Jauchzet, frohlocket, und preiset die Tage!

Heute Abend, gegen sechs, my dearies, düsen wir wieder ab in die zweite Heimat. Jürgen, unser wunderbarer Vermieter, füttert die Katzenmädels und sorgt dafür, daß sie in der Baller-Nacht im Haus sind. Die Heizung im Lüttje Huus hatte zwischendurch mal wieder den Geist aufgegeben, aber nur, wie der von Herta sofort gerufene Techniker feststellte, weil kein Wasser mehr drin war. Also keine Katastrophe. „Du zeigst mir, wie das mit dem Nachfüllen geht, damit ich das weiß!“  hat Herta dem Prinzen erklärt. Ist sie nicht ein Goldstück?! Gestern Abend habe ich noch mit Werner, Hertas jüngerem Sohn, telefoniert. Wir möchten Herta gern ewas zu Weihnschten schenken, kennen aber ihre Interessen nicht soo genau, und mit einem Geschenk für Bella wollten wir uns auch nicht zufriedengeben. Werner wußte gleich was: Einen kleinen Präsentkorb schlug er vor, mit alkoholfreiem Glühwein zum Beispiel (daß Herta, die Protestantin, keinen Alkohol trinkt, hatten wir schon mitbekommen, daher ist Wein hier aus der Gegend als Geschenk auch nicht passend.) Herta liebe Niederegger Marzipan, verriet Werner weiter, und „Was Duftendes“. Wir werden ihr da noch etwas Schönes zusammenstellen, denn vor dem 24. müssen wir wohl nochmal einkaufen – wir wollen noch einen einigermaßen günstigen DVD-Spieler fürs Lüttje Huus anschaffen, denn Weihnachten feiern, ohne „Notting Hill“ zu schauen – das geht für uns nicht! Das ist unser Weihnachts-Kultfilm!

Vor dem 24. bauen wir natürlich noch unseren Baum auf, dabei spielt in voller Lautstärke Bachs herrliches Weihnachtsoratorium (siehe Überschrift ; ) ) Ich liebe es!  In Bach kann ich voll und ganz aufgehen.

Wir lesen uns Anfang Januar wieder – ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches und mit viel Lachen und Liebe angefülltes 2020!

Ihr rockt!!!

Oma und Antonin :D

Gestern, meine Lieben, zog ab dem Vormittag ein herrlicher „Sonntag-bei-Oma-“ Duft durchs Haus, denn der Prinz kochte Hühnersuppe nach Omas Art. Er hatte sogar Buchstabennudeln und Markklöße besorgt, damit es so original wie möglich geraten sollte. Und es war köstlich! Bis heute mittag war die Suppe dann so richtig gut durchgezogen und schmeckte noch besser als gestern. Während der Prinz noch am Herd rumkruschte, las ich wie festgewachsen im zweiten Band der „Kane and Abel“ – Trilogie. In einer Szene geht ein junger Cellist die Straße entlang „und pfiff das Cello-Konzert von Dvorak vor sich hin“.

Das Cello-Konzert? Hat Dvorak also nur eines geschrieben? wunderte ich mich. Der Prinz, ehemaliger Orchestermusiker, bestätigte das nicht nur, sondern holte gleich sein Eipätt und ließ das Konzert bei Juhtjuhp abspielen. Wunderbar! Und wie das bei Juhtjuhp ist, folgte von selbst gleich das nächste Video: Dvoraks großartige Sinfonie „Aus der neuen Welt“. Bis dahin hatte der Prinz uns beiden schon Suppe serviert und wir genossen Omas herrliche legendäre Hühnersuppe zu Dvoraks ebenfalls herrlicher Sinfonie. Kein übler Start in die neue Woche, oder? 😀

 

Vorfreude!

Der Oktober dauert noch zweieinhalb Wochen, Ihr Lieben, dann haben wir zwei Feiertage, den Reformationstag (nicht hier bei uns) und Allerheiligen (nicht im Norden). Wie auch immer – das wird ein langes Wochenende, und wir verbringen es in Hogwarts! Außerdem freue ich mich schon auf Weihnachten (Ja, viiieel zu früh, ich weiß). Eigentlich war geplant, dass Schwesti und ihr Mann nach Hogwarts kommen und wir Weihnachten zu viert verbringen, aber da ist Schwesti etwas dazwischengekommen, so daß es leider nicht klappt. (Aber ich habe das Weihnachtsgeschenk für den Prinzen auf den Weg gebracht, hehe). Habt ihr eigentlich auch schon Weihnachts-Süßkram verputzt? (Geständnis: Ich hatte schon Dominosteine, Lebkuchen in Massen und Marzipan 😉 )

