Weihnachts-Nachlese

My dearies,

Die meisten von euch sind vermutlich mit den Gedanken schon beim Ende des Jahres und bei dem, was das neue Jahr bringen wird. Aber ich würde gerne noch eben eine kleine Weihnachts-Nachlese schreiben und posten, weil es so schön war. Wie geplant, hatten wir es ganz kuschelig. Beim Schmücken des Baumes (der doch etwas höher ist als beabsichtigt 😉 )  wollten wir gern das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach hören, den wir beide sehr verehren. Wir waren sicher, daß wir diese CD im Schrank mit dem Nachlaß des Prinzenpapas finden würden (der Papa hatte ganze Regale voller CDs). Aber leider wurden wir nicht fündig. So schmückten wir den Baum unter den Klängen der ebenfalls wunderschönen Brandenburgischen Konzerte. Schade war nur, daß der Prinz das in der Krippe fehlende Baby Jesus nicht finden konnte, obwohl er sich genau erinnerte, es nach Papas Tod bei der Auflösung der Wohnung noch in der Hand gehabt zu haben. So bescherten wir uns ohne Baby in der Krippe.

Vom Prinzen für das Pufibärchen:

loewe

Die Streifen ließen mich das Viech spontan „Tiiiger!“ nennen, die Mähne deutet aber wohl eher auf einen Löwen hin. Der Pufibär liebt ihn so oder so, wie man hier sieht:

domilowe

(Die Katzenchefinnen  bekamen Kaustangen und andere Leckereien verschiedenster Geschmacksrichtungen.)

Vom Prinzen für mich:

tassenuk

meine Wunschtassen fürs Frühstück (muss ich nicht so oft nachfüllen). Sind sie nicht schön?!

Uuund das hier:

ruhr

Ruhrpott- Comics, gesammelt und herausgegeben vom großartigen Jamiri.

Der Prinz fand dieses Moleskine-Buch  unter dem Baum:

hadidinn

hadidinnen

Architektur ist neben FotoGrafik seine große Leidenschaft, er bewundert Zaha Hadid sehr. So suchte ich nach einem Buch über diese berühmte Architektin, denn vor einigen Jahren hatte ich beim Prinzen großen Erfolg mit einem Buch und einer DVD über Norman Foster, den englischen Architekten, gehabt, den der Prinz ebenfalls sehr bewundert. (Mit Zaha Hadids Werken kann ich, offen gesagt, nicht viel anfangen, zu modern – ich mag dafür Frank Lloyd-Wright ganz gerne).

Die Freude des Prinzen, als er das Buch auspackte, war groß, zumal ich das Buch in diesem Jahr selbst und  ganz allein verpackt hatte (meine Ergotherapeutin hatte nur angeleitet, aus zwei Metern Entfernung 😀 )

Wie war eure Bescherung?

Es werde Licht!

Vor kurzem habe ich hier um Rat gefragt,darlings, was ich gegen die Winterdepression tun könne, die mich jedes Jahr im November und im Januar packt und beutelt.

Zwei Leserinnen, Illa und Betty, haben mir netterweise ihre Methode verraten: beide benutzen eine Tageslichtlampe und nehmen Vitamin D. Schon am nächsten Tag brachte mir der Prinz vom Einkaufen eine Packung mit Vitamin D3 – Kapseln mit. Eine Tageslichtlampe, das fiel mir dabei ein, hatte mir der herzliebste Herr Norden vor einigen Jahren ebenfalls schon einmal ans Herz gelegt. Aber das war vor den Zeiten von Tante Amazonien und ich traute mich an das Thema damals wegen seiner Komplexität  nicht so recht heran.

Vorgestern Mittag nun klingelte unser netter DHL-Bote, den wir seit Jahren kennen. Ich nehme Post meist durchs Fenster an, das ist mit dem beeinträchtigten Bein leichter für mich, als über den Hof zu hinken und das große Tor aufzusperren. Diesmal tat ich es aber doch, denn ich sah, daß der gelb-rote Mann ein sehr großes Paket trug. Der Bote, Herr L., trug mir das große Dings ins Wohnzimmer. Ich war mir sicher, so etwas Riesiges nicht bestellt zu haben, aber doch: es war an mich adressiert. Und erstaunlich leicht für seine Größe. Mit einem Küchenmesser das Klebeband zu durchtrennen, das bekam ich einhändig hin  😀  Als ich den Karton öffnete, guckte mir ein weiterer Karton entgegen: dieser war bunt und das Foto zeigte – eine riesige Tageslichtlampe mit den von Illa empfohlenen 10.000 Lux! Ich war ganz baff. Und sehr gerührt, denn dahinter konnte nur der Prinz stecken. Er verriet sich am Telefon auch gleich mit der Frage „Ach, ist sie schon da? So schnell? Wow.“

Ja, wow – das findet die Chefin übrigens auch – hier:

micilampe

Mein Platz am Küchentisch (Der Prinz sitzt, von hier aus gesehen, links, mir gegenüber). Da ja meine aktive Hand (noch) die rechte ist, steht auch das Regal mit all meinem Alltags-Kleinkram rechts vom Platz. Und ja, mein Bereich ist unordentlich. Ich bin kein besonders ordentlicher bzw. strukturierter Mensch, das liegt mir nicht.  (Dafür weiß ich immer genau, wo was liegt, wenn ich etwas suche, und wo ich hingreifen muß).

