Verfressen (ja, ich!)

Am vergangenen Mittwoch war mein 55. Geburtstag, es war eher ein „Freß-Tag“, ich bin immer noch satt 😀

Aber was kann auch aus einem Tag werden, der mit dem Auspacken eines Päckchens beginnt, das ein Platzdeckchen enthält?!

Meine Schwester, wohl wissend um meine Liebe zu England, hatte mir dieses Platzdeckchen geschickt, das aufgemacht ist wie eine „beer mat“ in einem Pub:

Platzdeckchen

(man beachte bitte das Wortspiel 😀 )

Frühstücken durfte ich nur eine Tasse Kaffee, da ja traditionsgemäß ein aushäusiges Frühstück anstand. Der Prinz eröffnete mir im Auto, er habe ein Frühstück in Darmstadt geplant (Mit einer Fahrt nach Darmstadt rennt man bei uns beiden immer offene Türen ein : – ) Zu meiner Freude hatte er das Café Dreiklang ausgesucht, das ich kürzlich beim Herumsurfen entdeckt und ihm gezeigt hatte. Das Dreiklang hat eine tolle Atmosphäre, angenehme Klientel – und eine ausgedehnte Frühstückskarte ( Frühstück bis 15.00 Uhr ❤ ) – großartig! Er machte mich gleich auf das englische Frühstück aufmerksam, das dort allerdings „ Union Jack“ heißt (*aaargh* aber ich kann ja nicht verlangen, daß jeder den Unterschied zwischen Union Flag und Jack kennt…). Wie ich es auch immer in England tue, bestellte ich das Frühstück ohne die Tomaten und weißen Bohnen, es war köstlich. (Sie haben einen der leckersten Earl Grey-Tees, die ich je getrunken habe, auch der Prinz war begeistert und wir sind uns einig: Das war nicht unser letztes Frühstück dort!

Aber bevor wir nach Darmstadt aufbrachen, legte der Prinz noch ein etwas voluminöseres Paket vor mir ab, das einpfotig gar nicht in Angriff nehmen konnte, er mußte es für mich öffnen 😀 Drin war diese Umhängetasche, einer meiner Herzenswünsche von meiner Wunschliste bei Tante Amazonien:

tascche_uk

 

Sie ist prima für mich geeignet: standfest durch vier Metallfüßchen und einen stabilen Einlegeboden, ein Reißverschluß, den ich einhändig bedienen kann, und es paßt alles hinein, was ich so mitschleppe: Herrn Sonntags Liegedecke und sein Möhrchen für Aufenthalte unterwegs ( ja, er liebt Möhren!) , Portemonnaie, Kindle, Lesebrille.

Und natürlich habe ich mir großzügigerweise auch selbst noch ein kleines Geschenk gemacht: 😀

 

snoopy

Wir brauchten bis mittags, um das Frühstück zu schaffen – und für den Mittag hatte der Prinz schon ein Essen beim Thai im Loop5 geplant, wir waren ja sowieso in der Nähe…

@Bärbel: während wir durchs Loop streiften, habe ich dir im Geiste Grüße und eine Umarmung geschickt – sind sie angekommen? 😉 Nach dem Thai-Essen hätte ich mich am liebsten längs auf mein Bett geworfen und geschlafen… aber da ich Mitglied der Netz-community „Vapiano People“ bin, hatte ich von Vapiano eine Einladung mit einem Geburtstags-Gutschein für eine Flasche Prosecco bekommen. Also hätte eigentlich noch Tacchino Picante mit Prosecco als Abendessen angestanden, aber wir beschlossen dann doch, erstmal nach Hause zu fahren und zu ruhen. Das taten wir, waren aber – vorhersehbar! – abends doch zu müde, um nochmal den Weg nach Mannheim zu machen. Das macht aber nichts, denn der Gutschein gilt eine Woche lang, wir holen das also Anfang der kommenden Woche nach.

Und gestern, am Samstag, löste ich den Gutschein für Essen von Frollein Elfriede ein, den mir eine (damals noch unbekannte) nette Person geschonken hat. Ich hatte ja hier gefragt, wer mir den Gutschein so unverhofft gespendet hatte. Inzwischen hat sich die Täterin freiwillig gestellt: es war meine herzliebste Freundin Yvonne ❤ Danke, Schneggi! :*

