Pippileins heimlicher Freund

Pippi_Olli

 

(Häntifoto, daher leicht unscharf)

Pippi, mein kleines Batman, mein Baby, und Olli der Rolli sind BFF – zumindest, solange Olli dieses spezielle Sitzpolster hat. Da zwischen dem unteren Rand von  Ollis Rückenlehne und dem Sitz ein Spalt ist, der im Winter die Nieren unangenehm kalt werden läßt, habe ich mir beim Möbelschweden kurzerhand ein wetterfestes Sitzpolster mitgenommen. Der Bezug hält warm, für mich zieht es bei Kälte im Lendenbereich nicht mehr und das Pippilein liebt die Wärme, die der Kunststoffbezug zurückgibt. Milde Nächte verbringt sie derzeit komplett mit Olli, der regensicher unter dem Pavillon im Hof steht. (Seit es ab August wärmer wurde, schlafen Herr Sonntag und das Pippikind nicht mehr jede Nacht bei mir im Bett, das wird erst wieder kommen, wenn es kalt wird.)

Nun, mir ist es sehr recht, wenn Pippilein bei Olli schläft. Lieber, als wenn sie ganze Nächte im Hof des leerstehenden Nachbarhauses verbringt. Welche Abenteuer sich da getan haben,das erzähle ich im nächsten Beitrag: Pippi, die Ausbrecherkönigin.

Für Renata ;)

Mitte Juli hatten wir nochmal ein Spontan-Wochenende in der zweiten Heimat eingelegt. Es war kein Urlaub, sondern ein spontanes Treffen privater Natur, deswegen übernachteten wir nicht auf unsrem Bauernhöfchen in Barßel, die wegen des Ferienbeginns in NRW eh ausgebucht waren, sondern in Emden in einem kleinen Hotel. Emden, das wissen vielleicht einige von euch, ist der Geburtsort des wunderbaren Komikers Otto Waalkes. Ich bin ein Otto-Fan, seit ich 14 Jahre alt war, also jetzt seit 42 Jahren. Als Teenie hatte ich alle seine LPs und  bis heute gehören Zitate aus seinen Programmen zu meiner Alltagssprache, ebenso wie Zitate des großen Meisters Loriot. Da ich weiß, daß unsere Zürcher Freundin Renata ebenfalls ein großer „Friesenjung“-Fan ist, erzählte ich ihr vorab von unserem Termin und versprach ihr eine Otto-Postkarte aus dem Emdener „Otto-Huus“.

Nach unserem Termin hatten wir noch reichlich Zeit für einen Bummel durch Emden. Leider war es kalt und regnerisch. Zudem gerieten wir in die Restausläufer eines großen Stadtfestes mit überlauter Musik aus den übersteuerten Lautsprecherboxen diverser Kirmes-Fahrgeschäfte. Der Chor einer evangelischen Freikirche plärrte durch die Fußgängerzone, aber dafür gab es an einem der Freßstände köstliche niederländische Lakritzstangen!  Yay! Mnjam!

„Dat Otto Huus“ im Stadtzentrum von Emden  hat im Erdgeschoß einen kleinen Laden, in dem Fans alles Mögliche kaufen können, von Shirts über CDs bis hin zu Stoff-Ottifanten und natürlich Postkarten, von denen ich eine für Renata aussuchte. Im ersten und zweiten Stock ist ein Museum untergebracht, das laut Beschreibung Gegenstände und Erinnerungsstücke aus Ottos Leben und seiner Karriere zeigen soll. Ich sage „ laut Beschreibung“ und „zeigen soll“, denn ich konnte mir das Museum nicht ansehen, weil der einzige Weg dorthin über eine Wendeltreppe führt – für Behinderte also leider nicht machbar. Ich war natürlich mördermäßig enttäuscht, aber der Prinz entschädigte mich dafür mit Kaffee und Süßkram in einem Café am Wegesrand.

Renata: sollten wir es mal schaffen, unseren Traum zu verwirklichen und ein Häuschen in (Ost)friesland zu finden, müßt ihr unbedingt  bei uns Urlaub machen, dann stromern wir gemeinsam durch Emden und besuchen auch den Stadtteil Transvaal, in dem unser Friesenjung zur Welt kam! ❤

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In diesem Haus ist das Otto-Museum untergebracht.

