Jetzt aber!

Vorhin rief jemand von der Orthopädie-Werkstatt an, um zu berichten, daß meine Orthesenschuhe  endlich angekommen sind. Yay! Am Samstag um elf habe ich einen Termin zum Anprobieren. Dazu kommt eine Einlage für den rechten Schuh, um den Höhen-unterschied auszugleichen. Dann kann ich das Wochenende zum Üben nutzen – An- und Ausziehen der Orthese und der Schuhe  und das Laufen damit. Denn am 21.12. wollen wir meinen Bruder besuchen, den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt dort sehen und später am Abend gibt es eine Wanderung mit Fackeln zur Burg hinauf. Ich bräuchte das nicht bei der Kälte, aber der Prinz findet das so schön, also gehe ich mit.  Fotos der Schuhe folgen 😉

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Unterirdisch

… ist das Wetter hier, my dearies – bei euch auch? Nuja, es ist eben April – kalt, windig, grau und naß wechseln sich mit Sonnenschein ab. Aber die Sonne lügt! Optimistisch fuhren wir gestern trotzdem nach Oldenburg hinein, aber Spaß machte das nicht. Nur der kleine Herr Sonntag freute sich.  Er findet es toll hier. Außer natürlich, wenn Malou, die süße Nachbarshündin (Jack Russell X Beagle) kommt und ihm sein Futter wegfrißt, das vom Vorabend noch da steht und das er eigentlich in Ruhe frühstücken wollte 😃 Wir besuchten Edda in der Schmiede, die erst Herrn Sonntag, dann uns um den Hals fiel, und machten mit ihr was zum Abendessen aus.

Es plästerte den ganzen Tag vor sich hin, und wenn es mal aufhörte, war der Wind schneidend kalt. Wir wohnen auf einem Bauernhof, hier stört das Wetter also niemanden, die sind alle abgehärtet hier 😉

Seit ich Weihnachten 2015 in der Ferienwohnung in Detern  stürzte  und mir das Handgelenk brach, waren wir nicht mehr hier. In der Stadt hat sich einiges verändert, was Geschäfte betrifft. Einige sind gar nicht mehr da oder machen jetzt ganz was anderes. Aber alle sind heftig im Oster-Modus.

Johannes, dem der Hof hier gehört, hat auf einem kleinen Feldstück hinter den Ställen schon einen riesigen Haufen Brennmaterial für das Osterfeuer angehäuft, heute Abend um 19.30 geht es los. Wir sind eingeladen und gespannt, was Herr Sonntag dazu sagt.

Übrigens habe ich hier in der Wohnung doch noch eine Ecke gefunden, in der ich Internetempfang habe: Auf dem Sofa am Fenster. Allerdings muß das Schlepptop dazu auf dem Couchtisch stehen und ich sitze entweder sehr unbequem vorgebeugt und kann nicht atmen oder ich tippe Texte am Küchentisch und ziehe zum Veröffentlichen in die Sofa- Ecke rüber. Am Küchentisch tippen geht ganz gut, denn da kann ich auf meinem Ballkissen sitzen (trainiert die Rumpfmuskeln).

Gestern Abend holten wir Edda ab, um unser inzwischen zur Tradition gewordenes Essen Im Vapiano zu genießen. Edda ißt, wie wir, sehr gern bei Vapiano, geht aber nicht allein hin. „Ohne euch ist das nicht richtig“, lacht sie immer. Uns geht es allerdings genau so. Unser gemeinsames Anstoßen auf unsere Freundschaft, das gehört einfach dazu. Wenn der Prinz und ich in einem anderen Vapiano essen (zum Beispiel in Mannheim, an unseren Geburtstagen), fehlt sie uns, dann schicken wir ihr immer eine SMS: „Sitzen in XY bei Vapiano und denken an dich❤ !“  Das freut sie immer sehr.

Das war jetzt ein etwas wirrer Bericht, aber wir sind ja noch etwas hier, das sortiert sich noch *fg* Ich wünsche euch und euren Lieben schon mal schöne Ostern!

