Hase!

Der kleine Herr Sonntag hat Langeweile. Da es mit dem Gassi aber noch etwas dauern kann (der Prinz kocht gerade Mittagessen), sage ich zu Herrn Sonntag: „Na, dann bring deinen Ball!“, um ihm eine Freude zu machen. Sein ratloses Gesicht sagt mir, daß er keine Ahnung hat, wo der Ball sein könnte. Ich setze mich wieder an den PC. Kurz darauf stupst mich etwas am Knie an. Ich schaue unter den Schreibtisch und sehe den kleinen Herrn Sonntag. Er hat mir seinen Stoffhasen vor die Füße gelegt. Sein Gesichtsausdruck, leicht verlegen, sagt mir: „Den Ball hab‘ ich nicht gefunden, aber hier ist mein Hase, damit du nicht traurig bist.“ (Den Hasen haben wir ihm letzte Woche von IKEA mitgebracht, als Belohnung fürs Alleinbleiben ❤)

Sagte ich schon, daß unser Herr Sonntag der tollste Hund der Welt ist?! Große Liebe !!! einself!!! ❤ ❤ ❤

Unterirdisch

… ist das Wetter hier, my dearies – bei euch auch? Nuja, es ist eben April – kalt, windig, grau und naß wechseln sich mit Sonnenschein ab. Aber die Sonne lügt! Optimistisch fuhren wir gestern trotzdem nach Oldenburg hinein, aber Spaß machte das nicht. Nur der kleine Herr Sonntag freute sich.  Er findet es toll hier. Außer natürlich, wenn Malou, die süße Nachbarshündin (Jack Russell X Beagle) kommt und ihm sein Futter wegfrißt, das vom Vorabend noch da steht und das er eigentlich in Ruhe frühstücken wollte 😃 Wir besuchten Edda in der Schmiede, die erst Herrn Sonntag, dann uns um den Hals fiel, und machten mit ihr was zum Abendessen aus.

Es plästerte den ganzen Tag vor sich hin, und wenn es mal aufhörte, war der Wind schneidend kalt. Wir wohnen auf einem Bauernhof, hier stört das Wetter also niemanden, die sind alle abgehärtet hier 😉

Seit ich Weihnachten 2015 in der Ferienwohnung in Detern  stürzte  und mir das Handgelenk brach, waren wir nicht mehr hier. In der Stadt hat sich einiges verändert, was Geschäfte betrifft. Einige sind gar nicht mehr da oder machen jetzt ganz was anderes. Aber alle sind heftig im Oster-Modus.

Johannes, dem der Hof hier gehört, hat auf einem kleinen Feldstück hinter den Ställen schon einen riesigen Haufen Brennmaterial für das Osterfeuer angehäuft, heute Abend um 19.30 geht es los. Wir sind eingeladen und gespannt, was Herr Sonntag dazu sagt.

Übrigens habe ich hier in der Wohnung doch noch eine Ecke gefunden, in der ich Internetempfang habe: Auf dem Sofa am Fenster. Allerdings muß das Schlepptop dazu auf dem Couchtisch stehen und ich sitze entweder sehr unbequem vorgebeugt und kann nicht atmen oder ich tippe Texte am Küchentisch und ziehe zum Veröffentlichen in die Sofa- Ecke rüber. Am Küchentisch tippen geht ganz gut, denn da kann ich auf meinem Ballkissen sitzen (trainiert die Rumpfmuskeln).

Gestern Abend holten wir Edda ab, um unser inzwischen zur Tradition gewordenes Essen Im Vapiano zu genießen. Edda ißt, wie wir, sehr gern bei Vapiano, geht aber nicht allein hin. „Ohne euch ist das nicht richtig“, lacht sie immer. Uns geht es allerdings genau so. Unser gemeinsames Anstoßen auf unsere Freundschaft, das gehört einfach dazu. Wenn der Prinz und ich in einem anderen Vapiano essen (zum Beispiel in Mannheim, an unseren Geburtstagen), fehlt sie uns, dann schicken wir ihr immer eine SMS: „Sitzen in XY bei Vapiano und denken an dich❤ !“  Das freut sie immer sehr.

Das war jetzt ein etwas wirrer Bericht, aber wir sind ja noch etwas hier, das sortiert sich noch *fg* Ich wünsche euch und euren Lieben schon mal schöne Ostern!

