Siri says…

Siri hat heute früh den  Status der Chefin drastisch geändert:

Hin und wieder hat Micia heftige Hustenkrämpfe. Das klingt immer sehr besorgniserregend, sie keucht, ringt nach Luft und spuckt… Ich gebe ihr meist Reiki, damit es sich beruhigt. Ich vermute, daß sich bei der morgendlichen Katzenwäsche eines ihrer Haare im Rachen verfangen und den Hustenreflex ausgelöst hat. Vorhin hatte sie wieder einen sehr heftig klingenden Hustenreiz.  Besorgt bat ich Siri, dem Prinzen folgende SMS zu schicken:

Micia hat einen starken Hustenanfall!

Siri says:

Mieter hat einen starken Hustenanfall!

So schnell kann das gehen… von der Chefin zum Mieter😀😀 (Einer von uns muß das Micia noch beibringen…)

 

Und wie immer: Hier der Juhtjuhp-Link: The Office of Siri !

 

Für Renata

Du hattest mich auf Twitter gefragt, ob das besagte Möbelstück ein Sessel oder Sofa sei, und dir im Falle „Sofa“ ein Ganzfoto erbeten. Dieses hier ist das einzige Foto, auf dem das Teil einigermaßen ganz zu sehen ist:

drei

Die Seitenlehne läßt sich herunterklappen, dann ist es ein sehr bequemes Bett. (Nach der Handgelenks-OP habe ich hier auf ausdrücklichen Wunsch des Prinzen  eine Woche lang geschlafen, damit ich nachts, falls ich mal rausmüßte, die Treppe vermeiden könnte. Daher weiß ich: Das Sofa ergibt ein sehr bequemes Bett😀 )

Das dicke Kissen nehme ich zum Anlehnen ins Kreuz oder zum Ablegen des linken Arms.

PS: Ist es ein Sofa? Meine Ergotherapeutin nennt es „Recamiere“…?

Liebste Grüße nach Zürich!!!!

Acht…

Pippi_klein

Jahre ist sie heute alt, mein Baby, meine Süße, meine Maus, mein Batman, mein Purzelchen, mein Knopfnasi, die beste kleine schwarze Miezekatze der Welt, und alle anderen Kosenamen, die ich ihr noch ins Ohr flüstere…

Heute vor acht Jahren, am 8. Mai 2008, kam ich von der Arbeit nach Hause, da lagen im Büro auf dem Boden zwei feuchte, durchdringend fiepende Fellwürstchen, ein schwarzes und ein gestreiftes, die ersten zwei von insgesamt vieren. Das schwarze war mein Pippikind, das gestreifte war Cowboy, der später unter dem Namen Martin zu Frau Mutti nach Nierstein übersiedelte. Das schwarze Fellwürstchen entwickelte sich im Laufe der nächsten drei Monate zu einer so entzückenden und bezaubernden Fellfluse, daß ich es nicht übers Herz brachte, mich von ihr zu trennen. So blieb sie bei uns, sehr zum Mißfallen Micias. Zu Beginn prügelten sich die beiden noch viel, heute machen sie das höchstens noch aus Spaß am Raufen und Toben. Seit der kleine Herr Sonntag bei uns lebt, hat das Pippilein enorm an Luxuskuschelmasse zugelegt, aber das hat ihrem Charme und ihrer Treuherzigkeit keinen Abbruch getan. Ich liebe sie, sie ist mein Baby, und sie hält mich immer noch für ihre Mutter❤ Einschlafen ohne sie geht kaum noch, und wir verstehen uns blind, meine süße Maus und ich.

Happy Birthday, mein Pauzelchen!

Der Abend des allgemeinen Mampfens

Gestern Abend hatten wir mal wieder das Vergnügen, im Tivoli zu essen, denn der Prinz hatte beruflich etwas zu feiern, das es verdiente, würdig begangen zu werden.

