Hase!

Der kleine Herr Sonntag hat Langeweile. Da es mit dem Gassi aber noch etwas dauern kann (der Prinz kocht gerade Mittagessen), sage ich zu Herrn Sonntag: „Na, dann bring deinen Ball!“, um ihm eine Freude zu machen. Sein ratloses Gesicht sagt mir, daß er keine Ahnung hat, wo der Ball sein könnte. Ich setze mich wieder an den PC. Kurz darauf stupst mich etwas am Knie an. Ich schaue unter den Schreibtisch und sehe den kleinen Herrn Sonntag. Er hat mir seinen Stoffhasen vor die Füße gelegt. Sein Gesichtsausdruck, leicht verlegen, sagt mir: „Den Ball hab‘ ich nicht gefunden, aber hier ist mein Hase, damit du nicht traurig bist.“ (Den Hasen haben wir ihm letzte Woche von IKEA mitgebracht, als Belohnung fürs Alleinbleiben ❤)

Sagte ich schon, daß unser Herr Sonntag der tollste Hund der Welt ist?! Große Liebe !!! einself!!! ❤ ❤ ❤

Herr Sonntag und der Sommer

Noch ein kurzer Zwischenbericht, my darlings, bevor ich endlich von Paxianers Besuch bei uns erzähle (der inzwischen auch schon gefühlte Jahrhunderte her ist…).

Erfreulicherweise hat ja nun doch der Sommer zu uns gefunden. Die Hunde in unserer kleinen Bloggerwelt reagieren ganz unterschiedlich auf die Wärme, wie zum Beispiel Sandra von Dreipunktecharlie und Chrissey von Kaya Bordercorgi beschreiben. Beide Blogs habe ich abonniert und damit habe ich das Vergnügen, die neuesten Berichte schon beim Frühstückskaffee lesen zu dürfen. Die langhaarige Kaya leide unter der Wärme, schreibt Chrissey. Dafür hat sie eine geniale Lösung gefunden, mit der die hübsche Kaya sehr glücklich ist. Was das ist, könnt ihr hier lesen 😃 Charlie dagegen scheint gar keine Rezeptoren zu besitzen, die ihm anzeigen, daß es warm ist, schreibt Sandra in diesem Blogbeitrag. Beide fragen danach, wie andere Hunde mit der Hitze umgehen.

Bei unserem kleinen Herrn Sonntag ist das sehr zweigeteilt. Das Pufibärchen ist ein Sonnenanbeter, er liebt Wärme. (Wärme aller Art, heißt das – deswegen kann ich froh sein, wenn ich im Winter unter der Bettdecke noch Platz bei den heißen Körnerkissen finde :D) Das schöne Wetter erlaubt es uns, die schwere Doppelglas-Terrassentür vom Büro in den Hof tagsüber mit einem Türstopper geöffnet zu halten. So können das Bärchen, die Chefin über alles und das Pippilein kommen und gehen, wie sie möchten. Das genießen wir alle sehr. Die drei, weil sie nicht ständig mit den Vorderpfoten an die Glasscheibe trommeln müssen, wenn sie raus oder rein wollen und der Prinz und ich, weil wir nicht alle zwei Minuten vom Schreibtisch aufstehen und die Tür öffnen müssen.

Der kleine Herr Sonntag also, der legt sich mit Vorliebe im Hof voll in die pralle Sonne und läßt sich braten. Da kommt wieder der Papa durch, ein spanischer Windhund. Dafür mag er sich aber überhaupt nicht gern in der Sonne bewegen, das ist ihm dann doch zu viel. Wenn das Zauberwort „Gassi“ fällt, ja, dann flippt er schier aus und kann es kaum erwarten, bis es losgeht.

