Weg sindse…

… die Tische und Stühle. Abgeholt hat sie heute ein Mitglied des Verwaltungsrates der Pfarrei, der der Prinz das Gemöbel zum Kauf angeboten hat. Der Mann freute sich sehr, denn, wie er sagte: „Zur Zeit benutzen wir bei den Sitzungen Stühle aus dem Gemeindesaal,  die wir „geklaut“ haben. Die fehlen da unten natürlich.“ Der kleine Herr Sonntag beobachtete das Geschehen sehr aufmerksam, denn er muss ja immer da sein, wo sein geliebtes Herrchen ist. Dabei lief er den beiden Männern immer wieder vor die Füße, während sie die Tische zum Transporter trugen. Der Prinz ist das ja gewöhnt und achtet automatisch auf das Bärchen, während der Mann ihn keines Blickes würdigte und ich insgeheim schon angespannt mit einer gebrochenen Bärchenpfote rechnete. Doch schließlich war alles im Transporter. Wieder im Hof, mußte das Bärchen den komischen fremden Mann erstmal beschnuppern. Der Mann beugte sich hinab und strich dem Kleinen über den Kopf – aber nur einen Sekundenbruchteil lang und nur mit den aller-äußersten Fingerspitzen. Dann sah und grüßte er mich: „Und Sie sind die…Frau… des Hauses?“ „Naja“, sagte ich lachend, „Eigentlich ist die Chefin hier im Haus eine gestreifte Katze“… (schaute nach Micia, aber sie war nicht da).

„Ah, hehe…“, grinste er den Prinzen an (nicht mich, mit der er das Gespräch begonnen hatte –  den Prinzen, das kam mir bekannt vor…), „äh, Katzen mag ich nicht so.“ Ich verzog keine Miene, der Prinz lächelte höflich. Dem Mann fiel auf, daß er gerade seine Chance auf den Preis für den beliebtesten Besucher des Tages riskierte, und ritt sich mit der hektischen Ergänzung „Und Hunde auch nicht so, hehe“ noch tiefer rein. Das war nun so richtig Scheiße, das merkte er sogar selbst. Deshalb beeilte er sich, eine rührende Geschichte zu erzählen, wie er schon als Kind einen Hund gehabt habe, später mit seiner Frau auch, aber so ein Hund schränke einen ja so ein… schluchzi-schluchzi.

Ja, du Kackhirn, da muß man sich halt entscheiden, ne?! Natürlich würde ich gerne mal wieder auf die Kanaren fliegen, und der Prinz und ich waren ewig nicht mehr in einer Ausstellung oder einem Museum. Fliegen: das Bärchen für zwei Wochen in eine Tierpension abschieben: Undenkbar! Er würde eingehen. Mitnehmen geht auch nicht, da Hunde ab sieben Kilo in den Gepäckraum müssen, und daß die Fluglinien dort neuerdings heizen und das Licht anlassen, halte ich für eine glatte Lüge. Vier Stunden lang müßte Bärchen alleine in Dunkelheit, Kälte und dem Lärm der Motoren aushalten – NEIN. Da verzichte ich lieber auf Teneriffa oder Lanzarote. Bärchen ist das mehr als wert! Und da Museen bzw. Ausstellungsräume keine Hunde reinlassen,  finden wir auch da Alternativen. Der Pupsibär soll sich geliebt fühlen, das ist entscheidend. Ich zwang mich zur Höflichkeit, wünschte dem Mann ein schönes Wochenende und ging ins Haus. Prima, daß das Gemöbel einen guten neuen Platz hat. Aber der Mann muß nicht unbedingt nochmal wiederkommen,echt nicht.

Ja nee, is klar die-äh-1.247, so ca…

Hey darlings,

hr kennt doch sicher die Betrüger-Mails, die angeblich von Paypal kommen und die euch mitteilen, euer Konto sei im Minus, deshalb solltet ihr unbedingt eure Kontodaten bestätigen, indem ihr auf diesen Link da klickt… ja, ne? Diese Leute haben jetzt ein upgrade: Sie rufen an! Und zwar erscheint im Display die Nummer 08003304373. Das Mädel am Telefon erklärte mir, sie rufe vom „Pepohl-Forderungsmanagement“ an. Ja nee, is klar – sie arbeitet angeblich für Paypal, kann aber den Namen ihres Arbeitgebers nicht richtig aussprechen *Augenrollgeräusch*

Um „abzugleichen, ob alles stimmt“, wollte sie meine Mailadresse wissen (wenn sie für Paypal arbeitet, müsste sie die auf dem Bildschirm haben..?) An diesem Punkt legte ich wortlos auf. Sie meldete sich nicht mehr.

