Oops, she did it again

So langsam wird das zu einer blöden Angewohnheit, scheint es – ich bin heute Morgen schon wieder gestürzt. ☹ Aber alles in Ordnung – es ist auch dieses Mal gut ausgegangen! Vermutlich war ich noch zu schlaf-bedusselt (mußte zu unchristlichster Zeit aufs Klo). Der Prinz war schon in der Dusche. Ich weiß nur noch, daß ich urplötzlich nach links wegkippte und krachend auf den Fliesen in der Küche landete. (Nach links kann ich  mich ja nicht abfangen, da der Arm nicht reagieren kann). Mit der Schulter landete ich im Futterbereich unserer Fellnasen. Das rechte Knie schlug mit der Innenseite auf den Fliesen auf. Aua. Auf meinen Schrei hin standen sofort ein triefnasser Prinz und ein höchst besorgter Herr Sonntag um mich herum. Ich wußte kaum, wen ich zuerst beruhigen sollte 😊

Abtasten der Kniescheibe tat weh. Der Prinz hievte mich mit einem Griff unter die Achseln  hoch, da ich das Bein in der Beugung nicht belasten konnte. Er tat das Gleiche wie beim letzten Mal: SMS an Andreas, unseren Orthopäden-Freund. Antwort: Halb neun in der Praxis, er sagt den Mädels Bescheid. Gehen konnte ich zu unserer Erleichterung. Es tat nicht weh, war nur unangenehm. Andreas tastete die Kniescheibe rundum ab (das tat weh!) und beruhigte mich: Der Meniskus, der meine geheime Sorge gewesen war, ist ok, die Kniescheibe und das Gelenk auch. Der Schleimbeutel sei geprellt, sagte er, das sei halt schmerzhaft. Da auch das Handgelenk, das ja erst Anfang 2016 operiert  und mit einer Titanplatte verschraubt  worden war, heftig auf die Fliesen geknallt war, beorderte Andreas mich zum Röntgen. Alles ok: Handgelenk gut, Knie gut. Große Erleichterung. Eine der Sprechstundenhilfen, die ich noch von früher aus dem Yoga kenne, machte mir sogar einen Kaffee ❤.  Jetzt, zu Hause, kann ich schon wieder normal herumlaufen 😃 Oben, im Schlafbereich, benutze ich zur Vorsicht den alten häßlichen Vierpunktstock, wegen der Teppiche. Unten laufe ich mit dem normalen Gehstock. Andreas hat mich ermutigt, das Bein normal zu belasten, auch Treppen darf ich steigen. „Das Gelenk ist stabil, beweg‘ dich ganz normal“, sagte er.  Und es klappt tatsächlich ganz prima. Nicht nur der Prinz und ich sind erleichtert, auch Herr Sonntag und das Pippikind sind wieder entspannt. Sie hatten sich beide große Sorgen um mich gemacht (meine Babies!!!! ❤ ❤ ❤)  Was immer Wunder wirkt: Ein Telefonat mit meiner Schwester, tat auch diesmal gut ❤

Wieder mal Schwein gehabt, Frau Lakritz 😃 😃 😃

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Sommer und Katzenfutter: Bitte um Rat

Ihr Lieben,

der Prinz und ich sind doch sicher nicht allein mit dem Schicksal, Sklaven von Freigänger-Katzen zu sein, oder? Heute würde ich euch gern mal wieder um eure Tipps und Erfahrungen zu einem Problem bitten, das mich nervt:

Katzenfutter im Sommer.

Sommer heißt (nicht unbedingt in Deutschland, aber hin und wieder doch): Sonne und Wärme (Ja, ich muss auch lachen). Also: Fliegen im Katzenfutter. Und, noch ekliger: Fliegeneier im Katzenfutter. Das wiederum heißt, wenn man nicht aufpaßt: wuselnde weiße Fliegenmaden im Futter. Kurz: EEEKLIG!!!!! 😛 😛 😛

Die Fliegen bei uns sind diese fiesen grünschillernden Viecher *börks*

Unsere Damen, Micia und Pippilotta, spielen zwar jeden Morgen das Drama „wir sterben hier vor Hunger und du hast uns seit Jahren nichts zu essen gegeben, du Grausame!“ vor, wenn ich sie aber gefüttert habe, essen sie zögernd ein paar Bröckchen ( denn es  ist natürlich nicht „das richtige“ Futter) und danach steht der Futternapf dann als Buffet frei für die Fliegen da.

Im letzten Sommer hatte ich genervt beschlossen, daß es nur noch ganz kleine Portionen gibt und was nach fünf Minuten nicht gegessen ist, kommt weg. (Ist zwar Verschwendung und widerstrebt mir sehr, aber mir fiel nichts Konstruktiveres ein.)

Es gibt ja diese „Glocken“ aus Gaze, die man zum Beispiel über Kuchenteller stülpen kann  (Leute mit  Wespen-Panik nutzen sie gern), das könnte die Fliegen fernhalten, aber die Katzen kommen dann auch nicht an ihr Futter. Nur noch Trockenfutter geben halte ich ebenfalls nicht für eine gute Lösung, denn auch da sitzen die Fliegen drauf, das Zeug ist zudem schlecht für die Nieren der Katzen und bringt Langzeit-Folgeschäden mit sich.

