Freitags-Füller # 7

FF

Zwei Tage zu spät 😀

  1. Die Kombination von Erdnußbutter und Kirschmarmelade ist für mich unwiderstehlich.
  2.  Winter finde ich sowas von überflüssig.
  3.  Pizza mit Blauschimmelkäse: Leeecker!
  4.  Bei dieser Dunkelheit und Kälte ist es am PC sehr ungemütlich.
  5.  Ich sag besser nicht, daß es gleich vom Prinzen zubereitete Currywurst und Pommes gibt, sonst werde ich die vierbeinigen „Mitesser“ nicht los 😉
  6.   Das Thema Olympische Winterspiele geht mir kom-plett am Arsch vorbei.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ist schon vorbei , morgen habe ich geplant ist auch schon vorbei und Sonntag möchte ich leeeesen !

 

Danke schön, Barbara! (Wie immer, Barbaras Textvorgabe in normaler Schrift, meine Ergänzungen in fett.)

Wer auch füllern möchte: hier

 

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Anstrengender Freitag ;)

Das war der Freitag der Orthese, darlings (die Freitags-Füller  hab ich schon wieder versemmelt, aber die hole ich nach 😉

Am Freitag hatte ich ein Arztgespräch in Mainz (nur aus bürokratischen, nicht aus medizinischen Gründen). Da habe ich hier seit Wochen gewartet, daß das Wetter mild genug wird, um die neue Orthese im Wäldchen testen zu können, aber der Tag in Mainz machte das mehr als wett. Das Haus, in dem der Arzt sitzt, ist verwinkelt und grauslich verbaut, ich habe mich erstmal verlaufen und war da schon ganz schön müde. Zum Glück war der Arzt sehr nett und kam schnell auf den Punkt, so daß ich bald wieder draußen beim Prinzen war. Der Prinz bot mir an, mir einen Chococino (= Cappucino mit Kakao) zu holen. Das nahm ich gerne an. Als er zurückkam, fragte er, ob ich glaubte, bis zum Vapiano laufen zu können 😃  Da war ich mir absolut sicher, logo! Das Mainzer Vapiano gefällt mir von allen, die wir ab und zu heimsuchen, am besten. Es hat eine große Außenterrasse am Rheinufer. Wir saßen aber drinnen, sooo warm ist es ja noch nicht (das wird noch rund dreieinhalb Monate dauern, bis wir hier etwas von der wärmeren Jahreszeit spüren…

Ich aß, wie immer, mein geliebtes Pollo picante, Hühnchenfleisch in Honig-Chili-Sauce. Zum Schluß brach ich mein Fastenvorhaben mit einem Tiramisú (das machen sie dort selbst). Als ich wieder im Auto saß, war ich heilfroh, denn das Bein mit der Orthese dran schien eine Tonne zu wiegen. Der Prinz versicherte mir aber, daß mein Gangbild mit der Orthese runder und flüssiger geworden sei. Ich kann das ja selbst  nicht sehen, aber ich spüre, daß die Orthese das Knie in der Nullstellung abfängt und stützt, so daß es nicht mehr nach hinten durchschlagen kann. Ich habe recht schnell gelernt, der Orthese zu vertrauen und trage sie inzwischen den ganzen Tag.

Damit der kleine Herr Sonntag nicht auf seine „Alleinbleib-Belohnung“ verzichten mußte, tankte der Prinz auf dem Rückweg nochmal schnell einige Tropfen und nahm dem Bärchen eine „Bifi XXL“ mit. Das hat sich als eine gute Strategie gezeigt. Wenn wir oder der Prinz allein weg ist /sind, hat der Mausebär die Aufgabe: “Domi paßt aufs Haus auf!“ Diese Worte kennt er genau, er guckt uns dann noch am Fenster zu, wie wir wegfahren, dann zieht er sich vom Fenster zurück. Wenn wir aber zurückkommen, dann entlädt sich die Anspannung des Wartens gemeinsam mit der übergroßen Wiedersehensfreude in einem gewaltigen Bellkonzert (aka große Schimpf- und Strafpredigt ;)) Die Anspannung muß ja raus, deswegen lassen wir ihn auch schimpfen. Der Prinz hat allerdings eine Strategie entwickelt, wie man das vermeiden kann: indem  man ihm sofort, wenn er die Schnauze zum Bellen öffnet, etwas hineinsteckt. Meist nimmt er Prinz dazu eine Möhre, weil das Bärchen die so gerne ißt. Diesmal war es die Bifi, und auch sie wirkte umgehend 😊.

