Lebt denn die alte Lakritzefrau noch?

Ja, sie lebt noch, sie lebt noch, sie lebt noch!

Hey ihr Lieben,

seid ihr überhaupt noch da draußen, oder zumindest einige von euch? Ich habe ja seit gefühlten Jahrhunderten nichts mehr gebloggt 😉. Das liegt unter Anderem daran, daß sich therapie-technisch einiges getan und geändert hat und derzeit viel im Gange ist, so bin ich sehr mit mir und – erfreulicherweise – auch mit meinen Fortschritten beschäftigt. Weihnachten und der Jahreswechsel scheinen schon eine Ewigkeit her zu sein, das geht euch sicher auch so, oder? Wir hatten in dieser Zeitspanne zwei wundervolle Wochen im Lüttje Huus und dieses Mal konnten wir uns nach der Rückkehr hier kaum noch zurechtfinden!

Es regnete jeden Tag und es war kalt, somit verbrachten wir einen kuscheligen, gemütlichen „Indoor-Urlaub“, der hauptsächlich aus Essen (u.a. ganz viel Omas Hühnersuppe), lesen, Dokus gucken und dem hier bestand:

mittagsschlaf

domisofa

Einmal waren wir up diek, aber die Deichkrone war eine reine Matsche-Strecke, glitschig und zu riskant für mich.

Der Prinz hat mir zu Weihnachten einen Herzenswunsch erfüllt, den ich aber aus praktischen Gründen im lüttje Huus gelassen habe:

bardcomplete

Es ist über A4 groß, hat über 1000 Seiten und ist so schwer, daß ich es mit einer Hand nicht mal anheben kann 😀

Zu den Änderungen in der Therapie: mein wunderbarer Physiotherapeut Hubert hat vor einigen Wochen in eine andere Praxis gewechselt. Zum Glück ist das dem kleinen Herrn Sonntag nicht so sehr aufgefallen, denn Physio ist ja nur einmal in der Woche. Aber Hubert und das Bärchen waren von Anfang an BFF, und Hubert hatte immer eine Leckerei für das Bärchen dabei (meist eine Kaustange, die er dem Hund seiner Freundin gemopst hatte 😉). Nun hat meine Physiopraxis sogar gleich zwei Mitarbeiter, die hier bei uns im Dorf wohnen, eine sehr nette junge Frau, die aber gerade im Mutterschutz ist, und eben Christoph, der jetzt statt Hubert die Physio mit mir durchzieht – und der ganz verliebt in das Bärchen ist. Auch er bringt dem Kleinen immer ein Leckerli mit. Zudem hat er – als praktisch Fremder – einen ganz neuen Blick auf mich, das ist ein Vorteil, denn mit Hubert hatte ich seit acht Jahren zusammengearbeitet, und da schleift sich so manche Routine ein. Ich hatte Christoph gesagt, daß ich die Orthese für das linke Bein gern loswürde, denn die 1,3 Kilo Zusatzgewicht machen sich nach nunmehr über zwei Jahren im rechten Knie schmerzhaft bemerkbar. Christoph testete meine Muskeln im linken Bein und stellte fest, daß sich einige bereits stark zurückgebildet haben, weil ihnen die stützende Orthese ja praktisch die Arbeit abnimmt. Diese Muskeln sind so schwach geworden, daß sich das Knie beim Gehen immer noch stark nach hinten durchbiegt (das war der Grund, warum ich die Orthese ursprünglich bekommen hatte). Deswegen kann und möchte er nicht gleich mit Kraftübungen beginnen, sondern die Muskeln erst einmal mit Hilfe eines TENS Gerätes aufbauen. Zum Glück hat mir unser Hausarzt gleich eines verschrieben und die Krankenkasse hat es ohne Weiteres genehmigt. Nun muß ich erst einmal täglich 25 Minuten lang leichten Strom (fünf Milliampere) durch die Muskeln im linken Bein laufen lassen, bis diese etwas stärker geworden sind. (Der Batteriestrom ist kaum spürbar, es kribbelt nur leicht, und ich kann dabei lesen oder surfen. Das Gerät schaltet automatisch ab.) Später können wir dann mit Kraftübungen anfangen, bis ich irgendwann hoffentlich die Orthese einmotten kann. Christoph sagte mir schon, daß ich vermutlich ein Jahr lang Geduld dafür aufbringen muß. Aber dazu bin ich bereit! Ich bin voll motiviert!

