Nääää! Echt jetzt?!?!

Der Clown im Weißen Haus (also der Typ da, dem jemand eine tote Katze an den Kopf getackert hat) hat endlich doch noch begriffen, daß Puerto Rico eine Insel ist. Boah. Könnt ihr euch nicht vorstellen, darlings?  Das sagt er:

„“This is an island. Surrounded by water. Big water. Ocean water.“

Ansehen und -hören?  hier. (Seine Stimme allein ist für mich schlimmer als quietschende Messer auf Tellern… abgesehen von dem grausamen amerikanischen Dialekt. *schüttel*))

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Wehe! Sonst hol‘ ich die Polizei!

Das war wieder ein heiterer Mittag  heute, ich lache immer noch, darlings. Vor etwa einer Stunde klingelte es. Mittags sind das meist Paketlieferdienste. Ich gehe dann immer ans Wohnzimmerfenster neben dem Tor, da stehe ich sicherer als im Hof und kann die Sendungen leichter über das Fensterbrett annehmen und gleich auf den Boden oder das Sofa bugsieren. Die Fahrer der wichtigsten Lieferdienste kennen mich schon lange. Sie wissen von der Behinderung und daß ich nicht so schnell bin. (Außer Hermes, da wechseln die Fahrer zu oft.) Sie klingeln und warten einfach am Fenster auf mich. Mit allen verstehe ich mich gut, ich kenne sie beim Namen und wir plauschen immer ein bißchen. Der kleine Herr Sonntag steht dabei auf der Rückenlehne des Sofas und guckt raus, er kennt die Fahrer auch und weiß, daß er immer ein nettes Wort und einen Streichler von ihnen bekommt.

Vorhin nun war einer der nettesten Fahrer da. „Ah, der Herr X, wie geht‘s?“ begrüßte ich ihn. Er schaute ein bißchen besorgt drein. „Frau Lakritz, ich habe ein Riesenproblem“, sagte er ernst. „Könnten Sie eine Sendung für Y annehmen? Ich habe schon überall hier geklingelt, aber nirgends ist jemand zu Hause…“

„Ja, die sind jetzt alle arbeiten“, sagte ich. „Ich würde Ihnen den Gefallen sehr gern tun, Herr X, aber Herr Y möchte ausdrücklich nicht, daß ich Pakete für ihn annehme. Er will mich bei der Polizei anzeigen, wenn ich das noch mal tue.“ Ich wußte nicht, worüber ich mehr lachen sollte, über Herrn Xs Gesichtsausdruck oder die Absurdität meiner Erklärung.

„Der will…WAS?!“ fragte Herr X entgeistert. Ich schilderte kurz, wie ich vor längerer  Zeit, wie das hier im Nachbarschaftsumkreis üblich ist, ein Päckchen für Familie Y angenommen hatte. Vermutlich hatte die gnädige Frau Y sich beschwert, daß sie die gut 20 Meter zu uns herüberlaufen mußte, um es zu holen, denn am nächsten Tag lag ein absender- und unterschriftsfreier Brief an den Prinzen (an den Prinzen! Nicht an mich!) im Kasten, in dem der „unbekannte“ (hihi) Verfasser dem Prinzen androhte, mich bei der Polizei anzuzeigen, sollte ich „es noch einmal wagen“, Post für ihn anzunehmen.

So sehr wir auch darüber lachten, bedauerten wir doch arg, daß der „Unbekannte“ (hihi) nicht dazu geschrieben hatte, auf welchen Paragraphen des BGB er sich dabei bezog.

Zugegeben, meine vier Semester China-Marketing waren nur Grundsemester, doch haben wir in den Recht-Vorlesungen das BGB gründlich durchgearbeitet, und ich habe die Klausuren sehr gut abgeschlossen. Ich  kann mich nicht erinnern, daß es dort einen Paragraphen gäbe, der es verbietet, Nachbarn einen Gefallen zu tun und ihnen zu ersparen, ihr Paket irgendwo in der Pampa abholen zu müssen. Unsere Nachbarschaft hier sieht solche Gefälligkeiten jedenfalls als Selbstverständlichkeit an. Wir sind eine gute, feste Gemeinschaft. Wir kümmern uns umeinander. Aber – wer sich unbedingt außerhalb stellen will, der steht eben draußen. Wir akzeptieren das. (In diesem speziellen Fall sind wir sogar froh darüber.)

Herr X, der Paketbote, schaute mich fassungslos an, als ich ihm erklärte, warum ich das Paket nicht annehmen „darf“. „Der spinnt doch!“ sagte er verblüfft. „Nuuun…“ sagte ich, „dazu äußere ich mich nicht. Aber Probleme solcher Art und Güte hat er mit vielen Leuten hier im Dorf.“ Herr X nickte mir grimmig zu, mit gerunzelter Stirn. „Dann hat er jetzt ein Problem mit mir“, sagte er entschieden. „Er kriegt nämlich sein Paket nicht. Ich habe überall ringsum geklingelt und niemanden angetroffen. Ich fahre weiter. Machen Sie’s gut, Frau Lakritz.“ Er strich Herrn Sonntag über den Kopf, stieg ein und düste fort.

