Petras Fragen # 12

Petra stellt in ihrem Blog Voller Worte regelmäßig kleine Fragen, die auf den ersten Blick einfach erscheinen, für deren Beantwortung man aber manchmal schon etwas denken und vor allem bei sich selbst hinterfragen muß.

Ich möchte diese Fragen hier für mich beantworten und euch, wenn ihr mögt, einladen, eure eigenen Antworten zu finden und sie, entweder hier oder bei Petra, als Kommentar einzustellen. Diesmal fragt sie:

Was macht dein Leben reicher?

Eine schöne Frage, finde ich – zumal ich in der sehr glücklichen Lage bin, dass es vieles gibt, das mein Leben bereichert. Wo soll ich beginnen?

  • Da ist natürlich der Prinz – ein Partner, der zu mir steht, egal was passiert.
  • Der kleine Herr Sonntag (ein Hund war schon in meiner Kindheit ein Herzenswunsch, und Herr Sonntag ist viel wunderbarer, als man sich einen Hund vorstellen kann.)
  • Die Katzen, alle beide – jede auf ihre Weise.
  • „Sebigbos“ – mein Glaube ist sehr bereichernd und wichtig für mich.
  • Wenn der Prinz vom Einkaufen kommt und ich beim Wegräumen der Sachen mehrere Päckchen meiner derzeitigen  Lieblingsplätzchen in der Tasche finde.
  • Das herzliche Lächeln eines unbekannten alten Mannes in der Fußgängerzone.
  • Eine Weihnachtskarte vom Lieblingsonkel.
  • Daß ich durch das Bloggen so viele tolle Menschen kennengelernt habe.
  • Wissen, daß Uli Stein sich für mißhandelte Bären einsetzt (Film dazu im Notizbuch!)
  • die Liebe und Unterstützung meiner Schwester.
  • Die Gehässigkeiten der Menschen, die mich nicht mögen: weil sie mich stark machen (und mich so oft zum Lachen bringen).
  • auf dem Weihnachtsmarkt mit dem Prinzen ein Glas Lumumba trinken.
  • Dass ich immer besser mit der Kälte zurechtkomme.
  • Das spanische Gedicht, das mir mein Vater beigebracht hat und das ich kürzlich hier wiedergefunden habe.

Wie ist das bei euch? Was bereichert euer Leben?

Petras Fragen # 11

Petra stellt in ihrem Blog Voller Worte regelmäßig kleine Fragen, die auf den ersten Blick einfach erscheinen, für deren Beantwortung man aber manchmal schon etwas denken und vor allem bei sich selbst hinterfragen muß.

Ich möchte diese Fragen hier für mich beantworten und euch, wenn ihr mögt, einladen, eure eigenen Antworten zu finden und sie, entweder hier oder bei Petra, als Kommentar einzustellen. Diesmal fragt sie:

Was möchtest du unbedingt noch sehen oder erleben?

Hach. Da gibt es so einiges – da fällt bestimmt einigen von euch spontan etwas ein, oder?  😉

Einer meiner liebsten Träume ist es, mal drei Monate am Stück Zeit zu haben (vorzugsweise Mai, Juni und Juli) und mit dem Prinzen durch England zu wandern, zuerst auf den Spuren der Römer (also entlang des Hadrianwalls und dann entlang des Antoninuswalls) und danach auf den Spuren der Wikinger. Ich würde London mit ihm erforschen und ihm alles zeigen, was dort spannend ist (die Geschichten der Stadttore nachvollziehen, den Tower besichtigen, bangers and mash essen, an einem originalen „chipper van“ (falls wir noch einen fänden) fish & chips wie früher aus einer aus Zeitungspapier gerollten Tüte essen…). Ja, und Yorkshire möchte ich gern durchwandern! Meine Freundin Sue in Durham besuchen und mit ihr und dem Prinzen durch Edinburgh streifen!

Dazu müsste ich allerdings noch disziplinierter mit dem Lauftraining sein- bei meinem jetzigen Tempo kämen wir nicht allzu weit 😀 😀 😀 Aber das liegt ja lediglich an mir selbst, da steht mir ja nichts im Wege…

Petras Fragen # 10

Dieses Mal ist Petras Frage eher technischer denn philosophischer Natur (ich beantworte ihre Fragen in lockerer Reihenfolge):

Was nutzt ihr als Lesezeichen? Oder macht ihr gar Eselsohren?

Derzeit lese ich Bücher fast nur mit dem Kindle, das ist einpfotig leichter. „Echte“ Bücher aus Papier – vor allem die leichtgewichtigeren  Taschenbücher, die ich den fest gebundenen vorziehe -, neigen ärgerlicherweise dazu, sich von allein zuzuschlagen, so daß ich es mit einer Hand   kaum hinbekomme, das Buch offen zu halten und gleichzeitig zu blättern. (Meist lege ich das Handy quer über die Seiten.)

