Ideen-Sex (Lese-Empfehlung/E)

Na, da bin ich ja mal auf die Anzahl der Klicks für diesen Beitrag gespannt, bei der Überschrift 😀  😀 😀

Seit vier Tagen, my darlings, habe ich ein neues Trainingsprogramm, das mir gut tut und viel Spaß bringt.

Ich verdanke dieses Programm dem Unternehmer, „Selbsthilfe-Guru“  und Autor James Altucher und seinem genialen Buch  „Choose yourself!“, das Tante Amazonien mir für mein Kindle zum Hineinschauen empfohlen hatte. Zum Glück bin ich dem Hinweis gefolgt, denn das Buch ist ein echtes Plus für mich.

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So gibt er zum Beispiel Tipps, wie man in den entscheidenden drei  Lebensbereichen der Gesundheit – physisch, emotional und mental – fit bleiben kann (Kursive Bemerkungen sind meine persönlichen Kommentare):

Versuche, jede Woche um ein Prozent besser zu werden:

  • Physisch:

Gut schlafen

(zum Glück ist das Physio- und Ergo-Training anstrengend für mich, so daß ich abends gut ein- und die Nacht fest durchschlafe.)

Gut essen (najaaa…ich futtere zuviel Süßkram…)

Sport treiben… (Die Reha-Trainingseinheiten powern mir den gesamten Körper durch,  ich mache sie jetzt täglich, obwohl ich nicht der disziplinierteste aller Menschen bin!)

Emotional:

Lasse in deinem Leben nur Menschen zu, die dich lieben, achten und respektieren. Ignoriere die anderen. (In dieser Hinsicht habe ich  dank des Hallamati bereits gründlich ausmisten können, zuerst im Freundes- und Bekanntenkreis („Arschlochfilter“), und jetzt auch in der Familie. Egal wo und wer – Kontakte mit Menschen, die mir nicht gut tun, breche ich rigoros ab.)

Wie James es im Buch erklärt:

When you get in the mud with a pig, the pig gets happy and you get dirty“.

Die großartige Michelle Obama formulierte das einmal so:

When they go low, we go high!“

 

Mental:

Schreibe jeden Tag zehn neue Ideen auf (Egal, ob es blöde oder tolle Ideen sind – schreib sie auf, das trainiert deinen „Ideen-Muskel“, der dir in einer Notlage vielleicht einmal helfen kann, wenn du eine Lösung brauchst.

Zu meinem größten Erstaunen klappt das tatsächlich! Gestern, also am dritten Tag, explodierte mein Kopf schier vor neuen Ideen.  Einige betreffen meine Praxis, aber nicht nur, und bei einigen muß ich noch etwas Recherche betreiben, wie ich es anstellen könnte, sie umzusetzen. Es ist erstaunlich: Der Muskel-Vergleich ist wahr. Ist der „Ideen-Muskel erst einmal warm, läuft er hoch.

Wenn du dich verunsichert fühlst, sage „ Ich spüre, daß ich [Dieses Gefühl] habe“. – das gibt dir etwas Distanz dazu. ( Auch hier bin ich zum Glück gut dran, denn Zukunftsängste und Ähnliches habe ich gar nicht, weil ich weiß, daß ich immer klarkommen werde- auch dank des Prinzen und meiner großartigen Geschwister).

An mindestens eine neue Sache denken, für die ich dankbar bin.

Dann sagt James: „Have Idea-Sex – let your ideas have sex. Das heißt, kombiniere deine Ideen, ruhig auch alte mit neuen, damit weitere Ideen entstehen. BÄM – funktioniert! In einige Ideen werde ich noch Zeit und (Recherche-)Arbeit stecken müssen, in andere vielleicht auch „Startgeld“. Aber dafür habe ich ja meinen Job. Es macht soooo viel Spaß!

Also: dicke Lese-Empfehlung! Macht einfach Spaß und motiviert! (Das Ziel „Jede Woche um ein Prozent besser werden scheint gut machbar – es frustriert einen also nicht. Jedenfalls mache ich meine Reha-Übungen jetzt sogar mit Spaß und bin motiviert!)

Malou!

