Achtung – Blog wechselt Adresse!

Meine Lieben,

Ich weiß nicht, wieviele der Leute, die hier lesen, die Werbung nervig finden. Verstehen kann ich die Werbung, schließlich kann man die WordPress-Blogfunktion gratis nutzen. Der Prinz gehört auch zu den Abonnenten des Blogs, und ihn nervt die Werbung. Ich schaue ab und zu mal übers iPad herein,  und dann stört sie mich auch. Allerdings ist mir, offen gestanden, die werbefreie Version zu teuer. So hat mein Prinz meinem Lakritzeblog heute eine werbefreie neue Wohnung gesucht. Ab sofort wohnt das Lakritzenblog also hier:

https://www.lakritzundschokolade.de/

Allens klor? Na denn 😀

Kopf–> Tisch

Heute früh, meine Lieben, hatte ich wieder mal ein bezauberndes Ibääh-Erlebnis.

Da wir ja schon auf unseren Umzug ins lüttje Huus hinarbeiten, sind wir bestrebt, unseren materiellen Kram so weit wie möglich zu reduzieren.

Für den Prinzen ist der Gedanke ein Alptraum, meine Unmengen an Büchern umziehen zu müssen 😀 Ich hätte auch gern etwas mehr Platz in meinem Zimmer, also habe ich mich dazu durchgerungen, eine Kiste mit 98 englischsprachigen Krimis abzugeben (Krimis sind nicht mein Fall). Ich bot sie zwei Stadtbibliotheken als Spende an, die aber nicht interessiert waren (Aber Hauptsache, alle Rosamunde Pilcher-Bücher sind da, ne?) Die Bücher stammen aus dem Nachlaß meines Lieblingsonkels, der vor drei Jahren starb. Er unterstützte Greenpeace und Unicef, so stellte ich die Bücher bei Ibääh ein, in der Hoffnung, dafür genug zu bekommen, um den Erlös  an diese beiden Organisationen  spenden zu können. Große Hoffnungen machte ich mir nicht – wer liest schon in Englisch (außer der bekloppten Lakritzefrau? 😀 😀 😀 ) Aber siehe da – als ich beim Frühstück in meine Mails schaute, war schon eine Anfrage da:

„Sind Romane von John Dickson Carr oder Carter Dickson dabei?“

Eine berechtigte Frage! Vor allem, wenn man bedenkt, daß meine Anzeige lautet:

98 Krimis im englischen Original (Agatha Christie +Dorothy L.Sayers)!

Is klar, oder?

 

Hätte, hätte, Fahrradkette..

Am kommenden Mittwoch, my darlings, hätteten wir nach Woquard fahren tuteten  wollen, aber das wird ja leider nix.  Auch die geplante Fahrt nach Norderney mit Edda können wir in den Kamin schreiben, da die Landesregierungen die Inseln gesperrt haben. Das heißt aber auch, daß wir uns nicht mit unserem Freund J. treffen können, dem früheren Pfarrer des Bonner Münsters. J. ist seit einem guten Jahr im Ruhestand, verbringt aber seit Jahren seine Urlaube auf Juist. Er liebt die Insel und vertritt dort immer gerne den Inselpfarrer, wenn dieser mal im Urlaub ist. Der Ruhestand fällt J. sehr schwer (wir haben ihn zuletzt kurz vor Weihnachten gesehen, als er uns im Lüttje Huus besuchte. Da hatte der Prinz ihn in Norddeich von der Fähre abgeholt und wir konnten kaum glauben, daß er schon 70 ist!). Die Sonntage seien besonders schwer für ihn, wie er uns erzählte, da müsse er immer noch aufpassen, nicht in ein Loch zu fallen, weil ihm es ihm so fehle, den Sonntagsgottesdienst zu halten. Nun, wir hatten geplant, J. auf Juist zu besuchen, aber wegen der Insel-Sperre kann er ja jetzt auch nicht hin. So eine Scheiße.

Na, der Prinz und ich planen schon für Ostern (gezwungenermaßen hier): Omas Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen, nachmittags Omas Quarktorte.) Wie wird euer Osterfest aussehen?

