Frühling. Hach.

my darlings,

gestern war’s schön: nicht nur war es sonnig, blauhimmelig und mild, wir waren auch endlich mal wieder länger gemeinsam mit dem Pufibärchen unterwegs, an der Bach entlang ins Nachbardorf H. (Der Bach, der hier mehrere Dörfer miteinander verbindet und an dem entlang ein sehr schöner Spazier-/Radweg läuft, heißt in der hiesigen Umgangssprache „die“ Bach. Ich habe mir das inzwischen so angewöhnt. (Also nicht wundern, bitte 😉 )

Die Strecke von uns aus rüber nach H. beträgt nur knappe zwei Kilometerchen, man ist also schnell da. Für das Pufibärchen ist das ein Klacks, kaum eines Kackhaufens wert, aber er läuft gern an der Bach entlang. (Ich auch; der Weg ist glatt und für den Rolli super geeignet – leider auch für die aggressiven Mountainbiker, die eine Warnung für unter ihrer Würde halten und die meist sehr plötzlich und sehr dicht von hinten an uns vorbeischießen, ohne ein Wort. Arschlöcher.) Der Weg ist bei allen Hundehaltern der Umgebung Standard, so hat das Bärchen viel zu schnuppern. Zudem ist die Bach, die tiefer liegt als der Weg, eingesäumt von Wildwuchs: Gras, Ruderalpflanzen, Büsche, Bäume. Dort gibt es also auch viel Kleingetier wie Mäuse, Kaninchen, Frösche und mehr, das riecht alles natürlich sehr spannend. Da hat das Bärchen eine Menge zu tun (und wir müssen höllisch aufpassen, daß er sich nicht in toten Mäusen oder Fröschen wälzt!) H. ist, wie alle Dörfer um uns herum, wesentlich lebendiger als unser Dorf. Es gibt etliche Geschäfte und kleine Unternehmen dort (während wir – immerhin! – eine Metzgerei haben.) In H. gibt es zwei Eiscafés, von denen eines ein Verkaufsstand mit einigen Tischen und Stühlen im Hof ist. Das ist für mich mit dem e-Rolli einfach zu erreichen, deswegen gehen wir meistens dort „fremd“, wenn uns der Weg nach O. zu unseren Freunden Alessio und Esther zu umständlich ist (freue mich schon drauf, dort wieder zu sitzen, sie werden wohl gegen Ende März wieder öffnen). Gestern packte mich unterwegs Lust auf Eis, so freuten wir uns, daß das Eiscafé mit den Tischen im Hof geöffnet war. Sie machen leckeres Eis. So futterte ich mit Freude und Genuß den ersten Amarenabecher des Jahres! Damit ist ganz klar der Winter vorbei! YAY !!!! einself!!!!!

Ein wenig bummelten wir auf dem Rückweg noch durch die Wohngebiete in H. und bei uns. Das war schön: Vögel sangen mit voller Kraft, die Sonne schien warm, in den Vorgärten blühen und duften schon Büsche, Krokusse und Osterglocken, gepflanzt und betüddelt von gut gelaunten Menschen, die uns fröhlich grüßten und ebenfalls glücklich über das tolle Wetter waren.

Frühling. Hach.

Und bei euch so?

 

Es werde Licht!

Vor kurzem habe ich hier um Rat gefragt,darlings, was ich gegen die Winterdepression tun könne, die mich jedes Jahr im November und im Januar packt und beutelt.

Zwei Leserinnen, Illa und Betty, haben mir netterweise ihre Methode verraten: beide benutzen eine Tageslichtlampe und nehmen Vitamin D. Schon am nächsten Tag brachte mir der Prinz vom Einkaufen eine Packung mit Vitamin D3 – Kapseln mit. Eine Tageslichtlampe, das fiel mir dabei ein, hatte mir der herzliebste Herr Norden vor einigen Jahren ebenfalls schon einmal ans Herz gelegt. Aber das war vor den Zeiten von Tante Amazonien und ich traute mich an das Thema damals wegen seiner Komplexität  nicht so recht heran.

