Für Renata ;)

Mitte Juli hatten wir nochmal ein Spontan-Wochenende in der zweiten Heimat eingelegt. Es war kein Urlaub, sondern ein spontanes Treffen privater Natur, deswegen übernachteten wir nicht auf unsrem Bauernhöfchen in Barßel, die wegen des Ferienbeginns in NRW eh ausgebucht waren, sondern in Emden in einem kleinen Hotel. Emden, das wissen vielleicht einige von euch, ist der Geburtsort des wunderbaren Komikers Otto Waalkes. Ich bin ein Otto-Fan, seit ich 14 Jahre alt war, also jetzt seit 42 Jahren. Als Teenie hatte ich alle seine LPs und  bis heute gehören Zitate aus seinen Programmen zu meiner Alltagssprache, ebenso wie Zitate des großen Meisters Loriot. Da ich weiß, daß unsere Zürcher Freundin Renata ebenfalls ein großer „Friesenjung“-Fan ist, erzählte ich ihr vorab von unserem Termin und versprach ihr eine Otto-Postkarte aus dem Emdener „Otto-Huus“.

Nach unserem Termin hatten wir noch reichlich Zeit für einen Bummel durch Emden. Leider war es kalt und regnerisch. Zudem gerieten wir in die Restausläufer eines großen Stadtfestes mit überlauter Musik aus den übersteuerten Lautsprecherboxen diverser Kirmes-Fahrgeschäfte. Der Chor einer evangelischen Freikirche plärrte durch die Fußgängerzone, aber dafür gab es an einem der Freßstände köstliche niederländische Lakritzstangen!  Yay! Mnjam!

„Dat Otto Huus“ im Stadtzentrum von Emden  hat im Erdgeschoß einen kleinen Laden, in dem Fans alles Mögliche kaufen können, von Shirts über CDs bis hin zu Stoff-Ottifanten und natürlich Postkarten, von denen ich eine für Renata aussuchte. Im ersten und zweiten Stock ist ein Museum untergebracht, das laut Beschreibung Gegenstände und Erinnerungsstücke aus Ottos Leben und seiner Karriere zeigen soll. Ich sage „ laut Beschreibung“ und „zeigen soll“, denn ich konnte mir das Museum nicht ansehen, weil der einzige Weg dorthin über eine Wendeltreppe führt – für Behinderte also leider nicht machbar. Ich war natürlich mördermäßig enttäuscht, aber der Prinz entschädigte mich dafür mit Kaffee und Süßkram in einem Café am Wegesrand.

Renata: sollten wir es mal schaffen, unseren Traum zu verwirklichen und ein Häuschen in (Ost)friesland zu finden, müßt ihr unbedingt  bei uns Urlaub machen, dann stromern wir gemeinsam durch Emden und besuchen auch den Stadtteil Transvaal, in dem unser Friesenjung zur Welt kam! ❤

ottonah

In diesem Haus ist das Otto-Museum untergebracht.

ottofern

Wegen des kalten Pißwetters hatte ich, wie man sieht, keine besonders gute Laune ( außerdem war ich sauer, weil das Otto-Huus so behindertenfeindlich ist). Die regen-und windfeste Jacke hat mir der Prinz bei Decathlon geschenkt. 😉

 

Spaß mit Flaggen -ääh, Spam!

In den letzten zwei Wochen fühle ich mich wie zu meinen Anfängerzeiten im Internet, darlings, denn es schlagen riesige Flutwellen von Spam in meiner Mailbox auf.

Zum Teil ist das sehr lustig, vor allem, wenn ich“live mit Singles chatten“ oder die Windel-Einlagen von Tena testen soll (wegen meiner schwachen Blase 😃 😃 )

Dazu kommen täglich schufafreie Kreditangebote. Kia Probefahren. Skoda leasen.

Nicht zu vergessen die –zig Lotto-Angebote, bei denen ich praktisch bereits die 41 Millionen in der Tasche habe!

Es gibt übrigens „Postcode-Lotterien“, Leute – auch da habt ihr schon die Millionen auf dem Konto, bevor ihr die Mail löschen konntet! 😉

Ach ja, ohne die Mails, die mir anbieten, mit Bundesliga-Tipps reich zu werden, hätte ich gar nicht mitbekommen, daß derzeit die Bundesliga läuft…

AAABER: Man kann auch eine Menge Spaß mit Spam-Mails haben! Vor allem mit denen, in denen jemand dir eine haarsträubende Geschichte von unverhofft aufgetauchten Millionen erzählt – „Ich verwalte das Geld und setze dich als Erben in die Papiere, sende mir lediglich alle deine privaten Kontodaten…“

Kennt ihr sicherlich, diese meist in haarsträubend schlechtem Englisch verfaßten Texte der Nigeria-Connection?

Der Brite James Veitch hat sich der Menschen erbarmt, die sich so viel Mühe geben, uns mit Millionen von Dollars beschenken zu wollen. Er hat sich darauf spezialisiert, Spam-Mails zu beantworten, als nehme er die Absender ernst. Das Ergebnis ist oft zum Brüllen witzig, wie hier. Schaut es euch an! Für mehr davon einfach „James Veitch“ ins Suchfeld eintippen.)