Allerdings: Das kleine Häuschen, das wir gemietet haben, war früher Teil eines kleinen Bauernhöfchens, wie sie hier auf den Dörfern üblich sind. So ist der Innenhof begrenzt von ehemaligen kleinen Ställen und der früheren Scheune. Das heißt, wettertechnisch ist es im Hof geschützter als auf der Straße. Wenn wir also zur Gassirunde aufbrechen, kann die Sonne draußen auf der Straße ganz schön knallen, weil nur die Wohnhäuser etwas Schatten werfen. Das Bärchen zieht zur Schmiede rüber, um dort im Wildwuchs-Streifen hintendran seine wichtigsten pee-mails zu lesen und zu beantworten. Ab dann versucht er aber, im Schatten zu bleiben und sich so langsam wie möglich zu bewegen( Hunde-Beamtenmikado, sozusagen 😃 ) Zum Glück trinkt er viel Wasser und wir achten auch strikt darauf, daß im Hof und in der Küche immer ein voller Wassernapf für die drei steht. Die dicken Sandsteinwände halten das Haus innen kühl ( deswegen lief unsere Heizung noch bis Mitte Mai!), und es kann einen schon mal ein Hitzeschlag treffen, wenn man in den Hof hinaustritt. Aber das Bärchen liebt es, ganz windhund-gemäß, so what?

Liebe Grüße an Kaya, Charlie und Lis! ❤ ❤ ❤

 

 

Malou!

Erwähnt hatte ich sie ja schon kurz, darlings: die süße Malou, ein Mix aus Jack Russell-Terrier und Beagle. Sie gehört den Nachbarn hier und kommt täglich vorbei, um nach Eßbarem zu schauen (denn hat die typische Verfressenheit des Beagle geerbt). Malou ist durch  und durch fröhlich und freundlich, einfach bezaubernd, und sie kann sich so sehr freuen, daß man sich mit ihr freuen muß, denn sie lacht über ihr ganzes hübsches Gesicht und wedelt so heftig, daß ihr gesamter  Körper mitwackelt. Es ist ansteckend fröhlich. Der kleine Herr Sonntag hatte von der ersten Minute an keine Chance. Malou überrollte ihn förmlich mit ihrer Freude, als wir ankamen, und sofort tobten beide wild über die Wiese vor dem Haus. Jetzt kommt Malou jeden Morgen und holt ihn zum Spielen ab ❤.

Das ist Malou:

malou

Und hier toben die zwei:

MHS

Unsere  Ferienwohnung war früher die Tenne des Hofes, daher ist das Fenster im Wohnzimmer tief angebracht, weil diese Wand nicht so hoch ist wie übliche Normwände . Das heißt, daß Herr Sonntag mühelos seine Vorderpfoten auf die Fensterbank legen und hinausschauen kann (unser Hund ist ein Fensterrentner!). Er tut das immer, wenn wir Malou erwähnen, dann guckt er, ob sie draußen ist ❤ . Streit gibt es, wie gesagt, nur, wenn sie seinen Futternapf „reinigt“.

Heute früh  (Erzählung des Prinzen): Malou sitzt vor der Haustür und fiept nach ihrem neuen Freund. Herr Sonntag setzt sich vor das Bett, starrt  den schlafenden Prinzen an und fiept ebenfalls, unterstrichen mit „Whff“ ( so ein Prusten durch die Lefzen, Hundebesitzer kennen das). Prinz öffnet mühsam die Augen, Herr Sonntag fiept sehr aufregt und tänzelt unruhig umher („Malou ist draußen, du mußt mir ganz schnell die Tür aufmachen!“)  Ich schlief noch fest und bekam das nur wie von weit her mit. Wach wurde ich erst, als aus dem Wohnzimmer das Bellen erklang, das er nur macht, wenn der Prinz ihm sein Geschirr anlegt. Ich dachte, die beiden wollten eine Gassi-Runde drehen, aber als ich in die Küche wankte und nach Kaffee suchte, war der Kleine schon wieder drin. Der Prinz hatte ihn zu Malou hinaus gelassen und die beiden hatten getobt. Natürlich hatte Malou seinen Abendessen-Rest verputzt. Sein Geschirr trug er aber, darauf besteht der Prinz für den Fall, daß Herr Sonntag mal verloren gehen sollte. Denn am Geschirr hängt die Plakette mit seinem Namen und der Handynummer des Prinzen.