Erwähnt hatte ich sie ja schon kurz, darlings: die süße Malou, ein Mix aus Jack Russell-Terrier und Beagle. Sie gehört den Nachbarn hier und kommt täglich vorbei, um nach Eßbarem zu schauen (denn hat die typische Verfressenheit des Beagle geerbt). Malou ist durch  und durch fröhlich und freundlich, einfach bezaubernd, und sie kann sich so sehr freuen, daß man sich mit ihr freuen muß, denn sie lacht über ihr ganzes hübsches Gesicht und wedelt so heftig, daß ihr gesamter  Körper mitwackelt. Es ist ansteckend fröhlich. Der kleine Herr Sonntag hatte von der ersten Minute an keine Chance. Malou überrollte ihn förmlich mit ihrer Freude, als wir ankamen, und sofort tobten beide wild über die Wiese vor dem Haus. Jetzt kommt Malou jeden Morgen und holt ihn zum Spielen ab ❤.

Das ist Malou:

malou

Und hier toben die zwei:

MHS

Unsere  Ferienwohnung war früher die Tenne des Hofes, daher ist das Fenster im Wohnzimmer tief angebracht, weil diese Wand nicht so hoch ist wie übliche Normwände . Das heißt, daß Herr Sonntag mühelos seine Vorderpfoten auf die Fensterbank legen und hinausschauen kann (unser Hund ist ein Fensterrentner!). Er tut das immer, wenn wir Malou erwähnen, dann guckt er, ob sie draußen ist ❤ . Streit gibt es, wie gesagt, nur, wenn sie seinen Futternapf „reinigt“.

Heute früh  (Erzählung des Prinzen): Malou sitzt vor der Haustür und fiept nach ihrem neuen Freund. Herr Sonntag setzt sich vor das Bett, starrt  den schlafenden Prinzen an und fiept ebenfalls, unterstrichen mit „Whff“ ( so ein Prusten durch die Lefzen, Hundebesitzer kennen das). Prinz öffnet mühsam die Augen, Herr Sonntag fiept sehr aufregt und tänzelt unruhig umher („Malou ist draußen, du mußt mir ganz schnell die Tür aufmachen!“)  Ich schlief noch fest und bekam das nur wie von weit her mit. Wach wurde ich erst, als aus dem Wohnzimmer das Bellen erklang, das er nur macht, wenn der Prinz ihm sein Geschirr anlegt. Ich dachte, die beiden wollten eine Gassi-Runde drehen, aber als ich in die Küche wankte und nach Kaffee suchte, war der Kleine schon wieder drin. Der Prinz hatte ihn zu Malou hinaus gelassen und die beiden hatten getobt. Natürlich hatte Malou seinen Abendessen-Rest verputzt. Sein Geschirr trug er aber, darauf besteht der Prinz für den Fall, daß Herr Sonntag mal verloren gehen sollte. Denn am Geschirr hängt die Plakette mit seinem Namen und der Handynummer des Prinzen.

Wir sind froh, daß es die fröhliche kleine Malou hier gibt und Herr Sonntag so auch mal „hündischen“ Sozialkontakt hat. Zu Hause sind die anderen Hunde ja meist entweder hinter einem Zaun oder an der Leine. Und da diese Wohnung hier in mehrerer Hinsicht ideal für uns ist (ebenerdig, näher an Oldenburg als die bisherige), werden wir in Zukunft wohl häufiger hier sein.

Unterirdisch

… ist das Wetter hier, my dearies – bei euch auch? Nuja, es ist eben April – kalt, windig, grau und naß wechseln sich mit Sonnenschein ab. Aber die Sonne lügt! Optimistisch fuhren wir gestern trotzdem nach Oldenburg hinein, aber Spaß machte das nicht. Nur der kleine Herr Sonntag freute sich.  Er findet es toll hier. Außer natürlich, wenn Malou, die süße Nachbarshündin (Jack Russell X Beagle) kommt und ihm sein Futter wegfrißt, das vom Vorabend noch da steht und das er eigentlich in Ruhe frühstücken wollte 😃 Wir besuchten Edda in der Schmiede, die erst Herrn Sonntag, dann uns um den Hals fiel, und machten mit ihr was zum Abendessen aus.