Ganz viele Fragen (Achtung, lang!)

Ist es bei euch zur Zeit auch so wunderbar ruhig, darlings? Eigenartig – die Natur explodiert förmlich, aber unser Leben ist ganz still. Deswegen ist es hier im Blog auch ruhiger als sonst… Unser Leben ist wohltuend ereignislos und beschaulich, die Tage plätschern sonnig und ruhig  dahin, ich bin wunderbar „entschleunigt“ und kümmere mich in Ruhe um meine therapeutischen Trainingsprogramme  ( = Muskelkater! 😊 ) und schaue abends mit dem kleinen Herrn Sonntag „Grace and Frankie“  oder Dokus mit dem Prinzen auf Netflix.

Da ist auch mal wieder Zeit für einige Stöckchen-Fragen, zumal es dabei auch um Hunde geht! Der berühmte Blogger-Kettenbrief „Liebster Award“ flog zwischen Anja mit Sheltie Aik und Sandra mit meinem geheimen „Neben-Herrn-Sonntag-Liebling“ Charlie hin und her. Da sich die Fragen zum Teil  mit Hunden beschäftigen, habe ich sie für mich beantwortet und lege sie hier ab für jeden, der auch Spaß daran hat:

Das sind Aiks (also Anjas) Fragen:

Wie kamst du auf den Namen deines Hundes?

Der Mausebär hieß bereits „Domingo“, als wir ihn im September 2015 von seiner Vorbesitzerin nach deren Scheidung übernahmen (sie hat übrigens nie wieder nach ihm gefragt…). „domingo“ ist das spanische Wort für „Sonntag“. In dieser Zeit schrieb Uli Stein oft von dem Goldendoodle-Welpen gemeinsamer Freunde, den er „Der kleine Herr C“. nannte. Das gefiel mir sehr, so daß aus Domingo „Der kleine Herr Sonntag“ wurde. Meist sagen wir einfach „Domi“ oder „Dom-Dom“. Der Prinz nennt ihn auch „Schatz“ oder „mein Großer“, bei mir heißt er „Bärchen“ oder auch “Schnauzebär“ (Nein, das ist mir nicht peinlich, ich stehe dazu!). Seinen vollen Namen rufen wir nur, wenn er mal wieder Brokkoli in den Ohren hat und etwas Nachdruck braucht.

Was liebst du am meisten am Bloggen?

Die tollen Freundschaften und Bekanntschaften, die sich in den Jahren ergeben haben. Etliche Blogger haben der Prinz und ich  ja auch schon persönlich getroffen, das liebe ich besonders. (Ende April kommt uns Paxianer besuchen – Juhuuuuuuu! \o/ ). Außerdem mag ich die „Tagebuch-Funktion“, bei der ich mich an vieles wieder erinnere. Kürzlich stöberte ich in alten Einträgen hier und fand einen, in dem ich begeistert über Erdnußbutterbrote mit Kirschmarmelade geschrieben hatte.  Der Prinz und ich  haben beide „Wunderlist“, ich trug also im Einkaufszettel, der auch darüber läuft, „Erdnußbutter und Kirschmammalade““ ein und konnte schon am gleichen Abend  leckere PBJs essen 😃 – ich toaste das Brot allerdings, ist viel appetitlicher.

Das, was du an deinem vierbeinigen Freund am meisten liebst und was dich doch manchmal nervt?

Ich liebe es, wenn er sich klammheimlich zu mir ins Bett schleicht und sich in meine Kniekehlen kuschelt. Es nervt, wenn er das im Winter tut und dabei mit dem Kopf die Bettdecke hochwirft, so daß ein dicker Schwall kalter Luft einströmt (vor allem, wenn die heißen Körnerkissen gerade alles schön  durchgewärmt haben).

Was sind deine liebsten Blogthemen,über die du oder andere schreiben?

Bei anderen weiß ich’s nicht so – ich schreibe gern über Dinge, die ich erlebe und die mir Freude machen, zum Beispiel unsere Spontan-Ausflüge oder über Bücher.

Liebe geht durch den Magen! Was servierst du deinem Hund zu einem besonderen Anlass?