Wir sind froh, daß es die fröhliche kleine Malou hier gibt und Herr Sonntag so auch mal „hündischen“ Sozialkontakt hat. Zu Hause sind die anderen Hunde ja meist entweder hinter einem Zaun oder an der Leine. Und da diese Wohnung hier in mehrerer Hinsicht ideal für uns ist (ebenerdig, näher an Oldenburg als die bisherige), werden wir in Zukunft wohl häufiger hier sein.

Ganz viele Fragen (Achtung, lang!)

Ist es bei euch zur Zeit auch so wunderbar ruhig, darlings? Eigenartig – die Natur explodiert förmlich, aber unser Leben ist ganz still. Deswegen ist es hier im Blog auch ruhiger als sonst… Unser Leben ist wohltuend ereignislos und beschaulich, die Tage plätschern sonnig und ruhig  dahin, ich bin wunderbar „entschleunigt“ und kümmere mich in Ruhe um meine therapeutischen Trainingsprogramme  ( = Muskelkater! 😊 ) und schaue abends mit dem kleinen Herrn Sonntag „Grace and Frankie“  oder Dokus mit dem Prinzen auf Netflix.

Da ist auch mal wieder Zeit für einige Stöckchen-Fragen, zumal es dabei auch um Hunde geht! Der berühmte Blogger-Kettenbrief „Liebster Award“ flog zwischen Anja mit Sheltie Aik und Sandra mit meinem geheimen „Neben-Herrn-Sonntag-Liebling“ Charlie hin und her. Da sich die Fragen zum Teil  mit Hunden beschäftigen, habe ich sie für mich beantwortet und lege sie hier ab für jeden, der auch Spaß daran hat:

Das sind Aiks (also Anjas) Fragen:

Wie kamst du auf den Namen deines Hundes?

Der Mausebär hieß bereits „Domingo“, als wir ihn im September 2015 von seiner Vorbesitzerin nach deren Scheidung übernahmen (sie hat übrigens nie wieder nach ihm gefragt…). „domingo“ ist das spanische Wort für „Sonntag“. In dieser Zeit schrieb Uli Stein oft von dem Goldendoodle-Welpen gemeinsamer Freunde, den er „Der kleine Herr C“. nannte. Das gefiel mir sehr, so daß aus Domingo „Der kleine Herr Sonntag“ wurde. Meist sagen wir einfach „Domi“ oder „Dom-Dom“. Der Prinz nennt ihn auch „Schatz“ oder „mein Großer“, bei mir heißt er „Bärchen“ oder auch “Schnauzebär“ (Nein, das ist mir nicht peinlich, ich stehe dazu!). Seinen vollen Namen rufen wir nur, wenn er mal wieder Brokkoli in den Ohren hat und etwas Nachdruck braucht.

Was liebst du am meisten am Bloggen?

Die tollen Freundschaften und Bekanntschaften, die sich in den Jahren ergeben haben. Etliche Blogger haben der Prinz und ich  ja auch schon persönlich getroffen, das liebe ich besonders. (Ende April kommt uns Paxianer besuchen – Juhuuuuuuu! \o/ ). Außerdem mag ich die „Tagebuch-Funktion“, bei der ich mich an vieles wieder erinnere. Kürzlich stöberte ich in alten Einträgen hier und fand einen, in dem ich begeistert über Erdnußbutterbrote mit Kirschmarmelade geschrieben hatte.  Der Prinz und ich  haben beide „Wunderlist“, ich trug also im Einkaufszettel, der auch darüber läuft, „Erdnußbutter und Kirschmammalade““ ein und konnte schon am gleichen Abend  leckere PBJs essen 😃 – ich toaste das Brot allerdings, ist viel appetitlicher.