Für das Kindle brauche ich natürlich keine Lesezeichen, da es immer die zuletzt gelesene Seite anzeigt.

Für echte Bücher nutze ich klassische Lesezeichen, entweder aus Papier (bekommt man als Werbegeschenk in Buchhandlungen mit dem gekauften Buch) oder aus Plastik. Der Prinz schenkte mir kürzlich ein Lesezeichen-Set mit London-Motiven, das ich natürlich sehr gerne benutze 😉

Postkarten sind für mich auch wunderbare Lesezeichen – derzeit nutze ich zwei: eine, die meine Schwester während ihres letzten Allgäu-Urlaubs extra für mich erstellt hat (mit einer entsprechenden app) und eine aus Montepulciano in Italien, die mir Paxianer (vom gleichnamigen Blog) geschickt hat  <3.

Und ihr so?

Petras Fragen # 9

Petra stellt in ihrem Blog Voller Worte regelmäßig kleine Fragen, die auf den ersten Blick einfach erscheinen, für deren Beantwortung man aber manchmal schon etwas denken und vor allem bei sich selbst hinterfragen muß.

Ich möchte diese Fragen hier für mich beantworten und euch, wenn ihr mögt, einladen, eure eigenen Antworten zu finden und sie, entweder hier oder bei Petra, als Kommentar einzustellen.

Kannst du auch anders?

Uuh. *tief durchschnauf* Ja, kann ich. Kostet manchmal Kraft, aber ich kann auch „anders“. Anders als das mir anerzogene „immer still und lieb und unauffällig sein“.

Achtung: der folgende Text könnte als „Selbstmitleid“ interpretiert werden – das sei dem jeweiligen Leser selbst überlassen  (–> Meinungsfreiheit). Ich schreibe niemandem vor, wie er mein Blog zu lesen hat, ich habe keine geladene Waffe.

Ich bin aufgewachsen mit den Sätzen „Stell dich nicht so an“ und Red‘ nicht so einen Quatsch“. Diese Sätze sitzen immer noch tief. Sie haben bewirkt, daß ich schon als kleines Kind gelernt habe, meine Gefühle nicht zu zeigen. Bis heute tue ich das nur in Gegenwart des Prinzen, denn das geht nur mit Vertrauen.

Denn „Stell dich nicht so an“ sagt ja „Was du empfindest, ist eh Quatsch, das kann ja niemand ernst nehmen, du bist dumm, wenn du die Situation nicht so siehst wie ich.“ So lernte ich früh, Mißhandlungen und Ungerechtigkeiten stumm hinzunehmen. In der Schule machte mich das zu einem idealen Mobbingopfer der Kinder aus den sozialen Brennpunkten, denn meine Beschwerden bei Lehrern führten maximal zu einem mahnenden „du-du“ mit erhobenem Zeigefinger, worüber die Täter nur lachten. Heute kann ich mir erklären, warum immer noch häufig Leute versuchen, mich zu mobben: Mobber sind Menschen, die sich klein und wertlos fühlen, wie der Dunning-Kruger-Effekt nebenan oder der kleine lockenköpfige Mäusepimmel an der Uni Mannheim, der mich 2014 aus der Wiedereingliederungsmaßnahme hinausintrigiert hat. Da mir von klein auf eingeprägt wurde, ich sei dumm, unwichtig und nicht weiter ernst zu nehmen, führte das dazu, daß ich mein Leben lang (als Kind und Jugendliche) gar nicht erst den Versuch machte, für mich selbst einzutreten. Bis heute bin ich in manchen Fällen sträflich gutmütig und lasse mir mehr gefallen, als ich sollte. Mobber sehen in mir sich selbst gespiegelt und hassen das. Da sie schwach sind, suchen sie sich vermeintlich Schwächere, an denen sie ihren Lebensfrust auslassen können. Für den lockenköpfigen Mäusepimmel an der Uni war ich in zweierlei Hinsicht ideal: a) behindert und b) angewiesen darauf, daß die berufliche Wiedereingliederung erfolgreich lief. Diese sabotierte der Zwerg – mit gehässiger Freude. Er war zum Schluß doch recht verwundert und still, als er merkte, daß ich mich durchaus zu wehren weiß… Nun, er ist vermutlich sein Leben lang ausgelacht worden, weil er so klein ist… mich wundert immer noch, wie die Personal-Barbie einen so enorm zu kurz geratenen Mann auf eine Führungsposition setzen konnte.