Auch der linke Arm macht sich gut. Meine frühere Ergotherapeutin, Stephanie, hatte vor etwa zwei Jahren die Ergotherapie aufgegeben, da sie gemeinsam mit ihrem Bruder die Leitung des elterlichen Handwerksbetriebes übernahm, als die Eltern in den Ruhestand gingen. Dafür hat ihre Kollegin Frau E. meine Betreuung übernommen, und mit ihr bin ich schon richtig weit gekommen: ich kann den linken Arm gegen die Schwerkraft anheben und in eine gewünschte Richtung führen. Auch Übungen wie: Sitzen am Tisch mit der Hand auf dem Knie, den Arm anheben und die Hand gezielt auf dem Tisch ablegen und dann das Ganze umgekehrt, ohne die Schulter mit zu bewegen – das klappt jetzt gut, ist aber erstaunlich anstrengend. Zurzeit übe ich, das Handgelenk zu drehen – boah, Ist das schwer! Denn Schultern und Rücken wollen unwillkürlich helfen, sollen aber nicht – daran arbeiten wir jetzt jedes Mal. Das nächste Therapieziel sind die Finger, die ich immer noch nicht aktiv strecken kann. Wir wollen dahin kommen, daß ich mit der linken Hand wieder aktiv etwas greifen kann. Frau E. hat eine tolle Art, mit mir zu arbeiten, ich bin nach jeder Einheit mit ihr gut gelaunt und sehr motiviert.

Eine weitere Änderung ist Henry. Henry ist Ollis Nachfolger. Ja, Olli der Rolli schiebt jetzt eine ruhigere Kugel. Gerade bei unebenen Wegen wie auf Kopfsteinpflaster mit Olli hatte ich hinterher immer starke Kreuzschmerzen. So fragte ich bei der Krankenkasse nach, ob ich einen orthopädisch besser geeigneten Rolli bekommen könne. Zum Glück sagten sie mir den zu. Sie stellten Roger, dem Inhaber des für mich zuständigen Sanitätshauses, einen Betrag zur Verfügung, mit dem dieser mir etwas Geeignetes zusammenstellen sollte. Der Prinz und ich trafen uns samstags mit Roger im Laden und berieten. Wir waren uns schnell einig, daß wir bei einem Modell der bewährten Firma Küschall bleiben wollten (wie Olli). Der Neue sollte allerdings leichter sein, damit der Prinz ihn besser ins Auto laden kann. Roger schlug einen für den Lendenwirbelbereich schonenderen Sitz sowie eine Auflage für den linken Arm vor. Ich wünschte mir Licht wie am Fahrrad, da wir bei gutem Wetter mit dem Bärchen ja auch abends Gassi gehen. Uuund:  Ich hatte freie Farbwahl!

Schaut mal, das ist Henry:

rolli_neu1

Schick, oder?

Die „e-Fix“ – Räder sind einfach von Olli zu Henry rüber gewandert, denn in deren Naben sitzt der Elektromotor. Roger mußte sie nur umstecken. Der Akku liegt nach wie vor in einer Tasche unter dem Sitz. Henrys ursprüngliche Räder trägt jetzt Olli, damit ist er zu einem ganz normalen Rollstuhl geworden, den man schieben muß. Wir wollen ihn am Lüttje Huus in die Garage stellen, um dort notfalls einen Rolli für kürzere Ausflüge zu haben. Nach vorne hat Henry eine weiße Lampe, nach hinten ein rotes Licht, wie ein Fahrrad. Die Lampen lassen sich abziehen und aufladen (mit dem Handy-Stecker). In den nächsten Tagen bekommt Henry noch Luftbereifung, für holperige Strecken. Dann werden Touren durch Brudis Wohnort und Wissembourg, Strasbourg oder Metz nicht mehr so schmerzhaft – in your face, Kopfsteinpflaster! \o/ Zudem hat Roger mir noch ein Schaffell für den Sitz dazu geschenkt, das ist toll!

Jetzt freue ich mich auf den Freitag der kommenden Woche, denn wir werden wieder vor dem Karnevals-Irrsinn fliehen und uns eine kuschelige Woche im Lüttje Huus machen. \o/ Am Rosenmontag ist mein Geburtstag – der erste, den ich im Huusje feiere! Am Aschermittwoch geht es abends wieder zurück – und dann beginnt die zuckerfreie Fastenzeit bis Ostern (für mich 😉). Ostern sind wir wieder dort (allein schon wegen des Osterfeuers!).