Das, was du an deinem vierbeinigen Freund am meisten liebst und was dich doch manchmal nervt?

Ich liebe es, wenn er sich klammheimlich zu mir ins Bett schleicht und sich in meine Kniekehlen kuschelt. Es nervt, wenn er das im Winter tut und dabei mit dem Kopf die Bettdecke hochwirft, so daß ein dicker Schwall kalter Luft einströmt (vor allem, wenn die heißen Körnerkissen gerade alles schön  durchgewärmt haben).

Was sind deine liebsten Blogthemen,über die du oder andere schreiben?

Bei anderen weiß ich’s nicht so – ich schreibe gern über Dinge, die ich erlebe und die mir Freude machen, zum Beispiel unsere Spontan-Ausflüge oder über Bücher.

Liebe geht durch den Magen! Was servierst du deinem Hund zu einem besonderen Anlass?

Der Mausebär bekommt zu besonderen Anlässen (wenn er Geburtstag hat oder länger allein geblieben ist) Fleischwurst oder eine Portion Rinderhackfleisch oder eine Packung Kaustreifen, Geschmacksrichtung „Pansen“.

Welche Orte oder Städte würdest du gerne als nächstes mit deinem Hund bereisen? Strand oder lieber doch Berge?

Mit den Bergen muss ich noch warten und etwas länger geduldig trainieren 😃

Aber im nächsten Monat sind wir für zwei Wochen im geliebten Oldenburg  \o/ , da werden wir auch an die Nordsee fahren und mit dem Mausebären an den Hundestrand gehen.Städte: Ich habe große Sehnsucht , mein geliebtes London wiederzusehen und würde es dem Prinzen so gern zeigen. Aber da muß ich noch besser gehen können ( -> U-Bahn!).

Es geht auf einen laaaaangen Spaziergang, was hast du alles für dich und einen Hund dabei?

Das Wichtigste ist Wasser, für uns alle. Der Prinz hat vor einer Weile dem Mausebären diese geniale Flasche besorgt, die ist immer dabei. Kotbeutel ebenfalls. Und das Liegekissen für den Kleinen, falls wir unterwegs in einem Café haltmachen ( also fast immer.)

Welche Situation gab es in der du deinen Hund hättest knutschen können? Wann war er einfach mal so brav, dass dein Stolz kaum in Worte zu fassen war?

Auch ohne besonderen Anlaß ist unser Mausebär wohl der meistgeknutschte Köter Deutschlands – und ich glaube nicht, daß ihm jemand diesen Titel streitig machen kann 😃 😃 😃

Deine drei liebsten Hundebücher-Egal, ob Roman oder doch ein informatives Lehrbuch.

Bei Romanen fällt mir „Die gelbe Dogge Senta“ von Paul Eipper ein, das Buch habe ich oft gelesen, wie alles von Eipper. Dann sind da noch die wunderbaren Hunderomane von Hans G. Bentz, wenn ihr die mal im Antiquariat entdeckt, schlagt sofort zu!

Weiter: ein Sachbuch, nur indirekt über Hunde: „Der Wolf – Mythos und Verhalten“, geschrieben vom wunderbaren und sehr liebenswürdigen Erik Zimen.

Jetzt kommen noch Fragen von Sandra (Charlie) selbst:

  1. Wie lange bloggst du schon?

Das weiß ich nicht genau, es sind Jahre. Ich schätze, ich habe zu Beginn der 80er Jahre damit begonnen.

  1. Treibst du Sport mit deinem Hund, wenn ja, welchen?

Nein, denn ich bin noch nicht wieder ganz soweit, aber für diesen Sommer ist Hoopers geplant. (Peinlich – das wollten wir schon letzten Sommer machen, ist aber im Alltagsgedöns untergegangen!).