Wissembourg!

In den letzten Freitagsfüllern hatte ich erwähnt, dass ich am Wochenende ganz gern ins Französische rüberfahren würde, und das haben wir am Samstag auch getan. Wir hatten große Lust, mal wieder in dem hinreißenden Städtchen Wissembourg herumzubummeln, das wir im Laufe der letzten Zeit sehr liebgewonnen haben. Am Beginn und Ende der Hauptstraße, die als Fußgängerzone gestaltet ist, standen rot-weiße Absperrungen so eng zusammen, daß immer nur eine Person hindurchpaßte. Diese Person mußte zudem an je zwei Sicherheitsmännern vorbei, die alle mitgebrachten Taschen durchsuchten. „Ah“, sagte der Prinz, „Nizza wirkt nach…“ Ich hänge meine Taschen immer einfach hinter dem Sitz über die Griffe des Rollis, und jetzt drehte ich den Rolli so, daß der Sicherheitsmann an die Taschen und das Netz herankonnte. Wollte er aber gar nicht. Scheinbar ging er davon aus, daß eine Frau, die im Rollstuhl sitzt, keine Bombe bei sich hat, die sie in der Menschenmenge zündet. (Herrn Sonntags Liegekissen zählt ja wohl nicht : – ))

Entlang der Straße waren Verkaufsstände mit den unterschiedlichsten Angeboten aufgebaut; wie Kleidung, Modeschmuck, Haushaltskram… Bei einem sehr netten Afrikaner erstand ich eine kleine Umhängetasche aus Stoff in A5-Größe, die aus fünf Reißverschlußfächern besteht. Vorne drauf prangt… die Union Flag, natürlich 😀

Am Schluß des Parcours gab es einen Stand mit Gebäck – yay! Ihr kennt doch sicher „ pain au chocolat“ – diese kleinen Brötchen aus leicht fettigem Teig, mit Schokoladenstückchen drin? Nun, aus diesem Teig hatten sie Gebäckschnecken gedreht, die es für einen Euro gab. Ich schlug sofort zu. Köst-lich! Ich fragte den Verkäufer, wie die Dinger auf Französisch hießen. Ganz einfach: escargots du pain au chocolat“!

„Aach klar!“ sagte ich in einem plötzlichen „light bulb moment“, „escargot = Schnecke!“ und machte mit dem Zeigefinger die passende Kreiselbewegung dazu. Der Verkäufer lachte. “Oui, Madame – Schnecke!“ sagte er. (Im Elsass sprechen viele Leute Deutsch, der elsässische Dialekt ist sehr liebenswert anzuhören). Inzwischen habe ich auch jegliche Scheu verloren, was meine leider mangelhaften französischen Schulsprachkenntnisse angeht – ich frage die Leute gnadenlos aus, wie etwas auf Französisch heißt oder wie man ein Wort richtig ausspricht. Die Reaktion ist überwiegend sehr nett und hilfsbereit, so daß mein restliches Schulfranzösisch sich inzwischen sehr gebessert hat.

Auf der Suche nach einem Kaffee wollten wir unserem Herrn Sonntag einen Trip ins Grüne gönnen. Wissembourg ist eine alte Stadt, die noch mit den früheren Wehrmauern umgeben ist (die heißen auf Französisch „remparts“ und im Englischen „ramparts“. Faszinierend, oder?! Da kommen die alten anglo-normannischen Zeiten dieser beiden Sprachen durch –so etwas kann mich stundenlang begeistern und faszinieren! Diese remparts sind heute von einem Grüngürtel in Form eines Parks umgeben, durch den ein Bach fließt. Die Wege im Park sind glatt und prima Rolli-geeignet. Der kleine Herr Sonntag hatte viele pee-mails französischer  Hunde zu lesen und einen Höllenspaß dabei.

