Wieder zurück (ungern!)

Wir hatten, wie viele andre auch, den Feiertag für ein langes Wochenende oben in der zweiten Heimat genutzt, darlings (Bericht und Fotos folgen!) Es war soooooo schön – der kleine Herr Sonntag, der ja eigentlich ein „Iiih , das ist nass!“ – Hund ist, traute sich am Hundestrand in Norddeich sogar ins Wattenmeer! (Bis zum Bauchnabel 😊 ) Heute (Montagabend) sind wir naßgeschwitzt zurückgekehrt, nach gut sechs Stunden bei über 30 Grad im Auto (hechel).

Morgen soll es noch wärmer werden, meine Ergotherapeutin hat mir „hitzefrei“ gegeben, da kann ich in Ruhe einen kleinen Bericht schreiben (Obwohl ich gar nicht sicher bin, ob hier überhaupt noch jemand mitliest, nach der langen Pause, die ich gemacht habe?)  😃

Na, sehe ich ja dann – also, bis morgen!

Endlich: Paxianers Besuch bei uns!

Mennoooooooo… gut fünf  Wochen lang nicht mehr richtig gebloggt! Ich faule Socke 😃 😃 😃

Im Grunde habe ich diese herrlich ruhigen Wochen damit verbracht, das zunehmend schöne Wetter und die Stille der ersten zaghaften Sommertage zu genießen, meine Reha-Trainingseinheiten zu absolvieren („Werde jeden Tag um ein Prozent besser“) und Ideen für die kommenden Monate zu sammeln (mir geht schon wieder so viel im Kopf rum, daß ich kaum still bleiben kann 😉 ).

Zudem zehre ich immer noch vom Paxianer-Besuch-Wochenende – das war sooo toll! ❤ ❤ ❤

Paxianer (vom gleichnamigen Blog) kam am Freitag, den 28. April hier an und blieb bis Sonntag. Das war ein klasse Wochenende! Erst als wir auf dem Bahnsteig warteten und der Zug einfuhr, wurde mir klar, daß ich gar nicht wußte, wie sie aussieht. Wir „kannten“ uns bis dahin nur per Mail und WhatsApp. Daß wir uns mögen und die Wellenlänge zwischen uns stimmt, war schon länger klar. Aber welche der vielen Frauen auf dem Bahnsteig war sie? Das wurde deutlich, als aus einiger Entfernung eine heftig winkende junge Frau mit Rollkoffer auf uns zulief. Ich habe keine Ahnung, warum ich nach einer Frau mit blonden schulterlangen Haren gesucht hatte, denn Paxianer hat die gleiche Frisur wie ich: straßenköterblond   brünett und kurzhaarig 😃 😃

Erkannt hatte sie uns – logo! – daran, daß der kleine Herr Sonntag mit uns auf sie wartete. Wir begrüßten uns begeistert und hatten uns gleich eine Menge zu erzählen, während wir zum Auto liefen. Zu allererst fuhren wir mal nach Hause, damit Paxianer zur Ruhe kommen konnte nach ihren drei Stunden im Zug. Nachdem wir beim Thai-Imbiß etwas „Futterage“ (Opas Wortschöpfung) bestellt hatten, nahm Micia den Gast in Augenschein. Die Chefin über alles stellte sofort fest, daß sie es hier mit einer gut trainierten, erfahrenen Katzenkraulerin zu tun hatte und gab ihr placet, daßPaxi bleiben dürfe.Die Chefin ist ja eher eine distanziertere Katze, gar nicht „touchy-feely“ wie das Pippilein. Um so  schöner fand ich es, daß sie Paxianer ganz schnell ins Herz schloß (das geschah ganz auf Gegenseitigkeit). Den Freitagabend  verbrachten wir mit Quatschen, Lachen und ein bißchen Essen. Genial war: Paxi brachte mir bei, wie man „ Pokémon GO“ spielt! Sie half mir, die App herunterzuladen und zeigte mir dann, wie man die kleinen Viecher fängt und Punkte sammelt. Machte Spaß – zumal Alfreds Schmiede nebenan einer der „Pokéstops“ hier im Dorf ist, also eine Stelle, an der man seine Ball-Vorräte auffüllen und weitere Punkte sammeln kann.