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Wegen des kalten Pißwetters hatte ich, wie man sieht, keine besonders gute Laune ( außerdem war ich sauer, weil das Otto-Huus so behindertenfeindlich ist). Die regen-und windfeste Jacke hat mir der Prinz bei Decathlon geschenkt. 😉

 

Oops, she did it again

So langsam wird das zu einer blöden Angewohnheit, scheint es – ich bin heute Morgen schon wieder gestürzt. ☹ Aber alles in Ordnung – es ist auch dieses Mal gut ausgegangen! Vermutlich war ich noch zu schlaf-bedusselt (mußte zu unchristlichster Zeit aufs Klo). Der Prinz war schon in der Dusche. Ich weiß nur noch, daß ich urplötzlich nach links wegkippte und krachend auf den Fliesen in der Küche landete. (Nach links kann ich  mich ja nicht abfangen, da der Arm nicht reagieren kann). Mit der Schulter landete ich im Futterbereich unserer Fellnasen. Das rechte Knie schlug mit der Innenseite auf den Fliesen auf. Aua. Auf meinen Schrei hin standen sofort ein triefnasser Prinz und ein höchst besorgter Herr Sonntag um mich herum. Ich wußte kaum, wen ich zuerst beruhigen sollte 😊

Abtasten der Kniescheibe tat weh. Der Prinz hievte mich mit einem Griff unter die Achseln  hoch, da ich das Bein in der Beugung nicht belasten konnte. Er tat das Gleiche wie beim letzten Mal: SMS an Andreas, unseren Orthopäden-Freund. Antwort: Halb neun in der Praxis, er sagt den Mädels Bescheid. Gehen konnte ich zu unserer Erleichterung. Es tat nicht weh, war nur unangenehm. Andreas tastete die Kniescheibe rundum ab (das tat weh!) und beruhigte mich: Der Meniskus, der meine geheime Sorge gewesen war, ist ok, die Kniescheibe und das Gelenk auch. Der Schleimbeutel sei geprellt, sagte er, das sei halt schmerzhaft. Da auch das Handgelenk, das ja erst Anfang 2016 operiert  und mit einer Titanplatte verschraubt  worden war, heftig auf die Fliesen geknallt war, beorderte Andreas mich zum Röntgen. Alles ok: Handgelenk gut, Knie gut. Große Erleichterung. Eine der Sprechstundenhilfen, die ich noch von früher aus dem Yoga kenne, machte mir sogar einen Kaffee ❤.  Jetzt, zu Hause, kann ich schon wieder normal herumlaufen 😃 Oben, im Schlafbereich, benutze ich zur Vorsicht den alten häßlichen Vierpunktstock, wegen der Teppiche. Unten laufe ich mit dem normalen Gehstock. Andreas hat mich ermutigt, das Bein normal zu belasten, auch Treppen darf ich steigen. „Das Gelenk ist stabil, beweg‘ dich ganz normal“, sagte er.  Und es klappt tatsächlich ganz prima. Nicht nur der Prinz und ich sind erleichtert, auch Herr Sonntag und das Pippikind sind wieder entspannt. Sie hatten sich beide große Sorgen um mich gemacht (meine Babies!!!! ❤ ❤ ❤)  Was immer Wunder wirkt: Ein Telefonat mit meiner Schwester, tat auch diesmal gut ❤

Wieder mal Schwein gehabt, Frau Lakritz 😃 😃 😃

Elf Jahre

…ist unser kleiner Herr Sonntag  jetzt alt, und da in seinem Impfpaß unter „Geburtsdatum“ nur lapidar  „August 2006“ steht, hat er eben einfach heute sein Geschenk bekommen. Neben mehreren Tüten mit Kaustreifen und Kaustangen verschiedener Geschmacksrichtungen und einem getrockneten Schweineohr hat der Prinz (der leidenschaftlich gern für das Bärchen Geschenke aussucht) ihm ein neues „Frisbi“ mitgebracht. Das bisherige Frisbi aus rotem Gummi, das der Kleine leidenschaftlich liebt, landete vor einigen Wochen versehentlich auf dem Vordach über unserer Haustür. Dort war es  lange der prallen Sonne ausgesetzt,  die das Gummi ausbleichte und austrocknete, so daß es zu „krümeln“ begann und wir uns nicht mehr sicher waren, ob das noch ungefährlich fürs Bärchen war.

Das neue Frisbi aber ist absolut sicher, es besteht aus dickem, festem Stoff und einem kreisförmig genähten Seil.

Wie immer, wenn er ein Geschenk bekommt, freute sich der kleine Herr Sonntag riesig. Er begriff sofort, daß das neue Frisbi für ihn ist. Er tickte vor Freude schier aus ( wir hatten sofort feuchte Augen vor Rührung.)

Hier: Herr Sonntag und sein neues Frisbi zum elften Geburtstag ( hingebungsvoll zerlegt in elf Minuten!)

