Mag ik mal even voorstelen?

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Das ist Artoo, unser neues Haushaltsmitglied. Er heißt „Artoo“, wie die Geeks unter euch vermutlich schon erraten haben, weil er in seiner Form an R2D2 erinnert (bis auf den langen „Hals“ jedenfalls).

Einen Entsafter wünschen wir uns schon länger. Am Samstag habe ich mich in Mannheim mit einer früheren Kollegin von der Uni getroffen. Wir Mädels haben uns im Stadthaus N1 in einem Café bei Latte Macchiato und Himbeersahnetorte niedergelassen. Der Prinz ergriff klugerweise die Flucht und schaute sich bei Engelhorn Sports um 😀 Dort hatten sie eine Fruchtsaftbar aufgemacht. Der Prinz trank mehrere frisch gepreßte O-Säfte mit anderem Obst drin und war begeistert.Er setzte mich zu Hause ab und machte sich sofort auf die Suche nach einem Entsafter, der praktisch und nicht so teuer ist, daß wir uns in die Sklaverei verkaufen müssen 😉  Der kleine Artoo von Philips gefiel ihm auf Anhieb, und so zog der Keine bei uns ein (bei Philips hat er natürlich nicht so einen coolen Namen ; )) . Der Prinz kaufte – im Hinblick auf die kommende  Fastenzeit – gleich eine größere Menge an Äpfeln, Orangen und Ingwer. „Das wird eine gesunde Fastenzeit!“ sagte er erfreut. Darauf freue ich mich auch.Vermutlich werden wir aber morgen essenstechnisch nochmal lecker zuschlagen, der Prinz hat chinesisch vorgeschlagen. Das hatten wir auch schon lange nicht mehr, ich freue mich darauf.

Übrigens ist Artoo für mich super gut mit einer Hand zu bedienen, das freut mich so!  Der Prinz hat vorgeschlagen, daß er mir Orangen und eine Zitrone abends schält und in einen Frischhaltebeutel verpackt, damit ich sie morgens zum Entsaften nutzen kann. Äpfel, wenn sie klein genug sind, kann man ganz in den Schacht einlegen. Artoos Motor ist erstaunlich leise. Der kleine Herr Sonntag fand es nicht in Ordnung, daß seine geliebten Möhrchen ebenfalls in dem merkwürdigen Brummding verschwanden. (Nach einer Scheibe Schinken war es aber dann doch ok 😉 ) Inzwischen habe ich einen Lieblingssaft: Apfel-Orange-Ingwer!

 

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Perfekte Lösung!

Schaut mal, darlings, was ich gerade in meiner Twitter-timeline entdeckt habe: Diese super Rollstuhlrampe!

rampe

Da hat doch jemand mal richtig mitgedacht – ich bin begeistert.

*beißt Muster in Schreibtischkante*

Wer bei Twitter ist und sowas öfter sehen möchte: Der account heißt_youhadonejob1.

Frau Lakritz ist genetisch zugeordnet :D

Vor einigen Wochen hatte ich ja erzählt, daß ich mir bei myHeritage das DNA-Testkit bestellt hatte, in diesem Beitrag.

Inzwischen fragte ich mich schon, ob sie mich vergessen hätten, aber gestern kam die Mail mit meiner Auswertung. Mit großem Herzklopfen klickte ich auf den Link- und war zuerst mal sehr enttäuscht, denn: keinerlei Hinweise in meiner DNA weisen auf eine genetische Verbindung mit England oder Schottland hin. Aber immerhin, interessant ist es schon, finde ich, schaut mal:

Screenshot dna

Der Prinz meint, die 6,8 % Italien erklärten, warum ich so ein chaotischer Mensch bin. Nun, die Sprache liegt mir sehr, auch die nordischen Sprachen. Ich war mehrmals in Norwegen und Dänemark und habe mich da schnell zurechtgefunden und sehr wohl gefühlt. Jedenfalls finde ich es spannend, welche genetischen Verbindungen sich in der Welt mit meiner DNA finden lassen. Da würde ich gern tiefer hineingucken! (Trotzdem hatte ich ja insgeheim gehofft, daß da steht „ 80% England“ oder so…  😉

Rate mal

Gestern Abend, ich saß am PC, hörte ich nebenher, wie das Pippilein mit ihrer typischen „eh-eh-eh!“ – Begrüßung nebenan in der Küche einlief. „Hallo, Pippilotta!“ sagte der Prinz. (Er nennt sie immer förmlich „Pippilotta“, während ich „Baby“ sage,oder „Pippse“ oder „mein Pippi-Puppi“.

