Was Schönes in der Post

dadshirt

Foto (c): guardiangelcollection

Das Foto zeigt den Rücken des Shirts.

Gibt es bei guardianangelcollection.com, in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Texten. Der Kundenservice ist großartig, ich bin begeistert von der Firma.

Erst bei der Bestellbestätigung per Mail sah ich, daß ich versehentlich Größe S statt M bestellt hatte. Ich fragte per Mail zurück, ob das noch zu ändern sei. War kein Problem. Julie, die mich betreute, ist sehr nett und zuvorkommend. Große Empfehlung!

Pepys, nochmal

Obwohl ich immer noch überwiegend mit dem Kindle lese, my darlings, schleppe ich doch erfreulich oft schon wieder „echte“ Bücher mit mir herum und nutze dabei als Lesezeichen, was immer sich zwischen zwei Buchseiten legen läßt.  Soeben entdeckte ich in einem Buch einen Zettel, auf dem ich mir notiert hatte:

1660 / 1.7. und 13.10.

Diese Notiz bezieht sich auf die Tagebücher von Samuel Pepys, die mein Onkel, der am vergangenen Dienstag beerdigt wurde, mir (vermutlich in Vorahnung seines Todes) geschenkt hatte. Ich hatte ihm gemailt, daß ich schon mit dem Schmökern begonnen hatte, da kam die Antwort:

„Liebe Nicole,

wenn Du schon das Pepyssche Tagebuch liest so solltest Du einmal die

Einträge

1660 01.07 und 13.10 vorziehen.

Liebe Grüße

Gerrit

Natürlich tat ich das. Die Einträge waren aber nicht anders als das, was Pepys üblicherweise notiert hatte: wie es im Büro gewesen war, wem er in der Stadt begegnet war, wer daheim zu Besuch vorbeigeschaut hatte, mit wem er was besprochen hatte, daß er beim Schneider seine neue Jacke abgeholt und auf dem Heimweg in der Stadt noch eben einer Hinrichtung zugesehen habe (1660, da war das nichts Besonderes.) Für mich war aus den beiden Aufzeichnungen nichts Besonderes zu erkennen und ich verstand nicht recht, warum Gerrit der Meinung gewesen war, ich solle sie vorab lesen. Ich nahm mir aber vor, ihn zu fragen. Den Zettel zog ich heute aus einem Buch von Alan Bennett, in dem ich ihn als Lesezeichen benutzt hatte. Ich sah den Zettel, erinnerte mich und dachte „Aah ja, gleich nach dem Frühstück mal Gerrit mailen und ihn fragen! Und sofort kam er, der Schlag der Erkenntnis: Nein, du kannst ihm keine Mails mehr schicken. Er ist nicht mehr da. So eine Scheiße. Er fehlt mir.

 

 

1114

Heute Mittag war ich etwas wehmütig, my dearies, denn heute war die Beerdigung meines Lieblingsonkels,G.,  über den ich hier im Blog kürzlich schon etwas erzählt hatte.

Leider konnte ich nicht dabei sein, da ich ja autotechnisch nicht mehr mobil bin.  (Zugfahren geht alleine noch nicht wieder.) Weder der Prinz noch mein Bruder hatten die Möglichkeit, sich den Tag freizunehmen. Da die Beerdigung in einem Friedwald im Ruhrgebiet war, konnte mich auch sonst niemand mitnehmen, denn alle, die dabei waren, leben noch im Ruhrgebiet. Und eine Strecke von je 360 Kilometern hin und zurück zu fahren, um eine einzige Person zu transportieren – das hätte dem Onkel nicht gefallen, denn er war ein überzeugter Umweltschützer. Er unterstützte Greenpeace und war gegen Autos (obwohl er gut 30 Jahre lang bei Mercedes in Stuttgart gearbeitet hatte (in der IT)). Alle seine Reisen organisierte er mit dem ÖPNV (ich bewunderte ihn dafür, diese Geduld hätte ich nie aufgebracht!) Er unterstützte UNICEF und SOS Kinderdorf ; solange ich mich erinnern kann, kamen zu Weihnachten und zum Geburtstag UNICEF-Karten von ihm. Er vergaß es niemals. Während seiner Bundeswehrzeit war er bei der Marine und schrieb mir Postkarten aus seltsamen Ländern (Rußland, Bulgarien und andere Namen, die mir damals noch  nichts sagten). Er war da mit einem U-Boot unterwegs. Es würde ihm sicher gut gefallen, daß seine Asche jetzt in einem Wald beerdigt ist, unter den Wurzeln einer Eiche, in einer kompostierbaren Urne. (Die Zahl 1114 in der Überschrift ist die Nummer des Baumes, unter dem seine Asche liegt.)