Der Mausebär bekommt zu besonderen Anlässen (wenn er Geburtstag hat oder länger allein geblieben ist) Fleischwurst oder eine Portion Rinderhackfleisch oder eine Packung Kaustreifen, Geschmacksrichtung „Pansen“.

Welche Orte oder Städte würdest du gerne als nächstes mit deinem Hund bereisen? Strand oder lieber doch Berge?

Mit den Bergen muss ich noch warten und etwas länger geduldig trainieren 😃

Aber im nächsten Monat sind wir für zwei Wochen im geliebten Oldenburg  \o/ , da werden wir auch an die Nordsee fahren und mit dem Mausebären an den Hundestrand gehen.Städte: Ich habe große Sehnsucht , mein geliebtes London wiederzusehen und würde es dem Prinzen so gern zeigen. Aber da muß ich noch besser gehen können ( -> U-Bahn!).

Es geht auf einen laaaaangen Spaziergang, was hast du alles für dich und einen Hund dabei?

Das Wichtigste ist Wasser, für uns alle. Der Prinz hat vor einer Weile dem Mausebären diese geniale Flasche besorgt, die ist immer dabei. Kotbeutel ebenfalls. Und das Liegekissen für den Kleinen, falls wir unterwegs in einem Café haltmachen ( also fast immer.)

Welche Situation gab es in der du deinen Hund hättest knutschen können? Wann war er einfach mal so brav, dass dein Stolz kaum in Worte zu fassen war?

Auch ohne besonderen Anlaß ist unser Mausebär wohl der meistgeknutschte Köter Deutschlands – und ich glaube nicht, daß ihm jemand diesen Titel streitig machen kann 😃 😃 😃

Deine drei liebsten Hundebücher-Egal, ob Roman oder doch ein informatives Lehrbuch.

Bei Romanen fällt mir „Die gelbe Dogge Senta“ von Paul Eipper ein, das Buch habe ich oft gelesen, wie alles von Eipper. Dann sind da noch die wunderbaren Hunderomane von Hans G. Bentz, wenn ihr die mal im Antiquariat entdeckt, schlagt sofort zu!

Weiter: ein Sachbuch, nur indirekt über Hunde: „Der Wolf – Mythos und Verhalten“, geschrieben vom wunderbaren und sehr liebenswürdigen Erik Zimen.

Jetzt kommen noch Fragen von Sandra (Charlie) selbst:

  1. Wie lange bloggst du schon?

Das weiß ich nicht genau, es sind Jahre. Ich schätze, ich habe zu Beginn der 80er Jahre damit begonnen.

  1. Treibst du Sport mit deinem Hund, wenn ja, welchen?

Nein, denn ich bin noch nicht wieder ganz soweit, aber für diesen Sommer ist Hoopers geplant. (Peinlich – das wollten wir schon letzten Sommer machen, ist aber im Alltagsgedöns untergegangen!).

  1. Wie bist du auf den Hund gekommen?

Ein Hund war schon mein Herzenswusch, so lange ich mich erinnern kann. Der kleine Herr Sonntag kam durch die Vermittlung unserer Freundin Carry zu uns, die den hiesigen Gnadenhof leitet und die ehrenamtlich im Tierheim mitarbeitet (er ist ein Scheidungshund und Carry wollte ihn vor dem Tierheim bewahren).

  1. Warum hast du mit dem Bloggen begonnen?

Für mich war es eine Erweiterung des Tagebuchs, mit dem ich begonnen hatte, als ich 16 war. Zudem schreibe ich gern, es strukturiert meine Gedanken.

  1. Was sind deine liebsten Blogthemen, über die du oder andere schreiben? (diese Frage muss ich ebenfalls stellen  )

Am liebsten schreibe ich über unsre Erlebnisse im Alltag. Mein Eindruck bei vielen anderen Bloggern ist, daß sie gern darüber bloggen, was sie heute kochen wollen oder gestrickt haben (mit Fotos dazu) oder daß das Baby die Windel gefüllt hat (und wie die Füllung aussah). Da klicke ich ganz schnell weg.Am schlimmsten sind für mich aber Gedichte, vor allem die „Reim dich oder ich freß dich“ – Sorte, ohne jedes Versmaß.

Beispiel:

Es hat geschneit!