So lange wir noch nicht raus haben, wie wir Besuche in Restaurants/Cafés etc. für den kleinen Herrn Sonntag  streßfreier gestalten können, so daß  er dort nicht ständig bellt, muß er leider zu Hause bleiben. Mir tut das immer weh, wenn er uns aus dem Fenster nachschaut, aber das ist eine Sache, die auf der „unbedingt dran arbeiten“ – Liste steht (für Tipps sind wir dankbar!) Wie uns aber das heimlich aufgestellte mp3-Diktiergerät verrät, heult er nicht, wenn wir weg sind, sondern läuft nur herum. Er scheint die meiste Zeit einfach zu verschlafen, bis wir zurückkommen, denn wir finden oft ein Schlafnest aus verschiedenen Decken auf der Couch😀 Das ist ja immerhin ein bißchen beruhigend, trotzdem denken wir dann den ganzen Abend an ihn und hoffen, daß wir ihn bald mitnehmen können. Aber größere Menschenansammlungen sind einfach nicht seine Sache, egal wo. Das ist wohl das Windhund-Erbe in ihm. Er ist sehr, sehr sensibel.

Im Tivoli jedenfalls fiel mir die Wahl, wie immer, schwer.  Giovanna, die Chefin, beschloß, daß wir zum Essen  einen Nero D’Avola trinken sollten. Da gehorchten wir gern. Als Ivo, ihr Mann, zum Aufnehmen unserer Bestellung kam, sagte ich: „Ivo, ich hab sooo Lust auf Gnocchi!“ (Ich sagte ja schon einmal hier als Tipp an Leute, die in der Gegend wohnen, daß es im Tivoli die weltbesten Gnocchi gibt. ; – ))

Ivo bekam bei diesen Worten sofort glänzende Augen und sagte „Schatz (Wir kennen uns seit 34 Jahren, da ist ein „Schatz“ schon ok ; – )) , möchtest du mal was probieren? Was hältst du von Gnocchi mit Salbei, frischem Olivenöl und Artischocken, den letzten Artischocken der Saison?“ Ich hatte, offen gestanden, keine Ahnung, wie Artischocken schmecken, ich wußte nur, wie sie aussehen. Aber ich stimmte zu, weil es im Tivoli immer ganz wunderbar schmeckt.

Es schmeckte auch wirklich traumhaft, wie immer, bis eben auf das Artischocken-Zeugs 😀 Das begeisterte mich gar nicht.

Ja, das ist so eine Eigenheit bei mir: ich habe, was Essen betrifft, eher einen sehr simpel gestrickten Geschmack.  Die meisten Dinge, die bei anderen als köstlich gelten, schiebe ich beim Essen an den Tellerrand (oder sage gleich, daß ich sie bitte nicht im Essen haben möchte): Zwiebeln, Paprika, Oliven und all  so‘n Zeugs, glücklicherweise ißt der Prinz das für mich auf, und gerne, so wirkt es nicht unhöflich, wenn es auf dem Teller zurückbleibt. Auf Meeresfrüchte und viele Fische bin ich stark allergisch, die kann ich also guten Gewissens ablehnen (ich esse ja eh keine Tiere.) Also, als „Dame von Welt“ wäre ich komplett verloren😀😀😀 (hell, na und?! Ich bin ein Pottkind!)

Zum Nachtisch gab es ein himmlisches Tiramisú, das jemand im staff dort selbst herstellt. „out of this world“, würde meine englische Freundin Christina sagen.

Mühsam wälzten wir uns gegen halb zehn  zum Auto  und düsten heim, wo uns nicht nur ein aufgeregt bellender Herr Sonntag am Fenster erwartete, sondern auch der kleine Ianto, unser Gastkater, der vor unserem Tor saß! Normalerweise taucht er gegen 20 Uhr abends auf, weil ich dann meist seinen Napf auf die Außentreppe stelle. Jetzt war es schon 22 Uhr, er war also sicher hungrig.

