitet, behinderte Menschen zu beraten und das jeweils passende Rad für die einzelnen Personen zu finden. Aufgrund der Fragen, die sie mir stellte, vermutete ich, daß sie Physiotherapeutin sei, aber das war tatsächlich nur ihre Berufserfahrung durch die jahrelange Beratung.

Der Clou ist: Das TRIX hat eine Heilmittelnummer, ist also als Therapiegerät anerkannt. Das heißt nun nicht, daß die Krankenkassen einem das automatisch genehmigen, aber auch für das Beantragen ist die Beraterin da.

Sie riet mir, zur Probe eine Runde um den Block zu drehen. Sie zeigte mir dabei gleich, wie ich mich am besten auf dem Sitz niederlasse und wie ich das linke Bein befestige, damit das Knie nicht nach innen abkippt.

Kinners: sobald ich saß und fünf Meter gefahren war, waren alle meine Bedenken und Vorurteile weg! Ich war völlig baff und verblüfft, wie bequem und komfortabel das Rad ist! Der Prinz blieb neben mir, während ich vorsichtig die Straße entlang manövrierte und immer begeisterter wurde 😃 Leider wehte ein eisiger, schneidender Wind, das verdarb den Spaß ziemlich.

Hier, guckt mal:

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Nie hätte ich geglaubt, daß das Sitzen und Fahren auf dem Trike so komfortabel ist!

Die Beraterin gab mir den Hinweis, daß Empfehlungen meiner Therapie-Praxen für einen Antrag bei der Krankenkasse hilfreich sein könnten. Von der Ergo- und der Physio-Praxis habe ich die Empfehlungen schon hier, der Neurologe in Mannheim hat mir auch seine Hilfe angeboten.

Dennoch wird die KK nicht einfach so sagen „Ja klar, machen wir!“, denn das TRIX ist zwar ein großartiges Therapiegerät, das mir viel bringen kann (Herz/Kreislauf, Stärkung der Muskulatur, Immunsystem… ), aber es ist eben kostentechnisch  aufwendiger als diePhysiotherapie, die hier bei uns zu Hause läuft. Aber die Beraterin kennt sich gut aus mit solchen Anträgen, und sollte es klappen, daß meine Kasse mir ein TRIX genehmigt, dann wäre es frühestens im Frühjahr soweit.

Und auch dann würde wohl ein dicker Eigenanteil an mir/uns hängenbleiben. Wenn dieser unsere finanziellen Möglichkeiten überschreitet – was wahrscheinlich ist – , dann würde ich versuchen, es über ein Crowdfunding zu finanzieren, wie meine Freundin Yvonne es vor einiger Zeit mit der Herausgabe ihres Buches vorgemacht hat.

Das TRIX soll einen E-Motor bekommen, damit wir auch mal in bergigen Gegenden fahren können. (Der Prinz hat sich in diesem Sommer bereits ein E-bike angeschafft, weil er sportlicher werden möchte).

Yvonne hatte damals für alle, die bereit waren, dem Buch über das crowdfunding zu helfen, angeboten, sie im Buch zu nennen, mit einem Dank.

Meine Idee ist, dann ein neues Blog zu gründen, das ich „Fünf Räder, acht Beine“ oder „Acht Beine, fünf Räder“ nennen und in dem ich unsere Trips mit den Rädern und Herrn Sonntag festhalten will. (Zusammen hätten unsere Räder fünf Räder, und wir beide mit Herrn Sonntag kommen auf acht Beine.) Da könnte ich gleichzeitig Tipps für Behinderte unterbringen – welche Wanderwege, Restaurants, u. s. w. sind barrierefrei… und der Mausebär könnte dabei nach Herzenslust rennen ❤

In dem Blog könnte ich dann auch die Spender nennen (falls ok für sie) und/oder ihr Geschäft/Unternehmen vorstellen. Einer meiner Physiotherapeuten hat mich schon aufgefordert, ihm über Facebook Bescheid zu geben, wenn ich das crowdfunding starte, er sei dann dabei. Lieb, oder?!

