After *****? Party

Müüüde. Gerade heimgekommen von der After Work Party der örtlichen CDU-Gruppe, die diese heute auf dem Rathausvorplatz abhält. Für mich war es eine „After Zahnarzt Party“, denn heute Morgen verlor ich beim Frühstück eine Brücke, die im rechten Unterkiefer  eine Lücke dort geschlossen hatte, wo mir vor Jahren mal ein Backenzahn gezogen werden mußte. Zum Glück bekam ich noch einen Termin bei dem großartigen und sehr feinfühligen Zahnarzt im Nachbardorf. Dieser eröffnete mir, daß einer der Zähne unter der Brücke „nur noch Matsch“ sei.

„oha“, sagte ich. „Ziehen?“

„Hm-hm“, nickte er. „So schnell wie möglich.“

Also: am kommenden Dienstag um 17.30 rupft er mir den Zahn raus 😉

Auf dem Rückweg stoppten wir am Rathaus, weil wir bereits im Heranfahren einen guten Schwung bekannter Gesichter sahen, und hockten uns in den Kreis dazu. Da ich mit dem immer noch schwerfälligen linken Bein noch etwas Probleme habe, auf Bierzeltbänken zu sitzen, holte unser Freund Peter (der am 24. hoffentlich die Wahl zum Ortsvorsteher gewinnt) mir einen bequemen Stuhl aus dem Sitzungszimmer des Rathauses, zum großen Gelächter der Truppe. Wir tranken leckere Bowle, genossen Knabber-Snacks, planten Details zu Peters Wagen für den Kerwe-Umzug am nächsten Wochenende und lachten überhaupt sehr viel und wunderbar albern. Und jetzt bin ich herrlich müde und freue mich sowas von überhaupt nicht auf Dienstag. Aber: wird schon nicht so wild.

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Oops, she did it again

So langsam wird das zu einer blöden Angewohnheit, scheint es – ich bin heute Morgen schon wieder gestürzt. ☹ Aber alles in Ordnung – es ist auch dieses Mal gut ausgegangen! Vermutlich war ich noch zu schlaf-bedusselt (mußte zu unchristlichster Zeit aufs Klo). Der Prinz war schon in der Dusche. Ich weiß nur noch, daß ich urplötzlich nach links wegkippte und krachend auf den Fliesen in der Küche landete. (Nach links kann ich  mich ja nicht abfangen, da der Arm nicht reagieren kann). Mit der Schulter landete ich im Futterbereich unserer Fellnasen. Das rechte Knie schlug mit der Innenseite auf den Fliesen auf. Aua. Auf meinen Schrei hin standen sofort ein triefnasser Prinz und ein höchst besorgter Herr Sonntag um mich herum. Ich wußte kaum, wen ich zuerst beruhigen sollte 😊

Abtasten der Kniescheibe tat weh. Der Prinz hievte mich mit einem Griff unter die Achseln  hoch, da ich das Bein in der Beugung nicht belasten konnte. Er tat das Gleiche wie beim letzten Mal: SMS an Andreas, unseren Orthopäden-Freund. Antwort: Halb neun in der Praxis, er sagt den Mädels Bescheid. Gehen konnte ich zu unserer Erleichterung. Es tat nicht weh, war nur unangenehm. Andreas tastete die Kniescheibe rundum ab (das tat weh!) und beruhigte mich: Der Meniskus, der meine geheime Sorge gewesen war, ist ok, die Kniescheibe und das Gelenk auch. Der Schleimbeutel sei geprellt, sagte er, das sei halt schmerzhaft. Da auch das Handgelenk, das ja erst Anfang 2016 operiert  und mit einer Titanplatte verschraubt  worden war, heftig auf die Fliesen geknallt war, beorderte Andreas mich zum Röntgen. Alles ok: Handgelenk gut, Knie gut. Große Erleichterung. Eine der Sprechstundenhilfen, die ich noch von früher aus dem Yoga kenne, machte mir sogar einen Kaffee ❤.  Jetzt, zu Hause, kann ich schon wieder normal herumlaufen 😃 Oben, im Schlafbereich, benutze ich zur Vorsicht den alten häßlichen Vierpunktstock, wegen der Teppiche. Unten laufe ich mit dem normalen Gehstock. Andreas hat mich ermutigt, das Bein normal zu belasten, auch Treppen darf ich steigen. „Das Gelenk ist stabil, beweg‘ dich ganz normal“, sagte er.  Und es klappt tatsächlich ganz prima. Nicht nur der Prinz und ich sind erleichtert, auch Herr Sonntag und das Pippikind sind wieder entspannt. Sie hatten sich beide große Sorgen um mich gemacht (meine Babies!!!! ❤ ❤ ❤)  Was immer Wunder wirkt: Ein Telefonat mit meiner Schwester, tat auch diesmal gut ❤

