Zwischen Freude und Stolz

schwanke ich heute, ihr Lieben, denn mich erreichte die Mail eines meiner Reikischüler, der mir erzählte, dass er ein Buch geschrieben habe und dieses gerade erschienen sei. Hier könnt ihr einen Blick darauf werfen – ich freue mich schon auf die Lektüre! Schon als Cengiz für seinen ersten Reikigrad zu mir kam. zeigte sich, daß er ein großes Interesse und ein feines Gespür für Spirituelles hat.  So ist es kein Wunder, daß sein erstes Buch Ausdruck seiner Faszination für den Schamanismus  ist. Ich freue mich irrsinnig für Cengiz und ich bin total stolz auf ihn (obwohl das Buch ja allein sein Verdienst ist, ich habe ja nichts dafür getan.)

Es geht vorwärts…

… mit dem Auf- und Ausräumen angesichts des Umzugs Ende August, ihr Lieben. Wie der Prinz immer wieder seufzend und stöhnend betont: das Schlimmste sind die Bücher – und davon besitze ich den Löwenanteil. Aber so schrecklich Bücher auch sind, wenn man umzieht: ich liebe jedes meiner Bücher! Der Prinz kann das nicht nachvollziehen. Also habe ich tief durchgeatmet und mich dazu überwunden, mich von einigen Büchern zu trennen, sprich: sie an das Online-Antiquariat Momox zu verkaufen. Bei mir sind damit bisher rund 100 Euro zusammengekommen. Ab zehn Euro Ankaufswert übernimmt Momox den Versand, so hat der Prinz gepackt wie ein Weltmeister und vorhin noch mit Irmtraud, unserer Posthalterin, die Abholung der Pakete durch unsere DHL-Jungs vereinbart. Dabei teilte Irmtraud ihm mit, daß sie die Poststelle zum Ende des Monats schließt, weil sie in den Ruhestand geht. Das heißt dann für uns alle hier im Dorf,daß wir mit Post-Angelegenheiten ins Nachbardorf fahren müssen. Bisher bin ich immer schnell mit dem Rolli zu Irmtraud rübergefahren. Nun werde ich sie wohl nur noch bei Veranstaltungen im Dorf treffen, oder wenn wir uns bei der Hunderunde begegnen. Schade, aber wir bleiben ja im Dorf, bis es nach Woquard geht, so verlieren wir uns nicht aus den Augen. Zur Zeit habe ich meine Bücher und den Fernseher im „Abhäng-Zimmer“, wie ich es nenne. Wenn wir in Gudruns Haus umziehen, werde ich mir meine „Büro-Ecke“ in einem der Zimmer im Obergeschoß einrichten, da kommen dann auch meine Bücher dazu, das Stehpult und vielleicht eine kleine Liege oder sowas für kleine Mittags-Nickerchen. Da oben gibt es auch ein kleines Dachzimmerchen mit Dachfenster, sehr gemütlich, das wird unser Fernsehzimmer. Da ist auch Platz für die DVDs. Ach, ich wünschte, wir hätten es schon hinter uns! Ende August darf gern bald sein 😉  Für die nächsten Jahre im neuen Haus haben wir beschlossen, daß es ein neues System gibt: Wir stellen Sammelboxen auf: für Bücher, die wir ehrlicherweise nicht mehr lesen, für Kleidung, die uns nicht irgendwann wieder passen wird, und für allen anderen Kram, der nicht in unser neues Leben in Woquard paßt. So sortieren wir systematisch schon vorher Ballast aus, der uns sonst nur Kraft und Energie kosten würde.

Überraschung gestern!

Gestern waren der Prinz und ich gerade dabei, die frühere Waschküche auszumisten, da klingelte es. Vor dem Tor stand ein  junger Lieferdienstfahrer und drückte dem Prinzen wortlos zwei Päckchen in die Hand.

Menno, ihr widerlichen Ausbeuter bei Hermes, gebt euren Fahrern doch wenigstens die Chance, etwas Deutsch zu lernen, bevor ihr die armen Jungs in einem fremden Land ohne Sprachkenntnisse unter die Menschen schickt!

Eines der Päckchen war für den Prinzen, das größere für mich. Nur – ich erinnerte mich gar nicht, etwas bei Tante Amazonien bestellt zu haben. Der Prinz öffnete das große flache Päckchen für mich und zum Vorschein kam..

das hier:

Astrid

Wundervoll, oder? Ich wußte gleich, daß ich das nicht bestellt hatte, denn daran hätte ich mich natürlich erinnert – ich liebe Astrid Lindgren so sehr! „Vielleicht ist es ein Geschenk“, sagte derPrinz. Ich suchte im Umschlag… und fand den Hinweis auf die liebe verrückte Spenderin: Petra! Danke schön, nochmal, Petra! ❤

Astrid Lindgren bedeutet mir bis heute sehr viel.  50 Jahre ist es her, daß Oma und Opa mir zu Weihnachten die drei Pippi-Langstrumpf-Bände schenkten. Seitdem ist eine Welt ohne ihre Bücher für mich nicht mehr denkbar. Und dieses Buch ist eine wundervolle Ergänzung. Es ist  ihre Biographie, geschrieben für Kinder, aber auch für Erwachsene spannend, wie ich finde. Zudem sind die Illustrationen traumhaft schön (wie man ja schon am Titelbild sieht). Dieses herrliche Geschenk ließ mich  gestern also den ganzen Tag über mit einem strahlenden Lächeln herumlaufen. Wir vergaßen sogar den Pizza-und Rotwein-Abend! Der Prinz hat auch Montag noch frei, da werden wir noch gut mit dem Sortieren unserer Bücher vorankommen. Astrid Anna Emilia (So hieß Astrid Lindgren mit vollem Namen) bekommt natürlich ihr eigenes Regal! Und ich werde mich von keinem ihrer wundervollen Bücher trennen (einige habe ich sogar auf Schwedisch)!

We von euch liebt sie auch? Und mit welchem Buch seid ihr in ihre Welt eingestiegen?

 

 

Kopf–> Tisch

Heute früh, meine Lieben, hatte ich wieder mal ein bezauberndes Ibääh-Erlebnis.

Da wir ja schon auf unseren Umzug ins lüttje Huus hinarbeiten, sind wir bestrebt, unseren materiellen Kram so weit wie möglich zu reduzieren.

Für den Prinzen ist der Gedanke ein Alptraum, meine Unmengen an Büchern umziehen zu müssen 😀 Ich hätte auch gern etwas mehr Platz in meinem Zimmer, also habe ich mich dazu durchgerungen, eine Kiste mit 98 englischsprachigen Krimis abzugeben (Krimis sind nicht mein Fall). Ich bot sie zwei Stadtbibliotheken als Spende an, die aber nicht interessiert waren (Aber Hauptsache, alle Rosamunde Pilcher-Bücher sind da, ne?) Die Bücher stammen aus dem Nachlaß meines Lieblingsonkels, der vor drei Jahren starb. Er unterstützte Greenpeace und Unicef, so stellte ich die Bücher bei Ibääh ein, in der Hoffnung, dafür genug zu bekommen, um den Erlös  an diese beiden Organisationen  spenden zu können. Große Hoffnungen machte ich mir nicht – wer liest schon in Englisch (außer der bekloppten Lakritzefrau? 😀 😀 😀 ) Aber siehe da – als ich beim Frühstück in meine Mails schaute, war schon eine Anfrage da:

„Sind Romane von John Dickson Carr oder Carter Dickson dabei?“

Eine berechtigte Frage! Vor allem, wenn man bedenkt, daß meine Anzeige lautet:

98 Krimis im englischen Original (Agatha Christie +Dorothy L.Sayers)!

Is klar, oder?

