Leckere Geschenke

Vorgestern hatten wir einen gemütlichen Abend, darlings. Peter, unser Ortsvorsteher, und seine Lebensgefährtin hatten uns zu sich eingeladen, zu einem gemütlichen Abend auf der Terrasse.

Die zwei sind gerade von einem Südfrankreich-Urlaub zurückgekommen und hatten uns etwas mitgebracht, das sie uns überreichen wollten.

Um Pfingsten herum hatte unser Dorf sein 1.225. Jubiläum gefeiert, kurz danach wurde Peter 50 Jahre alt. Da das Wetter warm und sonnig war, hatte er sich kurzerhand eines der Festzelte von der 1.225-Jahr-Feier reserviert, die noch auf dem Sportplatz standen. Der Prinz und ich waren uns nicht sicher, was wir ihm schenken könnten, so fragte ich einfach M., Peters Schwester, die zufällig auch eine Kollegin des Prinzen ist. M. und ich verstehen uns sehr gut und hängen öfter mal miteinander ab, vorwiegend in der Eisdiele bei Esther und Alessio 😉 M. verriet uns, daß Peter und seine Gefährtin leidenschaftliche Wohnmobilisten seien. Das war ein guter Tipp, so suchten wir beim Buchhändlerfreund einen kleinen Bildband über Wohnmobilreisen in Europa heraus, den wir Peter bei der Geburtstagsfeier überreichten. Er freute sich sehr. Kurz danach feierte M. Ihren 60. Geburtstag. Da sie, wie ihr „kleiner“ Bruder, in unserer Straße wohnt (unten, am Anfang), konnte ich bequem mit Olli hinrolli-en 😉  Eine weitere Kollegin des Prinzen, E, begleitete mich zusammen mit ihrem Mann dorthin (diese beiden laden uns öfter zum Essen o.ä. in ihren Wohnwagen ein, der auf einem Campingplatz am Rhein steht). Auch mit dieser Kollegin bin ich hin und wieder in der Eisdiele anzutreffen 😀 ). Bei M.s Geburtstagsfeier waren natürlich auch Peter und seine Gefährtin (die im Dorf den liebevollen Spitznamen “First Lady“ hat) anwesend. Sie erzählten uns, daß sie einen Urlaub in Südfrankreich planten, in der Provence. Der Prinz und ich gerieten gleich ins Schwärmen, denn in der Camargue haben wir mal zwei wunderschöne Urlaube verbracht. Wir rieten ihnen, unbedingt am Donnerstag den Wochenmarkt in Arles zu besuchen und dort Salami zu kaufen, die die Bauern dort in zahllosen Varianten selbst herstellen – Ente,(meine liebste) und andere Tiere, zum Beispiel Esel (schmeckt leider sehr gut, dafür schmeckt die vom Stier widerlich streng!), außerdem mit verschiedenen leckeren Zutaten wie Nüssen, Kastanien, Pistazien,etc…. Ein Traum! Außerdem beschrieben wir ihnen, wo in Arles das „Café La Nuit“ und die alte Klappbrücke aus Van Goghs berühmten Gemälden zu finden sind (das schafften sie aber zeitlich nicht mehr). Jedenfalls teilen sie nun unsere Leidenschaft für die Camargue, deshalb wollten sie uns mit leckeren Andenken beschenken: Sie brachten uns eine Flasche Rotwein, eine Flasche Olivenöl und eine Salami aus Arles mit (Sorte noch unbekannt 😉 )

Wir saßen gemütlich einige Stunden auf der Terrasse und redeten über Gott und die Welt (ich mit zwei Jacken, da es gerade mal 16 Grad waren). Wir lachten viel und deswegen fiel mir kaum auf, wie viel von dem köstlichen Rosé ich trank, den Peter von einem der Winzer hier im Dorf bezieht. Er hatte auch neuen Wein da, den ich ebenfalls probieren mußte. (Ich liebe neuen Wein!) Ich war überrascht, als ich vom Tisch aufstand, weil wir zu unserem Bärchen nach Hause wollten: Ich hatte kaum Gleichgewicht, so daß der Prinz mich an der Hand zu Olli führte 😀 (Das war übrigens eine Ausnahme – ich trinke meist Wasser oder Saftschorle, da ich wegen der Epilepsie-Medikamente mit Alkohol aufpassen muß. Aber inzwischen habe ich gelernt, wieviel noch ok ist bzw. wann ich umsteigen sollte auf Wasser etc.) Das war mal ein richtig schöner Abend *hach*, und Peter und Petra wollen das baldmöglichst wiederholen. (Na, gerne!)

Advertisements

Amarenabecher!

Es gibt mal wieder etwas zu feiern, my darlings, nämlich: heute bin ich sechs Jahre anfallfrei!

Den letzten epileptischen Anfall hatte ich am 5.Juli 2012, und der besseren Dramatik wegen hatte ich ihn mitten in der Innenstadt von Bonn, direkt vor dem Bonner Münster. 😀 Hier hatte ich das schon einmal  erzählt.

Inzwischen hat sich die Tradition etabliert, daß wir auch diesen Tag jedes Jahr feiern, nämlich damit, daß wir großartig Eis essen gehen. Dazu fahren wir natürlich rüber zu Esther und Alessio, zur „Casa del Gelato“ in Offstein. Da esse ich dann einen riesigen Amarenabecher, der Prinz einen Schwarzwaldbecher oder ein Banana Split. Da das Einnehmen meiner Medikamente morgens und abends für mich längst zur Routine geworden ist, so wie Zähneputzen, denke ich mir, daß ich auch in den nächsten Jahren am 5. Juli noch zu meinem heißgeliebten Amarenabecher kommen werde 😀 Und im November, am 11., steht dann das übliche „Ich hab‘s überlebt!“ – Essen im Tivoli auf dem Plan, mein zweiter Geburtstag.

Es ist schon eigenartig, wie viele positive und freudevolle Ereignisse sich aus so einer Sch*##** Erkrankung ergeben können… Nach wie vor wüßte ich ganz gerne, was für ein Ritual das denn nun war, das die Nachbarin in der Nacht des 11.11. 2011 abgezogen hat, um mich fertig zu machen… hast du dir ein Voodoo-Püppchen gebastelt, Claudia, und es mit Nadeln gespickt? Das wäre interessant, denn ich habe bereits in meiner allerersten Reiki-Unterrichtsstunde gelernt, daß die Energie, die ich an andere Menschen abgebe, zu mir zurückkommt… Deswegen habe ich den Kerl, der 2007 unsere Katze Missy totgefahren hat, nicht verflucht. Ich hätte es zu gern getan, aber das, was ich im Reiki gelernt habe, sitzt zu tief. Du, liebe Claudia, solltest also dein Geld für deinen Reiki-Unterricht zurückverlangen 😉 Und wundere dich nicht,wenn du dich demnächst mit dem Thema „Schlaganfall“ aus nächster Nähe vertraut machen darfst – ich denke, daß Reiki und Karma da verwandt sind.

Wie auch immer, darlings, damit setze ich mich hier nicht weiter auseinander, manche Menschen sind es einfach nicht wert –  aber: Amarenabecher rulez!!! 😀 😀 😀