Jawoll!

(Achtung – dieser Beitrag kann Spuren von Sarkasmus enthalten.)

Genauso habe ich mir diesen Tag heute gewünscht, dachte ich, als ich heute morgen erwachte und aus dem Fenster sah: Nebel, grauer Himmel, keine Spur von Sonne –  und Rauhreif gegenüber auf dem Kuhstalldach! Perfekt! NICHT.

ABER: Heute ist Nikolaus, ich habe Namenstag und der Prinz hat mich ordentlich mit Dominosteinen und Butterspekulatius versorgt. Tag also doch noch gerettet! 🙂

Fieses, mieses Wetter

haben wir hier, darlings: grau und naß und kalt. Ist das bei euch auch so? Zudem gibt es einige untrügliche Indizien dafür, daß der Winter kommt: Der kleine Herr Sonntag fordert seinen Schlafplatz jetzt wieder unter der Bettdecke ein statt obendrauf, und wir haben die Katzentoilette wieder im Haus aufgestellt. Beim Frühstück leuchtet mir die Tageslichtlampe den Winterblues weg, schon im dritten Jahr jetzt, seit der Prinz sie mir geschenkt hat ❤ . Ich sitze mit drei Lagen Kleidung am PC und trinke nur heiße Sachen wie Kaffee, Tee und Horlicks (das ist ein englisches Malzgetränk, so etwas wie das britische Äquivalent zu Ovomaltine, und sehr lecker).

Meine Erleichterung darüber, daß der für mich schlimmste Monat des Jahres, der November, vorbei ist, ist groß. Ja, klar wird der Dezember nicht besser, Winter ist Winter. Aber immerhin: Bald werden die Tage wieder länger! Und ich freue mich auf Weihnachten! Wie meist, muß ich nach Anweisung des Prinzen meine Wunschliste bei Tante Amazonien noch etwas eindampfen 😉 . Nach Weihnachten ( das wir wieder im Lüttje Huus verbringen werden) kann ich langsam anfangen, mich auf meinen Geburtstag zu freuen. Auch diesen werden wir im Lüttje Huus feiern, denn er fällt dieses Mal auf den Rosenmontag. Da wir ja sowieso immer vor dem Karnevalsgedöns flüchten, paßt das gut. (Auch hier: Eindampfen der Wunschliste!) Ja, und ab dann hoffe ich sehnsüchtig dem Frühling entgegen.

Dann möchte und werde ich mehr Zeit im Hof verbringen, denn ich lerne gerade eine neue Fremdsprache: Rumänisch.  Grund: Im letzten Jahr haben wir bei einem Sommerfest eines unserer Winzer hier eine supertolle und nette Frau kennengelernt, Stefania. Sie ist gebürtige Rumänin und wir drei haben uns sofort sehr gut verstanden. Wir treffen uns jetzt regelmäßig, und ich als wilde Hobby-Linguistin habe sie gefragt, ob sie mir beim Lernen helfen wolle. Sie freute sich sehr und sagte zu. Natürlich habe ich mir bisher erst einige Basis-Ausdrücke angeeignet, wie „Guten Tag/Abend“ und so weiter. Aber es macht Spaß! Ich will auf jeden Fall weitermachen. Rumänisch hat große Ähnlichkeit mit Italienisch, die Grammatik ähnelt aber eher der lateinischen. Sehr faszinierend also! Stefania spricht sehr gut Italienisch, so können wir manchen Vergleich von dort herbeiziehen.

17.oo Uhr und schon stockdunkel draußen! Orrrr – ich HASSE diese Jahreszeit! Jetzt schaue ich mir dafür bei Juhtjuhp noch einige Videos mit dem genialen und sympathischen Martin Rütter an, um mich dafür zu schämen, was wir bei unserem Bärchen alles falsch machen 😀

 

 

 

 

 

Deutscher Hörbscht

Soviel zu meiner Hoffnung auf einen „Goldenen Oktober“, darlings: Es ist grau, kalt, düster und es pißt fast ununterbrochen. Seit Anfang dieser Woche läuft bei uns die Heizung, ich sitze mit zwei Fleece-Jacken übereinander vor dem PC, der Bär hat keinen Bock mehr auf Gassi-Runden (er macht in den Hof), ich schalte beim Frühstück schon wieder die Tageslichtlampe ein und schlafe mit zwei Bettdecken, fünf heißen Körnerkissen und meinen Bettsocken aus Chenille.

