Kleiner Alltagstipp…

…für den Fall, daß euch bei der Zubereitung des Essens eine Zutat auf den Boden fallen sollte:

Die Fünf-Sekunden-Regel ist hinfällig, wenn ihr eine Zwei-Sekunden-Katze habt.

Für euch getestet.

Bitte, gerne 😀 😀 😀

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#tweetdestages

Nicht nur Bach und die Beatles!

Se Unterschied

Wer hier schon länger mitliest, weiß, daß ich unheilbar anglophil und ein ergebener Fan der englischen Königin bin. Kürzlich fiel mir wieder einmal auf, daß ich nicht nur rasend schnell älter werde, sondern sozusagen bereits eine Omma bin 😀 Ich hatte mir bei Juhtjup eine Doku über die inzwischen seit unfaßbaren 70 Jahren anhaltende Ehe zwischen Her Majesty und HRH The Duke of Edinburgh (also Prince Philip) angeschaut. Dazu gab es Filmausschnitte aus Nachrichtensendungen, die Her Majesty  im Laufe der Jahre zusammen mit anderen Staatsoberhäuptern zeigten. Dabei war auch ein sehr kurzer Ausschnitt, in dem sie mit Helmut Kohl sprach, seines Zeichens peinlichster deutscher Politiker ever (abgesehen von den Clowns der NSAfD). Der Kohl-Ausschnitt ist sehr kurz, man hört ihn aber im Hintergrund sprechen, wie er Her Majesty erklärt: „Se Unterschied is in se Bildung.“ Doch, ganz ehrlich! Das ist ein wörtliches Zitat! Die Dolmetscherin schaut da auch etwas verzweifelt drein, übersetzt es dann aber wohl irgendwie. Lustig wurde es, als ich in den Kommentaren zum Video die Frage las: „Stimmt es, dass Kohl kein Englisch konnte?“ Diese Frage schien mir von einem jüngeren Menschen zu kommen, der Kohl nicht mehr live erlebt hat. Das gab mir das „Boah, bin ich alt!“ – Gefühl.
Allerdings kommt in mir, wenn ich „se“ statt „the“ höre, immer so ein „Boah, ich will dich umbringen!“ – Gefühl hoch. Der Prinz weiß das, und wenn er in alberner Stimmung ist und mich ein bißchen foppen will, dann erzählt er mir was auf Englisch, und zwar, indem er alles Wort für Wort übersetzt. Das ist Absicht, und er lacht immer sehr, wenn ich mich dann in Qualen winde, entsetzt „Oh mein Gott!“ flüstere und ihn anflehe: „Bitte, Schatz, sag sowas niemals, wenn Muttersprachler dabei sind – BITTE!“ „Na, mal sehen“, grinst er dann und zieht schonmal den Kopf ein, falls ich mit Gegenständen werfe 😀

Ein verfressener Freitag

ist das wohl heute, meine Lieben, denn: firstly haben wir Pizza- und Rotwein-Tag, und secondly bin ich heute sieben Jahre anfallfrei! Den letzten Anfall hatte ich am 5. Juli 2012, hier ist die Geschichte festgehalten. Das Einnehmen der Epilepsie-Medikamente morgens und Abends ist inzwischen für mich genauso zur Routine geworden wie das Zähneputzen. Die Anfallfreiheit feiern wir inzwischen gewohnheitsmäßig bei Esther und Alessio mit einem Eisbecher, und darauf freue ich mich jetzt. Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende!

