Geburtstags-Nachlese

Das war ein schöner, aber auch sau-saukalter Geburtstag vorgestern, my darlings (wieso sagt man eigentlich “sau“-kalt? Sind Säue kalt?) Wie auch immer, es war nahe null Grad und sehr windig. Ekelhaft.

Der Prinz glich das aus, indem er mir zwei Päckchen neben meinen Kaffee-IV-Zugang legte und wartete, bis ich geistig in der Lage war, sie zu öffnen. Große Freude! Im ersten Päckchen fand ich das:

ellen

Ich mag Ellen Degeneres sehr, offen gesagt, bin ich verknallt in sie  😉 ) Ich wünschte, ich wäre so witzig, klug und schlagfertig wie Ellen (oder zumindest ein bißchen davon.) Leider kann man ja ihre Talkshow hier nicht empfangen, deswegen gucke ich öfter auf Youtube nach interessanten Interviews, die sie mit interessanten Menschen führt. Das Buch ist übrigens sehr unterhaltsam und witzig, mir gefällt es sehr. Kurz gesagt, Ellen schreibt so, wie sie spricht, also ein Feuerwerk von koboldhaften Witzen (viele davon auf ihre eigenen Kosten). Ich empfehle es!

In dem anderen, schmalen Päckchen fand ich zu meiner großen Freude dieses mein liebstes Eau de Toilette:

oscar

Oscar de la Renta. (Jetzt dufte ich wieder eine ganze Zeitlang lecker ; )

Aber natürlich habe ich mir auch wieder selbst etwas geschonken:

scot

Das ist inspiriert durch die großartige Verfilmung der „Outlander“ – Buchreihe von Diana Gabaldon (via Netflix). Da reden die Leute so viel Gälisch, daß ich immer wieder in den Szenen zurückgehe, um es nochmal und nochmal anhören zu können, so schön klingt das. Also begann ich mich auf die Suche nach einem Gälischkurs (mit Audio) zu machen  und fand diesen hier, der auch prompt auf meinem Schreibtisch landete (Und ja, es ist eine keltische Sprache und daher kniffelig für mich zu erlernen 😊 ) Abgesehen davon färbt auch der schottische Akzent/Dialekt so langsam auf mich ab, mein Englisch bekommt allmählich einen deutlichen „Brogue“ ( = schottischer Akzent) Und dabei schaue ich noch die Staffeln des ersten Bandes!

Ein alter Wunschtraum ist auch das hier:

OE

Dann kam per Post noch ein Blumengruß vom kanadischen Teil der Familie über eine Internet-Gärtnerei:

springtime

 

Da mittlerweile dank des Kaffees mein IQ den eines Toastbrotes überschritten hatte, schlug der Prinz vor, zum obligatorischen Frühstück zu fahren. Dazu hatte er sich ein kleines Café ausgesucht, das im letzten Sommer erst eröffnet hat, Fritzis Manufakturei, das ich noch gar nicht kannte. Früher war  in dem Eckgeschäft ein Friseur, dann ist diese geniale, kreative und supernette Frau hineingezogen und  hat ein wunderschönes „Vintage“/ Shabby Chic – Café eröffnet.