fix ’ne Zwischenmeldung,

darlings, denn ich schreibe immer noch am Urlaubsbericht 😉

Gestern besuchten wir spontan meinen Brudi im Schwäbischen, um ihnen die Schlüssel zum Lüttje Huus zu bringen und ihnen einige Tipps für die Tage zu geben, die sie irgendwann noch in diesem Monat in Hogwarts verbringen werden. Gleich nach unserer Ankunft holte der Prinz uns  allen schnell Essen beim Thai-Imbiß. Wir fuhren alle zusammen zum Zeltlager, in dem Marie, meine Nichte, eine Woche verbracht hatte.  Eine kleine Kirchengemeinde im Ort hatte das (Mädchen-) Lager organisiert (das Jungs-Lager beginnt heute für eine Woche, Paul ist dabei). Es ist wohl üblich, dass am letzten Lagertag die Eltern ihr Kind  mit einem Kuchen „auslösen“ und es danach Kaffee und Kuchen für alle gibt. Brudi fragte, ob wir Lust hätten, dabei zu sein. Klar, wir fuhren gern mit.  Kaum angekommen, mußten wir uns allerdings zuerst mal  in einem stickigen Zelt auf Biergartenbänke zwängen, denn die Kinder und Teenies wollten ihren Eltern in Form von Liedern und Sketchen von ihrer Zeltlager-Woche erzählen. Üblicherweise, wenn es heißt „Die Kinder führen jetzt was vor“, bricht bei mir kalter Schweiß aus und ich denke an Sartre  („l’enfer, c’est les autres“). Es war dann aber doch ganz gut auszuhalten (und Marie war eh mit ihrer neuen Freundin auf dem Gelände unterwegs). Der Prinz fand danach  für uns eine Sitzbank im Schatten und besorgte uns Kaffee und Kuchen.  Zwischenfrage: Warum lieben die Deutschen diese grauenhafte Filterplörre so sehr? Meiner Meinung nach gibt es vier Bereiche, von denen die Deutschen unbedingt die Finger lassen sollten, weil sie es einfach nicht  können: Wein, Käse, Kaffee  und Fremdsprachen.

Zurück bei Brudi, entdeckte ich am Haus meine geliebte kleine „Wilde Maus“, wie ich mein Motorrollerchen getauft hatte. Ich vermisse das Rollerfahren, bin aber sehr froh, daß ich die Wilde Maus vor einer Weile meinem Brudi überlassen habe, da sie bei uns seit dem Hallamati  ja nur ungenutzt im Hof stand. Er fährt sie täglich und er liebt sie. Marie liebt sie ebenfalls. Sie nennt die Maus „Möö-möö“ (wegen des Motorengeräusches beim Starten 🙂 ) Marie ist leidenschaftliche Turnerin. Da sie jetzt so groß ist, daß sie mit den Füßen aufs Trittbrett reicht und sie einen eigenen Helm hat,darf sie jetzt offiziell mitfahren, so fährt ihr Papa sie fünf Mal in der Woche nach Stuttgart. Dort trainiert sie im Kader des Leistungszentrums für Kunstturnen.

(Nein, sie tut das nicht, weil ihre Mutter Sport unterrichtet und über ihre Tochter einen unerfüllten Lebenstraum ausleben wollte- Marie liebt das Turnen mit heißem Herzen und freut sich auf jedes Training!) Zum Training will und muß sie aber mit dem Möö-möö fahren! Und ich bin glücklich, daß die Wilde Maus wieder ein ausgefülltes Leben hat und Liebe und Anerkennung bekommt. (Ich muß immer noch darüber lachen, daß die neighbourina damals wohl glaubte, ich scheffele Millionen mit dem Reiki und leiste mir deswegen einen Scooter… )  Aber draufsetzen, for the good times, wollte ich mich doch nochmal. Der Prinz hielt die Maus fest, Brudi hielt mich fest, und schon saß ich, wie in alten Zeiten, im Sattel. Hier: (Ich sehe müde aus; der Nachmittag im Zeltlager mit den vielen Menschen hat Kraft gekostet).

mömö

Es fühlte sich so vertraut an – am liebsten wäre ich gleich losgefahren! Wie man sieht, pflegen Brudi und Familie die Maus sehr liebevoll. (Die  kleinen Schrammen vom letzten Unfall sind nur für mich und Brudi sichtbar, weil wir wissen, wo sie sind.)

Und ja, ich bin sehr sicher, daß ich in absehbarer Zeit wieder einen Roller fahren werde (dann spare ich aber auf eine originale Vespa.) Jetzt werde ich umso motivierter die linke Hand trainieren!