Als wir ausstiegen, ergriff er wie immer  erst einmal die Flucht, beruhigte sich aber wieder, als wir ihn riefen. Inzwischen scheint er unsere Stimmen mit „Essen“ zu verbinden. Und wo immer er auch herstammt, es steht fest, daß er dort nichts zu fressen bekommt, denn er fällt immer mit großer Gier über sein Essen her, es tut richtig weh, das zu sehen. Gestern Abend war er so hungrig, daß er sich auf weniger als einen halben Meter an mich heran traute! Der Napf (eineinhalb Dosen!) war in Sekunden leer. Der Kleine ist wirklich verzweifelt. Ich hoffe sehr, daß er mal zu uns ziehen wird.

Das ist übrigens auch so eine Sache, bei der ich sehe, daß der Prinz der Traummann meines Lebens ist: er unterstützt die Ianto-Aktion. Er fragt mich sogar abends, ob ich Ianto schon gefüttert habe❤❤  Kürzlich kam er strahlend vom Hof herein und sagte: „ Der kleine Kater ist da. Der hat ja so ein süßes Gesicht. Ich geb‘ dem jetzt erstmal was zu essen.“

Der Exgatte dagegen hätte mich mit verkniffenem Mund über die  „Geldverschwendung“ belehrt.  Eine Dose Futter pro Abend… doch, das hätte der als Geldverschwendung angesehen. (Ergo: Er hat es mehr als  verdient, daß er jetzt ein Ex ist!!)

Vielleicht überwindet  Ianto ja seine Angst und zieht zu uns – wie der gute alte Streifi damals, den wir immer noch sehr vermissen. Micia und Pippi machen allerdings Ianto die Sache etwas schwer, indem sie ihn angreifen, wenn er zu nahe kommt. Bei Streifi trauten sie sich das damals nicht, obwohl er schon elf war und  gar keine Zähne mehr hatte. Streifi hat das wohl mit seiner Ausstrahlung gemacht, seiner Alterswürde und seiner Seniorität. Zwei Winter lang hatten alle drei die kalte Zeit  gemeinsam auf der Heizung verbracht. Streifi konnte sein Futter nicht richtig verwerten und war deswegen klapperdürr. Eine Frau aus der Gegend hier, die schon damals mein früheres Blog kontrollierte mitlas, meldete Besitzansprüche an Streifi an, akzeptierte aber seine Anwesenheit bei uns (vermutlich, weil es ihr ganz recht war, daß wir ihn fütterten und seine Tierarztkosten trugen.) Ich fragte sie einmal per Mail,  zu welchem Tierarzt sie mit ihm ginge… sie wußte ja durch mein Blog vom Highlander und log antwortete, der sei auch ihr Tierarzt. (Nur existierte der Name der Frau gar nicht in der Kartei des Highlanders, und er hatte Streifi noch niemals vorher gesehen… seltsam.) Also, mit Katzen haben wir schon so einige interessante Geschichten erlebt, ich würde die gern mal aufschreiben, denn es waren alles besondere Katzen, die es verdient haben, daß sie nicht vergessen werden. Zum Glück gibt es Fotos von ihnen allen, so könnte ich durchaus ein kleines Buch daraus machen… ja, daran hätt‘ ich wohl Spaß!

 

Neues vom Flüchtlings-Büsi

In diesem Beitrag hatte ich von unserem Flüchtlings-Büsi erzählt,  der kleinen, scheuen und fremden Katze, die seit einer geraumen Zeit spät abends zu uns in den Hof kommt und die wir füttern, weil wir den Eindruck haben, daß sie heimatlos ist.

Inzwischen bin ich aber sehr sicher, daß das Büsi von dem gleichen Grundstück der früheren Mühle stammt wie die „Weihnachtskatze“, von der ich hier mal erzählt habe.