Sie backt selbst, die Möbel und das Geschirr stammen „aus Omas Zeiten“, also es ist urgemütlich und mit viel Liebe eingerichtet.  Das Frühstück war sehr lecker und reichlich. Danach hatten wir eine Verabredung in Bechtheim, aber da habe ich nur gefroren und wollte nach Hause. Der Prinz sah es mir an, so saßen wir bald wieder im Auto. Auf dem Rückweg hielt der Prinz noch  beim Fressnapf und besorgte dem Bärchen seine Alleinbleib-Belohnung: kleine getrocknete Mettwürstchen, so etwa fingergroß. Für mich rochen die nach gar nichts mehr, aber der Bär war ganz wild auf die kleinen Dinger. Wir zwei Menschen brauchten lange, bis wir wieder aufgewärmt waren. In den letzten Jahren hatten wir beide zum Geburtstag jeweils einen Gutschein von Vapiano bekommen, für eine Flasche Sekt oder Rotwein. Daher hatten wir auch gestern für den Abend Vapiano eingeplant. Doch Vapiano scheint diese Aktion aufgegeben zu haben, denn es traf keine Mail mit Gutschein bei mir ein. Also begnügten wir uns mit einem Geburtstags-Abschluß bei Pepe e Sale. Ich hatte sowieso schon seit Längerem Lust auf Gnocchi. Wie im Tivoli, käme auch hier der Koch niemals auf die Idee, vorgefertigte Gnocchi aus der Kühltruhe zu verwenden. Er macht sie selbst, und sie sind köstlich! Zu Hause beschlossen wir den Geburtstag mit einer Flasche Sekt, die mir der nette Kellner bei Pepe e Sale  geschenkt hatte, und einer historischen Doku über die Royal Family auf Netflix.

Tja, wieder ein Geburtstag vorbei, und zur Zeit bin ich wieder drei Jahre älter als der Prinz. Im Juli ist sein Geburtstag, dann sind es nur noch zwei Jahre Unterschied  😃 😃

Oh, oh, Halt! Meine weltbeste Schwesti hat mir eine traumhaft schöne, dicke Stola gestrickt, herrlich warm! Foto folgt!

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Nikolaus, komm in unser Haus…

Gestern war ja Nikolaustag,my lovelies, und damit einer meiner Namenstage. Da ich „Martina Nicole“ heiße, sind der Nikolaustag und der Martinstag meine Namenstage. Der Martinstag ist auch mein zweiter Geburtstag, da der Hallamati, also die Gehirnblutung, am 11.11.2011 war und ich – entgegen der Voraussage dreier Ärzte – in dieser Nacht nicht gestorben bin. Das ist für den Prinzen und für mich der Tag, an dem wir im Tivoli schlemmen und feiern, daß ich noch lebe (und scheiß auf die beiden Leute, die sich darüber ärgern, daß ich noch da bin, Karma wird das für mich ausgleichen).

Obwohl einer katholischen Familie entstammend, kannte ich als Kind den Brauch nicht, daß der Namenstag gefeiert wird (und sogar wichtiger ist als der Geburtstag). Oma wußte allerdings immer, wer gerade Namenstag hatte. Der Prinz ist auch katholisch aufgewachsen, in seiner Familie feierten sie die Namenstage auch.

So war ich gestern Abend sehr gerührt, als der Prinz mir mit den Worten „Alles Gute zum Namenstag, mein Schatz!“ Marzipanbrote und Dominosteine überreichte.

Mittags hatte im Briefkasten bereits eine Tüte gelegen, die eine Packung Dominosteine von Niederegger enthielt. Darauf klebte ein Aufkleber mit den Worten „Grüße vom Nikolaus“. Ich hatte gleich Freundin und Lieblingsnachbarin Wiltrud im Verdacht und rief sie an. Sie wußte von nichts, fand das Ganze aber lustig. Ich sah die Tüte näher an. Sie zeigte eine witzige Zeichnung: einen schönen alten roten Bully, also einen VW-Bus, mit Geschenkpaketen beladen. Hmmmm…. Was sagt uns das, Watson?

Die Einzigen hier im Dorf, die einen Bully besitzen – allerdings in hell-babyblau – sind die Buchhändlerfreunde. Ich rief an.

„Susanne“, fragte ich, hast du mir was Süßes in den Brief—

„Nein“, unterbrach sie mich energisch. „Damit habe ich nichts zu tun, da mußt du mit dem Nikolaus reden. Das war ich nicht.“

„Aha, soso“, grinste ich. „Also du und der Nikolaus, ihr seid euch im Dorf begegnet und er hat zu dir gesagt „Hömma, Susanne, ich hab keinen Bock, noch bei der Nicole vorbei zu gehen, schmeiß du das mal für mich da ein, ja?“

„Ganz genau, so war das“, bestätigte sie ernsthaft. Im gleichen Moment brachen wir in prustendes Kichern aus.