In der Familie macht es mir bis heute Probleme, wenn ich meine eigenen Ansichten vertrete. Denn – wie es mir ja schon als Kind klargemacht wurde – ich bin zwar da, aber weder wichtig noch ernst zu nehmen. Red nicht so einen Quatsch.

Also, um Petras Frage zu beantworten:

Ja, ich kann auch anders. Aber meist sehe ich, daß sich der Kraftaufwand nicht lohnt. Weil mein Gegenüber zu dumm ist, zu begreifen, wovon ich rede. Und die Person es selten wert ist, daß ich kostbare Lebenszeit auf sinnlose Diskussionen verschwende (siehe auch Stichwort „Arschlochfilter“). Ich mache dann meist einfach die Tür zu und kümmere mich um das, was wirklich wichtig ist. Um mich selbst, zum Beispiel.

Petras Fragen # 8

Petra stellt in ihrem Blog Voller Worte regelmäßig kleine Fragen, die auf den ersten Blick einfach erscheinen, für deren Beantwortung man aber manchmal schon etwas denken und vor allem bei sich selbst hinterfragen muß.

Ich möchte diese Fragen hier für mich beantworten und euch, wenn ihr mögt, einladen, eure eigenen Antworten zu finden und sie, entweder hier oder bei Petra, als Kommentar einzustellen.

Wie kommt ihr mit kryptischen Texten klar?

Ich gebe offen zu, dass sie mich stutzig machen und gerne nachfragen würde, was oder wer gemeint ist – mich dann eigentlich aber kaum traue.

Auf kryptische Blogtexte stoße ich eher selten. Fremde Blogs klicke ich gern an, weil ich neugierig bin, was die Leute da draußen in Bloggersdorf so treiben. Ich finde sie zum Beispiel, weil mir ein Kommentar zu einem Blogbeitrag gefällt, oder weil mich der Name des jeweiligen Kommentar-Autoren neugierig macht.

Hin und wieder habe ich da schon wahre Blog-Perlen entdeckt, die ich meist auch umgehend abonniere.

Aber – und das schreibe ich jetzt ganz offen, auf die Gefahr hin, als arrogante und eingebildete Tusse dazustehen:

Wenn der Eingangstext lautet: „Willkommen auf meinem Blog“, stellen sich mir schon die Nackenhaare, ich lese weiter und sehe, daß der Text wimmelt von Rechtschreib- und Grammatikfehlern, der Autor keine Ahnung hat, daß es zwischen „das“ und „daß“ einen Unterschied gibt und überhaupt viele leere Stellen im Text nach einem Komma schreien – ja, dann klicke ich umgehend  weg. Sowas tut mir körperlich weh. Ich gebe gern zu, daß ich in Bezug auf Sprache pingelig (vielleicht sogar über-pingelig) bin, aber ich bin einfach nicht bereit, mir Sprachvergewaltigung anzutun. Da reichen mir schon die SchwarzerInnen mit ihrem Gender-Stuß.

Also, um auf Petras Frage zurückzukommen: „kryptisch“ ist bei solchen Texten vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck, ich möchte es eher „schmerzhaft“ nennen.

Aaaber, Petra, darf ich dich gleich etwas fragen? Du benutzt in deinen Texten, wenn es um die Junioren geht, oft das Wort „Wuppa“. Was bedeutet das? Das ist sicher ein interner „Geheimcode, ganz unter euch dreien, oder? Ich wollte dich schon oft fragen, habe es aber immer aufgeschoben ( ich faule Socke, ich 😀 Hat es zu tun mit „wir wuppen (also schaffen, packen) das“?

 

Petras Fragen # 7

Petra stellt in ihrem Blog Voller Worte immer wieder mal kleine Fragen, die auf den ersten Blick einfach erscheinen, für deren Beantwortung man aber manchmal schon etwas denken und vor allem bei sich selbst hinterfragen muß. Ich möchte diese Fragen hier für mich beantworten und euch, wenn ihr Lust habt, einladen, eure eigenen Antworten zu finden und sie, entweder hier oder bei Petra, als Kommentar einzustellen.

Was mögt ihr lieber – Käse, Marmelade oder Wurst? Oder ganz was anderes?