Was haltet ihr von dem Projekt, darlings?

Jetzt aber!

Vorhin rief jemand von der Orthopädie-Werkstatt an, um zu berichten, daß meine Orthesenschuhe  endlich angekommen sind. Yay! Am Samstag um elf habe ich einen Termin zum Anprobieren. Dazu kommt eine Einlage für den rechten Schuh, um den Höhen-unterschied auszugleichen. Dann kann ich das Wochenende zum Üben nutzen – An- und Ausziehen der Orthese und der Schuhe  und das Laufen damit. Denn am 21.12. wollen wir meinen Bruder besuchen, den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt dort sehen und später am Abend gibt es eine Wanderung mit Fackeln zur Burg hinauf. Ich bräuchte das nicht bei der Kälte, aber der Prinz findet das so schön, also gehe ich mit.  Fotos der Schuhe folgen 😉

Dieses Wochenende so

Freitagnachmittag, darlings… Die Woche flitzte mal wieder rum wie nix. Heute Abend sind wir im Theater. Nein, mal nicht im Nationaltheater Mannheim 😃

Es ist die Aufführung einer Komödie der örtlichen Theatergruppe, im Sportheim des TUS. Wir gehen hin, weil Freund und Lieblingsnachbar Gerd mitspielt, und es lohnt sich immer, ihn auf der Bühne zu erleben, er ist klasse und superwitzig.

Ich hoffe nur, daß es nicht wieder wie beim letzten Mal, als wir dabei waren, so eine peinliche Fremdschäm-Einlage des Vereinsvorsitzenden gibt. Da stieg der kleine Fettklops nämlich auf die Bühne, drängte sich ganz nach Trump’scher Manier zwischen die sich unter dem Applaus verbeugenden Schauspieler zum vorderen Bühnenrand und begann ungefragt, dem Publikum die Schauspieler vorzustellen. Diese schauten sehr irritiert, waren aber professionell genug, so zu tun, als sei so ein Verhalten normal, und ließen den kleinen runden Vorsitzenden sich selbst lächerlich machen. Denn: Der Typ hatte keine Ahnung, wie die Schauspieler heißen, daher stellte er sie alle mit ihren Rollen-Namen vor. Peinlich. Die Leute auf der Bühne stammen alle hier aus dem Dorf, er sollte sie kennen, denn er lebt mit seiner Familie schon länger hier als wir – zumal er sich hechelnd nach dem Posten des Vereinsvorsitzenden gedrängt hatte. Wie die Amerikaner bei Trump sagen: Du wolltest den Job und den Titel (wohl mehr den Titel ; )) unbedingt, also benimm dich jetzt entsprechend.

Die Zuschauer konnten sich während der Trump-Einlage das Grinsen kaum verkneifen, lachten und zwinkerten sich vielsagend zu – der Klops hat einen Ruf im Dorf, daß er das Feingefühl eines Betonpfeilers besitzt und für ein bißchen Aufmerksamkeit alles zu tun bereit ist. Ausstehen  kann ihn kaum jemand, aber vielen tut er leid. Nun, vielleicht hält er sich ja heute Abend zurück. ( Ja nee, is klar, das würde Trump auch tun, ganz sicher…“Ich hab‘ zwar keine Ahnung, worum es hier geht, aber Hauptsache, ich habe ein bißchen Aufmerksamkeit…“)

Uuund morgen, my darlings, ist Samstag, der 11.11. – Sankt Martin – der sechste Jahrestag des Hallamati, also der Gehirnblutung (Bei dem Wort fällt mir noch eine witzige Geschichte ein, die ich vergessen hatte zu bloggen, hole ich nach!)

