Bin dabei! #tweetdesabends

 

Oma und Antonin :D

Gestern, meine Lieben, zog ab dem Vormittag ein herrlicher „Sonntag-bei-Oma-“ Duft durchs Haus, denn der Prinz kochte Hühnersuppe nach Omas Art. Er hatte sogar Buchstabennudeln und Markklöße besorgt, damit es so original wie möglich geraten sollte. Und es war köstlich! Bis heute mittag war die Suppe dann so richtig gut durchgezogen und schmeckte noch besser als gestern. Während der Prinz noch am Herd rumkruschte, las ich wie festgewachsen im zweiten Band der „Kane and Abel“ – Trilogie. In einer Szene geht ein junger Cellist die Straße entlang „und pfiff das Cello-Konzert von Dvorak vor sich hin“.

Das Cello-Konzert? Hat Dvorak also nur eines geschrieben? wunderte ich mich. Der Prinz, ehemaliger Orchestermusiker, bestätigte das nicht nur, sondern holte gleich sein Eipätt und ließ das Konzert bei Juhtjuhp abspielen. Wunderbar! Und wie das bei Juhtjuhp ist, folgte von selbst gleich das nächste Video: Dvoraks großartige Sinfonie „Aus der neuen Welt“. Bis dahin hatte der Prinz uns beiden schon Suppe serviert und wir genossen Omas herrliche legendäre Hühnersuppe zu Dvoraks ebenfalls herrlicher Sinfonie. Kein übler Start in die neue Woche, oder? 😀

 

Locki und Leuchti – die neue Serie

Wieder mal habe ich eine meiner dezent durchgeknallten Ideen, my dearies: Eine Kinderbuchserie mit dem Titel „Locki und Leuchti“.

Erklärung? Bitteschööön:

  1. Locki

Als ich den Prinzen kennen-und liebenlernte, vor 18 Jahren, hatte er etwa schulterlange, kastanienbraune glatte Haare. Im Laufe der Zeit wurden die Haare länger und sehr lockig. Also stellt euch eine braune Lockenmähne bis runter auf den Po vor – das war der Prinz. Als wir noch jung und wild waren… hach ja. 😀 😀 😀

Im Laufe der Jahre bekam das Haar aber Spliß und der Prinz, der wußte, wie  sehr ich seine sexy Mähne liebte, kämpfte dafür, daß wenigstens der gesplißte Teil abgeschnitten werden durfte. Ich gab grummelnd nach. So trickste er sich im Laufe der Zeit weiter durch. Irgendwann trafen wir dann ja Annika, die eine großartige Friseurin ist und die zu uns nach Hause kommt. Sie unterstützte den Prinzen dabei, mir zu erklären,  daß es für seine Haare gesünder sei, sie einmal richtig abzuschneiden. Widerwillig erklärte ich mich einem Radikalschnitt einverstanden. Allerdings einigten wir uns darauf, daß „radikal“ in diesem Fall „bis zu den Ohrläppchen“ bedeuten sollte. Gesagt, geschnitten. Je kürzer die Haare wurden, desto mehr lockten sie sich, bis der Fußboden um den Stuhl des Prinzen herum bedeckt war mit einem Wust aus silbergrauen Locken. (Wir machen das mit dem Haareschneiden immer in der Küche, mit Kaffee und Wein  dazu, das ist schön  gemütlich.) Am nächsten Tag, als der Prinz mit seiner neuen Frisur bei der Arbeit auftauchte, hatte er gleich einen Spitznamen weg: „Beethoven“! Die haarige Ähnlichkeit mit dem Bonner Komponisten war wirklich verblüffend: Ein kaum zu bändigender Lockenkopf bis zu den Ohren runter! Die wilden Locken sind der Gen-Anteil der Prinzenmutter, und inzwischen macht Anika nur noch „Locken-Begrenzung“ beim Prinzen. Mir gefällt seine Frisur jetzt richtig gut, und ich nenne ihn „Locki“.

Das ist also die Erklärung hinter dem Namen „Locki“! Ja – und was ist mit

2. Leuchti?

Da brauche ich nicht viel Worte, da genügen Bilder (wegen der jetzt schon mittags einsetzenden scheißigen Drecks-Dunkelheit):

leuchtioben

Man kann das Ding auf „Blinken“ einstellen (Oder, wie der Prinz das nennt, auf „epileptischer Anfall“). Es kann aber auch einfach nur ruhig leuchten:

leuchtidunkel

Ist klar, wer „Leuchti“ ist, oder? 😀

Als die beiden sich heute nach dem Frühstück auf Spaziertour machten, sagte ich im Scherz: „Jo – Locki und Leuchti auf Tour!“

