Wieder zurück (ungern!)

Wir hatten, wie viele andre auch, den Feiertag für ein langes Wochenende oben in der zweiten Heimat genutzt, darlings (Bericht und Fotos folgen!) Es war soooooo schön – der kleine Herr Sonntag, der ja eigentlich ein „Iiih , das ist nass!“ – Hund ist, traute sich am Hundestrand in Norddeich sogar ins Wattenmeer! (Bis zum Bauchnabel 😊 ) Heute (Montagabend) sind wir naßgeschwitzt zurückgekehrt, nach gut sechs Stunden bei über 30 Grad im Auto (hechel).

Morgen soll es noch wärmer werden, meine Ergotherapeutin hat mir „hitzefrei“ gegeben, da kann ich in Ruhe einen kleinen Bericht schreiben (Obwohl ich gar nicht sicher bin, ob hier überhaupt noch jemand mitliest, nach der langen Pause, die ich gemacht habe?)  😃

Na, sehe ich ja dann – also, bis morgen!

Malou!

Erwähnt hatte ich sie ja schon kurz, darlings: die süße Malou, ein Mix aus Jack Russell-Terrier und Beagle. Sie gehört den Nachbarn hier und kommt täglich vorbei, um nach Eßbarem zu schauen (denn hat die typische Verfressenheit des Beagle geerbt). Malou ist durch  und durch fröhlich und freundlich, einfach bezaubernd, und sie kann sich so sehr freuen, daß man sich mit ihr freuen muß, denn sie lacht über ihr ganzes hübsches Gesicht und wedelt so heftig, daß ihr gesamter  Körper mitwackelt. Es ist ansteckend fröhlich. Der kleine Herr Sonntag hatte von der ersten Minute an keine Chance. Malou überrollte ihn förmlich mit ihrer Freude, als wir ankamen, und sofort tobten beide wild über die Wiese vor dem Haus. Jetzt kommt Malou jeden Morgen und holt ihn zum Spielen ab ❤.

Das ist Malou:

malou

Und hier toben die zwei:

MHS

Unsere  Ferienwohnung war früher die Tenne des Hofes, daher ist das Fenster im Wohnzimmer tief angebracht, weil diese Wand nicht so hoch ist wie übliche Normwände . Das heißt, daß Herr Sonntag mühelos seine Vorderpfoten auf die Fensterbank legen und hinausschauen kann (unser Hund ist ein Fensterrentner!). Er tut das immer, wenn wir Malou erwähnen, dann guckt er, ob sie draußen ist ❤ . Streit gibt es, wie gesagt, nur, wenn sie seinen Futternapf „reinigt“.

Heute früh  (Erzählung des Prinzen): Malou sitzt vor der Haustür und fiept nach ihrem neuen Freund. Herr Sonntag setzt sich vor das Bett, starrt  den schlafenden Prinzen an und fiept ebenfalls, unterstrichen mit „Whff“ ( so ein Prusten durch die Lefzen, Hundebesitzer kennen das). Prinz öffnet mühsam die Augen, Herr Sonntag fiept sehr aufregt und tänzelt unruhig umher („Malou ist draußen, du mußt mir ganz schnell die Tür aufmachen!“)  Ich schlief noch fest und bekam das nur wie von weit her mit. Wach wurde ich erst, als aus dem Wohnzimmer das Bellen erklang, das er nur macht, wenn der Prinz ihm sein Geschirr anlegt. Ich dachte, die beiden wollten eine Gassi-Runde drehen, aber als ich in die Küche wankte und nach Kaffee suchte, war der Kleine schon wieder drin. Der Prinz hatte ihn zu Malou hinaus gelassen und die beiden hatten getobt. Natürlich hatte Malou seinen Abendessen-Rest verputzt. Sein Geschirr trug er aber, darauf besteht der Prinz für den Fall, daß Herr Sonntag mal verloren gehen sollte. Denn am Geschirr hängt die Plakette mit seinem Namen und der Handynummer des Prinzen.

Wir sind froh, daß es die fröhliche kleine Malou hier gibt und Herr Sonntag so auch mal „hündischen“ Sozialkontakt hat. Zu Hause sind die anderen Hunde ja meist entweder hinter einem Zaun oder an der Leine. Und da diese Wohnung hier in mehrerer Hinsicht ideal für uns ist (ebenerdig, näher an Oldenburg als die bisherige), werden wir in Zukunft wohl häufiger hier sein.

Unterirdisch

… ist das Wetter hier, my dearies – bei euch auch? Nuja, es ist eben April – kalt, windig, grau und naß wechseln sich mit Sonnenschein ab. Aber die Sonne lügt! Optimistisch fuhren wir gestern trotzdem nach Oldenburg hinein, aber Spaß machte das nicht. Nur der kleine Herr Sonntag freute sich.  Er findet es toll hier. Außer natürlich, wenn Malou, die süße Nachbarshündin (Jack Russell X Beagle) kommt und ihm sein Futter wegfrißt, das vom Vorabend noch da steht und das er eigentlich in Ruhe frühstücken wollte 😃 Wir besuchten Edda in der Schmiede, die erst Herrn Sonntag, dann uns um den Hals fiel, und machten mit ihr was zum Abendessen aus.