Am gewohnten Platz im Park stand wie immer der Verkaufswagen von Monsieur Jacques, in dem dieser  herrliche Crêpes zubereitet. Da es sehr warm war, ließen wir uns recht dankbar im Schatten der Bäume an einem der Tischchen nieder. Ich bestellte eine Crêpe mit Kastaniencreme ( Monsieur Jacques‘ Frau macht die Creme selbst), der Prinz eine mit Orangenmarmelade. Le petit  Monsieur Dimanche, wie wir unseren Herrn Hund in Fronkraisch immer nennen, legte sich erstaunlich brav auf sein neues Liegekissen. Der Prinz und ich wurden auch langsam schläfrig (sehr warmes Wetter und viele Eindrücke), so machten wir uns auf den Rückweg. Der Prinz bestand auf seinem  üblichen Supermarkt-Stop am Ortsrand, wo er eine Baguette und mehrere Töpfchen „Saint Agur Crème“ erstand, das ist ein köstlicher Blauschimmelkäse zum Streichen.

Unser kleiner Mausebär fiel auf seinem Platz auf dem Rücksitz um wie ein Sack Kartoffeln und schlief sofort tief und fest, bis wir zu Hause ankamen. Auf die Abendgassirunde verzichtete er gerne, er wollte nur schlafen und war eher im Bett als ich!  (Wir hatten da noch eine kleinere Diskussion zu dem Thema, wem das Kopfkissen gehört, aber das klärten wir mit einem friedlichen Kompromiß. 😀 )

Wir sind Spießer! :D

my dearies,

gestern Abend haben wir die gesammelten Urlaubsfotos unserer vier Mallorca-Aufenthalte (zwischen 2004 und 2010)  durchgeschaut, mit vielen sehnsüchtigen Seufzern. Zudem sind wir mit Google Street View  durch unseren mallorquinischen Wunsch-Wohnort  gedüst, das kleine Dorf  Ca’s  Concos des Cavaller, im Südosten der Insel. Damals habe ich Schnorcheln gelernt…Ich war baß erstaunt, als ich mich gestern auf den Fotos sah: damals (2008)  hatte ich gut zehn Kilo mehr auf den Rippen als heute!

Bei den alten Erinnerungen fiel dem Prinzen etwas ein, er griff in eine seiner Schreibtisch-Schubladen und förderte dies hier zutage:

sparbuch

Das Thema „Auswandern nach Mallorca“ war damals so intensiv für uns, daß wir uns dort ein Konto angelegt haben, sozusagen als ersten Schritt ins Leben auf der Insel (das Sparbuch ist inzwischen leider leer). „Caixa“ ist Katalanisch und heißt „Kasse“, „rural“ ist, wie im Englischen, einfach „ländlich“ bzw. “landwirtschaftlich“,  Wir sind also nicht bei einer Bank, sondern – ganz bürgerlich – bei einer Sparkasse Kunden 😀 , mit bürgerlichem Sparbuch. Naja, vielleicht wird unser Traum ja noch wahr…

Kurz mal weg

Wir sind mal spontan für einige wenige Tage im Schwäbischen und hüten das Haus meines Bruders, der mit seiner Familie ins Frongssösische gefahren ist.  unser Vermieter schaut wie immer nach Haus und Katzen. Gestern bei dem tollen Wetter blieben wir hier, heute haben wir eine Spritztour zum Bodensee gemacht, war bei dem scheissenkalten Regen aber auch keine Freude.

Der kleine Herr Sonntag findet hier alles ganz toll,er ist gerne hier. Ich musste mit meinem Bruder den Kompromiss schliessen, dass wir unser eigenes Bettzeug mitbringen, sonst hätte unser Mausebär nicht ins Bett gedurft :))))) Das Tippen auf dem iPad ist eine Geduldsprobe (ich fasse es nicht, dass ich das Laptop vergessen habe!!!!), melde mich aber wohl nochmal, bevor wir spätestens am Wochenende heimkommen.

Vor dem Urlaub

Wir sind gerade beim Kofferpacken, der gruseligsten Tätigkeit überhaupt, denn übermorgen früh fahren wir schon los, rauf zur Wunschheimat. Na gut, nicht exakt, aber nah genug dran. Wir werden diesmal in Ostfriesland sein statt im Ammerland.