„Pippilotta, du bist ganz schön fett geworden!“ hörte ich den Prinzen sagen.

Ich, empört: „Hallooooo?! Das ist Luxuskuschelmasse!“

Er: „Ähm, ich habe ihr nur gesagt, dass ihr BMI sehr hoch ist!“

Nicht übel, Prinz. Clever 😃. Und nun raten wir alle mal, woran man merkt, daß der Prinz wieder regelmäßig ins Sportstudio geht 😃 😃 😃

Sag niemals nie…

Achtung – langer Text!

Wie James Bond so schön sagte, my darlings: Never say never again

Seit Jahren schon versuchte der Prinz, mich für ein Liegerad zu begeistern. Immer wenn jemand in so einem Ding an uns vorbeiflitzte, sagte er: „Siehst du, Schatz, sowas fände ich für dich klasse.“

„Auf keinen Fall!“ war meine Standard-Antwort. „Viel zu niedrig, auf Auspuff-Höhe der Autos, außerdem sehen mich die Autofahrer so weit unten gar nicht! Ich bin nicht lebensmüde, nee danke.“

Der Prinz erklärte mir, daß ich ja nicht so ein Rad fahren solle, bei dem der Fahrer auf dem Rücken in einer Art „Boot“ liegt, mit einem Rad vorn und hinten. Es gebe ja auch trikes (zwei Räder hinten, eines vorn), mit einem bequemen aufrechten Sitz. Auch das war mir nicht geheuer – „unbequem und immer noch zu niedrig“, dachte ich. Und die Angst vor den Autos!

Aber neugierig war ich schon. Als ich mit Hubert, meinem Physiotherapeuten, darüber sprach, war er Feuer und Flamme. Er schlug mir vor, bei der Lebenshilfe zu fragen, ob ich dort mal Probe fahren könne, denn die haben drei Stück davon. Ich rief an und fragte, kam aber nicht weiter, denn die Telefonisten verwiesen mich nur von einer Person an die nächste, die auch nichts wußte. Der letzte Anstoß kam über Facebook. Dort bin ich mit einer Frau in Kontakt, die an Multipler Sklerose leidet. Mit ihr tausche ich mich ab und zu über Behinderten-Themen aus. Einer ihrer Kontakte zeigte ein Foto seines neuen trikes – genauso eins, wie der Prinz mir immer wieder gezeigt hatte. Ich schrieb ihn sofort an und fragte nach Details. Er verwies mich an die Firma Hase. Deren Verkaufsleiter, ein sehr fitter junger Mann, riet mir, mit der Händlersuchfunktion auf der Seite einen Händler zu suchen, der Reha-Erfahrung hat. Tatsächlich fand Tante Google so einen, hier in der Region. Sie gaben mir einen Termin und am Samstag vor vier Wochen fuhren wir hin. Das Geschäft ist ein Fahrradgeschäft, in dem hauptsächlich leidenschaftliche Rad-Fans und Fachleute arbeiten – und eben eine sehr kompetente Reha-Beraterin.

Die Beraterin hatte schon ein Modell für mich bereitgestellt, das TRIX. Eigentlich ist das TRIX für behinderte Kinder und Jugendliche gedacht, aber die Beraterin sagte, bei meinem geringen Gewicht passe das noch prima für mich. Mit dieser Frau fühlte ich mich sofort wohl, denn es war deutlich zu spüren, daß ihr das große Freude bereitet, behinderte Menschen zu beraten und das jeweils passende Rad für die einzelnen Personen zu finden. Aufgrund der Fragen, die sie mir stellte, vermutete ich, daß sie Physiotherapeutin sei, aber das war tatsächlich nur ihre Berufserfahrung durch die jahrelange Beratung.

Der Clou ist: Das TRIX hat eine Heilmittelnummer, ist also als Therapiegerät anerkannt. Das heißt nun nicht, daß die Krankenkassen einem das automatisch genehmigen, aber auch für das Beantragen ist die Beraterin da.