Domielf

Der Prinzengeburtstag…

…war schon am vergangenen Freitag wie ich schrub, und wie jedes Jahr waren wir, gemäß unserer Tradition,  zuerst frühstücken und dann „on tour“. Ich habe eine Weile wieder nicht bzw. kaum geschrieben, weil ich eine Rhizarthrose im rechten Daumen entwickelt habe. Das tut weh, und da ich die rechte Hand zum Tippen brauche, ist das doppelt ärgerlich. Aber Reiki hilft, und das kann ich ja nach wie vor 😉

Für das Frühstück hatte ich uns ein Café ausgesucht, das einem lieben Menschen aus unserem Bekanntenkreis gehört, das GingkoZu unserer freudigen Überraschung hatte der Chef seine Leute instruiert, uns zu unserer Frühstücksbestellung zwei Gläser Sekt „aufs Haus“ dazu zu bringen, da er von des Prinzen Geburtstag und dem Frühstück wußte. Wir waren gerührt und freuten uns sehr über diese liebe Geste (leider war er arbeiten, er führt das Café nebenberuflich).

Ich hatte lange überlegt, was wir danach unternehmen könnten, denn das Bärchen sollte mitkommen dürfen und Hunde sind ja an so vielen Orten nicht erwünscht. Da das Wetter zur Zeit wunderbar ist, überlegte ich mir, daß wir etwas draußen machen sollten, und kam auf das Schloß Schwetzingen, das einen wunderschönen und riesigen Schloßgarten hat, der als englischer Landschaftsgarten angelegt ist. Hunde dürfen hinein, wenn sie an kurzer Leine gehen und die Besitzer Kotbeutel dabei haben. Innen ist das Schloß auch spannend und eine Führung macht Spaß, aber mit Rolli und Hund  geht das leider nicht, also beschränkten wir uns auf den Park.

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Kackbeutel, wie wir sie nennen, haben wir sowieso immer dabei, wenn wir mit Bärchen on tour sind, das ist für uns selbstverständlich, und eine kurze Leine fanden wir auch noch bei unseren Jacken an der Garderobe. So durfte das Bärchen in den Park, Olli der Rolli und ich ebenfalls und der Prinz durfte sogar umsonst hinein, als meine Begleitperson. Ich war seit Jahren nicht mehr in diesem herrlichen Park gewesen (zuletzt in den 90ern mit Oma und Opa) und freute mich sehr, mal wieder dort zu sein. Das Bärchen fand alles sehr spannend und interessant, er hörte gar nicht mehr auf zu schnuppern. Insgesamt waren wir wohl gut drei Stunden unterwegs zwischen Blumen und Brunnenanlagen, Heckenlabyrinthen und  malerischen Seen mit hübschen bunten Gänsen und Enten. Das Schloß war früher die Sommerresidenz der hiesigen Kurfürsten. (Man gönnt sich ja sonst nichts…. 😉 )

Die Akku-Anzeige bei Olli, meinem Rolli, zeigt den Ladestand wie ein Handy mit Balken an. Am Nachmittag, als wir langsam Schluß machten und auf das Café am Schloßeingang zusteuerten, zeigte der Akku noch fünf von sechs Balken. Einen Balken verbraucht auch die Fahrt ins Nachbardorf an der Bach entlang, das sind etwa sechs Kilometer hin und zurück. So sind wir im Schloßpark wohl auch um die sechs Kilometer gelaufen/gerollt. Das Bärchen jedenfalls war sehr zufrieden und entspannt. Wir gönnten uns noch einen Kaffee und ein Stück Torte zum Abschluß. Der nette Kellner brachte Herrn Sonntag eine Schüssel Wasser, ohne daß wir fragen mußten – sehr lieb!

Auf der Rückfahrt schlief das Bärchen tief und fest auf seiner Rückbank, erfüllt von all den neuen Eindrücken ❤.

Wir Menschen öffneten zu Hause eine Flasche Sekt und genossen noch ein wenig den milden Abend draußen im Hof.

Am Samstag stürzten wir uns in eine wilde, heftige Aufräum- und Ausmist-Aktion, die bis zum frühen Abend andauerte. Dabei kam erfreulich viel Zeugs (vor allem Kleidung) für das örtliche Sozialkaufhaus zusammen. (Das Kaufhaus gehört der Caritas, die die Kleidung vor allem für Flüchtlinge sammelt. Das freut uns besonders.) Abends waren wir so zufrieden mit dem Platz, den wir geschaffen hatten, daß der Prinz mich zum Abschluß seiner Geburtstagsfeierlichkeiten, wie er sagte, zum Italiener ein paar Dörfer weiter einlud. Im „Pizza Pasta“ stehen Spaghetti Bolognese eigentlich nicht auf der Karte, aber die Besitzer des Restaurants sind super nett und freundlich und machen mir trotzdem schnell eine Portion, wenn ich darum bitte.(oarrr…ich kriege schon beim Schreiben wieder Appetit… 😉

Der Sonntag fiel der Neuorganisation der Küche zum Opfer, im Zuge unseres “Minimalismus-Projektes“ (Wir wollen unseren Besitz bis auf das absolut Notwendigste reduzieren – ich erzähle noch davon). So war das Geburtstagswochenende  rundum entspannend und erfolgreich – und das nächste Wochenende steht schon vor der Tür… macht es euch schön!