„Sarah Connor…?“

Geht es allmählich los, obwohl ich nicht Sarah Connor heiße? Das frage ich mich seit einigen Tagen, my dearies, denn der Aufstand der Maschinen ist hier in vollem Gange. Besser gesagt, ist es wohl der Aufstand der Weißware: Vor Kurzem hörte Betsy, unsere Geschirrspülmaschine, mitten im Spülgang auf zu rauschen und zu plätschern. Einfach so. Zack, Stille. Früher hatte ich im Kreis meiner Reiki-Klienten jemanden, der solche Geräte (also auch Waschmaschinen usw.) reparierte. Er und sein Freund kauften gebrauchte und defekte Wasch- und Spülmaschinen, reinigten sie mit Salzsäure und verkauften sie wieder. So waren auch Betsy und Jonathan II., unsere Waschmaschine, bei uns gelandet. Ein Anruf bei Tom wegen Betsys Schweigen zeigte aber leider, dass er und sein Freund das Geschäft nicht mehr betreiben.

Nun, das ist nicht schlimm. Der Prinz und ich haben im Rahmen eines Minimalismus-Experimentes unseren Besitz drastisch reduziert. Das bedeutet auch bei Geschirr und Besteck, daß wir nur noch die nötigste Ausstattung haben. Und: es genügt! Man kann gleichzeitig nur ein Messer, eine Gabel und einen Löffel benutzen und von einem Teller essen – wozu brauchen wir das also alles in sechsfacher Ausfertigung? Mit dieser Aufräumaktion haben wir in unseren Schränken und Zimmern wunderbar viel Platz geschaffen. (Eine „Notfall-Ausrüstung“ für Gäste ist in der früheren Waschküche im Hof untergebracht, alles andere hat das Sozialkaufhaus bekommen, die haben inzwischen unseren halben Hausstand und freuen sich 😀

Zurück zu Betsy:Da wir kaum noch Geschirr und Besteck besitzen, ist immer aufgeräumt, weil wir jetzt ganz leicht alles sofort abspülen und wegräumen können. Das kann sogar ich tun – vorher flutschte mir das Geschirr im Spülbecken immer weg, wenn ich es mit der Spülbürste reinigen wollte ( ich kann die Sachen ja mit der linken Hand nicht festhalten ;))

Aber der Prinz hat mir vom Rewe eines dieser Kunststoffgitter mitgebracht, die man auf den Boden des Spülbeckens legt und die die Gegenstände am Wegrutschen hindern. Klasse! Wie früher bei Oma 😀 Auf der freien Seite der Spüle stehen ein Abtropfgitter fürs Geschirr und ein Abtropfbecher fürs Besteck. (Danke, Ingvar Kamprad :)) Da bei uns meist das Fenster offen steht, trocknen die Sachen schnell und weggeräumt habe ich sie ruck-zuck.

So war klar, daß Betsy nun zwar im Spülmaschinen-Nirwana ist, wir sie aber nicht unbedingt ersetzen müssen. Ich stellte sie bei einem Kleinanzeigen-Portal unter „zu Verschenken“ ein. Wir stellten gleich den Wäschetrockner dazu ein, den wir aus dem Nachlaß der Prinzeneltern geerbt hatten. So ein Trockner (es war ein Kondenstrockner) ist eine tolle Sache und wir hatten ihn zuerst eifrig und begeistert genutzt – bis die jährliche Nebenkostenabrechnung kam. 😀 Die Stromkosten…Wir fielen beinahe in Ohnmacht. Beschluß: Trockner nur noch im Winter, und nur für Bettwäsche. Aber bald stellten wir fest: Es geht auch ohne. Ich kann auch einpfotig Wäschestücke auf einen Wäscheständer hängen. Ok, Bettwäsche ist schwierig, aber das macht dann halt der Prinz, wenn er heimkommt. Als dann aber Jonathan II., unsere Waschmaschine, alle zwei Minuten mit einem Knall den FI rausfeuerte, wurde uns klar, dass hier auf jeden Fall Ersatz her mußte. Ich setzte Jonathan zu Betsy und dem Trockner dazu. Schon nach wenigen Minuten rief ein Interessent an, der den Trockner auch gleich abholte. Auch mit den beiden anderen Maschinen klappte es einwandfrei.Zur verabredeten Zeit kamen am Samstag drei fröhliche und sehr nette bulgarische Männer und packten Jonathan und Betsy in ihren Lieferwagen. Sie freuten sich sehr, und Herr Sonntag bekam viele Streicheleinheiten von ihnen.

