Ein glückliches 2019

wünsche ich euch, Ihr Lieben! Bleibt gesund und froh, verliebt und glücklich – und bleibt mir gewogen, das wäre schön! 😉

Hier geht schon der eine oder andere Böller hoch, aber wir knallen wie immer nicht. Dafür hatten wir gestern Abend  Herta, Edda und Tinus zu Gast, das hat viel Spaß gemacht. Tinus ist glücklich, denn Edda hat ihre Zelte in Oldenburg nun endgültig abgebrochen und ist zu ihm auf den Hof gezogen.

Dass der Vorbesitzer unseres lüttje Huus gestorben ist, schrieb ich ja schon. Im Trauerbrief stand „tragischer Unfall“ – wir vermuteten also einen Autounfall. Wie wir es uns gedacht hatten, wußte Herta mehr, denn sie hatte ja seit Jahren das Haus für Beckmanns verwaltet und somit eine enge Verbindung zu den beiden. Herr Beckmann war auf dem Heimweg von einem Termin unglücklich gestürzt, nur 200 Meter von seinem Wohnhaus entfernt. Der Sturz hatte ihm zwei Nackenwirbel gebrochen.  Eines der Bruchstücke hatte sich in sein Rückenmark geschoben und dieses so verletzt, daß er ins Koma fiel und nicht mehr erwachte. Er starb im Krankenhaus an Organversagen. Das ist so traurig.  Beckmanns haben drei erwachsene Kinder und einige Enkel – was für ein Jahresende für die Familie!

Auch für den Prinzen und mich wurde es noch traurig, denn am Tag vor unserer Abfahrt erhielt der Prinz einen Anruf. Es war der Lebensgefährte  eines unserer liebsten Bekannten. „Ich wollte Ihnen sagen, daß H.gestorben ist“, sagte er. Nachdem er nach dem Schock wieder einigermaßen habe denken können, habe er begonnen, alle Telefonnummern in H.s Handy anzurufen und die Botschaft bekannt zu machen.

So endet 2018 für uns auch wehmütig… Aber immerhin weiß ich, daß es der Chefkatze und dem Pippilein sehr gut geht. Jürgen, unser Vermieter, sagte mir vorhin am Telefon, daß sie im Haus seien und er gut aufpassen werde, daß sie heute Nacht auch dort blieben. Das ist gut zu wissen.

Feiert schön heute Nacht, sauft nicht so viel und bleibt anständig! 😛

Seid herzlich umarmt von

eurer  Lakritzefrau 🙂

Leckere Geschenke

Vorgestern hatten wir einen gemütlichen Abend, darlings. Peter, unser Ortsvorsteher, und seine Lebensgefährtin hatten uns zu sich eingeladen, zu einem gemütlichen Abend auf der Terrasse.

Die zwei sind gerade von einem Südfrankreich-Urlaub zurückgekommen und hatten uns etwas mitgebracht, das sie uns überreichen wollten.

Um Pfingsten herum hatte unser Dorf sein 1.225. Jubiläum gefeiert, kurz danach wurde Peter 50 Jahre alt. Da das Wetter warm und sonnig war, hatte er sich kurzerhand eines der Festzelte von der 1.225-Jahr-Feier reserviert, die noch auf dem Sportplatz standen. Der Prinz und ich waren uns nicht sicher, was wir ihm schenken könnten, so fragte ich einfach M., Peters Schwester, die zufällig auch eine Kollegin des Prinzen ist. M. und ich verstehen uns sehr gut und hängen öfter mal miteinander ab, vorwiegend in der Eisdiele bei Esther und Alessio 😉 M. verriet uns, daß Peter und seine Gefährtin leidenschaftliche Wohnmobilisten seien. Das war ein guter Tipp, so suchten wir beim Buchhändlerfreund einen kleinen Bildband über Wohnmobilreisen in Europa heraus, den wir Peter bei der Geburtstagsfeier überreichten. Er freute sich sehr. Kurz danach feierte M. Ihren 60. Geburtstag. Da sie, wie ihr „kleiner“ Bruder, in unserer Straße wohnt (unten, am Anfang), konnte ich bequem mit Olli hinrolli-en 😉  Eine weitere Kollegin des Prinzen, E, begleitete mich zusammen mit ihrem Mann dorthin (diese beiden laden uns öfter zum Essen o.ä. in ihren Wohnwagen ein, der auf einem Campingplatz am Rhein steht). Auch mit dieser Kollegin bin ich hin und wieder in der Eisdiele anzutreffen 😀 ). Bei M.s Geburtstagsfeier waren natürlich auch Peter und seine Gefährtin (die im Dorf den liebevollen Spitznamen “First Lady“ hat) anwesend. Sie erzählten uns, daß sie einen Urlaub in Südfrankreich planten, in der Provence. Der Prinz und ich gerieten gleich ins Schwärmen, denn in der Camargue haben wir mal zwei wunderschöne Urlaube verbracht. Wir rieten ihnen, unbedingt am Donnerstag den Wochenmarkt in Arles zu besuchen und dort Salami zu kaufen, die die Bauern dort in zahllosen Varianten selbst herstellen – Ente,(meine liebste) und andere Tiere, zum Beispiel Esel (schmeckt leider sehr gut, dafür schmeckt die vom Stier widerlich streng!), außerdem mit verschiedenen leckeren Zutaten wie Nüssen, Kastanien, Pistazien,etc…. Ein Traum! Außerdem beschrieben wir ihnen, wo in Arles das „Café La Nuit“ und die alte Klappbrücke aus Van Goghs berühmten Gemälden zu finden sind (das schafften sie aber zeitlich nicht mehr). Jedenfalls teilen sie nun unsere Leidenschaft für die Camargue, deshalb wollten sie uns mit leckeren Andenken beschenken: Sie brachten uns eine Flasche Rotwein, eine Flasche Olivenöl und eine Salami aus Arles mit (Sorte noch unbekannt 😉 )

