Frau Lakritze hat’s kapiert :D

So. Die Frau Lakritz ist – nach einem langen, gemütlichen Frühstück mit dem Prinzen – endlich in der realen Zeit angekommen. Ich weiß, daß heute Freitag ist.  \o/  Gestern glaubte ich ständig, es sei bereits Freitag, und der Donnerstag schaffte es nicht, sich bei mir bemerkbar zu machen, der Arme. Daß ich im Zeitgefühl zu weit voraus war, dämmerte mir erst, als mir klar wurde, daß ich die Freitagsfüller einen Tag zu früh rausgeschickt hatte (muß wohl mal mit der TARDIS reden, was da los war… 😉 Also, Frau Lakritz: Heute ist Freitag, der erste Tag des Karneval-Flucht-Urlaubs des Prinzen. (Der Prinz macht uns übrigens nachher Currywurst mit Pommes 😃 )

Und euch wünsche ich ein schönes Wochenende! ❤

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Gestern Abend, ich saß am PC, hörte ich nebenher, wie das Pippilein mit ihrer typischen „eh-eh-eh!“ – Begrüßung nebenan in der Küche einlief. „Hallo, Pippilotta!“ sagte der Prinz. (Er nennt sie immer förmlich „Pippilotta“, während ich „Baby“ sage,oder „Pippse“ oder „mein Pippi-Puppi“.

„Pippilotta, du bist ganz schön fett geworden!“ hörte ich den Prinzen sagen.

Ich, empört: „Hallooooo?! Das ist Luxuskuschelmasse!“

Er: „Ähm, ich habe ihr nur gesagt, dass ihr BMI sehr hoch ist!“

Nicht übel, Prinz. Clever 😃. Und nun raten wir alle mal, woran man merkt, daß der Prinz wieder regelmäßig ins Sportstudio geht 😃 😃 😃

Herr Sonntag, der Wurm

Der Prinz ist kein Filmfan. Er schaut sehr gern Dokus, aber mit Spielfilmen kann er gar nichts anfangen. Er kann sich weder Handlungen noch Schauspieler merken. Das scheint für ihn so „interessant“ zu sein wie für mich, wenn er mir etwas über Ubuntu oder Linux erzählt. 😉

Kürzlich schlug der kleine Herr Sonntag mit der Pfote an die Terrassentür, die vom Büro in den Hof führt, weil er raus wollte. Das hat er sich bei den Katzen abgeschaut, der kleine Schlauberger. Der Prinz stand auf und öffnete die Tür einen Spalt – nicht zu weit, denn es war kalt. Der kleine Herr Sonntag guckte kritisch und versuchte dann, mit der Schnauze die Tür etwas weiter zu öffnen. „Komm, gib nicht so an, du paßt da durch!“ sagte der Prinz, und grinsend zu mir:

„Der hält sich für breiter, als er ist.“

„Vielleicht glaubt er, er sei der Hulk“, lachte ich.

„Ja“, grinste der Prinz, „Oder der Wurm aus dem Film da, den wir mal gesehen haben.“

Ich: “Wurm? Welchen Film mit einem Wurm haben wir gesehen?“

Prinz, genervt: “Ooch, Schatz, was weiß ich, wie der Film heißt – da war so ein großer Wurm… ein Animationsfilm, da war auch dieser komische Typ mit den schiefen Ohren, der rückwärts redet.“

Ich *atmet tief durch* „Schatz. Erklär es mir ganz ruhig, ja? Beschreib mir, worum es in den Film geht.“

(Ihr könnt euch vermutlich schon denken, von welchem Film er sprach – ich tappte aber völlig im Dunkeln!)

Er (noch genervter): „Aaach Schatz – als ob ich mir so blöde Filme merken könnte – es war ein Film, den wir geguckt haben. Und da war so ein animierter grüner Typ drin, der redete immer rückwärts.“ Verzweifelt schaute der Prinz mich an, während ich krampfhaft überlegte… und es mir langsam zu dämmern begann.

„Meinst du etwa…YODA?!“ fragte ich.

Der Prinz grinste erleichtert. „Jaa, genau!“

Ich: “Oh…Oh GOTT.“

*denkt*: So ein undankbares Balg – da arbeitet man an seiner cineastischen Bildung, und dann SOWAS!!!

Ich: Das ist kein Animationsfilm, Schatz. Star Wars ist ein normaler science fictionKultfilm. Und Yoda ist kein Wurm.“

Er: „Nee, den meinte ich auch nicht. Da war noch so ein komisches Viech, ziemlich riesig. Und häßlich.