Wieder mal Schwein gehabt, Frau Lakritz 😃 😃 😃

Frau Lakritze erklärt mal was

Nichts besonders Kompliziertes, aber es ist schon essentiell für dieses (nicht: diesen) Blog.

Aaalso: ich bin volljährig und nicht vorbestraft und dürfte daher von Gesetzes wegen einen Waffenschein und eine Waffe besitzen. Dürfte ich. Hab ich aber nicht. (Die einzigen Waffen, die ich besitze, sind ein Kartoffelschäl-Messerchen in der Küche und Micia 😀 )

Soll heißen: Ich bin nicht gefährlich. Ich bedrohe niemanden mit dem Tod. Ich zwinge niemanden, mein Blog zu lesen.

Wenn du trotzdem meinst, hier mitlesen zu müssen, egal, ob du ein Fremder mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung oder ein Familienmitglied bist, dann ist das deine eigene Entscheidung. Jeder erwachsene Mensch muß für die Entscheidungen, die er trifft, die Konsequenzen tragen. Wer bestellt, der bezahlt, so läuft das. Du entscheidest, hier zu lesen, du ärgerst dich über die Texte – dein Problem, nicht meins. So einfach ist das.

Du liest und stellst fest: Uuuuh, die böse Frau Lakritz, die schreibt hier aber sehr unangenehme Wahrheiten über mich, die ich gar nicht wissen will, denn die passen üüberhaupt nicht zu meinem völlig überzogenen Selbstbild

oder: Dieses dumme Blag, die wagt es, eine andere Meinung zu haben als ich, dabei bin ich doch die, die es genau und am besten weiß …

ich wiederhole: Dein Problem – DU hast entschieden zu lesen. Wenn ich entscheide, Fisch zu essen, obwohl ich von meiner Allergie weiß, dann muß ich mit dem Kotzen hinterher einfach klarkommen. easy-peasy. Klar?!

Guck mal: Es gibt da dieses Internetz, ja? Das ist gaanz, gaanz groß. Da gibt es gaanz, gaanz viele Blogs. Richtig ganz doll viele. Da ist sicher eins dabei, das dir in den Kram paßt. Und wenn dich mein Text ärgert, dann guck mal hin: oben rechts in der Ecke des Bildschirms, da siehst du so ein kleinesKreuzchen, wie ein X, ja? Klick da mal einfach mit dem Mauszeiger drauf und – simsalabim! – das böse, böse Lakritzenblog mit der unbequemen Meinung ist weg! Ei, issas nicht fein?! * in die Hände klatsch*

Und nein – es hilft nichts, zu lesen und nachher anonyme Jammer-Briefe an den Prinzen zu schicken und sich über dessen böse, böse Lebensgefährtin auszuheulen. Der Prinz ist mein Lebensgefährte, er ist nicht meine Mutter und schon gar nicht mein Zensor. Ihm ist es völlig wurscht, was ich in meinem Blog schreibe. Ich zensiere seins auch nicht.