 

Locki und Leuchti – die neue Serie

Wieder mal habe ich eine meiner dezent durchgeknallten Ideen, my dearies: Eine Kinderbuchserie mit dem Titel „Locki und Leuchti“.

Erklärung? Bitteschööön:

  1. Locki

Als ich den Prinzen kennen-und liebenlernte, vor 18 Jahren, hatte er etwa schulterlange, kastanienbraune glatte Haare. Im Laufe der Zeit wurden die Haare länger und sehr lockig. Also stellt euch eine braune Lockenmähne bis runter auf den Po vor – das war der Prinz. Als wir noch jung und wild waren… hach ja. 😀 😀 😀

Im Laufe der Jahre bekam das Haar aber Spliß und der Prinz, der wußte, wie  sehr ich seine sexy Mähne liebte, kämpfte dafür, daß wenigstens der gesplißte Teil abgeschnitten werden durfte. Ich gab grummelnd nach. So trickste er sich im Laufe der Zeit weiter durch. Irgendwann trafen wir dann ja Annika, die eine großartige Friseurin ist und die zu uns nach Hause kommt. Sie unterstützte den Prinzen dabei, mir zu erklären,  daß es für seine Haare gesünder sei, sie einmal richtig abzuschneiden. Widerwillig erklärte ich mich einem Radikalschnitt einverstanden. Allerdings einigten wir uns darauf, daß „radikal“ in diesem Fall „bis zu den Ohrläppchen“ bedeuten sollte. Gesagt, geschnitten. Je kürzer die Haare wurden, desto mehr lockten sie sich, bis der Fußboden um den Stuhl des Prinzen herum bedeckt war mit einem Wust aus silbergrauen Locken. (Wir machen das mit dem Haareschneiden immer in der Küche, mit Kaffee und Wein  dazu, das ist schön  gemütlich.) Am nächsten Tag, als der Prinz mit seiner neuen Frisur bei der Arbeit auftauchte, hatte er gleich einen Spitznamen weg: „Beethoven“! Die haarige Ähnlichkeit mit dem Bonner Komponisten war wirklich verblüffend: Ein kaum zu bändigender Lockenkopf bis zu den Ohren runter! Die wilden Locken sind der Gen-Anteil der Prinzenmutter, und inzwischen macht Anika nur noch „Locken-Begrenzung“ beim Prinzen. Mir gefällt seine Frisur jetzt richtig gut, und ich nenne ihn „Locki“.

Das ist also die Erklärung hinter dem Namen „Locki“! Ja – und was ist mit

2. Leuchti?

Da brauche ich nicht viel Worte, da genügen Bilder (wegen der jetzt schon mittags einsetzenden scheißigen Drecks-Dunkelheit):

leuchtioben

Man kann das Ding auf „Blinken“ einstellen (Oder, wie der Prinz das nennt, auf „epileptischer Anfall“). Es kann aber auch einfach nur ruhig leuchten:

leuchtidunkel

Ist klar, wer „Leuchti“ ist, oder? 😀

Als die beiden sich heute nach dem Frühstück auf Spaziertour machten, sagte ich im Scherz: „Jo – Locki und Leuchti auf Tour!“

Der   Klang gefiel mir, und sofort büllte mein Gehirn:“ Geil – Kinderbuchserie:

-Locki und Leuchti: Jagd im Kartoffelacker
-Locki und Leuchti und die Zuckerrüben-Bande
-Locki und Leuchti: Das Geheimnis im Weinkeller
Nun – mein durchgeknalltes Hirn kann das endlos fortsetzen…  😀

Übrigens: Das Leuchtband blinkt bei uns nie. Der Prinz befestigt es immer so, daß der Bär es nicht im Blickfeld hat, denn, so sagt er: „Der Kleine wird ja bekloppt, wenn ihm da im Augenwinkel immer so was rumblinkt. Das ist Tierquälerei.“ Außerdem, sagt er, reiche ihm das stetige Licht im Dunkeln völlig, um das Bärchen im Auge zu behalten. Und für Autofahrer reicht das auch.

 

Lese-Empfehlung (E)

Lese-Empfehlung

Jeffrey Archer: Kane and Abel (Dreibändige Serie)

Mit Jeffrey Archer habe ich einen grandiosen Schriftsteller entdeckt, meine Lieben! Kane and Abel ist eine Familiensaga, spannend und historisch sehr gut recherchiert.

Wie immer der Hinweis: Ich kenne die deutsche Übersetzung nicht, kann dazu also keinen Kommentar abgeben!

Jeffrey Archer habe ich auf eine witzige Art entdeckt: Meine Freundin Claudi, unsere Küsterin, steckt mir mit dem Pfarrbrief immer die Zeitschrift „Kontinente“, das Monatsheft der Organisation Missio, in den Briefkasten. Zu meiner Überraschung war vor einer Weile auch ein Exemplar der „Stadt Gottes“ dabei. Das ist das Monatsheft der Steyler Missionare. (Das frühere Steijl ist das heutige Venlo.) Ich freute mich sehr, denn diese Zeitschrift kenne ich aus meiner Kindheit. Oma und Opa hatten sie abonniert und regelmäßig brachte ein netter alter Herr in Begleitung eines wunderschönen Collies das Heft ins Haus. Ich las das Heft , das im Briefkasten lag, natürlich durch, mochte es und – im Andenken an Oma und Opa – abonnierte es. In einer der letzten Ausgaben fand ich ein Interview mit Jeffrey Archer, den ich bis dahin gar nicht gekannt hatte. Ich war sehr angetan (klar – er ist Brite ; ) und verschlinge derzeitden zweiten Band von „Kane and Abel“ (der dritte Band wartet bereits auf meinem Kindle 😉 )

Ihr seid ja überwiegend eher jünger als ich – daher nehme ich mal an, daß die britische Schriftstellerin Susan Howatch euch kein Begriff ist? Sie ist jetzt Ende70 und schrieb die grandiosen Familiensagas „Penmarric“ und „Cashelmara“. Diese habe ich als Teenie gelesen und war beeindruckt. Archers Romane können durchaus einen Vergleich mit Susan Howatch (und übrigens auch Ken Follett!) bestehen. Großartige Erzählkunst, gepaart mit exzellenter historischer Recherche und spannenden Lebenswegen, Famlienfehden und großer Liebe.

Also: Dicke Lese-Empfehlung von mir! (Übrigens: Claudi wußte nichts von der Stadt Gottes-Ausgabe in unserem Briefkasten. Wie kam die also da hinein? 😀 )

Denn man tau!

Übermorgen, am Dienstag, geiht dat man wedder los, nech. Nach Woquard natürlich, das die Filmfreundin gerne „Hogwarts“ nennt, weil sie meint, die beiden Namen klängen so schön ähnlich.  (In Hogwarts, zumindest im großen Speisesaal, war ich übrigens schonmal, in den 90er Jahren, als ich meine englische Freundin Sue in Durham besuchte. Der Speisesaal von Hogwarts ist Durham Cathedral, eine wirklich  wunderschöne normannische Kathedrale, die die Pfarrei ausgeräumt und für die Dreharbeiten zur Verfügung gestellt hat.)