Es plästerte den ganzen Tag vor sich hin, und wenn es mal aufhörte, war der Wind schneidend kalt. Wir wohnen auf einem Bauernhof, hier stört das Wetter also niemanden, die sind alle abgehärtet hier 😉

Seit ich Weihnachten 2015 in der Ferienwohnung in Detern  stürzte  und mir das Handgelenk brach, waren wir nicht mehr hier. In der Stadt hat sich einiges verändert, was Geschäfte betrifft. Einige sind gar nicht mehr da oder machen jetzt ganz was anderes. Aber alle sind heftig im Oster-Modus.

Johannes, dem der Hof hier gehört, hat auf einem kleinen Feldstück hinter den Ställen schon einen riesigen Haufen Brennmaterial für das Osterfeuer angehäuft, heute Abend um 19.30 geht es los. Wir sind eingeladen und gespannt, was Herr Sonntag dazu sagt.

Übrigens habe ich hier in der Wohnung doch noch eine Ecke gefunden, in der ich Internetempfang habe: Auf dem Sofa am Fenster. Allerdings muß das Schlepptop dazu auf dem Couchtisch stehen und ich sitze entweder sehr unbequem vorgebeugt und kann nicht atmen oder ich tippe Texte am Küchentisch und ziehe zum Veröffentlichen in die Sofa- Ecke rüber. Am Küchentisch tippen geht ganz gut, denn da kann ich auf meinem Ballkissen sitzen (trainiert die Rumpfmuskeln).

Gestern Abend holten wir Edda ab, um unser inzwischen zur Tradition gewordenes Essen Im Vapiano zu genießen. Edda ißt, wie wir, sehr gern bei Vapiano, geht aber nicht allein hin. „Ohne euch ist das nicht richtig“, lacht sie immer. Uns geht es allerdings genau so. Unser gemeinsames Anstoßen auf unsere Freundschaft, das gehört einfach dazu. Wenn der Prinz und ich in einem anderen Vapiano essen (zum Beispiel in Mannheim, an unseren Geburtstagen), fehlt sie uns, dann schicken wir ihr immer eine SMS: „Sitzen in XY bei Vapiano und denken an dich❤ !“  Das freut sie immer sehr.

Das war jetzt ein etwas wirrer Bericht, aber wir sind ja noch etwas hier, das sortiert sich noch *fg* Ich wünsche euch und euren Lieben schon mal schöne Ostern!

Laaaahmarschig

… bis gar nicht vorhanden ist die Internetverbindung hier, darlings. Ich habe den Töle-komm-Stick dabei, den ich im letzen Urlaub hier in Leer gekauft hatte, aber man kann den Seiten entweder beim Aufbauen zugucken und dabei Socken stricken oder die Verbindung bricht gleich ab. Deshalb wird während des Urlaubs vermutlich eher weniger Neues hier erscheinen *genärft kuck*

Der Backofen mit Fell

darlings,

gestern Abend (Sonntag) kamen wir hier auf unsrem Ferienhof in Barßel bei Oldenburg an, bei herrlichstem und superwarmem Sonnenschein. Heute ist es leider sehr kalt, mit schneidendem Wind ☹.

Da sie uns in Harkebrügge als Mieter ja nicht mehr wollen (es sei denn, wir kommen ohne Hund, und da können sie warten, bis die Hölle zufriert), haben wir hier auf dem kleinen Bauerhöfchen eine supertolle Ferienwohnung gefunden, die ideal ist: völlig ebenerdig, gemütlich und hochwertig eingerichtet , landschaftlich herrlich gelegen und passend zu unserem Budget (uuund: niedriger Einstieg in die Dusche! Yay für mich!). Als wir ankamen, waren die Vermieter noch unterwegs, aber der Schlüssel steckte von außen, so daß wir schonmal einziehen konnten. Die Tochter war gerade kurz da, weil sie nach ihren Westernpferden sehen wollte, die noch auf dem elterlichen Hof stehen (und um die der kleine Herr Sonntag einen großen Bogen machte). Sie begrüßte Herrn Sonntag enthusiastisch und erzählte, daß ihr Hund Bobby im letzten Oktober mit 18 Jahren an Krebs gestorben sei. Das tut uns sehr leid, denn Bobby war ein freundlicher kleiner Kerl, den wir gern mochten. Der kleine Herr Sonntag fand alles hier ungeheuer aufregend, sowohl die Wohnung als auch den Hof. Nur die Kühe, die dem Nachbarn gehören und die jedes Jahr hier in der Scheune überwintern, waren ihm unheimlich. Er kam aus dem Schnuppern gar nicht mehr heraus und flitzte mit breitem Lachen übers ganze Gesicht wie angestochen hin und her. Alles sooo spannend! Er spürte natürlich auch, daß der Prinz und ich entspannt waren und uns freuten, hier zu sein (vor allem, als die bestellte Pizza kam und der Prinz die mitgebrachte Flasche Syrah geöffnet hatte).