Weihnachten in England

Da ich mich schon sehr auf Weihnachten freue, my dearies, war ich soeben mal kurz zu Besuch bei Tom. Tom betreibt  den wunderbaren und großartigen Juhtjuhp-Kanal Eat sleep dream English. Und tatsächlich – Tom ist auch schon in Weihnachtsstimmung!  Hier ist ein sehr informativer Beitrag:

15 Christmas Traditions British People Love

Fans der Bridget-Jones-Filme werden den Pullover-Teil verstehen  😉  😀

Viel Spaß!

Weihnachtsbäckerei für Renata!

Einen kuscheligen ersten Advent wünsche ich euch, ihr Lieben, und dir, Renata – für dich habe ich eine besondere Entdeckung gemacht (es war der Prinz, um genau zu sein).

Singende Kinder sind mir ja eine Folter, eigentlich (l’enfer, c’est les autres), und Rolf Zuckowski gleich dreimal.

AAABER es gibt nichts, das Otto mir nicht versüßen kann! Hier also das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ mit Ottooooo!

 

Vorfreude!

Der Oktober dauert noch zweieinhalb Wochen, Ihr Lieben, dann haben wir zwei Feiertage, den Reformationstag (nicht hier bei uns) und Allerheiligen (nicht im Norden). Wie auch immer – das wird ein langes Wochenende, und wir verbringen es in Hogwarts! Außerdem freue ich mich schon auf Weihnachten (Ja, viiieel zu früh, ich weiß). Eigentlich war geplant, dass Schwesti und ihr Mann nach Hogwarts kommen und wir Weihnachten zu viert verbringen, aber da ist Schwesti etwas dazwischengekommen, so daß es leider nicht klappt. (Aber ich habe das Weihnachtsgeschenk für den Prinzen auf den Weg gebracht, hehe). Habt ihr eigentlich auch schon Weihnachts-Süßkram verputzt? (Geständnis: Ich hatte schon Dominosteine, Lebkuchen in Massen und Marzipan 😉 )

Off we go then, Gromit

… und wir steigen nicht in unsere Rakete, darlings, sondern begnügen uns mit unserem treuen kleinen Nissan Note 😉 auch die crackers haben wir nicht vergessen 😀

Unser höchsteigener kleiner „Gromit“ spürt schon die Aufbruchstimmung und ist hibbelig.

Habt ein wunderbares, hyggeliges Weihnachtsfest und rutscht mir gut rüber in ein glückliches 2019! Danke, daß ihr mich auch dieses Jahr wieder so liebevoll begleitet habt!

*Rundum-umarmgeräusch*

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Weihnachten nähert sich mit Riesenschritten, my dearies, und damit wächst auch die Vorfreude auf den Weihnachts-Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Auf Juhtjuhp habe ich einen Beitrag zum Film entdeckt. Er dauert eine Stunde, in der fans des Films alles erfahren, was sich vor den Dreharbeiten sowie hinter den Kulissen tat. Es gibt Interviews mit den Hauptdarstellern, dem Produzenten, dem Regisseur und dem Komponisten der unsterblichen Titelmelodie:

Hier.

Habt Spaß!

So war’s…

Na, meine Lieben, hattet ihr ein schönes Weihnachtsfest?

Geschenktechnisch hat mich der Prinz ganz schön ausgetrickst 😃, das muss ich euch erzählen!

Gemäß einer jährlichen Anweisung hatte ich bei Tante Amazonien einen Wunschzettel „Weihnachten 2017“ angelegt (und gleichzeitig einen für „Geburtstag 2018“ 😉 ) – ohne ahnen zu können, daß der hinterlistige Kerl mein Weihnachtsgeschenk bereits im Juni (!)  klargemacht hatte und es schon seitdem im Haus war!

