Der Lacher heute früh

Diese Mail fand ich heute morgen in meiner Mehlbox, darlings:

Guten Tag,

wir haben die Analyse Ihrer Website: http://www.lakritzundschokolade.de durchgeführt.

Unsere Spezialisten haben eine niedrige Position der Seite in den Ranglisten von g-oogle festgestellt.

Für ein paar wichtige Schlüsselwörter erscheint die Seite nicht in den Ergebnissen – was die niedrigere Frequeder Besuche auf der Seite drastisch beeinflusst.

Aus diesem Grund geht ein potentieller Kunde anstatt zu Ihnen zur Konkurrenz.

Wir sind in der Lage in nur wenigen Tagen die Position Ihrer Website deutlich zu verbessern und dadurch den Umsatz sofort zu steigern!

MfG

[Name]

Typisch für mich, habe ich mich mal wieder provozieren lassen (bei offensichtlicher Dummheit kann ich bekanntlich nicht still bleiben) und habe dem armen Menschen eine Antwort zukommen lassen:

Guten Tag,

Guten Tag  [Name],

wir haben die Analyse Ihrer Website: http://www.lakritzundschokolade.de durchgeführt.

Interessant. Könnten Sie meinem Gedächtnis netterweise auf die Sprünge helfen und mir sagen, wann ich Sie mit dieser „Analyse“ meines Blogs (das aus meinem Privatleben berichtet und das lediglich, wenn ich die Statistiken richtig lese, ein paar Handvoll Leute interessiert), beauftragt habe?

Unsere Spezialisten haben eine niedrige Position der Seite in den Ranglisten von g-oogle festgestellt.

OH NEIN! WIE FURCHTBAR!

Dabei war es das große Ziel meines Lebens, ein Blog zu führen, das bei Google immer auf Platz eins erscheint!

Für ein paar wichtige Schlüsselwörter erscheint die Seite nicht in den Ergebnissen – was die niedrigere Frequeder Besuche auf der Seite drastisch beeinflusst.

HMMMMM… In meinem Blog fehlen also „wichtige Schlüsselwörter“, deshalb hat es „niedrigere Frequeder Besuche“… verstehe. Welche Schlüsselwörter sollte ich denn Ihrer Meinung öfter benutzen?  Hund Katze Maus? Gassi? Essen? Dorf? Idiot? Klopapier?

Aus diesem Grund geht ein potentieller Kunde anstatt zu Ihnen zur Konkurrenz.

Jaaa… das ist natürlich Scheiße, da haben Sie recht. Zumal ich plante, mit diesem Blog endlich meine Luxusvilla in Monte Carlo zu finanzieren. Aber wenn meine „Kunden“ nun zur Konkurrenz gehen, wird das ja wohl nix, ne?

Wir sind in der Lage in nur wenigen Tagen die Position Ihrer Website deutlich zu verbessern und dadurch den Umsatz sofort zu steigern!

Sind Sie das? Boooaaaah!! Ich bin ja voll beeindruckt – zumal ich absolut nicht  fähig bin, SEO-Texte zu verfassen, die eine Website im Google-ranking nach oben schieben (und genau das ist für ein privates Blog ja soooo wichtig, ne?)…  (Hinter Ihrem  „Lage“ fehlt übrigens ein Komma, Schätzelein.)

MfG

[Firma, Name]

Soweit ich informiert bin, schreibt man „ Mit freundlichen Grüßen“ immer noch aus.

-Ende –

Falls eine Antwort kommt, gebe ich Bescheid 😀 😀 😀

Witziges Paradoxon :D

Ich muss immer noch lachen, darlings – das war echt zu und zu schön heute:

Da hat heute Mittag unser straßeneigener Blockwart mal wieder gezeigt, daß er der personifizierte Dunning-Kruger-Effekt ist: Vor einigen Monaten hat mir das Ordnungsamt der Stadt einige Meter von unserer Haustür entfernt einen Behindertenparkplatz eingerichtet, der tagsüber meist frei wirkt, da ich ja noch nicht wieder selbst Auto fahren kann und der Prinz meist erst am späten Nachmittag heimkommt (je nach Arbeitszeit). Meine Therapien (Physio und Ergo) sind allerdings überwiegend am frühen Nachmittag oder auch mal Mittags, und alle meine Therapeuten, die übrigens zur Therapie ins Haus kommen, haben meine ausdrückliche Erlaubnis, auf diesem Stellplatz zu parken. Heute Mittag kam eine meiner (sehr attraktiven) Ergotherapeutinnen lachend zum Termin und erzählte, ein Mann habe sie auf der Straße angesprochen und gefragt, ob ihr aufgefallen sei, dass sie auf einem Behindertenparkplatz parke. Doch, allen Ernstes. (Ihre Beschreibung bestätigte meine sofortige Vermutung, daß der Dunning-Kruger-Effekt in diesem Fall unser straßeneigener Blockwart und Anzeigenfetischist war. Hm… Ob seine Frau weiß, daß er auf der Straße hübsche fremde Frauen anbaggert…? Ich warnte die Ergo vorsichtshalber vor, daß trotz ihrer Erklärung, ich wisse Bescheid und habe ihr das Parken dort erlaubt, noch eine Anzeige vom Ordnungsamt folgen könne.

Liebes Blockiwartischnuckiputzileini: Du solltest mal donnerstags vormittags auf die Straße gehen. Da kommt nämlich eine andere Therapeutin – und die parkt direkt vor unserem Haus! Da kommt man nicht durch!!! Da kannst du deinen Anzeigenfetisch richtig füttern. (Aber schrei bitte deinen Orgasmus dabei nicht wieder über die gesamte Straße – danke. Das wäre nett (und vor allem: Schau, daß du nicht Muttis gesamte Küchentücher dafür aufbrauchst. Sonst gibt’s Schimpfe und du darfst zwei Wochen lang nicht raus, nach Möglichkeiten für anonyme Anzeigen Ausschau halten).

(Man halte sich das mal vor Augen: Ausgerechnet der Mann, der meinen Zustand zusammen mit seiner Frau verursacht hat und der somit der Grund dafür ist, daß der Behindertenparkplatz überhaupt existiert, verteidigt  den Platz für mich gegen Falschparker…. *koppschüddel* (nein – natürlich nicht nicht für mich, sondern für sein krankes Ego…))

Übrigens, my dearies: Morgen ist US-Wahl und ich habe echt Schiß, daß der verrottende Halloweenkürbis gewinnen könnte. Erfahren werden wir das Ergebnis erst am Mittwoch – aber wie sind eure Einschätzungen?

„Bitte Filter reinigen!“ *blink*

Das Wartungslämpchen am Arschlochfilter blinkt. „Bitte Filter reinigen!“ heißt das. Guck an. Und ich dachte, ich hätte die Leute, die darin hängengeblieben waren (also die dicken Brocken), schon vor einer geraumen Weile herausgefischt und aus meinem Leben verabschiedet. Aber bei näherem Hinschauen hängen doch noch einige drin. Es sind eher kleine Bröckchen. Sie fielen mir bisher nicht sonderlich auf, weil sie in meinem Leben keine große Rolle spielen. Es sind einfach „nur“ Menschen, mit denen ich sehr gern mal wieder bei einem Kaffee oder Wein zusammensitzen und quatschen würde. Die frühere Lieblingskollegin von der Uni zum Beispiel. Die ich seit Dezember letzten Jahres nicht mehr kontaktiert habe. Weil mich ihre repetitive Schubladen-/Textbaustein-Antwort nervt: „ Ich hab grad so viel um die Ohren, ich melde mich, sobald ich den Kopf mal wieder frei habe!“ (Übersetzung ins Deutsche: „Wird nie passieren.“)