Morgen gehen wir mit Jürgen, dem Vermieter, nochmal alles durch, also Katzenfüttern, Hausbewachung, Post sammeln und alles, was er sonst noch für uns tut, wenn wir im Urlaub sind (wir haben wirklich ein Riesenglück mit unseren Vermietern!). Inder Scheune steht eine kleine Holzbank, „Katzenbank“ genannt, weil unsere Katzen da gern drauf schlafen, darunter werden wir rund 20 Dosen Katzenfress lagern. (Seit kurzem füttern wir noch eine fremde kleine Katze mit durch.) Unsere Post werden wir, wie immer, auf dem Küchentisch finden. Außerdem ist Jürgen ein Schatz, er macht nämlich immer am Tag vor unserer Rückkehr die Heizung an.

Zum Packen habe ich mir diesmal eine Liste gemacht. Zum Glück habe ich mein Kindle, das erspart uns das Mitschleppen einer schweren Büchertasche. Herrn Sonntags blaues Hundeschlafbett muss auch mit, obwohl ich schwer damit rechne, dass er auch im Urlaub bei mir im Bett schlafen wird 😀

Der Prinz hat mir meine Medikamente für jeden Tag im Urlaub vorbereitet ❤ (Ich habe diese Dosen mit Schiebedeckel, auf die jeweils der Wochentag aufgedruckt ist.)

Jetzt packe ich noch den Rest an warmen Sachen in den offenen Koffer, der Prinz ordnet das dann und schließt den Koffer. (Dass ich sowas nicht mehr so locker alleine tun kann, ohne dass ich den Prinzen zusätzlich mit meinem Kram belasten muss, das ist schon schwer zu verdauen für mich.)

Morgen hat die Prinzentochter Geburtstag, da sind wir mittags/nachmittags bei ihr zu Kaffee und Kuchen, danach machen wir unsere kleine Bescherung für uns (Freundin und Lieblingsnachbarin Wiltrud hat mein Geschenk für den Prinzen für mich verpackt, ihr Mann hat es mir gestern zurückgebracht ❤

Ja, und übermorgen nach dem Frühstück düsen wir dann los – wir wohnen in Detern/Ostfriesland, hat jemand Lust, uns zu besuchen??? Natürlich werden wir auch in Oldenburg sein (@Anna, Richi und Rebhuhn, hint hint : – ))

Herr Sonntag in Mainz

Gestern hatten wir Lust auf Mainz und machten zusammen mit dem kleinen Herrn Sonntag einen Spontantrip zum Bummeln in der wunderschönen Mainzer Altstadt. Unser kleiner Hundekerl fand das alles sehr spannend und aufregend, er bekam kaum seine Nase vom Boden hoch – so viele neue Gerüche, so viele Menschen, so viele Hunde! Da es Samstagnachmittag war, war es natürlich krachvoll in der Stadt, zu meiner großen „Freude“, vor allem voller frustrierter, sehr schrill kreischender Kleinkinder. (Da war es mir dann auch furzegal, dass Herr Sonntag beim Thailänder laut bellte, weil ihm langweilig war.)

Auf der Rückfahrt, es war schon dunkel, rollte er sich eng auf dem Rücksitz zusammen und pennte fest, „out cold“, sozusagen. Die vielen neuen Eindrücke hatten ihn wohl etwas überfordert.

Ach ja, bei unserem Mainzer Stamm-Thailänder entdeckte ich zu meinem Entsetzen diese Werbung:

vegan

Beruhigt euch, liebe Mit-Anglophile, ich habe der Geschäftsführerin bereits meine Hilfe bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit angeboten. (Gegessen haben wir dort aber, wie immer, sehr köstlich, trotz der brutalen Vergewaltigung der englischen Sprache, die mir sehr weh tut.)

Bei dieser Gelegenheit beschlossen, unbedingt mal wieder ins Römisch-Germanische Schiffbaumuseum zu gehen. (Da war ich zuletzt 2001, kurz nachdem der Prinz und ich uns kennengelernt hatten.)