Zeitgleich mit dem  Erscheinen des Büsi in unserem Hof tauchten  Plakate von TASSO im Dorf auf, die das Verschwinden einer kleinen schwarzen Katze bekannt machten. Obwohl der Prinz und ich das sehr scheue Tier  nur selten länger als zwei Sekunden betrachten konnten, waren wir unsicher, ob unser anonymes Büsi eins war mit dem verschwommenen schwarzen Klecks auf dem Plakat (wer jemals versucht hat, eine schwarze Katze zu fotografieren, weiß, was das für eine Strafe ist :)  )

Vor einigen Tagen nun lief ich, im Kopf an einem Auftragstext feilend, durchs Büro, kam an der Tür in den Hof vorbei – und blieb instinktiv stehen, stocksteif. Denn im selben Moment lief ein kleines schwarzes Katz draußen über die Treppe, sah mich – und erstarrte. Pippis Gesicht schaute mich an. Allerdings, das sah ich mit einem Blick, war dieses Katz nicht mein dickes Pippilein fluffiges Katzenpersönchen, es war nicht einmal eine Katze, sondern, wie ich am Gesicht und dem zerfetzten Ohr deutlich sehen konnte, ein Katerchen! Sehr schlank. Offenbar ein Halbbruder von Pippi. Er scheint sich tagsüber vorwiegend nebenan aufzuhalten, auf dem Grundstück, das ebenfalls unseren Vermietern gehört. Dort sitzt er abends oft und wir haben das Gefühl, daß er auf uns wartet, weil er Hunger hat. Wir sehen ihn jetzt öfter in der Warteposition, wenn wir mit dem Auto unterwegs waren. Das Auto scheint er am Klang zu erkennen, wie unser kleiner Herr Sonntag auch.  Wenn ich ihm abends Essen hinausstelle, ist er oft schon da, ergreift aber sofort panisch die Flucht. Gestern abend flitzte er unter dem Tor durch raus, kam aber zurück, als ich ihm beruhigend nachrief. Angespannt guckte er unter dem Tor durch – zwei große, leuchtend gelbe Augen unter dem braunen Tor – einfach zu süß! Inzwischen kennt er unsere Stimmen und rennt nicht mehr weg, wenn wir ihn ansprechen. Wir haben das Gefühl, er würde gern nähere Bekanntschaft mit uns schließen, hat aber zu große Angst.  Nun, wenn es ja doch mal irgendwann wärmer werden sollte, können wir abends die Tür offen lassen, dann kann er ja entscheiden, ob er sich mal hier drinnen umsehen möchte. Allerdings… wenn Pippi oder Micia ihn entdecken, gibt es Streß, denn unsere Damen sind sehr territorial.

Ich habe den kleinen Kater „Ianto“ genannt, nach dem Charakter Ianto Jones in der Serie „Torchwood“. (Das ist ein spin-off von Doctor Who. Schon damals hatte ich mir geschworen: sollte uns jemals nochmal ein Kater zulaufen, nenne ich ihn Ianto, weil mir der Name so gut gefällt😀 ) Und dem Prinzen ist das wurscht, er findet den kleinen Kater zwar auch ganz hinreißend, aber die Wahl der Namen unserer namenlosen tierischen Hausgenossen durfte bisher immer ich treffen😀

Inzwischen ist es für uns zu einer lieb gewordenen Routine geworden, abends noch eine Extra-Dose Katzenfutter in Balous früherer Schüssel  rauszustellen. (Und die Schüssel des kleinen Herrn Sonntag, mit den Resten, die er verschmähte, der verwöhnte kleine Stinker  ;)

Vorteil: Die Näpfe sind morgens so sauber, daß wir uns im Grunde das Spülen sparen könnten (zumal wir derzeit ja sowieso wieder „old school“ spülen, bis in zwei Wochen die neue Spülmaschine kommt (hoffentlich).

Haltet uns (und dem kleinen Ianto) die Daumen! Ich halte euch auf dem Laufenden!