Juhuuu *freuwiedoof*

Gestern haben wir Juni-Urlaub oben in der zweiten Heimat gebucht, my dearies, im Saterland – ich freu mich so sehr! Jürgen, unser Vermieter, wird sich wie immer um Haus und Katzen kümmern. Der kleine Herr Sonntag fährt aber natürlich mit uns mit, zumal er von der Nachbarshündin, der süßen Malou, noch zwei Spielzeuge zurückzukriegen hat, den Löwen und einen Gummiknochen.

Ach ja, ich wollte euch noch erzählen, daß unsere Freundin Edda ihre Schmiede geschlossen und weiterverpachtet hat, an einen anderen Schmied. Im Laden macht sie derzeit Schlußverkauf, also, liebe OL’er, schnappt euch noch, was geht! (Details folgen.)

Wir werden wieder bei Heike und Johannes auf dem Bauernhöfchen  in der zu einer wunderbaren Ferienwohnung umgebauten Tenne wohnen. Sie ist gemütlich und für mich ist alles ebenerdig, also perfekt! Natürlich werden wir unser übliches Essen bei Vapiano mit Edda zelebrieren, um unsere Frendschaft zu feiern. Diesmal nehmen wir auch Tinus mit, Eddas Lebensgefährten ( ja, sie ist verliebt, das ist sooo schön! Sie zieht bald zu ihm auf seinen Hof in Ostfriesland, deshalb schließt sie gerade mit Oldenburg ab… Ik vertell jau dat noch akroot ;))

 

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Highlander-Alarm bei Bärchen!

Am letzten Montag, darlings, mussten wir mit dem Mausebären mal wieder zum Tierdoc, zum Highlander. Geplant war das sowieso, weil die jährliche Impfung dran ist und er öfter „Schlitten fuhr“, also mit dem Hintern über den Boden rutschte. Das heißt, daß die Analdrüsen voll sind und ihn das quält, weil es juckt. Wir können ihm die Drüsen nicht selbst ausdrücken, leider, weil der Prinz sich das nicht zutraut und ich es mit einer Hand nicht machen kann.

Es begann am Sonntagnachmittag damit, daß der Mausebär unversehens schrille Schmerzensschreie ausstieß. Erschreckt untersuchten wir ihn, aber er saß nur da und schaute uns flehend an. Das geschah mehrere Male und wir konnten nicht erkennen, ob er sich irgendwo wehgetan hatte. Er war zu weit von mir weg, ich konnte ihm auch nicht auf die Pfote oder den Schwanz getreten haben. Als er wieder aufschrie, sahen wir, daß er den Unterkiefer bewegte (Schnauze auf und zu), dabei schrie er wieder auf. Wir trösteten ihn und während ihn der Prinz im Arm hielt, tastete ich seine Schnauze und die Lymphknoten am Hals/Kiefer ab. Er kam mir etwas warm vor, aber Fieber hatte er nicht. Er wollte sich nicht in die Schnauze gucken lassen, konnte aber weder fressen noch bellen, da er die Schnauze nur unter Schmerzen öffnen konnte. Also beschlossen wir, am Montagmorgen sofort zum Highlander zu gehen. Um Punkt zehn standen wir vor der Praxis. (Der Prinz hatte sehr schlecht geschlafen;  er kann es nicht aushalten, wenn es seinem geliebten Hund nicht gut geht.) Sobald der kleine Herr Sonntag merkte, wo wir waren, drehte er sofort ab und versuchte, zum Auto zurück zu flüchten. Das half aber nichts, er mußte sich seiner Angst stellen. Er versucht dort immer, sich zum Prinzen auf den Schoß zu flüchten, so groß ist seine Angst. Er verzog sich schließlich unter den Stuhl des Prinzen, hinter dessen Beine. Von dort aus konnte er die anderen Hunde gut beobachten (die hatten alle Angst ;)). Der Highlander war nicht da, aber seine Partnerin, die eine wunderbare Tierärztin ist. Sie schaute Herrn Sonntag in die Schnauze, konnte dort aber nichts finden außer viel Zahnstein, der den heftigen Mundgeruch („Schnauzgeruch“) erklärt, der uns manchmal schier ohnmächtig werden läßt. Das sei aber normal für sein Alter, erklärte sie. Sie tastete seinen Kiefer ebenfalls ab und fand geschwollene Lymphknoten. Vermutlich sei das Kiefergelenk entzündet, sagte sie. Etwas Temperatur hatte er auch.Schnell und geübt drückte sie ihm die Analdrüsen aus und gab ihm ganz beiläufig, ohne daß er es richtig mitbekam, eine Spritze mit einem Antibiotikum und einem Schmerzmittel. Für die Impfung (Kombi gegen Tollwut, Staupe und Parvovirose) soll er erst wieder richtig fit sein, sagte sie. Also kommt das wohl nach Ostern. Zur Belohnung für „Tapferkeit vor dem Feind“ bekam der Bär zu Hause  natürlich ein dickes Stück Fleischwurst. Apropos “Bär“: unser großer gefährlicher Kampfhund wiegt ganze 7,7 Kilo! Er war bereits zu Hause völlig schmerzfrei und es geht ihm prima. Er frißt mit gutem Appetit, und damit geht es uns natürlich auch gut. Wir sind so erleichtert! Sandra hörte zum Schluß noch sein Herz ab und sagte, da sei ein leichtes Herzgeräusch, seine linke Herzklappe schließe nicht richtig, das sei aber in seinem Alter ebenfalls ganz normal und kein Grund zur Sorge. Die kleinen Antibiotikum-Tabletten, die sie uns mitgab und von denen ereine Woche lang täglich eine nehmen soll, nun ja… die muss er leider mit Leberwurst einnehmen, das ist höchst unangenehm, aber da muß er durch. 😃 Er wird im August zwölf (schon!!!)