Es war ja bei uns hier nun klar, daß wir Betsy und den Trockner nicht ersetzen mußten, weil wir sie nicht wirklich brauchten. Eine Waschmaschine aber, das ist eine andere Sache. Schwitzige Klamottis mit der Hand waschen.. nee. Wir haben zwar gut die Hälfte unserer Kleidung an das Sozialkaufhaus verschenkt, aber trotzdem finde ich, daß eine Waschmaschine wichtig ist (und hygienischer!). Der Prinz schlug einen Toplader vor, also eine Waschmaschine, deren Trommel man von oben mit der Wäsche belädt. Aus seinem „Ich geh mal gucken, was der [ Elektronikmarkt] so hat“ resultierte, daß er mit einer neuen Waschmaschine ankam, Toplader und nur 60 Zentimeter breit. Ich bin begeistert.B****** scheint wirklich zu wissen, „was Frauen wünschen“ 😀 😀 Vorher hatte der Trockner oben auf Jonathan II. gestanden, dieser Turm hatte das eh sehr kleine und enge Badezimmer optisch noch kleiner gemacht. Jetzt konnte man plötzlich durchatmen! Mehr Licht haben wir im Bad schon,seit das süße Häuschen nebenan abgerissen ist. Obwohl wir im Bad nur eines dieser ganz kleinen Musterglasfenster haben, ist der Unterschied richtig krass.

Also, die schmale neue Waschmaschine macht sich richtig gut, sie ist nur etwas laut. „ Ist das auch ein Jonathan“? fragte ich den Prinzen. „Nee, die fühlt sich eher nach Rapunzel an“,sagte der Prinz. Okay – unsere Waschmaschine heißt Rapunzel – und eure? 😀

Als die drei Bulgaren unter viel Rufen und Lachen Betsy und Jonathan II. aufluden, wird in der Nachbarschaft wohl so manche Hoffnung aufgeglimmt sein, daß wir auszögen. 😀

Zu unserem Minimalismus-Experiment erzähle ich gerne noch etwas, falls es euch interessiert, darlings…? Wir hatten es am 21. Juli letzten Jahres gestartet, am Geburtstag des Prinzen, und hatten uns ein Jahr Zeit gegeben, um unseren Besitz auf das Allernötigste zu reduzieren. In knapp drei Wochen hat er wieder Geburtstag (und ich habe das Geilste aller Geschenke für ihn!!!) 😀

Advertisements

*fluch*

Sicher habt ihr schon gesehen, meine Lieben, daß mir die Formatierung in den letzten Tagen immer wieder verrutscht, das heißt, irgendwie gelingt es mir, zwei Beträge zu einem zu machen. Ich versuche es zu reparieren. Das passiert, wenn ich zuviel mit copy&paste arbeite.

(ab in die WordPress-Werkstatt, resigniert winkend)

Laaaahmarschig

… bis gar nicht vorhanden ist die Internetverbindung hier, darlings. Ich habe den Töle-komm-Stick dabei, den ich im letzen Urlaub hier in Leer gekauft hatte, aber man kann den Seiten entweder beim Aufbauen zugucken und dabei Socken stricken oder die Verbindung bricht gleich ab. Deshalb wird während des Urlaubs vermutlich eher weniger Neues hier erscheinen *genärft kuck*

Oops, she did it again

Wer? Die Lakritzefrau.

Was? nicht richtig hingeguckt  und so am falschen Ende gespart 😀 😀 😀

Genauer gesagt: Zu schnell geklickt 😀

Kurz: Ich wollte mir den Film „Der 200 Jahre Mann“ mit Robin Willams bestellen.

(Das ist die eigentliche Geschichte “I Robot“ von Isaac Asimov, übrigens, der gleichnamige Film  mit Will Smith (obwohl klasse)  hat mit der ursprünglichen Asimov-story nichts zu tun.)

Jedenfalls habe ich, wie ich beim Öffnen des Umschlages sah, wohl das getan, was mir in der letzten Zeit viel zu oft passiert ist: beim günstigsten Angebot auf „kaufen“  geklickt und  nicht gesehen,  daß das Ding gar keine DVD ist, sondern eine VHS-Kassette! *gnaaa* Ich glaube, ich habe deswegen  etwa sechs VHS-Kassetten hier rumliegen, die ich natürlich auch nirgends mehr loswerden kann, weil ja kaum noch jemand dieses mittelalterliche Medium nutzt. Das wäre wie Fotografieren mit einer Polaroid (obwohl das ja schon wieder sehr cool ist). Oder hat jemand von euch noch einen VHS-Recorder?

😀 😀 😀

Diskutiere nie mit Idioten.