Ich *überlegt, wer da in den Augen des Prinzen groß und häßlich sein könnte*

„Ähm… du meinst aber nicht Chewbacca, oder?!

Er: “Ja!“ „Genau den meine ich!“

Ich, unter Tränen: “Schatz..Chewbacca ist kein Wurm!“

 

ER, ungeduldig: „Na, ist doch egal, was der ist! Er ist groß und häßlich und Domi glaubt, er sei so breit und groß wie der!“

Ich:… “Ich ergebe mich, Schatz. Bärchen hält sich für Chewbacca, der ein Wurm ist. Joh. Is gut.“

Später zeigte ich ihm diesen genialen Chewbacca-Cartoon von Doug Savage.

„Cool“, sagte der Prinz. „Aber das ist nicht der Wurm, den ich meinte.“

Ich *krallt sich an Tischkante fest*: Ok. Kannst du ihn näher beschreiben?“

Er *überlegt*: Grünlich, fett, häßlich. So ein Wurm.“

Ich, fassungslos: „Du meinst Jabba The Hutt?!“

Er: „Jaa. Genau den meine ich.“

Okay. Wir wissen jetzt also: Unser Bärchen hält sich für Jabba the Hutt. Jetzt fehlt nur noch, daß er neben seinem Büro-Körbchen das Pippilein an einer Kette hält und das Pippilein doofe Zopfschnecken über den Ohren trägt.

Prinz abzugeben, günstig.

 

(NEIN, ich behalte ihn!!!)

 

 

Der Lacher heute früh

Diese Mail fand ich heute morgen in meiner Mehlbox, darlings:

Guten Tag,

wir haben die Analyse Ihrer Website: http://www.lakritzundschokolade.de durchgeführt.

Unsere Spezialisten haben eine niedrige Position der Seite in den Ranglisten von g-oogle festgestellt.

Für ein paar wichtige Schlüsselwörter erscheint die Seite nicht in den Ergebnissen – was die niedrigere Frequeder Besuche auf der Seite drastisch beeinflusst.

Aus diesem Grund geht ein potentieller Kunde anstatt zu Ihnen zur Konkurrenz.

Wir sind in der Lage in nur wenigen Tagen die Position Ihrer Website deutlich zu verbessern und dadurch den Umsatz sofort zu steigern!

MfG

[Name]

Typisch für mich, habe ich mich mal wieder provozieren lassen (bei offensichtlicher Dummheit kann ich bekanntlich nicht still bleiben) und habe dem armen Menschen eine Antwort zukommen lassen:

Guten Tag,

Guten Tag  [Name],

wir haben die Analyse Ihrer Website: http://www.lakritzundschokolade.de durchgeführt.

Interessant. Könnten Sie meinem Gedächtnis netterweise auf die Sprünge helfen und mir sagen, wann ich Sie mit dieser „Analyse“ meines Blogs (das aus meinem Privatleben berichtet und das lediglich, wenn ich die Statistiken richtig lese, ein paar Handvoll Leute interessiert), beauftragt habe?

Unsere Spezialisten haben eine niedrige Position der Seite in den Ranglisten von g-oogle festgestellt.

OH NEIN! WIE FURCHTBAR!

Dabei war es das große Ziel meines Lebens, ein Blog zu führen, das bei Google immer auf Platz eins erscheint!

Für ein paar wichtige Schlüsselwörter erscheint die Seite nicht in den Ergebnissen – was die niedrigere Frequeder Besuche auf der Seite drastisch beeinflusst.

HMMMMM… In meinem Blog fehlen also „wichtige Schlüsselwörter“, deshalb hat es „niedrigere Frequeder Besuche“… verstehe. Welche Schlüsselwörter sollte ich denn Ihrer Meinung öfter benutzen?  Hund Katze Maus? Gassi? Essen? Dorf? Idiot? Klopapier?

Aus diesem Grund geht ein potentieller Kunde anstatt zu Ihnen zur Konkurrenz.

Jaaa… das ist natürlich Scheiße, da haben Sie recht. Zumal ich plante, mit diesem Blog endlich meine Luxusvilla in Monte Carlo zu finanzieren. Aber wenn meine „Kunden“ nun zur Konkurrenz gehen, wird das ja wohl nix, ne?