Also, im Laufe der nächsten Woche die Impfung und dann brauchen wir hoffentlich ganz lange keinen Tierdoc mehr!

Anstrengender Freitag ;)

Das war der Freitag der Orthese, darlings (die Freitags-Füller  hab ich schon wieder versemmelt, aber die hole ich nach 😉

Am Freitag hatte ich ein Arztgespräch in Mainz (nur aus bürokratischen, nicht aus medizinischen Gründen). Da habe ich hier seit Wochen gewartet, daß das Wetter mild genug wird, um die neue Orthese im Wäldchen testen zu können, aber der Tag in Mainz machte das mehr als wett. Das Haus, in dem der Arzt sitzt, ist verwinkelt und grauslich verbaut, ich habe mich erstmal verlaufen und war da schon ganz schön müde. Zum Glück war der Arzt sehr nett und kam schnell auf den Punkt, so daß ich bald wieder draußen beim Prinzen war. Der Prinz bot mir an, mir einen Chococino (= Cappucino mit Kakao) zu holen. Das nahm ich gerne an. Als er zurückkam, fragte er, ob ich glaubte, bis zum Vapiano laufen zu können 😃  Da war ich mir absolut sicher, logo! Das Mainzer Vapiano gefällt mir von allen, die wir ab und zu heimsuchen, am besten. Es hat eine große Außenterrasse am Rheinufer. Wir saßen aber drinnen, sooo warm ist es ja noch nicht (das wird noch rund dreieinhalb Monate dauern, bis wir hier etwas von der wärmeren Jahreszeit spüren…

Ich aß, wie immer, mein geliebtes Pollo picante, Hühnchenfleisch in Honig-Chili-Sauce. Zum Schluß brach ich mein Fastenvorhaben mit einem Tiramisú (das machen sie dort selbst). Als ich wieder im Auto saß, war ich heilfroh, denn das Bein mit der Orthese dran schien eine Tonne zu wiegen. Der Prinz versicherte mir aber, daß mein Gangbild mit der Orthese runder und flüssiger geworden sei. Ich kann das ja selbst  nicht sehen, aber ich spüre, daß die Orthese das Knie in der Nullstellung abfängt und stützt, so daß es nicht mehr nach hinten durchschlagen kann. Ich habe recht schnell gelernt, der Orthese zu vertrauen und trage sie inzwischen den ganzen Tag.

Damit der kleine Herr Sonntag nicht auf seine „Alleinbleib-Belohnung“ verzichten mußte, tankte der Prinz auf dem Rückweg nochmal schnell einige Tropfen und nahm dem Bärchen eine „Bifi XXL“ mit. Das hat sich als eine gute Strategie gezeigt. Wenn wir oder der Prinz allein weg ist /sind, hat der Mausebär die Aufgabe: “Domi paßt aufs Haus auf!“ Diese Worte kennt er genau, er guckt uns dann noch am Fenster zu, wie wir wegfahren, dann zieht er sich vom Fenster zurück. Wenn wir aber zurückkommen, dann entlädt sich die Anspannung des Wartens gemeinsam mit der übergroßen Wiedersehensfreude in einem gewaltigen Bellkonzert (aka große Schimpf- und Strafpredigt ;)) Die Anspannung muß ja raus, deswegen lassen wir ihn auch schimpfen. Der Prinz hat allerdings eine Strategie entwickelt, wie man das vermeiden kann: indem  man ihm sofort, wenn er die Schnauze zum Bellen öffnet, etwas hineinsteckt. Meist nimmt er Prinz dazu eine Möhre, weil das Bärchen die so gerne ißt. Diesmal war es die Bifi, und auch sie wirkte umgehend 😊.