Es plästerte den ganzen Tag vor sich hin, und wenn es mal aufhörte, war der Wind schneidend kalt. Wir wohnen auf einem Bauernhof, hier stört das Wetter also niemanden, die sind alle abgehärtet hier 😉

Seit ich Weihnachten 2015 in der Ferienwohnung in Detern  stürzte  und mir das Handgelenk brach, waren wir nicht mehr hier. In der Stadt hat sich einiges verändert, was Geschäfte betrifft. Einige sind gar nicht mehr da oder machen jetzt ganz was anderes. Aber alle sind heftig im Oster-Modus.

Johannes, dem der Hof hier gehört, hat auf einem kleinen Feldstück hinter den Ställen schon einen riesigen Haufen Brennmaterial für das Osterfeuer angehäuft, heute Abend um 19.30 geht es los. Wir sind eingeladen und gespannt, was Herr Sonntag dazu sagt.

Übrigens habe ich hier in der Wohnung doch noch eine Ecke gefunden, in der ich Internetempfang habe: Auf dem Sofa am Fenster. Allerdings muß das Schlepptop dazu auf dem Couchtisch stehen und ich sitze entweder sehr unbequem vorgebeugt und kann nicht atmen oder ich tippe Texte am Küchentisch und ziehe zum Veröffentlichen in die Sofa- Ecke rüber. Am Küchentisch tippen geht ganz gut, denn da kann ich auf meinem Ballkissen sitzen (trainiert die Rumpfmuskeln).

Gestern Abend holten wir Edda ab, um unser inzwischen zur Tradition gewordenes Essen Im Vapiano zu genießen. Edda ißt, wie wir, sehr gern bei Vapiano, geht aber nicht allein hin. „Ohne euch ist das nicht richtig“, lacht sie immer. Uns geht es allerdings genau so. Unser gemeinsames Anstoßen auf unsere Freundschaft, das gehört einfach dazu. Wenn der Prinz und ich in einem anderen Vapiano essen (zum Beispiel in Mannheim, an unseren Geburtstagen), fehlt sie uns, dann schicken wir ihr immer eine SMS: „Sitzen in XY bei Vapiano und denken an dich❤ !“  Das freut sie immer sehr.

Das war jetzt ein etwas wirrer Bericht, aber wir sind ja noch etwas hier, das sortiert sich noch *fg* Ich wünsche euch und euren Lieben schon mal schöne Ostern!

Laaaahmarschig

… bis gar nicht vorhanden ist die Internetverbindung hier, darlings. Ich habe den Töle-komm-Stick dabei, den ich im letzen Urlaub hier in Leer gekauft hatte, aber man kann den Seiten entweder beim Aufbauen zugucken und dabei Socken stricken oder die Verbindung bricht gleich ab. Deshalb wird während des Urlaubs vermutlich eher weniger Neues hier erscheinen *genärft kuck*

Der Backofen mit Fell

darlings,

gestern Abend (Sonntag) kamen wir hier auf unsrem Ferienhof in Barßel bei Oldenburg an, bei herrlichstem und superwarmem Sonnenschein. Heute ist es leider sehr kalt, mit schneidendem Wind ☹.

Da sie uns in Harkebrügge als Mieter ja nicht mehr wollen (es sei denn, wir kommen ohne Hund, und da können sie warten, bis die Hölle zufriert), haben wir hier auf dem kleinen Bauerhöfchen eine supertolle Ferienwohnung gefunden, die ideal ist: völlig ebenerdig, gemütlich und hochwertig eingerichtet , landschaftlich herrlich gelegen und passend zu unserem Budget (uuund: niedriger Einstieg in die Dusche! Yay für mich!). Als wir ankamen, waren die Vermieter noch unterwegs, aber der Schlüssel steckte von außen, so daß wir schonmal einziehen konnten. Die Tochter war gerade kurz da, weil sie nach ihren Westernpferden sehen wollte, die noch auf dem elterlichen Hof stehen (und um die der kleine Herr Sonntag einen großen Bogen machte). Sie begrüßte Herrn Sonntag enthusiastisch und erzählte, daß ihr Hund Bobby im letzten Oktober mit 18 Jahren an Krebs gestorben sei. Das tut uns sehr leid, denn Bobby war ein freundlicher kleiner Kerl, den wir gern mochten. Der kleine Herr Sonntag fand alles hier ungeheuer aufregend, sowohl die Wohnung als auch den Hof. Nur die Kühe, die dem Nachbarn gehören und die jedes Jahr hier in der Scheune überwintern, waren ihm unheimlich. Er kam aus dem Schnuppern gar nicht mehr heraus und flitzte mit breitem Lachen übers ganze Gesicht wie angestochen hin und her. Alles sooo spannend! Er spürte natürlich auch, daß der Prinz und ich entspannt waren und uns freuten, hier zu sein (vor allem, als die bestellte Pizza kam und der Prinz die mitgebrachte Flasche Syrah geöffnet hatte).