Bei neurologischen Verletzungen und dadurch bedingten Bewegungsausfällen, wie bei mir, heißt es üblicherweise in der neurologischen Fachwelt: „Was nach fünf Jahren an Heilung noch nicht wieder da ist, das kommt auch nicht mehr.“ Also hätte ich bereits im letzten Jahr die Hoffnung auf Gesundung aufgeben müssen, denn das war der fünfte Jahrestag. Aber ich hatte bereits damals nur das wiederholt, was ich von Anfang an gesagt habe: Ich denke nicht im Traum daran, aufzugeben – ich mache weiter, ich kämpfe! Gerade in den letzten Wochen habe ich dank meiner tollen Ergoherapeutin  gute Fortschritte mit dem linken Arm und der linken Hand gemacht. Niemand kann wissen oder voraussagen, wie sich so eine Sache entwickelt. Es liegt viel am Patienten selbst. Wer sich aufgibt, hat schon verloren, finde ich.

Den Samstag werden wir toll feiern –als meinen sechsten Geburtstag, denn vor sechs Jahren bin ich dem Tod von der Schippe gesprungen. Ich lebe noch, und das sehr gerne! Wie immer, werden wir das abends mit einem köstlichen Essen im Tivoli feiern, darauf freue ich mich schon sehr. Ivo und Giovanna haben uns schon Plätze reserviert. Mnjam. Der Sonntag wird dann ein genüßlicher Ruhetag werden.

 

Pizza Stronzo

Einen schönen Freitag wünsche ich euch, darlings!

Freitags ist bei uns, da folgen wir dem löblichen Beispiel der BF (= Buchhändlerfreunde), Pizza- und Rotweintag. Das hat den Vorteil, wie die Buchhändlerfreundin sagt, „daß man dann schon vorher weiß, was es zu essen gibt.“ Wir haben das bei uns auch eingeführt und festgestellt, daß es das Wochenend-Gefühl sehr intensiviert, zumal der nächste Tag ja Samstag und es damit schnurz ist, wieviel Wein man trinkt.

Allerdings, ehrlich gesagt: Weder wir noch die BF sind so engagiert, daß wir die Pizza komplett selbst herstellen. Die BF greifen auf TK-Pizza zurück und belegen eine Margherita mit allem, das ihnen schmeckt. Der Prinz kauft den schon in Backpapier eingerollten viereckigen Teig, den er hälftig belegt mit Sachen, die ich mag und Sachen, die er mag (und die ich überwiegend widerlich finde 😉 )

Heute Mittag mußten wir zum Bürgerbüro, um unsere Personalausweise verlängern zu lassen. Auf der Rückfahrt dachten wir über Mittag- und Abendessen nach.

„Wäre auch mal eine Tiefkühlpizza ok?“ fragte der Prinz vorsichtig „Klar!“ sagte ich (Ich wartete wie immer im Auto). Nach einer kurzen Weile sah ich den Prinzen breit grinsend zum Auto kommen, mit meinem Süßkram und zwei TK-Pizze in der Hand.

Eine der Pizze hielt er mir vor dem Fenster hoch. „Nää! – oder?!“ sagte ich entgeistert. Der Prinz lachte nur. „Ich sah die und wußte, daß ich dir die mitbringen muß!“ sagte er.

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DAS ist Liebe, Leute! 😃

 

( Sie ist gerade im Backofen, ich gebe später Bescheid, wie sie geschmeckt hat 😉 )

 

16 Jahre (Nachtrag)

My dearies, schon vor einer Weile, am 11.Februar, hatten der Prinz und ich unseren 16. Jahrestag.

Wir haben da ein ganz eigenes Feier-Ritual: Am allerersten Jahrestag, 2001, überlegten wir, wie wir den Tag begehen wollten.