Ich gab die Nummer gleich mal bei tellows.de ein, das ist eine Seite, über die man Anrufe zurückverfolgen  und sich mit anderen Genervten austauschen kann. Es ist möglich, seine Erfahrungen mit der jeweiligen Anrufnummer dort zu hinterlassen und gegebenenfalls die anderen zu warnen. Interessant: Schon recht viele Leute hatten den gleichen Anruf von dieser Nummer bekommen und das kommentiert, hier nachzulesen. Ich habe denTipp eines der Kommentatoren befolgt und die Nummer bei der Bundesnetzagentur gemeldet.

Der Prinz sagt bei fragwürdigen Anrufen immer: „Seit wann haben wir eine Geschäftsbeziehung? Sie dürfen mich nicht einfach ungefragt anrufen.“ Dann legt der Anrufer entweder einfach auf oder – wie gestern Abend – gibt vor, sich verwählt zu haben. Welche Erfahrungen mit Spam-Anrufen habt ihr so?

Kopf–> Tisch

Heute früh, meine Lieben, hatte ich wieder mal ein bezauberndes Ibääh-Erlebnis.

Da wir ja schon auf unseren Umzug ins lüttje Huus hinarbeiten, sind wir bestrebt, unseren materiellen Kram so weit wie möglich zu reduzieren.

Für den Prinzen ist der Gedanke ein Alptraum, meine Unmengen an Büchern umziehen zu müssen 😀 Ich hätte auch gern etwas mehr Platz in meinem Zimmer, also habe ich mich dazu durchgerungen, eine Kiste mit 98 englischsprachigen Krimis abzugeben (Krimis sind nicht mein Fall). Ich bot sie zwei Stadtbibliotheken als Spende an, die aber nicht interessiert waren (Aber Hauptsache, alle Rosamunde Pilcher-Bücher sind da, ne?) Die Bücher stammen aus dem Nachlaß meines Lieblingsonkels, der vor drei Jahren starb. Er unterstützte Greenpeace und Unicef, so stellte ich die Bücher bei Ibääh ein, in der Hoffnung, dafür genug zu bekommen, um den Erlös  an diese beiden Organisationen  spenden zu können. Große Hoffnungen machte ich mir nicht – wer liest schon in Englisch (außer der bekloppten Lakritzefrau? 😀 😀 😀 ) Aber siehe da – als ich beim Frühstück in meine Mails schaute, war schon eine Anfrage da:

„Sind Romane von John Dickson Carr oder Carter Dickson dabei?“

Eine berechtigte Frage! Vor allem, wenn man bedenkt, daß meine Anzeige lautet:

98 Krimis im englischen Original (Agatha Christie +Dorothy L.Sayers)!

Is klar, oder?

 

„Home Office“…

Der Prinz darf jetzt auch von Zuhause aus arbeiten. Vorhin, beim Frühstück, sagte er: „Ich geh mal rauf ins Schlafzimmer, ich hab ’ne Telefonkonferenz.“

„Oh super“, sagte ich erfreut. „Dann platze ich da nachher rein und rufe laut: „Schatz, warum liegst du um diese Zeit nackt im Bett?“ (Der Prinz lachte sehr und fand die Idee großartig, aber ich hab’s dann doch nicht getan…)

Übrigens, nochmal der lakritzene Klugscheiß-Modus:

Das Wort „Home Office“ steht in England für das Innenministerium. Das, was „der Deutsche“ mit „Homeoffice“ meint, heißt in richtigem Englisch „working from home“. (Eine ebenso bekloppte Erfindung ist der Begriff „wellness“ -das Wort existiert im Englischen gar nicht.)

Herr Lakritz ist steinreich.

Jawohl, meine Lieben, ich bin nicht nur zum Mann mutiert, sondern auch vielfacher Millionär. Das schließe ich zumindest aus einigen spam-Mails, die sich in den letzten Wochen bei mir anhäufen (und die ihr sicher auch kennt!). Da sind einmal die Mails,die mich darüber informieren, daß mein Name bei der XY-Lotterie gezogen wurde und ich nun 8.798.341 Euronen anfordern soll. Dazu soll ich lediglich Namen, Adresse, Geburtsdatum, Nummer meines Reisepasses und meine Bankverbindung mailen. Ist ja auch kein Ding, oder?

