Etwas zum Denken und etwas zum Spielen

Zwei Sachen habe ich für euch gefunden, my lovelies:

1.Die Süddeutsche Zeitung berichtet von der österreichischen Gemeinde Saalfelden, die für ihre Einsiedelei jemanden sucht, der den Sommer dort oben verbringen möchte – mitten in der Natur, ohne Wasser und Strom.  Der Artikel ist hier zu lesen – und wenn ich körperlich fit wäre, so daß ich kraxeln könnte…. Hm….ok, kein Strom, also auch nix mit Buch fertigschreiben auf dem Laptop, aber dann… Neil Gaiman schreibt alle seine Bücher mit Füller in ein Notizbuch vor. (Seine Assistentin, “The Fabolous Lorraine“, Spitzname „FabLor“, tippt sie später ab.) Interessant finde ich das Gedankenspiel, den Sommer da oben in Stille zu verbringen, allemal! (Tante Google zeigt unter dem Suchbegriff „Einsiedelei Saalfelden“einige interessante Beiträge.)

2. Hier etwas Nettes zum Spielen – es ist ein Tongenerator. Den Link fand ich in  meiner Twitter-timeline. Man kann – was für ein schräger Gedanke! – die Tonhöhe seines Tinnitus herausfinden (so man einen hat) – oder eben einfach nur spielen. Es klingt wie ein Theremin, oder?  (à Hat jemand die Big Bang-Folge gesehen, in der Sheldon Theremin spielt???

Sagt mir doch mal, was ihr über das Einsiedelei-Projekt denkt, ja? Ich bin neugierig!

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@Renata: Auflösung!

Naaaa guuuut… hier, liebe Renata, ist die Auflösung:

Ich muß sagen, deine Lösungsansätze meiner  Frage

„Was haben Queen und Beethoven gemeinsam?“

waren so phantasievoll und kreativ, daß ich lachen mußte (wenn ich nicht vor Verzweiflung heulen wollte, vor allem, als du schriebst: „Ich habe keine Ahnung von Queen“…) Und nein, ich meinte nicht DIE Queen, (wenn ich die alte Dame auch sehr gern mag und sie bewundere), sondern die gleichnamige Rockband, die sich leider nach dem Tode ihres sehr charismatischen Sängers Freddie Mercury aufgelöst hat. (Strenge Anweisung, Renata: Du gehst sofort zu Juhtjuhp und schaust dir einige Queen-Filmchen an, am besten „Bohemian Rhapsody“ und „Fat Bottomed Girls“!) *Arme in Hüften stemm und streng guck*

Also, hier nun die Antwort:

„Was haben Queen und Beethoven gemeinsam?“

Beide muß man sehr laut hören, sonst machen sie keinen Spaß!

Jaaaa, tut mir leid, wenn das jetzt einen *Hand an Stirn Klatsch* – und „Aua, neeee!“ – Effekt hervorgerufen hat, aber für mich ist das so.

Beethoven und Queen leise hören zu müssen, das ist für mich  ungefähr so, als sagte man mir „Okay, du darfst atmen, aber ich halte dir dabei den Kopf unter Wasser.“ Geht einfach nicht.
Als ich noch täglich mit dem Auto ins Büro fuhr, konnte ich ja da drin  so laut Musik hören, wie ich wollte, das genoß ich auch. Klavierkonzert No.5 (mein Lieblingsstück vom Ludwig, natürlich Glenn Gould unter Leopold Stokowski!), abwechselnd mit „Best of Queen“, dem Album…Ich sang laut  mit und dirigierte….  Meist war ich für mein Gefühl viel zu schnell in Mannheim. 😀 , kam aber sehr entspannt und gut gelaunt an meinen Arbeitsplatz. Hatte ja auch den weltbesten Chef.

 

Nochmal Karaoke im Auto

Vor kurzem zeigte ich euch ein Juhtjup-Filmchen, my darlings,

in dem George Clooney, Julia Roberts, Gwen Stefani und der hinreißend süße Brite James Corden  im  Auto Karaoke singen, hier nochmal zu sehen.