Heute nach dem Frühstück zeigte der Prinz dem kleinen Herrn Sonntag den Hof, hatte aber nicht bemerkt, daß die Kaninchen der Tochter in ihrem (ausbruchsicheren) Freigehege neben der Pferdekoppel unterwegs waren. Bei Herrn Sonntag brach natürlich der Jagdinstinkt des väterlichen Galgo-Anteils durch. Er rannte wild bellend um das Gehege und war völlig taub für die Rufe des Prinzen. Die Karnickel sind Hunde gewöhnt, sie kennen Bobby und Malou, die kleine Hündin der Nachbarn. Auf Herrn Sonntags Radau reagierten sie höchstens mit Klopfen auf den Boden.

Der Prinz hatte sich gestern Abend beim Rennen mit dem Mausebären einen Muskel gezerrt und kam humpelnd ins Haus, um den Stofflöwen zu holen, den das Bärchen zu Weihnachten bekommen hat (und der natürlich mit in den Urlaub mußte).

„Der Kerl hört wie ein Backofen!“ sagte der Prinz genervt. (Das ist eine Redensart in seiner Heimatstadt für Kinder, die ungehorsam sind.)

Mit dem Löwen lenkte er den Kleinen soweit von den Kaninchen ab, daß er ihn anleinen konnte. Dann gab es eine Standpauke für Herrn Sonntag, in der er dem Kleinen klar machte, daß „Komm“ nicht nur ein Zufallswort ist, sondern eines, das hundeseits eine Reaktion erfordert. Danach strafte er den Kleinen für den Rest des Tages mit Ignorieren. Das war eine harte Strafe für den Mausebären, die er aber sehr offensichtlich  genau verstand.

Leicht fiel es dem Prinzen nicht, das war deutlich zu sehen. Denn der kleine Herr Sonntag kann sehr, sehr flehend gucken mit seinen großen braunen Kulleraugen.

„Jaa, du brauchst gar nicht so zu gucken!“ sagte der Prinz jedes Mal, wenn ihn der bittende Hundeblick traf, „du Backofen mit Fell und Ohren-Attrappen! Wenn ich „Komm her“ sage, dann mußt du kommen, das ist wichtig! Wenn  mal ein Auto auf dich zufährt, kann das dein Leben retten!“ Der Mausebär seufzte dann tief auf und legte sich ergeben wieder auf die Couch. Obwohl der Prinz recht hatte, tat mir der Kleine doch leid. Dem Prinzen aber auch, denn heute Abend ließ er sich endlich von der Reumütigkeit des Bärchens erweichen und nahm die ihm dargereichte Pfote an. (Es ist nicht zu fassen, wie herzerweichend sich unser Hund entschuldigen kann!) Der Prinz war mindestens so froh wie der Mausebär selbst, als er den Kleinen wieder knuddeln und zwischen die Ohren küssen konnte!

Morgen planen wir, unsere Freundin Edda zu besuchen, ich freue mich schon sehr. Micia und Pippi sind in der Obhut unserer Vermieter bestens aufgehoben, die jeden Tag zum Füttern ins Haus kommen. ( Die Damen sind draußen, bekommen aber drinnen zu essen, ganz nobel). Da können wir also ganz beruhigt sein. Ach ja- hier gibt es auch einen Kater namens Louie (der aber Hunde verhaut, mal sehen!)

Frau Lakritze freut sich vor.

Woo-hooo! Bald ist Weihnachten – und in diesem Jahr bin ich wirklich Vorfreude-kribbelig.

Morgen wollen wir ein Bäumchen kaufen (nichts Großes, es wird ja ein kleines, familiäres Kuschel-Weihnachten). Der Prinz hat mich energisch aufgefordert, aus meiner fetten Wunschliste bei Tante Amazonien einige Artikel rauszusuchen, die ich am aller-aller-liebsten möchte und diese in einer eigenen Weihnachts-Wunschliste zusammenzufassen. Gehorsam habe ich das getan *grins* (war nicht einfach.) Das Geschenk für den Prinzen ist im Haus, ich muss nur noch Freundin und Lieblingsnachbarin Wiltrud bitten, es für mich zu verpacken, wie jedes Jahr. Geschenke für den kleinen Herrn Sonntag und die Katzen müssen wir noch besorgen (der junge Herr wird wohl ein neues Plüschtier abstauben (und es umgehend abschlachten)  ; – )). Ansonsten werden wir es einfach gemütlich machen, ganz klassisch mit schöner Weihnachtsmusik, kuscheln, gemeinsam kochen, vielleicht einen schönen Weihnachtsfilm schauen (wenn ich den Prinzen überreden kann, er guckt nicht so gern Filme). Das Bein wird besser und unsere Berliner Freundin war gestern Abend auf einem anderen, weit entfernten, Weihnachtsmarkt. Soweit also alles gut bei uns. Wir vermissen Oldenburg und unsere Freundin Edda, aber wir freuen uns auf die ruhige Zeit zwischen Weihnachten und dem neuen Jahr. Luxus-Kuschelzeit miteinander!

Wie sehen eure Pläne für den Rest des Jahres aus?