  1. Wie bist du auf den Hund gekommen?

Ein Hund war schon mein Herzenswusch, so lange ich mich erinnern kann. Der kleine Herr Sonntag kam durch die Vermittlung unserer Freundin Carry zu uns, die den hiesigen Gnadenhof leitet und die ehrenamtlich im Tierheim mitarbeitet (er ist ein Scheidungshund und Carry wollte ihn vor dem Tierheim bewahren).

  1. Warum hast du mit dem Bloggen begonnen?

Für mich war es eine Erweiterung des Tagebuchs, mit dem ich begonnen hatte, als ich 16 war. Zudem schreibe ich gern, es strukturiert meine Gedanken.

  1. Was sind deine liebsten Blogthemen, über die du oder andere schreiben? (diese Frage muss ich ebenfalls stellen  )

Am liebsten schreibe ich über unsre Erlebnisse im Alltag. Mein Eindruck bei vielen anderen Bloggern ist, daß sie gern darüber bloggen, was sie heute kochen wollen oder gestrickt haben (mit Fotos dazu) oder daß das Baby die Windel gefüllt hat (und wie die Füllung aussah). Da klicke ich ganz schnell weg.Am schlimmsten sind für mich aber Gedichte, vor allem die „Reim dich oder ich freß dich“ – Sorte, ohne jedes Versmaß.

Beispiel:

Es hat geschneit!

Zum Glück haben es die Kinder zum Schlittenberg nicht weit.“

(Nein, das gibt es nicht wirklich, das ist nur ein Beispiel, das ich mir gerade ausgedacht habe 😉 )

 

  1. Was ist das Lustigste, das du mit deinem Vierbeiner erlebt hast?

Oh, das kann ich nicht sagen – der Mausebär gibt uns sooo viel Anlaß zum Lachen, die Katzen auch, da müßte ich ständig am PC sitzen, um das aufzuschreiben.

  1. Hat dich dein Hund / Haustier schon einmal richtig blamiert?

Offen gesagt, tut er das bei jedem Spaziergang, wenn wir Hündinnen begegnen. Bei Mädels verwandelt sich unser sanfter Mausebär nämlich in die berühmte Axt im Walde und markiert den dicken Max. Paaaainlich!  Wir entschuldigen uns dann immer bei den Besitzern, aber die lachen meist nur, zum Glück.

  1. In welchem Film könnten du und dein Hund die Hauptrolle spielen?

Lassie oder RinTinTin vielleicht, aber ich bin zu alt für den menschlichen part und beim Mausebären paßt die Rasse nicht….

  1. Wie gehst du mit Kritik zu deinen Blogbeiträgen um?

Für mich macht der Ton die Musik. Wer pöbelt, wird gelöscht und blockiert. Ich bin keine Psychologin und kann den Leuten bei ihren Komplexen nicht helfen. Mit sachlicher und freundlich formulierter Kritik habe ich kein Problem.

  1. Dein größter Wunsch ist?

Da habe ich zwei:

Eins: Wieder fit sein – und da bin ich nach Ansicht meiner Therapeuten auf einem sehr guten Weg (es braucht nur Durchhaltevermögen und noch etwas Zeit).

Zwei: Endlich die gute Flasche Sekt öffnen können, die hier steht und darauf wartet, daß Donald Trump endlich abgesetzt wird. -> impeachment now!

 

Der Hund sagt aus (oder nicht)

Sandra vom Blog Dreipunktecharlie hat sich zu einem witzigen Beitrag inspirieren lassen, und zwar von Nicole, die das Blog Moe & Me führt.

Es geht um

Zehn Dinge, die (m)ein Hund niemals sagen würde

Sandra, die Glückliche, hat gleich zwei Hunde, Charlie und Lis, daher kann sie doppelt punkten. Zu lesen hier. 