Also legte ich um 13.00 Uhr, als die Beerdigung beginnen sollte, einige stille Gedenkminuten ein, zündete eine Kerze an und sprach ein wenig mit ihm. Er aß kein Fleisch, trank weder Kaffee noch Alkohol und rauchte nicht. Hätte er diese verf***te Lungenfibrose nicht bekommen, hätte er vielleicht ganz schön alt werden können. So waren es nur 67 Jahre. Ich habe heute noch eine Ausgabe des Buches „Der kleine Lord“ von 1956 von ihm. Er hat meine Lesebegeisterung immer unterstützt und gefördert. Sein jüngerer Bruder, B., der nun alles organisiert hat, erzählte meiner Schwester, wie unser Vater seine beiden Brüder „praktisch gezwungen“ (Zitat B.) habe, sich Lese-Ausweise bei der Stadtbücherei zu holen und regelmäßig zu lesen. Da ich meinen Vater sehr früh verloren habe, hat sich seine Liebe zu Büchern und zum Lesen über seine Brüder auf mich übertragen. Auch in dieser Hinsicht werde ich G. in sehr liebevoller Erinnerung behalten und die Bücher, die er mir hinterlassen hat, ehren und hegen und pflegen (und oft lesen!)

Wieder zurück (ungern!)

Wir hatten, wie viele andre auch, den Feiertag für ein langes Wochenende oben in der zweiten Heimat genutzt, darlings (Bericht und Fotos folgen!) Es war soooooo schön – der kleine Herr Sonntag, der ja eigentlich ein „Iiih , das ist nass!“ – Hund ist, traute sich am Hundestrand in Norddeich sogar ins Wattenmeer! (Bis zum Bauchnabel 😊 ) Heute (Montagabend) sind wir naßgeschwitzt zurückgekehrt, nach gut sechs Stunden bei über 30 Grad im Auto (hechel).

Morgen soll es noch wärmer werden, meine Ergotherapeutin hat mir „hitzefrei“ gegeben, da kann ich in Ruhe einen kleinen Bericht schreiben (Obwohl ich gar nicht sicher bin, ob hier überhaupt noch jemand mitliest, nach der langen Pause, die ich gemacht habe?)  😃

Na, sehe ich ja dann – also, bis morgen!

Ingrid, noch einmal…

Heute ist der neunte Juni und damit der Geburtstag meiner unbekannten Tante Ingrid – einer Tante, die ich nie kennenlernte, weil sie schon als Baby starb. Von ihrer kurzen Existenz weiß ich nur durch die Erzählungen meiner Oma. Ingrids kurze, aber wehmütige Geschichte habe ich in diesem Blogbeitrag festgehalten.

Ich hätte meine Tante Ingrid gern kennengelernt. Sie wäre heute wohl etwas über Mitte 70 Jahre alt. Interessantes Detail am Rande: Der jüngste Bruder meiner Mutter heiratete später eine Frau namens Ingrid. Oma freute sich zunächst sehr, weil sie, wie sie sagte, nun doch noch eine Tochter mit dem Namen Ingrid bekommen hatte. Leider kühlte sich das Verhältnis zum Schluß sehr ab, weil sich meine angeheiratete Tante als charakterlich „ziemlich daneben“ herausstellte und sehr hart, kalt und gemein gegenüber Oma und Opa wurde (typischer Familienkram, wie es ihn überall gibt, ich belästige euch damit nicht.)

Jedenfalls – heute ist Ingrids Geburtstag, ich denke an sie und zünde ein Kerzchen für sie an. Ich spreche mit ihr und überlege, was für ein Mensch  sie wohl geworden wäre und ob wir uns heute wohl gut verstehen würden…)

Gibt es so eine Geschichte auch in eurer Familie?  Mögt ihr sie erzählen? In eurem Blog (wenn vorhanden) oder hier in den Kommentaren?

Siri says…

Kürzlich stieß ich im Autoradio beim Herumspielen an den Senderknöpfen auf das Lied Bonnie und Clyde“ von den Toten Hosen. Es gefiel mir so gut, daß ich danach tagelang einen Ohrwurm hatte (bis heute, es spielt auch gerade jetzt in meinem Kopf 😊)

Gestern Abend, Herr Sonntag und ich warteten darauf, daß der Prinz von seiner Besprechung heimkäme, schaltete ich durch Netflix auf der Suche nach einer Doku. Fand etwas, schnappte mein Hänti.

Ich: „Siri, bitte Nachricht an [Prinz].“

Siri: „Okay, was möchtest du in deiner Nachricht an [Prinz] sagen?“

Ich: „Habe bei Arte eine Dokumentation über Bonnie und Clyde entdeckt.“

Siri „Habe bei Arte eine Dokumentation über Bonnie und Kleid entdeckt.“

Das war natürlich voll vorhersehbar…Aus „Domingo“ macht sie gern „Duminke“ 😉

Juhtjuhp-Link: The Office of Sirigroßer Big Bang Theory-Spaß! – Eine meiner liebsten Szenen!

Wenn ich mich recht erinnere, hat Uli Stein in seinen jüngeren Cartoon-Jahren mal einen Cartoon über „Pony und Kleid“ gezeichnet…Uli…? Hab ich das richtig im Kopf? Kannst du aushelfen?