Unfreiwillige Rückkehr

*Grummel*

Unwillig wie immer, ihr Lieben, haben wir uns schon vor einer Woche vom lüttje Huus getrennt und sind am letzten Dienstag um drei Uhr morgens hier in Worms eingetroffen, nach einer sehr langen und nervigen Fahrt (Baustellen und überbreite Schwertransporte mit 60 km/h). Hier ein kleines recap unserer halben Woche im friesischen Heimatdörfchen:

Tag 1 – Mittwoch

Unfaßbar, es ist tatsächlich warm und sonnig hier! Wir kamen Dienstag Nacht nach einer nervigen Fahrt um 0.30 h an. Der Mausebär flitzte vor Freude durchs Haus, sprang begeistert an uns hoch und wollte vor lauter Freude sofort „Tu so, als wolltest du mir meinen Ball wegnehmen!“ spielen. Es gab aber erst noch einiges für uns zu tun.Wir hatten beim letzten Mal, bevor wir wegfuhren, alle unsere persönlichen Sachen weggeräumt, da kurz darauf die Prinzentochter mit ihrem Lebensgefährten im Lüttje Huus Urlaub machen wollte. Kurz nachdem die beiden die Heimfahrt angetreten hatten (sie waren hellauf begeistert vom Huus, zu unserer Freude), rief Herta an und meldete, die Heizung sei mal wieder ausgefallen. Sie ruft in diesem Fall immer von sich aus den Techniker an, der dieses Mal nur schweigend auf den Schalter zeigte, der auf „Null“ stand. Es stellte sich heraus: Die Prinzentochter hatte gefroren und die Heizung etwas höher gedreht. Bei der Abreise wollte sie sie wieder zurückstellen, hatte aber versehentlich den Knopf auf Null gedreht. Also alles gut, der Techniker lachte nur und ging, ohne eine Rechnung dazulassen. Es dauerte etwas, bis wir unsere Sachen gefunden hatten und im Bett verschwinden konnten – da war es fast drei Uhr morgens. Dafür schlief ich bis um elf! Das ist für mich sehr lange. Herta hatte zwei Tage vor unserer Abfahrt noch angerufen und dem Prinzen Bescheid gegeben, daß sie am Mittwoch früh nach Emden ins Krankenhaus müsse. Sie bekommt ein neues Kniegelenk. Die Operation war gestern (Dienstag) und wir hoffen, daß es ihr gut geht. Aber eines ihrer Kinder, Hinrich, Werner oder ihre Tochter Gesa, wird uns sicher schnell Bescheid geben. Gesa nimmt auch Bella, Hertas süße dicke Jack-Russell-Hündin, solange in Obhut. Außerdem, sagte Herta, habe sie für uns gekocht und das Essen ins Gefrierfach des Kühlschrankes gestellt.Wir schauten nach und fanden einen köstlichen Eintopf aus pulled pork (oder beef), Kartoffeln und Möhren. Wunderbar!

Der Prinz stürzte sich gleich mit Wonne auf den Rasenmäher und mähte den Grünstreifen zwischen Hertas und unserer Einfahrt. (Im Garten mähte er auch, sehr ungern, denn er hätte gern eine Wiese mit ein paar bunten Blüten drin, aber Herta kriegt bei dem bloßen Gedanken schon die Krise :)). Da Hinrich bei uns mitgemäht hatte, mähte der Prinz nun auch gleich Hertas Rasen mit.