Wir saßen gemütlich einige Stunden auf der Terrasse und redeten über Gott und die Welt (ich mit zwei Jacken, da es gerade mal 16 Grad waren). Wir lachten viel und deswegen fiel mir kaum auf, wie viel von dem köstlichen Rosé ich trank, den Peter von einem der Winzer hier im Dorf bezieht. Er hatte auch neuen Wein da, den ich ebenfalls probieren mußte. (Ich liebe neuen Wein!) Ich war überrascht, als ich vom Tisch aufstand, weil wir zu unserem Bärchen nach Hause wollten: Ich hatte kaum Gleichgewicht, so daß der Prinz mich an der Hand zu Olli führte 😀 (Das war übrigens eine Ausnahme – ich trinke meist Wasser oder Saftschorle, da ich wegen der Epilepsie-Medikamente mit Alkohol aufpassen muß. Aber inzwischen habe ich gelernt, wieviel noch ok ist bzw. wann ich umsteigen sollte auf Wasser etc.) Das war mal ein richtig schöner Abend *hach*, und Peter und Petra wollen das baldmöglichst wiederholen. (Na, gerne!)

Protokoll? S***** drauf!

pheeeewww“, wird Her Majesty am Freitag Abend wohl aufgeatmet haben, stelle ich mir vor, my dearies, als das orange Ding und sein Trophäenweibchen endlich weg waren. Ich hatte Mitte der Woche schon Magenschmerzen bekommen, als ich las, daß er England nochmals heimsuchen wolle und sie ihn dieses Mal wohl empfangen müsse. In meinem Kopf liefen kleine alptraumhafte Szenen ab, in denen er ihr minutenlang die Hand schüttelte, ihr auf die Schulter patschte und überhaupt in seiner bekannten Distanzlosigkeit sämtliche protokollarischen Vorschriften auf den Müll warf in der Überzeugung, daß diese für andere gälten, aber doch nicht für ihn, den großartigen tRump! Malaria paßte sich ihm wie gewohnt brav an. Als ihr Ehe-Arsch keine Anstalten machte, sich zu verbeugen, „vergaß“ sie den Knicks (Arschtusse). Daß tRump langsam dement wird, war ja schon bei anderen Anlässen zu sehen, zum Beispiel, als er aus dem Flugzeug stieg und gezielt an seinem Auto vorbeilief, das exakt vor der Gangway geparkt stand (seine Leibwächter mußten ihn zurückholen und ins Auto verfrachten). Danach hielt er zwei Reden, nach denen er ziellos auf der Bühne umherirrte und sich offenbar nicht erinnern konnte, wo er hinuntergehen mußte. Auch für den Empfang bei Her Majesty hatte er vorher genaue Anweisungen bekommen. Das hinderte ihn nicht, beim Abschreiten der Leibgarde vor ihr zu gehen statt hinter ihr. Der Trottel bemerkte es nicht mal.(bzw. es war ihm egal). In der Presse tauchte denn auch gleich der Vergleich „Elephant in a China Shop“ auf (Elefant im Porzellanladen). Aber, wie ich mir vorher schon klargemacht hatte: Her Majesty macht diesen Job seit 66 Jahren. Sie ist welterfahren, souverän und sehr geduldig und tolerant. Sie wußte natürlich, auf wen sie sich einzustellen hatte. (Das orange Ding war sicher wieder sauer, weil sie es nicht in der goldenen Kutsche fahren ließ.)

Die Welt hat ein Video mit Ausschnitten des Besuches. Inclusive Malarias Ar***backen, die sich deutlich unter dem Rock abzeichnen,wie es angemessen ist für diesen Anlaß.Nun, das hat sie in ihrem Job als Softporn- Model ja schließlich so gelernt (Ja, ich bin zickig, aber ich mag sie genauso wenig wie ihren Macker.)

„With my body, I own you“

Wer hier schon länger mitliest, weiß, daß ich geradezu pathologisch anglophil bin 😉

Also war es für mich eine Selbstverständlichkeit, zwei Stunden lang dem livestream  der Hochzeit von Harry und Meghan zuzusehen. Und dabei zu schnuffeln und Tränen abzuwischen, natürlich 😀 ) Ich heule meistens bei Hochzeiten, weil ich schnell gerührt bin. Harry war bisher immer „der Kleene“ für mich, daher war es besonders rührend, ihn da vor dem Altar in St. George’s in seiner Gala-Uniform zu sehen, als Ehemann, plötzlich so erwachsen. Wills hat den best man gemacht (wozu hat man schließlich einen älteren Bruder, oder?! 😉

Besonders ergreifend fand ich den Gospelchor (alle in eleganter Kleidung), der „stand by me“ sang, sehr piano, aber dennoch kraftvoll. St George’s heißt offiziell „chapel“, aber eine Kapelle ist das bei Weitem  nicht, das Ding ist freaking riesig! (Übrigens sah ich bei den Gästen auch Elton John, der sich mühsam die Tränen verkniff 😉 ) Beim Absingen von „God save the Queen“ kommen mir immer die Tränen, und ich singe das immer mit und denke dann dankbar an meine erste Englischlehrerin, die uns in der fünften Klasse  sowohl dieses Anthem als auch  “Rule Britannia“ beigebracht hat.