Wir werden also am Dienstag wohl wieder zur bewährten Zeit gegen 17/18.00 Uhr losdüsen. Der Bär kommt mit, die Katzen leider nicht, wie immer. Unsere großartigen Vermieter werden sie und das Haus im Auge behalten. Inzwischen haben wir beinahe unseren Traum erreicht, daß wir uns das verhaßte und stressige Kofferpacken sparen können, denn wir haben tatsächlich fast alles, was wir brauchen, auch in „Hogwarts“. Ich habe dort Bücher gebunkert, die ich noch lesen will (die Poldark-Reihe, zum Beispiel), im Schrank liegen jede Menge dicker Hoodies und eine Steppjacke mit Skihose als Deich-Outfit, Schlafanzüge, Zahnpasta, Seife und all dieser Kram – ist alles da und muß nicht mehr gepackt werden. (Statt mit sechs Körnerkissen schlafe ich dort mit zwei Wärmflaschen.) Natürlich haben wir damals als Erstes eine zweite Alicia angeschafft, da (zumindest für mich) ein Morgen ohne Espresso-Hafermilch veloren ist. Auch ein Sandwich-Toaster-Zwilling  steht dort, damit ich mir im morgendlichen Tran meine heißen Käse-Schinken-Sandwiches zubereiten kann. Das einzige, das gepackt werden muß, sind die abgezählten Medikamente, die wir für die Zeit brauchen, und George, der Glücksbringer-Bär, den Janine aus Hamburg (auch „Sprosse“) genannt, mir zu Weihnachten 2011 in die Klinik schickte. „Er soll deine linke Seite bewachen“, schrieb sie damals dazu, und das tut George heute noch, nach acht Jahren. Das ist er:

Georgie

Einmal habe ich es gerade noch verhindern können, daß der kleine Herr Sonntag sich Georgie schnappen und in seinem Schlafkörbchen verbuddeln  konnte ( das tut er mit allen Sachen, die er klaut) 🙂 Und  ja – ihr dürft mich gerne auslachen, weil ich als erwachsene Frau noch einen Teddy im Bett habe, ist okay! 😉

Ja, und am nächsten Donnerstag ist ja Fronleichnam (kein Feiertag in Niedersachsen), da eröffnet Her Majesty das britische Parlament (Tipp: unbedingt im Livestream ansehen! Das ist eine jahrhundertealte, sehr vornehme Zeremonie, und sehr sehenswert!) Wir haben ja noch kein WLAN im Lüttje Huus, ich werde mir also in dem Fernseher mit der Satellitenschüssel eine Live-Übertragung suchen müssen oder die Eröffnung auf dem Eipätt verfolgen. Am Samstag danach kommen der jüngste Bruder meines Vaters, Benno, und seine Frau zu Besuch. Sie bleiben aber nicht lange, denn in unserer Region lebt auch irgendwo die Lebensgefährtin meines Vaters, mit der er bis zu seinem Tod zusammen war. Mein Onkel und seine Frau wollen sie besuchen.  Benno nennt den Prinzen und mich „Teilzeitostfriesen“, die Lebensgefährtin meines Vaters und ihren heutigen Mann dagegen „Vollzeitostfriesen“, weil sie sich ein Bauernhöfchen gekauft haben und dort leben.

Na, Vollzeitostfriesen werden wir ja hoffentlich auch bald! Mal sehen, ob ich zu dem Besuch mitkommen kann oder ob ihr das zu weh tut… Ich möchte einmal mit einem Menschen sprechen, der gute Worte für meinen Vater übrig hat und nicht nur haßerfülltes Lügen-Gehetze ausspeit. Mein Vater hatte später, nach der erzwungenen  Ehe mit der Mater,  noch ein zweites Mal geheiratet, auch diese Ehe gelang leider nicht. Exfrau 2.0 ( die ich sehr mochte) stammt aus Hamburg und lebt heute noch dort. Ich habe (sehr losen) Kontakt zu ihr, den netterweise ihr Bruder hergestellt hat, nachdem ich ihn online gefunden und kontaktiert hatte. Er antwortete supernett und herzlich und fragte seine Schwester, ob sie mit mir telefonieren wolle. Sie ist schwerkrank und hat nicht viel Kraft, vor allem, weil sie starke Medikamente nehmen muß. Wir haben einige Male telefoniert, es fiel ihr aber schwer, sie ist doch sehr schwach. Trotzdem – sie freute sich, von mir zu hören. Mir tut es von Herzen leid, daß sie so krank ist.

Nun, am Montag, den 24., fahren wir zurück und werden uns wie immer kaum von unserem Friesendörfchen trennen können. Aber etwas freundlicheres Wetter erhoffe ich mir diesmal! Im Juli wird hoffentlich ein Treffen mit Paxianer und ihrer bezaubernden dreibeinigen Hündin Amy möglich sein – ich vermisse die Paxi-Bande!

Diana Gabaldon

schreibt derzeit – juhu! am neunten Buch ihrer großartigen Outlander-Serie.

Hier in ihrem Blog erzählt sie davon und veröffentlicht ab und zu auch kleine Exzerpte, sozusagen „zum Anfüttern“ 😉 Nun, mich muß sie nicht anfüttern – ich warte darauf wie ein Pawlow’scher Hund auf das Läuten der Glocke 😀

Was mich derzeit ärgert, ist Tante Amazoniens Prime: Die Outlander-Staffel vier ist raus und im Angebot, ist aber  immer noch kostenpflichtig. (Übrigens bin ich mit der Verfilmung sehr einverstanden, obwohl ich die Bücher zuerst für unverfilmbar hielt. Sind sie nicht, im Gegenteil. Mich haben die ersten drei Staffeln sehr begeistert. (Die erste Staffel steht  auch bereits hier  im DVD-Regal, und die nächsten werden bald folgen.)

Nicht vergessen: Towel Day!

Übermorgen, am Samstag, meine Lieben, ist Towel Day! Und falls ihr schon über Festgarderobe und passendes oufit nachgegrübelt habt,  dann haben die wunderbaren Menschen bei get digital das Passende für euch, hier. Ich habe es natürlich schon 😀  Als ich vorgestern mein Sparschweinkonto prüfte und es mir einen zustimmenden Quieker gab, bestellte ich das bundle. Und heute vormittag kam es schon  an! Das Shirt und das Badetuch rochen noch etwas streng chemisch und wanderten erstmal in die Wäsche. Das Handtuch ist so fest eingeschweißt, daß ich es nicht aus seiner Plastikhaut herausschälen kann und also warten muß, bis der Prinz nach Hause kommt, bis ich es mit Wasser beträufeln kann. Jedenfalls ist der Samstag gerettet und ich bin gespannt, wieviele Menschen mit Handtuch wir treffen werden *hibbel*  Habt ihr für den Tag etwas Besonderes vor? Ein Treffen mit anderen, zum Beispiel? Eine Lesung vogonischer Gedichte? Eine Therapiestunde für depressive Roboter? Schreibt mir was in die Kommentarbox, während ich mir einen pangalactic gargleblaster zubereite 😀 😀 😀

P.S.: Die Beschreibung sagt, das Shirt zeige Marvins Kopf und die Zahl 42. Auf meinem ist aber nur die Zahl drauf. Keine Ahnung, warum – aber das wird meinen Spaß am Samstag nicht schmälern!

So war’s…

Na, meine Lieben, hattet ihr ein schönes Weihnachtsfest?

