Noch eine gute Nachricht :D

Und wieder hat meine Freundin Karma zugeschlagen – ich liebe sie! In Südafrika ist ein Großwildjäger gestorben, dem für seine Trophäensammlung noch ein Löwe fehlte. Der Dreckskerl bekam selbst eine oder mehrere Kugeln ab und starb im Krankenhaus. *YESSSSSS*

Er hat diesen Tod deshalb mehr als verdient, weil er in einer sogenannten „Konserve“ jagte. Das ist eine besondere Einrichtung für Feiglinge. Die Tiere leben in einem eingezäunten Gebiet, das sie nicht verlassen und  in dem sie sich nicht verstecken können. So leben sie praktisch direkt vor der Flinte des Jägers, der dafür meist sehr gut zahlt. Hier ist der Spiegel-Artikel dazu.

In der letzten Zeit haben sich die ekelerregenden Trump-Söhne auf Facebook gern damit gebrüstet, was für tolle, mutige „Männer“ sie sind – mit Fotos, auf denen Klein-Eric (der optisch ekligere) einen toten Leoparden umklammert, während Klein-Donnie stolz den abgeschnittenen Schwanz eines Elefanten in die Kamera hält, in der anderen Hand ein großes Jagdmesser. Erfreulicherweise haben diese Fotos einen riesigen Shitstorm ausgelöst (Die Trumps kommen auf FB generell sehr schlecht weg), aber es scheint in der Empörung niemandem aufgefallen zu sein, daß das Messer auf allen Fotos sauber und blitzeblank ist… Papas Liebling hat  es also gar nicht benutzt. Vermutlich hat er einen der Jagdbegleiter angebettelt, den Schwanz des toten Elefanten für ihn  abzuschneiden, damit er ihn in die Kamera halten kann. So wie sein abstoßender Vater ein“ fake president“ ist, ist Donnieboy ein „fake hunter“. Paßt ins Bild. Er sitzt hoffentlich eh bald im Knast. (*Extra-Gebet einleg*)

Der von mir sehr verehrte John F. Kennedy sagte: „Es gibt drei überschätzte Dinge auf der Welt: den Staat Texas, das FBI und Jagdtrophäen.“ ❤

Happy Star Wars Day!

May the fourth be with you, darlings!

(Ja, wir sind schon seit zwei Wochen zurück aus Friesland („freezeland“) und es kommt noch ein Nachbericht… mea culpa. Hier erstmal  der heutige Cartoon des großartigen Doug Savage zum heutigen Star Wars Day (Thank you, Doug!)

gak

Dörte!

my lovelies,

Meine Schwester und ihr Mann waren in der Aachener Gegend  unterwegs und haben ein Wildschwein adoptiert, hier:

dörte

Mein Schwager, der einen sehr trockenen Humor hat, taufte das Schwein spontan „Dörte“.

Das erinnerte mich an einen Otto-Film, in dem Otto ein Lied sang, in dem ein Schaf namens „Dörte“ vorkam, und eines namens „Haaaraald“. Ich erwähnte das imFamilienchat – und meine großartige Schwester fand das Lied bzw. den Filmausschnitt bei Juhtjuhp:

Ottos Sch (l) aflied

Ich könnte es –zigmal anhören – Otto ist für mich immer noch ein Genie!!!

*winkt zu Renata rüber*

PS: Haaraaald! 😀 😀 😀

Hüüüühnis!

Heute gleich nach dem Frühstück hatte ich eine wunderbare Gelegenheit, mal wieder so richtig Tränen zu lachen. Das verdanke ich dem großartigen Blog der Spottdrossel, die Hühner und Enten hält und über ihr Geflügel in einer unnachahmlich witzig-liebevollen Weise berichtet.Ich habe ihr Blog abonniert. Hier der Artikel, der mich heute Morgen begeistert hat – nicht nur, weil er wunderbar geschrieben ist, sondern weil er mich an meine eigene Zeit mit Hühnern erinnert ( das war Anfang der 90er Jahre, ich hatte Paduaner ,Vorwerk-Hühner und Wyandotten, war eine schöne Zeit). Neben Hühnern und Enten lebt die Spottdrossel auch mit Ziegensittichen, die ebenfalls regelmäßig für herrlich humorvollen Gesprächs-ääh – Schreibstoff sorgen.

