Post für Herrn Sonntag!

Wenn es regnet, fällt gern mal unsere Klingel aus.  Dann läuft Regenwasser hinter die Klingelanlage und dann tut sich nix mehr, bis es verdunstet ist. (So hat mir Jürgen, unser Vermieter, das erklärt.) So kam es wohl, daß ich unsere DHL-Jungs verpaßte, als sie eine größere Sendung abliefern wollten. Herr L. legte also einen Abholzettel in den Briefkasten, für den Prinzen. Vorgestern lief der Prinz eben zur Poststelle, um das Päckchen zu holen. „Ah, da bist du ja, ich hab’s schon für dich beiseite gestellt“, begrüßte Irmtraud, die Poststellenleiterin, ihn. Sie nahm das Päckchen und guckte verwirrt. „Das ist für Sonntag…? – ach nee, da stehen ja auch eure Namen“, lachte sie dann. Als der Prinz mir das Päckchen (groß und flach) zeigte, dachte ich gleich an einen Kalender. Vorne drauf stand:

Herrn Sonntag
c/o Lakritz/Prinz
Adresse

Drin war JUHU!!!! – der2018er Hundeportrait-Kalender von Uli Stein, plus eine Tüte mit knackigen Schinken-Kaustreifen!

Wie wir der Handschrift entnahmen, ist der edle Spender wohl unser herzliebster Herr Norden ❤

Ich habe mit Herrn Sonntag verhandelt: Er hat die Kaustreifen-Tüte leermachen dürfen, dafür darf ich den Hundekalender über meinen Schreibtisch hängen, dorthin, wo bis zum Jahresende noch der „Auf dem Lande“-Kalender 2017 des Herrn Stein hängt.

Herzliebster Herr Norden: Vielen lieben Dank! Das ist eine Riesenfreude!

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Wie verrückt

schneit es hier, mit heftigem Wind, der den Schnee in Wolken vom Dach des Pavillons bläst. Gestern habe ich endlich die Orthesenschuhe bekommen und konnte sie bereits „in echt“ testen (wir waren in Ludwigshafen eingeladen). Es ging gut, und eigentlich habe ich – orthesentechnisch gesehen – genug Mut für eine Gassirunde mit Herrn Sonntag, aber der Kleine warf einen Blick durch den Türspalt, guckte uns an… und drehte wortlos ab, zurück in die warme Küche 😀

Übersetzung: Gassi später heute, irgendwann 😉

Wie „wettert“ es bei euch?

++++

Update: Der Prinz hat gerade klar gemacht, daß er mich bei diesem Wetter auf keinen Fall zu Fuß laufen läßt – „viel zu glibschig, zu gefährlich“, sagt er. Er wird nachher noch alleine eine Runde mit Bärchen drehen. *mein Held*‘ ❤

Sie ist da!!!einself

Nämlich die sehnlich erwartete Orthese für mein linkes Bein, darlings. Hier:

orthese

Ich hatte gehofft, daß ich sie über der Jeans tragen kann, aber das geht leider nicht, weil die Orthese sehr dicht am Bein anliegt, sie ist ja  nach einem Gipsabdruck meines Beines gebaut. Die Jeans ist mit ihren Nähten zu dick und wirft Falten, die scheuern könnten, aber mit einer Gymnastikhose läßt sie sich, wie ihr seht, auch ganz gut fotografieren. Mein Stand ist noch unsicher, wie man sieht, aber das ist Gewöhnungssache. Die Farbe ist nun doch mehr blau geworden, als das sehr leuchtend türkisfarbene Stück Probestoff vermuten ließ. Das freut mich! Sieht sie nicht supercool aus?!  \o/

Wie man sieht, steckt das gesamte Fußteil im Schuh. Das geht nur mit viel Kraft da hinein, und allein könnte ich das nicht schaffen. Aber ich bekomme spezielle neue Orthesenschuhe dazu, nächsten Freitag werden sie wohl da sein. Die neuen Schuhe haben ebenfalls, wie meine jetzigen auf dem Foto, einen Drehknopf-Verschluß ( = „Boa-Verschluß“), allerdings ist dieser bei ihnen  nicht oben auf dem Fuß-Spann, sondern hinten an der Ferse. Das heißt, der hintere Fersenteil läßt sich öffnen und herunterklappen, so daß ich den Fußteil der Orthese einfach hineinschieben kann, ohne das gewaltsame Gewurschtel und Gezwänge und Gedrücke, das jetzt noch nötig ist (und für das ich alleine gar nicht die nötige Kraft habe). Zuerst bin ich sicherheitshalber noch mit dem alten, häßlichen Vierpunktstock durch die Wohnung gelaufen. Am Fuß fühlt sich das Gehen mit der Orthese noch sehr steif und fremd an. Aber inzwischen  kann ich auch frei gehen (YAY!) Ich werde also bis zum Frühling  hier im Haus und im Hof üben (das Ding allein und einhändig anziehen und damit laufen), bis der erste wärmere Tag kommt und ich den Prinzen und Herrn Sonntag endlich zu Fuß beim Gassigang begleiten kann! Das werden wir dann gebührend feiern! (I’ll keep you informed 😉 )

Euer Robocop 😀

 

Hey, hey, hey, beautiful sunday *sing*

Einen schönen Wochenanfang wünsche ich euch, my dearies!
Gestern hatten wir so einen schönen Sonntag!