Der Vorteil – und das sage ich mir immer wieder – ist ja: keine Fliegen mehr in der Küche, und damit keine ekligen Fliegeneier im Katzen- und Hundifutter.  Morgen stelle ich die Katzentoilette wieder auf, die im Sommer immer Pause hat, da die Mädels sowieso Tag und Nacht draußen sind.

Und ihr – heizt ihr auch schon? Und freut ihr euch gar auf den Winter? (An alle, die jetzt strahlend nicken und sich freudig die Hände reiben: GEHT WEG. 😀

Wie verrückt

schneit es hier, mit heftigem Wind, der den Schnee in Wolken vom Dach des Pavillons bläst. Gestern habe ich endlich die Orthesenschuhe bekommen und konnte sie bereits „in echt“ testen (wir waren in Ludwigshafen eingeladen). Es ging gut, und eigentlich habe ich – orthesentechnisch gesehen – genug Mut für eine Gassirunde mit Herrn Sonntag, aber der Kleine warf einen Blick durch den Türspalt, guckte uns an… und drehte wortlos ab, zurück in die warme Küche 😀

Übersetzung: Gassi später heute, irgendwann 😉

Wie „wettert“ es bei euch?

++++

Update: Der Prinz hat gerade klar gemacht, daß er mich bei diesem Wetter auf keinen Fall zu Fuß laufen läßt – „viel zu glibschig, zu gefährlich“, sagt er. Er wird nachher noch alleine eine Runde mit Bärchen drehen. *mein Held*‘ ❤

Juhu

Der Januar ist geschafft!  In diesem Jahr war das sogar leichter als bisher, my darlings, und ich glaube, daß ich das der Tageslichtlampe verdanke, ohne die ich nicht mehr frühstücke, seit ich sie habe. Sie tut mir sehr gut. ebenso wie der kleine Herr Sonntag, der meine Laune mit seinen Clownereien und seiner Zuneigung  im obersten Bereich hält. Keine Stimmungstiefs mehr, egal wie grau und kalt es draußen ist!

Das Haus, in dem wir zur Miete wohnen, ist zudem in diesem Winter endlich mal warm. (Das Häuschen ist 160 Jahre alt und aus Denkmalschutzgründen nicht gedämmt, leider auch innen nicht. Das kann im Winter schon mal kalt werden, vor allem oben, im Schlafbereich.) Ich kann also entspannt sein und verbringe viel Zeit mit Lesen und dem Futtern von Keksen zum Tee und Kaffee. 😀

(Zur Zeit lese ich übrigens mit Begeisterung „The Adventures of Sherlock Holmes“, von Arthur Conan Doyle – wunderbar! Die großartige Serie mit Cumberbatch und Freeman hatte mich angefixt. Zudem  ist einer der Autoren Steven  Moffat  – er hat einige der besten Folgen für Doctor Who und Torchwood geschrieben. Seine geniale „Handschrift“ ist auch in der „Sherlock“-Serie unverkennbar. Auch schreibt Doyle in diesem großartigen viktorianischen Englisch, das ist einfach toll!

Jetzt hat jedenfalls der Februar begonnen, der Januar ist weg und hat es nicht geschafft, mich runterzuziehen. Im Februar habe ich Geburtstag, also Grund, mich zu freuen, und im März sehe ich den ersten Krokussen entgegen. Danach geht es unaufhaltsam aufwärts (hoffe ich, wir sind ja in Deutschland! ;))

Und ihr? Wie seid ihr über die dunkle Zeit gekommen?