Frau Lakritze ist ganz traurig…

…weil schon wieder ein Jäger bei der Jagd gestorben ist. *schluchz*

😀 😀  😀 😀  😀 😀  😀 😀  😀 😀

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Nachsitzen: Der Hirni

Das wollte ich schon lange erzählen, my dearies, hab’s aber immer wieder vergessen: Es ist eine geraume Weile her, da hatte ich mal wieder etwas gebloggt, das einen absender- und unterschriftsfreien Brief an den Prinzen (nicht an mich!) in unserem Briefkasten zur Folge hatte.

Der „unbekannte“  Absender siezt den Prinzen in seinen schriftlichen Ergüssen immer und nennt mich dem Prinzen gegenüber „Ihre Partnerin“. Schauen wir uns das mal näher an:

Wenn mich jemand angreift, frage ich immer: Worum geht es bei diesem Angriff? Was genau greift die Person an? Und, die wichtigste Frage in solchen Fällen: Was habe ich, das der Angreifer nicht hat? Um dies zu beantworten, muss man nur schauen, welche Redewendung /welcher Begriff kommt auffällig häufig vor, ist also das, das den Angreifer besonders beschäftigt bzw. frustriert?

Im Falle unseres „unbekannten“  Briefeschreibers ist es der Begriff „Ihre Partnerin“. Die meisten Leute hier im Dorf sagen einfach „Ihre Frau“/“Ihr Mann“ (obwohl alle wissen, daß wir nicht verheiratet sind; das interessiert aber niemanden) oder sie benutzen den einfachen und zutreffenden Ausdruck „Lebensgefährtin“.

Das Wort „Partnerin“ hingegen, das kommt auffällig häufig in den anonymen Briefen vor. Nun, eine Partnerin ist ja etwas Unverbindliches, es klingt nach einer sachlichen Geschäftsbeziehung, nach etwas, das man notfalls schnell mal eben auflösen könnte. „Ihre Frau“ dagegen, das weist auf eine feste Beziehung hin. Da der „unbekannte“ Schreiber der Briefe so oft das Wort „Partnerin“ benutzt, scheint es mir, daß er sich wünscht, auch so etwas „Unverbindliches“ zu haben und nun einfach sauer auf den Prinzen ist, daß dieser etwas hat, das der Schreiber sich wünscht. Nun, da die Briefe ja keinen Absender und keine Unterschrift tragen, wissen wir natürlich nichts über den Verfasser (nur, daß er genauso schreibt wie er redet).

Also ist es nur eine reine Vermutung, daß er eine gesetzlich angetraute Ehefrau hat, der er verpflichtet ist, und daß er diesen Zustand haßt. Daß er sich wünscht, sie wäre nur seine „Partnerin“, damit er diese Verbindung schnell lösen kann. Aber das ist, wie gesagt, nur eine Vermutung, die sich für mich aus dem auffällig häufigen Gebrauch des Wortes „Partnerin“ in den anonymen Briefen ergibt. Denn die Briefe sind ohne Absender und Unterschrift, daher wissen wir ja nicht, wer sie verfaßt und in unseren Briefkasten eingeworfen hat. Das Lustigste war aber bisher der letzte dieser Briefe (ist schon eine geraume Weile her). Da nannte mich der Autor geistvoll „Ihre Halb-Hirni-Partnerin“ (das sollte wohl auf die Blutung in meiner rechten Gehirnhälfte und die daraus resultierenden Bewegungseinschränkungen abzielen, also ein Verspotten meiner Behinderung).  Allerdings ging der Schuß wunderbar nach hinten los, da er  den Brief geistreich schloß mit dem Satz: „Mit vorzüglichen Grüßen, Ihr Voll-Hirni“.

Das hat bei mir einen Lachanfall ausgelöst, denn der geistreiche Schreiber hat – in Unkenntnis der Ruhrpott-Sprache – mich eine Halb-Idiotin genannt, sich selbst aber, sehr zutreffend, einen Vollidioten. Denn: ein „Hirni“ ist bei uns im Pott ein Depp, ein Idiot, der nicht die einfachsten Dinge auf die Reihe bekommt und generell als lebensuntüchtig gilt. Kuckse ma hier.

 

 

 

 

Nääää! Echt jetzt?!?!

Der Clown im Weißen Haus (also der Typ da, dem jemand eine tote Katze an den Kopf getackert hat) hat endlich doch noch begriffen, daß Puerto Rico eine Insel ist. Boah. Könnt ihr euch nicht vorstellen, darlings?  Das sagt er:

„“This is an island. Surrounded by water. Big water. Ocean water.“

Ansehen und -hören?  hier. (Seine Stimme allein ist für mich schlimmer als quietschende Messer auf Tellern… abgesehen von dem grausamen amerikanischen Dialekt. *schüttel*))

Wehe! Sonst hol‘ ich die Polizei!

Das war wieder ein heiterer Mittag  heute, ich lache immer noch, darlings. Vor etwa einer Stunde klingelte es. Mittags sind das meist Paketlieferdienste. Ich gehe dann immer ans Wohnzimmerfenster neben dem Tor, da stehe ich sicherer als im Hof und kann die Sendungen leichter über das Fensterbrett annehmen und gleich auf den Boden oder das Sofa bugsieren. Die Fahrer der wichtigsten Lieferdienste kennen mich schon lange. Sie wissen von der Behinderung und daß ich nicht so schnell bin. (Außer Hermes, da wechseln die Fahrer zu oft.) Sie klingeln und warten einfach am Fenster auf mich. Mit allen verstehe ich mich gut, ich kenne sie beim Namen und wir plauschen immer ein bißchen. Der kleine Herr Sonntag steht dabei auf der Rückenlehne des Sofas und guckt raus, er kennt die Fahrer auch und weiß, daß er immer ein nettes Wort und einen Streichler von ihnen bekommt.