Zum Glück haben es die Kinder zum Schlittenberg nicht weit.“

(Nein, das gibt es nicht wirklich, das ist nur ein Beispiel, das ich mir gerade ausgedacht habe 😉 )

 

  1. Was ist das Lustigste, das du mit deinem Vierbeiner erlebt hast?

Oh, das kann ich nicht sagen – der Mausebär gibt uns sooo viel Anlaß zum Lachen, die Katzen auch, da müßte ich ständig am PC sitzen, um das aufzuschreiben.

  1. Hat dich dein Hund / Haustier schon einmal richtig blamiert?

Offen gesagt, tut er das bei jedem Spaziergang, wenn wir Hündinnen begegnen. Bei Mädels verwandelt sich unser sanfter Mausebär nämlich in die berühmte Axt im Walde und markiert den dicken Max. Paaaainlich!  Wir entschuldigen uns dann immer bei den Besitzern, aber die lachen meist nur, zum Glück.

  1. In welchem Film könnten du und dein Hund die Hauptrolle spielen?

Lassie oder RinTinTin vielleicht, aber ich bin zu alt für den menschlichen part und beim Mausebären paßt die Rasse nicht….

  1. Wie gehst du mit Kritik zu deinen Blogbeiträgen um?

Für mich macht der Ton die Musik. Wer pöbelt, wird gelöscht und blockiert. Ich bin keine Psychologin und kann den Leuten bei ihren Komplexen nicht helfen. Mit sachlicher und freundlich formulierter Kritik habe ich kein Problem.

  1. Dein größter Wunsch ist?

Da habe ich zwei:

Eins: Wieder fit sein – und da bin ich nach Ansicht meiner Therapeuten auf einem sehr guten Weg (es braucht nur Durchhaltevermögen und noch etwas Zeit).

Zwei: Endlich die gute Flasche Sekt öffnen können, die hier steht und darauf wartet, daß Donald Trump endlich abgesetzt wird. -> impeachment now!

 

Frühling. Hach.

my darlings,

gestern war’s schön: nicht nur war es sonnig, blauhimmelig und mild, wir waren auch endlich mal wieder länger gemeinsam mit dem Pufibärchen unterwegs, an der Bach entlang ins Nachbardorf H. (Der Bach, der hier mehrere Dörfer miteinander verbindet und an dem entlang ein sehr schöner Spazier-/Radweg läuft, heißt in der hiesigen Umgangssprache „die“ Bach. Ich habe mir das inzwischen so angewöhnt. (Also nicht wundern, bitte 😉 )

Die Strecke von uns aus rüber nach H. beträgt nur knappe zwei Kilometerchen, man ist also schnell da. Für das Pufibärchen ist das ein Klacks, kaum eines Kackhaufens wert, aber er läuft gern an der Bach entlang. (Ich auch; der Weg ist glatt und für den Rolli super geeignet – leider auch für die aggressiven Mountainbiker, die eine Warnung für unter ihrer Würde halten und die meist sehr plötzlich und sehr dicht von hinten an uns vorbeischießen, ohne ein Wort. Arschlöcher.) Der Weg ist bei allen Hundehaltern der Umgebung Standard, so hat das Bärchen viel zu schnuppern. Zudem ist die Bach, die tiefer liegt als der Weg, eingesäumt von Wildwuchs: Gras, Ruderalpflanzen, Büsche, Bäume. Dort gibt es also auch viel Kleingetier wie Mäuse, Kaninchen, Frösche und mehr, das riecht alles natürlich sehr spannend. Da hat das Bärchen eine Menge zu tun (und wir müssen höllisch aufpassen, daß er sich nicht in toten Mäusen oder Fröschen wälzt!) H. ist, wie alle Dörfer um uns herum, wesentlich lebendiger als unser Dorf. Es gibt etliche Geschäfte und kleine Unternehmen dort (während wir – immerhin! – eine Metzgerei haben.) In H. gibt es zwei Eiscafés, von denen eines ein Verkaufsstand mit einigen Tischen und Stühlen im Hof ist. Das ist für mich mit dem e-Rolli einfach zu erreichen, deswegen gehen wir meistens dort „fremd“, wenn uns der Weg nach O. zu unseren Freunden Alessio und Esther zu umständlich ist (freue mich schon drauf, dort wieder zu sitzen, sie werden wohl gegen Ende März wieder öffnen). Gestern packte mich unterwegs Lust auf Eis, so freuten wir uns, daß das Eiscafé mit den Tischen im Hof geöffnet war. Sie machen leckeres Eis. So futterte ich mit Freude und Genuß den ersten Amarenabecher des Jahres! Damit ist ganz klar der Winter vorbei! YAY !!!! einself!!!!!