Im Juni waren wir nämlich zu einer Vernissage in Karlsruhe eingeladen. Ich schrub ja schon einmal, daß der Prinzensohn dort eine Ausbildung zum Fotografen macht. Der Chef und Ausbilder des Prinzensohnes hat dort nicht nur ein Fotostudio, sondern auch eine Galerie. Im Juni arrangierte er eine Ausstellung für einen Künstler aus seinem Bekanntenkreis: Quint Buchholz. Der Prinzensohn lud uns zur Vernissage ein und ich bekam Schnappatmung, denn Quint Buchholz ist für mich einer meiner Helden unter den Buchillustratoren. Ich liebe seine zart-poetischen Traumbilder schon seit vielen Jahren, und nun sollte ich ihn persönlich kennenlernen können… Die Ausstellung war ganz wunderbar, und hätte ich an diesem Abend Geld übrig gehabt, wären einige der Bilder sicher mit uns heimgekehrt. Der Prinz und Herr Buchholz hatten ein längeres Fachgespräch über Grafik, so daß ich mir jedes einzelne Bild gründlich ansehen konnte. Es war voll und das Gedränge überforderte mich irgendwann.

Unter dem Weihnachtsbaum also, nach der köstlichen Hühnersuppe nach Omas Rezept und bei einem Glas Sekt, überreichte der Prinz mir das hier:

quint titel

quintwidmung

Er verriet mir, daß der Chef des Prinzensohnes ihm das Buch reserviert und Quint Buchholz um die Widmung gebeten hatte. Lieb, oder? Ich habe mich jedenfalls riesig gefreut. Buchholz und Rotraud Susanne Berner sind Illustratoren, derentwegen ich ein Buch jederzeit blind kaufen würde, nur um die Bilder ansehen zu können. Der Prinz hat dieses Buch ausgesucht, weil es fast alle Bilder enthält, die ich am Ausstellungsabend angeschmachtet hatte ❤

Was mir besonders gefiel: Quint Buchholz hat die Bibel illustriert. Wun-der-schön!!!

Allein wegen des Bildes zu meinem Lieblingspsalm (23 natürlich, welcher sonst? 😉 ) würde ich das Buch kaufen bzw. steht es auf meinen Wunschlisten.

Mein Geschenk für den Prinzen kam allerdings, wie angekündigt, erst heute:

obamabuch

Ein bißchen ist es auch ein Geschenk für mich, denn der Prinz und ich sind große Obama-Fans (und entsprechend angewidert von dem Ding, das im Januar das Weiße Haus besetzt hat). Der Prinz bewundert den Kollegen Pete Souza schon lange für seine sensiblen, aussagekräftigen Fotos. So hatten wir beide viel Freude mit unseren Geschenken (und die Katzen mit dem, das bei der Zubereitung der Ente abfiel, die der Prinz als Festessen eingeplant hatte.

Auch schön: Dieses Jahr haben der Prinz und ich mal wieder mit richtig viel Spaß Weihnachtskarten geschrieben, vor allem an unsere liebsten Nachbarn hier im Viertel. Die meisten konnte der Prinz selbst einwerfen, beim Abendgassigang mit Herrn Sonntag. Zu unserer Freude kamen etliche Echos zurück, darunter eine Weihnachtstüte mit Plätzchen und Hundeleckerli-Pröbchen, die am Tor hing (und von der die Buchhändlerfreundin bestimmt wieder nichts weiß 😉 )

Der Prinz hat sich noch bis zum Dreikönigstag freigeschaufelt, juhu!

Wie war euer Weihnachten?

Jauchzet! Frohlocket!

So. Heute ist also Weihnachten 😉 Den Baum haben wir gestern aufgestellt (er steht sogar gerade!), aber bevor wir es feierlich werden lassen können, machen wir noch einen kleinen Trip zur Prinzentochter, die heute Geburtstag hat. (Himmel, das Kind wird schon 26! Aber ihre Oma macht eine herrliche Zitronen-Bisquitrolle.) Der Prinz bereitet schon eine köstliche Hühnersuppe nach Omas Art vor, für uns für  heute Abend. Er weiß schon, daß er sein Geschenk erst ein paar Tage später bekommen wird, da es gerade nicht lieferbar ist. Das frustriert mich, aber der Prinz nimmt es gelassen. Der Trick mit dem Fuß in der Orthese hat heute nicht so gut geklappt, aber das liegt wohl, wie der Prinz sagt, an der Tagesform. Einfach jeden Tag üben, dann kommt das schon. Immerhin habe ich schon keine Muskelschmerzen mehr, wenn ich sie länger trage. Das ist wohl wie beim Reiten: Muskelkater? Sofort wieder rauf aufs Pferd! Je öfter ich sie alleine anziehe, desto flotter wird es künftig gehen. .Auch wenn man dazu räumliches Denken braucht, das mir weitgehend fehlt 😃

Falls das hier überhaupt jemand im Weihnachtsstreß liest: Habt einen wunderschönen Tag und einen harmonischen Heiligen Abend!