Ein verfressener Freitag

ist das wohl heute, meine Lieben, denn: firstly haben wir Pizza- und Rotwein-Tag, und secondly bin ich heute sieben Jahre anfallfrei! Den letzten Anfall hatte ich am 5. Juli 2012, hier ist die Geschichte festgehalten. Das Einnehmen der Epilepsie-Medikamente morgens und Abends ist inzwischen für mich genauso zur Routine geworden wie das Zähneputzen. Die Anfallfreiheit feiern wir inzwischen gewohnheitsmäßig bei Esther und Alessio mit einem Eisbecher, und darauf freue ich mich jetzt. Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende!

Vaddertach: Nachlese

Großes Vatertags-Gedöns machen wir nicht, my dearies. Der Prinz braucht keine Feiertags-Ausrede, wenn er mal mit Freunden weggehen will. Die Jungs machen dann halt was aus und gut ist. Der kleine Herr Sonntag und ich versorgen uns rechtzeitig mit Knabber- und Süßkram und netflixen den Abend durch (dem Prinzen entgehen dann zwar spannende Folgen bei GEO und Terra X, aber… nu ja. Damit kann er leben.Wir nehmen den Vatertag also eher als willkommenen Feiertag, wie die meisten Leute. Worauf wir uns hier im Dorf immer freuen, ist ein Ausflug zum Sportplatz des TUS. Den gönnten wir uns auch gestern:

Der Sportverein lädt jedes Jahr am Vatertag auf der Wiese hinter dem Sportheim zum Grillen ein. Den Erlös verwenden sie für Dinge, die gerade anstehen (Sportmaterial, Ausflüge, und so weiter). Es gab verschiedene Bratwürste (Schwein und Rind), Brötchen mit Schweinekamm und andere sehr fette und mächtige Sattmacher. (Das Fleischzeugs stammt aus der Produktion unseres Dorfmetzgers, Manfred, der sein Handwerk wirklich versteht.) Die Landfrauen hatten ebenfalls wie jedes Jahr ihr Bestes gegeben und herrliche Kuchen gebacken. Eigentlich hatten der Prinz und ich gestern geplant, das Mittagessen einfach zum Sportplatz zu verlegen, schafften es aber erst am späten Nachmittag hin. Rollfi, mein Austausch-Rolli, meisterte den wackeligen Trip über die Wiese hinter dem Sportheim super. (Olli ist immer noch in Reparatur mit der Bremse, es wird wieder teuer und ich verhandele derzeit mit der Krankenkasse über einen neuen Rolli, da wirtschaftlicher und somit sinnvoller.)

Wie meist, waren schon (oder noch) etliche Bekannte dort. Die meisten hatten allerdings schon gegessen und waren wieder zu Hause. Die Filmfreundin ist mit ihrem Liebsten per Wohnmobil in Südtirol unterwegs, aber dafür war Marina da, die wir bei unseren allerersten Gassigängen mit unserem Mausebären kennengelernt hatten. Marina und ihr Mann haben einen bezaubernden french Bulldogrüden namens Chico. Der Prinz besorgte mir „Futterage“ (Opas Wortschöpfung ❤ ), ein Bratwurstbrötchen und ein großes Radler, danach herrlich sahnigen Käsekuchen. Rein zufällig blieb ein Stückchen der Bratwurst übrig und fand seinen Weg, in eine Serviette gewickelt, zunächst in meine Jackentasche und dann in die Schnauze eines gewissen Bärchens (hier natürlich ohne Serviette!) 😀 Das war wieder richtig schön beim TUS – und wir konnten mit unserem Besuch zur geplanten Vereinsfahrt beitragen!

Abends gab es bei GEO noch eine spannende Doku über Sokrates und sein Leben ( heute ist Konfuzius dran, gestern hatten wir Buddha). Philosophie ist schon faszinierend, ich dachte viel an Gerrit, meinen Onkel, der letztes Jahr starb – er hatte neben Schiffbau auch Theologie und Philosophie studiert (ich wünschte, ich hätte nur einen Bruchteil seines Wissens!). Heute ist wieder Pizza- und Rotwein-Abend, yay! Habt einen guten Start ins Wochenende, Ihr Lieben!

OMNOMNOM

Die Filmfreundin ist meiner Meinung nach eine hübsche Frau und sie hat eine tolle Figur. Dennoch glaubt sie, wie so viele Frauen, sie sei zu dick und müsse abnehmen. Deswegen  mache ich öfter mal (lieb gemeinte!) Witzchen über sie und nehme sie ein wenig auf den Arm. Daß sie definitiv nicht abnehmen muß, glaubt sie mir nicht. Vorhin schickte sie mir das hier per WhatsApp:

kuchenessen

Großartig, oder? (Morgen fahren wir nach Woquard, da sind im Kühlschrank noch zwei Tafeln weißer Schokolade 😀 )