In your face, wind!

Am vorletzten Samstag, my darlings,  kam die Skihose an, die ich bereits einmal bestellt hatte, allerdings aus Gewohnheit zu klein. Ich hatte  automatisch bei der Größe „M“ angeklickt und nicht bedacht, daß ich ja die Jeans und die Orthese darunter tragen muß. Das linke Hosenbein war also viel zu eng für die Orthese. Frustriert bestellte ich die Buxe nochmals, diesmal aber in L. Ergebnis: same procedure as last week. Die Hose ist aus asiatischer Produktion, das hatte ich übersehen. Ich war so frustriert, daß ich den Prinzen bat, mit mir zu Decathlon zu fahren. (Am Samstag – das ist eine ebenso beknackte Idee, wie Samstags zu Ikea zu fahren!) Olli der Rolli ist gerade in Reparatur und konnte mich nicht beschützen, so mußte ich im Laden laufen statt rolli-en. Da, so wie bei Ikea, viele Eltern ihre Kinder in den breiten Gängen herumrennen und Fangen spielen lassen, birgt Laufen dort auf den Betonböden immer ein Sturzrisiko für mich, da die Eltern meist einfach wegschauen und so tun, als seien das nicht ihre Kinder, die da gerade die Gitterbox mit den Fußbällen ausräumen und schrill kreischend und schreiend mit den Bällen durch das Geschäft  toben.

Ein netter Verkäufer kümmerte sich um uns. Ich erklärte ihm, daß wir öfter an der Nordsee seien und ich eine winddichte (Ski-)Hose für Spaziergänge auf dem Deich bräuchte. Er begann etwas mit Wassersäulen zu erklären, ich sagte, es ginge nicht um Regen, sondern um den heftigen Wind auf dem Deich. So lernte ich, daß regendichte Kleidung auch immer winddicht ist, klasse! Das hatte ich nicht gewußt. (Die Verkäufer bei Decathlon sind sehr kundenorientiert und kennen sich super aus, darum kaufe ich dort gern ein.)  Der Prinz fand in der Männerabteilung eine leuchtend gelbe Hose in XL für mich. Zum Glück mußte ich mich mit der Orthese nicht in eine enge Umkleidekabine zwängen. Bei den Skischuhen stehen Bänke im Gang, auf die Kunden sich zum Anprobieren setzen können. Da ich die Skihose ja nur überstreifen mußte,  tat ich das auch auf einer der Bänke. Sie paßte perferkt, zu meiner Erleichterung. Der Prinz fand in der Männerabteilung auch eine wind-/regendichte Jacke für mich. Die Jacken für Frauen sind meist auf Figur geschnitten und ich trage immer noch eine Fleecejacke darunter, da passen meist die Frauenjacken selbst in XL nicht. Aber Männergröße XL – klasse! \o/  Foto folgt, damit ihr in dieserDepri-Jahreszeit noch etwas zu Lachen habt 😀

Jetzt kann ich dem Deich gelassen entgegensehen und freue mich sogar darauf. Dann stehe ich auf der Krone und brülle: „In your face, wind!“ Ha!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Unser Start ins neue Jahr (verspäteter Bericht)

Moin, meine Lieben!

Schon am 6. Januar, in der Nacht, sind wir – wie immer unter Protest – wieder hier eingelaufen. Die Katzen freuten sich sehr, sie waren gut genährt und recht gelassen. Erstaunlicherweise hatten wir hin genau sechs und zurück sogar nur fünf Stunden gebraucht – keine Staus, fast völlig freie Autobahnen. Erst nachmittags losfahren lohnt sich!
Im lüttje Huus in Woquard hatte unsere wunderbare Nachbarin Herta wieder die Heizkörper aufgedreht und sogar die Kerze in der Deko-Laterne angezündet, die im Windfang an der Haustür steht. (Hier in Worms hatten wir auch eine, auf der alten Bank vor dem Tor, aber die hat kürzlich mal wieder jemand geklaut (schon zum zweiten Mal.) So empfing uns ein heimeliges Licht, das war schön, so liebevoll!