Ich bin froh, daß es euch gibt! Ihr rockt!

Es ist zwar erst morgen soweit,

aber ich möchte euch allen schon jetzt ein wunderschönes  Weihnachten und ein glückliches neues Jahr 2018 wünschen – mögen sich eure Wünsche so erfüllen, dass es für euch zum Besten ist!

Wir haben heute den Baum aufgestellt und werden ihn morgen schmücken. Der Prinz plant eine Ente zum Essen – bin gespannt! Ich liebe es, wenn er kocht.

Kurz zwischendurch: Ich habe den Trick mit dem Fuß in der Orthese raus *freu*.

Gestern bin ich mit den Jungs mitgelaufen zur Gassirunde, habe aber leider nur einen halben Kilometer geschafft ( dafür aber super geschlafen ;))

Also, lasst es euch gutgehen und genießt die Stille Zeit!

Liebe Claudia, lieber Ralf, euch wünsche ich Gottes Segen und vor allem innere Zufriedenheit, dass ihr nicht immer danach schauen müsst, was andere haben oder tun. Einfach Gelassenheit und Zufriedenheit im Herzen, das wünsche ich euch.

Deck the halls! Falalalalala-lalalaaaa!

weihnbaum

Sehr gerührt *schnüff*

bin ich gerade, darlings… Weihnachten ist noch gefühlt eine ganze Weile weit weg, aber einige wunderbare Menschen haben im Kölner Hauptbahnhof einen herrlichen flashmob mit meinem Lieblings-Weihnachtslied auf die Beine gestellt,

hier zu sehen und zu hören.

Welches ist euer liebstes Weihnachtslied?

Los Reyes!

Heute feiert die Kirche (beide, katholisch und evangelisch, soweit ich weiß) das Fest der heiligen drei Könige. In spanischen Gemeinden bedeutet der heutige Tag für die Kinder sogar das Fest, das bei uns schon vorbei ist: Weihnachten. Denn dort bringen die drei Könige (spanisch: „los tres reyes“) den Kindern die Geschenke.

Sollte jemand von euch das riesige Glück haben, diesen Beitrag gerade in einem Urlaubsort im spanischen Kulturbereich zu lesen, zum Beispiel auf den Balearen oder den Kanaren (*tief seufz*), dann macht euch das Vergnügen, heute Abend gegen etwa 18.00 Uhr zur örtlichen Kirche zu gehen. Dort wird euch bereits eine kleine und sehr aufgeregte Menschenmenge erwarten, Eltern mit hektisch  herumwuselnden Kindern, die angespannt auf die Könige warten, denn die kommen „höchstpersönlich“, um die Kinder zu begrüßen. Das ist vergleichbar mit dem Nikolaus, der hier bei uns in Kindergärten oder Einkaufs- und Gemeindezentren auftritt und die Kinder fragt, ob sie lieb waren. In allen spanischen Gemeinden (die sehr religiös sind)  finden sich Erwachsene, die es als Ehrensache betrachten, sich am 6. Januar als Könige zu verkleiden und den Kindern mit ihrem Auftritt eine Freude zu bereiten.

Die Bescherung war meist vorher schon zu Hause, die Kinder haben oft ihre Geschenke dabei, um sie bei diesem Treffen ihren Freunden aus Schule und Kindergarten zu zeigen: Klamotten, Fahrräder, Puppen, Fußbälle, Autos, Spielegedöns… einfach alles, was das Kinderherz begehrt. (Achtung: die Sachen für Mädchen sind oft klischee-gerecht betäubend Glitzi-Rosa, also Vorsicht vor Augenkrebs! 😀 )