Inzwischen hat James es geschafft, eine Frau dazu zu bringen, mitzumachen, die ich sehr mag und bewundere, schaut mal hier! (Der Prinz hat’s entdeckt und mir den Link geschickt.)

Ist sie super oder was?!

Und: Ist der Unterschied Englisch/Amerikanisch nicht schmerzhaft kraß?!

Stille Post (Da Imala)

Darlings,

wenn es um mein Gehör geht, haben der Prinz und ich oft was zu lachen. Schon vor dem Hallamati hatte ich Probleme mit dem Hören. Manche Schwierigkeiten, die ich vorher schon hatte, haben sich durch die Gehirnblutung verstärkt. So auch das undeutliche Hören. (Die Hyperakusie leider auch.) Manchmal, wenn der Prinz etwas sagt, verstehe ich etwas, das so sinnlos und völlig schräg ist, daß wir uns schier totlachen könnten. Das erinnert mich oft an das Kinderspiel „Stille Post“  – kennt ihr das noch?

Am Sonntagabend, nach der Rückkehr von der Villa Rustica, gönnten wir uns noch einen gemütlichen Schoppen oben über Bad Dürkheim, bei unserer Freundin Anja.

.Anja und einige ihrer Bekannten saßen am Tisch hinter uns und hörten Musik über ihren iPod. Anja sang ein Lied mit, für mich klang es wie „ da imala, da imala“. Klang hübsch – ich überlegte, ob das wohl Swahili sein könne? (Ich finde Swahili sehr schön, es gehört zu den Sprachen, die ich gern noch lernen möchte.)

Also drehte ich mich zu Anja um, um sie danach zu fragen – im allerletzten Sekundenbruchteil zensierte und  korrigierte mein Gehirn aber die Frage, so daß Folgendes dabei herauskam:

„Anja, was für eine Sprache was für ein Lied singst du da?“

Anja antwortete: „ Das ist von Kerstin Ott, Schatzi, es heißtDie immer lacht“.

Das war also mal wieder klassisch – der Prinz und  ich konnten uns das Lachen kaum verkneifen, vor allem, als ich ihm verriet, daß Anjas Gesang für mich wie „Da Imala“ geklungen und ich die Worte für Swahili gehalten hatte. Hätte ich Anja wirklich gefragt, was für eine Sprache das sei, hätten sie  mich alle ganz schön ausgelacht! Jetzt ist das Lied so etwas wie ein Ohrwurm für uns geworden, aber es trifft mich zu sehr, so daß ich es lieber nicht anhöre… Ich fühle mich da so ertappt. ; – ))

PS: Ich spare derzeit für Hörgeräte, die mir helfen sollen, wichtige Töne besser zu filtern. Die Krankenkasse zahlt da nur einen winzigen Anteil.

Singen vier Leute im Taxi

Beim Stöbern auf der Spiegel-Website habe ich dieses witzige Filmchen gefunden:

vier Stars singen Karaoke im Taxi

Dazu muß ich sagen:

  • Ich gehöre nicht zu den Frauen, die George Clooney anhimmeln.
  • Von Gwen Stefani kannte ich bisher nur den Namen, sonst nichts.
  • Dafür liebe ich Julia Roberts.
  • James Corden (der am Steuer) ist meiner Meinung nach einer der süßesten Schauspieler, die mein geliebtes England zu bieten hat (neben Hugh Grant, David Tennant, Matt Smith und Christopher Eccleston, natürlich : – ))

Also: Ich habe das Filmchen genossen, es hat mir viel Spaß gemacht. Wie findet ihr es?

Es reicht jetzt.