Der kleine Herr Sonntag freute sich wie wild, als er kapierte, wo wir nach seinem langen Schlaf auf der Auto-Rückbank angekommen waren. Er flitzte wie angestochen durch alle Räume und kuschelte sich dann glücklich auf der Couch an uns.
Die nächsten zwei Tage verbrachten wir ruhig im Haus, denn es war trübe, grau, naß und kalt. Ja, auch acht Grad plus sind für mich kalt. (Herta läuft da noch mit kurzen Ärmeln rum!) Der Prinz wollte der Buche an der Grundstücksgrenze zur Straße hin einige herabhängende Zweige kürzen, weil er gesehen hatte, daß sie bei etwas höheren Autos die Dächer berührten. (Hier in unserem Wormser Dörfchen hätte uns diese Tatsache längst eine anonyme Anzeige bei der Stadtverwaltung eingebracht . 😀 ) Also besorgte der Prinz sich in seinem neuen Lieblingsladen, dem Raiffeisen-Landhandel, so eine Astschere an einem ganz langen Stiel, deren Schneiden man über einen Seilzug bedient, der wiederum über Rollen läuft. (Zwei Tage später: mega-Muskelkater 😀 )
Wir sind jetzt  übrigens Mitglieder in der IG (Interessengemeinschaft) Woquard. Das ist ein Verein, der so etwas wie die Zentrale ist, in der die Aktivitäten aller örtlichen Vereine zusammenlaufen, wie zum Beispiel das Aufstellen des Maibaumes, das Feuerwehrfest, der Tag des Boßelns, das jährliche Schlickschlittenrennen, der kleine Weihnachtsmarkt und einiges mehr. An diesem Tag war das Abbauen der Weihnachtsbeleuchtung geplant. Der Prinz gesellte sich dazu, sowohl um zu helfen, als auch um sich als „der Neue“ vorzustellen. Die Begrüßung war herzlich, wie es bei den Friesen üblich ist. Die elektrischen Lichterketten waren schnell abgebaut. Danach gab es erstmal einen Korn für alle (hey, es war schließlich ganz schön kalt! Höchstens acht Grad!). Um die Gefahr einer gefährlichen Erkältung zu verhindern, gab es zum Abschluß der harten Arbeitsaktion im Gemeindezentrum noch Grog 😀 Der Rum, den sie dafür verarbeiteten, heißt „GS Holborn“ (Lecker – haben wir jetzt auch hier Zuhause 🙂 ) Der Vorsitzende (V) der IG tippte dem Prinzen beim Schlürfen auf die Schulter.
V: „Weißt du, warum auf der Flasche „GS“ steht?“
Prinz: “Nee…?“
V, trocken: “Grippeschutz.“
Wissta Bescheid,nä? 😀 😀 😀

Dann erwähnte ich mal im Gespräch mit Reinhardine, Tinus‘ Schwester, daß ich mir eine Skihose für Spaziergänge auf dem Deich bestellt hatte. (Ja, Reinhardine ist ein üblicher friesischer Frauenname). Allerdings hatte ich beim Bestellen aus Gewohnheit auf Größe M geklickt und nicht bedacht, daß ja die Jeans und die Orthese noch darunter passen müssen. Linkes Hosenbein also wegen Orthese zu eng, Rücksendefrist für Buxe schon abgelaufen. In Friesland ist es im Dorf durchaus üblich, daß Leute einfach mal so zum Schnacken reinschauen. Dann kocht man Tee und stellt Kekse und/oder Krintstuut (→Korinthenstuten, also süßen Stuten mit Rosinen) mit Butter drauf dazu und macht es sich gemütlich. Früher wäre das für mich Alptraum pur gewesen, aber jetzt, in Woquard, macht es mir Spaß, wenn jemand spontan hereinschaut. Meist ist das Herta, und wir schnacken dann immer sehr lustig und gemütlich miteinander. Diesmal war es Reinhardine, die kam und mir ihre Skihose anbot, die sie nicht mehr trägt. Das fand ich SO lieb!
Am nächsten Tag kam sie nochmal kurz rein und sagte:“Ich habe gar nicht daran gedacht, daß du ja größer bist als ich – die Hose könnte dir zu kurz sein!“
Da mußte ich lachen. „Reinhardine“, grinste ich, „ich bin vor allem breiter als du, ich bekomme sie vermutlich gar nicht über die Hüften!“ Das stellte sich leider als zutreffend heraus ( weiße Schokolade! :), aber nächste Woche kommt eine andere, die ich bestellt habe (diesmal größer).
Am Heiligabend machte der Prinz “traditionsgemäß“, wie er sagte, Kartoffelsalat mit Würstchen.Wir hatten es gemütlich, und zum ersten Mal hatten wir uns für einen künstlichen Weihnachtsbaum entschieden, von Fairytrees. (Gern hätte ich den Kunstbaum meiner Großeltern mitgenommen, aber von ihren Sachen ist nichts mehr da, und diejenigen, die nach ihrem Tod die Wohnung ausgeräubermt haben, verweisen mich bei Fragen geschickt untereinander hin und her.)
Jedenfalls fanden wir unseren Baum sehr schön und gemütlich (ich kann Fairytrees empfehlen, tolle Qualität!).
Der Prinz überraschte mich mit diesen beiden Schätzen aus meiner Wunschliste bei Tante Amazonien:

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David Crystal ist Professor für Linguistik an der University of Hull in England und einer meiner bewunderten Helden. Sein Sohn Ben Crystal ist ebenfalls Linguist (Spezialgebiet: Shakespeare). Er ist Shakespeare-Schauspieler und -Regisseur – er hat im Globe Theatre dafür gesorgt, daß sie dort Williams Stücke auch in OP (=original pronunciation), also in der damals üblichen Aussprache, aufführen. Für Leser, die sich gern näher mit Shakespeare, seinen Werken und seiner Zeit beschäftigen möchten, sich aber an das Thema nicht recht herantrauen, hat Ben Crystal das wunderbare, sehr hilfreiche und informative Buch Shakespeare On Toast geschrieben. Ich empfehle es sehr!
Mein neues herrliches Wörterbuch enthält Worte des Englischen, die damals zur Alltagssprache gehörten, heute aber kaum noch bekannt sind (Shakespeares Königin war Elizabeth I.), sowie Worte, die The Bard sich einfach ausgedacht hat (das sollen viele gewesen sein). Die beiden Crystals erklären jedes Wort in diesem Buch an einem Beispiel aus einem Stück Shakespeares. Dazu gibt es Sahnehäubchen wie Extraseiten mit Begriffen wie zum Beispiel Kleidungsstücke,

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Waffen und mehr. Wenn ihr mehr wissen wollt, gebt bei Juhtjuhp einfach „Ben Crystal“ ein und genießt! Viel Spaß!

Ach ja, das andere Buch hat mich deswegen interessiert, weil ich weiß, daß in den 1830er Jahren Leute aus meiner Familie (väterlicherseits) in die USA ausgewandert sind. Es gibt unseren Nachnamen unter Anderem in Texas und Colorado. (Leider ist ja auch ein gewisser Friedrich Trump ausgewandert – wie sehr ich wünschte, er wäre in Deutschland geblieben – oder er hätte ein Kondom benutzt!

Die Feiertage, ich gestehe es, verbrachten wir dekadent mit Essen und Schlafen. Der Prinz hatte beim Einkaufen Wildgulasch entdeckt und gleich etwas mehr für die Feiertage mitgebracht.Dazu machte er abwechselnd Klöße und Nudeln. Daß an Süßkram auch kein Mangel herrschte in diesem Urlaub, zeigen meine Taille und meine Hüften jetzt 😀 😀 😀

Der Prinz bekam von mir bunte Geschenke: Es „asterixte“. 🙂
1. Die Trabantenstadt. Ich schenkte ihm dieses Asterix-Buch, weil eine seiner Leidenschaften (und Fachgebiete) neben Fotografie, Grafik und Jura die Architektur ist. Das eigentlich wunderschöne Heidelberg hat einen sehr häßlichen Stadtteil, der fast nur aus Hochhäusern besteht, er heißt Emmertsgrund. Man kann die Hochhhausklötze von der Autobahn aus sehen, gegen den Hintergrund des waldigen Hanges wirken sie noch häßlicher. Der Prinz steht aber auf Wolkenkratzer-Architektur und sagt jedes Mal: “Hach… die Trabantenstadt!“Das speicherte ich dann im Hirn-Ordner „Schatz-Geschenke“ ab.