Sie riet mir, zur Probe eine Runde um den Block zu drehen. Sie zeigte mir dabei gleich, wie ich mich am besten auf dem Sitz niederlasse und wie ich das linke Bein befestige, damit das Knie nicht nach innen abkippt.

Kinners: sobald ich saß und fünf Meter gefahren war, waren alle meine Bedenken und Vorurteile weg! Ich war völlig baff und verblüfft, wie bequem und komfortabel das Rad ist! Der Prinz blieb neben mir, während ich vorsichtig die Straße entlang manövrierte und immer begeisterter wurde 😃 Leider wehte ein eisiger, schneidender Wind, das verdarb den Spaß ziemlich.

Hier, guckt mal:

kettoben

Nie hätte ich geglaubt, daß das Sitzen und Fahren auf dem Trike so komfortabel ist!

Die Beraterin gab mir den Hinweis, daß Empfehlungen meiner Therapie-Praxen für einen Antrag bei der Krankenkasse hilfreich sein könnten. Von der Ergo- und der Physio-Praxis habe ich die Empfehlungen schon hier, der Neurologe in Mannheim hat mir auch seine Hilfe angeboten.

Dennoch wird die KK nicht einfach so sagen „Ja klar, machen wir!“, denn das TRIX ist zwar ein großartiges Therapiegerät, das mir viel bringen kann (Herz/Kreislauf, Stärkung der Muskulatur, Immunsystem… ), aber es ist eben kostentechnisch  aufwendiger als diePhysiotherapie, die hier bei uns zu Hause läuft. Aber die Beraterin kennt sich gut aus mit solchen Anträgen, und sollte es klappen, daß meine Kasse mir ein TRIX genehmigt, dann wäre es frühestens im Frühjahr soweit.

Und auch dann würde wohl ein dicker Eigenanteil an mir/uns hängenbleiben. Wenn dieser unsere finanziellen Möglichkeiten überschreitet – was wahrscheinlich ist – , dann würde ich versuchen, es über ein Crowdfunding zu finanzieren, wie meine Freundin Yvonne es vor einiger Zeit mit der Herausgabe ihres Buches vorgemacht hat.

Das TRIX soll einen E-Motor bekommen, damit wir auch mal in bergigen Gegenden fahren können. (Der Prinz hat sich in diesem Sommer bereits ein E-bike angeschafft, weil er sportlicher werden möchte).

Yvonne hatte damals für alle, die bereit waren, dem Buch über das crowdfunding zu helfen, angeboten, sie im Buch zu nennen, mit einem Dank.

Meine Idee ist, dann ein neues Blog zu gründen, das ich „Fünf Räder, acht Beine“ oder „Acht Beine, fünf Räder“ nennen und in dem ich unsere Trips mit den Rädern und Herrn Sonntag festhalten will. (Zusammen hätten unsere Räder fünf Räder, und wir beide mit Herrn Sonntag kommen auf acht Beine.) Da könnte ich gleichzeitig Tipps für Behinderte unterbringen – welche Wanderwege, Restaurants, u. s. w. sind barrierefrei… und der Mausebär könnte dabei nach Herzenslust rennen ❤

In dem Blog könnte ich dann auch die Spender nennen (falls ok für sie) und/oder ihr Geschäft/Unternehmen vorstellen. Einer meiner Physiotherapeuten hat mich schon aufgefordert, ihm über Facebook Bescheid zu geben, wenn ich das crowdfunding starte, er sei dann dabei. Lieb, oder?!

Was haltet ihr von dem Projekt, darlings?

So war’s…

Na, meine Lieben, hattet ihr ein schönes Weihnachtsfest?

Geschenktechnisch hat mich der Prinz ganz schön ausgetrickst 😃, das muss ich euch erzählen!

Gemäß einer jährlichen Anweisung hatte ich bei Tante Amazonien einen Wunschzettel „Weihnachten 2017“ angelegt (und gleichzeitig einen für „Geburtstag 2018“ 😉 ) – ohne ahnen zu können, daß der hinterlistige Kerl mein Weihnachtsgeschenk bereits im Juni (!)  klargemacht hatte und es schon seitdem im Haus war!