A propos Bälle: Der kleine Herr Sonntag hat von Paxianer ein suuupertolles Geschenk abgestaubt: einen erratischen Ball, also einen Ball, der unvorhersehbar und unkontrolliert springt, wenn man ihn wirft. Das liegt an seiner besonderen Form:

erratic

Foto (c) Zooplus

Es ist ja immer wieder sehr rührend zu sehen, wie der Kleine sich über ein Geschenk freuen kann, aber seine Begeisterung über den Ball unterhielt uns den ganzen Abend lang ❤ ❤ ❤

Er fand schnell heraus, daß er für diesen Ball gar keine Menschen zum Werfen braucht: es reicht, den Ball in die Schnauze zu nehmen, den Kopf zu heben und den Ball aus möglichst hoher Höhe fallen zu lassen. Auf den Fliesen hopst dieser dann etwas  herum, das reicht dem kleinen Herrn Sonntag.  Er ist da recht bescheiden: wenn er zwei, drei Meter hinter etwas herlaufen kann, das sich bewegt, ist er schon zufrieden. (Seine frühere Besitzerin hat ihn oft abgeschoben, um Zeit für sich zu haben, daher ist er froh über jede Aufmerksamkeit.)

Nicht nur Herr Sonntag, auch ich bekam etwas geschonken an diesem Abend: Paxianer hatte auf einem Büchermarkt einen Shakespeare-Roman(„Shakespeare’s lost Kingdom“)  entdeckt, ein Buch über Gesteine und  einen wunderbar gezeichneten, geheimnisvoll-spannenden und poetischen Comic: „Dreamwalker“ von Isobelle Carmody. Danke, Paxi!!!

Am Samstag Morgen weckte mich schon der Kaffeeduft. Am Frühstückstisch saßen auch Micia und Pippilein, denn Paxianer hatte sie natürlich ebenfalls mit Geschenken bedacht: kleine Packungen mit hauchfein geschnittenen Scheibchen von Fleisch-Stücken von Lamm, Huhn und Ente, also praktisch getrocknetes Carpaccio. Die Damen waren sehr angetan (Micia so zu mir: “Hab ich doch gesagt, die kann gerne hierbleiben!“ 😃 )

Paxianer trug ein T-Shirt, das mir als London-Fan auf Anhieb gefiel: Ein  geflocktes Tower-Bridge-Motiv! *hach*

Naxh dem Frühstück zeigten wir Paxianer das Dorf. Dem kleinen Herrn Sonntag war schon klar, daß ein Gassi- Gang geplant war, denn der Prinz saß ja mit am Frühstückstisch. Dann weiß er immer: „Papa“ bleibt zu Hause und  längeres Gassi steht an! Paxianer zeigte mir unterwegs, wie man das mit dem Pokémons macht und wie man Punkte sammeln kann. Macht voll Spaß! 😃

Der Prinz mußte nachmittags zu einer Veranstaltung, für die er sein Kommen zugesagt hatte, bevor wir wußten, daß Paxi uns besuchen wollte,und verzog sich. Paxi und ich machten es uns in meinem „Abhäng-Zimmer“ vor dem Fernseher gemütlich und schauten uns den erstenTeil der BBCDoku    „Living with Alzheimer’s“an, die Terry Pratchett eine Weile vor seinem Tod mit dem BBC-Team gedreht hatte. Als der Prinz zurück war, schleppten wir Paxianer nach Offstein ab. Wir hatten den finsteren Plan, sie zum Eisessen bei Esther und Alessio zu zwingen .  Sie fügte sich tapfer in ihr grausames Schicksal, das muß man ihr zugestehen! Eine mutige Frau 😉 !