In der Nacht zum Samstag schlief ich wie ein Stein, nachdem ich meine Muskeln mit Magnesiumgaben  und einer heißen Dusche gelockert hatte.

Trotz des Vapiano-Überfalls zelebrierten wir zu Hause unseren all-freitäglichen Pizza- und Rotwein-Abend.

Jahaaa.. ich weiß… Fastenzeit. Aber dank unseres neuen Haushaltsmitgliedes Artoo, des Entsafters, läuft mein Süßkram-Fasten recht gut. Wenn ich etwas Süßes brauche, entsafte ich mir etwas Obst, also Äpfel und eine Orange. Eine Banane macht den Saft schön sämig und eine Möhre und eine rote Bete geben einen schicken Rot-Ton dazu. Seeehr lecker! Damit kann man glatt eine Mahlzeit ersetzen, so satt macht das.

 

 

Prost, Papa!

Heute ist der 76. Geburtstag meines Vaters. Ich bedaure, daß ich keinen „43“, also „Quarenta y tres“, den leckeren spanischen Likör, im  Haus habe. Papa mochte den sehr und durch ihn habe ich dieses leckere Gesöff kennen-und liebengelernt. Gerne hätte ich meinem tollen Vater zu seiner Wolke hinaufgeprostet, er hätte sich sicher gefreut und gelacht. (Kurz nach seiner Beerdigung bin ich damals (allein) zu seinem Grab gegangen und habe eine kleine Flasche 43 darüber ausgegossen und lange mit ihm gesprochen.) Schieflachen würde er sich  heute wohl darüber, daß der „43“ bei Jugendlichen  ein Modegetränk geworden ist – mit Milch. (Ich habe es probiert – schmeckt gut!) Papa hätte sich abgerollt. 😀

Mir fiel dazu noch der alte Trinkspruch ein, den er in Spanien gelernt hatte: „Salud, amor y pesetas!“ (Heißt: Gesundheit, Liebe und Geld!“). Papas spanische Freunde haben ihm gleich noch die Ergänzung beigebracht: „Salud, amor y pesetas…y mujeres con gordas tetas!“ (heißt:.. und Frauen mit großen **** Na, ihr wißt schon, viel Holz vor der Hütt’n :))))) Papa machte immer Individual-Urlaube, er fuhr oder flog einfach los, Hauptsache, es war Spanien (seine Seelenheimat, so wie es England für mich ist.) Da er fröhlich, offen und kontaktfreudig war, lernte er schnell überall Menschen kennen, von denen er natürlich viel Umgangssprache aufschnappte, die er mir weitergab. Ich kenne eine Menger spanischer Beschimpfungen. Und ich vermisse ihn irrsinnig. Aber dafür spreche ich sehr oft mit ihm.

Last before Lent und Tod des Häuschens

Wie ich schon  schrub,  wollen der Prinz und ich, bevor die Fastenzeit startet, essenstechnisch nochmal schön zuschlagen.  Da wir das nicht per Besaufen und verkleidet Rumhüpfen tun,  besuchen wir mal wieder das chinesische Restaurant einige Dörfer weiter, in dem wir ewig nicht mehr waren. Dank unseres neuen Hausgenossen Artoo wird es in den nächsten 40 Tagen viele gesunde smoothies (ich nenne sie „Schmusis“) geben. Die Engländer nennen dieses letzte Zuschlagen vor dem Fasten „last before Lent“ – das letzte vor der Fastenzeit. Und nebenan steht hinter dem Häuschen schon der Bagger bereit, morgen wird es hier wohl laut werden. Soo schade um das Schnuckelhäuschen, Renata hat recht, ich hätte Fotos machen sollen.

Mag ik mal even voorstelen?