Vorgestern Mittag nun klingelte unser netter DHL-Bote, den wir seit Jahren kennen. Ich nehme Post meist durchs Fenster an, das ist mit dem beeinträchtigten Bein leichter für mich, als über den Hof zu hinken und das große Tor aufzusperren. Diesmal tat ich es aber doch, denn ich sah, daß der gelb-rote Mann ein sehr großes Paket trug. Der Bote, Herr L., trug mir das große Dings ins Wohnzimmer. Ich war mir sicher, so etwas Riesiges nicht bestellt zu haben, aber doch: es war an mich adressiert. Und erstaunlich leicht für seine Größe. Mit einem Küchenmesser das Klebeband zu durchtrennen, das bekam ich einhändig hin  😀  Als ich den Karton öffnete, guckte mir ein weiterer Karton entgegen: dieser war bunt und das Foto zeigte – eine riesige Tageslichtlampe mit den von Illa empfohlenen 10.000 Lux! Ich war ganz baff. Und sehr gerührt, denn dahinter konnte nur der Prinz stecken. Er verriet sich am Telefon auch gleich mit der Frage „Ach, ist sie schon da? So schnell? Wow.“

Ja, wow – das findet die Chefin übrigens auch – hier:

micilampe

Mein Platz am Küchentisch (Der Prinz sitzt, von hier aus gesehen, links, mir gegenüber). Da ja meine aktive Hand (noch) die rechte ist, steht auch das Regal mit all meinem Alltags-Kleinkram rechts vom Platz. Und ja, mein Bereich ist unordentlich. Ich bin kein besonders ordentlicher bzw. strukturierter Mensch, das liegt mir nicht.  (Dafür weiß ich immer genau, wo was liegt, wenn ich etwas suche, und wo ich hingreifen muß).

Ich nutze die Lampe vorwiegend beim Frühstück, das bei mir – da ich dabei lese – mindestens die 30 Minuten dauert, die die Hersteller der Lampe als Tagesanwendung vorschlagen. Um den Einschaltknopf herum sind in einem Halbkreis grüne LED-Lämpchen angeordnet, von denen jeweils eines nach 15 Minuten aufleuchtet. So hat man immer im Blick, wie lange man schon „therapiert“. Die Lampe verbraucht nur wenig Strom, überhitzt also nicht. Selbst nach längerem Leuchten wird sie außen nur lauwarm.

Fazit: ich bin sehr glücklich mit der Lampe. Der November ist schon mehr als halb vorbei und mir geht’s immer noch prächtig!

Fümpf!

Sooo… allmählich hab‘ ich mich erholt von der Feier meines fünften Geburtstages, den wir – wie alle Jahrestage des Hallamati – am Freitagabend im Tivoli, dem großartigsten italienischen Restaurant in Worms, feierten.

(@Herr Norden: da würden wir mit dir auch gern mal essen gehen – wie wäre es, wenn du dich an deinem kommenden Geburtstag von uns dorthin einladen ließest? Melde dich doch mal dazu…)

Ivo und seine Frau Giovanna, die Besitzer des Restaurants, kennen mich und die Hallamati-Geschichte und verwöhnen uns daher immer ganz besonders. Man merkt, daß ihnen das Freude macht. (Ivo ist Gastronom mit Leib und Seele.) Giovanna schlug als „aperitivo“ einen Aperol Sprizz vor, den wir gerne nahmen. Aperol Sprizz hatten wir im Juni 2011 in Venedig sehr oft getrunken, daher verbinden wir das Getränk etwas wehmütig mit der Stadt. (Natürlich haben wir es später auch noch oft getrunken, aber diese sehr intensive Venedig-Woche war unser letzter Urlaub vor dem Hallamati und ich bin dankbar für die herrlichen Erinnerungen, und ein Glas Aperol Sprizz erweckt diese gleich zum Leben.) Ich hatte mal wieder Luuuuust auf Gnocchi – Ivo grinste und bot mir Gnocchi mit Kürbisfüllung an. War mir recht – Hauptsache, mit möglichst dickmachender Sauce drüber, wies ich ihn an, denn der unbekannte Infekt des letzten Sommers hat mich auf 56 Kilo zurückgeworfen (bei 1,70 Meter Größe!). Der Prinz hatte Lust auf Fisch. Ivo grinste, verschwand kurz und kehrte mit einem Teller zurück, auf dem  – uäh! – ein toter Fisch lag (keine Ahnung, was für einer – Carsten, wir hätten dich gebraucht! (Haben aber auch schlicht vergessen, Ivo zu fragen.) „Möchtest du den?“ fragte Ivo, „gegrillt, mit Zitrone, Thymian, Basilikum….?“ Der Prinz war einverstanden, daher verschwand der Fisch zum Glück gleich wieder in der Küche.