Auch giftig-abfällige WhatsApp-Nachrichten oder Mails an mich, die mir sagen, wie dumm oder naiv ich bin, so einen Unsinn zu bloggen, da du es doch so viel besser weißt als ich, helfen nichts. Ich lasse mich nicht zensieren, ich schreibe, was ich will, wie ich will und wann ich will. Ich bin Gott sei Dank kein Teenager mehr. Dies hier ist mein Blog, und selbst wenn ihr an meiner Stelle die Kosten dafür zahltet (Domain, WLAN) schriebe ich nicht nach euren Wünschen. (Obwohl: die anonymen Beschwerdebriefe an den Prinzen sind schon sehr lustige Slapstick-Einlagen, wir lachen immer sehr lange darüber, danke! … und letzlich landen sie doch nur in der Papiertonne…)

Fazit: dir paßt mein Blog nicht – dann lies nicht. Tschüß.

Frau Lakritze kriegt Muckis!

Hoffe ich jedenfalls, my dearies.

Inspiriert hat mich dazu der Prinz, der seit einer Weile drei Mal in der Woche ins Fitneßstudio geht. Er fühlt sich sauwohl damit und strahlt das auch aus. Da ich ja oft unter starken Myalgien (= Muskelschmerzen) leide und nicht ständig mit Schmerzmitteln dagegen angehen will, dachte ich mir, daß der Aufbau der entsprechenden Muskeln wohl die sinnvollste Lösung zum Stillen der Schmerzen sein könnte. Aber Fitneß-Studio mit dieser körperlichen Einschränkung?  Das ist mir nicht geheuer, und ich schätze, daß sich da kein handelsüblicher Fitneßtrainer heranwagen wird, allein schon wegen der hohen Verantwortung (ich täte es jedenfalls nicht!).

Ich weiß aber, daß es Physiotherapie-Praxen gibt, die Geräte zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur (die für das Gehen am Wichtigsten ist), in der Therapie einsetzen. Ich besprach das mit Hubert, meinem Physiotherapeuten. Er war sofort dafür, daß ich trainiere, erklärte mir aber, daß nicht jede Physiopraxis dieses Training über die Krankenkasse abrechnen könne. Wer keine Kassenzulassung dafür hat, kann das Training nur privat abrechnen. Also legte ich einen Telefon-Nachmittag ein. Ich rief systematisch alle Physio-Praxen in der Stadt und im Umland an und fragte nach, ob sie Gerätetraining anböten und dieses über ein Kassenrezept abrechnen könnten. Fündig wurde ich zu meiner Freude hier in der Nähe, in einem der Dörfer in der Umgebung. Ich vereinbarte einen Gesprächstermin. Daß der Therapeut sehr ok ist, war mir klar, sobald ich das Star Wars – T-Shirt sah, das er trug. 😀  Er schaute sich meine Behinderung genau an, guckte, wie ich stehe und gehe (naja… hinke ; – )) . Wir besprachen, daß es bei mir vor allem um das Training der Rücken-, Bauch- und Beinmuskulatur gehen soll, damit ich wieder richtig laufen lerne. Unser Hausarzt, der mich sehr unterstützt, fand die Idee prima und stellte mir ein „Probe-Rezept“ für sechs Trainingseinheiten aus. In dieser Physiopraxis sind die Therapeuten zu dritt, kennen also ihre einzelnen Patienten sehr gut und können entsprechend individuell auf sie eingehen.

Wenn die sechs Einheiten gut verliefen, könne ich Nachschub bekommen, sagte der Doc. Der Prinz wird mich jeweils zu den Terminen hinfahren – sind ja nur wenige Minuten -, dabeibleiben und mich gleich wieder mit nach Hause nehmen. Ich bin  sehr gespannt auf das erste Training und werde dann berichten!

Eure Ms. Schwarzenegger 😀 😀 😀

Es werde Licht!

Vor kurzem habe ich hier um Rat gefragt,darlings, was ich gegen die Winterdepression tun könne, die mich jedes Jahr im November und im Januar packt und beutelt.

Zwei Leserinnen, Illa und Betty, haben mir netterweise ihre Methode verraten: beide benutzen eine Tageslichtlampe und nehmen Vitamin D. Schon am nächsten Tag brachte mir der Prinz vom Einkaufen eine Packung mit Vitamin D3 – Kapseln mit. Eine Tageslichtlampe, das fiel mir dabei ein, hatte mir der herzliebste Herr Norden vor einigen Jahren ebenfalls schon einmal ans Herz gelegt. Aber das war vor den Zeiten von Tante Amazonien und ich traute mich an das Thema damals wegen seiner Komplexität  nicht so recht heran.