Laßt euch inspirieren! Ich habe es einmal versucht, leider existierte die angebliche Mailadresse des Absenders aber nicht. Wenn ihr es mal schafft, so einen Mailschreiber zu verarschen, laßt es mich bittebitte wissen, ja?!

Der Lacher heute früh

Diese Mail fand ich heute morgen in meiner Mehlbox, darlings:

Guten Tag,

wir haben die Analyse Ihrer Website: http://www.lakritzundschokolade.de durchgeführt.

Unsere Spezialisten haben eine niedrige Position der Seite in den Ranglisten von g-oogle festgestellt.

Für ein paar wichtige Schlüsselwörter erscheint die Seite nicht in den Ergebnissen – was die niedrigere Frequeder Besuche auf der Seite drastisch beeinflusst.

Aus diesem Grund geht ein potentieller Kunde anstatt zu Ihnen zur Konkurrenz.

Wir sind in der Lage in nur wenigen Tagen die Position Ihrer Website deutlich zu verbessern und dadurch den Umsatz sofort zu steigern!

MfG

[Name]

Typisch für mich, habe ich mich mal wieder provozieren lassen (bei offensichtlicher Dummheit kann ich bekanntlich nicht still bleiben) und habe dem armen Menschen eine Antwort zukommen lassen:

Guten Tag,

Guten Tag  [Name],

wir haben die Analyse Ihrer Website: http://www.lakritzundschokolade.de durchgeführt.

Interessant. Könnten Sie meinem Gedächtnis netterweise auf die Sprünge helfen und mir sagen, wann ich Sie mit dieser „Analyse“ meines Blogs (das aus meinem Privatleben berichtet und das lediglich, wenn ich die Statistiken richtig lese, ein paar Handvoll Leute interessiert), beauftragt habe?

Unsere Spezialisten haben eine niedrige Position der Seite in den Ranglisten von g-oogle festgestellt.

OH NEIN! WIE FURCHTBAR!

Dabei war es das große Ziel meines Lebens, ein Blog zu führen, das bei Google immer auf Platz eins erscheint!

Für ein paar wichtige Schlüsselwörter erscheint die Seite nicht in den Ergebnissen – was die niedrigere Frequeder Besuche auf der Seite drastisch beeinflusst.

HMMMMM… In meinem Blog fehlen also „wichtige Schlüsselwörter“, deshalb hat es „niedrigere Frequeder Besuche“… verstehe. Welche Schlüsselwörter sollte ich denn Ihrer Meinung öfter benutzen?  Hund Katze Maus? Gassi? Essen? Dorf? Idiot? Klopapier?

Aus diesem Grund geht ein potentieller Kunde anstatt zu Ihnen zur Konkurrenz.

Jaaa… das ist natürlich Scheiße, da haben Sie recht. Zumal ich plante, mit diesem Blog endlich meine Luxusvilla in Monte Carlo zu finanzieren. Aber wenn meine „Kunden“ nun zur Konkurrenz gehen, wird das ja wohl nix, ne?

Wir sind in der Lage in nur wenigen Tagen die Position Ihrer Website deutlich zu verbessern und dadurch den Umsatz sofort zu steigern!

Sind Sie das? Boooaaaah!! Ich bin ja voll beeindruckt – zumal ich absolut nicht  fähig bin, SEO-Texte zu verfassen, die eine Website im Google-ranking nach oben schieben (und genau das ist für ein privates Blog ja soooo wichtig, ne?)…  (Hinter Ihrem  „Lage“ fehlt übrigens ein Komma, Schätzelein.)

MfG

[Firma, Name]

Soweit ich informiert bin, schreibt man „ Mit freundlichen Grüßen“ immer noch aus.

-Ende –

Falls eine Antwort kommt, gebe ich Bescheid 😀 😀 😀

Coole Geschäftsidee!

Eine geniale Geschäftsidee habe ich beim Internetz-Rumklicken entdeckt, my darlings:

Stalking gegen Bezahlung!

Genial und sehr lustig!  (Klar ist es eine kleine Satire, aber ich möchte das dennoch mal gern in unser Umfeld als kleine Anregung rauslassen – das geliebte Hobby zum Beruf machen ist ja ein Traum für viele Menschen.

Gern geschehen, keine Ursache! 😀

Frau Lakritze war zu schnell

Ich muß mich bei euch entschuldigen, darlings – die beiden Links, die ich  in dem Beitrag zu „Trump will das Internet schließen“ angegeben habe, sind alte Geschichte – er hat diesen Klops bereits vorletztes Jahr  im Wahlkampf herausgehauen.  Sorry!

Ich hatte  zu flüchtig gelesen, mit noch zu niedrigem Kaffeelevel im Blut. Na, lustig ist es allemal, finde ich. Zwar alt, aber immer noch einen Lacher und ein ungläubiges *smh* ( shake my head) wert. Oder – wie der Prinz sagte: „Es ist unfaßbar – der hat das im Wahlkampf gesagt, und die haben ihn trotzdem gewählt!“ Ich bin jetzt gespannt, wie lange er noch im Oval Office sitzt. Denn die Klopse werden ja nicht weniger.