Fieses, mieses Wetter

haben wir hier, darlings: grau und naß und kalt. Ist das bei euch auch so? Zudem gibt es einige untrügliche Indizien dafür, daß der Winter kommt: Der kleine Herr Sonntag fordert seinen Schlafplatz jetzt wieder unter der Bettdecke ein statt obendrauf, und wir haben die Katzentoilette wieder im Haus aufgestellt. Beim Frühstück leuchtet mir die Tageslichtlampe den Winterblues weg, schon im dritten Jahr jetzt, seit der Prinz sie mir geschenkt hat ❤ . Ich sitze mit drei Lagen Kleidung am PC und trinke nur heiße Sachen wie Kaffee, Tee und Horlicks (das ist ein englisches Malzgetränk, so etwas wie das britische Äquivalent zu Ovomaltine, und sehr lecker).

Meine Erleichterung darüber, daß der für mich schlimmste Monat des Jahres, der November, vorbei ist, ist groß. Ja, klar wird der Dezember nicht besser, Winter ist Winter. Aber immerhin: Bald werden die Tage wieder länger! Und ich freue mich auf Weihnachten! Wie meist, muß ich nach Anweisung des Prinzen meine Wunschliste bei Tante Amazonien noch etwas eindampfen 😉 . Nach Weihnachten ( das wir wieder im Lüttje Huus verbringen werden) kann ich langsam anfangen, mich auf meinen Geburtstag zu freuen. Auch diesen werden wir im Lüttje Huus feiern, denn er fällt dieses Mal auf den Rosenmontag. Da wir ja sowieso immer vor dem Karnevalsgedöns flüchten, paßt das gut. (Auch hier: Eindampfen der Wunschliste!) Ja, und ab dann hoffe ich sehnsüchtig dem Frühling entgegen.

Dann möchte und werde ich mehr Zeit im Hof verbringen, denn ich lerne gerade eine neue Fremdsprache: Rumänisch.  Grund: Im letzten Jahr haben wir bei einem Sommerfest eines unserer Winzer hier eine supertolle und nette Frau kennengelernt, Stefania. Sie ist gebürtige Rumänin und wir drei haben uns sofort sehr gut verstanden. Wir treffen uns jetzt regelmäßig, und ich als wilde Hobby-Linguistin habe sie gefragt, ob sie mir beim Lernen helfen wolle. Sie freute sich sehr und sagte zu. Natürlich habe ich mir bisher erst einige Basis-Ausdrücke angeeignet, wie „Guten Tag/Abend“ und so weiter. Aber es macht Spaß! Ich will auf jeden Fall weitermachen. Rumänisch hat große Ähnlichkeit mit Italienisch, die Grammatik ähnelt aber eher der lateinischen. Sehr faszinierend also! Stefania spricht sehr gut Italienisch, so können wir manchen Vergleich von dort herbeiziehen.

17.oo Uhr und schon stockdunkel draußen! Orrrr – ich HASSE diese Jahreszeit! Jetzt schaue ich mir dafür bei Juhtjuhp noch einige Videos mit dem genialen und sympathischen Martin Rütter an, um mich dafür zu schämen, was wir bei unserem Bärchen alles falsch machen 😀

 

 

 

 

 

Der bibelfeste Prinz

Gerade mußte ich lachen, darlings, weil mir einfiel, wie der Prinz und ich im letzten Urlaub im Lüttje Huus einmal dabei waren, uns zum Rausgehen mit Bärchen fertigzumachen. Wir standen in der Garderoben-Ecke, der Prinz griff meinen „Draußen-Gehstock“, drückte ihn mir in die Hand und sagte:“Hier, dein Stock.“  Zog meinen Schal unter einer Jacke hervor und reichte ihn mir .“Hier, und dein Schal.“ Guckte mich an, grinste und sagte trocken: „Dein Stock und dein Schal, sie geben dir Zuversicht.“