Es waren einige Leute aus meiner Familie und der des Prinzen da, und ich hatte einen wunderbaren Nachmittag. Wir waren neun Erwachsene und die beiden Kinder meines Bruders, SuperPaul (der gerade sein Seepferdchen bestanden hat) und seine Schwester Marie. Meine Mutter, die weiß, wie sehr ich Marzipan liebe, hatte der Firma Niederegger mal wieder Umsätze verschafft ❤ ❤ Der kleine Herr Sonntag hatte es gut, denn Paul (oder, wie Marie sagt, „Pauel“) und seine Schwester warfen ihm im Hof mit unerschütterlicher Energie sein „Frisbi“ und seinen Ball, stundenlang. Manu aka Frollein Elfriede hatte Cupcakes zubereitet, eine Schokoladentorte und einen herrlichen Käsekuchen mit Zitronenaroma – alles vegan und unfaßbar köstlich ( sie liefert auch!). Wir futterten, erzählten und lachten, bis wirklich alle am Ende waren, vor allem mein Gehirn, das irgendwann nicht mehr in der Lage war, all den Stimmen, Handlungssträngen, Erzählungen usw. zu folgen. Als die Truppe sich auf den Heimweg gemacht hatte, fiel ich vor Erschöpfung fast um. Nach einer stundenlangen heißen Dusche schlief ich wie ein Stein.

Das war ein richtig toller Geburtstag! Als glühende Verehrerin von Max Ernst hätte ich ja eigentlich gern das Max-Ernst-Museum in Brühl besucht und auch gern dort gegessen, aber Hunde dürfen nicht rein, und wir hätten unseren Kleinen zu lange allein lassen müssen. Zwei Stunden einfache Fahrt, plus Aufenthalt und Essen – das war mir dann doch eine zu lange Zeit, den Süßen allein zu Hause zu lassen. Aber – Brühl ist nicht vergessen! Kommt noch!

Jedenfalls hatte ich endlich eine „richtige“ Geburtstagsfeier, wie ich sie mir schon lange gewünscht hatte: ein echter, klassischer Kaffeeklatsch an einer langen Tafel, mit lauter Menschen, die ich gern habe. Im Februar Geburtstag haben ist doof – man kann nur drinnen was machen, und bisher war alles, wo ich gewohnt hatte, zu klein und eng. Aber der Prinz hatte einfach meinen Schreibtisch mit in die Küche gestellt, und – Abrakadabra – zu meiner Freude passten alle rein.

Ein toller Tag war das – so toll, daß er mich glücklicherweise davon ablenkte, zu sehr über die Schnapszahl 55 nachzudenken 😉 😉 😉 (Und das Essen bei Vapiano kommt ja auch noch… der Geburtstag zieht sich also hin!)

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Seminar

Hier im Anders essen-Blog habe ich ein paar Informationen über das Seminar zum Thema Immunsystem und Autoimmunkrankheiten geschrieben.

Mehr folgt, ich bin erst noch dabei, die Flut an faszinierenden Informationen zu verarbeiten und zu sortieren.

Ich habe in der Familie eine Frau, die sehr stark an Arthritis leidet, die aber leider keinen biomedizinischen bzw. alternativen Methoden zugänglich ist. Es tut mir so leid zu sehen, wie schlecht es ihr geht und zu wissen, wie sehr sie ihre Lebensqualität mit einer Ernährungsumstellung verbessern könnte. Nu ja, gerade wenn man in Heilberufen arbeitet, hält man sich aus der eigenen Familie am besten raus :-))

Ab jetzt an die Nordsee – und euch noch einen schönen Tag!

Ich bin die Beste

sagen meine Katzen.

Ich stehe gerade sehr hoch im Kurs und bin die beste Menschenfrau überhaupt.

Grund: Umstellung von Dosenfutter auf frisches Rohfleisch.

Kein Schwein, natürlich. Aber alles, was sich sonst so bietet. Gestern war Rind dran, heute hatten wir den Hit überhaupt: Hühnermägen. Die beiden haben sich fast überschlagen.

Vorteil für mich: das Zeugs stinkt nicht, es sieht nicht unappetitlich aus, keine verkrusteten und verschmierten Schüsselchen und Messer mehr.

Was nach einer Viertelstunde nicht aufgegessen ist, kommt weg, das haben sie sehr schnell kapiert. Kein Problem, das Rohfutter schmeckt ihnen so gut, dass die Teller ratzfatz leergeputzt sind.

Da die beiden ja Freigänger sind und sich draußen auch alles mögliche fangen, das sie fressen, muss ich das Futter auch nicht großartig klein schneiden.

Morgen besorge ich mal Fisch und schaue, wie der ankommt. Wenn sie ihn nicht mögen sollten, wäre mir das recht, weil ich rohen Fisch ziemlich unappetitlich finde. Wenn sie ihn toll finden, kriegen sie ihn natürlich.

Ansonsten werde ich jetzt einfach Portionen einfrieren. Die Damen wiegen je drei Kilo (ja, sie sind zierlich), das heißt, laut Buch soll demnach die Tagesfuttermenge 60 Gramm sein (Gewicht in Gramm durch 100 mal zwei). Finde ich etwas wenig, die beiden haben auf jeden Fall mehr gegessen.

Mal gucken, wie sich das entwickelt.