Wieder weckte mich am nächsten Morgen der Kaffeeduft (könnt‘ ich mich dran gewöhnen 😉 ) und es blieb nicht mehr viel Zeit, bevor Paxianers Zug sie uns wieder entführen würde… sie hatte aber noch gar nichts von Worms selbst gesehen ( Nicht, daß es besonders viel Aufregendes zu sehen gäbe…just saying 😉 )

Der Wind war eklig kalt, wir gönnten uns zum Aufwärmen noch etwas Kaffee und Kuchen, bevor wir zum Bahnhof  aufbrachen. Der Abschied war kurz, da wir sehr pünktlich waren und nicht auf den Zug warten mußten. Dann war sie weg und wir waren etwas wehmütig…. Wir vier haben uns so gut verstanden und paßten so gut zusammen, daß wir sogar erwogen, daß Paxianer doch zu uns ziehen könnte… Micia und Herr Sonntag fanden das Gedankenspiel klasse und waren sehr dafür, daß wir diese Idee umsetzen. Nun, wir arbeiten dran…  😃

Übrigens traf kurz nach Paxis Abreise schon ein Paket von ihr ein, das unter anderem  das gleiche Towerbridge-Shirt enthielt, das ich an ihr so bewundert hatte!  Ich gab mich so sehr gefreut! Danke, Paxi! ❤

Jetzt wird aber wieder regelmäßiger gebloggt, klar, Frau Lakritz?! Jawoll, Ma’m! *salutiert*

 

 

 

 

Malou!

Erwähnt hatte ich sie ja schon kurz, darlings: die süße Malou, ein Mix aus Jack Russell-Terrier und Beagle. Sie gehört den Nachbarn hier und kommt täglich vorbei, um nach Eßbarem zu schauen (denn hat die typische Verfressenheit des Beagle geerbt). Malou ist durch  und durch fröhlich und freundlich, einfach bezaubernd, und sie kann sich so sehr freuen, daß man sich mit ihr freuen muß, denn sie lacht über ihr ganzes hübsches Gesicht und wedelt so heftig, daß ihr gesamter  Körper mitwackelt. Es ist ansteckend fröhlich. Der kleine Herr Sonntag hatte von der ersten Minute an keine Chance. Malou überrollte ihn förmlich mit ihrer Freude, als wir ankamen, und sofort tobten beide wild über die Wiese vor dem Haus. Jetzt kommt Malou jeden Morgen und holt ihn zum Spielen ab ❤.

Das ist Malou:

malou

Und hier toben die zwei:

MHS

Unsere  Ferienwohnung war früher die Tenne des Hofes, daher ist das Fenster im Wohnzimmer tief angebracht, weil diese Wand nicht so hoch ist wie übliche Normwände . Das heißt, daß Herr Sonntag mühelos seine Vorderpfoten auf die Fensterbank legen und hinausschauen kann (unser Hund ist ein Fensterrentner!). Er tut das immer, wenn wir Malou erwähnen, dann guckt er, ob sie draußen ist ❤ . Streit gibt es, wie gesagt, nur, wenn sie seinen Futternapf „reinigt“.

Heute früh  (Erzählung des Prinzen): Malou sitzt vor der Haustür und fiept nach ihrem neuen Freund. Herr Sonntag setzt sich vor das Bett, starrt  den schlafenden Prinzen an und fiept ebenfalls, unterstrichen mit „Whff“ ( so ein Prusten durch die Lefzen, Hundebesitzer kennen das). Prinz öffnet mühsam die Augen, Herr Sonntag fiept sehr aufregt und tänzelt unruhig umher („Malou ist draußen, du mußt mir ganz schnell die Tür aufmachen!“)  Ich schlief noch fest und bekam das nur wie von weit her mit. Wach wurde ich erst, als aus dem Wohnzimmer das Bellen erklang, das er nur macht, wenn der Prinz ihm sein Geschirr anlegt. Ich dachte, die beiden wollten eine Gassi-Runde drehen, aber als ich in die Küche wankte und nach Kaffee suchte, war der Kleine schon wieder drin. Der Prinz hatte ihn zu Malou hinaus gelassen und die beiden hatten getobt. Natürlich hatte Malou seinen Abendessen-Rest verputzt. Sein Geschirr trug er aber, darauf besteht der Prinz für den Fall, daß Herr Sonntag mal verloren gehen sollte. Denn am Geschirr hängt die Plakette mit seinem Namen und der Handynummer des Prinzen.