Der Auftritt der Könige läuft an einem zentralen Ort ab, also meist vor der örtlichen Kirche. Oft kommen sie sogar zu Pferd;einmal , auf den Kanaren, habe ich sogar erlebt, daß sie ein zahmes Lama als Kamel-Ersatz mitführten. Das fanden die Kinder natürlich super. In den ersten Jahren unserer Beziehung machten der Prinz und ich unseren ersten Urlaub auf Mallorca, in einer kleinen Hafenstadt. Dort kamen die Könige mit einem Fischerboot in den Hafen getuckert. Leider war das Wetter an diesem Abend fürchterlich: Es war kalt, stürmisch und es goß wie aus Eimern. Der Mann, der sich als Melchior verkleidet hatte, war schwarz angemalt und trug eine dicke schwarze Lockenperücke, die triefend an seinem Kopf klebte. Trotzdem lachte er strahlend und drückte allen Kindern die Hände. Das fand ich toll.  Niemand ließ sich vom strömenden Regen beeindrucken: Die Kinder waren viel zu aufgeregt, die Eltern hielten ihren Kindern zuliebe durch, und für die Königsdarsteller war es schlicht Ehrensache, den Kindern die Freude nicht zu verderben.

Also, Tip für Touristen: Am 6. Januar lohnt es sich  in einem spanischen Urlaubsort immer zu fragen, wo am Abend die drei Könige hinkommen werden (vorausgesetzt, in dem Urlaubsort gibt es neben Hotelburgen und Discos noch echte spanische Wohnhäuser, in denen echte Spanier leben…).

Weihnachts-Nachlese

My dearies,

Die meisten von euch sind vermutlich mit den Gedanken schon beim Ende des Jahres und bei dem, was das neue Jahr bringen wird. Aber ich würde gerne noch eben eine kleine Weihnachts-Nachlese schreiben und posten, weil es so schön war. Wie geplant, hatten wir es ganz kuschelig. Beim Schmücken des Baumes (der doch etwas höher ist als beabsichtigt 😉 )  wollten wir gern das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach hören, den wir beide sehr verehren. Wir waren sicher, daß wir diese CD im Schrank mit dem Nachlaß des Prinzenpapas finden würden (der Papa hatte ganze Regale voller CDs). Aber leider wurden wir nicht fündig. So schmückten wir den Baum unter den Klängen der ebenfalls wunderschönen Brandenburgischen Konzerte. Schade war nur, daß der Prinz das in der Krippe fehlende Baby Jesus nicht finden konnte, obwohl er sich genau erinnerte, es nach Papas Tod bei der Auflösung der Wohnung noch in der Hand gehabt zu haben. So bescherten wir uns ohne Baby in der Krippe.

Vom Prinzen für das Pufibärchen:

loewe

Die Streifen ließen mich das Viech spontan „Tiiiger!“ nennen, die Mähne deutet aber wohl eher auf einen Löwen hin. Der Pufibär liebt ihn so oder so, wie man hier sieht:

domilowe

(Die Katzenchefinnen  bekamen Kaustangen und andere Leckereien verschiedenster Geschmacksrichtungen.)

Vom Prinzen für mich:

tassenuk

meine Wunschtassen fürs Frühstück (muss ich nicht so oft nachfüllen). Sind sie nicht schön?!

Uuund das hier:

ruhr

Ruhrpott- Comics, gesammelt und herausgegeben vom großartigen Jamiri.

Der Prinz fand dieses Moleskine-Buch  unter dem Baum:

hadidinn

hadidinnen

Architektur ist neben FotoGrafik seine große Leidenschaft, er bewundert Zaha Hadid sehr. So suchte ich nach einem Buch über diese berühmte Architektin, denn vor einigen Jahren hatte ich beim Prinzen großen Erfolg mit einem Buch und einer DVD über Norman Foster, den englischen Architekten, gehabt, den der Prinz ebenfalls sehr bewundert. (Mit Zaha Hadids Werken kann ich, offen gesagt, nicht viel anfangen, zu modern – ich mag dafür Frank Lloyd-Wright ganz gerne).

Die Freude des Prinzen, als er das Buch auspackte, war groß, zumal ich das Buch in diesem Jahr selbst und  ganz allein verpackt hatte (meine Ergotherapeutin hatte nur angeleitet, aus zwei Metern Entfernung 😀 )

Wie war eure Bescherung?

Frohes Fest!