Abends waren wir wie immer bei Edda und Tinus eingeladen, und es gab eine riesige Überraschung: ganz beiläufig erwähnte Tinus in einem Nebensatz, daß er und Edda geheiratet hatten! Schon vor sechs Wochen, im April! Sie hatten es spontan und klammheimlich getan. Für beide ist es die zweite Ehe – miteinander. Ja, genau, die beiden waren früher schon einmal miteinander verheiratet, aber nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Sonja zog Edda, das Stadtkind, mit der Kleinen nach Oldenburg, weil das Leben auf dem ostfriesischen platten Land ihr einfach nicht lag. In Oldenburg kaufte sie eine ehemalige Hufschmiede und startete ihre eigene Schmiede. Hilfreich war ihr dabei, daß sie die erste Schmiedemeisterin Deutschlands und deswegen ein wenig bekannt war ( 1968 war ihr Berufsabschluß noch eine kleine Sensation und sie tauchte öfter in der Presse auf.) Mit ihrem geschiedenen Mann Tinus blieb sie freundschaftlich verbunden. Vor allem achtete sie sehr darauf, daß ihre Tochter einen guten Kontakt zum Vater hielt (!!!). Geburtstage, Abiturball – Tinus war überall dabei. Das war Edda wichtig(!) . Vor sieben Jahren nun wurden die beiden Großeltern einer Enkeltochter. Edda war glücklich und Tinus platzte vor Stolz. Ein weiteres Mädchen folgte schnell und da Sonja inzwischen mit dem Studium fertig war und als Lehrerin arbeitete, übernahm Tinus mit Wonne jederzeit die beiden Mädchen, wenn deren Eltern einmal Freizeit brauchten. Meist lud er Edda dazu ein, denn die Enkelkinder verbrachten natürlich viel Zeit auf Opas Bauernhof. Mit der Zeit kam Edda immer häufiger auf den ihr früher so verhaßten Hof, zumal zu den beiden Mädels im letzten Jahr noch ein Junge dazukam, der als zweiten Vornamen den seines Großvaters trägt. (Tinus kriegt sich kaum noch ein mit den Kindern, es ist zu und zu süß mitanzusehen!) Aber als der Kleine zur Welt kam, waren Edda und Tinus längst schon wieder heimlich ein Paar 😀 Mit der häufigen gemeinsam verbrachten Freizeit erwachte auch die alte Liebe langsam wieder, zuerst bei Tinus, dann auch bei (der widerstrebenden) Edda. ( Der Prinz und ich sind uns sicher, daß ganz Woquard schon über die Heirat Bescheid weiß, zumal die beiden von Beginn an ganz ungeniert Hand in Hand durchs Dorf spazieren gingen).

Tag 2 – Donnerstag – Fronleichnam, allerdings kein Feiertag in Niedersachsen. Ich hatte Lust auf Eis, also fuhren wir Richtung Emden. Dort gibt es ein Einkaufszentrum, das DOC (Dollart-Center), Da drin ist auch ein Eiscafé,das sich auf Spaghetti-Eis in vielen Variationen spezialisiert hat. Sie bieten sogar „Spaghetti Amarena“ an. Das mußte ich natürlich probieren, aber die Enttäuschung war groß. Die Amarenakirschen waren qualitativ recht minderwertig und das Eis schmeckte sehr mäßig. Ich bin eben Alessio – verwöhnt! Im dm-Markt kaufte ich mir noch schnell eine “Zuhälter-Sonnenbrille“, also eine mit verspiegelten Gläsern 😉 Leider fiel sie mir bald runter und eines der Gläser löste sich aus dem Rahmen. Doof, denn sie hatte 100-prozentigen UV-Schutz, und das hatte meinen Augen gutgetan. Dafür freute sich das Bärchen unsagbar, als wir so relativ schnell zurück waren. Der Mausebär schien Herta und Bella zu vermissen, und auch wir fanden es doof, daß keine Herta plötzlich „Moin!“ durch den Flur rief und sich mit uns zum Tee am Tisch niederließ. Ich rief Herta auf ihrem Handy an.Sie war recht munter und hatte die OP gut gepackt. Schmerzen, die hatte sie allerdings. „Aber ich bekomme starke Schmerztabletten“, verriet sie mir. Die Operation war am Dienstag gewesen und schon am Freitag hatten ihr die Physios Krücken in die Arme gedrückt und sie hinaus auf den Flur geschickt, zum Laufen! Nun – Hauptsache, das neue Kniegelenk hält und hilft! Wir hatten schon seit einer Weile bemerkt, daß Herta nach längerem Sitzen bei uns nur unter großen Schmerzen und sehr mühsam laufen konnte. Es war wirklich hohe Zeit für ein neues Kniegelenk gewesen.