Wir sind froh, daß es die fröhliche kleine Malou hier gibt und Herr Sonntag so auch mal „hündischen“ Sozialkontakt hat. Zu Hause sind die anderen Hunde ja meist entweder hinter einem Zaun oder an der Leine. Und da diese Wohnung hier in mehrerer Hinsicht ideal für uns ist (ebenerdig, näher an Oldenburg als die bisherige), werden wir in Zukunft wohl häufiger hier sein.

Unterirdisch

… ist das Wetter hier, my dearies – bei euch auch? Nuja, es ist eben April – kalt, windig, grau und naß wechseln sich mit Sonnenschein ab. Aber die Sonne lügt! Optimistisch fuhren wir gestern trotzdem nach Oldenburg hinein, aber Spaß machte das nicht. Nur der kleine Herr Sonntag freute sich.  Er findet es toll hier. Außer natürlich, wenn Malou, die süße Nachbarshündin (Jack Russell X Beagle) kommt und ihm sein Futter wegfrißt, das vom Vorabend noch da steht und das er eigentlich in Ruhe frühstücken wollte 😃 Wir besuchten Edda in der Schmiede, die erst Herrn Sonntag, dann uns um den Hals fiel, und machten mit ihr was zum Abendessen aus.

Es plästerte den ganzen Tag vor sich hin, und wenn es mal aufhörte, war der Wind schneidend kalt. Wir wohnen auf einem Bauernhof, hier stört das Wetter also niemanden, die sind alle abgehärtet hier 😉

Seit ich Weihnachten 2015 in der Ferienwohnung in Detern  stürzte  und mir das Handgelenk brach, waren wir nicht mehr hier. In der Stadt hat sich einiges verändert, was Geschäfte betrifft. Einige sind gar nicht mehr da oder machen jetzt ganz was anderes. Aber alle sind heftig im Oster-Modus.

Johannes, dem der Hof hier gehört, hat auf einem kleinen Feldstück hinter den Ställen schon einen riesigen Haufen Brennmaterial für das Osterfeuer angehäuft, heute Abend um 19.30 geht es los. Wir sind eingeladen und gespannt, was Herr Sonntag dazu sagt.

Übrigens habe ich hier in der Wohnung doch noch eine Ecke gefunden, in der ich Internetempfang habe: Auf dem Sofa am Fenster. Allerdings muß das Schlepptop dazu auf dem Couchtisch stehen und ich sitze entweder sehr unbequem vorgebeugt und kann nicht atmen oder ich tippe Texte am Küchentisch und ziehe zum Veröffentlichen in die Sofa- Ecke rüber. Am Küchentisch tippen geht ganz gut, denn da kann ich auf meinem Ballkissen sitzen (trainiert die Rumpfmuskeln).

Gestern Abend holten wir Edda ab, um unser inzwischen zur Tradition gewordenes Essen Im Vapiano zu genießen. Edda ißt, wie wir, sehr gern bei Vapiano, geht aber nicht allein hin. „Ohne euch ist das nicht richtig“, lacht sie immer. Uns geht es allerdings genau so. Unser gemeinsames Anstoßen auf unsere Freundschaft, das gehört einfach dazu. Wenn der Prinz und ich in einem anderen Vapiano essen (zum Beispiel in Mannheim, an unseren Geburtstagen), fehlt sie uns, dann schicken wir ihr immer eine SMS: „Sitzen in XY bei Vapiano und denken an dich❤ !“  Das freut sie immer sehr.

Das war jetzt ein etwas wirrer Bericht, aber wir sind ja noch etwas hier, das sortiert sich noch *fg* Ich wünsche euch und euren Lieben schon mal schöne Ostern!

Es frü-hü-hülingt!