Nach der Zeremonie drehten die beiden einige Runden durch Windsor ( in einem offenen Landauer! ). Bei Paraden in England tut es mir immer wieder gut zu sehen,daß die berittenen Sicherheitskräfte  vernünftig reiten können. Sie können einen Trab leicht und geschmeidig aussitzen und  (im Unterschied zu vielen Amerikanern) ordentlich leichttraben, ohne daß sie bei jedem Schritt mit ihrem gesamten Körpergewicht dem Pferd in den Rücken knallen. Außerdem wissen sie, daß Zügel keine Haltegriffe sind,  (!!!) für die viele Amis sie halten. Kurz, es waren zwei sehr schöne und rührende Stunden, eine großartige Hochzeit  (obwohl ich eine halbe Stunde zu spät war.) Die Übertragung durch Juhtjuhp hatte den Vorteil, daß kein sinnloser deutscher Kommentar mitlief („.. und hier sehen wir die Duchess of Cornwall, sie trägt einen rosa Hut…“) Hat noch jemand von euch zugesehen, my dearies?

Jetzt aber!

Vorhin rief jemand von der Orthopädie-Werkstatt an, um zu berichten, daß meine Orthesenschuhe  endlich angekommen sind. Yay! Am Samstag um elf habe ich einen Termin zum Anprobieren. Dazu kommt eine Einlage für den rechten Schuh, um den Höhen-unterschied auszugleichen. Dann kann ich das Wochenende zum Üben nutzen – An- und Ausziehen der Orthese und der Schuhe  und das Laufen damit. Denn am 21.12. wollen wir meinen Bruder besuchen, den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt dort sehen und später am Abend gibt es eine Wanderung mit Fackeln zur Burg hinauf. Ich bräuchte das nicht bei der Kälte, aber der Prinz findet das so schön, also gehe ich mit.  Fotos der Schuhe folgen 😉

Unterirdisch

… ist das Wetter hier, my dearies – bei euch auch? Nuja, es ist eben April – kalt, windig, grau und naß wechseln sich mit Sonnenschein ab. Aber die Sonne lügt! Optimistisch fuhren wir gestern trotzdem nach Oldenburg hinein, aber Spaß machte das nicht. Nur der kleine Herr Sonntag freute sich.  Er findet es toll hier. Außer natürlich, wenn Malou, die süße Nachbarshündin (Jack Russell X Beagle) kommt und ihm sein Futter wegfrißt, das vom Vorabend noch da steht und das er eigentlich in Ruhe frühstücken wollte 😃 Wir besuchten Edda in der Schmiede, die erst Herrn Sonntag, dann uns um den Hals fiel, und machten mit ihr was zum Abendessen aus.

Es plästerte den ganzen Tag vor sich hin, und wenn es mal aufhörte, war der Wind schneidend kalt. Wir wohnen auf einem Bauernhof, hier stört das Wetter also niemanden, die sind alle abgehärtet hier 😉

Seit ich Weihnachten 2015 in der Ferienwohnung in Detern  stürzte  und mir das Handgelenk brach, waren wir nicht mehr hier. In der Stadt hat sich einiges verändert, was Geschäfte betrifft. Einige sind gar nicht mehr da oder machen jetzt ganz was anderes. Aber alle sind heftig im Oster-Modus.

Johannes, dem der Hof hier gehört, hat auf einem kleinen Feldstück hinter den Ställen schon einen riesigen Haufen Brennmaterial für das Osterfeuer angehäuft, heute Abend um 19.30 geht es los. Wir sind eingeladen und gespannt, was Herr Sonntag dazu sagt.

Übrigens habe ich hier in der Wohnung doch noch eine Ecke gefunden, in der ich Internetempfang habe: Auf dem Sofa am Fenster. Allerdings muß das Schlepptop dazu auf dem Couchtisch stehen und ich sitze entweder sehr unbequem vorgebeugt und kann nicht atmen oder ich tippe Texte am Küchentisch und ziehe zum Veröffentlichen in die Sofa- Ecke rüber. Am Küchentisch tippen geht ganz gut, denn da kann ich auf meinem Ballkissen sitzen (trainiert die Rumpfmuskeln).

Gestern Abend holten wir Edda ab, um unser inzwischen zur Tradition gewordenes Essen Im Vapiano zu genießen. Edda ißt, wie wir, sehr gern bei Vapiano, geht aber nicht allein hin. „Ohne euch ist das nicht richtig“, lacht sie immer. Uns geht es allerdings genau so. Unser gemeinsames Anstoßen auf unsere Freundschaft, das gehört einfach dazu. Wenn der Prinz und ich in einem anderen Vapiano essen (zum Beispiel in Mannheim, an unseren Geburtstagen), fehlt sie uns, dann schicken wir ihr immer eine SMS: „Sitzen in XY bei Vapiano und denken an dich❤ !“  Das freut sie immer sehr.

Das war jetzt ein etwas wirrer Bericht, aber wir sind ja noch etwas hier, das sortiert sich noch *fg* Ich wünsche euch und euren Lieben schon mal schöne Ostern!

Wissembourg!