Okay, granted: Sie hat jetzt eine Patchwork-Familie mit vier Kindern (zwei sind ihre eigenen, die beiden anderen hat ihr neuer Lebensgefährte mitgebracht. Für mich klingt das wie „Pure Hölle, live und in Farbe“, und ich verstehe sehr gut, dass sie keine Kraft hat, sich ins Auto zu setzen und herzukommen, zumal sie meine Behinderung nur vom Hörensagen kennt und wohl  verunsichert ist, was sie da erwartet. Ebenso geht es vermutlich X und Y, einem ganz prima und interessanten Ehepaar (X = Lehrer und Y = Naturwissenschaftlerin), klug, gebildet, vielseitig interessiert und humorvoll. Tolle Gesprächspartner, die ich noch aus der Zeit kenne, als ich mit dem Ex-Gatten in der Pfalz lebte. Der Ex-Gatte und X waren Bekannte und wir hatten uns damals mit den beiden öfter zum Essen beim Italiener getroffen. Vor einigen Monaten hatte ich spontan den Kontakt wieder aufgenommen. „Er“ freute sich sehr, von mir zu hören, wir tauschten schnell die aktuellen Neuigkeiten aus, die sich in den fast 16 Jahren seit dem Glückstag meiner Scheidung ereignet haben. Während ich vom Hallamati erzählte, wurde er zunehmend stiller. Das Gespräch endete mit seiner Aussage: „Ja… ich hab‘ ja jetzt deine Telefonnummer. Wenn wir mal wieder Richtung Worms unterwegs sein sollten, rufe ich dich an, dann können wir uns ja mal irgendwo treffen.“ (Übersetzung ins Deutsche: könnt ihr euch denken.)

Leider war ich so dumm, die beiden einige Wochen später nochmal anzurufen, denn es war schönes Wetter und der Prinz und ich planten einen Trip an die Weinstraße, da hätte ein Käffchen mit den beiden praktisch am Weg gelegen.

Wieder hatte ich „ihn“ am Apparat. Natürlich war keine Zeit für ein Treffen („Die Kinder kommen zu Besuch“ – ok, ist ein guter Grund, schätze ich, die beiden sind inzwischen Großeltern).

Schlußsatz des Gespräches: siehe oben. Ich habe mich nicht mehr gemeldet.

Textbaustein Nr. 3 (frühere gute Freundin aus der Pfälzer Zeit): „ Ich hoffe, dass ich es bald mal schaffe,  in letzter Zeit [ insert lange Geschichte ]“

/sarkasmus on
Welch ein Zufall – „bald mal“ ist genau der Tag, den ich vorgeschlagen hätte, denn da paßt es mir perfekt! /sarkasmus off.

Zum Glück ist so ein Filter schnell gereinigt: einmal unter einen kräftigen Wasserstrahl halten ( => Kontaktdaten auf dem  Handy löschen) und gut ist.

P.S: das wunderbare Wort „Arschlochfilter“ habe ich bei der großartigen Frau Gehlhaar entdeckt, die auch so ein Ding hat und die mir netterweise erlaubt, das Wort zu benutzen – danke, Laura!

Kopf –> Tisch

Lidl hatte den bevorstehenden Fußball-Horror im Werbeprospekt tatsächlich beworben mit dem Spruch Celebrate Football! Doch, ehrlich. Der Prinz zeigte es mir und hielt mir gleichzeitig Riechsalz unter die Nase 😀

Inzwischen hat jemand offenbar die Firmenleitung auf ihre Peinlichkeit aufmerksam gemacht, denn zumindest von ihrer Webseite haben sie diese Katastrophe entfernt. Die Prospekte lagen der Tageszeitung bei, die können sie nicht mehr zurückholen. Selbst schuld – so etwas läßt man auch vorher durchsehen! ( Leider kein Foto – der Prospekt ist wohl schon im  Papiermüll, sorry!)

Oops, she did it again

Wer? Die Lakritzefrau.

Was? nicht richtig hingeguckt  und so am falschen Ende gespart 😀 😀 😀

Genauer gesagt: Zu schnell geklickt 😀

Kurz: Ich wollte mir den Film „Der 200 Jahre Mann“ mit Robin Willams bestellen.

(Das ist die eigentliche Geschichte “I Robot“ von Isaac Asimov, übrigens, der gleichnamige Film  mit Will Smith (obwohl klasse)  hat mit der ursprünglichen Asimov-story nichts zu tun.)