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Das ist Artoo, unser neues Haushaltsmitglied. Er heißt „Artoo“, wie die Geeks unter euch vermutlich schon erraten haben, weil er in seiner Form an R2D2 erinnert (bis auf den langen „Hals“ jedenfalls).

Einen Entsafter wünschen wir uns schon länger. Am Samstag habe ich mich in Mannheim mit einer früheren Kollegin von der Uni getroffen. Wir Mädels haben uns im Stadthaus N1 in einem Café bei Latte Macchiato und Himbeersahnetorte niedergelassen. Der Prinz ergriff klugerweise die Flucht und schaute sich bei Engelhorn Sports um 😀 Dort hatten sie eine Fruchtsaftbar aufgemacht. Der Prinz trank mehrere frisch gepreßte O-Säfte mit anderem Obst drin und war begeistert.Er setzte mich zu Hause ab und machte sich sofort auf die Suche nach einem Entsafter, der praktisch und nicht so teuer ist, daß wir uns in die Sklaverei verkaufen müssen 😉  Der kleine Artoo von Philips gefiel ihm auf Anhieb, und so zog der Keine bei uns ein (bei Philips hat er natürlich nicht so einen coolen Namen ; )) . Der Prinz kaufte – im Hinblick auf die kommende  Fastenzeit – gleich eine größere Menge an Äpfeln, Orangen und Ingwer. „Das wird eine gesunde Fastenzeit!“ sagte er erfreut. Darauf freue ich mich auch.Vermutlich werden wir aber morgen essenstechnisch nochmal lecker zuschlagen, der Prinz hat chinesisch vorgeschlagen. Das hatten wir auch schon lange nicht mehr, ich freue mich darauf.

Übrigens ist Artoo für mich super gut mit einer Hand zu bedienen, das freut mich so!  Der Prinz hat vorgeschlagen, daß er mir Orangen und eine Zitrone abends schält und in einen Frischhaltebeutel verpackt, damit ich sie morgens zum Entsaften nutzen kann. Äpfel, wenn sie klein genug sind, kann man ganz in den Schacht einlegen. Artoos Motor ist erstaunlich leise. Der kleine Herr Sonntag fand es nicht in Ordnung, daß seine geliebten Möhrchen ebenfalls in dem merkwürdigen Brummding verschwanden. (Nach einer Scheibe Schinken war es aber dann doch ok 😉 ) Inzwischen habe ich einen Lieblingssaft: Apfel-Orange-Ingwer!

 

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Siebzehn Jahre!

Boaaaahhh… pappsatt bin ich heute Abend, my dearies, denn der Prinz hat soo lecker gekocht – wir feiern heute unseren 17. Jahrestag. (Siebzehn Jahre hält dieser tapfere Mann es schon mit mir aus, her mit den Orden!)

Er hat ein wunderbares Hühnchengeschnetzeltes  mit Weißwein-Sahnesoße gezaubert, dazu  haben wir in der Küche noch eine Flasche Scheurebe entdeckt (es ist Jah-ren-den her, daß ich freiwillig Weißwein getrunken habe!). So haben wir schön den Tisch gedeckt, mit Kerzen, wie sich das gehört, und ich habe beim Trinken viel an Oma und Opa gedacht, die sehr gern Scheurebe und Morio Muskat getrunken haben (die ich ihnen bei meinen Heimatbesuchen immer vom Winzer mitbrachte). Dem Bärchen zuliebe feiern wir zu Hause, nicht im Resto.

Jedenfalls: Es ist heute 17 (sieb-zehn) unfassliche Jahre her, daß der Prinz und ich uns bei diesem Seminar in diesem Kloster begegneten und – *Rumms* die große Liebe über uns hereinbrach. Und: Wir haben das Glück, daß die Liebe immer noch sehr groß ist.

❤ Happy Anniversary to us!  *Tröööt* *Konfetti schmeiß* 😃

Petras Fragen # 17

Diesmal ist Petras Frage schon einige Tage alt, sie hat sie bereits an Altweiber gestellt. Trotzdem sag ich natürlich etwas dazu.

Heute ist Weiberfastnacht – ihr wisst, dass ich Karneval- und Faschingsverweigerer bin.