Geschenktechnisch hat mich der Prinz ganz schön ausgetrickst 😃, das muss ich euch erzählen!

Gemäß einer jährlichen Anweisung hatte ich bei Tante Amazonien einen Wunschzettel „Weihnachten 2017“ angelegt (und gleichzeitig einen für „Geburtstag 2018“ 😉 ) – ohne ahnen zu können, daß der hinterlistige Kerl mein Weihnachtsgeschenk bereits im Juni (!)  klargemacht hatte und es schon seitdem im Haus war!

Im Juni waren wir nämlich zu einer Vernissage in Karlsruhe eingeladen. Ich schrub ja schon einmal, daß der Prinzensohn dort eine Ausbildung zum Fotografen macht. Der Chef und Ausbilder des Prinzensohnes hat dort nicht nur ein Fotostudio, sondern auch eine Galerie. Im Juni arrangierte er eine Ausstellung für einen Künstler aus seinem Bekanntenkreis: Quint Buchholz. Der Prinzensohn lud uns zur Vernissage ein und ich bekam Schnappatmung, denn Quint Buchholz ist für mich einer meiner Helden unter den Buchillustratoren. Ich liebe seine zart-poetischen Traumbilder schon seit vielen Jahren, und nun sollte ich ihn persönlich kennenlernen können… Die Ausstellung war ganz wunderbar, und hätte ich an diesem Abend Geld übrig gehabt, wären einige der Bilder sicher mit uns heimgekehrt. Der Prinz und Herr Buchholz hatten ein längeres Fachgespräch über Grafik, so daß ich mir jedes einzelne Bild gründlich ansehen konnte. Es war voll und das Gedränge überforderte mich irgendwann.

Unter dem Weihnachtsbaum also, nach der köstlichen Hühnersuppe nach Omas Rezept und bei einem Glas Sekt, überreichte der Prinz mir das hier:

quint titel

quintwidmung

Er verriet mir, daß der Chef des Prinzensohnes ihm das Buch reserviert und Quint Buchholz um die Widmung gebeten hatte. Lieb, oder? Ich habe mich jedenfalls riesig gefreut. Buchholz und Rotraud Susanne Berner sind Illustratoren, derentwegen ich ein Buch jederzeit blind kaufen würde, nur um die Bilder ansehen zu können. Der Prinz hat dieses Buch ausgesucht, weil es fast alle Bilder enthält, die ich am Ausstellungsabend angeschmachtet hatte ❤

Was mir besonders gefiel: Quint Buchholz hat die Bibel illustriert. Wun-der-schön!!!

Allein wegen des Bildes zu meinem Lieblingspsalm (23 natürlich, welcher sonst? 😉 ) würde ich das Buch kaufen bzw. steht es auf meinen Wunschlisten.

Mein Geschenk für den Prinzen kam allerdings, wie angekündigt, erst heute:

obamabuch

Ein bißchen ist es auch ein Geschenk für mich, denn der Prinz und ich sind große Obama-Fans (und entsprechend angewidert von dem Ding, das im Januar das Weiße Haus besetzt hat). Der Prinz bewundert den Kollegen Pete Souza schon lange für seine sensiblen, aussagekräftigen Fotos. So hatten wir beide viel Freude mit unseren Geschenken (und die Katzen mit dem, das bei der Zubereitung der Ente abfiel, die der Prinz als Festessen eingeplant hatte.

Auch schön: Dieses Jahr haben der Prinz und ich mal wieder mit richtig viel Spaß Weihnachtskarten geschrieben, vor allem an unsere liebsten Nachbarn hier im Viertel. Die meisten konnte der Prinz selbst einwerfen, beim Abendgassigang mit Herrn Sonntag. Zu unserer Freude kamen etliche Echos zurück, darunter eine Weihnachtstüte mit Plätzchen und Hundeleckerli-Pröbchen, die am Tor hing (und von der die Buchhändlerfreundin bestimmt wieder nichts weiß 😉 )

Der Prinz hat sich noch bis zum Dreikönigstag freigeschaufelt, juhu!

Wie war euer Weihnachten?

Pepys, nochmal

Obwohl ich immer noch überwiegend mit dem Kindle lese, my darlings, schleppe ich doch erfreulich oft schon wieder „echte“ Bücher mit mir herum und nutze dabei als Lesezeichen, was immer sich zwischen zwei Buchseiten legen läßt.  Soeben entdeckte ich in einem Buch einen Zettel, auf dem ich mir notiert hatte:

1660 / 1.7. und 13.10.

Diese Notiz bezieht sich auf die Tagebücher von Samuel Pepys, die mein Onkel, der am vergangenen Dienstag beerdigt wurde, mir (vermutlich in Vorahnung seines Todes) geschenkt hatte. Ich hatte ihm gemailt, daß ich schon mit dem Schmökern begonnen hatte, da kam die Antwort:

„Liebe Nicole,

wenn Du schon das Pepyssche Tagebuch liest so solltest Du einmal die

Einträge

1660 01.07 und 13.10 vorziehen.

Liebe Grüße

Gerrit

Natürlich tat ich das. Die Einträge waren aber nicht anders als das, was Pepys üblicherweise notiert hatte: wie es im Büro gewesen war, wem er in der Stadt begegnet war, wer daheim zu Besuch vorbeigeschaut hatte, mit wem er was besprochen hatte, daß er beim Schneider seine neue Jacke abgeholt und auf dem Heimweg in der Stadt noch eben einer Hinrichtung zugesehen habe (1660, da war das nichts Besonderes.) Für mich war aus den beiden Aufzeichnungen nichts Besonderes zu erkennen und ich verstand nicht recht, warum Gerrit der Meinung gewesen war, ich solle sie vorab lesen. Ich nahm mir aber vor, ihn zu fragen. Den Zettel zog ich heute aus einem Buch von Alan Bennett, in dem ich ihn als Lesezeichen benutzt hatte. Ich sah den Zettel, erinnerte mich und dachte „Aah ja, gleich nach dem Frühstück mal Gerrit mailen und ihn fragen! Und sofort kam er, der Schlag der Erkenntnis: Nein, du kannst ihm keine Mails mehr schicken. Er ist nicht mehr da. So eine Scheiße. Er fehlt mir.

 

 

1114

Heute Mittag war ich etwas wehmütig, my dearies, denn heute war die Beerdigung meines Lieblingsonkels,G.,  über den ich hier im Blog kürzlich schon etwas erzählt hatte.

Leider konnte ich nicht dabei sein, da ich ja autotechnisch nicht mehr mobil bin.  (Zugfahren geht alleine noch nicht wieder.) Weder der Prinz noch mein Bruder hatten die Möglichkeit, sich den Tag freizunehmen. Da die Beerdigung in einem Friedwald im Ruhrgebiet war, konnte mich auch sonst niemand mitnehmen, denn alle, die dabei waren, leben noch im Ruhrgebiet. Und eine Strecke von je 360 Kilometern hin und zurück zu fahren, um eine einzige Person zu transportieren – das hätte dem Onkel nicht gefallen, denn er war ein überzeugter Umweltschützer. Er unterstützte Greenpeace und war gegen Autos (obwohl er gut 30 Jahre lang bei Mercedes in Stuttgart gearbeitet hatte (in der IT)). Alle seine Reisen organisierte er mit dem ÖPNV (ich bewunderte ihn dafür, diese Geduld hätte ich nie aufgebracht!) Er unterstützte UNICEF und SOS Kinderdorf ; solange ich mich erinnern kann, kamen zu Weihnachten und zum Geburtstag UNICEF-Karten von ihm. Er vergaß es niemals. Während seiner Bundeswehrzeit war er bei der Marine und schrieb mir Postkarten aus seltsamen Ländern (Rußland, Bulgarien und andere Namen, die mir damals noch  nichts sagten). Er war da mit einem U-Boot unterwegs. Es würde ihm sicher gut gefallen, daß seine Asche jetzt in einem Wald beerdigt ist, unter den Wurzeln einer Eiche, in einer kompostierbaren Urne. (Die Zahl 1114 in der Überschrift ist die Nummer des Baumes, unter dem seine Asche liegt.)