Alternativ ist der Absender der Mail sterbenskrank und möchte sein Vermögen an einige besondere Menschen hinterlassen (oft „im Namen Gottes“). Und zu diesen „besonderen Menschen“ gehöre auch ich – stellt euch das vor! 😉 Ist das nicht lieb?! *sniiieef*  Kontaktaufnahme: siehe oben.

Klar gehören diese Mails sofort in den virtuellen Müll. Aber ich mache mir dennoch öfter den Spaß, zu antworten. Meine Mailadresse hat das übliche Schema „[Nachname]@mailprovider.de, als Absender erscheint aber „N.[Nachname]“. Je nachdem, ob die Mail auf Englisch oder Deutsch (oft mit BING übersetzt, KOTZ) verfaßt ist, antworte ich in der gleichen Sprache. Mein üblicher Text:

„Hallo [Name],

das trifft sich gut, das Geld kann ich gut gebrauchen! Ich bin von (Datum) bis (Datum) geschäftlich in Nigeria, dann können wir uns treffen und alles persönlich besprechen. Gib mir deine mobile number, dann rufe ich dich an, sobald ich in Lagos gelandet bin.

Und da der Empfänger als Absender nur „N.[Nachname]“ sehen kann,

beende ich meinen Text mit einem fröhlichen „cheers, Nicholas“.

Seltsam, eine Antwort bekomme ich nie… hmmmm… 😀 😀 😀

Ja, und daß ich ein Mann bin, schließe ich aus den immer häufiger werdenden Mails, die mir „was hartes“ versprechen. Unter grausamster Rechtschreibung und Grammatik versucht  jemand, mich zum Kauf von Potenzmitteln zu verleiten. Was für ein Glück, daß ich keine Erektionsprobleme habe! Das wäre ja auch für meine Geliebte schade. Oder?! 😀

Was amüsiert euch so, wenn ihr in euer Mailpostfach schaut?

 

 

Telefonate

mit der Friesen-family geführt, daß wir an Ostern nicht kommen können. „Das weiß ich schon“, sagte Herta, „es stand in der Zeitung.“ Auch Edda und Tinus dachten sich schon, daß wir uns an diesem Ostern nicht sehen. Wir sind alle fünf enttäuscht. Ich bin vor allem sauer, weil ich mich auf einen Trip nach Norderney gefreut hatte. Edda wollte mit uns da rüber, sie hat auf der Insel einige Jahre lang gelebt und kennt jeden Schritt und jeden Stein dort. „Für die Leute mit Wohnmobilen und Wohnwagen ist das schlimm jetzt“, sagte sie, „die müssen ja alle zurück nach Hause!“ Der Prinz und ich werden uns dann eben hier in Worms ein paar schöne Tage machen, lecker kochen (Omas Sauerbraten mit Klößen und Rotkohl, das bekommt der Prinz inzwischen ebenso super hin wie ihre Hühnersuppe),Terra X und GEO schauen und, soweit möglich, lange Ausflüge für das Bärchen (Hunde-Gassigänge sind ja -noch- erlaubt). Wie sehen eure Pläne aus? Müßt ihr etwas ändern?

Osterfrust!

Vorhin war ein Brief von der Gemeindeverwaltung Krummhörn im  Kasten, meine Lieben: Nicht nur haben die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein den Zugang zu den Inseln gesperrt, sondern der Landkreis Aurich hat auch bis zum 18. April die Nutzung von Zweit-bzw. Ferienwohnungen verboten. Seit gestern bereits müssen alle entsprechenden Wohnungen geräumt sein. Uns lüttje Huus gilt dort als Zweitwohnsitz, da das Huus uns zwar gehört, wir aber hier in Worms gemeldet sind und nicht dort. Also ist damit unser Osterurlaub erledigt. Der Prinz sagt, er habe damit gerechnet, aber ich habe das nicht, und es trifft mich sehr hart. Wir hatten vom 8. bis zum 14. April hinfahren wollen, und das fällt mitten in die Sperrzeit. Jetzt muß ich erstmal unsere Friesen-family informieren, also Herta, Edda und Tinus. So eine verfickte Dreckscheiße. 😦

re: Hamster hamstern

Kam soeben über WhatsApp rein:

Hamsterkäufe

USA: Medikamente und Waffen

Italien: Zigaretten und Grappa

Frankreich: Kondome und Rotwein

Holland: Haschisch und Käse

Schottland: Whisky

Deutschland: Klopapier und Mehl

Ich bin im falschen Land!!