In der Nacht zum Samstag schlief ich wie ein Stein, nachdem ich meine Muskeln mit Magnesiumgaben  und einer heißen Dusche gelockert hatte.

Trotz des Vapiano-Überfalls zelebrierten wir zu Hause unseren all-freitäglichen Pizza- und Rotwein-Abend.

Jahaaa.. ich weiß… Fastenzeit. Aber dank unseres neuen Haushaltsmitgliedes Artoo, des Entsafters, läuft mein Süßkram-Fasten recht gut. Wenn ich etwas Süßes brauche, entsafte ich mir etwas Obst, also Äpfel und eine Orange. Eine Banane macht den Saft schön sämig und eine Möhre und eine rote Bete geben einen schicken Rot-Ton dazu. Seeehr lecker! Damit kann man glatt eine Mahlzeit ersetzen, so satt macht das.

 

 

Mag ik mal even voorstelen?

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Das ist Artoo, unser neues Haushaltsmitglied. Er heißt „Artoo“, wie die Geeks unter euch vermutlich schon erraten haben, weil er in seiner Form an R2D2 erinnert (bis auf den langen „Hals“ jedenfalls).

Einen Entsafter wünschen wir uns schon länger. Am Samstag habe ich mich in Mannheim mit einer früheren Kollegin von der Uni getroffen. Wir Mädels haben uns im Stadthaus N1 in einem Café bei Latte Macchiato und Himbeersahnetorte niedergelassen. Der Prinz ergriff klugerweise die Flucht und schaute sich bei Engelhorn Sports um 😀 Dort hatten sie eine Fruchtsaftbar aufgemacht. Der Prinz trank mehrere frisch gepreßte O-Säfte mit anderem Obst drin und war begeistert.Er setzte mich zu Hause ab und machte sich sofort auf die Suche nach einem Entsafter, der praktisch und nicht so teuer ist, daß wir uns in die Sklaverei verkaufen müssen 😉  Der kleine Artoo von Philips gefiel ihm auf Anhieb, und so zog der Keine bei uns ein (bei Philips hat er natürlich nicht so einen coolen Namen ; )) . Der Prinz kaufte – im Hinblick auf die kommende  Fastenzeit – gleich eine größere Menge an Äpfeln, Orangen und Ingwer. „Das wird eine gesunde Fastenzeit!“ sagte er erfreut. Darauf freue ich mich auch.Vermutlich werden wir aber morgen essenstechnisch nochmal lecker zuschlagen, der Prinz hat chinesisch vorgeschlagen. Das hatten wir auch schon lange nicht mehr, ich freue mich darauf.

Übrigens ist Artoo für mich super gut mit einer Hand zu bedienen, das freut mich so!  Der Prinz hat vorgeschlagen, daß er mir Orangen und eine Zitrone abends schält und in einen Frischhaltebeutel verpackt, damit ich sie morgens zum Entsaften nutzen kann. Äpfel, wenn sie klein genug sind, kann man ganz in den Schacht einlegen. Artoos Motor ist erstaunlich leise. Der kleine Herr Sonntag fand es nicht in Ordnung, daß seine geliebten Möhrchen ebenfalls in dem merkwürdigen Brummding verschwanden. (Nach einer Scheibe Schinken war es aber dann doch ok 😉 ) Inzwischen habe ich einen Lieblingssaft: Apfel-Orange-Ingwer!

 

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Des Hundes neuer Hund

Am vorletzten Samstag, my darlings, kam ich tatsächlich auf die völlig beknackte Idee, zu Ikea zu fahren. Am Samstag! Wie so ne Anfängerin, ey! Denn natürlich platzte der Laden fast aus allen Nähten vor kreischenden, heulenden und wild herumrennenden Kindern, deren Eltern vermutlich der Eintritt in den Holiday Park in Haßloch zu teuer gewesen war und die sich stattdessen einen Bummel durch Ikea als Wochenend-Bespaßung ihrer Brut ausgedacht hatten. Nun, der Prinz brauchte sowieso Aufbewahrungskisten für Dokumente und Korrespondenz, und ich bin ganz gern im Café bei der Mandeltorte 😃 Der Mausebär darf nicht hinein, er hätte draußen im Auto warten müssen, in der Kälte, und das wollten wir ihm nicht antun. Da ist es uns lieber, er bleibt im vertrauten Zuhause, obwohl wir ihn generell sehr ungern allein lassen (das tun wir nur, wenn er wirklich nicht mitkommen kann oder darf, wie z. B. zum Arzt.)