Wir sind in der Lage in nur wenigen Tagen die Position Ihrer Website deutlich zu verbessern und dadurch den Umsatz sofort zu steigern!

Sind Sie das? Boooaaaah!! Ich bin ja voll beeindruckt – zumal ich absolut nicht  fähig bin, SEO-Texte zu verfassen, die eine Website im Google-ranking nach oben schieben (und genau das ist für ein privates Blog ja soooo wichtig, ne?)…  (Hinter Ihrem  „Lage“ fehlt übrigens ein Komma, Schätzelein.)

MfG

[Firma, Name]

Soweit ich informiert bin, schreibt man „ Mit freundlichen Grüßen“ immer noch aus.

-Ende –

Falls eine Antwort kommt, gebe ich Bescheid 😀 😀 😀

Witziges Paradoxon :D

Ich muss immer noch lachen, darlings – das war echt zu und zu schön heute:

Da hat heute Mittag unser straßeneigener Blockwart mal wieder gezeigt, daß er der personifizierte Dunning-Kruger-Effekt ist: Vor einigen Monaten hat mir das Ordnungsamt der Stadt einige Meter von unserer Haustür entfernt einen Behindertenparkplatz eingerichtet, der tagsüber meist frei wirkt, da ich ja noch nicht wieder selbst Auto fahren kann und der Prinz meist erst am späten Nachmittag heimkommt (je nach Arbeitszeit). Meine Therapien (Physio und Ergo) sind allerdings überwiegend am frühen Nachmittag oder auch mal Mittags, und alle meine Therapeuten, die übrigens zur Therapie ins Haus kommen, haben meine ausdrückliche Erlaubnis, auf diesem Stellplatz zu parken. Heute Mittag kam eine meiner (sehr attraktiven) Ergotherapeutinnen lachend zum Termin und erzählte, ein Mann habe sie auf der Straße angesprochen und gefragt, ob ihr aufgefallen sei, dass sie auf einem Behindertenparkplatz parke. Doch, allen Ernstes. (Ihre Beschreibung bestätigte meine sofortige Vermutung, daß der Dunning-Kruger-Effekt in diesem Fall unser straßeneigener Blockwart und Anzeigenfetischist war. Hm… Ob seine Frau weiß, daß er auf der Straße hübsche fremde Frauen anbaggert…? Ich warnte die Ergo vorsichtshalber vor, daß trotz ihrer Erklärung, ich wisse Bescheid und habe ihr das Parken dort erlaubt, noch eine Anzeige vom Ordnungsamt folgen könne.

Liebes Blockiwartischnuckiputzileini: Du solltest mal donnerstags vormittags auf die Straße gehen. Da kommt nämlich eine andere Therapeutin – und die parkt direkt vor unserem Haus! Da kommt man nicht durch!!! Da kannst du deinen Anzeigenfetisch richtig füttern. (Aber schrei bitte deinen Orgasmus dabei nicht wieder über die gesamte Straße – danke. Das wäre nett (und vor allem: Schau, daß du nicht Muttis gesamte Küchentücher dafür aufbrauchst. Sonst gibt’s Schimpfe und du darfst zwei Wochen lang nicht raus, nach Möglichkeiten für anonyme Anzeigen Ausschau halten).

(Man halte sich das mal vor Augen: Ausgerechnet der Mann, der meinen Zustand zusammen mit seiner Frau verursacht hat und der somit der Grund dafür ist, daß der Behindertenparkplatz überhaupt existiert, verteidigt  den Platz für mich gegen Falschparker…. *koppschüddel* (nein – natürlich nicht nicht für mich, sondern für sein krankes Ego…))

Übrigens, my dearies: Morgen ist US-Wahl und ich habe echt Schiß, daß der verrottende Halloweenkürbis gewinnen könnte. Erfahren werden wir das Ergebnis erst am Mittwoch – aber wie sind eure Einschätzungen?