Große Lese-Empfehlung!

Empfehlung: Last Chance to see

Nein, my dearies, ich meine nicht das wunderbare Buch des wunderbaren Douglas Adams, sondern: diese BBC-Dokumentation, die der absolut wunderbare Stephen Fry gebastelt hat.

Hintergrund: Die Douglas-Adams-Fans unter euch haben vor 20 Jahren sicher sein Buch „Last Chance to see“ (deutsch: Die Letzten ihrer Art) gelesen…? Damals hatte sich Adams mit dem Zoologen und Umweltschützer Mark Carwardine auf die Suche nach aussterbenden Tierarten in der Welt gemacht, um über sie zu berichten. Sie fanden unter anderem das weiße Nashorn in Afrika, den Komodo-Waran auf Galapagos und das Aye-Aye (eine Lemuren-Art) auf Madagaskar. In Australien kommt noch der Kakapo hinzu, ein großer flugunfähiger Papageienvogel, der in Erdhöhlen brütet (Douglas‘ Favorit, im Buch ausführlich beschrieben).

Nun waren Douglas Adams und Mark Carwardine gute Freunde von Stephen Fry. So kam dieser auf die Idee, 20 Jahre später die gleiche Reise noch einmal zu machen (zusammen mit Mark) und zu schauen, wie es den untersuchten Tieren heute geht.

Herausgekommen sind dabei großartige Landschaftsaufnahmen und Einblicke in mir bis dahin nicht bekannte Tier-Universen, gepaart mit viel englischem Humor. Wie in seinen Büchern, nimmt sich Stephen auch in seinen Filmen gnadenlos selbst auf den Arm. Es gibt auch herrliche Szenen auf Neuseeland, wo justament Peter Jackson den Hobbit drehte – und wen wundert’s: auch er ist ein guter Bekannter von Stephen und war gern bereit, das seltene Tier vorzustellen, nach dem seine special effects-Firma heißt: das riesige Weta. Die Jungs besuchen auch Tierschutzorganisationen, die sich um die letzten Exemplare einiger bedrohter Tiertrassen kümmern, sie aufziehen und später auswildern. Da gibt es einige sehr emotionale Szenen, vor allem bei der Auswilderung einiger Nashörner.

Kurz: Das ist eine sehr, sehr spannende und informative Doku, in bester BBC-Qualität. Ich finde sie sehr empfehlenswert – und witzig ist sie auch. Große, dicke Kaufempfehlung! (Oder lasst sie euch schenken ; – ))

Frau Lakritze ist zufrieden

Zuerst las ich heute früh im Anti-Jagd-Blog die Meldung, dass ein Jäger an seinem maroden Hochsitz tödlich verunglückt ist. Eine frohe Botschaft, derer ich leider viel, viel zu wenige zu lesen bekomme, muss ich sagen. Normalerweise knallen sich diese schießwütigen, halbblinden Greise ja der Einfachheit halber gegenseitig ab, aber das ist ja auch schon was wert. Ich jubele da jedes Mal.

Dann hat, in Sibirien, ein Mann einen Bären angeschossen. Der verletzte Bär floh zunächst in den Wald. Als der (Möchtegern-) Jäger zu seinem Auto zurückkehrte, fand er eine Überraschung vor: Der verletzte Bär hatte über seine feine Nase herausgefunden, welches der Autos dem Mann gehörte, der ihn angeschossen hatte, und sich für die Schussverletzung „ bedankt“ – kleines Filmchen mit Nahaufnahmen des Autos hier.

Jäger… Egal ob im Stadtwald oder in der Serengeti – für mich sind solche Leute Abschaum, wie jeder Mensch für mich Abschaum ist, der aus Minderwertigkeitsgefühlen heraus sich ergötzt an einem Machtgefühl gegenüber einem schwächeren Mitwesen. Hört mal, ihr grünen Giftzwerge, niemand kann was dafür, dass es bei euch ohne Viagra oder Waffe nicht mehr funktioniert oder dafür, dass ihr einen halben Kopf zu klein geraten seid – also geht nach Hause zu Mami und lasst die Tiere (und eure Arbeitskollegen) in Ruhe, ja? Fein. Danke.