Ist das Wetter derzeit bei euch auch so großartig, darlings? Gestern feierte der Buchhändlerfreund einen runden Geburtstag, und wir waren zum Brunch eingeladen. Die Buchhändlerfreunde wohnen oben am Dorf-/Feldrand. Es war wunderbar knackig warm im Garten, wir saßen nach Essen und Sekt noch eine ganze Weile mit anderen Gästen  in der Sonne und quatschten über Gott und die Welt. Den kleinen Herrn Sonntag hatten wir zu Hause gelassen, damit er nicht durcheinander kam: S., die Buchhändlerfreundin, geht mit ihm/uns Gassi, wenn der Prinz mal nicht da ist, und er mag sie sehr. Zudem wohnen die Freunde an einer der liebsten Spazierstrecken des Herrn Sonntag. Er hätte das nicht verstanden: S. ist da, wir sind hier in den Feldern, und ich soll zwischen all diesen Leuten still sitzen und keiner gibt mir was vom Essen ab?! Er hätte nur gebellt und gezappelt, und das Geburtstagskind ist nicht gerade ein übermäßiger Fan davon, Tiere im Haus zu haben. S. vermißte ihn natürlich ebenso wie wir, aber das ließ sich nicht ändern. Immerhin waren wir keine zehn Minuten von Zuhause weg. Unter den Gästen war auch ein lieber Bekannter, den wir sonst fast nur bei Veranstaltungen hier im Dorf treffen, da er sich hier sehr engagiert. Wir lernten endlich auch mal seine Frau und seine Tochter kennen, das war schön (mit der Frau verstand ich mich sofort prima, wir werden uns künftig öfter sehen, haben wir beschlossen 😉 ). Zudem war noch ein sehr nettes, goldiges Paar aus der Nachbarschaft da, die sich schnell als Fans von Simon’s Cat herausstellten und mit denen wir viel lachten. Das war ein guter Beginn für einen Frühlingssonntag!

Rundum ist es jetzt wieder eine Freude, draußen zu sein! In den letzten Monaten war es, wenn der Prinz nach Hause kam, schon dunkel draußen und oft auch widerlich kalt /naß/windig. Jetzt kommt er, es ist noch hell und sogar sonnig, er zieht dem wie ein Gummiball hüpfenden Herrn Sonntag das rote Geschirr an und wir ziehen los. In der Sonne ist es noch warm, überall blühen und duften Büsche und Blumen – es ist großartig! Wie macht sich der Herr Lenz bei euch?

Geburtstag II – Bob Ross

Im letzten Beitrag über den Verlauf meines Geburtstages, darlings, schrieb ich, dass ich es gern mal mit Malen nach Bob Ross versuchen möchte. Ergeben hat sich das so: Uli Stein hatte kürzlich in seinem Notizbuch ein wunderschönes Sonnenuntergangs-Foto veröffentlicht. Eine Kommentatorin schrieb dazu, es erinnere sie an ein Gemälde von Bob Ross. Ich antwortete ihr mit „happy little clouds“, Bobs Markenzeichen-Ausspruch. Dazu schrieb ich, dass ich mir zu gern die Bob Ross-Basis-Malausstattung anschaffen und mit dem Malen beginnen würde, wenn ich denn wüßte, daß das auch mit einer Hand ginge. Sehr schnell darauf bekam ich eine geharnischte WhatsApp-Nachricht von Paxianer, die das gelesen hatte und mich aufforderte, umgehend meinen Ar*** in den nächsten Kunstbedarfsladen zu bewegen und mit dem Malen zu beginnen  ❤  Sie schrieb weiter:

Schau ihn dir an, malt er zweihändig? Nö.. in der einen Hand hat er seine Riesen-Palette… Aber die kann man auch auf ein altes Holzbrett schrauben und dann auf den Tisch legen (Holzbrett wegen nicht rutschen) die Tuben mit der Farbe würde ich in Plastedosen oder irgendwas umfüllen, und zwar etwas, das du auch allein aufkriegst und die Farbe kann man dann auf die Palette mit dem Löffel schaufeln, recht kleckerarm..Dann Pinsel rein und looooos….Hoppshopps.. Wir mögen Bilder sehen…