Tag 3 – Freitag – Unser Haus-und-Garten-Genießer-Tag. Der Prinz mähte Rasen (gleich auch bei Herta mit) und nahm seinen Kampf gegen den Löwenzahn wieder auf, der fast die gesamte Einfahrt okkupiert hatte. Erlaubt ist nur „Rausreißen und Kratzen“ oder Abbrennen, Gift ist verboten (finde ich gut!), erklärte ihm der Verkäufer im Landhandel, des Prinzen persönliches Småland 😀 Der Prinz kaufte sich ein anderes Gerät zum Abbrennen der Pflanzen. Es stinkt genauso scheußlich wie der Flammenwerfer, den ihm Georg von gegenüber empfohlen hatte, aber der Prinz ist zufrieden. Als Nächstes machte er sich an den Windfang vor der Küche. Dort hatte Herr Beckmann die Wände repariert und verputzt. An einigen Stellen sah man noch den grauen nackten Putz, da stürzte sich der Prinz mit Wonne und weißer Fassadenfarbe drauf. Bevor das angekündigte Gewitter loslegen konnte, säte er noch schnell eine Packung Wildblumenwiese in unseren riesigen, aber etwas langweiligen Rasen ein. Der Regen tat dann (hoffentlich) das Seine, um die neuen Samen gut anzusiedeln. Herta wird die Krise kriegen – ihr ist ein adretter deutscher Rasen wichtig, die Bienen sind ihr nicht egal, aber Ordnung im Garten ist wichtiger! 🙂

Tag 4 – Samstag – Onkel-und Tante-Besuchstag!

Am frühen Nachmittag trafen die zwei ein und wir freuten uns wie immer riesig, einander zu sehen. Benno war gespannt auf das Haus. Wir führten die beiden natürlich gerne durch, quatschten gemütlich beim Tee und kamen auf das Thema Essen. Wir schlugen ihnen den leckeren Imbiß nahe dem Pilsumer Leuchtturm vor, bei dem wir schon am Karfreitag nach dem Umbau der Dusche mit meinem Cousin Mike und seiner Familie so lecker gegessen hatten. Der Prinz fand mit Tante Googles Hilfe heraus: Der Imbiß schließt um 17.00 Uhr. Wir trafen um 16.30 ein. Der Prinz bestellte für sein hungriges Weib Fritten, bekam aber die patzige Antwort: „Die Friteuse ist schon aus.“ Ich fragte nach einer Bratwurst. Wütender Blick. “Der Grill ist auch schon aus. Wir sind beim Feierabend machen.“ Na klasse, dachte ich, deutsche Liebenswürdigkeit – Vorsicht Kunde! Als ich mich abwandte, fiel der Besitzerin offenbar auf, daß sie sich gerade vier Kunden vergraulte. Widerwillig sagte sie, sie habe noch vier Brötchen da, die sie uns belegen könne. Auf die Frage nach dem Belag sagte sie:“Matjes, Bückling, Kotz und Würg*) (* Kotz und Würg waren zwei weitere rohe Fische, deren Namen ich vergessen habe – wie, bitte, kann man rohen Fisch essen – dazu noch mit rohen Zwiebeln?! Allein die Vorstellung ist für mich so ekelerregend, daß ich im Strahl meinen Mageninhalt von mir geben möchte!). Die Frau wischte weiter, ohne uns zu beachten. Aber inzwischen hatten die drei anderen eh schon beschlossen, die paar Kilometerchen nach Greetsiel weiterzufahren und dort in der Fischereigenossenschaft zu essen. Das machen der Prinz und ich seit Jahren, es ist ein liebgewordenes Ritual. Denn auf Seelachs und Rotbarsch (die dort sehr gut schmecken) bin ich nicht allergisch, die mag ich gerne und kann sie essen, ohne daß mein Körper heftig und unschön reagiert, um das vermeintliche Gift so schnell und nachdrücklich wie möglich loszuwerden 😉 .Unsere beiden Besucher verabschiedeten sich gleich draußen auf dem Parkplatz von uns, denn sie hatten ja noch einige Urlaubstage in Pilsum vor sich.