Feiert ihr die tollen Tage?

NEIN. Wir ergreifen, wenn irgend möglich, die Flucht. Glücklicherweise sind wir uns da einig, daß wir zwangslustige Massenveranstaltungen, die ein Vorwand zum Besaufen sind, gruselig finden und sie vermeiden, wo es nur geht.

Außerdem überfordert mich das Ausmaß des Fremdschämens beim Anblick schrill kichernder, besoffener Frauen, die fremde Männer anfallen, um sie abzuknutschen*buääh*.

Als ich noch in der Uni arbeitete, hatte ich außen an der Tür meines Büros ein Schild mit der Aufschrift „Karnevalsfreie Zone!“ Leider hielt das, vor allem an Altweiber, die kichernden, mit Schere bewaffneten Kolleginnen nicht davon ab, „Ahoi!“-rufend hereinzustürmen, um zu sehen, ob sie meinem Chef die Krawatte kaputtmachen könnten. Mein kluger Chef aber, gebürtiger Bremer,  kam an diesem Tag sowieso ohne Schlips ins Büro.

Im letzten Jahr lief im Nachbardorf tatsächlich ein Mann in einem Plüsch-Hasenkostüm über die Straße!!!! Einself!!!!

Also, ein Bier oder Glas Wein oder Sekt sollte sich jeder gönnen dürfen. Wenn aber jedes Feingefühl für Peinlichkeit und Geschmacklosigkeit vom Alkohol ersäuft wird, dann ist für mich die Grenze erreicht.

Als Kind fand ich Karneval natürlich toll. Wir „gingen“ als die klassischen „Cowboy und Indianer“ und hatten viel Spaß am Karnevalszug. Ich haßte nur die Konfetti-Kanone, weil sie so laut knallte (das war möglicherweise schon ein Hinweis auf meine heutige Hyperakusie). Nach dem Zug ging es zu Oma, die ihre Quarktorte und „Karnevalskissen“ gebacken hatte. Diese Kissen waren einfaches Fettgebäck, wie Berliner, nur eben nicht rund, sondern viereckig. Da der Teig, im heißen Fett schwimmend, aufging, nahmen die kleinen Vierecke die Form von Kissen an. An Silvester machte Oma die auch immer.

Als ich in die Teenie-Jahre kam, traf ich mich mit Schulfreunden oder sonstigen Bekannten beim Umzug, die oft Appelkorn dabei hatten. Appelkorn war in den 70er Jahren mal schwer „in“, erinnert sich jemand von euch daran? (Berentzen natürlich ;))

Als ich 1982 mit dem Exgatten von Nordrhein-Westfalen nach Rheinland-Pfalz zog, konnte ich es nicht fassen, daß hier am Rosenmontag gearbeitet wird, und das, obwohl ich damals schon längst kein Karnevalsfan mehr war.  Am Rosenmontag schlossen bei uns in NRW  die meisten Geschäfte um zwölf Uhr, da hatten wir schulfrei, am Veilchendienstag ebenfalls.

Heute finde ich das Karnevalsgedöns nur furchtbar und peinlich. Mit dem ursprünglichen kirchlichen Fest hat es  sowieso jede Verbindung verloren. Außerdem habe ich, wie ich finde, jede Menge Humor. Ich lache sehr gerne und viel. Aber mit aufgezwungener und durch Alkohol hervorgerufener Zwangslustigkeit kann ich gar nichts anfangen. Zum Glück ist der Prinz da genauso gestrickt. In den letzten Jahren sind wir über die Gruseltage einfach nach Norden in die zweite Heimat gefahren. Aber das war immer noch viel zu kalt. Deswegen hat sich der Prinz dieses Mal einfach die Gruselwoche freigeschaufelt und wir machen es uns zu Hause kuschelig. Die Therapien fallen aus, weil meine klugen Therapeuten auch Flucht-Urlaub eingereicht haben 😃 Der Prinz und ich planen, leckere Sachen zu kochen und gute Filme zu sehen. Ach ja, ich werde mir was Gutes tun und in der Fastenzeit die Finger vom Süßkram  lassen.

Isch abe fertig. 😉