Dieses Jahr hat , wie ich finde, ziemlich beschissen angefangen. David Bowie und Alan Rickman sind gestorben. Beide hatten Krebs, hatten das aber verständlicherweise nicht der Presse zum Fraß vorgeworfen, sondern es mit sich, ihren Familien und ihren Freunden privat ausgemacht. So gut ich das finde und verstehe, es war ein böser Schlag für mich, als ich kürzlich abends auf dem REWE-Parkplatz, wartend auf den Prinzen, das Autoradio einschaltete und mitten in einen Beitrag geriet, in dem die Rede von „Professor Snape in den Harry Potter-Filmen“ und „Colonel Brandon in Sense and Sensibility“ war. Mir war sofort klar, daß dies ein Beitrag über Alan Rickman sein mußte. Ich drehte den Ton lauter und hörte gebannt zu. Je länger die Frau redete, desto mehr hörte sich der Text wie ein Nachruf an. Mir wurde immer mulmiger. Zuletzt sagte sie dann wirklich: „Alan Rickman starb gestern im Alter von 69 Jahren an Krebs.“ Der Prinz fand, als er mit den Einkäufen zum Auto zurückkehrte, eine bitterlich weinende Lakritzefrau vor. Und sogar er, der keinen Schauspieler vom anderen unterscheiden kann, war etwas schockiert von der Nachricht. Ich arbeite noch dran :-/

David Bowies Tod habe ich bedauert, aber er hat mich nicht so tief getroffen wie Alan Rickmans. Bowie war eine Musiklegende, ein großartiger, kreativer Künstler und Schauspieler , aber ich habe seine Karriere nach Abschluß meiner Teenie-Jahre nicht mehr verfolgt. Es ist das Plötzliche, das Überfallartige, das mich so schockiert hat. Als Helmut Schmidt starb, habe ich auch geweint und war zu traurig, um darüber zu bloggen, aber sein Tod kam nicht als böse Überraschung, nicht in seinem Alter.

Nun gibt es noch zwei Leute, die ich sehr gern mag, die ebenfalls Krebs haben. Beide haben die Öffentlichkeit aber darauf vorbereitet:

  1. Oliver Sacks, der britische Neurologe. Sein Buch „Der Tag, an dem mein Bein fortging“ war das erste Buch, das ich las, als ich nach dem Aufwachen aus dem Koma in mein neues Leben zurückkehrte. Sacks beschreibt darin, wie er sich beim Bergwandern in Norwegen ein Bein so schwer verletzte, daß es gelähmt war. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon wußte, daß ich halbseitig gelähmt war, schien mir dieses Buch passend, und es half mir auch, die neue Situation für mich einzuschätzen.

Update: wollte gerade nachschauen, wie alt er ist und habe gesehen, daß er bereits im vergangenen Sommer starb. Hier bei Wikipedia nachzulesen. Fuck you, cancer.

 

Ein Vortrag über Halluzinationen von Dr. Oliver Sacks auf Juhtjuhp

Dann ist da noch Alan Bennett, ein wunderbarer britischer Schriftsteller. Er hat unter anderem das herrlich schrille und schräge Buch „The Uncommon Reader“  (Die ungewöhnliche Leserin) geschrieben, eine Geschichte, in der die englische Königin versehentlich in den Büchereiwagen der Gemeinde gerät und danach der Lesesucht verfällt. Das bringt den Hofstaat und den Tagesablauf am Hofe gewaltig durcheinander und hat herrlich komische und skurrile Folgen. Ich bin ein sehr großer Fan von Alan Bennett und kann nur beten, daß er der literarischen Welt noch lange erhalten bleibt.

Im Moment reicht’s mir wirklich. Loslassen ist ein wichtiges Lernziel, das weiß ich, aber ich würde es lieber auf eine etwas leichtere Art lernen. Dazu kommt, daß zur Zeit gerade zwei Mitglieder meiner Familie sterbenskrank sind, eine Tante und mein Lieblingsonkel. Wie lange es da noch dauert, kann niemand sagen. Ey, so langsam is getz ma gut, ne?! *Beschwerdebrief einreich*

Weinen um Major Tom

Sue Reindke, die unter dem Namen Happy Schnitzel bloggt, hat dieses wunderbare cover von Major Tom verlinkt. Ich wische mir gerade ein paar Tränen aus den Augen. David Bowie… als ich 14 war, bin ich mit einer BRAVO zum Friseur gegangen, in der ein Foto von ihm war, und habe mir diese Frisur mit den Igelhaaren nachschneiden lassen.

 

Fare Thee well, Star Man! You are missed!