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My dahlings, als dieser Gruß bei mir eintraf, wußte ich gleich, daß dies genau das ist, was ich euch gern sagen (und wünschen!) möchte. Und was ich euch noch sagen möchte:

DANKE für’s Lesen hier, danke, daß ihr mich zum Teil nun schon so lange begleitet durch  die kleinen Abenteuer, Höhen und Tiefen meines Alltags und dass ihr immer einen Rat oder liebe Worte für mich habt, wenn ich mal nicht so recht weiter weiß. Kurz:

Ihr seid phantastisch!!!❤

Frau Lakritze freut sich vor.

Woo-hooo! Bald ist Weihnachten – und in diesem Jahr bin ich wirklich Vorfreude-kribbelig.

Morgen wollen wir ein Bäumchen kaufen (nichts Großes, es wird ja ein kleines, familiäres Kuschel-Weihnachten). Der Prinz hat mich energisch aufgefordert, aus meiner fetten Wunschliste bei Tante Amazonien einige Artikel rauszusuchen, die ich am aller-aller-liebsten möchte und diese in einer eigenen Weihnachts-Wunschliste zusammenzufassen. Gehorsam habe ich das getan *grins* (war nicht einfach.) Das Geschenk für den Prinzen ist im Haus, ich muss nur noch Freundin und Lieblingsnachbarin Wiltrud bitten, es für mich zu verpacken, wie jedes Jahr. Geschenke für den kleinen Herrn Sonntag und die Katzen müssen wir noch besorgen (der junge Herr wird wohl ein neues Plüschtier abstauben (und es umgehend abschlachten)  ; – )). Ansonsten werden wir es einfach gemütlich machen, ganz klassisch mit schöner Weihnachtsmusik, kuscheln, gemeinsam kochen, vielleicht einen schönen Weihnachtsfilm schauen (wenn ich den Prinzen überreden kann, er guckt nicht so gern Filme). Das Bein wird besser und unsere Berliner Freundin war gestern Abend auf einem anderen, weit entfernten, Weihnachtsmarkt. Soweit also alles gut bei uns. Wir vermissen Oldenburg und unsere Freundin Edda, aber wir freuen uns auf die ruhige Zeit zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr. Luxus-Kuschelzeit miteinander!

Wie sehen eure Pläne für den Rest des Jahres aus?

Naaachwuuuuchs!!!

Nein, darlings, nicht bei uns *laaach*,

sondern bei den von mir heißgeliebten Tassen!

Hier könnt ihr den Nachwuchs bewundern und hinschmelzen… und ich spekuliere da mal fleißig auf den Weihnachts-Gabentisch (Habe den Hinweis hier im Haus schon geflaggt) 😀 😀 😀

P.S. außer der Reihe: Geschenke

My dearies,

Weihnachten ist zwar schon vorbei, aber ich freue mich immer noch sehr über meine wunderschönen Geschenke vom Prinzen, und würde sie euch gerne mal zeigen.

Also, der Prinz durchstöberte meine Wunschliste bei Tante A***on und forderte mich danach erschöpft auf, mir fünf besonders ersehnte Dinge rauszusuchen, damit er eine Auswahl treffen könne.

Unter dem (diesmal wegen Urlaubs gar nicht vorhandenen) Baum lagen dann also, zu meiner großen Freude:

 

Dieses wunderbare T-Shirt, in rosa!

 

Dieses tolle Buch

 

Dieser herrliche, puschelig weiche und warme Bettüberwurf (war mein Herzenswunsch!)

 

Uund eine große Packung Fioretto Marzipan!!!!! ❤ ❤ ❤

Hab‘ ich einen bezaubernden Mann, oder was?! ❤

Verratet ihr mir, was es bei euch gab…? 😀

 

Regalos

haben nichts mit BILLY zu tun, my dearies, sondern das ist Spanisch für „Geschenke“ (el regalo = das Geschenk). Obwohl der heutige  Dreikönigstag schon fast vorbei ist, habe ich heute viel an die Kinder in Spanien gedacht. Denn für die ist heute Weihnachten. Im spanischsprachigen Raum bringen nämlich weder Weihnachtsmann noch das Christkindchen die Geschenke, sondern die heiligen drei Könige („els tres reyes“). Wer einmal über Weihnachten Urlaub in Spanien gemacht hat, wird ihn erlebt haben, den bunten Trubel am Abend des 6. Januar, wenn eine große Kindermenge aufgeregt auf die drei königlichen Gestalten wartet. Das sieht ungefähr so aus wie bei uns der Martinstag – freundliche Erwachsene verkleiden sich, um den Kindern eine Freude zu machen. Die Geschenke hat es meist kurz vorher schon zu Hause gegeben, so sieht man auf dem Weg zum angekündigten Treffpunkt mit den Königen Kinder mit nagelneuen, glänzenden Fahrrädern, aber auch, gemäß dem Klischee, Jungs mit neuen Fußbällen und Mädchen mit neuen Puppen.