Corona#tweetdestages

Zugegeben: Anfangs fand ich das alles noch eher amüsant. Inzwischen sind aber  auch wir hier vorsichtiger geworden. Wir waschen uns öfter als sonst die Hände – zum Beispiel, wenn wir Post aus dem Kasten holen. Wir trinken nicht mehr gemeinsam aus einer Mineralwasser-oder Bierflasche. Le Prince war vorgestern doch nochmal bei der Arbeit, weil da so viele Unterschriftsmappen lagen (Natürlich alle nur mit „dringenden“ Schriftstücken (*Augenrollgeräusch*). Le Bär fand das unzumutbar und machte Le moi die paar Stunden zur Nervenprobe, bis sein geliebtes Herrchen wieder da war. Le Prince bekam dann auch ein „extreme ausschnauzing“, wie wir das nennen, wenn Le Bär schimpft, dass er allein zu Hause bleiben mußte. Offiziell ist ab dem nächsten Mittwoch keinem Mitarbeiter mehr erlaubt, zur Arbeit zu kommen. Der Prinz hätte diese zwangsfreien Tage lieber im Sommer, wie er sagte, für Woquard, aber immerhin. Bis dahin ist hoffentlich alles wieder gut. Ich bin froh, daß er hier ist und nur zum Einkaufen rausgeht. Ich selbst war, glaube ich, seit gut zwei Wochen nicht mehr draußen, außer im Hof, am Briefkasten oder am Mineralwasserkasten. Physiotherapie ist bis zum 22. April ausgesetzt, Ergo bis nach Ostern. Zum Glück weiß ich, welche Übungen ich machen muß und ziehe sie auch durch (überwiegend, hehe). Gut, daß ich sehr gut allein sein kann und mich nie langweile.

Die ZEIT nennt die neuen Corona-Regeln ein Fest für Blockwarte 😀 😀

Vor einigen Wochen hat sich ein Jugendfreund bei mir gemeldet, der mit einer Französin verheiratet ist. Er macht sich große Sorgen. „Wir schauen ja jeden Abend auch die französischen Nachrichten“, schreibt er, „da sieht es ganz anders aus.Teilweise die pure Verzweiflung. Bitte gebt gut auf euch Acht.“

Und hier möchte ich mich seinem Appell anschließen: Bitte passt gut auf! Habt ihr euren Alltagsablauf geändert (freiwillig oder weil ihr mußtet), und wie? Habt ihr Angst?

Da Bloggen nicht ansteckend ist: fühlt euch gedrückt! ❤ 😀

 

Oma#tweetdestages

 

Vorgestern langes Telefonat mit Schwesti gehabt.Beide haben wir das Gefühl, daß Oma in der letzten Zeit sehr präsent ist. Wir denken an sie, wollen sie spontan anrufen, zitieren ihre Aussprüche… und können nicht glauben, daß sie schon seit zwölf Jahren tot ist. Für uns ist sie gefühlt immer noch da, mitten in unseren Leben. Ostern wird es hier bei uns wieder ihren berühmten Sauerbraten geben, mit Rotkohl und Kartoffelklößen (der Prinz hat extra für den Braten einen „slow cooker“ gekauft.) Schwesti macht öfter Omas herrliche Quarktorte. Das Rezept habe ich, und mal sehen, vielleicht mache ich mich Ostern mit Hilfe desPrinzen mal daran ( er nannte sie ebenfalls „Oma“…)

„Home Office“…

Der Prinz darf jetzt auch von Zuhause aus arbeiten. Vorhin, beim Frühstück, sagte er: „Ich geh mal rauf ins Schlafzimmer, ich hab ’ne Telefonkonferenz.“

„Oh super“, sagte ich erfreut. „Dann platze ich da nachher rein und rufe laut: „Schatz, warum liegst du um diese Zeit nackt im Bett?“ (Der Prinz lachte sehr und fand die Idee großartig, aber ich hab’s dann doch nicht getan…)

Übrigens, nochmal der lakritzene Klugscheiß-Modus:

Das Wort „Home Office“ steht in England für das Innenministerium. Das, was „der Deutsche“ mit „Homeoffice“ meint, heißt in richtigem Englisch „working from home“. (Eine ebenso bekloppte Erfindung ist der Begriff „wellness“ -das Wort existiert im Englischen gar nicht.)