Vorhin nun war einer der nettesten Fahrer da. „Ah, der Herr X, wie geht‘s?“ begrüßte ich ihn. Er schaute ein bißchen besorgt drein. „Frau Lakritz, ich habe ein Riesenproblem“, sagte er ernst. „Könnten Sie eine Sendung für Y annehmen? Ich habe schon überall hier geklingelt, aber nirgends ist jemand zu Hause…“

„Ja, die sind jetzt alle arbeiten“, sagte ich. „Ich würde Ihnen den Gefallen sehr gern tun, Herr X, aber Herr Y möchte ausdrücklich nicht, daß ich Pakete für ihn annehme. Er will mich bei der Polizei anzeigen, wenn ich das noch mal tue.“ Ich wußte nicht, worüber ich mehr lachen sollte, über Herrn Xs Gesichtsausdruck oder die Absurdität meiner Erklärung.

„Der will…WAS?!“ fragte Herr X entgeistert. Ich schilderte kurz, wie ich vor längerer  Zeit, wie das hier im Nachbarschaftsumkreis üblich ist, ein Päckchen für Familie Y angenommen hatte. Vermutlich hatte die gnädige Frau Y sich beschwert, daß sie die gut 20 Meter zu uns herüberlaufen mußte, um es zu holen, denn am nächsten Tag lag ein absender- und unterschriftsfreier Brief an den Prinzen (an den Prinzen! Nicht an mich!) im Kasten, in dem der „unbekannte“ (hihi) Verfasser dem Prinzen androhte, mich bei der Polizei anzuzeigen, sollte ich „es noch einmal wagen“, Post für ihn anzunehmen.

So sehr wir auch darüber lachten, bedauerten wir doch arg, daß der „Unbekannte“ (hihi) nicht dazu geschrieben hatte, auf welchen Paragraphen des BGB er sich dabei bezog.

Zugegeben, meine vier Semester China-Marketing waren nur Grundsemester, doch haben wir in den Recht-Vorlesungen das BGB gründlich durchgearbeitet, und ich habe die Klausuren sehr gut abgeschlossen. Ich  kann mich nicht erinnern, daß es dort einen Paragraphen gäbe, der es verbietet, Nachbarn einen Gefallen zu tun und ihnen zu ersparen, ihr Paket irgendwo in der Pampa abholen zu müssen. Unsere Nachbarschaft hier sieht solche Gefälligkeiten jedenfalls als Selbstverständlichkeit an. Wir sind eine gute, feste Gemeinschaft. Wir kümmern uns umeinander. Aber – wer sich unbedingt außerhalb stellen will, der steht eben draußen. Wir akzeptieren das. (In diesem speziellen Fall sind wir sogar froh darüber.)

Herr X, der Paketbote, schaute mich fassungslos an, als ich ihm erklärte, warum ich das Paket nicht annehmen „darf“. „Der spinnt doch!“ sagte er verblüfft. „Nuuun…“ sagte ich, „dazu äußere ich mich nicht. Aber Probleme solcher Art und Güte hat er mit vielen Leuten hier im Dorf.“ Herr X nickte mir grimmig zu, mit gerunzelter Stirn. „Dann hat er jetzt ein Problem mit mir“, sagte er entschieden. „Er kriegt nämlich sein Paket nicht. Ich habe überall ringsum geklingelt und niemanden angetroffen. Ich fahre weiter. Machen Sie’s gut, Frau Lakritz.“ Er strich Herrn Sonntag über den Kopf, stieg ein und düste fort.

Ich habe mir inzwischen Mittagessen und Nachtisch gemacht, trinke gerade Kaffee und lache immer noch. Der Herr X ist einer meiner „Lieblinge“ unter den Paketdienst-Fahrern. Wir schätzen einander sehr. Und jetzt schätze ich ihn noch mehr.

PS: Kleiner Gruß in die Nachbarschaft: Ich akzeptiere Entschuldigungen – allerdings nicht anonym 😃  (und da wäre die Madame mal zu allererst dran…)

Tür zu! Abschließen! Knebeln!

Ich bin gerade völlig, aber total und absolut fassungslos, my darlings – ich kann es nicht glauben:

Donald Trump  hat öffentlich (öffentlich!!!) gesagt, er wolle das Internet schließen.

Wer Zugang zum Fratzenbuch hat, kann sich die Originalrede hier anhören/ansehen.

Ansonsten ist ein Bericht dazu auch bei Heise zu lesen.

*smh*

*facepalm*

Dürfen wir Zweiter sein, bitte?

Hier, my darlings, hatte ich euch  das Werbe-Video der Niederlande vorgestellt, mit dem sie sich dem Trumpeltier vorstellten nach seinem hirnlos-peinlichen  „America first!“ – Geblöke. Das Filmchen ging flugs viral im Netz um und mutierte zum Kult-Lacher.

Andere Länder sind dem Beispiel inzwischen gefolgt, zum Beispiel die Schweiz, Belgien (wunderbar böse und schwarzhumorig!), Portugal, Italien und Litauen.  Die Ergebnisse  sind hier auf dieser Seite gesammelt: http://everysecondcounts.eu/

Viel Spaß beim Anschauen! (Ich bezweifle, daß Orange Vader sie jemals zu sehen bekommen wird. Und selbst wenn, wird er sie – getreu dem Dunning-Kruger-Effekt – wohl nicht verstehen…)

Bei Twitter sind die Schöpfer der großartigen Seite auch vertreten: @itsgreateu