Nachsatz: Bevor hier der shitstorm losbricht, à la „wie kann man sich freuen, wenn ein Mensch stirbt“… ich kann das. Bei Jägern allemal. Ich kann das bei allen „Menschen“, die Lust und Freude am Quälen und Töten empfinden. Die mobben, denunzieren und sonstwie andere dafür leiden lassen, dass sie selbst fett, klein oder Single sind. Oder eben einfach Versager.

Ja, das mag jetzt sehr hart klingen, wie ich mich hier ausdrücke, aber: das ist die reale Welt da draußen, my dearies, my lovelies (Und ja, ich lese gerade ganz viel und leidenschaftlich Stephen Fry, merkt man das?  : – )))))

Frau Lakritze frühlingt weiter

Frau Lakritze frühlingt weiter
Diese Keramik-Katze ist eigentlich ein Wasserverdunster, den mir der Prinz vor vielen Jahren auf einem Weihnachtsmarkt geschonken hat. Als es vor Kurzem tatsächlich mal so etwas wie „sonnig“ (haha) war, und innerhalb des Bereiches dieser „Sonnen“strahlen sogar recht angenehm im Hof, bin ich (Ohne Stock, bitte sehr!) rausgegangen, habe etwas Erde für die Sempervivum gemischt und die Katze damit gefüllt. Also, mit beidem, mit Erde und mit Sempis, wie ich sie nenne. Außer Rosen sind Sempis nämlich meine Lieblingspflanzen. Und es hat mir sooo unendlich gut getan,wieder „was mit Pflanzen“ tun zu können, und mit Sempis braucht man nur ein wenig Kreativität, denn die gedeihen fast überall, solange sie nicht zu nasse oder zu fette Erde haben – und sie sehen überall gut aus. Jetzt freue ich mich auf weitere Arbeiten draußen: Gartenmöbel streichen, Pferdestall alias Keller aufräumen und einen Hof-Flohmarkt vorbereiten.

1000 Euro für den Wilden Westen

Ich bin auf der Suche nach Ideen und möchte euch um Hilfe bitten.

Wie einige von euch wissen, arbeite ich seit einiger Zeit ehrenamtlich für den Gnadenhof High Chaparral in Worms.

Jetzt möchte ich gerne der Besitzerin, Carry Lerch, und den Pferden 1000 Euro schenken, damit die Pferde Unterstände auf den Weiden bekommen. Die Unterstände – wie offene Ställe – sollen die Pferde und Esel vor Sonne, Regen und Schnee schützen.

Eigentlich hatte ich im Spätsommer schon einen größeren Aktionstag geplant, mit Barfußangeboten usw, aber das habe ich zeitlich einfach nicht hinbekommen, wegen des vielen Lernstoffes für die Heilpraktikerprüfung.

Im Moment biete ich in meiner Praxis an, dass ich Behandlungen oder Kurse zu Gunsten des Hofes mache. Das reicht aber nicht, da ich ja nur einen kleinen Teil gratis machen kann – muss ja leben und Miete zahlen.

Zu verkaufen habe ich auch nichts, das auf Anhieb einen größeren Betrag einbringen würde.

Habt ihr Ideen, was ich noch tun könnte? Wie ich Spenden für den Hof auf eine einigermaßen originelle Weise zusammenbekommen könnte?

Carry selbst veranstaltet kleine Feste auf dem Hof, Flohmärkte und ähnliches, aber das bisschen Geld, das da hereinkommt, braucht sie komplett für Futter (der Unterhalt der Tiere kostet im Monat rund 3000 Euro).

Habt ihr schonmal eine Spendenaktion veranstaltet? Was habt ihr getan? Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

Vielen lieben Dank schon mal für Hinweise und Ideen!

Die Spinne im Ringelpulli

Vor etwa drei Wochen saß sie in der oberen Falz meines Schlafzimmer-Türrahmens. Ich hielt sie zuerst für einen Hirschkäfer, wegen der zwei „Hörner“ vorne. Näheres Anschauen zeigte aber: es war eine Spinne, eine hübsche gestreifte, Körper und Beine gleichermaßen in einen blassgelb-braunen Ringelpulli verpackt.

Was wie Hörner aussah, waren die beiden Vorderbeinpaare, die sie – jeweils zwei Beine – elegant übereinander gelegt hatte, wie eine feine Dame.

Wie ich in den folgenden Tagen lernte, war das ihre bevorzugte Schlafhaltung.