Jedenfalls habe ich, wie ich beim Öffnen des Umschlages sah, wohl das getan, was mir in der letzten Zeit viel zu oft passiert ist: beim günstigsten Angebot auf „kaufen“  geklickt und  nicht gesehen,  daß das Ding gar keine DVD ist, sondern eine VHS-Kassette! *gnaaa* Ich glaube, ich habe deswegen  etwa sechs VHS-Kassetten hier rumliegen, die ich natürlich auch nirgends mehr loswerden kann, weil ja kaum noch jemand dieses mittelalterliche Medium nutzt. Das wäre wie Fotografieren mit einer Polaroid (obwohl das ja schon wieder sehr cool ist). Oder hat jemand von euch noch einen VHS-Recorder?

😀 😀 😀

Ja nee, is klar die 1.259.

Da trudelte gestern so ein  netter Brief einer  angeblichen Medien-Produktionsfirma bei mir ein, my dearies: meine Online-Anmeldung sei bearbeitet. Da ich das erste Auswahlverfahren  bestanden habe,  sei ich nun  als Mitglied verzeichnet. Und Ende April sei ich zu einem Aufnahmetermin  eingeladen. Wie nett! Nur daß ich keine Ahnung hatte, wer die Firma ist und was die wollten.

Tante Google verriet es mir: Die vermitteln Statisten, Komparsen und Models für Foto/Film/TV-Shows. Aha. Soso.  Hmm. Und bei denen soll ich mich beworben haben? Ja nee, is klar. Bei meinem Model-Aussehen  ist so eine Bewerbung sogar Pflicht! Frau Lakritz, Deutschlands Vorzeige-Barbie, hinkt mit ihrem blau geblümten Gehstock  im Badeanzug über eine Bühne und haucht lächelnd in ein Mikrofon: „… and World Peace!“ Is klar, total klar. 😀 😀 😀

Und wann soll das gewesen sein? Ich schaute nochmal in den Brief, Ah ja, hier: Im Juli 2015 habe ich mich angeblich online bei denen beworben, abends um 21:23 Uhr.

Juli 2015 – das war die Zeit, als gerade Balou bei uns eingezogen war, der kleine Rotfuchs aus dem Tierheim. Unser erster Hund – natürlich, da hatten wir sooo viel Langeweile, daß ich nichts Besseres zu tun zu tun wußte, als mich bei einer Model-Agentur zu bewerben. Is klar.

Wer auch immer sich da mit meinem Namen einen Scherz erlaubt hatte –  irgendwo muß da doch ein scam dahinterstecken. Ich gab bei Tante Google den Namen der Firma plus den Begriff „Betrug“ ein. Erstaunlicherweise nichts – außer einigen Beschwerden von Leuten, die zu einem Aufnahmetermin hingegangen waren und sich beklagten, daß sie eine Ewigkeit hätten warten müssen. Warten? Worauf? Etwa auf die Probeaufnahmen? Nein, keineswegs! Bis zur Aufnahme in die Kartei! Ich las mir den rief nochmal durch. Und ja, ich wurde fündig. Da steht nämlich:

 Neben kostenloser Karteiaufnahme können wir die Vermittlung von entgeltlichen Premiumleistungen anbieten.

Mit anderen Worten: Wir nehmen dich kostenlos in unsere „Kartei“ auf. Soll heißen: Du wirst niemals wieder von uns oder irgendeiner anderen Firma hören.

Wir spielen aber sehr  gerne noch ein bißchen mit deinem Traum vom Ruhm und Star-Dasein, indem wir dir vorgaukeln, es gebe noch „Premium“-Leistungen in unserem Angebot, mit deren  Hilfe du spätestens übermorgen „entdeckt“ wirst und als neuer Stern am Model-Himmel oder neues Schauspieltalent  über Deutschlands TV-Bildschirme und Kinoleinwände flimmerst.

Also, darlings: das hier ist die Firma: http://www.coast-productions.com/ Wenn so ein Wisch in eurem Briefkasten landet: Makulatur.