Der prinzliche Süßkram ist tatsächlich das erste Namenstag-Geschenk meines Lebens! Seiner ist im Juni, da laß ich mir noch was Kleines einfallen (zumal er ja im Juli schon Geburtstag hat…)

Opas 100. Geburtstag!

Wow, das klingt gewaltig, aber so isses, darlings – mein Opa würde heute 100 Jahre alt. Er kam im Oktober 1917 zur Welt und er starb im April 2008, also vor neun Jahren, und ich vermisse ihn, als sei er erst seit ein paar Tagen tot. Mit Oma geht es mir genau so ( sie folgte ihm im Juli 2008).

Ich stelle hier nochmal ein Foto von 2003 ein, das mich mit Opa auf unserem geliebten Gasometer ( Spitzname „Die Tonne“) zeigt.

Vadder, du fehlst!

Hier eines seiner liebsten Musikstücke… in memoriam Hermann Flötgen…

gasometer

Elf Jahre

…ist unser kleiner Herr Sonntag  jetzt alt, und da in seinem Impfpaß unter „Geburtsdatum“ nur lapidar  „August 2006“ steht, hat er eben einfach heute sein Geschenk bekommen. Neben mehreren Tüten mit Kaustreifen und Kaustangen verschiedener Geschmacksrichtungen und einem getrockneten Schweineohr hat der Prinz (der leidenschaftlich gern für das Bärchen Geschenke aussucht) ihm ein neues „Frisbi“ mitgebracht. Das bisherige Frisbi aus rotem Gummi, das der Kleine leidenschaftlich liebt, landete vor einigen Wochen versehentlich auf dem Vordach über unserer Haustür. Dort war es  lange der prallen Sonne ausgesetzt,  die das Gummi ausbleichte und austrocknete, so daß es zu „krümeln“ begann und wir uns nicht mehr sicher waren, ob das noch ungefährlich fürs Bärchen war.

Das neue Frisbi aber ist absolut sicher, es besteht aus dickem, festem Stoff und einem kreisförmig genähten Seil.

Wie immer, wenn er ein Geschenk bekommt, freute sich der kleine Herr Sonntag riesig. Er begriff sofort, daß das neue Frisbi für ihn ist. Er tickte vor Freude schier aus ( wir hatten sofort feuchte Augen vor Rührung.)

Hier: Herr Sonntag und sein neues Frisbi zum elften Geburtstag ( hingebungsvoll zerlegt in elf Minuten!)

Domielf

Der Prinzengeburtstag…

…war schon am vergangenen Freitag wie ich schrub, und wie jedes Jahr waren wir, gemäß unserer Tradition,  zuerst frühstücken und dann „on tour“. Ich habe eine Weile wieder nicht bzw. kaum geschrieben, weil ich eine Rhizarthrose im rechten Daumen entwickelt habe. Das tut weh, und da ich die rechte Hand zum Tippen brauche, ist das doppelt ärgerlich. Aber Reiki hilft, und das kann ich ja nach wie vor 😉

Für das Frühstück hatte ich uns ein Café ausgesucht, das einem lieben Menschen aus unserem Bekanntenkreis gehört, das GingkoZu unserer freudigen Überraschung hatte der Chef seine Leute instruiert, uns zu unserer Frühstücksbestellung zwei Gläser Sekt „aufs Haus“ dazu zu bringen, da er von des Prinzen Geburtstag und dem Frühstück wußte. Wir waren gerührt und freuten uns sehr über diese liebe Geste (leider war er arbeiten, er führt das Café nebenberuflich).