*seufz*

my darlings,

inzwischen sollte ich es – nach vielen schrägen und nervigen Erlebnissen – eigentlich gelernt haben: daß die Auktionsplattform mit den bunten Buchstaben voller beknackter Menschen steckt. Heute Nachmittag hatte ich wieder mal eine Begegnung der dritten Art, zum Glück nur telefonisch.

Hintergrund: Betsy ist tot. Betsy war unsere Spülmaschine (Hubert, mein Physiotherapeut, nannte sie immer „Frau Siemens“, wenn sie bedächtig brummend und plitschernd die Therapiestunde begleitete.) Kurz: gestern Nachmittag erlitt Betsy wohl einen Herzinfarkt, denn von jetzt auf nachher verstummte sie und seitdem ist sie tot. Tot und still.

Nach kurzer Konferenz waren der Prinz und ich uns einig: Einen Reparaturdienst wollten wir nicht rufen, denn für einen Haufen unnötiger und überteuerter Ersatzteile ist uns das Geld dann doch zu schade. Eine Spülmaschine brauchen wir aber leider, da ich einpfotig kein Geschirr spülen kann.

Auf der Kleinanzeigenseite von Ibääh fand ich sie dann: eine neue Spülmaschine, unterbaufähig, sauber und fit, wegen Umzugs Mitte April abzugeben, guter Preis, nicht weit von hier. Es war eine Handynummer dabei. Ich rief gleich an und hatte einen älteren Mann dran, der Stimme nach zu urteilen. Ich erklärte ihm unsere Situation und fragte, ob die Maschine noch zu haben sei, wir wollten sie gern kaufen. Ja, sagte er, sie sei noch zu haben, er wolle aber gern eine „Sicherheit“ haben, dass wir sie wirklich abholen kämen, „ nicht, dass Sie dann nicht kommen und mich sitzen lassen“. Verständlich – ich habe selbst meine Erfahrungen mit Makulatur-Abhol-Zusagen von Ibääh-Käufern. Ich versicherte ihm also, dass wir die Spülmaschine auf jeden Fall wollten.

„Jaaa… das ist mir aber nicht sicher genug“, sagte er. „ Ich möchte gern eine Sicherheit von Ihnen.“

„Kein Problem“, sagte ich, geben Sie mir Ihre Mailadresse, dann schicke ich Ihnen die Zusage, dann haben Sie es schriftlich.“

„Schriftlich… das ist ja ganz nett – aber das ist mir nicht sicher genug“, kam zurück. Ich biß beinahe in meinen Schreibtisch und atmete tief durch.

Was genau stellen Sie sich denn vor, daß ich tun soll?“ fragte ichgeduuuuuldig. „Sie haben meine mündliche Zusage und ich biete sie Ihnen auch schriftlich an. Was soll ich noch tun?“

„Jaa.. ich weiß nicht – was Sicheres“, sagte er ungeduldig. Ich wurde langsam sauer, denn offensichtlich hatte er selbst keine Ahnung, was er eigentlich wollte. Ich versuchte aber, freundlich und sachlich zu bleiben – nicht jeder kann was dafür, ein Idiot zu sein.

„Also“, sagte ich, nachdem ich tief durchgeatmet hatte. „Sagen Sie mir bitte, wie ich ihnen in dieser Situation, hier am Telefon, versichern kann, daß wir unter den vielen Spülmaschinen bei Ibääh wirklich Ihre kaufen möchten? Was stellen Sie sich vor? Was genau möchten Sie?!“

Da sagte dieser Knallkopp doch tatsächlich: „Ja – denken Sie sich was aus!“

Damit war bei mir das Maß voll. Ohne ein weiteres Wort legte ich auf.

Wenn ich eins gelernt habe, dann, daß es Zeit- und Kraftverschwendung ist, mit Idioten zu diskutieren. Okay, er mag schlechte Erfahrungen gemacht haben, da steht die Vorsicht ihm zu. Aber ich trenne meine schlechten Erfahrungen der Vergangenheit auch von den Menschen, mit denen ich in der Gegenwart zu tun habe.

Der Prinz kam rein, sah mein Gesicht, ich erzählte ihm, was passiert war. Er schüttelte nur den Kopf.

„Na, da waren ja noch mehr interessante Angebote“, sagte er.

Dieser Gedanke muss auch dem Verkäufer gekommen sein, denn – siehe da – plötzlich klingelte mein Handy. „Boah nee, ich bin zu sauer auf den Deppen, wenn ich jetzt mit dem rede, geht das nicht gut“, sagte ich. Also nahm der Prinz das Gespräch an. Und schau an – ich schloss aus dem, was ich vom Prinzen hörte, daß der Idiot wohl plötzlich genug Höflichkeit aufzubringen in der Lage war, daß er mit dem Prinzen einen Abholtermin vereinbarte.