2. Asterix und Kleopatra (der Film). In den letzten Monaten hatten wir bei Terra X und anderen Doku-Kanälen via Netflix einige spannende Dokus über die Sphinx gesehen und jedes Mal lachend gesagt:“… nur schade, daß Obelix die Nase kaputtgemacht hat!“ Eine der Dokus hatte zu unserem Entzücken sogar den betreffenden Ausschnitt des Trickfilms gezeigt! Also wanderte der Film ebenfalls in den Ordner. Der Prinz freute sich darüber ebenso sehr wie ich mich über seine Bücher, es war eine sehr schöne Bescherung. Der Prinz hatte noch eine Tiefkühl-Beerenmischung besorgt, die löffelte er in unseren Sekt, so hatten wir an Weihnachten und an Silvester ein köstliches Getränk.
A propos Silvester: Unser Vermieter hatte dafür gesorgt, daß in dieser Nacht beide Katzen sicher im Haus waren, da kann man sich auf ihn verlassen. (Tiernärrische Vermieter zu haben, ist ein echter Glücksfall!). Er hat sie täglich gefüttert, so daß sie uns ausgeglichen und wohlgenährt begrüßten, als wir heimkamen.

Da wir unseren Ersatz-DVD-Spieler noch nicht im lüttje Huus untergebracht haben, kam der Film erst jetzt (gestern Abend) zum Einsatz. Ich hatte völlig vergessen, wie nervig-hektisch die Asterix-Filme sind!

Aber auch Herta, Edda und Tinus freuten sich über unsere Mitbringsel: Herta schenkten wir einen loop-Schal, der zu ihrer Lieblingsjacke paßt, mit der sie immer mit Bella Gassi geht, sowie ein Kirschkernkissen mit einem hübschen Bezug.
Edda hatte ich beim letzten Besuch gefragt, ob sie eigentlich je das Buch gelesen habe, nach dem ihre Eltern sie benannt haben, die Edda. Sie hatte verneint, aber gesagt, daß sie sie unbedingt noch lesen wolle.
Tinus hatte einmal erwähnt, daß er den Duft von Vanille sehr möge. Beide Aussagen hatte ich mir gemerkt. Das Buch war schnell besorgt. Für Tinus, der viel Wert auf Körperpflege legt, fand ich in einer Parfümerie eine schön aufgemachte Geschenkpackung mit nach Vanille duftendem Duschgel, Bodylotion und Deostift. „Guck mal, Schatzilein!“ strahlte er Edda an. Es war deutlich zu sehen, daß beide sich sehr freuten. Das freute uns natürlich auch.
Die Woche bis Silvester verbrachten wir überwiegend im Haus. Das lag, offen gesagt, hauptsächlich an mir, da es trübe, naß, kalt und windig war. Das ist schon hier im Südwesten keine Freude, aber in Ostfriesland erst recht nicht 😉 Und da ich immer noch nur langsam gehen kann, bin ich kaltem Wind recht ausgeliefert, denn ich kann ja zum Aufwärmen (noch) nicht stramm und flott marschieren. Da bleibe ich lieber mit einem Buch und Tee gemütlich auf der Couch (derzeitige Bücherserie: „Call the midwife“, das sind die Bücher, auf der die gleichnamige BBC-Serie beruht – Kennt die jemand von euch? Wenn ja: Wie ist eure Meinung dazu?).

Silvester war nicht besonders viel los, zum Glück. Viel Ballerei gab es nicht. Hauptsächlich die Nachbarn,die Kinder haben, waren draußen. Unserem kleinen Herrn Sonntag ging das Geknalle komplett an seinem kleinen Arsch vorbei. Er war völlig unbeeindruckt. Herta war irgendwo zu Besuch, wir hätten gern mit ihr angestoßen. So gingen wir wieder rein, ins Warme, und tranken unseren Beerensekt allein. Die restliche Nacht war ruhig (Dorfleben rulez!) und die Tage bis zur Rückfahrt verbrachten wir gemütlich und in aller Ruhe. Herta kam öfter zum Tee und unterhielt uns mit Geschichten aus der Vergangenheit des Dorfes, zum Beispiel, wie 1962 eine Springflut den Deich um Woquard fast völlig zerstört hatte und wie einmal ein Blitz mit einem gewaltigen Knall in das Kirchendach eingeschlagen hatte, das damals noch mit Schiefer gedeckt war, und sie noch wochenlang danach Schiefersplitter in ihrem Garten gefunden hatte.