Ein wenig bummelten wir auf dem Rückweg noch durch die Wohngebiete in H. und bei uns. Das war schön: Vögel sangen mit voller Kraft, die Sonne schien warm, in den Vorgärten blühen und duften schon Büsche, Krokusse und Osterglocken, gepflanzt und betüddelt von gut gelaunten Menschen, die uns fröhlich grüßten und ebenfalls glücklich über das tolle Wetter waren.

Frühling. Hach.

Und bei euch so?

 

Geburtstags-Nachlese

Hello, my dearies,

Juhu, wir haben den Karnevals-Horror schadenfrei überstanden! Nur wenige Erwachsene, die allen Ernstes in Clowns- oder Hasen(!!!)-Kostümen herumliefen (das war im Nachbardorf, wir trafen sie bei einer längeren Spazierrunde mit Herrn Sonntag.)

Am vergangenen Freitag war mein 56.Geburtstag. Der Prinz erlaubte mir, luxuriös bis halb zehn zu schlafen (mit dem Hinweis, er habe für halb elf Plätze zum Frühstücken reserviert). Einen Kaffee zum Wachwerden durfte ich aber trinken.

„Wo frühstücken wir denn?“ fragte ich gespannt. Der Prinz lachte nur laut. „Nee, is klar, mein Schatz“, sagte er, „Der Versuch ist nicht strafbar!“

Der kleine Herr Sonntag konnte diesmal nicht mitkommen. Warum, wurde mir klar, als wir am Ziel ankamen: Beim Café Solo nämlich, das wir vor einigen Jahren entdeckten und das wir sehr mögen. (Es ist leider längst kein Geheimtipp mehr, daher oft überfüllt.) Allerdings sind die Räume etwas eng, und da wird unser Mausebär unruhig und bellt viel. Wir genossen ein köstliches Sektfrühstück in der wunderschönen Landhaus-/ shabby chic – Atmosphäre des Cafés. Pappsatt kamen wir, natürlich bewaffnet mit Belohnungs-Fleischwurst, bei einem glücklichen kleinen Herrn Hund an. Schon einige Tage vorher hatte mir meine Schwester ein Päckchen geschickt, das ich ansehen, aber nicht anfassen durfte (der Prinz hielt es außerhalb meiner Reichweite 😉 )

So sah es von außen/vorne aus:

24

Das war auf der Rückseite:

nix24

Und drinnen war das hier:

heikebild

Sie hat es selbst gemalt. Es hängt jetzt in unserer Küche, ganz zentral, und ich erfreue mich immer wieder daran  ❤

Im Büro hängt auch ein Geschenk, eines vom Prinzen:

uhr

Und das hier lese ich gerade, war ebenfalls ein Herzenswunsch (erfüllt vom Prinzen):

lingo

Von den Lieblingsnachbarn kam dieser Gruß (mit der Erlaubnis, ihn hier im Blog zu zeigen):

haschis

(c): W.H.

Den Rest des Tages bis  zum Abend verbrachten wir mit luxuriösem Faulenzen (Zum Unternehmen fiel uns nichts Gescheites ein, da fast überall Hunde unerwünscht sind. Für den Abend hatte mir der Prinz noch einmal Essen „angedroht“. Er fuhr so wirre Wege, daß ich lange brauchte, um zu kapieren, daß wir uns nach Mannheim bewegten. Da fiel mir ein, wie ich mich kurz gewundert hatte, daß der Prinz bei der Abfahrt mein Handy in meine Tasche gestopft hatte mit der gemurmelten Bemerkung „Nimm das mal mit, kann nicht schaden, wenn du’s dabei hast…“ Ich hatte mich noch gefragt, wozu, wenn wir doch nur essen wollten, aber ich war über dem Abfahrtsgenerve sofort abgelenkt und vergaß die Sache.