In den letzten Freitagsfüllern hatte ich erwähnt, dass ich am Wochenende ganz gern ins Französische rüberfahren würde, und das haben wir am Samstag auch getan. Wir hatten große Lust, mal wieder in dem hinreißenden Städtchen Wissembourg herumzubummeln, das wir im Laufe der letzten Zeit sehr liebgewonnen haben. Am Beginn und Ende der Hauptstraße, die als Fußgängerzone gestaltet ist, standen rot-weiße Absperrungen so eng zusammen, daß immer nur eine Person hindurchpaßte. Diese Person mußte zudem an je zwei Sicherheitsmännern vorbei, die alle mitgebrachten Taschen durchsuchten. „Ah“, sagte der Prinz, „Nizza wirkt nach…“ Ich hänge meine Taschen immer einfach hinter dem Sitz über die Griffe des Rollis, und jetzt drehte ich den Rolli so, daß der Sicherheitsmann an die Taschen und das Netz herankonnte. Wollte er aber gar nicht. Scheinbar ging er davon aus, daß eine Frau, die im Rollstuhl sitzt, keine Bombe bei sich hat, die sie in der Menschenmenge zündet. (Herrn Sonntags Liegekissen zählt ja wohl nicht : – ))

Entlang der Straße waren Verkaufsstände mit den unterschiedlichsten Angeboten aufgebaut; wie Kleidung, Modeschmuck, Haushaltskram… Bei einem sehr netten Afrikaner erstand ich eine kleine Umhängetasche aus Stoff in A5-Größe, die aus fünf Reißverschlußfächern besteht. Vorne drauf prangt… die Union Flag, natürlich 😀

Am Schluß des Parcours gab es einen Stand mit Gebäck – yay! Ihr kennt doch sicher „ pain au chocolat“ – diese kleinen Brötchen aus leicht fettigem Teig, mit Schokoladenstückchen drin? Nun, aus diesem Teig hatten sie Gebäckschnecken gedreht, die es für einen Euro gab. Ich schlug sofort zu. Köst-lich! Ich fragte den Verkäufer, wie die Dinger auf Französisch hießen. Ganz einfach: escargots du pain au chocolat“!

„Aach klar!“ sagte ich in einem plötzlichen „light bulb moment“, „escargot = Schnecke!“ und machte mit dem Zeigefinger die passende Kreiselbewegung dazu. Der Verkäufer lachte. “Oui, Madame – Schnecke!“ sagte er. (Im Elsass sprechen viele Leute Deutsch, der elsässische Dialekt ist sehr liebenswert anzuhören). Inzwischen habe ich auch jegliche Scheu verloren, was meine leider mangelhaften französischen Schulsprachkenntnisse angeht – ich frage die Leute gnadenlos aus, wie etwas auf Französisch heißt oder wie man ein Wort richtig ausspricht. Die Reaktion ist überwiegend sehr nett und hilfsbereit, so daß mein restliches Schulfranzösisch sich inzwischen sehr gebessert hat.

Auf der Suche nach einem Kaffee wollten wir unserem Herrn Sonntag einen Trip ins Grüne gönnen. Wissembourg ist eine alte Stadt, die noch mit den früheren Wehrmauern umgeben ist (die heißen auf Französisch „remparts“ und im Englischen „ramparts“. Faszinierend, oder?! Da kommen die alten anglo-normannischen Zeiten dieser beiden Sprachen durch –so etwas kann mich stundenlang begeistern und faszinieren! Diese remparts sind heute von einem Grüngürtel in Form eines Parks umgeben, durch den ein Bach fließt. Die Wege im Park sind glatt und prima Rolli-geeignet. Der kleine Herr Sonntag hatte viele pee-mails französischer  Hunde zu lesen und einen Höllenspaß dabei.

Am gewohnten Platz im Park stand wie immer der Verkaufswagen von Monsieur Jacques, in dem dieser  herrliche Crêpes zubereitet. Da es sehr warm war, ließen wir uns recht dankbar im Schatten der Bäume an einem der Tischchen nieder. Ich bestellte eine Crêpe mit Kastaniencreme ( Monsieur Jacques‘ Frau macht die Creme selbst), der Prinz eine mit Orangenmarmelade. Le petit  Monsieur Dimanche, wie wir unseren Herrn Hund in Fronkraisch immer nennen, legte sich erstaunlich brav auf sein neues Liegekissen. Der Prinz und ich wurden auch langsam schläfrig (sehr warmes Wetter und viele Eindrücke), so machten wir uns auf den Rückweg. Der Prinz bestand auf seinem  üblichen Supermarkt-Stop am Ortsrand, wo er eine Baguette und mehrere Töpfchen „Saint Agur Crème“ erstand, das ist ein köstlicher Blauschimmelkäse zum Streichen.

Unser kleiner Mausebär fiel auf seinem Platz auf dem Rücksitz um wie ein Sack Kartoffeln und schlief sofort tief und fest, bis wir zu Hause ankamen. Auf die Abendgassirunde verzichtete er gerne, er wollte nur schlafen und war eher im Bett als ich!  (Wir hatten da noch eine kleinere Diskussion zu dem Thema, wem das Kopfkissen gehört, aber das klärten wir mit einem friedlichen Kompromiß. 😀 )

Wir sind Spießer! :D

my dearies,

gestern Abend haben wir die gesammelten Urlaubsfotos unserer vier Mallorca-Aufenthalte (zwischen 2004 und 2010)  durchgeschaut, mit vielen sehnsüchtigen Seufzern. Zudem sind wir mit Google Street View  durch unseren mallorquinischen Wunsch-Wohnort  gedüst, das kleine Dorf  Ca’s  Concos des Cavaller, im Südosten der Insel. Damals habe ich Schnorcheln gelernt…Ich war baß erstaunt, als ich mich gestern auf den Fotos sah: damals (2008)  hatte ich gut zehn Kilo mehr auf den Rippen als heute!