Das ist gar nicht so einfach. Eine ganze Weile lang habe ich versucht, vegan zu leben, da wären Wurst und Käse weggefallen. Die vegane Ernährung ist mir sehr gut bekommen, hat sich aber als schwierig herausgestellt. Kuhmilchprodukte lasse ich schon lange weg aus meinem Speiseplan, aber um zum Beispiel veganen Käse zu bekommen oder andere vegane Produkte wie Joghurt und Quark,  müssen wir ein ganzes Stück fahren (und ganz schön Geld ausgeben). Dazu kommt, daß wir viel unterwegs sind und bei unseren Spontanausflügen gern mal unterwegs einen Kaffee trinken oder einen Snack essen. Und schon da hakt es: Kaum ein Café/Bistro/Restaurant bietet vegane Snacks an. Es gibt genau ein Café in Worms, in dem niemand mit der Wimper zuckt, wenn ich einen Latte Macchiato mit Sojamilch bestelle. Überall sonst heißt es: „Sowas haben wir nicht.“

Also, ich gestehe es (verschämt) ein, habe ich den Vegan-Versuch irgendwann resigniert aufgegeben Undurchführbar, zu teuer, zu umständlich. (Klar ist es teurer – „billig-billig „ kommt meist durch Tierqual!) Zudem ist es mir auf Dauer zu nervig, ständig mit überzeugten Fleisch(fr)essern diskutieren zu müssen, zum Beispiel, wenn wir in der Familie mal irgendwo zum Essen sind, mich mit Herablassung/Verachtung behandeln lassen zu müssen (als sei ich geistig beschränkt) und mir Argumente anhören zu müssen wie „Aber die Tiere werden doch extra dafür gezüchtet!“ Ja klar, das macht ihr elendes, trauriges  Leben im Massenstall und ihren brutalen Tod im Schlachthaus ja so viel leichter, ne?

An Marmeladen mag ich dunkelrote – Schwarzkirsche, Waldbeere – diese Richtung. Die gelben Sorten wie Aprikose, Pfirsich und so sind eher nicht meine Richtung, auch Erdbeere nicht. Von unserer Vermieterin und einer Frau aus dem Dorf bekomme ich immer wieder selbstgekochte Marmeladen und Gelees geschenkt. Die schmecken natürlich ungleich viel besser  als die aus dem Supermarkt.

Also, da ich PETA unterstütze, umgehe ich es meist irgendwie, Tierprodukte zu essen, die aus Qualhaltung stammen. Klappt auch meist – irgendwie.

Meine Antwort auf Petras Frage: Marmelade : – )

 

 

Petras Fragen # 6

Petra stellt in ihrem Blog Voller Worte immer wieder mal kleine Fragen, die auf den ersten Blick einfach erscheinen, für deren Beantwortung man aber manchmal schon etwas denken und vor allem bei sich selbst hinterfragen muß. Ich möchte diese Fragen hier für mich beantworten und euch, wenn ihr Lust habt, einladen, eure eigenen Antworten zu finden und sie, entweder hier oder bei Petra, als Kommentar einzustellen.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Freund und Feind?

Diese Frage läßt sich wohl nur subjektiv beantworten.

Bei mir sieht das so aus:

Freunde sind die, die nach dem Hallamati noch zu mir stehen und genauso mit mir umgehen wie vorher, die es nicht stört, daß ich jetzt behindert bin.

Die anderen, die mich haben fallenlassen… nein, sie sind für mich keine Feinde.

Sie sind einfach nur bedauernswerte, armselige  Menschen, die, wie es die großartige Laura Gehlhaar  in ihrem Blog Frau Gehlhaar so treffend formuliert, im Arschlochfilter meiner Behinderung hängen geblieben sind. Ich bin ihnen nicht böse, die Verletzung habe ich überwunden und diese Menschen mit freundlichen Abschiedsgedanken aus meinem Leben entlassen. Das hat mich befreit.

Feinde allerdings… das sind Menschen, die mein Vertrauen mißbrauchen und mir in dem Augenblick, in dem ich ihnen arglos den Rücken zudrehe, flugs ein Messer zwischen die Rippen setzen.

Glänzendes Beispiel: die Nachbarin, die, als sie sah, daß ich ein wenig Erfolg mit meiner Praxisgründung  hatte, komplett abdrehte und alles daran setzte, mir das Erreichte zu zerstören.

Was ich, im Nachhinein betrachtet, nicht ganz verstehe, denn:

ich erinnere mich nicht, der Dame eine geladene Waffe an den Kopf gehalten  und gesagt zu haben:

Mädel, ich warne dich: WEHE,

  • du suchst dir einen Job,
  • du gehst endlich mal regelmäßig arbeiten,
  • du setzt dein zartes, dünnes, fleißiges Popöchen in Bewegung  und baust dir selber was auf – dann knall‘ ich dich ab!

Echt jetzt, daran erinnere ich mich nicht – habe ich nie getan! (Sie allerdings auch nicht.Bis heute nicht.)

PS: @Frau Gehlhaar: Sollten Sie dies hier zufällig lesen: Ich freue mich sehr, daß ich Ihr Blog entdeckt habe und ich finde, daß Sie großartig schreiben!