Mein Bruder und seine Familie hatten sich spontan zum Besuch angemeldet, mit dem Wunsch, mittags irgendwo essen zu gehen. Da waren wir natürlich gerne dabei, verfressen, wie wir sind 😃

Das Alte Ruderhaus unten am Rhein war leider schon ausgebucht, aber im Pizza Pasta in Obrigheim hatten sie noch Platz für uns. Der kleine Herr Sonntag mußte leider zu Hause bleiben, denn im Pizza Pasta gibt es einen Hund, einen Jack Russell namens Eros, und wir wollten keinen Hundestreit, zumal der kleine Herr Sonntag es haßt, im Restaurant still sitzen oder abliegen  zu müssen. (Da werden wir wohl bald Hilfe bei unserem Freund Holger anfordern –  mal sehen, was er vorschlägt!)

Zu meiner Freude hatten sie „Spaghetti Parmigiani“ auf der Extrakarte. Das sind Spaghetti, die der Koch aus dem kochenden Wasser in einen ausgehöhlten Parmesankäse gibt und sie darin schwenkt, bis sie das Aroma des Käse angenommen haben und schön mit Parmesan-Bröckchen durchmischt sind. Wunderbar! Der Inhaber ist selbst zweifacher Vater und war daher gern bereit, Paul und Marie ihre Wünsche zu erfüllen. Marie wollte „POMMES!“ und Paul wünschte sich Pizza Hawaii. Wir Erwachsene bekamen eine herrlich milde Grappa zum Nachtisch, auf’s Haus.

Zu Hause angekommen, packte der Prinz mich in mein Flauschwurst-Outfit ein, denn wir wollten entlang der Bach zum Nachbardorf wandern. Meine Schwägerin ist Sportlehrerin, sie und mein Bruder sind sportlich sehr aktiv, so war die Strecke von insgesamt etwa vier Kilometern für die ebenfalls sportlichen Kinder ein Klacks, und für den kleinen Herrn Sonntag sowieso. Die Kinder diskutierten wie immer, wer zuerst die Hundeleine halten dürfe. Zum Glück ist der kleine Herr Sonntag ja sehr kinderlieb, da er mit Kindern aufgewachsen ist, und geht bereitwillig mit ihnen mit – solange der Prinz und ich in seiner Nähe bleiben 😉

Obwohl es schneidend kalt windig und daher sehr ungemütlich war, tat die Tour uns allen gut. Für mich ist Kälte-Training wichtig, wegen des Immunsystems und damit das mit der ewigen Friererei mal aufhört. Zu Hause machten wir es uns schön mit Tee gemütlich, während die Kinder dem unermüdlichen Herrn Sonntag sein Frisbi durch die Wohnung warfen.

Gegen sechs zogen die vier wieder ab, zurück ins Schwäbische. Wir drei kuschelten auf dem Sofa bei einer Doku im Discovery Channel (den ich im Austausch gegen Terra X und GEO abonniert habe, bei denen wir mit der Mediathek inzwischen durch sind.)

 

 

Die zuverlässige SVF

Am vorletzten Sonntagmorgen stand der Prinz am Herd, um mir zum Frühstück Rührei mit Schinken zu machen. (Ich habe das vegane Leben ja aufgegeben, nachdem ich gemerkt hatte, daß unsere Gesellschaft zu dumm ist, diese Verantwortung zu übernehmen). Neben dem Prinzen stand der kleine Herr Sonntag, starrte gebannt und mit großen Augen zu ihm hoch und beobachtete genauestens, wie der Prinz den Schinken kleinschnitt. Der Prinz schaute kurz zu ihm hinunter, ließ rein zuuufällig ein winziges Stück fallen, drehte sich dann zu mir um und grinste.

„Er ist so heldenhaft und tapfer“, sagte er.  „Sollte das Unglück passieren und mir ein Stück Schinken aus der Hand rutschen, wäre er sofort und völlig selbstlos bereit, sich zu opfern und es zu beseitigen.“

„Ja“, sagte ich gerührt, „er ist ein  Held, keine Frage!“

„Er ist die Schinken-Vernichtungs-Fraktion!“ sagte der Prinz lachend. Seitdem heißt unser Liebling auch „SVF“.

