Kurz mal weg

Wir sind mal spontan für einige wenige Tage im Schwäbischen und hüten das Haus meines Bruders, der mit seiner Familie ins Frongssösische gefahren ist.  unser Vermieter schaut wie immer nach Haus und Katzen. Gestern bei dem tollen Wetter blieben wir hier, heute haben wir eine Spritztour zum Bodensee gemacht, war bei dem scheissenkalten Regen aber auch keine Freude.

Der kleine Herr Sonntag findet hier alles ganz toll,er ist gerne hier. Ich musste mit meinem Bruder den Kompromiss schliessen, dass wir unser eigenes Bettzeug mitbringen, sonst hätte unser Mausebär nicht ins Bett gedurft :))))) Das Tippen auf dem iPad ist eine Geduldsprobe (ich fasse es nicht, dass ich das Laptop vergessen habe!!!!), melde mich aber wohl nochmal, bevor wir spätestens am Wochenende heimkommen.

Freitags-Füller# 38

freitagsf

  1.   Es hat Spaß gemacht, Venedig mit dem Prinzen zu Fuß und Boot zu erforschen.
  2.    Manchmal ist es einfacher, nichts mehr zu sagen zu dem Thema.
  3.   Ich habe gedacht (denke nie, gedacht zu haben, denn das Denken der Gedanken…)
  4.    In diesem bestimmten Fall diskutiere ich wegen völliger Sinnlosigkeit besser nicht.
  5.    Espresso Tonic kenne ich nicht, nie gehört.
  6.    Im Sommer trage ich am liebsten nichts an den Füßen.
    7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Vapiano mit dem Prinzen, morgen habe ich  die Fahrt in unseren Kurzurlaub geplant und Sonntag möchte ich die angeblichen 28 Grad genießen!

Puffreis mit Schokolade

Heute habe ich mal wieder sehr ungesund gefrühstückt (leider eine dumme und schlechte Angewohnheit von mir.) Der Prinz hatte gestern Abend noch eine Schulung zu  halten, die saublöd spät angesetzt war. Kurz vor seiner Ankunft rief er an und sagte „Bin gleich da, muß nur noch schnell zur Tanke.“

Ich hatte Süß-Hunger und bat ihn, mir etwas Süßes mitzubringen. Als er hereinkam, sagte er: “An der Tanke ist ja nicht so eine dolle Auswahl, ich hab dir das hier mitgebracht“, und drückte mir eine Packung  mit Schokolade überzogener Puffreiswaffeln in die Hand. Kennt ihr die noch, von Nippon? Aus der Kindheit?

Nun gibt es zwei Dinge, die den Prinzen und mich unweigerlich an den Prinzenpapa erinnern: Der Anblick einer Rossmann-Filiale (weil er da leidenschaftlich gern einkaufte), und Puffreiswaffeln, mit und ohne Schokolade, die aß er sehr gern. Als wir nach seinem Tod begannen, die Wohnung für das Ausräumen zu ordnen, fanden wir große Vorräte an Schoko-Reiswaffeln und Energieriegeln von Rossmann, die ich alle verputzte. Der Papa hätte sich gefreut, denn er war immer sehr bemüht, mich mit Süßem zu verwöhnen. Ich kann nicht mehr zählen, wie viele Kilo Mon Chéri wir ihm verdankten. So futtere ich also gerade zum ersten Mal seit dem Tod des Prinzenpapas wieder Schoko-Reiswaffeln. Wir denken oft an ihn, mit Wehmut, und immer mit einem Lächeln, wenn wir sagen: „Weißt du noch, wie der Papa…?“ oder auch einfach „Das wäre jetzt was für Papa!“ Und dann lachen wir, und oben auf seiner Wolke grinst der Papa verschmitzt auf uns runter. Er fehlt uns.