Also legte ich um 13.00 Uhr, als die Beerdigung beginnen sollte, einige stille Gedenkminuten ein, zündete eine Kerze an und sprach ein wenig mit ihm. Er aß kein Fleisch, trank weder Kaffee noch Alkohol und rauchte nicht. Hätte er diese verf***te Lungenfibrose nicht bekommen, hätte er vielleicht ganz schön alt werden können. So waren es nur 67 Jahre. Ich habe heute noch eine Ausgabe des Buches „Der kleine Lord“ von 1956 von ihm. Er hat meine Lesebegeisterung immer unterstützt und gefördert. Sein jüngerer Bruder, B., der nun alles organisiert hat, erzählte meiner Schwester, wie unser Vater seine beiden Brüder „praktisch gezwungen“ (Zitat B.) habe, sich Lese-Ausweise bei der Stadtbücherei zu holen und regelmäßig zu lesen. Da ich meinen Vater sehr früh verloren habe, hat sich seine Liebe zu Büchern und zum Lesen über seine Brüder auf mich übertragen. Auch in dieser Hinsicht werde ich G. in sehr liebevoller Erinnerung behalten und die Bücher, die er mir hinterlassen hat, ehren und hegen und pflegen (und oft lesen!)

Sail away…

Meine Lieben,

heute Abend bin ich sehr wehmütig… soeben rief meine Schwester an, um mir zu sagen, daß am Freitag, also vorgestern, mein bücherverrückter Onkel, G.,  gestorben ist, über den ich hier geschrieben habe. Obwohl wir wußten, daß er eine tödliche Krankheit und somit nicht mehr lange zu leben hatte, kam sein Tod doch überraschend. B., sein jüngerer Bruder (der Jüngste, mein Vater war der Älteste der drei), fand ihn gestern Vormittag tot in seiner Wohnung. Gestorben ist er laut ärztlicher Diagnose wohl an Herzversagen. Sein Körper hatte seit fast 20 Jahren mit einem großen Sauerstoff-Defizit funktionieren müssen. Da mein Onkel bereits einen Platz im Hospiz reserviert hatte, sind wir, meine Geschwister und ich und der jüngste Onkel, davon ausgegangen, daß wir dort noch einige Zeit mit ihm würden verbringen können. Ich selbst hatte auf lange, gemütliche Gespräche über Bücher mit ihm gehofft.

B. wird meiner Schwester Bescheid geben, sobald feststeht, wann die Beerdigung ist ( er wird alles übernehmen, was nötig ist, auch das Auflösen der Wohnung. G. habe bis ihn zuletzt noch angewiesen, bestimmte Bücher zusammen zu packen, für mich und meinen Bruder, erzählte er. (G. war Atheist, es war ihm egal, wo sein Körper bestattet würde.) B.  hatte mit seiner Frau die vergangene  Woche in einer Ferienwohnung in  Stuttgart verbracht  und seinen Bruder täglich besucht, das taten sie mehrmals im Jahr, um G. bei notwendigen Erledigungen zu unterstützen. Als sie am Samstag kamen, um sich vor der Rückfahrt zu verabschieden, war G. schon aufgebrochen… Er war Schiffbau-Ingenieur von Beruf (und aus Berufung). Ich  stelle mir vor, daß er jetzt auf einem wunderschönen Segelschiff durch die Wolken fährt. Vielleicht segelt er unterwegs an den Wolken  seiner Mutter (Omi Lakritz) und der Indalo-geschmückten Wolke  seines älteren Bruders (meines Vaters) vorbei, wirft kurz Anker und holt die beiden an Bord…

Seine Bücher über Schiffsbau und-geschichte gehen an den Patensohn des Prinzen, der ein leidenschaftlicher Schiffs- und Bootsnarr ist. G. hat sich gefreut, daß wir auch für diese Bücher einen Liebhaber finden konnten. Sein Alptraum war, daß seine geliebten Bücher  in einem Ramsch-Antiquariat landen könnten. Das verstehe ich nur zu gut, daher werde ich seine Bücher ganz besonders betüddeln und in Ehren halten. Ach, ich werde ihn vermissen, diesen etwas eigenartigen, einsiedlerischen und sehr belesenen  Onkel. Er war mir wie ein großer Bruder Ich habe viel von ihm gelernt.

Ideen-Sex (Lese-Empfehlung/E)

Na, da bin ich ja mal auf die Anzahl der Klicks für diesen Beitrag gespannt, bei der Überschrift 😀  😀 😀

Seit vier Tagen, my darlings, habe ich ein neues Trainingsprogramm, das mir gut tut und viel Spaß bringt.

Ich verdanke dieses Programm dem Unternehmer, „Selbsthilfe-Guru“  und Autor James Altucher und seinem genialen Buch  „Choose yourself!“, das Tante Amazonien mir für mein Kindle zum Hineinschauen empfohlen hatte. Zum Glück bin ich dem Hinweis gefolgt, denn das Buch ist ein echtes Plus für mich.

Lese-Empfehlung.jpg

So gibt er zum Beispiel Tipps, wie man in den entscheidenden drei  Lebensbereichen der Gesundheit – physisch, emotional und mental – fit bleiben kann (Kursive Bemerkungen sind meine persönlichen Kommentare):

Versuche, jede Woche um ein Prozent besser zu werden:

  • Physisch:

Gut schlafen

(zum Glück ist das Physio- und Ergo-Training anstrengend für mich, so daß ich abends gut ein- und die Nacht fest durchschlafe.)

Gut essen (najaaa…ich futtere zuviel Süßkram…)

Sport treiben… (Die Reha-Trainingseinheiten powern mir den gesamten Körper durch,  ich mache sie jetzt täglich, obwohl ich nicht der disziplinierteste aller Menschen bin!)

Emotional:

Lasse in deinem Leben nur Menschen zu, die dich lieben, achten und respektieren. Ignoriere die anderen. (In dieser Hinsicht habe ich  dank des Hallamati bereits gründlich ausmisten können, zuerst im Freundes- und Bekanntenkreis („Arschlochfilter“), und jetzt auch in der Familie. Egal wo und wer – Kontakte mit Menschen, die mir nicht gut tun, breche ich rigoros ab.)

Wie James es im Buch erklärt:

When you get in the mud with a pig, the pig gets happy and you get dirty“.

Die großartige Michelle Obama formulierte das einmal so:

When they go low, we go high!“

 

Mental:

Schreibe jeden Tag zehn neue Ideen auf (Egal, ob es blöde oder tolle Ideen sind – schreib sie auf, das trainiert deinen „Ideen-Muskel“, der dir in einer Notlage vielleicht einmal helfen kann, wenn du eine Lösung brauchst.