*Hach* Wie ich immer wieder sage: Freunde sind was Tolles. Am Telefon erzählte ich das meinem Bruder, der die Idee ebenfalls super fand und mir zum Geburtstag eine Probierpackung mit vier Ölfarben von Rembrandt und zwei gute Pinsel dazu schenkte. Eine Staffelei haben wir noch irgendwo stehen, das weiß ich.  Fehlt noch Platz und ein alter Tisch, eventuell vom Sperrmüll, der ruhig einige Farbkleckse und Schraublöcher  abbekommen kann. Paxi und ich schauten im großen Internetz mal nach so einem Bob Ross-Basis-Ausstattungsset. Paxi schrieb dazu „…aber dann sah ich den Preis und brauchte Sauerstoff…“ Ich allerdings auch!  😀

Ja… Bob lebt schon seit 22 Jahren nicht mehr, aber seine Erben  nutzen seinen Kultstatus noch gut aus, leider. Mal schauen, ob ich das noch hinbekomme. Immerhin: die Utensilien  und die Anleitungs-DVDs gibt es ja auch gebraucht  bei ibääh…

Übrigens kam – gaaanz beiläufig natürlich – dies hier von Paxi zu meinem Geburtstag:

bobinstr

 

 

Geburtstags-Nachlese

Hello, my dearies,

Juhu, wir haben den Karnevals-Horror schadenfrei überstanden! Nur wenige Erwachsene, die allen Ernstes in Clowns- oder Hasen(!!!)-Kostümen herumliefen (das war im Nachbardorf, wir trafen sie bei einer längeren Spazierrunde mit Herrn Sonntag.)

Am vergangenen Freitag war mein 56.Geburtstag. Der Prinz erlaubte mir, luxuriös bis halb zehn zu schlafen (mit dem Hinweis, er habe für halb elf Plätze zum Frühstücken reserviert). Einen Kaffee zum Wachwerden durfte ich aber trinken.

„Wo frühstücken wir denn?“ fragte ich gespannt. Der Prinz lachte nur laut. „Nee, is klar, mein Schatz“, sagte er, „Der Versuch ist nicht strafbar!“

Der kleine Herr Sonntag konnte diesmal nicht mitkommen. Warum, wurde mir klar, als wir am Ziel ankamen: Beim Café Solo nämlich, das wir vor einigen Jahren entdeckten und das wir sehr mögen. (Es ist leider längst kein Geheimtipp mehr, daher oft überfüllt.) Allerdings sind die Räume etwas eng, und da wird unser Mausebär unruhig und bellt viel. Wir genossen ein köstliches Sektfrühstück in der wunderschönen Landhaus-/ shabby chic – Atmosphäre des Cafés. Pappsatt kamen wir, natürlich bewaffnet mit Belohnungs-Fleischwurst, bei einem glücklichen kleinen Herrn Hund an. Schon einige Tage vorher hatte mir meine Schwester ein Päckchen geschickt, das ich ansehen, aber nicht anfassen durfte (der Prinz hielt es außerhalb meiner Reichweite 😉 )

So sah es von außen/vorne aus:

24

Das war auf der Rückseite:

nix24

Und drinnen war das hier:

heikebild

Sie hat es selbst gemalt. Es hängt jetzt in unserer Küche, ganz zentral, und ich erfreue mich immer wieder daran  ❤

Im Büro hängt auch ein Geschenk, eines vom Prinzen:

uhr

Und das hier lese ich gerade, war ebenfalls ein Herzenswunsch (erfüllt vom Prinzen):

lingo

Von den Lieblingsnachbarn kam dieser Gruß (mit der Erlaubnis, ihn hier im Blog zu zeigen):

haschis

(c): W.H.

Den Rest des Tages bis  zum Abend verbrachten wir mit luxuriösem Faulenzen (Zum Unternehmen fiel uns nichts Gescheites ein, da fast überall Hunde unerwünscht sind. Für den Abend hatte mir der Prinz noch einmal Essen „angedroht“. Er fuhr so wirre Wege, daß ich lange brauchte, um zu kapieren, daß wir uns nach Mannheim bewegten. Da fiel mir ein, wie ich mich kurz gewundert hatte, daß der Prinz bei der Abfahrt mein Handy in meine Tasche gestopft hatte mit der gemurmelten Bemerkung „Nimm das mal mit, kann nicht schaden, wenn du’s dabei hast…“ Ich hatte mich noch gefragt, wozu, wenn wir doch nur essen wollten, aber ich war über dem Abfahrtsgenerve sofort abgelenkt und vergaß die Sache.