Giovanna half uns bei der Auswahl des Weines, die dieses Mal absolut einfach war und schnell ging: Obwohl ich deutlich Miss Sophies Anweisung „We’ll have white wine with the fish, James.“ im Ohr hatte, winkte Giovanna lachend ab und sagte: “Rot paßt immer.“ Mir paßt das auf jeden Fall, denn ich bin kein großer Weißwein-Fan. Primitivo gab es also, köstlich und wirklich immer und überall passend. Zu den Gnocchi auf jeden Fall, die jetzt endlich vor mir standen. Gnocchi bestehen ja aus Kartoffelteig und irgendwie hatte es der Magier in der Küche fertiggebracht, aus dem Kartoffelteig kleine Bälle zu formen, die er mit Kürbis gefüllt hatte. (Der kann bestimmt auch gut Origami-Tiere falten 😀 ) Zum Nachtisch erbat ich mir Tiramisú. Rosario, der ältere Kellner, der schon so lange zum Tivoli gehört, wie ich mich zurückerinnern kann und der den Prinzen und mich ein bißchen „adoptiert“ hat, brachte es zusammen mit einem zweiten Nachtischteller und einer zweiten Gabel, damit der Prinz mitnaschen könne. Der Abschied war wie immer herzlich und liebevoll. Giovanna und Ivo drückten uns noch eine bunte Papiertüte in die Hände, die, wie sich zu Hause zeigte, eine Flasche Prosecco enthielt. “Damit feiert ihr noch etwas“, lautete Giovannas Anweisung. Mehr „Allohol“ traute ich mich aber nicht, wegen der Medikamente. Dafür vermißte ich sehnlichst Opas unerschöpfliche „Underberg“-Vorräte, denn ich war zum Platzen angefüllt. Schlafen klappte trotzdem erstaunlich gut.

Es war wieder einmal – trotz des eher traurigen Anlasses – ein wunderschöner Abend, und wie jedes Mal, sagten wir uns: „Nur einmal im Jahr im Tivoli ist viel zu wenig!“ Wir werden jetzt einfach ein paarmal weniger zu Pepe e Sale oder zum Thai gehen und uns dafür öfter im Tivoli verwöhnen lassen. Das gleicht sich aus – und wenn der Hallamati uns etwas gelehrt hat, dann ist es das:

Egal, was dir widerfährt, das Leben ist trotzdem wunderschön, also genieße es und koste es bewußt aus!

Das haben wir in diesen fünf Jahren gelernt und praktizieren es sehr bewußt.

Der Chefarzt in der ersten Rehaklinik riet uns damals: “Schaffen Sie sich kleine Inseln!“

Das tun wir, immer wieder, mit schönen Städtetrips oder sonstigen Ausflügen, gutem Essen, Konzerten und was uns sonst noch Freude macht. Und: Jede schöne Erinnerung bringt etwas Licht in jede schwierige Situation!

Der Prinz und ich sind sehr froh, daß wir gelernt haben, bewußt zu leben und bewußt Freude zu genießen. Seltsam ist nur, daß wir das ausgerechnet dem Komikerpärchen von nebenan zu verdanken haben, die sich und ihr Leben so hassen, daß sie nur an Zerstörung, Haß  und Rache denken können. Nun… das Leben ist eben manchmal seltsam. Ist mir recht – solange es so schön bleibt, wie es jetzt ist.. (Dafür können wir selbst sorgen – und tun es auch!)

Blog – Geburtstag!

My dearies,

Der Oktober führt sich gleich kalt, grau und widerlich naß ein hier, aaaaaber:

Mein kleines Lakritzenblog ist heute acht Jahre alt!