Bei den alten Erinnerungen fiel dem Prinzen etwas ein, er griff in eine seiner Schreibtisch-Schubladen und förderte dies hier zutage:

sparbuch

Das Thema „Auswandern nach Mallorca“ war damals so intensiv für uns, daß wir uns dort ein Konto angelegt haben, sozusagen als ersten Schritt ins Leben auf der Insel (das Sparbuch ist inzwischen leider leer). „Caixa“ ist Katalanisch und heißt „Kasse“, „rural“ ist, wie im Englischen, einfach „ländlich“ bzw. “landwirtschaftlich“,  Wir sind also nicht bei einer Bank, sondern – ganz bürgerlich – bei einer Sparkasse Kunden 😀 , mit bürgerlichem Sparbuch. Naja, vielleicht wird unser Traum ja noch wahr…

Kurz mal weg

Wir sind mal spontan für einige wenige Tage im Schwäbischen und hüten das Haus meines Bruders, der mit seiner Familie ins Frongssösische gefahren ist.  unser Vermieter schaut wie immer nach Haus und Katzen. Gestern bei dem tollen Wetter blieben wir hier, heute haben wir eine Spritztour zum Bodensee gemacht, war bei dem scheissenkalten Regen aber auch keine Freude.

Der kleine Herr Sonntag findet hier alles ganz toll,er ist gerne hier. Ich musste mit meinem Bruder den Kompromiss schliessen, dass wir unser eigenes Bettzeug mitbringen, sonst hätte unser Mausebär nicht ins Bett gedurft :))))) Das Tippen auf dem iPad ist eine Geduldsprobe (ich fasse es nicht, dass ich das Laptop vergessen habe!!!!), melde mich aber wohl nochmal, bevor wir spätestens am Wochenende heimkommen.

Vor dem Urlaub

Wir sind gerade beim Kofferpacken, der gruseligsten Tätigkeit überhaupt, denn übermorgen früh fahren wir schon los, rauf zur Wunschheimat. Na gut, nicht exakt, aber nah genug dran. Wir werden diesmal in Ostfriesland sein statt im Ammerland.

Morgen gehen wir mit Jürgen, dem Vermieter, nochmal alles durch, also Katzenfüttern, Hausbewachung, Post sammeln und alles, was er sonst noch für uns tut, wenn wir im Urlaub sind (wir haben wirklich ein Riesenglück mit unseren Vermietern!). Inder Scheune steht eine kleine Holzbank, „Katzenbank“ genannt, weil unsere Katzen da gern drauf schlafen, darunter werden wir rund 20 Dosen Katzenfress lagern. (Seit kurzem füttern wir noch eine fremde kleine Katze mit durch.) Unsere Post werden wir, wie immer, auf dem Küchentisch finden. Außerdem ist Jürgen ein Schatz, er macht nämlich immer am Tag vor unserer Rückkehr die Heizung an.

Zum Packen habe ich mir diesmal eine Liste gemacht. Zum Glück habe ich mein Kindle, das erspart uns das Mitschleppen einer schweren Büchertasche. Herrn Sonntags blaues Hundeschlafbett muss auch mit, obwohl ich schwer damit rechne, dass er auch im Urlaub bei mir im Bett schlafen wird 😀

Der Prinz hat mir meine Medikamente für jeden Tag im Urlaub vorbereitet ❤ (Ich habe diese Dosen mit Schiebedeckel, auf die jeweils der Wochentag aufgedruckt ist.)

Jetzt packe ich noch den Rest an warmen Sachen in den offenen Koffer, der Prinz ordnet das dann und schließt den Koffer. (Dass ich sowas nicht mehr so locker alleine tun kann, ohne dass ich den Prinzen zusätzlich mit meinem Kram belasten muss, das ist schon schwer zu verdauen für mich.)

Morgen hat die Prinzentochter Geburtstag, da sind wir mittags/nachmittags bei ihr zu Kaffee und Kuchen, danach machen wir unsere kleine Bescherung für uns (Freundin und Lieblingsnachbarin Wiltrud hat mein Geschenk für den Prinzen für mich verpackt, ihr Mann hat es mir gestern zurückgebracht ❤

Ja, und übermorgen nach dem Frühstück düsen wir dann los – wir wohnen in Detern/Ostfriesland, hat jemand Lust, uns zu besuchen??? Natürlich werden wir auch in Oldenburg sein (@Anna, Richi und Rebhuhn, hint hint : – ))

Herr Sonntag in Mainz

Gestern hatten wir Lust auf Mainz und machten zusammen mit dem kleinen Herrn Sonntag einen Spontantrip zum Bummeln in der wunderschönen Mainzer Altstadt. Unser kleiner Hundekerl fand das alles sehr spannend und aufregend, er bekam kaum seine Nase vom Boden hoch – so viele neue Gerüche, so viele Menschen, so viele Hunde! Da es Samstagnachmittag war, war es natürlich krachvoll in der Stadt, zu meiner großen „Freude“, vor allem voller frustrierter, sehr schrill kreischender Kleinkinder. (Da war es mir dann auch furzegal, dass Herr Sonntag beim Thailänder laut bellte, weil ihm langweilig war.)

Auf der Rückfahrt, es war schon dunkel, rollte er sich eng auf dem Rücksitz zusammen und pennte fest, „out cold“, sozusagen. Die vielen neuen Eindrücke hatten ihn wohl etwas überfordert.