„Bitte Filter reinigen!“ *blink*

Das Wartungslämpchen am Arschlochfilter blinkt. „Bitte Filter reinigen!“ heißt das. Guck an. Und ich dachte, ich hätte die Leute, die darin hängengeblieben waren (also die dicken Brocken), schon vor einer geraumen Weile herausgefischt und aus meinem Leben verabschiedet. Aber bei näherem Hinschauen hängen doch noch einige drin. Es sind eher kleine Bröckchen. Sie fielen mir bisher nicht sonderlich auf, weil sie in meinem Leben keine große Rolle spielen. Es sind einfach „nur“ Menschen, mit denen ich sehr gern mal wieder bei einem Kaffee oder Wein zusammensitzen und quatschen würde. Die frühere Lieblingskollegin von der Uni zum Beispiel. Die ich seit Dezember letzten Jahres nicht mehr kontaktiert habe. Weil mich ihre repetitive Schubladen-/Textbaustein-Antwort nervt: „ Ich hab grad so viel um die Ohren, ich melde mich, sobald ich den Kopf mal wieder frei habe!“ (Übersetzung ins Deutsche: „Wird nie passieren.“)

Okay, granted: Sie hat jetzt eine Patchwork-Familie mit vier Kindern (zwei sind ihre eigenen, die beiden anderen hat ihr neuer Lebensgefährte mitgebracht. Für mich klingt das wie „Pure Hölle, live und in Farbe“, und ich verstehe sehr gut, dass sie keine Kraft hat, sich ins Auto zu setzen und herzukommen, zumal sie meine Behinderung nur vom Hörensagen kennt und wohl  verunsichert ist, was sie da erwartet. Ebenso geht es vermutlich X und Y, einem ganz prima und interessanten Ehepaar (X = Lehrer und Y = Naturwissenschaftlerin), klug, gebildet, vielseitig interessiert und humorvoll. Tolle Gesprächspartner, die ich noch aus der Zeit kenne, als ich mit dem Ex-Gatten in der Pfalz lebte. Der Ex-Gatte und X waren Bekannte und wir hatten uns damals mit den beiden öfter zum Essen beim Italiener getroffen. Vor einigen Monaten hatte ich spontan den Kontakt wieder aufgenommen. „Er“ freute sich sehr, von mir zu hören, wir tauschten schnell die aktuellen Neuigkeiten aus, die sich in den fast 16 Jahren seit dem Glückstag meiner Scheidung ereignet haben. Während ich vom Hallamati erzählte, wurde er zunehmend stiller. Das Gespräch endete mit seiner Aussage: „Ja… ich hab‘ ja jetzt deine Telefonnummer. Wenn wir mal wieder Richtung Worms unterwegs sein sollten, rufe ich dich an, dann können wir uns ja mal irgendwo treffen.“ (Übersetzung ins Deutsche: könnt ihr euch denken.)

Leider war ich so dumm, die beiden einige Wochen später nochmal anzurufen, denn es war schönes Wetter und der Prinz und ich planten einen Trip an die Weinstraße, da hätte ein Käffchen mit den beiden praktisch am Weg gelegen.

Wieder hatte ich „ihn“ am Apparat. Natürlich war keine Zeit für ein Treffen („Die Kinder kommen zu Besuch“ – ok, ist ein guter Grund, schätze ich, die beiden sind inzwischen Großeltern).

Schlußsatz des Gespräches: siehe oben. Ich habe mich nicht mehr gemeldet.

Textbaustein Nr. 3 (frühere gute Freundin aus der Pfälzer Zeit): „ Ich hoffe, dass ich es bald mal schaffe,  in letzter Zeit [ insert lange Geschichte ]“

/sarkasmus on
Welch ein Zufall – „bald mal“ ist genau der Tag, den ich vorgeschlagen hätte, denn da paßt es mir perfekt! /sarkasmus off.

Zum Glück ist so ein Filter schnell gereinigt: einmal unter einen kräftigen Wasserstrahl halten ( => Kontaktdaten auf dem  Handy löschen) und gut ist.

P.S: das wunderbare Wort „Arschlochfilter“ habe ich bei der großartigen Frau Gehlhaar entdeckt, die auch so ein Ding hat und die mir netterweise erlaubt, das Wort zu benutzen – danke, Laura!

Kopf –> Tisch

Lidl hatte den bevorstehenden Fußball-Horror im Werbeprospekt tatsächlich beworben mit dem Spruch Celebrate Football! Doch, ehrlich. Der Prinz zeigte es mir und hielt mir gleichzeitig Riechsalz unter die Nase 😀

Inzwischen hat jemand offenbar die Firmenleitung auf ihre Peinlichkeit aufmerksam gemacht, denn zumindest von ihrer Webseite haben sie diese Katastrophe entfernt. Die Prospekte lagen der Tageszeitung bei, die können sie nicht mehr zurückholen. Selbst schuld – so etwas läßt man auch vorher durchsehen! ( Leider kein Foto – der Prospekt ist wohl schon im  Papiermüll, sorry!)