 

Ergotherapie fällt morgen aus – beide Kinder der Therapeutin  tanzen als Hobby und sind gefährdet, zudem ist eine der Schulen der Kinder Gefahrenzone. Frau E. pausiert jetzt mal zwei Wochen.

Auch via WhatsApp:

quarantini

Versauter Urlaub

Die Filmfreundin und ihr Liebster sind in Berlin. Sie hatte kürzlich Geburtstag, die Berlinreise war sein Geschenk für sie. Eigentlich war ein Musical-Besuch geplant, denn sie liebt Musicals. Aber: Absage des Musicals  wegen Corona. Ich fragte vorhin per WhatsApp, ob sie schon den Bundestag besichtigt hätten. Antwort: „Da darf niemand mehr rein. Wir wollten in zwei Cafés und die schließen alle um 16 Uhr. Pubs und Kneipen sind seit gestern Abend dicht. Nur Restaurants dürfen öffnen, mit Sicherheitsabstand von 1,5 m. Ab Samstag waren alle Museen zu.“ So ein Schiet! Die beiden tun mir leid. Da ist man mal in einer Stadt, die kulturell echt etwas zu bieten hat (im Gegensatz zu Worms) – und dann das. WARUM DAS ORANGE DING NEGATIV GETESTET IST, HAB ICH GEFRAGT!

So langsam spinnt ihr doch…

Soeben ist der Prinz vom Wochenend-Einkauf zurück. Wir kaufen aus Prinzip keine Hamster, weil wir das übertrieben und hysterisch finden. Aber der Prinz hat sich aus Neugier den Spaß gemacht und in verschiedenen Läden nach Klopapier geschaut: Kaufland, Rewe, Netto, Aldi, Rossmann. Überall: Klopapier ausverkauft. Ehrlich, ich scherze nicht! Sachtma, Leute – Wenn in der Presse steht, Infizierte erkenne man an grünen Sternchen auf der Nasenspitze – glaubt ihr das dann auch?

Der Prinz und ich machen es uns gemütlich und gucken uns das weiterhin an. Wir haben keine Hamster gehamstert und werden das auch nicht tun.  In sechs Wochen ist das Thema genauso passé wie damals SARS. Wir trinken viel Wasser und achten auf’s Händewaschen, das ja. Wir sind zum Glück keine Kneipen-,Disco-und Clubgänger. Wir verbrauchen pro Woche zu zweit drei Kästen Mineralwasser, aber das war immer schon so. Der Prinz hat Ingwer gekauft (davon gab es reichlich, denn als Herkunftsland stand „China“ dran 😀 😀 😀 .

#Covid-19 und das Klopapier

Bisher haben wir hier die Covid-Hysterie sehr gelassen, ja, eher amüsiert, zur Kenntnis genommen, meine Lieben. Als der Prinz kürzlich vom Einkaufen zurückkam und meldete, bei Edeka sei das Klopapier ausverkauft, lachte ich nur und sagte: “Solange jede Woche drei dieser journalistisch grottenschlecht gemachten Wochenzeitungen und jede Menge ungewollter Werbeprospekte unseren Briefkasten verstopfen, mache ich mir um Klopapier keine Sorgen. Notfalls abonnieren wir die BLÖD-Zeitung.“ Heute Morgen rief ich aber doch mal bei Brudi an, der ja in Ba-Wü lebt. Alle gesund, sagte die weltbeste Schwägerin. „Wir haben Zwangsferien, all unsere Schulen sind geschlossen!“ Sie selbst unterrichtet an einem Gymnasium Mathe und Sport und hat nun zwangsfrei. Sinnvoll finde sie das nicht, sagte sie, denn „zwischen mir und den Schülern ist ja das Pult, und ich bin immer einige Meter von ihnen entfernt, anders als [Brudi], der hat mit seinem Kind ja engen Kontakt.“ Mein Bruder arbeitet als Schulbegleiter an einer Grundschule. Dort begleitet er in jedem Schuljahr ein behindertes Kind im Unterricht und hilft ihm, dass es alles mitbekommt und versteht. Seine Schule ist auch geschlossen, ebenso wie die Schulen, die Marie und Paul besuchen. Marie sei nicht einverstanden, sagte die Schwägerin, sie wolle lieber zur Schule gehen. Zum Training (Turnen) darf sie aber noch kommen, habe der Trainer erklärt: „Morgen (also heute = Samstag) kann sie noch kommen, und wer Montag wieder zur Schule geht, darf auch am Montag ins Training kommen.“