Zu meinem größten Erstaunen klappt das tatsächlich! Gestern, also am dritten Tag, explodierte mein Kopf schier vor neuen Ideen.  Einige betreffen meine Praxis, aber nicht nur, und bei einigen muß ich noch etwas Recherche betreiben, wie ich es anstellen könnte, sie umzusetzen. Es ist erstaunlich: Der Muskel-Vergleich ist wahr. Ist der „Ideen-Muskel erst einmal warm, läuft er hoch.

Wenn du dich verunsichert fühlst, sage „ Ich spüre, daß ich [Dieses Gefühl] habe“. – das gibt dir etwas Distanz dazu. ( Auch hier bin ich zum Glück gut dran, denn Zukunftsängste und Ähnliches habe ich gar nicht, weil ich weiß, daß ich immer klarkommen werde- auch dank des Prinzen und meiner großartigen Geschwister).

An mindestens eine neue Sache denken, für die ich dankbar bin.

Dann sagt James: „Have Idea-Sex – let your ideas have sex. Das heißt, kombiniere deine Ideen, ruhig auch alte mit neuen, damit weitere Ideen entstehen. BÄM – funktioniert! In einige Ideen werde ich noch Zeit und (Recherche-)Arbeit stecken müssen, in andere vielleicht auch „Startgeld“. Aber dafür habe ich ja meinen Job. Es macht soooo viel Spaß!

Also: dicke Lese-Empfehlung! Macht einfach Spaß und motiviert! (Das Ziel „Jede Woche um ein Prozent besser werden scheint gut machbar – es frustriert einen also nicht. Jedenfalls mache ich meine Reha-Übungen jetzt sogar mit Spaß und bin motiviert!)

Wie Schrödingers Katze

fühle ich mich gerade, darlings – zumindest fast. Zwar bin ich nicht gleichzeitig tot und lebendig, aber ich freue mich gerade sehr und bin gleichzeitig sehr traurig.

Der Grund: Einer meiner beiden Lieblingsonkel (der jüngere Bruder meines Vaters, der Mittlere von drei Söhnen, mein Vater war der Älteste) hat mir gerade diese Ausgabe der Tagebücher von Samuel Pepys  geschenkt, die kompletten elf Bände. Ich liebe Pepys, den ich ohne diesen unglaublich gebildeten Onkel vermutlich nie  kennengelernt hätte. Was mich traurig macht daran: Es ist kein Geschenk, sondern ein Nachlaß. Denn der Onkel hat eine lebensbedrohende Krankheit. Er weiß, daß er nicht mehr viel Zeit hat, und seine Bücher sind sein Ein und Alles. So schaut er jetzt schon, daß sie in liebevolle Hände kommen, bevor sie in einem Ramsch-Antiquariat landen. Er besitzt etliche Erst- und Sonderausgaben.

Um meine Anglophilie wissend, bot er mir seine englischsprachigen Schätze an. Dazu gehören neben dem Pepys auch besondere (komplette) Taschenbuch-Reihen von Agatha Christie und Dorothy L. Sayers, die mein Bruder zu meiner Geburtstagsfeier mitbrachte, eine große Kiste voll (Bruder wohnt in der Nähe des Onkels und hilft ihm beim Sortieren).

Wiedersehen werde ich ihn wohl erst, wenn er seinen bereits geplanten und organisierten Aufenthalt im Hospiz antritt. So lange sind wir per Mail in Kontakt. Da die Krankheit seine Lunge angreift, bekommt er kaum Luft und kann daher nur wenig sprechen/telefonieren. Besuch ist ebenfalls zu anstrengend für ihn. Trotzdem geht er sehr nüchtern und sachlich mit der Situation um. Was kann ich sagen? Ich werde seine Bücher in Ehren halten.

Schrödingers Katze.

P.S.: Ich möchte auf diese Shakespeare-Ausgabe sparen. Mal sehen, ob es was wird.

Ganz viele Fragen (Achtung, lang!)

Ist es bei euch zur Zeit auch so wunderbar ruhig, darlings? Eigenartig – die Natur explodiert förmlich, aber unser Leben ist ganz still. Deswegen ist es hier im Blog auch ruhiger als sonst… Unser Leben ist wohltuend ereignislos und beschaulich, die Tage plätschern sonnig und ruhig  dahin, ich bin wunderbar „entschleunigt“ und kümmere mich in Ruhe um meine therapeutischen Trainingsprogramme  ( = Muskelkater! 😊 ) und schaue abends mit dem kleinen Herrn Sonntag „Grace and Frankie“  oder Dokus mit dem Prinzen auf Netflix.

Da ist auch mal wieder Zeit für einige Stöckchen-Fragen, zumal es dabei auch um Hunde geht! Der berühmte Blogger-Kettenbrief „Liebster Award“ flog zwischen Anja mit Sheltie Aik und Sandra mit meinem geheimen „Neben-Herrn-Sonntag-Liebling“ Charlie hin und her. Da sich die Fragen zum Teil  mit Hunden beschäftigen, habe ich sie für mich beantwortet und lege sie hier ab für jeden, der auch Spaß daran hat:

Das sind Aiks (also Anjas) Fragen:

Wie kamst du auf den Namen deines Hundes?

Der Mausebär hieß bereits „Domingo“, als wir ihn im September 2015 von seiner Vorbesitzerin nach deren Scheidung übernahmen (sie hat übrigens nie wieder nach ihm gefragt…). „domingo“ ist das spanische Wort für „Sonntag“. In dieser Zeit schrieb Uli Stein oft von dem Goldendoodle-Welpen gemeinsamer Freunde, den er „Der kleine Herr C“. nannte. Das gefiel mir sehr, so daß aus Domingo „Der kleine Herr Sonntag“ wurde. Meist sagen wir einfach „Domi“ oder „Dom-Dom“. Der Prinz nennt ihn auch „Schatz“ oder „mein Großer“, bei mir heißt er „Bärchen“ oder auch “Schnauzebär“ (Nein, das ist mir nicht peinlich, ich stehe dazu!). Seinen vollen Namen rufen wir nur, wenn er mal wieder Brokkoli in den Ohren hat und etwas Nachdruck braucht.

Was liebst du am meisten am Bloggen?

Die tollen Freundschaften und Bekanntschaften, die sich in den Jahren ergeben haben. Etliche Blogger haben der Prinz und ich  ja auch schon persönlich getroffen, das liebe ich besonders. (Ende April kommt uns Paxianer besuchen – Juhuuuuuuu! \o/ ). Außerdem mag ich die „Tagebuch-Funktion“, bei der ich mich an vieles wieder erinnere. Kürzlich stöberte ich in alten Einträgen hier und fand einen, in dem ich begeistert über Erdnußbutterbrote mit Kirschmarmelade geschrieben hatte.  Der Prinz und ich  haben beide „Wunderlist“, ich trug also im Einkaufszettel, der auch darüber läuft, „Erdnußbutter und Kirschmammalade““ ein und konnte schon am gleichen Abend  leckere PBJs essen 😃 – ich toaste das Brot allerdings, ist viel appetitlicher.

Das, was du an deinem vierbeinigen Freund am meisten liebst und was dich doch manchmal nervt?

Ich liebe es, wenn er sich klammheimlich zu mir ins Bett schleicht und sich in meine Kniekehlen kuschelt. Es nervt, wenn er das im Winter tut und dabei mit dem Kopf die Bettdecke hochwirft, so daß ein dicker Schwall kalter Luft einströmt (vor allem, wenn die heißen Körnerkissen gerade alles schön  durchgewärmt haben).