Und ja, natürlich wissen wir, daß das nicht gesund für das Bärchen ist – Fette und Gewürze und so… Paxianer hatte mir mal eine Grafik  geschickt, die zeigte, daß eine Scheibe Schinken für einen Hund so viel bedeutet wie ein Cheeseburger für einen Menschen. Seitdem sind wir vorsichtiger (und Schokolade ist sowieso ab-so-lut tabu). Aber der Mausebär ist nach einigen Wochen strenger Vom-Tisch-nasch-Abstinenz wieder so schön windhund-schlank geworden, daß wir uns doch ab und zu hinreißen lassen, uns von seinen flehenden braunen Kulleraugen verführen zu lassen – zugegeben, mit schlechtem Gewissen 😉

Wie haltet ihr das mit euren Fellnasen, egal ob Katze oder Hund? Seid ihr durchgehend strikt oder laßt ihr mal Fünfe gerade sein?

Herr Sonntag, der Wurm

Der Prinz ist kein Filmfan. Er schaut sehr gern Dokus, aber mit Spielfilmen kann er gar nichts anfangen. Er kann sich weder Handlungen noch Schauspieler merken. Das scheint für ihn so „interessant“ zu sein wie für mich, wenn er mir etwas über Ubuntu oder Linux erzählt. 😉

Kürzlich schlug der kleine Herr Sonntag mit der Pfote an die Terrassentür, die vom Büro in den Hof führt, weil er raus wollte. Das hat er sich bei den Katzen abgeschaut, der kleine Schlauberger. Der Prinz stand auf und öffnete die Tür einen Spalt – nicht zu weit, denn es war kalt. Der kleine Herr Sonntag guckte kritisch und versuchte dann, mit der Schnauze die Tür etwas weiter zu öffnen. „Komm, gib nicht so an, du paßt da durch!“ sagte der Prinz, und grinsend zu mir:

„Der hält sich für breiter, als er ist.“

„Vielleicht glaubt er, er sei der Hulk“, lachte ich.

„Ja“, grinste der Prinz, „Oder der Wurm aus dem Film da, den wir mal gesehen haben.“

Ich: “Wurm? Welchen Film mit einem Wurm haben wir gesehen?“

Prinz, genervt: “Ooch, Schatz, was weiß ich, wie der Film heißt – da war so ein großer Wurm… ein Animationsfilm, da war auch dieser komische Typ mit den schiefen Ohren, der rückwärts redet.“

Ich *atmet tief durch* „Schatz. Erklär es mir ganz ruhig, ja? Beschreib mir, worum es in den Film geht.“

(Ihr könnt euch vermutlich schon denken, von welchem Film er sprach – ich tappte aber völlig im Dunkeln!)

Er (noch genervter): „Aaach Schatz – als ob ich mir so blöde Filme merken könnte – es war ein Film, den wir geguckt haben. Und da war so ein animierter grüner Typ drin, der redete immer rückwärts.“ Verzweifelt schaute der Prinz mich an, während ich krampfhaft überlegte… und es mir langsam zu dämmern begann.

„Meinst du etwa…YODA?!“ fragte ich.

Der Prinz grinste erleichtert. „Jaa, genau!“

Ich: “Oh…Oh GOTT.“

*denkt*: So ein undankbares Balg – da arbeitet man an seiner cineastischen Bildung, und dann SOWAS!!!

Ich: Das ist kein Animationsfilm, Schatz. Star Wars ist ein normaler science fictionKultfilm. Und Yoda ist kein Wurm.“

Er: „Nee, den meinte ich auch nicht. Da war noch so ein komisches Viech, ziemlich riesig. Und häßlich.

Ich *überlegt, wer da in den Augen des Prinzen groß und häßlich sein könnte*

„Ähm… du meinst aber nicht Chewbacca, oder?!

Er: “Ja!“ „Genau den meine ich!“

Ich, unter Tränen: “Schatz..Chewbacca ist kein Wurm!“

 

ER, ungeduldig: „Na, ist doch egal, was der ist! Er ist groß und häßlich und Domi glaubt, er sei so breit und groß wie der!“

Ich:… “Ich ergebe mich, Schatz. Bärchen hält sich für Chewbacca, der ein Wurm ist. Joh. Is gut.“

Später zeigte ich ihm diesen genialen Chewbacca-Cartoon von Doug Savage.

„Cool“, sagte der Prinz. „Aber das ist nicht der Wurm, den ich meinte.“

Ich *krallt sich an Tischkante fest*: Ok. Kannst du ihn näher beschreiben?“

Er *überlegt*: Grünlich, fett, häßlich. So ein Wurm.“

Ich, fassungslos: „Du meinst Jabba The Hutt?!“

Er: „Jaa. Genau den meine ich.“

Okay. Wir wissen jetzt also: Unser Bärchen hält sich für Jabba the Hutt. Jetzt fehlt nur noch, daß er neben seinem Büro-Körbchen das Pippilein an einer Kette hält und das Pippilein doofe Zopfschnecken über den Ohren trägt.

Prinz abzugeben, günstig.

 

(NEIN, ich behalte ihn!!!)