Wie gesagt, der Prinz und ich haben uns bisher überhaupt keinen Kopf deswegen gemacht. Allerdings kam beim Frühstück eine Mail der IG Woquard rein: Das Osterfeuer ist abgesagt! Und damit auch der Sammeltermin für das Brennmaterial. Das ist allerdings eine herbe Enttäuschung, denn, wie für alle anderen auch, ist für uns das Osterfeuer ein Höhepunkt im Dorfleben, auf den wir uns schon seit Wochen sehr freuen.

Schwesti und ihrem Mann geht’s auch gut, erfreulicherweise. Vor einigen Tagen hatte der Schwager etwas Temperatur, einen roten Kopf und ihm war schwummerig. Der Werkschutz in seiner Firma brachte ihn sofort ins nächste Krankenhaus. Er testete aber negativ, zum Glück.

Also, hier alles gut – wie sieht es bei euch aus, ihr Lieben?

Bis dann!

Meine Lieben, in etwa einer Stunde geht’s los und ich freu mich wie dolle. Sechs ruhige Tage in Woquard erwarten uns! Die Buchhändlerfreundin kümmert sich um die Katzenmädels. Packen müssen wir ja nichts mehr, nur unsere Medis, unsere Kindles und Portemonnaies. Herta hat im Erdgeschoß schon die Heizkörper aufgedreht ❤ . Montag ist mein Geburtstag (Petra, du kannst ja dieses Jahr auch mal wieder feiern,am 29.! Der wievielte ist das denn? Du bist in dieser Hinsicht noch ein Teenie, oder? 😉 ❤

Am Aschermittwoch ist dann auch für uns alles vorbei… und wir werden uns dann wieder in unseren taferen kleinen Nissan setzen und zurückfahren müssen 😦  Ab Donnerstag melde ich mich dann hier wieder – und allen, die Karneval mögen, wünsche ich eine schöne Zeit und sauft nicht so viel ! 😀 *winkt*

Locki und Leuchti – die neue Serie

Wieder mal habe ich eine meiner dezent durchgeknallten Ideen, my dearies: Eine Kinderbuchserie mit dem Titel „Locki und Leuchti“.

Erklärung? Bitteschööön:

  1. Locki

Als ich den Prinzen kennen-und liebenlernte, vor 18 Jahren, hatte er etwa schulterlange, kastanienbraune glatte Haare. Im Laufe der Zeit wurden die Haare länger und sehr lockig. Also stellt euch eine braune Lockenmähne bis runter auf den Po vor – das war der Prinz. Als wir noch jung und wild waren… hach ja. 😀 😀 😀

Im Laufe der Jahre bekam das Haar aber Spliß und der Prinz, der wußte, wie  sehr ich seine sexy Mähne liebte, kämpfte dafür, daß wenigstens der gesplißte Teil abgeschnitten werden durfte. Ich gab grummelnd nach. So trickste er sich im Laufe der Zeit weiter durch. Irgendwann trafen wir dann ja Annika, die eine großartige Friseurin ist und die zu uns nach Hause kommt. Sie unterstützte den Prinzen dabei, mir zu erklären,  daß es für seine Haare gesünder sei, sie einmal richtig abzuschneiden. Widerwillig erklärte ich mich einem Radikalschnitt einverstanden. Allerdings einigten wir uns darauf, daß „radikal“ in diesem Fall „bis zu den Ohrläppchen“ bedeuten sollte. Gesagt, geschnitten. Je kürzer die Haare wurden, desto mehr lockten sie sich, bis der Fußboden um den Stuhl des Prinzen herum bedeckt war mit einem Wust aus silbergrauen Locken. (Wir machen das mit dem Haareschneiden immer in der Küche, mit Kaffee und Wein  dazu, das ist schön  gemütlich.) Am nächsten Tag, als der Prinz mit seiner neuen Frisur bei der Arbeit auftauchte, hatte er gleich einen Spitznamen weg: „Beethoven“! Die haarige Ähnlichkeit mit dem Bonner Komponisten war wirklich verblüffend: Ein kaum zu bändigender Lockenkopf bis zu den Ohren runter! Die wilden Locken sind der Gen-Anteil der Prinzenmutter, und inzwischen macht Anika nur noch „Locken-Begrenzung“ beim Prinzen. Mir gefällt seine Frisur jetzt richtig gut, und ich nenne ihn „Locki“.