Heute nach dem Frühstück zeigte der Prinz dem kleinen Herrn Sonntag den Hof, hatte aber nicht bemerkt, daß die Kaninchen der Tochter in ihrem (ausbruchsicheren) Freigehege neben der Pferdekoppel unterwegs waren. Bei Herrn Sonntag brach natürlich der Jagdinstinkt des väterlichen Galgo-Anteils durch. Er rannte wild bellend um das Gehege und war völlig taub für die Rufe des Prinzen. Die Karnickel sind Hunde gewöhnt, sie kennen Bobby und Malou, die kleine Hündin der Nachbarn. Auf Herrn Sonntags Radau reagierten sie höchstens mit Klopfen auf den Boden.

Der Prinz hatte sich gestern Abend beim Rennen mit dem Mausebären einen Muskel gezerrt und kam humpelnd ins Haus, um den Stofflöwen zu holen, den das Bärchen zu Weihnachten bekommen hat (und der natürlich mit in den Urlaub mußte).

„Der Kerl hört wie ein Backofen!“ sagte der Prinz genervt. (Das ist eine Redensart in seiner Heimatstadt für Kinder, die ungehorsam sind.)

Mit dem Löwen lenkte er den Kleinen soweit von den Kaninchen ab, daß er ihn anleinen konnte. Dann gab es eine Standpauke für Herrn Sonntag, in der er dem Kleinen klar machte, daß „Komm“ nicht nur ein Zufallswort ist, sondern eines, das hundeseits eine Reaktion erfordert. Danach strafte er den Kleinen für den Rest des Tages mit Ignorieren. Das war eine harte Strafe für den Mausebären, die er aber sehr offensichtlich  genau verstand.

Leicht fiel es dem Prinzen nicht, das war deutlich zu sehen. Denn der kleine Herr Sonntag kann sehr, sehr flehend gucken mit seinen großen braunen Kulleraugen.

„Jaa, du brauchst gar nicht so zu gucken!“ sagte der Prinz jedes Mal, wenn ihn der bittende Hundeblick traf, „du Backofen mit Fell und Ohren-Attrappen! Wenn ich „Komm her“ sage, dann mußt du kommen, das ist wichtig! Wenn  mal ein Auto auf dich zufährt, kann das dein Leben retten!“ Der Mausebär seufzte dann tief auf und legte sich ergeben wieder auf die Couch. Obwohl der Prinz recht hatte, tat mir der Kleine doch leid. Dem Prinzen aber auch, denn heute Abend ließ er sich endlich von der Reumütigkeit des Bärchens erweichen und nahm die ihm dargereichte Pfote an. (Es ist nicht zu fassen, wie herzerweichend sich unser Hund entschuldigen kann!) Der Prinz war mindestens so froh wie der Mausebär selbst, als er den Kleinen wieder knuddeln und zwischen die Ohren küssen konnte!

Morgen planen wir, unsere Freundin Edda zu besuchen, ich freue mich schon sehr. Micia und Pippi sind in der Obhut unserer Vermieter bestens aufgehoben, die jeden Tag zum Füttern ins Haus kommen. ( Die Damen sind draußen, bekommen aber drinnen zu essen, ganz nobel). Da können wir also ganz beruhigt sein. Ach ja- hier gibt es auch einen Kater namens Louie (der aber Hunde verhaut, mal sehen!)