Ach ja, bei unserem Mainzer Stamm-Thailänder entdeckte ich zu meinem Entsetzen diese Werbung:

vegan

Beruhigt euch, liebe Mit-Anglophile, ich habe der Geschäftsführerin bereits meine Hilfe bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit angeboten. (Gegessen haben wir dort aber, wie immer, sehr köstlich, trotz der brutalen Vergewaltigung der englischen Sprache, die mir sehr weh tut.)

Bei dieser Gelegenheit beschlossen, unbedingt mal wieder ins Römisch-Germanische Schiffbaumuseum zu gehen. (Da war ich zuletzt 2001, kurz nachdem der Prinz und ich uns kennengelernt hatten.)

ungeplant: frühe Heimreise

 

Unverhofft stellt sich heraus, dass unser Urlaub nun zwei Tage früher endet als geplant.

Der Prinzenpapa ist in seiner Wohnung drei Mal hingefallen und liegt nun zur Beobachtung im Krankenhaus. Er hat keine Verletzungen davongetragen, zum Glück. Aber wir sind hier oben doch etwas zu weit weg von ihm, um beruhigt zu sein. Immerhin wird er demnächst schon 84. Da fahren wir lieber am Freitag schon heim, da sind wir notfalls in einer Stunde bei ihm. Papas Vermieterin hat ihn nach dem letzten Sturz glücklicherweise schnell gefunden. Sie ist mit den Prinzeneltern seit mehreren Jahrzehnten befreundet und wohnt im Hinterhaus, von wo aus sie – seit dem Tode der Prinzenmama – immer mal ein Auge auf Papa hält. Ihr fiel auf, dass das Licht im Esszimmer /Küche nicht wie gewohnt angeknipst war. Sie klingelte – nichts. Da sie, als Vermieterin, ja Schlüssel hat, schaute sie kurzerhand nach und fand den Papa im Bad auf dem Boden, mitten in den Scherben des Spiegelschrankes, den er praktischerweise noch mitgerissen hatte. Im Krankenhaus fanden sie im EKG eine Herzmuskelschwäche links, das würde erklären, warum er in der letzten Zeit so enorm müde war (Bei der Geburtstagsfeier der Prinzentochter schlief er fast am Kaffeetisch ein). Ich nehme an, er war, als er hinfiel, einfach für eine Sekunde bewusstlos, wegen der Minderdurchblutung. Wie bei alten Menschen üblich, schauten sie erstmal die Lunge an, aber die sieht bei Papa einwandfrei sauber und gesund aus, Gott sei Dank. Dennoch: irgendein Infekt steckt in seinem Körper, das zeigen die Blutwerte, sagt der Arzt. (Übrigens: Im März 2010 bin ich durch die schriftliche Heilpraktikerprüfung gefallen, weil ich die Standard-Laborwerte für das Blut bei Erwachsenen nicht auswendig im Kopf hatte ; – )))

Also, kurz: Wir packen heute (1. Januar) und düsen morgen in aller Ruhe heimwärts, zu Micia und dem Pippikind (den beiden geht es prima, wie mir unser supertoller Vermieter am Telefon versicherte. Er geht zweimal täglich ins Haus und füttert die Damen, wobei er mir immer wieder erklärt, dass Pippi ein klein wenig übergewichtig sei(“Pippi ist fett!“, sagt er merkwürdigerweise dazu : – ))))) Der Prinz korrigiert das gerade: „Sie ist untergroß!“ (Wir sind uns einig *bfg*) Wichtig ist mir, dass die zwei während der Ballerei im Haus sind, und da kann ich mich auf unseren Vermieter absolut verlassen. Den Jahreswechsel haben wir gestern abend, wie es schon Tradition ist, mit unserer Freundin Edda im Oldenburger Vapiano zelebriert. (Am Samstag wollte uns eigentlich meine Schwester hier besuchen, für sie sind das nur 2,5 Stunden Fahrt *seufz*) Und der Besuch bei der nördlichen Freundesgang muss auch mal wieder ausfallen : – ((

 

Also: Ich wünsche euch allen ein glückliches und erfülltes 2015, dass ihr mir gesund bleibt und dass eure Träume wahr werden! Danke, dass es euch gibt und dass ihr mich hier so liebevoll begleitet!

@Elvi: wir planen,Ostern wieder hier zu sein – wollen wir drei uns dann mal am Zw. Meer treffen? Wäre toll!

 

Somewhere over the Rainbow

regenbogenMainz, Adenauer-Ufer, am Samstag, 20.09.14

 

Sooo, es ist Montagnachmittag, die Physiotherapie ist geschafft. Puh : – ))) Ich habe einige schöne und recht lebhafte Tage hinter mir:

Am vergangenen Donnerstag waren der Prinz und ich bei einem firmeninternen Grill-Treffen des Bereiches, in dem ich arbeite. Dieses Treffen hat sich inzwischen zu einer schönen Tradition gemausert und wird jedes Jahr in einem städtischen Park nahe unserer Firma abgehalten. Es hat viel Spaß gemacht, gemütlich mit Leuten plauschen zu können, die man sonst immer nur kurz im Flur sieht und mit denen man nur im Vorübergehen schnell ein „ Hallo, wie geht’s?“ austauschen kann. Die meisten Leute kenne (und mag) ich noch von früher, denn ich arbeite jetzt zwar in einer anderen Abteilung, aber zum Glück immer noch im gleichen Bereich. Zu meiner Freude war mein Chef schon da. Es war toll, mal wieder mit ihm zusammen zu sitzen und zu plauschen, wie früher. Der Prinz und mein Chef freuten sich ebenfalls – sie mögen sich und teilen eine große Leidenschaft für politische und wirtschaftliche Themen (für deren Verständnis ich, glaube ich, zu tiefbegabt bin : – )))