Das ist also die Erklärung hinter dem Namen „Locki“! Ja – und was ist mit

2. Leuchti?

Da brauche ich nicht viel Worte, da genügen Bilder (wegen der jetzt schon mittags einsetzenden scheißigen Drecks-Dunkelheit):

leuchtioben

Man kann das Ding auf „Blinken“ einstellen (Oder, wie der Prinz das nennt, auf „epileptischer Anfall“). Es kann aber auch einfach nur ruhig leuchten:

leuchtidunkel

Ist klar, wer „Leuchti“ ist, oder? 😀

Als die beiden sich heute nach dem Frühstück auf Spaziertour machten, sagte ich im Scherz: „Jo – Locki und Leuchti auf Tour!“

Der   Klang gefiel mir, und sofort büllte mein Gehirn:“ Geil – Kinderbuchserie:

-Locki und Leuchti: Jagd im Kartoffelacker
-Locki und Leuchti und die Zuckerrüben-Bande
-Locki und Leuchti: Das Geheimnis im Weinkeller
Nun – mein durchgeknalltes Hirn kann das endlos fortsetzen…  😀

Übrigens: Das Leuchtband blinkt bei uns nie. Der Prinz befestigt es immer so, daß der Bär es nicht im Blickfeld hat, denn, so sagt er: „Der Kleine wird ja bekloppt, wenn ihm da im Augenwinkel immer so was rumblinkt. Das ist Tierquälerei.“ Außerdem, sagt er, reiche ihm das stetige Licht im Dunkeln völlig, um das Bärchen im Auge zu behalten. Und für Autofahrer reicht das auch.

 

Mein liebster Glühbirnen-Witz

Sicher kennt ihr die „Wieviele (wasauchimmer) braucht man, um eine Glühbirne einzudrehen?“ – Witze, oder? Kürzlich fand ich bei Twitter einen, der SOFORT zu meinem Lieblings-Glühbirnenwitz avancierte:

Wieviele Nazis braucht man, um eine Glühbirne einzudrehen?
Antwort: Keinen. Niemand braucht Nazis.

Leider finde ich den Tweet nicht mehr, kann ihn deshalb hier nicht einbetten und kann so auch leider den Namen des Urhebers nicht zeigen. (Verzeih, du genialer Twitterer!)

Sollte jemand von euch den Namen kennen, gib mir bitte Bescheid, ja? Danke!

Stolpersteine in Woquard

Meine Lieben,

als wir über das lange Wochenende Allerheiligen/Reformationstag in Woquard waren, erzählte uns Herta, unsere „Friesenmama“, dass wir in Woquard bald Stolpersteine bekommen sollten. Herta war gerührt und freute sich darüber, denn die Steine sind für das Andenken an  eine jüdische Familie bestimmt: Karoline und Carl Seligmann und ihre beiden Söhne Richard und Julius. Herta hatte die Familie gekannt und miterlebt, wie sie „über Nacht einfach verschwunden waren“, wie sie uns erzählte. (Die Nazis haben sie später in Auschwitz ermordet.) Gestern war es soweit – der Arbeitskreis Stolpersteine Emden ließ die vier Steine am Gemeindehaus in den Boden ein:

stolpersteine

Foto: IG Woquard

Allerdings sind, wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) schreibt, nicht alle Menschen mit den Stolperstein-Aktionen einverstanden: den uneinsichtigen Nörgler, der hobbymäßig grundsätzlich gegen alles ist und der quertreibt, wo es geht, den gibt es überall – in Emden hat ein Rentner einen Stolperstein zweimal wieder ausgegraben.