Ich hatte lange überlegt, was wir danach unternehmen könnten, denn das Bärchen sollte mitkommen dürfen und Hunde sind ja an so vielen Orten nicht erwünscht. Da das Wetter zur Zeit wunderbar ist, überlegte ich mir, daß wir etwas draußen machen sollten, und kam auf das Schloß Schwetzingen, das einen wunderschönen und riesigen Schloßgarten hat, der als englischer Landschaftsgarten angelegt ist. Hunde dürfen hinein, wenn sie an kurzer Leine gehen und die Besitzer Kotbeutel dabei haben. Innen ist das Schloß auch spannend und eine Führung macht Spaß, aber mit Rolli und Hund  geht das leider nicht, also beschränkten wir uns auf den Park.

schw1

Kackbeutel, wie wir sie nennen, haben wir sowieso immer dabei, wenn wir mit Bärchen on tour sind, das ist für uns selbstverständlich, und eine kurze Leine fanden wir auch noch bei unseren Jacken an der Garderobe. So durfte das Bärchen in den Park, Olli der Rolli und ich ebenfalls und der Prinz durfte sogar umsonst hinein, als meine Begleitperson. Ich war seit Jahren nicht mehr in diesem herrlichen Park gewesen (zuletzt in den 90ern mit Oma und Opa) und freute mich sehr, mal wieder dort zu sein. Das Bärchen fand alles sehr spannend und interessant, er hörte gar nicht mehr auf zu schnuppern. Insgesamt waren wir wohl gut drei Stunden unterwegs zwischen Blumen und Brunnenanlagen, Heckenlabyrinthen und  malerischen Seen mit hübschen bunten Gänsen und Enten. Das Schloß war früher die Sommerresidenz der hiesigen Kurfürsten. (Man gönnt sich ja sonst nichts…. 😉 )

Die Akku-Anzeige bei Olli, meinem Rolli, zeigt den Ladestand wie ein Handy mit Balken an. Am Nachmittag, als wir langsam Schluß machten und auf das Café am Schloßeingang zusteuerten, zeigte der Akku noch fünf von sechs Balken. Einen Balken verbraucht auch die Fahrt ins Nachbardorf an der Bach entlang, das sind etwa sechs Kilometer hin und zurück. So sind wir im Schloßpark wohl auch um die sechs Kilometer gelaufen/gerollt. Das Bärchen jedenfalls war sehr zufrieden und entspannt. Wir gönnten uns noch einen Kaffee und ein Stück Torte zum Abschluß. Der nette Kellner brachte Herrn Sonntag eine Schüssel Wasser, ohne daß wir fragen mußten – sehr lieb!

Auf der Rückfahrt schlief das Bärchen tief und fest auf seiner Rückbank, erfüllt von all den neuen Eindrücken ❤.

Wir Menschen öffneten zu Hause eine Flasche Sekt und genossen noch ein wenig den milden Abend draußen im Hof.

Am Samstag stürzten wir uns in eine wilde, heftige Aufräum- und Ausmist-Aktion, die bis zum frühen Abend andauerte. Dabei kam erfreulich viel Zeugs (vor allem Kleidung) für das örtliche Sozialkaufhaus zusammen. (Das Kaufhaus gehört der Caritas, die die Kleidung vor allem für Flüchtlinge sammelt. Das freut uns besonders.) Abends waren wir so zufrieden mit dem Platz, den wir geschaffen hatten, daß der Prinz mich zum Abschluß seiner Geburtstagsfeierlichkeiten, wie er sagte, zum Italiener ein paar Dörfer weiter einlud. Im „Pizza Pasta“ stehen Spaghetti Bolognese eigentlich nicht auf der Karte, aber die Besitzer des Restaurants sind super nett und freundlich und machen mir trotzdem schnell eine Portion, wenn ich darum bitte.(oarrr…ich kriege schon beim Schreiben wieder Appetit… 😉

Der Sonntag fiel der Neuorganisation der Küche zum Opfer, im Zuge unseres “Minimalismus-Projektes“ (Wir wollen unseren Besitz bis auf das absolut Notwendigste reduzieren – ich erzähle noch davon). So war das Geburtstagswochenende  rundum entspannend und erfolgreich – und das nächste Wochenende steht schon vor der Tür… macht es euch schön!