Wie Schrödingers Katze

fühle ich mich gerade, darlings – zumindest fast. Zwar bin ich nicht gleichzeitig tot und lebendig, aber ich freue mich gerade sehr und bin gleichzeitig sehr traurig.

Der Grund: Einer meiner beiden Lieblingsonkel (der jüngere Bruder meines Vaters, der Mittlere von drei Söhnen, mein Vater war der Älteste) hat mir gerade diese Ausgabe der Tagebücher von Samuel Pepys  geschenkt, die kompletten elf Bände. Ich liebe Pepys, den ich ohne diesen unglaublich gebildeten Onkel vermutlich nie  kennengelernt hätte. Was mich traurig macht daran: Es ist kein Geschenk, sondern ein Nachlaß. Denn der Onkel hat eine lebensbedrohende Krankheit. Er weiß, daß er nicht mehr viel Zeit hat, und seine Bücher sind sein Ein und Alles. So schaut er jetzt schon, daß sie in liebevolle Hände kommen, bevor sie in einem Ramsch-Antiquariat landen. Er besitzt etliche Erst- und Sonderausgaben.

Um meine Anglophilie wissend, bot er mir seine englischsprachigen Schätze an. Dazu gehören neben dem Pepys auch besondere (komplette) Taschenbuch-Reihen von Agatha Christie und Dorothy L. Sayers, die mein Bruder zu meiner Geburtstagsfeier mitbrachte, eine große Kiste voll (Bruder wohnt in der Nähe des Onkels und hilft ihm beim Sortieren).

Wiedersehen werde ich ihn wohl erst, wenn er seinen bereits geplanten und organisierten Aufenthalt im Hospiz antritt. So lange sind wir per Mail in Kontakt. Da die Krankheit seine Lunge angreift, bekommt er kaum Luft und kann daher nur wenig sprechen/telefonieren. Besuch ist ebenfalls zu anstrengend für ihn. Trotzdem geht er sehr nüchtern und sachlich mit der Situation um. Was kann ich sagen? Ich werde seine Bücher in Ehren halten.

Schrödingers Katze.

P.S.: Ich möchte auf diese Shakespeare-Ausgabe sparen. Mal sehen, ob es was wird.

Ganz viele Fragen (Achtung, lang!)

Ist es bei euch zur Zeit auch so wunderbar ruhig, darlings? Eigenartig – die Natur explodiert förmlich, aber unser Leben ist ganz still. Deswegen ist es hier im Blog auch ruhiger als sonst… Unser Leben ist wohltuend ereignislos und beschaulich, die Tage plätschern sonnig und ruhig  dahin, ich bin wunderbar „entschleunigt“ und kümmere mich in Ruhe um meine therapeutischen Trainingsprogramme  ( = Muskelkater! 😊 ) und schaue abends mit dem kleinen Herrn Sonntag „Grace and Frankie“  oder Dokus mit dem Prinzen auf Netflix.

Da ist auch mal wieder Zeit für einige Stöckchen-Fragen, zumal es dabei auch um Hunde geht! Der berühmte Blogger-Kettenbrief „Liebster Award“ flog zwischen Anja mit Sheltie Aik und Sandra mit meinem geheimen „Neben-Herrn-Sonntag-Liebling“ Charlie hin und her. Da sich die Fragen zum Teil  mit Hunden beschäftigen, habe ich sie für mich beantwortet und lege sie hier ab für jeden, der auch Spaß daran hat:

Das sind Aiks (also Anjas) Fragen:

Wie kamst du auf den Namen deines Hundes?

Der Mausebär hieß bereits „Domingo“, als wir ihn im September 2015 von seiner Vorbesitzerin nach deren Scheidung übernahmen (sie hat übrigens nie wieder nach ihm gefragt…). „domingo“ ist das spanische Wort für „Sonntag“. In dieser Zeit schrieb Uli Stein oft von dem Goldendoodle-Welpen gemeinsamer Freunde, den er „Der kleine Herr C“. nannte. Das gefiel mir sehr, so daß aus Domingo „Der kleine Herr Sonntag“ wurde. Meist sagen wir einfach „Domi“ oder „Dom-Dom“. Der Prinz nennt ihn auch „Schatz“ oder „mein Großer“, bei mir heißt er „Bärchen“ oder auch “Schnauzebär“ (Nein, das ist mir nicht peinlich, ich stehe dazu!). Seinen vollen Namen rufen wir nur, wenn er mal wieder Brokkoli in den Ohren hat und etwas Nachdruck braucht.