Es gibt Futterbehälter, die sich öffnen, wenn die Katze sich nähert. Dazu muß die Katze allerdings einen Funkchip tragen, auf den das Futterdings reagiert. Das ginge nur per Halsband, und: Freigängerkatze mit Halsband?! Hatte ich einmal, vor über 20 Jahren, mit meiner allerersten Katze, versucht. Sie blieb irgendwo hängen und rieb sich eine große Wunde (ein Loch) in die Haut beim Versuch, sich zu befreien. Nie wieder.

Nur noch draußen füttern ist auch schwierig, weil da noch mehr Fliegen sind als im Haus. Habt ihr einen Rat? Ist eure Katze ein Freigänger, wo füttert ihr sie? Was tut ihr, um das Futter gegen die Fliegen zu schützen? Ich möchte unsere Mädels gesund halten und versorgt sollen sie auch jederzeit sein. Danke schonmal!

Das hat sie ja mal wieder sauber hingekriegt,

die Frau Lakritze.

nämlich: ich hab‘ mich mal wieder lang gelegt. Deswegen war es auch einige Tage lang ruhiger hier. Ja, ich weiß: Langsam wird das langweilig mit den Stürzen *lach*

Aber da der letzte Sturz ja schon fast ein Jahr her ist, dachte ich, ich könnte doch mal wieder… Um es gleich zu sagen: diesmal bin ich weicher gelandet als damals in der Ferienwohnung und gebrochen habe ich mir diesmal nichts. Passiert ist es am Mittwoch in aller Herrgottsfrühe, um 04.00 Uhr. Ich wurde wach, weil ich mal mußte ( ärgerlich genug im Winter), stand auf und geriet aus dem Gleichgewicht. Ob das an der Müdigkeit lag oder ob ich mich ungeschickt bewegt habe, kann ich nicht mehr sagen, es ging so schnell… jedenfalls kippte ich nach vorne weg und landete mit meinem ganzen Gewicht auf den Knien. Zum Glück liegt vor dem Bett ein dicker Perserteppich, den mir meine Eltern mal geschenkt haben. Unter dem Teppich liegen Holzdielen. Zum Glück keine Fliesen, wie im Wohnzimmer. Der kleine Herr Sonntag war sehr erschreckt und besorgt und wuselte hektisch fiepend um mich herum. Ich zitterte noch etwas von dem Adrenalinschub, tröstete den Kleinen aber mit „Alles gut, alles gut“ – er glaubte mir aber nicht. Mit Mühe gelang es mir, den Prinzen aus seinem bombenfesten Schlaf zu holen (ich schaffte es nämlich wegen des linken Beins blöderweise nicht allein zurück ins Bett). Der Prinz stellte mich wieder auf die Füße,verfrachtete mich zurück in die Heia und machte mir sogar meine Körnerkissen warm!  ❤

Bis er aufstehen mußte, war unser Schlaf nach dem Schrecken eher unruhig, aber wir haben das Glück, mit einem Orthopäden befreundet zu sein (das ist der, der auch meine Barfußschule beratend begleitet.) Der Prinz schrieb ihm per WhatsApp, was los war. Die Antwort kam umgehend: „Kommt um halb neun in die Praxis, ich gebe den Mädels Bescheid.“ (Freunde sind was Tolles – die Mädels winkten uns gleich durch zu Andreas.) Er guckte sich das linke Knie, das inzwischen mit einem blaugrünen Ömmes von der Größe eines halben Tennisballes prahlte, per Ultraschall an. Sah alles ok aus, Andreas  bestand aber auf einem MRT des Schienbeinknochens und überwies uns stante pede zu einem Kollegen, der mich (zum Glück nur mit den Beinen) in die Röhre schob. Also, CTs habe ich nach dem Hallamati ja reichlich mitgemacht, aber das hier  war mein erstes MRT. Scheiße, war das laut! Kennt ihr das?

Ergebnis: Ein Haarriß im linken Schienbeinknochen. Acht Wochen (!!!) Ruhe halten und das Bein nur wenig belasten. Der Bluterguß läuft jetzt bis runter zum Knöchel und sieht aus wie ein impressionistisches Gemälde : – )

Aus Sicherheitsgründen (wegen der Treppe) bin ich zum Schlafen mal wieder auf das Sofa im Wohnzimmer umgezogen. Das irritiert den kleinen Herrn Sonntag sehr, weil er jetzt nicht mehr so einfach zwischen unseren Betten hin- und her krabbeln kann, sondern dazu über die Treppe gehen muß.

Plan: Ich soll acht Wochen Ruhe halten. Das ist ungefähr bis zu meinem Geburtstag (24. Februar). Danach könnte es mit dem Wetter ja efentüll etwas freundlicher werden ( WAaaaaaahaaaahaaaaaa! Mädel, du lebst in Deutschland!)

Knochen sind wie Muskeln: Sie werden nur dann stark, wenn man sie fordert und trainiert. Da das linke Bein bei mir seit fast fünf Jahren zu wenig gefordert wird, will ich die Knochenstruktur im nächsten Jahr durch Geh-Training kräftigen. Also werden wir im Frühling öfter im Wäldchen und im Herrnsheimer Schloßpark sein, denn dort gibt es breite und gute Spazierwege. Und den kleinen Herrn Sonntag wird’s freuen. Außerdem will ich am Geburtstag vom Sofa in mein Bett zurückziehen. Drückt mir die Daumen, ja? Danke!