Was sind deine liebsten Blogthemen,über die du oder andere schreiben?

Bei anderen weiß ich’s nicht so – ich schreibe gern über Dinge, die ich erlebe und die mir Freude machen, zum Beispiel unsere Spontan-Ausflüge oder über Bücher.

Liebe geht durch den Magen! Was servierst du deinem Hund zu einem besonderen Anlass?

Der Mausebär bekommt zu besonderen Anlässen (wenn er Geburtstag hat oder länger allein geblieben ist) Fleischwurst oder eine Portion Rinderhackfleisch oder eine Packung Kaustreifen, Geschmacksrichtung „Pansen“.

Welche Orte oder Städte würdest du gerne als nächstes mit deinem Hund bereisen? Strand oder lieber doch Berge?

Mit den Bergen muss ich noch warten und etwas länger geduldig trainieren 😃

Aber im nächsten Monat sind wir für zwei Wochen im geliebten Oldenburg  \o/ , da werden wir auch an die Nordsee fahren und mit dem Mausebären an den Hundestrand gehen.Städte: Ich habe große Sehnsucht , mein geliebtes London wiederzusehen und würde es dem Prinzen so gern zeigen. Aber da muß ich noch besser gehen können ( -> U-Bahn!).

Es geht auf einen laaaaangen Spaziergang, was hast du alles für dich und einen Hund dabei?

Das Wichtigste ist Wasser, für uns alle. Der Prinz hat vor einer Weile dem Mausebären diese geniale Flasche besorgt, die ist immer dabei. Kotbeutel ebenfalls. Und das Liegekissen für den Kleinen, falls wir unterwegs in einem Café haltmachen ( also fast immer.)

Welche Situation gab es in der du deinen Hund hättest knutschen können? Wann war er einfach mal so brav, dass dein Stolz kaum in Worte zu fassen war?

Auch ohne besonderen Anlaß ist unser Mausebär wohl der meistgeknutschte Köter Deutschlands – und ich glaube nicht, daß ihm jemand diesen Titel streitig machen kann 😃 😃 😃

Deine drei liebsten Hundebücher-Egal, ob Roman oder doch ein informatives Lehrbuch.

Bei Romanen fällt mir „Die gelbe Dogge Senta“ von Paul Eipper ein, das Buch habe ich oft gelesen, wie alles von Eipper. Dann sind da noch die wunderbaren Hunderomane von Hans G. Bentz, wenn ihr die mal im Antiquariat entdeckt, schlagt sofort zu!

Weiter: ein Sachbuch, nur indirekt über Hunde: „Der Wolf – Mythos und Verhalten“, geschrieben vom wunderbaren und sehr liebenswürdigen Erik Zimen.

Jetzt kommen noch Fragen von Sandra (Charlie) selbst:

  1. Wie lange bloggst du schon?

Das weiß ich nicht genau, es sind Jahre. Ich schätze, ich habe zu Beginn der 80er Jahre damit begonnen.

  1. Treibst du Sport mit deinem Hund, wenn ja, welchen?

Nein, denn ich bin noch nicht wieder ganz soweit, aber für diesen Sommer ist Hoopers geplant. (Peinlich – das wollten wir schon letzten Sommer machen, ist aber im Alltagsgedöns untergegangen!).

  1. Wie bist du auf den Hund gekommen?

Ein Hund war schon mein Herzenswusch, so lange ich mich erinnern kann. Der kleine Herr Sonntag kam durch die Vermittlung unserer Freundin Carry zu uns, die den hiesigen Gnadenhof leitet und die ehrenamtlich im Tierheim mitarbeitet (er ist ein Scheidungshund und Carry wollte ihn vor dem Tierheim bewahren).

  1. Warum hast du mit dem Bloggen begonnen?

Für mich war es eine Erweiterung des Tagebuchs, mit dem ich begonnen hatte, als ich 16 war. Zudem schreibe ich gern, es strukturiert meine Gedanken.

  1. Was sind deine liebsten Blogthemen, über die du oder andere schreiben? (diese Frage muss ich ebenfalls stellen  )

Am liebsten schreibe ich über unsre Erlebnisse im Alltag. Mein Eindruck bei vielen anderen Bloggern ist, daß sie gern darüber bloggen, was sie heute kochen wollen oder gestrickt haben (mit Fotos dazu) oder daß das Baby die Windel gefüllt hat (und wie die Füllung aussah). Da klicke ich ganz schnell weg.Am schlimmsten sind für mich aber Gedichte, vor allem die „Reim dich oder ich freß dich“ – Sorte, ohne jedes Versmaß.

Beispiel:

Es hat geschneit!

Zum Glück haben es die Kinder zum Schlittenberg nicht weit.“

(Nein, das gibt es nicht wirklich, das ist nur ein Beispiel, das ich mir gerade ausgedacht habe 😉 )

 

  1. Was ist das Lustigste, das du mit deinem Vierbeiner erlebt hast?

Oh, das kann ich nicht sagen – der Mausebär gibt uns sooo viel Anlaß zum Lachen, die Katzen auch, da müßte ich ständig am PC sitzen, um das aufzuschreiben.

  1. Hat dich dein Hund / Haustier schon einmal richtig blamiert?

Offen gesagt, tut er das bei jedem Spaziergang, wenn wir Hündinnen begegnen. Bei Mädels verwandelt sich unser sanfter Mausebär nämlich in die berühmte Axt im Walde und markiert den dicken Max. Paaaainlich!  Wir entschuldigen uns dann immer bei den Besitzern, aber die lachen meist nur, zum Glück.

  1. In welchem Film könnten du und dein Hund die Hauptrolle spielen?

Lassie oder RinTinTin vielleicht, aber ich bin zu alt für den menschlichen part und beim Mausebären paßt die Rasse nicht….

  1. Wie gehst du mit Kritik zu deinen Blogbeiträgen um?

Für mich macht der Ton die Musik. Wer pöbelt, wird gelöscht und blockiert. Ich bin keine Psychologin und kann den Leuten bei ihren Komplexen nicht helfen. Mit sachlicher und freundlich formulierter Kritik habe ich kein Problem.

  1. Dein größter Wunsch ist?

Da habe ich zwei:

Eins: Wieder fit sein – und da bin ich nach Ansicht meiner Therapeuten auf einem sehr guten Weg (es braucht nur Durchhaltevermögen und noch etwas Zeit).

Zwei: Endlich die gute Flasche Sekt öffnen können, die hier steht und darauf wartet, daß Donald Trump endlich abgesetzt wird. -> impeachment now!

 

Es frü-hü-hülingt!