Was liebst du am meisten am Bloggen?

Die tollen Freundschaften und Bekanntschaften, die sich in den Jahren ergeben haben. Etliche Blogger haben der Prinz und ich  ja auch schon persönlich getroffen, das liebe ich besonders. (Ende April kommt uns Paxianer besuchen – Juhuuuuuuu! \o/ ). Außerdem mag ich die „Tagebuch-Funktion“, bei der ich mich an vieles wieder erinnere. Kürzlich stöberte ich in alten Einträgen hier und fand einen, in dem ich begeistert über Erdnußbutterbrote mit Kirschmarmelade geschrieben hatte.  Der Prinz und ich  haben beide „Wunderlist“, ich trug also im Einkaufszettel, der auch darüber läuft, „Erdnußbutter und Kirschmammalade““ ein und konnte schon am gleichen Abend  leckere PBJs essen 😃 – ich toaste das Brot allerdings, ist viel appetitlicher.

Das, was du an deinem vierbeinigen Freund am meisten liebst und was dich doch manchmal nervt?

Ich liebe es, wenn er sich klammheimlich zu mir ins Bett schleicht und sich in meine Kniekehlen kuschelt. Es nervt, wenn er das im Winter tut und dabei mit dem Kopf die Bettdecke hochwirft, so daß ein dicker Schwall kalter Luft einströmt (vor allem, wenn die heißen Körnerkissen gerade alles schön  durchgewärmt haben).

Was sind deine liebsten Blogthemen,über die du oder andere schreiben?

Bei anderen weiß ich’s nicht so – ich schreibe gern über Dinge, die ich erlebe und die mir Freude machen, zum Beispiel unsere Spontan-Ausflüge oder über Bücher.

Liebe geht durch den Magen! Was servierst du deinem Hund zu einem besonderen Anlass?

Der Mausebär bekommt zu besonderen Anlässen (wenn er Geburtstag hat oder länger allein geblieben ist) Fleischwurst oder eine Portion Rinderhackfleisch oder eine Packung Kaustreifen, Geschmacksrichtung „Pansen“.

Welche Orte oder Städte würdest du gerne als nächstes mit deinem Hund bereisen? Strand oder lieber doch Berge?

Mit den Bergen muss ich noch warten und etwas länger geduldig trainieren 😃

Aber im nächsten Monat sind wir für zwei Wochen im geliebten Oldenburg  \o/ , da werden wir auch an die Nordsee fahren und mit dem Mausebären an den Hundestrand gehen.Städte: Ich habe große Sehnsucht , mein geliebtes London wiederzusehen und würde es dem Prinzen so gern zeigen. Aber da muß ich noch besser gehen können ( -> U-Bahn!).

Es geht auf einen laaaaangen Spaziergang, was hast du alles für dich und einen Hund dabei?

Das Wichtigste ist Wasser, für uns alle. Der Prinz hat vor einer Weile dem Mausebären diese geniale Flasche besorgt, die ist immer dabei. Kotbeutel ebenfalls. Und das Liegekissen für den Kleinen, falls wir unterwegs in einem Café haltmachen ( also fast immer.)

Welche Situation gab es in der du deinen Hund hättest knutschen können? Wann war er einfach mal so brav, dass dein Stolz kaum in Worte zu fassen war?

Auch ohne besonderen Anlaß ist unser Mausebär wohl der meistgeknutschte Köter Deutschlands – und ich glaube nicht, daß ihm jemand diesen Titel streitig machen kann 😃 😃 😃

Deine drei liebsten Hundebücher-Egal, ob Roman oder doch ein informatives Lehrbuch.

Bei Romanen fällt mir „Die gelbe Dogge Senta“ von Paul Eipper ein, das Buch habe ich oft gelesen, wie alles von Eipper. Dann sind da noch die wunderbaren Hunderomane von Hans G. Bentz, wenn ihr die mal im Antiquariat entdeckt, schlagt sofort zu!