Der   Klang gefiel mir, und sofort büllte mein Gehirn:“ Geil – Kinderbuchserie:

-Locki und Leuchti: Jagd im Kartoffelacker
-Locki und Leuchti und die Zuckerrüben-Bande
-Locki und Leuchti: Das Geheimnis im Weinkeller
Nun – mein durchgeknalltes Hirn kann das endlos fortsetzen…  😀

Übrigens: Das Leuchtband blinkt bei uns nie. Der Prinz befestigt es immer so, daß der Bär es nicht im Blickfeld hat, denn, so sagt er: „Der Kleine wird ja bekloppt, wenn ihm da im Augenwinkel immer so was rumblinkt. Das ist Tierquälerei.“ Außerdem, sagt er, reiche ihm das stetige Licht im Dunkeln völlig, um das Bärchen im Auge zu behalten. Und für Autofahrer reicht das auch.

 

Lese-Empfehlung (E)

Lese-Empfehlung

Jeffrey Archer: Kane and Abel (Dreibändige Serie)

Mit Jeffrey Archer habe ich einen grandiosen Schriftsteller entdeckt, meine Lieben! Kane and Abel ist eine Familiensaga, spannend und historisch sehr gut recherchiert.

Wie immer der Hinweis: Ich kenne die deutsche Übersetzung nicht, kann dazu also keinen Kommentar abgeben!

Jeffrey Archer habe ich auf eine witzige Art entdeckt: Meine Freundin Claudi, unsere Küsterin, steckt mir mit dem Pfarrbrief immer die Zeitschrift „Kontinente“, das Monatsheft der Organisation Missio, in den Briefkasten. Zu meiner Überraschung war vor einer Weile auch ein Exemplar der „Stadt Gottes“ dabei. Das ist das Monatsheft der Steyler Missionare. (Das frühere Steijl ist das heutige Venlo.) Ich freute mich sehr, denn diese Zeitschrift kenne ich aus meiner Kindheit. Oma und Opa hatten sie abonniert und regelmäßig brachte ein netter alter Herr in Begleitung eines wunderschönen Collies das Heft ins Haus. Ich las das Heft , das im Briefkasten lag, natürlich durch, mochte es und – im Andenken an Oma und Opa – abonnierte es. In einer der letzten Ausgaben fand ich ein Interview mit Jeffrey Archer, den ich bis dahin gar nicht gekannt hatte. Ich war sehr angetan (klar – er ist Brite ; ) und verschlinge derzeitden zweiten Band von „Kane and Abel“ (der dritte Band wartet bereits auf meinem Kindle 😉 )

Ihr seid ja überwiegend eher jünger als ich – daher nehme ich mal an, daß die britische Schriftstellerin Susan Howatch euch kein Begriff ist? Sie ist jetzt Ende70 und schrieb die grandiosen Familiensagas „Penmarric“ und „Cashelmara“. Diese habe ich als Teenie gelesen und war beeindruckt. Archers Romane können durchaus einen Vergleich mit Susan Howatch (und übrigens auch Ken Follett!) bestehen. Großartige Erzählkunst, gepaart mit exzellenter historischer Recherche und spannenden Lebenswegen, Famlienfehden und großer Liebe.

Also: Dicke Lese-Empfehlung von mir! (Übrigens: Claudi wußte nichts von der Stadt Gottes-Ausgabe in unserem Briefkasten. Wie kam die also da hinein? 😀 )

Ein krankes Prinzenhuhn

hab ich derzeit hier zu Hause, darlings. Der Herr Prinz ist arbeitstechnisch viel mit der Bahn unterwegs und hat sich da wohl einen fiesen grippalen Infekt eingefangen. Vermutlich von einem „nein, ich muß ins Büro, ohne mich läuft da doch nix!“-Träumer. Klar, statt sich zu Hause auszukurieren, steckt man lieber im Bahnwaggon und später im Büro noch 80 Leute an, weil man sich dann so schön wichtig, unersetzlich und märtyrerhaft fühlen kann. ORRRRR! *Augenrollgeräusch*

Früher war der Prinz auch so einer, inzwischen ist er aber vernünftig geworden und geht zum Doc, wenn er sich schlecht fühlt. Der Husten kracht in der Brust und tut ihm weh, der Hals ist wund und der ganze arme Kerl ist erschöpft und hundekaputt. Gestern und heute konnte ich ihn dazu überreden, den Tag durchzuschlafen. Hat er auch brav gemacht, und es geht ihm etwas besser. Leider haßt er Ingwer, sonst köchelten hier schon längst Ingwerscheiben in Wasser vor sich hin, das ich ihm dann literweise einflößte. Schlaf und heißes Ingwerwasser – meine Allheilmittel! Was tut ihr bei Erkältung?