Vorgestern Mittag nun klingelte unser netter DHL-Bote, den wir seit Jahren kennen. Ich nehme Post meist durchs Fenster an, das ist mit dem beeinträchtigten Bein leichter für mich, als über den Hof zu hinken und das große Tor aufzusperren. Diesmal tat ich es aber doch, denn ich sah, daß der gelb-rote Mann ein sehr großes Paket trug. Der Bote, Herr L., trug mir das große Dings ins Wohnzimmer. Ich war mir sicher, so etwas Riesiges nicht bestellt zu haben, aber doch: es war an mich adressiert. Und erstaunlich leicht für seine Größe. Mit einem Küchenmesser das Klebeband zu durchtrennen, das bekam ich einhändig hin  😀  Als ich den Karton öffnete, guckte mir ein weiterer Karton entgegen: dieser war bunt und das Foto zeigte – eine riesige Tageslichtlampe mit den von Illa empfohlenen 10.000 Lux! Ich war ganz baff. Und sehr gerührt, denn dahinter konnte nur der Prinz stecken. Er verriet sich am Telefon auch gleich mit der Frage „Ach, ist sie schon da? So schnell? Wow.“

Ja, wow – das findet die Chefin übrigens auch – hier:

micilampe

Mein Platz am Küchentisch (Der Prinz sitzt, von hier aus gesehen, links, mir gegenüber). Da ja meine aktive Hand (noch) die rechte ist, steht auch das Regal mit all meinem Alltags-Kleinkram rechts vom Platz. Und ja, mein Bereich ist unordentlich. Ich bin kein besonders ordentlicher bzw. strukturierter Mensch, das liegt mir nicht.  (Dafür weiß ich immer genau, wo was liegt, wenn ich etwas suche, und wo ich hingreifen muß).

Ich nutze die Lampe vorwiegend beim Frühstück, das bei mir – da ich dabei lese – mindestens die 30 Minuten dauert, die die Hersteller der Lampe als Tagesanwendung vorschlagen. Um den Einschaltknopf herum sind in einem Halbkreis grüne LED-Lämpchen angeordnet, von denen jeweils eines nach 15 Minuten aufleuchtet. So hat man immer im Blick, wie lange man schon „therapiert“. Die Lampe verbraucht nur wenig Strom, überhitzt also nicht. Selbst nach längerem Leuchten wird sie außen nur lauwarm.

Fazit: ich bin sehr glücklich mit der Lampe. Der November ist schon mehr als halb vorbei und mir geht’s immer noch prächtig!

Herr Dokter, heut kommich ma mit mein Bein

Dearies!!!!

hier habe ich etwas ganz Besonderes bzw. jemand ganz Besonderen für euch:

 Doktor Ludger Stratmann – medizinisches Kabarett

Der Link führt euch zu Juhtjuhp, zum ersten Teil des Solo-Programmes „Kunstfehler“ ( der zweite Teil ist dort auch zu finden)

Meine Schwester hat mich auf diesen großartigen Kabarettisten gebracht, ich kannte ihn bisher gar nicht. Info: Der Mann ist tatsächlich Arzt, er hatte bis 1994 seine Praxis in meiner Heimatstadt Oberhausen. Deswegen sind seine Texte so lebendig.

Also, lehnt euch zurück, macht es euch gemütlich, schenkt euch en Pilsken* ein und genießt!

*) für mich lieber ein Krefelder, bitte ( = Altbier – Malzbier-Gemisch)

Subtil und feinfühlig

Vorhin: ich rufe in der Praxis eines Schmerztherapeuten hier in Worms an und will um einen Termin bitten.

Die Sprechstundenhilfe unterbricht mich mitten im Satz:“ Wie sind Sie denn versichert?“

Ich: „Ich bin in der [Name meiner Krankenkasse]“.

Sie: „Jaa… tut mir leid, aber der Herr Doktor ist komplett ausgebucht.“

Schön, auf Menschen mit Feingefühl zu treffen.