Warum sie sich ausgerechnet die Türfalz ausgesucht hatte? Keine Ahnung. Oben rechts saß sie im Knick des Türrahmens und für die nächsten drei Wochen wohnte sie dort. Meine Schlafzimmertür fixierte ich mit zwei Türstoppern, damit sie nicht versehentlich zuschlagen konnte.

Ich nannte die Besucherin Amanda.

Tagsüber pennte sie, in den frühen Abendstunden wurde sie wach und hing dann schonmal, Bauch nach oben, schick an einem Faden eine Handbreit runter. Zunächst erschrak sie noch, wenn ich unter ihr durchging, aber schnell hatte sie sich an mich gewöhnt.

„Hi, Amanda“, sagte ich. „Na, gut geschlafen?“

Nachts, wenn ich mal rausmusste, war ihr Platz leer. Da ging sie wohl auf Jagd, denn ein Netz spann sie nicht. Ich sah sie nachts auch nirgends im Zimmer, keine Ahnung, wo sie jagte. Möglicherweise draußen, denn ich schlafe mit offenem Fenster.

Heute früh kam sie nicht nach Hause. Ich wachte auf, mein Blick fiel auf einen leeren Türrahmen. Keine Amanda.

Ich suchte das ganze Zimmer ab, viel gibt es da nicht, aber nirgends war eine gestreifte Spinne zu entdecken.

Nun ist es Abend und Amanda ist nicht zurückgekehrt. Vermutlich ist sie auf der Jagd in der Nacht ums Leben gekommen.

Ich vermisse sie.

Meine Tür steht immer noch offen.

Hundstag und Tiermesse

Am kommenden Wochenende stelle ich das Tier-Angebot meiner Praxis an zwei Orten vor:

Samstag, 3. Juli
Hundstag Worms
auf dem Gelände von Schmidts Biergarten „Unter den Linden“ im Wormser Wäldchen
www.hundstag.de

Auf der Weinheimer Tiermesse halte ich einen Vortrag über Sterbebegleitung für Tiere und habe einen Infostand:

Sonntag, 4. Juli 2011

Tiermesse Weinheim
bei der Autohaus Jöst GmbH
Freiburger Str. 33
69469 Weinheim
www.weinheimer-tiermesse.de

Mein Vortrag: 11.00 – 11.30

Eichhörnchen gefunden

Das Eichhörnchen aus Neil Gaimans Adlergeschichte von gestern ist aufgetaucht und fotografisch festgehalten.

Weiter unten im Artikel: Foto von Neil Gaiman auf der Chinesischen Mauer, die merkwürdige Ähnlichkeit mit der Mauer im Hof meiner Großeltern hat. Backsteine???

Und für die Hundefans, die Neils weißen Schäferhund Cabal mögen: Rachael Grossman hat eine eigene Seite für Cabal angelegt – Neil hat sie dafür mit reichlich Fotos versorgt. Hundefans können also schwelgen in weißem Hund im Schnee, weißem Hund am Strand …

Der Tag, an dem das Kaugummi meinen Weg kreuzte

Heute morgen auf dem Weg vom Bahnhof : ich schlürfe meinen Kaffee, denke so Morgengedanken vor mich hin und schaue auf den Boden, wo gerade ein Kaugummi meinen Weg kreuzen will.

Ich gehe drumherum, laufe fünf Schritte weiter…

Bremse.

Erm.

Der Kaugummi da eben…

… der hat sich bewegt. Oder?

Quatsch. Nee. Lakritzi, der blaue Pilz war ein Fehler. Kaugummis laufen nicht rum. Schon gar nicht, wenn sie gekaut und ausgespuckt wurden.

Drehe mich um, gehe zurück, gucke genau hin… verdammt. Das Kaugummi bewegt sich! Millimeterweise ruckelt es über die Gehwegplatten. Und nun sehe ich es: Ameisen. Ein Grüppchen Ameisen hat das Kaugummi gestemmt und will es jetzt irgendwohin in eine Vorratskammer verfrachten. Sie drücken, heben, ziehen und zerren, ein Abbild des Arbeiterschweißes.

Wo kommen jetzt noch Ameisen her, winterschlafen die nicht schon? Jedenfalls: ein Lacher am frühen Morgen, schön.