Die beiden waren auch gleich, wie früher, sofort mitten im Fachgespräch. (Als ich vor zehn (zehn!!!*ächz*) Jahren die Stelle bei meinem Chef antrat, etablierte sich auf meine Anregung hin mit der Zeit ebenfalls ein jährliches Sommertreffen zum Grillen, nur unsere kleine Abteilung, ganz familiär. Da waren immer (Ehe-) Partner mit dabei und der Prinz und mein Chef tauschten sich damals schon immer gerne über „solche“ Themen aus, die alle im Bereich meiner Tiefbegabung liegen : – )))

Samstag – also vorgestern – trafen wir uns mit meinen Eltern in Mainz. Ich hatte meiner Mutter so sehr von der Besichtigung der Reste des römischen Tempels vorgeschwärmt, dass sie sie auch gern sehen wollte. (Meine Mutter interessiert sich sehr für geschichtliche Themen und sie weiß unglaublich viel in diesem Bereich.)

Leider hatte der nette Herr Scherf, der für den Prinzen und mich die tolle Führung gemacht hatte, am Samstag keinen Dienst, aber die Leute vom Verein sind alle ganz toll und engagiert, so wurden wir gut umsorgt. Nach ganz viel Rom und Tempel gönnten wir uns erstmal Kaffee und Kuchen. Dabei erzählte mir meine Mutter eine Geschichte, die so unfassbar lustig ist, dass ich immer noch darüber lachen muss:

Meine Mutter bekam einen Anruf von einer Freundin. Die Freundin, sagte meine Mutter, habe vor Lachen kaum sprechen können. Hintergrund:

Die Freundin geht regelmäßig zu einer Fußpflegerin. Diese wiederum hat seit einer Weile ein kleines Hündchen, einen Malteser. Bei dem besagten Termin konnte die Freundin meiner Mutter den Hund allerdings nirgends entdecken und fragte nach ihm.“ Ach“, stöhnte die Fußpflegerin, „ ich habe sooo einen Stress mit dem Hund, so einen Ärger, ich weiß gar nicht, was ich noch machen soll – ich habe schon beim Malteser Hilfsdienst angerufen, aber die konnten mir nicht helfen…“

Hier lagen wir vor Lachen schon quer über dem Cafétisch. Ich vermute, dass die Fußpflegerin eine ältere Dame ist, die mit einem quicklebendigen kleinen Hund schlicht überfordert war.

Wer in Mainz ist, sollte sich auf jeden Fall die Chagall-Fenster in der Kirche St. Stephan anschauen. Diesen Wunsch hatte meine Mutter vorab schon angemeldet. Ich freute mich, die schönen Fenster mal wieder zu sehen, zumal gerade die Sonne so schön hindurchschien. Von St.Stephan aus ist es nicht mehr weit bis hinunter zum Rhein, wo das von uns heißgeliebte Vapiano eine Filiale hat, in der meine Eltern uns zu einem gemütlichen und köstlichen Essen einluden. Der Regenbogen, den der Prinz zum Glück noch fotografiert hat, begleitete uns noch eine lange Strecke auf dem Heimweg. Das war ein richtig klasse Samstag: – ))

 

 

 

 

Frau Lakritze hat Nachholbedarf

Nachholbedarf – aber jede Menge, Ihr Lieben, ich habe ja seit Weihnachten nichts mehr geschrieben. Zugegeben, ich habe mich auch ein bisschen gedrückt, weil das Tippen einhändig so mühsam ist, aber es hat sich doch so einiges getan. Den von unseren Katzen geschmückten Weihnachtsbaum habt ihr ja gesehen ;  – ), unter ihm haben wir ganz kuschelig Bescherung gemacht und  unseren gemeinsamen Lieblingsfilm „Notting Hill“ geguckt. Der Prinz schenkte mir das etymologische Wörterbuch, das ich mir gewünscht hatte, ich ihm ein sexy Männerparfum ; – )

Am 2. Weihnachtstag düsten wir ab Richtung Oldenburg, zur allgemeinen Nicht-Überraschung. Da unsere FeWo in Harkebrügge renoviert wurde, mussten wir ausweichen, ich habe einen schnuckeligem Bauernhof bei Barßel gefunden, mit einer tollen ebenerdigen Wohnung, vielen hübschen Kühen, Pferden und Ponys (Ideal für Familien mit Kindern, wer die Adresse möchte, kann mich unter lakritzefrau(bei) web.de fragen.!)

Der Prinz hielt sein Versprechen, diesmal keinen Herzinfarkt zu bekommen, was ich echt voll nett von ihm fand. Zuerst besuchten wir natürlich unsere Freundin Edda, die Schmiedin, die sich riesig freute.