 

 

Mal wieder selbst in den Fuß geschossen

habe ich mir, meine Lieben. Das kam so: Seit zwei Jahren trage ich ja  diese Orthese am linken Bein und habe mich damit sehr gut arrangiert. Der einzige Unterschied ist, daß meine direkt unterhalb des Knies eine zusätzliche Halterung hat, die das Knie davor schützt, sich nach hinten durchzudrücken. Diese Halterung kann ich mit einem Drehverschluß ( Boa-Verschluß) stramm ziehen. Ende September passierte allerdings etwas Saublödes: beim morgendlichen Anlegen der Orthese gab es einen Knall – und der Knopf des Drehverschlusses schoß durch die Küche. Damit hatte mein Knie keinen Halt mehr und ich konnte kaum laufen. Sofort rief ich beim Orthopädie-Techniker an, aber es war langes Wochenende wegen des 3. Oktober. Er würde erst wieder am Montag darauf in der Werkstatt sein. Wir vereinbarten aber, daß der Prinz, wie wir es schon einmal gemacht hatten, die Orthese hinter der Werkstatt ablegen solle (auf einem Palettenstapel).  Das Wochende über mußte ich allerdings ohne Orthese auskommen. Der Prinz ist, wie sein Vater, ein kreativer Bastler. So kam er auf die Idee, mir Kabelbinder um die Wade zu spannen, natürlich nur über der Orthese und dem Wadenpolster. Es hielt! (Leider ist das Foto nichts geworden.) Den Montag mußte ich dann ohne Orthese auskommen, denn der Prinz nahm sie morgens gleich mit auf den Weg zur Arbeit und legte sie am vereinbarten Punkt ab. Das hieß für mich: Laufen nur im Schneckentempo und unter starken Schmerzen. Aber irgendwie überstand ich den Montag – und am Abend, als der Prinz von der Arbeit kam, hatte er die reparierte Orthese dabei!

In meiner Erleichterung habe ich es nun wohl übertrieben, denn seit einigen Tagen hat sich bei mir eine Fehlhaltung des Beckens eingeschlichen, die zu starken Schmerzen im Lendenbereich führte ( also „Hexenschuß“-Schmerz). Da habe ich wohl, vor allem am vergangenen Wochenende,  viel zuviel Ibu eingenommen. Gestern morgen, als ich auf dem Bettrand saß und versuchte, zu Bewußtsein zu kommen, tropfte mir plötzlich Blut aus der Nase. Zugleich spürte ich: viel zu hoher Blutdruck. Ich sah zu, daß ich nach unten ins Bad kam und versuchte, die Blutung mit kaltem Wasser zu stillen. Das dauerte zwar, gelang aber. Nachmittags ging das aber nochmal los. Seit dem Hallamati nehme ich ein Medikament, das den Blutdruck reguliert. Abends, als der Prinz nach Hause kam, gab er mir etwas davon. Gute Idee – in kurzer Zeit nahm der Druck ab und die Blutung stoppte.

Am letzten  Samstag waren wir im Wormser Einkaufszentrum (ein trauriger Versuch, das Loop 5 in Darmstadt oder die Rheingalerie in Ludwigshafen oder- HAHAHAHAHA! – das CentrO in Oberhausen zu kopieren). Also: eher langweilig und trutschig, aber es gibt meinen liebsten Drogendealer dort: Hussel! Ich nahm gleich zwei Tüten englisches Lakritzkonfekt mit, die ich innerhalb kürzester Zeit vernichtete.

Fazit (to whom it may concern):

  • Ibuprofen treibt den Blutdruck hoch.
  • Lakritz enthält Süßholzextrakt. Dieser wiederum enthält ein Hormon, das die Blutgefäße eng stellt –> erhöht den Butdruck.
  • Beides habe ich am Wochenende in viel zu hohen Dosen genommen -> Blutdruck angestiegen -> Nasenbluten *Augenrollgeräusch*
    Dafür fahren wir aber morgen Abend nach Hogwarts, für einen Kurztrip! Wie immer, hält unser toller Vermieter das Haus im Auge, die Buchhändlerfreundin füttert die Chefin über alles und mein Pippilein ❤
    Ich freu mich!
    Da wir ja im Lüttje Huus kein Internet haben (nur über den persönlichen Hotspot im prinzlichen iPad), werde ich  hier wohl erst wieder etwas schreiben, wenn wir zurück sind.
  • Bis da-hann! *winkt* ❤

 

 

Gaanz still…

…bin ich jetzt erstmal, meine Lieben, und gespannt wie ein Flitzebogen, denn es sieht so aus, als habe meine Freundin Karma der Voodoopüppchen-Tante „in da hood“ bereits mal vorsichtig auf die Schulter getippt. Aber vorerst verhalte ich mich mal ganz stickum, bis ich mehr weiß. Die dörflichen grapevines werden mich beizeiten in Kenntnis setzen.