Am 5. Januar schafften wir es dann endlich, nach Weener zu fahren und Lars, den einige von euch als „Lobo“ hier aus den Kommentaren kennen, in seiner Buchhandlung zu besuchen. Zuletzt hatten wir uns im Mai 2010 gesehen, beim Mittelaltermarkt in Rastede, also eineinhalb Jahre vor dem Hallamati. Lars wußte natürlich, was 2011 passiert war; der Prinz hatte damals ja hier im Blog Bescheid gegeben. Umso größer war die Wiedersehensfreude. Bevor wir weiterzogen, tat ich noch etwas sehr Kluges: Ich nahm Ottos Autobiographie „Kleinhirn an alle“ mit. (Großartiges Buch, sehr zu empfehlen!)

 

otto
Der Prinz hat ein Konto bei audible und lud das Hörbuch dazu (von Otto selbst gelesen! !!einself!) auf sein Eifon, so daß wir es auf der Rückfahrt in Ruhe hören konnten. Danke für die Empfehlung, Lars!

Nun sind wir wieder hier und frieren… Herta rief gestern an, um einen „Sturmschaden am Haus“ zu melden. Der erschreckte  Prinz sah vor seinem inneren Auge schon ein halb abgedecktes Dach… bis Herta ihm lachend verriet, daß der Wind auf der Terrasse zwei Gartenstühle umgeworfen und einen davon in den Garten geweht hat! 😀 😀

Aber die Heizung ist doch nochmal ausgefallen.  Unser Engel Herta rief den Techniker an, der ein neues Gebläse einbauen mußte. Na, meinte der Prinz, da wir ja über Karneval wieder dort sein werden, sei es wichtig, daß es warm im Haus sei. Jawoll! Bin dafür! Warm ist gut! Wie geht es euch, was treibt ihr derzeit?

 

Moin

Ihr Lieben!

Schon seit dem letzten Sonntag sind wir wieder hier ( wie immer unter Protest 😉 )

und ich  bin gerade mit der Zusammenfassung unserer wie immer sehr schönen Tage da oben zugange.

Vorher MUSS ich aber noch einen #tweetdestages loswerden, zumal der einer Geschichte ähnelt, die ich mal wieder mit dem Prinzen erlebt habe – büdde siehe nächster Beitrag – (der übernächste ist dann der, mit dem ich euch mit unserem Jahreswechsel im lüttje Huus langweile 😀 )

Ein glückliches 2019

wünsche ich euch, Ihr Lieben! Bleibt gesund und froh, verliebt und glücklich – und bleibt mir gewogen, das wäre schön! 😉

Hier geht schon der eine oder andere Böller hoch, aber wir knallen wie immer nicht. Dafür hatten wir gestern Abend  Herta, Edda und Tinus zu Gast, das hat viel Spaß gemacht. Tinus ist glücklich, denn Edda hat ihre Zelte in Oldenburg nun endgültig abgebrochen und ist zu ihm auf den Hof gezogen.

Dass der Vorbesitzer unseres lüttje Huus gestorben ist, schrieb ich ja schon. Im Trauerbrief stand „tragischer Unfall“ – wir vermuteten also einen Autounfall. Wie wir es uns gedacht hatten, wußte Herta mehr, denn sie hatte ja seit Jahren das Haus für Beckmanns verwaltet und somit eine enge Verbindung zu den beiden. Herr Beckmann war auf dem Heimweg von einem Termin unglücklich gestürzt, nur 200 Meter von seinem Wohnhaus entfernt. Der Sturz hatte ihm zwei Nackenwirbel gebrochen.  Eines der Bruchstücke hatte sich in sein Rückenmark geschoben und dieses so verletzt, daß er ins Koma fiel und nicht mehr erwachte. Er starb im Krankenhaus an Organversagen. Das ist so traurig.  Beckmanns haben drei erwachsene Kinder und einige Enkel – was für ein Jahresende für die Familie!

Auch für den Prinzen und mich wurde es noch traurig, denn am Tag vor unserer Abfahrt erhielt der Prinz einen Anruf. Es war der Lebensgefährte  eines unserer liebsten Bekannten. „Ich wollte Ihnen sagen, daß H.gestorben ist“, sagte er. Nachdem er nach dem Schock wieder einigermaßen habe denken können, habe er begonnen, alle Telefonnummern in H.s Handy anzurufen und die Botschaft bekannt zu machen.

So endet 2018 für uns auch wehmütig… Aber immerhin weiß ich, daß es der Chefkatze und dem Pippilein sehr gut geht. Jürgen, unser Vermieter, sagte mir vorhin am Telefon, daß sie im Haus seien und er gut aufpassen werde, daß sie heute Nacht auch dort blieben. Das ist gut zu wissen.