Weiter: ein Sachbuch, nur indirekt über Hunde: „Der Wolf – Mythos und Verhalten“, geschrieben vom wunderbaren und sehr liebenswürdigen Erik Zimen.

Jetzt kommen noch Fragen von Sandra (Charlie) selbst:

  1. Wie lange bloggst du schon?

Das weiß ich nicht genau, es sind Jahre. Ich schätze, ich habe zu Beginn der 80er Jahre damit begonnen.

  1. Treibst du Sport mit deinem Hund, wenn ja, welchen?

Nein, denn ich bin noch nicht wieder ganz soweit, aber für diesen Sommer ist Hoopers geplant. (Peinlich – das wollten wir schon letzten Sommer machen, ist aber im Alltagsgedöns untergegangen!).

  1. Wie bist du auf den Hund gekommen?

Ein Hund war schon mein Herzenswusch, so lange ich mich erinnern kann. Der kleine Herr Sonntag kam durch die Vermittlung unserer Freundin Carry zu uns, die den hiesigen Gnadenhof leitet und die ehrenamtlich im Tierheim mitarbeitet (er ist ein Scheidungshund und Carry wollte ihn vor dem Tierheim bewahren).

  1. Warum hast du mit dem Bloggen begonnen?

Für mich war es eine Erweiterung des Tagebuchs, mit dem ich begonnen hatte, als ich 16 war. Zudem schreibe ich gern, es strukturiert meine Gedanken.

  1. Was sind deine liebsten Blogthemen, über die du oder andere schreiben? (diese Frage muss ich ebenfalls stellen  )

Am liebsten schreibe ich über unsre Erlebnisse im Alltag. Mein Eindruck bei vielen anderen Bloggern ist, daß sie gern darüber bloggen, was sie heute kochen wollen oder gestrickt haben (mit Fotos dazu) oder daß das Baby die Windel gefüllt hat (und wie die Füllung aussah). Da klicke ich ganz schnell weg.Am schlimmsten sind für mich aber Gedichte, vor allem die „Reim dich oder ich freß dich“ – Sorte, ohne jedes Versmaß.

Beispiel:

Es hat geschneit!

Zum Glück haben es die Kinder zum Schlittenberg nicht weit.“

(Nein, das gibt es nicht wirklich, das ist nur ein Beispiel, das ich mir gerade ausgedacht habe 😉 )

 

  1. Was ist das Lustigste, das du mit deinem Vierbeiner erlebt hast?

Oh, das kann ich nicht sagen – der Mausebär gibt uns sooo viel Anlaß zum Lachen, die Katzen auch, da müßte ich ständig am PC sitzen, um das aufzuschreiben.

  1. Hat dich dein Hund / Haustier schon einmal richtig blamiert?

Offen gesagt, tut er das bei jedem Spaziergang, wenn wir Hündinnen begegnen. Bei Mädels verwandelt sich unser sanfter Mausebär nämlich in die berühmte Axt im Walde und markiert den dicken Max. Paaaainlich!  Wir entschuldigen uns dann immer bei den Besitzern, aber die lachen meist nur, zum Glück.

  1. In welchem Film könnten du und dein Hund die Hauptrolle spielen?

Lassie oder RinTinTin vielleicht, aber ich bin zu alt für den menschlichen part und beim Mausebären paßt die Rasse nicht….

  1. Wie gehst du mit Kritik zu deinen Blogbeiträgen um?

Für mich macht der Ton die Musik. Wer pöbelt, wird gelöscht und blockiert. Ich bin keine Psychologin und kann den Leuten bei ihren Komplexen nicht helfen. Mit sachlicher und freundlich formulierter Kritik habe ich kein Problem.

  1. Dein größter Wunsch ist?

Da habe ich zwei:

Eins: Wieder fit sein – und da bin ich nach Ansicht meiner Therapeuten auf einem sehr guten Weg (es braucht nur Durchhaltevermögen und noch etwas Zeit).

Zwei: Endlich die gute Flasche Sekt öffnen können, die hier steht und darauf wartet, daß Donald Trump endlich abgesetzt wird. -> impeachment now!