Ich konnte vor Lachen kaum die Jacke richtig anziehen…

😀 😀 😀 😀 😀 😀 😀 😀 😀

Ja, haha

Wenn wir mit dem kleinen Herrn Sonntag unterwegs sind, meine Lieben, kommen wir natürlich auch mit anderen Hunden und ihren Menschen ins Gespräch. Das ist meistens nett und lustig. Oft fragen die Leute: „Wie groß wird der denn mal?“ Sie sind meist  verblüfft, wenn wir sagen, dass der Mausebär schon fast 13 Jahre alt und ausgewachsen ist. Er wirkt halt durch seine schmale Figur (Erbe des Windhund-Vaters) und sein süßes Gesicht (vermutlich dito) sehr jung. Mir graut es nur vor der Frage „Wie heißt er denn?“, weil auf unsere Antwort „Domingo“ unweigerlich die Antwort des Grauens kommt: „Domingo? Wie der Sänger, haha, ne? Der, äh… Nein, flehe ich innerlich, Bittebitte sag es nicht – Sag es nicht! Aber in den meisten Fällen kommt die Folter doch:“ Der Platziehdo Domingo, ne? hehe.“ ja, hehe. Gut, daß der Scherzkeks  nicht meine Gedanken lesen kann und das Blutbad nicht sieht, das ich mit seinem Kadaver gerade anrichte. Im Gegenteil, ich habe gelernt, solche Menschen nicht sofort zu töten. (Sonst hätte ich eine Menge zu tun – bei jedem „Gnotschi“, Zutschini“ oder „Latte Matschiato“ eine Leiche verstecken zu müssen, ist nervig.) Ich atme also tief durch, lächele  und sage freundlich: „Ja, genau, wie der Sänger, der Plácido Domingo.“ Dann sind alle zufrieden – der Sprachenvergewaltiger, weil ich ihm recht gegeben habe (und er den Unterschied nicht mal ansatzweise gehört hat), ich, weil wir jetzt mit einem höflichen Zunicken weitergehen können, und der Prinz, weil ich den Sprachenvergewaltiger nicht getötet habe. Ja – so haben wir alle was davon. Ist ja auch schön, ne? 😀

 

 

 

 

Gefunden!

Hey meine Lieben, erinnert ihr euch, daß ich vor einiger Zeit hier gefragt habe,ob man die Gebärdensprache auch mit einer Hand ausführen kann?

Soeben habe ich bei juhtjuhp einen kleinen Anfängerkurs in Gebärdensprache entdeckt, schaut mal hier! Die Wochentage sind ok, aber für das Wort „Arbeiten“muß man beide Fäuste aufeinanderlegen. Hm. Gut, diese Geste kann ich sicher „halbieren“, indem ich sie mit nur einer Faust mache. Auf jeden Fall macht das Spaß und ich werde mir weitere Kurse suchen. Allerdings bin ich derzeit ziemlich beschäftigt, denn ich habe bei Duolingo gerade einen sehr genialen (kostenlosen) Online-Kurs für Walisisch belegt, das ist auch klasse. (Ich beschäftige mich gerade mal wieder mit der Artussage und hege die größenwahnsinnige Hoffnung, daß ich vielleicht irgendwann mal das walisische Original werde lesen können… Ja, nur zu, Lachen ist erlaubt,die Artussage ist Teil meiner Pläne für die Ruhestandszeit im Lüttje Huus  😀 😀 😀

A propos Schottisch-Gälisch,

meine lieben Outlander-Mitfans,

fast hätte ich ja vergessen, euch zu erzählen, warum ich mich auf das Ende dieses Jahres freue: Diana Gabaldon schreibt gerade am neunten Band der Serie – juhuuu! Das Buch heißt  Go tell the bees that I am gone, und etwas mehr verrät sie hier, in ihrem Blog. Zum Ende des Jahres, sagt sie, sollte sie es wohl zu Ende bringen. Ich werde dann vorher schnell nochmal Band acht lesen („Written in my own heart’s blood“), damit ich weiß, wer wer ist und wann und warum  😃  Schaut jemand von euch die Serie auf Netflix? Und wie gefällt sie euch?

Ich bin begeistert, obwohl ich überzeugt war, diese Bücher seien nicht verfilmbar.  Dennoch: Das casting begeistert mich – Sam  Heughan als Jamie ist ein Geniestreich, und Caitriona Balfe finde ich als Claire großartig. Wie der Schauspieler heißt, der den Rechtsanwalt Ned Gowan spielt, weß ich nicht, aber als ich ihn sah, wußte ich sofort: Das ist der Anwalt! Denn genauso hatte ich ihn beim Lesen immer vor mir gesehen. Jamies Pate und bester Freund, Murtagh, ist ebenfalls super ausgewählt, finde ich; der Schauspieler ist lediglich größer als in meiner Vorstellung. Also, wer von euch Neflix hat und ein Fan der Buchreihe ist, sei gewarnt: Die Filmserie macht ebenso süchtig wie die Bücher!