Tag 5 – Sonntag – Unseren letzten Tag nutzten wir bewußt zum Erholen und Ruhen im Garten. Dort planten wir noch ein bißchen, wie wir in Zukunft das Gelände gestalten wollen. Als die Sonne sich langsam ans Untergehen machte, schlug der Prinz einen „sundowner“ auf dem Deich vor. Dafür hatte er bereits zwei einfache Alu-Klappstühle besorgt und ins Auto gepackt. Bis ich die Treppe auf den Deich hinauf erklommen hatte, hatte der Prinz die Stühle oben schon aufgestellt und eine Flasche Rotwein geöffnet. Gemütlich saßen wir da oben,schauten zu, wie sich die untergehende Sonne golden im Watt spiegelte und genossen den Roten dazu. Immer wieder blieben Hunde mit ihren Menschen kurz stehen und wechselten ein paar freundliche Worte mit uns. Das wollen wir jetzt immer vor der Abfahrt machen. „Irgendwann, Schatz, müssen wir gar nicht mehr zurück“, sagte der Prinz schwärmerisch. Darauf stießen wir an. Der nächste Urlaub ist schon geplant, da nehmen wir aber etwas Stilechteres mit als sundowner, zum Beispiel eine Flasche Küstennebel 🙂 !

Denn man tau!

Übermorgen, am Dienstag, geiht dat man wedder los, nech. Nach Woquard natürlich, das die Filmfreundin gerne „Hogwarts“ nennt, weil sie meint, die beiden Namen klängen so schön ähnlich.  (In Hogwarts, zumindest im großen Speisesaal, war ich übrigens schonmal, in den 90er Jahren, als ich meine englische Freundin Sue in Durham besuchte. Der Speisesaal von Hogwarts ist Durham Cathedral, eine wirklich  wunderschöne normannische Kathedrale, die die Pfarrei ausgeräumt und für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt hat.)

Wir werden also am Dienstag wohl wieder zur bewährten Zeit gegen 17/18.00 Uhr losdüsen. Der Bär kommt mit, die Katzen leider nicht, wie immer. Unsere großartigen Vermieter werden sie und das Haus im Auge behalten. Inzwischen haben wir beinahe unseren Traum erreicht, daß wir uns das verhaßte und stressige Kofferpacken sparen können, denn wir haben tatsächlich fast alles, was wir brauchen, auch in „Hogwarts“. Ich habe dort Bücher gebunkert, die ich noch lesen will (die Poldark-Reihe, zum Beispiel), im Schrank liegen jede Menge dicker Hoodies und eine Steppjacke mit Skihose als Deich-Outfit, Schlafanzüge, Zahnpasta, Seife und all dieser Kram – ist alles da und muß nicht mehr gepackt werden. (Statt mit sechs Körnerkissen schlafe ich dort mit zwei Wärmflaschen.) Natürlich haben wir damals als Erstes eine zweite Alicia angeschafft, da (zumindest für mich) ein Morgen ohne Espresso-Hafermilch veloren ist. Auch ein Sandwich-Toaster-Zwilling  steht dort, damit ich mir im morgendlichen Tran meine heißen Käse-Schinken-Sandwiches zubereiten kann. Das einzige, das gepackt werden muß, sind die abgezählten Medikamente, die wir für die Zeit brauchen, und George, der Glücksbringer-Bär, den Janine aus Hamburg (auch „Sprosse“) genannt, mir zu Weihnachten 2011 in die Klinik schickte. „Er soll deine linke Seite bewachen“, schrieb sie damals dazu, und das tut George heute noch, nach acht Jahren. Das ist er:

Georgie

Einmal habe ich es gerade noch verhindern können, daß der kleine Herr Sonntag sich Georgie schnappen und in seinem Schlafkörbchen verbuddeln  konnte ( das tut er mit allen Sachen, die er klaut) 🙂 Und  ja – ihr dürft mich gerne auslachen, weil ich als erwachsene Frau noch einen Teddy im Bett habe, ist okay! 😉