Feiert schön heute Nacht, sauft nicht so viel und bleibt anständig! 😛

Seid herzlich umarmt von

eurer  Lakritzefrau 🙂

Off we go then, Gromit

… und wir steigen nicht in unsere Rakete, darlings, sondern begnügen uns mit unserem treuen kleinen Nissan Note 😉 auch die crackers haben wir nicht vergessen 😀

Unser höchsteigener kleiner „Gromit“ spürt schon die Aufbruchstimmung und ist hibbelig.

Habt ein wunderbares, hyggeliges Weihnachtsfest und rutscht mir gut rüber in ein glückliches 2019! Danke, daß ihr mich auch dieses Jahr wieder so liebevoll begleitet habt!

*Rundum-umarmgeräusch*

Das Leben ist toll, kann aber ein Arschloch sein.

Am Freitag, also am 21., werden wir uns wieder auf die sch*** lange Fahrt gen Norden machen, my dearies,zu unserem ersten Weihnachtsfest im lüttje Huus. Am 5. Januar sind wir zurück.

Wie immer, füttert unser Vermieter die Chefkatze und das Pippilein, diesmal nicht wie sonst in der Scheune, sondern direkt im Haus. Mir ist wichtig, daß sie bei Minusgraden nicht draußen oder in der zugigen Scheune schlafen müssen, sondern sich auf der Couch oder in unseren Betten einkuscheln können. Und vor allem in der Silvesternacht möchte ich, daß sie sicher im Haus sind. Jürgen hat mir versprochen, darauf zu achten. (Wir haben wirklich Glück, so tolle Vermieter erwischt zu haben!)

Heute morgen habe ich mehrere Umschläge aus dem Briefkasten geholt. Weihnachtskarten, unter anderem von meinem Onkel (jüngster Bruder meines Papas) und seiner Frau. ❤

Auf einem der Umschläge stand in unbekannter Handschrift als Adresse: „Familie [Name des Prinzen] Absender: Familie Beckmann, die Vorbesitzer unseres lüttje Huus. Ich freute mich, daß Beckmanns an uns gedacht hatten und öffnete den Umschlag. Es war keine Weihnachtskarte. Ich brauchte eine ganze Weile, bis das, was ich las, in meinem Verstand ankam. Es war eine Todesanzeige.

Herr Beckmann ist vor zwei Wochen gestorben.

„Durch einen tragischen Unfall“, steht da. Was für ein Alptraum. Wir hatten uns mit den beiden gut verstanden, Herr Beckmann war ein fröhlicher, gelassener Mensch, herzlich und gutmütig. Schön ist, daß seine Begeisterung und sein Geschick für handwerkliche Arbeiten überall im lüttje Huus sichtbar vorhanden sind. So werden wir oft an ihn denken. Aber für seine Familie muß es sehr grausam sein – zwei Wochen vor Weihnachten…an sie denke ich auch viel. Die Familie möchte Kondolenzpost nur über das Bestattungsinstitut. Das verstehe ich. Sie wollen ihn demnächst auf See bestatten, im engsten Familienkreis. Bin jetzt ein bißchen niedergedrückt und wehmütig.

 

Großes Bonbon für Otto-Fans

Darlings, vorhin habe ich bei Juhtjuhp eine wunderbare Doku über Ottos Leben und Karriere entdeckt! Danke, liebes NDR-Team! In dieser Dreiviertelstunde schwang ich ständig zwischen Lach- und Rührungstränen hin und her und war fasziniert darüber, wie viele seiner Texte ich heute noch mitsprechen kann, nach über 40 Jahren. In der Doku kommen auch Ottos Freunde und Wegbegleiter zu Wort, zum Beispiel Bully Herbig, Udo Jürgens (ja, der!), Sky Dumont und Ottos älterer Bruder Karl-Heinz Waalkes, der sehr stolz auf seinen „kleinen“ Bruder ist. (@Renata: Zu und zu schade, daß Emden für euch soweit weg liegt – wir sind „zwischen den Jahren“ wieder im Lüttje Huus und werden dann ganz sicher einen Emden-Trip machen…) Habt Spaß – und erzählt doch mal: War Otto wichtig für euch?  Mochtet ihr ihn? Wenn ja: warum? Mögt ihr ihn heute noch?