Ist das Wetter derzeit bei euch auch so großartig, darlings? Gestern feierte der Buchhändlerfreund einen runden Geburtstag, und wir waren zum Brunch eingeladen. Die Buchhändlerfreunde wohnen oben am Dorf-/Feldrand. Es war wunderbar knackig warm im Garten, wir saßen nach Essen und Sekt noch eine ganze Weile mit anderen Gästen  in der Sonne und quatschten über Gott und die Welt. Den kleinen Herrn Sonntag hatten wir zu Hause gelassen, damit er nicht durcheinander kam: S., die Buchhändlerfreundin, geht mit ihm/uns Gassi, wenn der Prinz mal nicht da ist, und er mag sie sehr. Zudem wohnen die Freunde an einer der liebsten Spazierstrecken des Herrn Sonntag. Er hätte das nicht verstanden: S. ist da, wir sind hier in den Feldern, und ich soll zwischen all diesen Leuten still sitzen und keiner gibt mir was vom Essen ab?! Er hätte nur gebellt und gezappelt, und das Geburtstagskind ist nicht gerade ein übermäßiger Fan davon, Tiere im Haus zu haben. S. vermißte ihn natürlich ebenso wie wir, aber das ließ sich nicht ändern. Immerhin waren wir keine zehn Minuten von Zuhause weg. Unter den Gästen war auch ein lieber Bekannter, den wir sonst fast nur bei Veranstaltungen hier im Dorf treffen, da er sich hier sehr engagiert. Wir lernten endlich auch mal seine Frau und seine Tochter kennen, das war schön (mit der Frau verstand ich mich sofort prima, wir werden uns künftig öfter sehen, haben wir beschlossen 😉 ). Zudem war noch ein sehr nettes, goldiges Paar aus der Nachbarschaft da, die sich schnell als Fans von Simon’s Cat herausstellten und mit denen wir viel lachten. Das war ein guter Beginn für einen Frühlingssonntag!

Rundum ist es jetzt wieder eine Freude, draußen zu sein! In den letzten Monaten war es, wenn der Prinz nach Hause kam, schon dunkel draußen und oft auch widerlich kalt /naß/windig. Jetzt kommt er, es ist noch hell und sogar sonnig, er zieht dem wie ein Gummiball hüpfenden Herrn Sonntag das rote Geschirr an und wir ziehen los. In der Sonne ist es noch warm, überall blühen und duften Büsche und Blumen – es ist großartig! Wie macht sich der Herr Lenz bei euch?

Juhu

Der Januar ist geschafft!  In diesem Jahr war das sogar leichter als bisher, my darlings, und ich glaube, daß ich das der Tageslichtlampe verdanke, ohne die ich nicht mehr frühstücke, seit ich sie habe. Sie tut mir sehr gut. ebenso wie der kleine Herr Sonntag, der meine Laune mit seinen Clownereien und seiner Zuneigung  im obersten Bereich hält. Keine Stimmungstiefs mehr, egal wie grau und kalt es draußen ist!

Das Haus, in dem wir zur Miete wohnen, ist zudem in diesem Winter endlich mal warm. (Das Häuschen ist 160 Jahre alt und aus Denkmalschutzgründen nicht gedämmt, leider auch innen nicht. Das kann im Winter schon mal kalt werden, vor allem oben, im Schlafbereich.) Ich kann also entspannt sein und verbringe viel Zeit mit Lesen und dem Futtern von Keksen zum Tee und Kaffee. 😀

(Zur Zeit lese ich übrigens mit Begeisterung „The Adventures of Sherlock Holmes“, von Arthur Conan Doyle – wunderbar! Die großartige Serie mit Cumberbatch und Freeman hatte mich angefixt. Zudem  ist einer der Autoren Steven  Moffat  – er hat einige der besten Folgen für Doctor Who und Torchwood geschrieben. Seine geniale „Handschrift“ ist auch in der „Sherlock“-Serie unverkennbar. Auch schreibt Doyle in diesem großartigen viktorianischen Englisch, das ist einfach toll!

Jetzt hat jedenfalls der Februar begonnen, der Januar ist weg und hat es nicht geschafft, mich runterzuziehen. Im Februar habe ich Geburtstag, also Grund, mich zu freuen, und im März sehe ich den ersten Krokussen entgegen. Danach geht es unaufhaltsam aufwärts (hoffe ich, wir sind ja in Deutschland! ;))

Und ihr? Wie seid ihr über die dunkle Zeit gekommen?

Lese-Empfehlung (D)

lese-empfehlung

Heute ausnahmsweise mal etwas Ernsteres:

Claudia Haarmann: Kontaktabbruch – Kinder und Eltern, die verstummen ( Orlanda Verlag)

Dies ist ein Buch für Eltern und  (erwachsene) Kinder, die den Kontakt mit ihren Eltern abgebrochen haben, planen, ihn abzubrechen oder in einer „on-off“-Beziehung mit ihren Eltern leben.

Die Autorin Claudia Haarmann versucht darzustellen, wie Situationen zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern so eskalieren können, daß den Kindern nichts anderes mehr bleibt, als sich aus der Situation zu befreien – indem sie den Kontakt abbrechen.

Frau Haarmann schildert Fälle, Gespräche und Erkenntnisse aus den Jahren Ihrer psychotherapeutischen Praxis. Sie tut das nicht anklagend, sondern sehr feinfühlig, voller Verständnis und liebevoller Einsicht, gewonnen aus ihrer jahrelangen Arbeit und Erfahrung mit dem Thema. Sie stellt dar, daß in den meisten Fällen die Kinder den Kontakt abbrechen, die in ihrer Kindheit und Jugend  zu Hause Liebe, Wärme, Verständnis und Unterstützung ihrer Eltern vermißt haben und die auch heute, als Erwachsene, immer noch die Erfahrung machen, daß ihre Eltern  sie nicht als eigenständige, ernstzunehmende Menschen ansehen, sondern die gleichen Verhaltensmuster wie früher zeigen – Gleichgültigkeit, Ablehnung, Mißachtung. Claudia Haarmann zeigt mit diesem Buch durch Gespräche mit den Kindern sowie mit den betreffenden Eltern, woran das liegen kann: Oft haben die Eltern selbst keine Liebe erfahren, haben funktionieren müssen, und wissen nun nicht, wie sie ihren heute erwachsenen Kindern zeigen können „Ich liebe dich, ich bin stolz auf dich“.

Im Gegenteil: Frau Haarmann hat sehr oft in Gesprächen (vor allem mit Töchtern) gehört, daß der Druck „Wenn du meine Sicht der Dinge nicht teilst, bist du nicht richtig, dann stimmt etwas nicht mit dir“ der häufigste Grund für Kontaktabbrüche der Kinder ist, daß sie als Erwachsene von ihren Eltern immer noch nicht akzeptiert werden.

Das Buch zeigt die Schwierigkeit der Konflikte auf: Die Eltern sagen verständnislos: „Aber du hast doch alles gehabt.“ Das Kind hatte auch „alles“: Es war immer zu essen da, Kleidung auch, für die Schulbildung und alles Materielle war gesorgt – nur Liebe, Wärme, Kraft und Selbstwertgefühl, das fehlte oft. Weil es den Eltern selbst fehlte und sie daher nicht wissen oder wußten, wie sie solche „fremden“ Dinge ihrem eigenen Kind vermitteln sollten.

Mit diesem Buch möchte Frau Haarmann auch Eltern – vor allem Müttern – helfen, deren Kinder den Kontakt abgebrochen haben und die nicht verstehen (können oder wollen), wo die Gründe dafür liegen könnten.

Ich verdanke dieses Buch meiner Schwester, die es als Hilfestellung an eine  betroffene Mutter  verschenken wollte, es aber postwendend zurückbekam. Ich wurde neugierig und übernahm es gerne. Es wird mir sicher eine gute Hilfe bei künftigen Familienaufstellungen sein.

Einerseits und andererseits

Einerseits…hofsnow2 ja, sieht hübsch aus, aber ich brauche es nicht!

hofsnow

Andererseits aber war dafür das hier im Briefkasten:

crystalpot

A cuppa dazu und der Tag ist gerettet! 😀

(sorry, ich kriege es immer noch nicht hin, mit der rechten Hand scharfe Hänti-Fotos zu schießen!)