Ja, und am nächsten Donnerstag ist ja Fronleichnam (kein Feiertag in Niedersachsen), da eröffnet Her Majesty das britische Parlament (Tipp: unbedingt im Livestream ansehen! Das ist eine jahrhundertealte, sehr vornehme Zeremonie, und sehr sehenswert!) Wir haben ja noch kein WLAN im Lüttje Huus, ich werde mir also in dem Fernseher mit der Satellitenschüssel eine Live-Übertragung suchen müssen oder die Eröffnung auf dem Eipätt verfolgen. Am Samstag danach kommen der jüngste Bruder meines Vaters, Benno, und seine Frau zu Besuch. Sie bleiben aber nicht lange, denn in unserer Region lebt auch irgendwo die Lebensgefährtin meines Vaters, mit der er bis zu seinem Tod zusammen war. Mein Onkel und seine Frau wollen sie besuchen.  Benno nennt den Prinzen und mich „Teilzeitostfriesen“, die Lebensgefährtin meines Vaters und ihren heutigen Mann dagegen „Vollzeitostfriesen“, weil sie sich ein Bauernhöfchen gekauft haben und dort leben.

Na, Vollzeitostfriesen werden wir ja hoffentlich auch bald! Mal sehen, ob ich zu dem Besuch mitkommen kann oder ob ihr das zu weh tut… Ich möchte einmal mit einem Menschen sprechen, der gute Worte für meinen Vater übrig hat und nicht nur haßerfülltes Lügen-Gehetze ausspeit. Mein Vater hatte später, nach der erzwungenen  Ehe mit der Mater,  noch ein zweites Mal geheiratet, auch diese Ehe gelang leider nicht. Exfrau 2.0 ( die ich sehr mochte) stammt aus Hamburg und lebt heute noch dort. Ich habe (sehr losen) Kontakt zu ihr, den netterweise ihr Bruder hergestellt hat, nachdem ich ihn online gefunden und kontaktiert hatte. Er antwortete supernett und herzlich und fragte seine Schwester, ob sie mit mir telefonieren wolle. Sie ist schwerkrank und hat nicht viel Kraft, vor allem, weil sie starke Medikamente nehmen muß. Wir haben einige Male telefoniert, es fiel ihr aber schwer, sie ist doch sehr schwach. Trotzdem – sie freute sich, von mir zu hören. Mir tut es von Herzen leid, daß sie so krank ist.

Nun, am Montag, den 24., fahren wir zurück und werden uns wie immer kaum von unserem Friesendörfchen trennen können. Aber etwas freundlicheres Wetter erhoffe ich mir diesmal! Im Juli wird hoffentlich ein Treffen mit Paxianer und ihrer bezaubernden dreibeinigen Hündin Amy möglich sein – ich vermisse die Paxi-Bande!

Diana Gabaldon

schreibt derzeit – juhu! am neunten Buch ihrer großartigen Outlander-Serie.

Hier in ihrem Blog erzählt sie davon und veröffentlicht ab und zu auch kleine Exzerpte, sozusagen „zum Anfüttern“ 😉 Nun, mich muß sie nicht anfüttern – ich warte darauf wie ein Pawlow’scher Hund auf das Läuten der Glocke 😀

Was mich derzeit ärgert, ist Tante Amazoniens Prime: Die Outlander-Staffel vier ist raus und im Angebot, ist aber  immer noch kostenpflichtig. (Übrigens bin ich mit der Verfilmung sehr einverstanden, obwohl ich die Bücher zuerst für unverfilmbar hielt. Sind sie nicht, im Gegenteil. Mich haben die ersten drei Staffeln sehr begeistert. (Die erste Staffel steht  auch bereits hier  im DVD-Regal, und die nächsten werden bald folgen.)