Ja, haha

Wenn wir mit dem kleinen Herrn Sonntag unterwegs sind, meine Lieben, kommen wir natürlich auch mit anderen Hunden und ihren Menschen ins Gespräch. Das ist meistens nett und lustig. Oft fragen die Leute: „Wie groß wird der denn mal?“ Sie sind meist  verblüfft, wenn wir sagen, dass der Mausebär schon fast 13 Jahre alt und ausgewachsen ist. Er wirkt halt durch seine schmale Figur (Erbe des Windhund-Vaters) und sein süßes Gesicht (vermutlich dito) sehr jung. Mir graut es nur vor der Frage „Wie heißt er denn?“, weil auf unsere Antwort „Domingo“ unweigerlich die Antwort des Grauens kommt: „Domingo? Wie der Sänger, haha, ne? Der, äh… Nein, flehe ich innerlich, Bittebitte sag es nicht – Sag es nicht! Aber in den meisten Fällen kommt die Folter doch:“ Der Platziehdo Domingo, ne? hehe.“ ja, hehe. Gut, daß der Scherzkeks  nicht meine Gedanken lesen kann und das Blutbad nicht sieht, das ich mit seinem Kadaver gerade anrichte. Im Gegenteil, ich habe gelernt, solche Menschen nicht sofort zu töten. (Sonst hätte ich eine Menge zu tun – bei jedem „Gnotschi“, Zutschini“ oder „Latte Matschiato“ eine Leiche verstecken zu müssen, ist nervig.) Ich atme also tief durch, lächele  und sage freundlich: „Ja, genau, wie der Sänger, der Plácido Domingo.“ Dann sind alle zufrieden – der Sprachenvergewaltiger, weil ich ihm recht gegeben habe (und er den Unterschied nicht mal ansatzweise gehört hat), ich, weil wir jetzt mit einem höflichen Zunicken weitergehen können, und der Prinz, weil ich den Sprachenvergewaltiger nicht getötet habe. Ja – so haben wir alle was davon. Ist ja auch schön, ne? 😀

 

 

 

 

Werbeanzeigen

Sorgen um das Bärchen

machen wir uns derzeit, my darlings. Es scheint nämlich, als könne er nichts mehr hören. Es war ein schleichender Prozeß. Jetzt, im Nachhinein, fällt uns auf, daß er uns wohl schon seit einigen Wochen nicht mehr gut hören kann. Nun, der Bär ist ein halber Windhund, und das Windhunderbe ist bei ihm sehr stark ausgeprägt. Dazu gehört auch, daß er nicht gehorsam ist. Windhunde gleichen im Charakter sehr stark den Katzen. Dazu gehört eben auch, daß sie Anweisungen, die ihnen nicht in den Kram passen, gerne einfach ignorieren. Mich hat das schon oft genervt, ich habe es aber immer toleriert, weil Bärchen zumindest dem Prinzen gehorcht, der ja sein geliebtes ein und alles ist, und mich damit arrangiert, daß ich eben nur das Beta-Rudelmitglied bin. In der letzten Woche hatte der Bär ein Problem mit dem linken Ohr. Als der Prinz seinen Kopf umfaßte und ihn liebevoll knuddelte, schrie das Bärchen schrill auf vor Schmerz. Daß etwas mit dem Ohr nicht stimmte, war klar – nur ließ der Bär uns das Ohr nicht anschauen. Wir befürchteten eine Entzündung im Gehörgang und setzten einen Termin beim Highlander auf den Wochenplan.

In den letzten zwei, drei Tagen wurde es aber deutlich, daß er uns tatsächlich nicht hört. Wir standen direkt hinter ihm, sagten laut seinen Namen, schnippten mit den Fingern und pfiffen. Keine Reaktion. Nicht gut. Aber sowas von überhaupt nicht gut! Es ist auch offensichtlich, daß der Bär darunter leidet, daß seine Wahrnehmung seiner Umwelt so eingeschränkt ist. Im August wird er  ja auch schon 13 Jahre alt. Es verunsichert ihn, das sehen wir ihm an. Er kommt oft leise winselnd zu uns, drückt sich an uns und möchte in den Arm genommen werden. Das fehlende Gehör versucht er auszugleichen, indem er uns intensiv ins Gesicht schaut und versucht, aus unserer Mimik und den Bewegungen unserer Lippen zu ergründen, was wir ihm sagen wollen. Das klappt erstaunlich oft. Wir versuchen, ihm seine Verunsicherung zu nehmen, indem wir ihn viel streicheln, kraulen und knuddeln und ihm seine Stofftiere werfen, damit er sie fangen kann (sein Lieblingsspiel). Immerhin: Seine Freude am Gassigehen ist ungebrochen. Noch diese Woche muß der Highlander sich die Ohren ansehen. Eine Bekannte erklärte uns heute, daß sich in hängenden Hundeohren leicht Entzündungen, Pfropfen oder Ohrmilben festsetzen und den Gehörgang blockieren können (Bei Cockerspaniels wußte ich das). Je nachdem, wie es beim Prinzen diese Woche mit der Arbeit aussieht, werden wir das Bärchen schnellstmöglich in die Highlander-Praxis mitnehmen und hoffen, daß einfach irgendwas in den Gehörgängen steckt, das leicht zu entfernen ist.Drückt ihr uns bitte die Daumen? Danke!

Off we go then, Gromit

… und wir steigen nicht in unsere Rakete, darlings, sondern begnügen uns mit unserem treuen kleinen Nissan Note 😉 auch die crackers haben wir nicht vergessen 😀

Unser höchsteigener kleiner „Gromit“ spürt schon die Aufbruchstimmung und ist hibbelig.