Jetzt, im Auto, Richtung Mannheim, ergab das plötzlich Sinn! 😀

„Vapiano?!“ fragte ich. Der Prinz grinste nur breit und sagte nichts. Aber klar: am Morgen hatte ich eine Geburtstagsmail von der Gruppe „Vapiano People“ bekommen, die ihren Mitgliedern zum Geburtstag eine Flasche Wein oder Secco zum Essen schenkt. Wer die App auf dem Handy hat, erhält automatisch einen QR-Code, den die Person an der Kasse einscannt. Damit verschwindet die Flasche von der Rechnung. Wir genossen eine Flasche Rotwein (Primitivo), sehr lecker. Deswegen hatte der Prinz so betont beiläufig mein Handy eingepackt! Der hinterhältige Kerl! (Aber er ist auch bei Vapiano People, daher werden wir im Juli an seinem Geburtstag den gleichen Spaß haben.) Ich plumpste todmüde und nudeldickesatt ins Bett, denn für den Samstag hatte ich Gäste eingeladen.

Im letzten Jahr hatte das mit den Gästen gut geklappt. Es war dem Prinzen gelungen, Platz für alle zu schaffen, obwohl unsere Räume so klein sind. Bisher hatte ich mir das Feiern meines Geburtstages immer versagt, weil ich glaubte, es sei zu eng bei uns, und der Hof oder der Garten kommen ja im Februar nicht in Frage zum Feiern. Jetzt weiß ich: Es muß gar nicht alles nach außen hin „richtig“ und „perfekt“ sein – die Leute fühlen sich auch wohl, wenn es etwas enger am Tisch ist. Eine Eingeladene hatte sich letztes Jahr bei meiner Schwester darüber mokiert, „wie es da aussah“ (nein, wir sind keine Pedanten und wir schlecken unsere Zimmer nicht aus, bevor Besuch kommt…  Gäste wollen es gemütlich und herzlich haben und nicht in einem seelenlosen Zimmer sitzen, das wie ein Schaufenster im Möbelgeschäft wirkt!) Unser Tisch „war nicht für Besuch gedeckt“ – huch!!! – und „die Tassen passten nicht zusammen“! NEIN! Wie schrecklich! 😀 😀 😀  Das Essen „schmeckte nach nix“ (war herrliches  veganes Essen von Frollein Elfriede.) Die wunderbare Frollein Elfriede hat auch in diesem Jahr für das leibliche Wohl meiner Gäste gesorgt – danke, Manu!

Wir lachten sehr viel, die Kinder meines Bruders und der kleine Herr Sonntag hatten Spaß miteinander, ich futterte wieder unmäßig viel (vor allem geschenkten Süßkram, die Buchhändlerfreunde hatten Marzipan mitgebracht). Allerdings wurde mir im Laufe des Abends klar, daß ich noch üben muß, mit mehreren Menschen gleichzeitig zusammen zu sein, vor allem, wenn alle zugleich sprechen. Trotz meiner guten  Hörgeräte kam ich irgendwann nicht mehr mit. Die letzten Gäste gingen gegen 19 Uhr. Um 15 Uhr hatten wir angefangen… mal sehen, ob es mein Gehirn bald schafft, so etwas länger durchzuhalten. Mal sehen, was ich nächstes Jahr mache, da fällt der Tag auf einen Samstag…)

Es war wieder ein wunderschöner Geburtstag – dank meines Prinzen! ❤

P.S.: Mein Bruder und seine Familie schenkten mir ein Ölfarben-Probierset und zwei gute Pinsel, da ich darüber nachdenke, mit dem Malen (nach Bob Ross) anzufangen 😉

PENG

Ein Bericht auf Spiegel online, dessen link mir der Prinz soeben schickte,  hat  mir den Realitäts-Check für einen meiner alten romantischen Wunschträume gegeben:

Leben auf einem Hausboot

Scheint doch nicht so toll zu sein…. *seufz* –> Traum an Realität erkrankt und geplatzt 😀

16 Jahre (Nachtrag)

My dearies, schon vor einer Weile, am 11.Februar, hatten der Prinz und ich unseren 16. Jahrestag.

Wir haben da ein ganz eigenes Feier-Ritual: Am allerersten Jahrestag, 2001, überlegten wir, wie wir den Tag begehen wollten.