@Petra

gestern habe ich hier Herrn Sonntags neues Halstuch vorgestellt. Weil er so cool und lässig damit aussieht, kam mir „Django“ in den Sinn. Und damit der herrliche 70er-Jahre Sketch aus der großartigen Klamauksendung „Klimbim“ (die etwas Älteren unter euch erinnern sich bestimmt noch?):

 

„Django hat Monatskarte!“

 

Du, Petra, fragtest im Kommentar: „was ist Monats-Halstuch? Hält das Halstuch nur einen Monat, oder ist es dem Herrn nach einem Monat nicht mehr standesgemäß und es muss ein neues her?“

Nein, die Auflösung ist eigentlich ganz banal:

Aus der Monatskarte machte ich ein „Monats-Halstuch“ – denn Djangos Monatskarte musste sein, weil: sie hat als Redensart – zumindest in meiner Familie – den gleichen Stellenwert wie bei anderen Klamauk-Fans das berühmte „Palim-Palim“ oder die „Flasche Pommes“ des wunderbaren Herrn Hallervorden…

 

Ganz zu schweigen von der Titelmelodie von Doktor Schiwago oder „Ins Hotel?!?!“…

Hach, ich muß aufhören, sonst finde ich kein Ende… Übrigens mag ich Dieter Hallervorden heute noch sehr, sehr gern – schaut euch, wenn ihr die Möglichkeit habt, unbedingt seine Filme „Honig im Kopf“ und „Sein letztes Rennen“ an – es lohnt sich!

Welche Zitate benutzt ihr immer noch ( Lohse, klar, aber auch andere?)

Frau Lakritze wird zum Geist

… und zwar schreibenderweise, my lovelies, denn vor kurzem hat mich jemand als ghostwriter engagiert.

(Nein, liebe SchwarzerInnen, auch bei Frauen heißt das nicht ghostwriterin, ebenso wenig wie es Teenagerin, Cheerleaderin oder Managerin heißt. Das von euch so gehaßte „er“ am Ende dieser Worte ist im Englischen einfach so und völlig korrekt, es gilt für beide Geschlechter. Bitte nehmt es einfach hin.

Also, ich bin seit kurzem ghostwriter, und es macht höllisch viel Spaß.

[Sheldon: „context…?“]

Gern, Shellie:  meine Schwester, die freundlicherweise der Meinung ist, ich könne gut schreiben, fand im Wochenblatt ihres Wohnortes eine Kleinanzeige, mit der jemand einen ghostwriter für einen Roman suchte. Sie schickte mir die Anzeige sofort zu❤

Ich schrieb an die angegebene Mailadresse und bot meine Mitarbeit an. Eine Antwort kam umgehend: der Autor ist ein (sehr netter!) Italiener, der schon lange hier lebt und dem, wie mir, ständig Ideen für Bücher im Kopf rumspringen. Für so etwas Komplexes wie einen Roman, sagte er, hätte er aber sicherheitshalber doch lieber Unterstützung von einer Person, die Erfahrung im Schreiben hat.

Es geht dabei, kurz gesagt, um eine deutsch-italienische Freundschaft und die Unterschiede zwischen den beiden Mentalitäten, die auf liebe- und humorvolle Weise herausgearbeitet werden sollen. Befreundet sind hier zwei junge Männer, von denen einer im Rollstuhl sitzt.

Darüber kann ich natürlich sehr realistisch und fachkundig schreiben. E., „mein Italiener“, und ich, telefonieren häufig und lange miteinander, um uns abzusprechen, wie was in dem Buch mit wem passieren soll. (Ich verrate hier noch nicht  allzu viel über die Handlung, nehmt mir das nicht übel, bitte, aber E. und ich möchten gern verhindern, unsre Ideen irgendwann und –wo unter einem anderen Namen gedruckt zu sehen.) Es geht dabei übrigens auch um Autos, Fußball und Schach – alles Themen, von denen ich toootaal viel Ahnung habe *lach*

„Aber“, sagt E. dazu, „Das macht nix, da bin ich ja der Fachmann.“ Also: alles gut. Außer, daß ich das erste Kapitel jetzt zum zweiten Mal komplett umschreiben darf, weil der „Spaghetti“ jeweils nach dem Lesen meiner Ergüsse  zu höchster Kreativität aufläuft und mir lange Mails mit neuen Ideen schickt, wie das auch aussehen könnte😀😀😀 Aber morgen ist ja nochmal Feiertag, und der nächste Auftragstext wartet zwar schon, die deadline ist aber erst nächste Woche .

Ich bin dann mal in der Schreib-Ecke ; -)) * winkt*