Jetzt, im Auto, Richtung Mannheim, ergab das plötzlich Sinn! 😀

„Vapiano?!“ fragte ich. Der Prinz grinste nur breit und sagte nichts. Aber klar: am Morgen hatte ich eine Geburtstagsmail von der Gruppe „Vapiano People“ bekommen, die ihren Mitgliedern zum Geburtstag eine Flasche Wein oder Secco zum Essen schenkt. Wer die App auf dem Handy hat, erhält automatisch einen QR-Code, den die Person an der Kasse einscannt. Damit verschwindet die Flasche von der Rechnung. Wir genossen eine Flasche Rotwein (Primitivo), sehr lecker. Deswegen hatte der Prinz so betont beiläufig mein Handy eingepackt! Der hinterhältige Kerl! (Aber er ist auch bei Vapiano People, daher werden wir im Juli an seinem Geburtstag den gleichen Spaß haben.) Ich plumpste todmüde und nudeldickesatt ins Bett, denn für den Samstag hatte ich Gäste eingeladen.

Im letzten Jahr hatte das mit den Gästen gut geklappt. Es war dem Prinzen gelungen, Platz für alle zu schaffen, obwohl unsere Räume so klein sind. Bisher hatte ich mir das Feiern meines Geburtstages immer versagt, weil ich glaubte, es sei zu eng bei uns, und der Hof oder der Garten kommen ja im Februar nicht in Frage zum Feiern. Jetzt weiß ich: Es muß gar nicht alles nach außen hin „richtig“ und „perfekt“ sein – die Leute fühlen sich auch wohl, wenn es etwas enger am Tisch ist. Eine Eingeladene hatte sich letztes Jahr bei meiner Schwester darüber mokiert, „wie es da aussah“ (nein, wir sind keine Pedanten und wir schlecken unsere Zimmer nicht aus, bevor Besuch kommt…  Gäste wollen es gemütlich und herzlich haben und nicht in einem seelenlosen Zimmer sitzen, das wie ein Schaufenster im Möbelgeschäft wirkt!) Unser Tisch „war nicht für Besuch gedeckt“ – huch!!! – und „die Tassen passten nicht zusammen“! NEIN! Wie schrecklich! 😀 😀 😀  Das Essen „schmeckte nach nix“ (war herrliches  veganes Essen von Frollein Elfriede.) Die wunderbare Frollein Elfriede hat auch in diesem Jahr für das leibliche Wohl meiner Gäste gesorgt – danke, Manu!

Wir lachten sehr viel, die Kinder meines Bruders und der kleine Herr Sonntag hatten Spaß miteinander, ich futterte wieder unmäßig viel (vor allem geschenkten Süßkram, die Buchhändlerfreunde hatten Marzipan mitgebracht). Allerdings wurde mir im Laufe des Abends klar, daß ich noch üben muß, mit mehreren Menschen gleichzeitig zusammen zu sein, vor allem, wenn alle zugleich sprechen. Trotz meiner guten  Hörgeräte kam ich irgendwann nicht mehr mit. Die letzten Gäste gingen gegen 19 Uhr. Um 15 Uhr hatten wir angefangen… mal sehen, ob es mein Gehirn bald schafft, so etwas länger durchzuhalten. Mal sehen, was ich nächstes Jahr mache, da fällt der Tag auf einen Samstag…)

Es war wieder ein wunderschöner Geburtstag – dank meines Prinzen! ❤

P.S.: Mein Bruder und seine Familie schenkten mir ein Ölfarben-Probierset und zwei gute Pinsel, da ich darüber nachdenke, mit dem Malen (nach Bob Ross) anzufangen 😉