Ich habe mir inzwischen Mittagessen und Nachtisch gemacht, trinke gerade Kaffee und lache immer noch. Der Herr X ist einer meiner „Lieblinge“ unter den Paketdienst-Fahrern. Wir schätzen einander sehr. Und jetzt schätze ich ihn noch mehr.

PS: Kleiner Gruß in die Nachbarschaft: Ich akzeptiere Entschuldigungen – allerdings nicht anonym 😃  (und da wäre die Madame mal zu allererst dran…)

Tür zu! Abschließen! Knebeln!

Ich bin gerade völlig, aber total und absolut fassungslos, my darlings – ich kann es nicht glauben:

Donald Trump  hat öffentlich (öffentlich!!!) gesagt, er wolle das Internet schließen.

Wer Zugang zum Fratzenbuch hat, kann sich die Originalrede hier anhören/ansehen.

Ansonsten ist ein Bericht dazu auch bei Heise zu lesen.

*smh*

*facepalm*

Dürfen wir Zweiter sein, bitte?

Hier, my darlings, hatte ich euch  das Werbe-Video der Niederlande vorgestellt, mit dem sie sich dem Trumpeltier vorstellten nach seinem hirnlos-peinlichen  „America first!“ – Geblöke. Das Filmchen ging flugs viral im Netz um und mutierte zum Kult-Lacher.

Andere Länder sind dem Beispiel inzwischen gefolgt, zum Beispiel die Schweiz, Belgien (wunderbar böse und schwarzhumorig!), Portugal, Italien und Litauen.  Die Ergebnisse  sind hier auf dieser Seite gesammelt: http://everysecondcounts.eu/

Viel Spaß beim Anschauen! (Ich bezweifle, daß Orange Vader sie jemals zu sehen bekommen wird. Und selbst wenn, wird er sie – getreu dem Dunning-Kruger-Effekt – wohl nicht verstehen…)

Bei Twitter sind die Schöpfer der großartigen Seite auch vertreten: @itsgreateu

They really did it…

Sie haben es wirklich getan. Der wankmuffin ist vereidigt. Ich habe tatsächlich eine Weile via Phoenix  zugeschaut. Und  ja, auch vor Verzweiflung und Zukunftsangst etwas geheult, wie vorhergesehen.  Sogar seine wie immer unerträgliche Rede habe ich mir anfangs noch angetan – bis zu dem Punkt, als er erklärte, den „islamischen Terrorismus von der Erde ausmerzen“ zu wollen.  Da habe ich den livestream gestoppt. Ich kann nur ein bestimmtes Maß an Dummheit aushalten, ohne zu schreien und mich blutig zu kratzen.

Seit Monaten wünsche ich mir, den Amerikanern  sagen zu können, sie möchten sich doch bitte bitte dringend mal mit den Arbeiten von Paul Ekman beschäftigen. Da haben sie so einen klugen  und großartigen Psychologen im Lande, der ihnen schon früh hätte helfen können, den gesprühten Halloweenkürbis als das zu sehen, was er ist – aber kaum jemand weiß von Professor Ekman. Das ist schade. Denn er hätte ihnen zeigen können, wie sie des wankmuffins  Körpersprache und Mimik interpretieren können:

Zum Beispiel sind seine Mundwinkel ständig herabgezogen: ein Zeichen der Verachtung.   (Dafür gibt es kaum  ein Foto von ihm, auf dem er nicht sein Maul aufreißt.) Während seiner Reden „sticht“ er sehr oft mit dem ausgestreckten Finger auf seine Zuhörer ein: eine aggressive Geste. Oder er hält ihnen die Handinnenflächen entgegen: stop. Kommt mir nicht nahe. Bleibt mir weg. Er kneift viel  die Augen zusammen. Ihr seid da, aber sehen will ich euch nicht. Inzwischen haben es auch einige Journalisten gemerkt: Der Mann ist ein astreiner Narziss. Einer, der damit prahlt, keine Bücher zu lesen.

Kurz: es tut mir weh, die Obamas gehen zu sehen. Barack Obama  macht die Übergabe mit wunderbarer  Souveränität und Ruhe. Er kann, im Gegensatz zu so vielen seiner Landsleute, Trump als das sehen, was er ist: ein erbärmliches, jämmerliches Wesen, das in seiner Dummheit und Angst wild um sich schlägt. Obama wehrt sich gegen die Angriffe, soweit es nötig ist, aber ansonsten gibt er Trump das, was dieser am meisten braucht: Mitleid.

Was mich betrifft, ich habe Mitleid mit den Amerikanern. Und ich habe Angst, weil dieser Mann jetzt den Koffer mit den Nuklear-Codes hat. Ich gehöre zur Kriegsenkel-Generation, ich trage da noch genug psychischen Müll der Vorgenerationen  mit mir herum. Ich möchte keinen Krieg erleben müssen.

(Wer mich deswegen  für übertrieben dramatisch hält – bitte schön. (Jedem Dierken sein Pläsierken, sagte Oma immer.)