„Weißt du, wozu ich große Lust hab‘?“ sagte der Prinz damals spontan. „Ich würde  gern nach Frankfurt zum Flughafen fahren und auf der Aussichtsterrasse den Flugzeugen beim Starten und Landen zusehen. Und nachher  dort einen Kaffee trinken.“ Ich weiß noch, daß ich dachte: „ Flughafen? Aussichtsterrasse?! FEBRUAR???“ Aber die Aussicht auf Kaffee hinterher ließ mich zustimmen (obwohl: damals war ich  noch längst nicht so ein schlimmer Kaffee- Junkie wie heute 🙂 ). Wir standen eine Weile im schneidenden Februar-Wind und schauten Flugzeugen aus aller Herren Länder beim Starten und Landen zu (macht uns heute noch Spaß). Später entdeckten wir hinter dem großen Aussichtsfenster der Terrasse einen McDoof. Dort wärmten wir uns erstmal auf und ließen uns dann durch das internationale Flair des Flughafens treiben, mit einem Kaffee hier und da, sahen Menschen aus den verschiedensten Ländern, die zum Teil merkwürdige und zum Teil wunderschöne Kleidung trugen. Es machte Spaß und war interessant. Vor den Anzeigetafeln der Abflüge fabulierten wir darüber, wo wir gern einmal Urlaub machen wollten. Der Tag war sehr schnell vorbei, und seitdem machen wir genau das jedes Mal an unserem Jahrestag. Letztes Jahr hatten wir den kleinen Herrn Sonntag dabei, das hatte ihm nicht viel ausgemacht, trotz der vielen Menschen. In diesem Jahr war der Flughafen beinahe leer, es waren kaum Menschen unterwegs. Vielleicht lag es daran, daß Samstag war. Der kleine Herr Sonntag war genervt, weil er nirgends das Bein heben durfte. Das streßte ihn, wie wir merkten. Einen Haufen machte er aber dennoch, das bekam er hin 😀  Zum Glück hatte er Prinz wie immer die Kotbeutel dabei und entfernte den Haufen sofort. Dem Mausebären zuliebe  machten wir uns früher als geplant auf den Heimweg. Vorher ging der Prinz mit ihm noch über eine kleine Grünfläche vor dem Flughafeneingang, damit der Kleine mal in Ruhe pieseln und noch einen Haufen produzieren konnte. Das Bärchen schlief während der gesamten Heimfahrt fest auf dem Rücksitz.

Zu Hause erholten wir uns von den vielen wirren Eindrücken bei einem Nickerchen, dann fuhren der Prinz und ich am frühen Abend ein paar Dörfer weiter, da gibt es in einem netten kleinen Ort ein tolles italienisches Restaurant, es heißt  ganz pragmatisch „Pizza Pasta“. Wir hatten es vor einer geraumen Weile zufällig im Vorbeifahren gesehen und gehen nun hin und wieder zum Essen dorthin. Der Prinz wählte seine geliebte Pizza mit Meeresfrüchten (buäh, ein Graus für mich) und ich ließ mich von den Tagliatelle mit Brokkoli und Gogonzolasauce verführen. Dazu, wie meist, Lambrusco. Ich gratulierte dem Prinzen dazu, daß er es schon seit 16 Jahren mit mir aushält, wir lachten viel und hatten einen schönen Abend. Der Mausebär warf uns bei unserer Rückkehr wie immer vor, wir seien jah-re-lang!!! weggewesen, ließ sich aber mit einem Stück Fleischwurst besänftigen, die der Prinz noch schnell auf dem Rückweg im REWE besorgt hatte.

Nächstes Jahr müssen wir uns etwas einfallen lassen, das den kleinen Herrn Sonntag nicht so streßt wie der Flughafen, aber im Februar ist es halt nicht so leicht, irgendwo eine nette Zeit zu verbringen – es ist zu kalt, um draußen zu sein, und an viele Orte darf man keine Hunde mitbringen. Damit  fallen für uns die allermeisten unserer Unternehmungen weg, die uns Spaß machen: Ausstellungen  bzw. Museen. Na, uns fällt schon noch etwas ein! (Über Tipps, wenn ihr welche habt, freue ich mich! ; -))