Im Geiste habe ich sofort unseren kleinen Herrn Sonntag interviewt.  Nun also:

Zehn Dinge, die der kleine Herr Sonntag niemals sagen würde:

  1. Regen! Wind! Toll! Können wir bitte eine ganz lange Gassi-Runde machen?
  2. Ach, weißt du, wenn wir nun schon hier beim Tierarzt sind, sollten wir noch etwas bleiben. Ich bin so gern hier.
  3. Fleischwurst?! Das ist widerlich! Kannst du selbst essen! Bäh!
  4. Ich werde nie wieder im Winter deine Bettdecke anheben, um drunter zu kriechen.
  5. Ich quetsche mich abends beim Fernsehen nur euch zuliebe so eng zwischen euch. Weil ihr sonst Angst habt, wenn da Leute schießen.
  6. Die Gemüse-Chips überlasse ich euch dabei gerne, die mag ich eh nicht.
  7. Nein, ich bin nicht verliebt in Maggie. Ich laufe ihr nur nach, um sicher zu sein, dass sie nicht stolpert.
  8. Ich habe keine Angst vor Micia – Micia hat Angst vor mir!
  9. Du hast mir schon wieder Kaustreifen mitgebracht?! Du weißt doch, daß ich die hasse!
  10. Ihr beide solltet viel öfter ohne mich weggehen.

Und bei euch so? Markus? Ente? 😃

Flauschwurst on tour : – )

Wie ich im letzten Beitrag schon schrub, my dearies, habe ich mir einen Schlupfsack für den Rolli angeschafft, um gegen den schneidenden Winterwind geschützt zu sein. Das isser (also das blaue Dingsda um mich herum):

schlupf

Das Ding ist ein Segen, da herrlich warm und windfest. Das Foto (die, die mit mir bei Whatsapp verbunden sind, kennen es schon)  entstand am letzten Sonntag, da waren wir endlich mal wieder zu dritt unterwegs, am Rhein. Wir bummelten oben auf der Deichanlage entlang, die ist  glatt asphaltiert und  daher sehr gut für den Rolli geeignet. Wir begegneten vielen Menschen und Hunden, denn diese Strecke ist beliebt bei Spazier- und Gassigängern. Bietet sich auch an. Wir schlugen einen großen Kreis, Start an einem Parkplatz nahe dem Tierheim, dort kamen wir auch wieder aus. Ich war trotz des tollen Schlupfsackes durchgefroren, denn das Bündchen im Ärmel meiner sonst schön dicken Jacke ist locker, aber ich mußte den rechten Arm draußen lassen, um damit die Steuereinheit des Rollis zu bedienen. Der Wind fuhr mir so schön innen im Ärmel hoch und kühlte mich wunderbar ab  * Ironiemodus ausknips* 😀 Zurück im  Haus,  machte ich uns als Erstes Lumumba ( = heiße Schokolade mit Rum)  Und nun freue ich mich, daß ich mich von der Kälte nicht mehr vom Spaß abhalten lassen muß, sondern dem Winter das hier zeigen kann:

winterfuck

Quelle: U.Meyer , via facebook

re: Kaya Bordercorgi

Es gibt da ein Hundeblog, my darlings, dem ich mit großer Freude folge. Es heißt

KayaBordercorgi. Wie der Titel schon vermuten läßt, handelt es sich bei Kaya um einen Mix aus Border-Collie und Corgi. Sie ist bildschön, die Kaya, schaut sie euch mal an!

Christiane, Kayas Frauchen, beschreibt in ihrem neuesten Beitrag, wie sie und ihr Schatz versuchen, die Spaziergänge für Kaya abwechslungsreicher zu gestalten,  der Beitrag ist hier zu lesen. Sie fragt ihre Leser auch danach, wie sie es mit ihren Hunden beim Gassigang machen.

Bei uns gibt es drei Gassi-Kategorien: wenig Zeit, mehr Zeit  und „Yeah, Wochenende!“

Also: offen gesagt, bin ich seit dem Kälteeinbruch nicht mehr jedes Mal dabei, sondern der Prinz und der kleine Herr Sonntag  gehen meist  allein los. Im Rolli sitzend kann ich mich gegen die Kälte, vor allem gegen den schneidenden Wind, nicht wehren. Ich sitze ja gezwungenermaßen still. Da hilft auch lange Unterwäsche meist wenig oder gar nicht, ich zittere und friere durch  bis auf die Knochen im wintrigen Wind. Ich habe mir einen Schlupfsack angeschafft, den wollen wir jetzt am Wochenende testen.