Nun hat Ikea ja, wenn es auf die Kassen zu geht, sehr geschickt eine lange „Quengelstrecke“ für die Bälger aufgebaut, mit Gitterboxen voller Stofftiere und allem, was bunt und vermeintlich preiswert ist. Beim vorletzten Ikea-Einkauf hatten wir dem Mausebären einen Stoffhasen mitgebracht, der erstaunlich lange hielt (jetzt ist er nur noch eine Stoffhasen-Hülle, deren Füllung wir wochenlang Flöckchen für Flöckchen überall in der Wohnung aufgesammelt hatten 😃 Diesmal nahmen wir ihm einen Hund mit. Der Prinz stopfte den Hund schnell in die große Tasche mit den Rewe-Wochenend-Einkäufen und stellte diese in der Küche ab, damit das Bärchen seine Wiedersehensfreude austoben konnte. Aber wir waren plötzlich gar nicht mehr so wichtig. Zack, steckte der Mausebären-Kopf in der Einkaufstasche. Der Bär weiß ja inzwischen genau, daß er fürs Alleinbleiben immer eine Belohnung bekommt. Als er das Stofftier sah, wußte er sofort: Meins!!!, zog es aus der Tasche und tänzelte damit, es heftig schüttelnd, glücklich durch die Küche. Natürlich mußte der Hund auch mit ins Bett.

Hier, guckt mal:

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Ein lang(weilig)es Wochenende

Das war ein sehr/ viel zu/ kurzes Wochenende für mich, darlings, während es für den kleinen Herrn Sonntag kein Ende nehmen wollte. Ok, mir ist die Zeit, vor allem die Abende, auch lang geworden, aber jetzt ist unsere kleine Welt wieder heil und im Gleichgewicht.

Der Prinz war nämlich, wie es seit Jahren im  Januar Tradition ist, mit seinem Patensohn auf der BOOT in Düsseldorf. Der Patensohn lebt in der Region um Bonn.  Der Prinz fuhr am Freitag von der Arbeit aus direkt dorthin, weil er dort übernachten kann (die Eltern des Patensohnes sind Jugendfreunde des Prinzen). Er kam also am Freitagabend gar nicht nach Hause, wie der kleine Herr Sonntag besorgt fiepend feststellte. Auch ein Telefonat mit dem Prinzen konnte ihn nicht beruhigen. Die Nacht verbrachte er im prinzlichen Bett, wie immer bzw. meistens, weil das wenigstens nach seinem geliebten Herrchen riecht. Zum Glück hatte sich für beide Tage, Freitag und Samstag, die Buchhändlerfreundin bereit erklärt, Herrn Sonntag und mich wieder als  Offizielle Leinenträgerin bei einer Gassirunde zu begleiten. Der kleine Herr Sonntag und Susanne sind sehr verliebt ineinander, und Susanne ist eine kluge, lustige  und interessante Gesprächspartnerin, zudem macht ihr das Laufen mit Herrn Sonntag einfach Spaß, und ich bin sehr gerne mit ihr zusammen.

Die Messe in Düsseldorf schließt ihre Tore um 18.oo Uhr, dann müssen die beiden Jungs in den Menschenmassen das Auto finden und Richtung Bonn zurückfahren. Wenn der Prinz den Patensohn zu Hause abgeliefert hat, macht er sich hierher auf den Weg, das heißt, er kommt irgendwann nachts an. Dieses Mal wurde es halb elf und der kleine Herr Sonntag schnauzte den Prinzen so laut aus, daß er nachher seinen halben Wassernapf ausschlabbern mußte, so heiser war er. Aber: So viel Glück in so einem schmalen, zierlichen Hund, das ist so rührend anzusehen! Am nächsten Tag, dem Sonntag, hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, es sei Samstag, daher erschien mir das Wochenende sehr kurz (es fehlte das gemeinsame Frühstück am Samstag, das wir immer bewußt zelebrieren.)

Für den Sonntag hatten wir uns vorgenommen, den Kleinen im Wäldchen rennen zu lassen, aber das Wetter war nur *bäh*, also kochten wir gemütlich was Leckeres und genossen den Tag auf der Couch mit Rotwein und einem Hörbuch.

Und ich trage jetzt den Freitagsfüller von vorvorgestern nach*hihi*