Hier seht ihr Edda, das war bei unserem letzten Urlaub, bei Vapiano in Oldenburg:

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Natürlich verbrachten wir auch wie immer Zeit oben an der See – der Prinz braucht den Blick aufs Wasser, das muss wohl das innere Erbe seines Opas sein, der war nämlich Rheinschiffer. Wie immer gingen wir in Greetsiel in der Fischereigenossenschaft essen (Ja, ich habe „gesündigt“ und Tiere gegessen, was ich sonst nicht tue! ; – )

Die Sehnsucht des Prinzen nach der See brachte uns auch mal wieder nach Dangast, das liegt am Jadebusen, gegenüber von Wilhelmshaven. Dort fanden wir- bei eisigem Regenwind – ein bezauberndes kleines Restaurant namens „Störtebeker, wo ich eine fantastische Kohlrabi-Birnen-Suppe aß.  ( A apropos: vor einigen Jahren war ich mal in einer Quizshow im ZDF dabei, sie hieß „Risiko“. Einer meiner Mitkandidaten war ein junger Mann namens Klaus Störtebeker, der tatsächlich mit dem gleichnamigen berühmten Piraten verwandt war und sich diesen auch als sein Quizthema ausgesucht hatte. Das war faszinierend.)

Kurz, wir haben in diesem Urlaub viel, viel gegessen (war ja auch Weihnachten, nech? , – ) Ich hatte viel Spaß mit den Kühen, die alle noch jung waren, sehr neugierig und wirklich hübsch. Übrigens gehörten sie nicht auf den Hof, sondern der Bauer verpachtetim Winter den Stall an einen Nachbarn, der seine Kühe dort regelmäßig überwintert, damit sie vor Kälte und Schnee geschützt sind.

Motivation zum schnellen Gesundwerden für mich: Der Chef des Hofes hat mir versprochen, dass ich bei der Arbeit im Stall helfen darf, wenn ich mich wieder richtig bewegen kann!!!! Yeah! Go, me!

Wir verbrachten viel Zeit mit Edda und „Muddi“, ihrer Mutter, für die wir schon längst wie Familie sind. Edda liebt es, mit uns essen zu gehen – wir waren zweimal im Vapiano und einmal im Casa Vecchia, einem sehr gemütlichen italienischen Restaurant, das allerdings am Silvesterabend total ausgebucht war. Der Prinz und ich haben in diesem Urlaub ganz nett an Gewicht zugelegt ; – ), aber das lag sich er auch an den vielen Stunden, die wir vor dem TV mit der Big Bang Theory zubrachten. An Silvester war es angenehm ruhig – auf dem Hof wird wegen der Tiere nicht geballert.

Ach ja, etwas Verrücktes haben wir noch gemacht: eine Spontan-Tour nach Amsterdam (ok… „spontan“ heißt von dort aus immer noch drei Stunden Fahrt, aber es war klasse!) Wir suchten aufs Geratewohl einen Parkplatz im Zentrum und marschierten einfach drauflos ( ich mit Rolli, der Prinz zu Fuß) Irgendwann wurde die Menschenmenge für mich ungemütlich dicht – als ich spärlich bekleidete Frauen in rötlich beleuchteten Schaufenstern entdeckte, wurde mir klar, warum : – ) Mein Verdacht bestätigte sich beim Anblick eines Werbeschildes vor einer Bar: „echt ficken auf Bühne“ : – )) nee, danke! Allerdings kamen wir vom Regen in die Traufe: Ein Höllenlärm aus Trommeln, schrillem Pfeifen und Maschinengewehr-Rattern erschreckte mich so sehr, dass ich beinahe wie ein kleines Kind zu weinen begann. Erklärung: wir waren ins chinesische Viertel geraten, wo die Bewohner ihr Neujahrsfest feierten. Um die bösen Geister zu vertreiben, ist bei den Chinesen Lautstärke das Wichtigste… stellt euch also vor: China-Böller, zu Batterien verbunden, die losgehen wie Maschinengewehre – es war schrecklich. Der Prinz hielt mir die Ohren zu ; – )

Zu Entspannung aßen wir einen wunderbaren Apple crumble in einem netten englischen Bistro, geführt von einem sehr netten niederländisch-englischen Pärchen.

Also, der Urlaub war wie immer klasse, nur sehr kalt – und ich war zu doof, mir vorher ein paar wichtige Telefonnummern für ein Blogger-Kaffeetreffen aufzuschreiben! – sorry, Mädels!

Apropos doof: erinnert ihr euch noch, dass ich in der Reha im Saarland mein Eifon geschrottet hatte, in dem ich es auf das Autodach legte? Nun, der Prinz hat hier in Worms einen Laden gefunden, der das zersplitterte Display für 35 Euronen erneuert hat. Ich freue mich, denn mit dem Android konnte ich mich nie wirklich anfreunden.

Spitalfields Life – ein wunderbares London-Blog

Zu meiner großen Freude habe ich ein wundervolles London-Blog entdeckt: Spitalfields Life.

Ich liebe London und immer, wenn ich dort bin, habe ich das Gefühl, mit dieser Stadt schon sehr viel länger verbunden zu sein als nur in diesem Leben. Da ist eine ganz, ganz alte Vertrautheit und Liebe.

Und ganz viel Liebe steckt auch in dem Blog von Gentle Author (ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelt, ist nicht klar und sie/er belässt es auch bei diesem Rätsel).

Gentle Author porträtiert Menschen wie Regenschirmmacher, Kastanienröster oder Feuerwerkssammler, stellt Gebäude, Straßen oder Märkte jenseits der Reiseführer vor und interviewt die Menschen, die dort leben und ihre Umgebung prägen.

Ein typisch englisch-schrulliges und sehr sehr wertvolles Blog.

Nicht zu vergessen: Mr. Pussy, der Kater der bei Gentle Author wohnt und dessen Geschichten unter der Rubrik Animal Life zu finden sind.

Es wäre nett, wenn ihr dieses Blog weiter bekannt machen würdet – Gentle Author hat es verdient, finde ich!