In Orten, die einen Hafen haben, kommen die Könige mit einem kleinen Schiff, meist einem größeren Fischerboot. Sonst ist der Treffpunkt meist der Vorplatz der Kirche, dann kommen sie zu Pferd. Die Kinder wuseln aufgeregt herum, und sobald die erste Andeutung eines verkleideten Menschen zu sehen ist, erschallen die ersten aufgeregten Rufe der Kinder: „Els reyes – vienen!“ Die Könige – sie kommen! In Spanien, einem katholischen Land, sind solche Ämter Ehrensache, und die Erwachsenen tun ihre Arbeit mit Freude, das sieht man ihnen an. Es ist auch sehr rührend, die Freude und Aufregung der Kinder zu sehen, vor allem, wenn einer der Könige einem von ihnen über den Kopf streichelt. Auf Mallorca haben wir das mal mitgemacht, am Hafen, da goß es in Strömen, bei heftigem Wind und Temperaturen nahe Null. Das machte wenig Spaß, trotz der tollen Stimmung. Generell aber mag ich die Weihnachtszeit auf Mallorca oder den Kanaren sehr, weil sie sehr feierlich und festlich ist.

Woihnachde

Na, wie war euer Heiliger Abend?

Hier bei uns war es sehr gemütlich, kuschelig und erfreulich!

 

Der Prinz hat mir einen Herzenswunsch erfüllt, hier:

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Wer weiß, was das ist?   : – ))) (Hinweis: es hat mit der Zahl „Zehn“ zu tun *breit grins*

Zudem habe auch ich mir selbst einen Herzenswunsch erfüllt, nämlich hiermit. Der Prinz hat superlecker thailändisch gekocht ( mit viel cremiger Kokosmilch, OMNOMNOM ) und wir haben gute zwei Stunden mit dieser ungeheuer faszinierenden BBC-Doku über Sprache verbracht. Denn: 2014 war nicht nur ein mieses Jahr, in dem ich mich über eine kleine, lästige Nervensäge ärgern musste, sondern es hat mir eine neue große literarische Liebe beschert: Stephen Fry. Fry, Journalist, Linguist, TV-Moderator, Schriftsteller und vor allem: Brite! ; – )) schreibt so, dass mir die Worte fehlen, es zu beschreiben. Kurz: ich liebe ihn. *bfg* Habe in den letzten Wochen alle seine Bücher gelesen, und oh Lordy, wie sich das lohnt!

Übrigens: Wer Stephens Bücher lieber auf Deutsch lesen möchte, sollte darauf achten, dass die Übersetzung von Ulrike Blumenberg ist – die Frau ist ganz prima und fängt Frys schrägen, abgedrehten Stil großartig ein.

In dieser BBC-Doku geht Fry Fragen über das Phänomen „Sprache“ nach: Wie entsteht Sprache beim Menschen? Wie lernen wir sie? Wie hängen Sprache und Identität zusammen? Dabei untersucht er auch Sprachen bzw. Dialekte, die vom Aussterben bedroht sind: Das Basque (Baskisch), zum Beispiel (sehr gut zu verstehen – eine wunderschöne, harmonische Mischung aus Französisch und Spanisch) oder das Occitan (auch bekannt unter der Bezeichnung „ProvenÇal“).Zu meiner besonderen Freude wandert er auch einmal kurz durch England, Irland und Schottland und stellt die dortigen Dialekte vor. Das schauten wir bis in den späten Abend, mit Freixenet und Süßkram (gebacken vom Prinzensohn) Heute abend schaue ich allein weiter, im dritten Teil geht es um Sprach-Tabus und darum, wie man mit Sprache manipulieren und anderen Missbrauch treiben kann.

 

Bevor ich wieder nach oben verschwinde: Euch allen ein schönes Rest-Weihnachten und DANKE für eure liebevolle Begleitung durch dieses Jahr, das jetzt zum Glück zu Ende geht… Morgen früh fahren wir nach Oldenburg!