Habt ein wunderbares, hyggeliges Weihnachtsfest und rutscht mir gut rüber in ein glückliches 2019! Danke, daß ihr mich auch dieses Jahr wieder so liebevoll begleitet habt!

*Rundum-umarmgeräusch*

Zu eurer Information:

Der Mausebär hat ein Pferd.

Der Mausebär liebt sein Pferd.

😀 😀 😀 😀 😀

Am letzten Samstag hatten wir spontan Lust, mal wieder durch die Rheingalerie zu bummeln ( das ist eine noch recht neue Einkaufspassage in Ludwigshafen). Da man da drin sehr leckeres thailändisches Essen bekommt, waren wir eine ganze Weile dort. Der Mausebär war zu Hause (bei größeren Menschenmengen nehmen wir ihn nicht gern mit, das ist Streß für ihn). Da wir sowieso noch zu Ikea wollten, um einen dieser kleinen Tritthocker zu kaufen (im  lüttje Huus ist der Einstieg in die Duschkabine viel zu hoch für mich), flitzte der Prinz knapp vor Toresschluß noch fix rein, um den Hocker für mich und eine Alleinbleib-Belohnung für das Bärchen zu besorgen. Die Belohnung ist ja meist ein Stofftier, die der Bär wie verrückt liebt. Hinweis für Hundeleute: kein Stofftier ist so super haltbar wie die von Ikea – bis da die Füllwolle herumfliegt, dauert es Wochen. Der Prinz kaufte dieses Pferd, das der Mausebär zärtlich liebt:

domipferd

 

Zoe :'(

Der kleine Herr Sonntag, Susanne und ich waren gestern Nachmittag mit dem Herrn Hund Gassi. Der Prinz hatte eine Schulung zu halten und es war abzusehen, daß es später würde. So hat Susanne gern die Begleitung beim Gassigehen übernommen.

Gretel, das stürmische Beagle-Mädchen, die in Herrn Sonntag verliebt ist, bellte wieder heftig hinter ihrer Mauer, aber da kam gerade Dirk aus dem Haus, der Besitzer von Zoe, der riesigen gelben Dogge, in die der kleine Herr Sonntag heimlich verliebt ist.

„Hey, wo ist denn dein Mann?“ begrüßte Dirk mich.

„Hält mal wieder ‚n Vortrag“ lachte ich. „Und wo steckt Zoe? Domingo ist ganz verwundert, daß sie nicht im Hof steht und bellt…?“

„Zoe ist gestorben“, sagte Dirk ernst. „Am ersten Januar.“ Das haute mich erstmal um, obwohl ich gewußt hatte, daß sie mit ihren acht Jahren für eine Dogge schon sehr alt war, sie hatte schon eine ganz graue Schnauze gehabt und war fast blind gewesen. Dirk erzählte, was passiert war: Am Morgen des 1. Januar, als die Silvester-Ballerei sich beruhigt hatte, wollte Zoe noch etwas zu essen haben. Dirks Frau stellte ihr eine Schüssel mit leckeren Sachen an eine ruhige Stelle neben der Haustür. Als sie einige Minuten später noch einmal hinausging, lag Zoe wie schlafend neben dem Napf. Sie war tot. Dirk hat sie in Mannheim im Tier-Krematorium verbrennen lassen. Die Urne mit ihrer Asche hat er zu Hause stehen. „Sie haben mir noch einen Pfotenabdruck von ihr in Gips gemacht“, sagte er wehmütig.

Wie Memnok der Neufundländer, scheint auch Zoe schnell und sanft gestorben zu sein. Darüber bin ich froh, daß sie sich nicht quälen mußte mit Krebs oder sonst einer beschissenen Krankheit. Denn Zoe war, mit ihrer gewaltigen Größe und ihrer tiefen Wummerstimme, so sanft wie ein Marienkäferchen, verschmust und anhänglich. Ich bin froh zu wissen, daß sie bei Dirk und Jaro ein gutes Zuhause hatte und daß ihre beiden Menschen sie zärtlich liebten und sie liebevoll umsorgten, als sie blind wurde. Da ich in den kalten Wintermonaten kaum draußen war, hatte ich nicht mitbekommen, daß sie gestorben war.

Mach’s gut, Zoe, liebes altes Mädchen, wir werden dich vermissen!

Juhuuu *freuwiedoof*

Gestern haben wir Juni-Urlaub oben in der zweiten Heimat gebucht, my dearies, im Saterland – ich freu mich so sehr! Jürgen, unser Vermieter, wird sich wie immer um Haus und Katzen kümmern. Der kleine Herr Sonntag fährt aber natürlich mit uns mit, zumal er von der Nachbarshündin, der süßen Malou, noch zwei Spielzeuge zurückzukriegen hat, den Löwen und einen Gummiknochen.

Ach ja, ich wollte euch noch erzählen, daß unsere Freundin Edda ihre Schmiede geschlossen und weiterverpachtet hat, an einen anderen Schmied. Im Laden macht sie derzeit Schlußverkauf, also, liebe OL’er, schnappt euch noch, was geht! (Details folgen.)

Wir werden wieder bei Heike und Johannes auf dem Bauernhöfchen  in der zu einer wunderbaren Ferienwohnung umgebauten Tenne wohnen. Sie ist gemütlich und für mich ist alles ebenerdig, also perfekt! Natürlich werden wir unser übliches Essen bei Vapiano mit Edda zelebrieren, um unsere Frendschaft zu feiern. Diesmal nehmen wir auch Tinus mit, Eddas Lebensgefährten ( ja, sie ist verliebt, das ist sooo schön! Sie zieht bald zu ihm auf seinen Hof in Ostfriesland, deshalb schließt sie gerade mit Oldenburg ab… Ik vertell jau dat noch akroot ;))