Im Juni waren wir nämlich zu einer Vernissage in Karlsruhe eingeladen. Ich schrub ja schon einmal, daß der Prinzensohn dort eine Ausbildung zum Fotografen macht. Der Chef und Ausbilder des Prinzensohnes hat dort nicht nur ein Fotostudio, sondern auch eine Galerie. Im Juni arrangierte er eine Ausstellung für einen Künstler aus seinem Bekanntenkreis: Quint Buchholz. Der Prinzensohn lud uns zur Vernissage ein und ich bekam Schnappatmung, denn Quint Buchholz ist für mich einer meiner Helden unter den Buchillustratoren. Ich liebe seine zart-poetischen Traumbilder schon seit vielen Jahren, und nun sollte ich ihn persönlich kennenlernen können… Die Ausstellung war ganz wunderbar, und hätte ich an diesem Abend Geld übrig gehabt, wären einige der Bilder sicher mit uns heimgekehrt. Der Prinz und Herr Buchholz hatten ein längeres Fachgespräch über Grafik, so daß ich mir jedes einzelne Bild gründlich ansehen konnte. Es war voll und das Gedränge überforderte mich irgendwann.

Unter dem Weihnachtsbaum also, nach der köstlichen Hühnersuppe nach Omas Rezept und bei einem Glas Sekt, überreichte der Prinz mir das hier:

quint titel

quintwidmung

Er verriet mir, daß der Chef des Prinzensohnes ihm das Buch reserviert und Quint Buchholz um die Widmung gebeten hatte. Lieb, oder? Ich habe mich jedenfalls riesig gefreut. Buchholz und Rotraud Susanne Berner sind Illustratoren, derentwegen ich ein Buch jederzeit blind kaufen würde, nur um die Bilder ansehen zu können. Der Prinz hat dieses Buch ausgesucht, weil es fast alle Bilder enthält, die ich am Ausstellungsabend angeschmachtet hatte ❤

Was mir besonders gefiel: Quint Buchholz hat die Bibel illustriert. Wun-der-schön!!!

Allein wegen des Bildes zu meinem Lieblingspsalm (23 natürlich, welcher sonst? 😉 ) würde ich das Buch kaufen bzw. steht es auf meinen Wunschlisten.

Mein Geschenk für den Prinzen kam allerdings, wie angekündigt, erst heute:

obamabuch

Ein bißchen ist es auch ein Geschenk für mich, denn der Prinz und ich sind große Obama-Fans (und entsprechend angewidert von dem Ding, das im Januar das Weiße Haus besetzt hat). Der Prinz bewundert den Kollegen Pete Souza schon lange für seine sensiblen, aussagekräftigen Fotos. So hatten wir beide viel Freude mit unseren Geschenken (und die Katzen mit dem, das bei der Zubereitung der Ente abfiel, die der Prinz als Festessen eingeplant hatte.

Auch schön: Dieses Jahr haben der Prinz und ich mal wieder mit richtig viel Spaß Weihnachtskarten geschrieben, vor allem an unsere liebsten Nachbarn hier im Viertel. Die meisten konnte der Prinz selbst einwerfen, beim Abendgassigang mit Herrn Sonntag. Zu unserer Freude kamen etliche Echos zurück, darunter eine Weihnachtstüte mit Plätzchen und Hundeleckerli-Pröbchen, die am Tor hing (und von der die Buchhändlerfreundin bestimmt wieder nichts weiß 😉 )

Der Prinz hat sich noch bis zum Dreikönigstag freigeschaufelt, juhu!

Wie war euer Weihnachten?

schnell gezeigt:

orthschuhseit

Der Orthesenschuh (dies ist der rechte, mit für mich angepaßter Einlegesohle, um den Höhenunterschied zur Orthese auszugleichen. Cool, oder? Knopf lösen, Rückseite runterklappen, mit Orthese reinschluppen, Knopf zudrehen, loslaufen. Es gibt geniale Menschen, deren Beruf (ung) es ist, sowas zu erfinden! Sooo geil! (Eigentlich wollte ich die Schuhe in Blau, aber derLieferant hat es etwas verpeilt.Na, ich soll noch ein Paar bekommen…)