Mit meinen beiden Jungs (oder mit uns dreien)  läuft das so: Wenn wenig Zeit oder es spät ist, gibt es die kleine Standard-Runde: Aus dem Tor rechts raus und an Alfreds Schmiede vorbei. Dicht dahinter läuft ein  schmaler Streifen Ruderalgelände, also Wildwuchs. Dann folgt ein bewachsener Weg, der eine Pferdekoppel von einem kleinen Feld trennt. Am Feldrand an der Straße  ist eine bei den Dorfhunden sehr beliebte  „pee-mail“-Station, da hält sich der kleine Herr Sonntag immer lange auf. Zudem ist das der Platz für den ersten Haufen und den ersten Einsatz der Kackbeutel *g*.Weiter am Grundstück unserer Vermieter vorbei. Wenn die Hunde im Garten sind (unsere Vermieter und deren Töchter haben je zwei Hündinnen), gibt es zu beiden Seiten des Zaunes erst einmal eine gewaltige Show, mit viel Gebell und Fellsträuben. Die Hundemädels, Emma, Smilla, Shila und Ronja, alle aus dem italienischen Tierschutz, verteidigen ihr neues Zuhause mit geballter Energie. Unser Herr Sonntag, eigentlich ein ruhiger Zeitgenosse, läßt sich nicht anblaffen. Da kann er auch ganz schön giftig werden. Merkwürdigerweise ignoriert er andere Rüden sehr souverän (es sei denn, sie blaffen ihn an, dann gibt er heftige Retourkutschen), aber bei Hündinnen benimmt er sich wie die Axt im Walde. Das kann mitunter auch peinlich werden, zumal wenn es Mädels sind, die ihn mögen, wie zum Beispiel Gretel und Susi, die Beagle-Mädchen aus der Nachbarschaft. Mit deren Besitzern haben wir ein gutes Verhältnis. Ihrem Sohn gehört Zoe, die riesige gelbe Dogge, mit der sich Herr Sonntag immer heftige Gebell-Duelle liefert. Das wirkt witzig, denn er reicht Zoe gerade mal bis zum Bauchnabel 😀 Da Memnok, der Newfie, ja kürzlich überraschend starb, ist sein Hoftor eine „Bell-Stelle“ weniger. Weiter geht’s am Kindergarten vorbei und runter an „die“ Bach, wie es hier heißt, dann durchs verkehrsberuhigte Wohngebiet zurück nach Hause. Diese“ Kleine Runde“, wie wir sie nennen, ist wirklich nur  dazu da, die dringendsten Bedürfnisse unseres Bärchens zu stillen, eben Bewegung, Pinkeln und Häufeln. Zeit: etwa 20 Minuten.

Ist etwas mehr Zeit, darf der kleine Herr Sonntag selbst bestimmen, wo es hingehen soll. Er möchte meistens aus dem Tor links raus und dann rechts  die Straße hoch, in der unsere Buchhändler-Freunde wohnen. Die Straße führt direkt in die Felder hinaus. Da die hiesigen Landwirte nicht viel davon halten, ihre Wege zu pflegen, ist die Strecke nur sehr bedingt Rolli-geeignet (–> Schlaglöcher, dicke Matsche-Schichten von Traktorrädern…) Nun, da oben im dicken Trecker bekommen sie vom Weg ja nichts mit, und Pflege der Wege kostet nur Geld : – )

Zurück geht es dann am Kapellchen vorbei runter und zurück nach Hause. Zeit: hängt vom Wetter und damit von unserem Wohlbefinden ab, die Felder liegen etwa 30 Meter höher als unsere Straße, da pfeift im Herbst und Winter  manchmal ein scharfer Wind (das mag unser Bärchen nicht so).