Bis Mitte April spülen wir nun also mal wieder mit der Hand, wie in alten Zeiten. Ganz easy: ich spüle das, was sich einpfotig spülen läßt, der Prinz übernimmt das, was sich mir verweigert und wegflutscht. Und dann fahren wir zu dem Verkäufer und holen die Ablösung für unsere treue Betsy. Siehste – man muß Trollen nur den Nährboden entziehen und ihnen zeigen, daß man sich von ihnen keine Energie abfressen läßt. Und schon ist Ruhe. Das hat mich das Bloggen gelehrt.  😀

PS: Ja, ich weiß, daß Mails und Faxe nicht rechtsverbindlich sind 😉

Technik-Frage :)

Ich hätte da bitte mal gerne ein kleines Problem 😀 😀

Eine Frage an die WordPress-Kenner unter euch:

Wenn jemand hier im Blog kommentiert, dann schickt WordPress mir diesen Kommentar umgehend per Mail zu. Ich sehe in der Mail den Kommentartext sowie die Daten (Name, Mailadresse), die derjenige angegeben hat, und kann dann sofort innerhalb der Mail entscheiden zwischen genehmigen/Spam/Papierkorb – kennt ihr ja sicher auch so.

Nun meine Frage: WordPress sendet mir seit einiger Zeit jeden Kommentar doppelt zu, ich erhalte also pro Kommentar zwei identische  Mails. Und nein, ich habe nur eine Mailadresse hinterlegt.

Der Vorteil: Bestimmte Kommentare bzw. deren Absender habe ich hier gesperrt, über deren Versuche werde ich netterweise auch gar nicht erst informiert, da WordPress sie sofort löscht. Also, hat jemand eine Idee, was ich tun kann, um die Info-Mails wie vorher nur einmal zu bekommen? Denn einmal genügt doch.

Tanke chön 😀

Lieferando oder: Der vergebliche Versuch, Pizza zu essen

my dears,

hat jemand von euch schon einmal versucht, einePizzabestellung  über den Lieferdienst Lieferando abzuwickeln?

Falls nicht: vergesst es. unprofessionell, chaotisch. Ich bin sowas von sauer und gefrustet. Die Geschichte:

Vorgestern, am Mittwoch, bekam ich während der Arbeit Pizza-Hunger (Arbeit = mein neuer, wunderbarer, interessanter home office-Job, den ich liebe: – )) Bei Tante Google suchte ich mir eine Pizzeria in der Stadt raus, von der ich weiß, dass sie auch liefern (ist ja noch nicht wieder so wie früher, mit mal schnell ins Auto hüpfen und was holen ; – )) Ich sah, die liefern mit Lieferando. Das schaute auch recht gut aus zunächst, ich konnte die Pizzagröße und den Belag online wählen und auch gleich per PayPal zahlen. Das fand ich gut, so mache ich das am liebsten. Ich schickte die Bestellung plus Zahlung ab… und warte noch immer auf die Pizza, nach 27 Stunden. Das dürfte ein Lieferrekord sein, liebe Firma Lieferando – 27 Stunden und kein Laut, alle Achtung. (Nein, ich habe nach der Bestellung keine Mail oder sonstige Bestätigung bekommen.) Vorhin habe ich einige Male versucht, bei Lieferando anzurufen, wo eine junge Dame vom Band mich bat:“… bitte halten Sie Ihre Kundennummer bereit.“

Verdammt, Ihr Vollhorste, ich habe versucht, bei euch Kundin zu werden, aber Ihr seid ja zu dumm, euren Laden zu führen!

Weiter flötete mir die Dame vom Band ins Ohr, es seien gerade alle Mitarbeiter besetzt, ich möge doch später nochmals anrufen. Der nächste Anruf verband mich mit der gleichen Ansage. Ich habe den Verdacht, dass dieses Band 24/7 läuft, damit ja nur niemand von denen mit einem Kunden in Berührung kommt. Also rief ich bei der Pizzeria an, deren Besitzerin mir sagte, sie habe meine Bestellung von Lieferando nie erhalten. Passt ins Bild, glaube ich ihr ohne weiteres. Auf meine Frage, wie ich nun mein Geld zurückbekäme, wusste sie keine Antwort. Sie tat mir leid, zumal ich ihr aufs Wort glaube. Ich verabschiedete mich und rief noch mal in Berlin an. Wieder das gleiche Band. Also: vergesst die Firma – absolute Anti-Empfehlung. Ich bleibe beim Lieferanten hier im Dorf. –der ist Inder, macht aber klasse Pizza : – ))