„Weißt du, wozu ich große Lust hab‘?“ sagte der Prinz damals spontan. „Ich würde  gern nach Frankfurt zum Flughafen fahren und auf der Aussichtsterrasse den Flugzeugen beim Starten und Landen zusehen. Und nachher  dort einen Kaffee trinken.“ Ich weiß noch, daß ich dachte: „ Flughafen? Aussichtsterrasse?! FEBRUAR???“ Aber die Aussicht auf Kaffee hinterher ließ mich zustimmen (obwohl: damals war ich  noch längst nicht so ein schlimmer Kaffee- Junkie wie heute 🙂 ). Wir standen eine Weile im schneidenden Februar-Wind und schauten Flugzeugen aus aller Herren Länder beim Starten und Landen zu (macht uns heute noch Spaß). Später entdeckten wir hinter dem großen Aussichtsfenster der Terrasse einen McDoof. Dort wärmten wir uns erstmal auf und ließen uns dann durch das internationale Flair des Flughafens treiben, mit einem Kaffee hier und da, sahen Menschen aus den verschiedensten Ländern, die zum Teil merkwürdige und zum Teil wunderschöne Kleidung trugen. Es machte Spaß und war interessant. Vor den Anzeigetafeln der Abflüge fabulierten wir darüber, wo wir gern einmal Urlaub machen wollten. Der Tag war sehr schnell vorbei, und seitdem machen wir genau das jedes Mal an unserem Jahrestag. Letztes Jahr hatten wir den kleinen Herrn Sonntag dabei, das hatte ihm nicht viel ausgemacht, trotz der vielen Menschen. In diesem Jahr war der Flughafen beinahe leer, es waren kaum Menschen unterwegs. Vielleicht lag es daran, daß Samstag war. Der kleine Herr Sonntag war genervt, weil er nirgends das Bein heben durfte. Das streßte ihn, wie wir merkten. Einen Haufen machte er aber dennoch, das bekam er hin 😀  Zum Glück hatte er Prinz wie immer die Kotbeutel dabei und entfernte den Haufen sofort. Dem Mausebären zuliebe  machten wir uns früher als geplant auf den Heimweg. Vorher ging der Prinz mit ihm noch über eine kleine Grünfläche vor dem Flughafeneingang, damit der Kleine mal in Ruhe pieseln und noch einen Haufen produzieren konnte. Das Bärchen schlief während der gesamten Heimfahrt fest auf dem Rücksitz.

Zu Hause erholten wir uns von den vielen wirren Eindrücken bei einem Nickerchen, dann fuhren der Prinz und ich am frühen Abend ein paar Dörfer weiter, da gibt es in einem netten kleinen Ort ein tolles italienisches Restaurant, es heißt  ganz pragmatisch „Pizza Pasta“. Wir hatten es vor einer geraumen Weile zufällig im Vorbeifahren gesehen und gehen nun hin und wieder zum Essen dorthin. Der Prinz wählte seine geliebte Pizza mit Meeresfrüchten (buäh, ein Graus für mich) und ich ließ mich von den Tagliatelle mit Brokkoli und Gogonzolasauce verführen. Dazu, wie meist, Lambrusco. Ich gratulierte dem Prinzen dazu, daß er es schon seit 16 Jahren mit mir aushält, wir lachten viel und hatten einen schönen Abend. Der Mausebär warf uns bei unserer Rückkehr wie immer vor, wir seien jah-re-lang!!! weggewesen, ließ sich aber mit einem Stück Fleischwurst besänftigen, die der Prinz noch schnell auf dem Rückweg im REWE besorgt hatte.

Nächstes Jahr müssen wir uns etwas einfallen lassen, das den kleinen Herrn Sonntag nicht so streßt wie der Flughafen, aber im Februar ist es halt nicht so leicht, irgendwo eine nette Zeit zu verbringen – es ist zu kalt, um draußen zu sein, und an viele Orte darf man keine Hunde mitbringen. Damit  fallen für uns die allermeisten unserer Unternehmungen weg, die uns Spaß machen: Ausstellungen  bzw. Museen. Na, uns fällt schon noch etwas ein! (Über Tipps, wenn ihr welche habt, freue ich mich! ; -))