Wochenende: Le grand tour, wie es der Prinz nennt, und die große Freude des kleinen Herrn Sonntag!

Der Prinz hat sich bereits  im letzten Herbst bei“ Garmin livetrack“ registriert. Zu seinem Greätetraining im Fitneßstudio, das er dreimal in der Woche durchzieht, hat er noch „Strammes Gehen“ hinzu addiert ( er hatte ja vor zwei Jahren einen Herzinfarkt, das hat ihn bezüglich des Themas „Sport“ doch umdenken lassen.).

Er trägt einen „livetracker“ von Garmin, der wie eine unauffällige schwarze Armbanduhr aussieht. Das Ding verbindet ihn mit dem GPS-System von Garmin und zeichnet zudem, wenn aktiviert, seine Herz- und Pulsfrequenz, seine Schrittgeschwindigkeit, die gelaufene Strecke und den Höhenunterschied auf (daher weiß ich, daß die Felder bei uns 30 Meter höher als unsere Straße liegen ;)).  Den livetracker  kann man für verschiedene Sportarten einstellen und unterwegs seinen Weg  oder Fortschritt über das Smartphone bei Google maps verfolgen. Das sieht dann so aus: Die Jungs starten und sobald der Prinz den tracker aktiviert, zeichnet dieser nicht nur ab sofort den Weg auf, sondern setzt auch eine Mail an mich ab (diese Mail informiert mich darüber, daß ich jetzt online „an der live-Aktivität „Hunderunde“ teilnehmen“ kann. Das kann ich deshalb tun, weil ich ebenfalls bei Garmin livetrack registriert bin und der Prinz mich mit seinem account dort verknüpft hat. Klicke ich auf den link in der Mail, öffnet sich automatisch der Browser in Google maps und zeigt mir, wo der Prinz und Herr Sonntag gerade gehen. Der Prinz ist dargestellt durch einen pulsierenden blauen Punkt, der sich vorwärts bewegt. Auch hier kann ich zwischen normaler Karte und Satellitenbild hin- und her schalten. Meist schaue ich mit die Tour auf dem Satellitenbild an. Es macht mir Spaß, zu raten, ob die beiden wohl an der nächsten Kreuzung abbiegen werden und wohin, oder zu welchem der umliegenden Dörfer sie als Nächstes marschieren. Im unteren Bereich der Karte kann ich die Kurven der Herz- und Pulsfrequenz des Prinzen, die Zahl seiner gelaufenen Kilometer sowie seine Schrittgeschwindigkeit ablesen. Da die Wege voller Schlaglöcher sind, möchte der Prinz ausdrücklich, daß ich seinen blauen Punkt auf der Karte im Auge behalte, falls er mal in eines der Schlaglöcher stolpern und sich den Knöchel brechen sollte. („Wenn sich der Punkt nicht mehr bewegt, kannst du einen Krankenwagen hinschicken“. (Haha, ja, total beruhigend.))

Die übliche Strecke der beiden  sind zehn Kilometer. Meist sind sie nach zwei Stunden zurück, zur Zeit oft schlammbedeckt, aber super gut gelaunt. Vor allem Herr Sonntag liebt diese langen Touren, er ist, wenn er heimkommt, fröhlich, aufgedreht und putzmunter. Er liebt es, zu laufen und Neues zu entdecken. Leider können wir ihn noch nicht von der Leine lassen, da er noch zu gerne spontan mal einem Fasan oder Karnickel nachrennt, aber die sind klüger und fixer als er 😀  Dennoch bleibt er angeleint.

Liebe Christiane, das war jetzt einfach nur eine Schilderung der Gassi-Abläufe bei uns. Die Abwechslung besteht im Variieren der Wegstrecken ( da gibt es hier zwischen den Dörfern genug Möglichkeiten.) Liebe Grüße an Kaya!