 

achtrund

Foto:  http://www.pixabay. com

Hier ist der allererste Eintrag meines Blogs, am 1. Oktober 2008 😀

Mir ist es wichtig, euch allen zu danken, die mir vom damaligen Blog „The Wolfmother Wallpaper“  hierher gefolgt sind, zum Teil immer noch treu mitlesen und mir mit gutem Rat, Trost und Ermutigung zur Seite stehen, wenn ich mich mal unsicher oder sonstwie nicht gut fühle. Und natürlich die wundervollen neuen Leute, die später dazu kamen – Ihr alle seid eine Bereicherung für mich!  Bei manchen von euch hatte ich in den letzten Jahren die große Freude, euch persönlich treffen zu dürfen. Es tut mir unendlich gut, daß ich mich bei euch nicht verstellen muß, sondern frei von der Seele weg schreiben kann, was mich beschäftigt, ohne daß mich jemand verurteilt. (Über eine Neu-Konfiguration der Kommentar-Einstellungen habe ich mich von dieser Seite eh hinreichend geschützt.)

 

Danke, daß es euch gibt   – Ihr rockt!!!!!!!!! ❤ ❤ ❤ ❤

Herrn Sonntags zehnter Geburtstag!

Dahlings!!!!!

Heute hat unser Mausebär seinen zehnten Geburtstag gefeiert!

Erläuterung : in seinem Impfpaß steht unter „Geburtsdatum“ nur lapidar „August 2006“. Seine Vorbesitzer wußten nichts Näheres, sie hatten ihn als Welpen im  Urlaub in Frankreich geschenkt bekommen. Also haben wir spontan den 10. August für ihn als Geburtstag festgelegt, damit wir etwas zu feiern haben. (Am 15. September ist er dann ein Jahr bei uns, das feiern wir auch!

Eigentlich wollte ich für ihn die Idee kopieren, die der wunderbare Uli Stein  und seine ebenfalls sehr wunderbare wA  vor Jahren mal für die gute Emma (Englische Bulldogge)  zum  Geburtstag hatten: Eine Torte aus Mett, mit Würstchen als Kerzen So machte sich also der Prinz nach der Arbeit auf die Suche nach den Zutaten. Allerdings gestaltete sich die Suche nach „Würstchen-Kerzen“ schwierig, so nahm er einige dieser gestreiften Minikerzen mit. Büddeseeeeehr!

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Das in der Mitte ist nicht, wie Ihr sicher – und nicht ganz zu Unrecht ! – annehmt, das Modell einer Raumstation oder eines Frachtraumschiffes, sondern ein Beißspielzeug aus weichem Gummi). LEIDER ist die Quietsche kaputtgegangen…. oooch. 😀

Aber der Kleine freut sich wie dolle. Das Ding heißt „Kleiner Knochen“ und er holt es schon auf Anweisung!

Die Kerzenflammen waren ihm gar nicht geheuer….

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(Der Prinz zu meinemBruder im Familienchat:
„Da steht man im Kaufland und sucht Geburtstagskerzen für einen Hundegeburtstag – das kann man ja niemanden fragen, sonst darf man am Ende nicht mehr heim. (Männer in weißen Kitteln und so …)“

 

Aber dafür durfte unser Kleiner zum Schluß die ganze Torte allein aufessen!

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Happy Birthday, bester und tollster Hund der ganzen weiten Welt! Bleib bitte noch ganz lange bei uns! ❤ ❤ ❤ ❤ ❤

Die Kinder werden groß!

Mein wunderbarer Webelf  hat seinen ersehnten Studienplatz bekommen: Bio-Informatik (Genomforschung) an der Uni der Stadt, die nicht existiert: Bielefeld. 😀 Er freut sich sehr und kann es kaum erwarten, daß das erste Semester beginnt.

Kürzlich rief der Prinzensohn an und berichtete ebenfalls Erfreuliches: er hat die Fotografenschule in Heidelberg  mit einer sehr guten Zwei abgeschlossen und zum 1. September hat er eine Lehrstelle bei einem Fotografen  in Karlsruhe. Auch er ist happy und voller freudiger Erwartung.

Jajaaa, seufzte Omma Lakritze, so werden die Kinder groß…

😀 😀 😀