Ich nutze die Lampe vorwiegend beim Frühstück, das bei mir – da ich dabei lese – mindestens die 30 Minuten dauert, die die Hersteller der Lampe als Tagesanwendung vorschlagen. Um den Einschaltknopf herum sind in einem Halbkreis grüne LED-Lämpchen angeordnet, von denen jeweils eines nach 15 Minuten aufleuchtet. So hat man immer im Blick, wie lange man schon „therapiert“. Die Lampe verbraucht nur wenig Strom, überhitzt also nicht. Selbst nach längerem Leuchten wird sie außen nur lauwarm.

Fazit: ich bin sehr glücklich mit der Lampe. Der November ist schon mehr als halb vorbei und mir geht’s immer noch prächtig!

Für Renata

Du hattest mich auf Twitter gefragt, ob das besagte Möbelstück ein Sessel oder Sofa sei, und dir im Falle „Sofa“ ein Ganzfoto erbeten. Dieses hier ist das einzige Foto, auf dem das Teil einigermaßen ganz zu sehen ist:

drei

Die Seitenlehne läßt sich herunterklappen, dann ist es ein sehr bequemes Bett. (Nach der Handgelenks-OP habe ich hier auf ausdrücklichen Wunsch des Prinzen  eine Woche lang geschlafen, damit ich nachts, falls ich mal rausmüßte, die Treppe vermeiden könnte. Daher weiß ich: Das Sofa ergibt ein sehr bequemes Bett 😀 )

Das dicke Kissen nehme ich zum Anlehnen ins Kreuz oder zum Ablegen des linken Arms.

PS: Ist es ein Sofa? Meine Ergotherapeutin nennt es „Recamiere“…?

Liebste Grüße nach Zürich!!!!

Oster-Vorfreude

Vor kurzem eröffnete mir der Prinz, daß er plane, sich an meine Ermahnungen zu halten. Also: mehr Ruhe und stille Zeiten.
Der letzte Urlaub im Norden hat uns etwas abgeschreckt, der Sturz mit seinen Folgen war doch ein bißchen viel für uns. Wir hatten ja schon beschlossen, daß wir in diesem Jahr das Weihnachtsfest ganz bürgerlich zu Hause unterm Baum verbringen wollen, statt uns die Kälte da oben anzutun. Nun sagte der Prinz, er habe große Lust, an Ostern ebenfalls mal gar nichts zu tun, sondern einfach nur die Füße hochzulegen.  Den Gedanken finde ich ebenfalls recht verlockend, zumal ja immerhin die Möglichkeit besteht, daß das Wetter freundlich und warm werden könnte. Und wenn uns die Unternehmungslust doch packt – die Pfalz mit vielen attraktiven Ausflugszielen ist direkt nebenan, und wir sind schnell in Frankreich von hier aus (das würde uns halt fehlen, wenn wir in OL lebten… aber man kann nicht alles haben, dafür ist man da oben schnell in den Niederlanden, die wir ja auch sehr lieben.

Der Prinz jedenfalls hat sich jeweils die Woche vor und nach Ostern terminfrei geschaufelt, mit einiger Mühe. Yay. Der kleine Herr Sonntag wird das mindestens genau so sehr genießen wie ich, daß der Rudelchef dann den ganzen Tag zu Hause ist. Dann können wir einige kleinere Arbeiten im Hof erledigen, ich kann mit meinen Pflanzen rumpüttern, endlich die neue Holzbank streichen und die bisherige ältere Bank mit etwas Deko drauf vor das Tor stellen. (Das hatte ich schon einmal getan, aber damals hat jemand am hellichten Vormittag – Samstags! – einfach frech Pflanzen und Deko-Artikel von der Bank runtergeklaut, während wir einkaufen waren. Aber wir wissen schon, wie wir das diesmal verhindern werden 😀 Die andere alte Bank schenke ich Micia, die stelle ich unter das Toilettenfensterchen, weil Micia da so gerne hinausspringt, in den Hof hinunter. Das ist ziemlich hoch und ich mache mir Sorgen, weil sie nach solchen Aktionen oft berührungsempfindlich am Hüftgelenk ist. (Und sie ist ja schon acht, immerhin…) Jedenfalls werde ich, falls es wirklich warm werden sollte, im Hof rumkramen können und jede Menge Zeit im Garten- und Dekoteil bei OBI verbringen *YAY* Das ist genauso gut wie ein Urlaub, zwei Wochen in Ruhe mit dem Prinzen, nur wir beide (und die Katzen und der Hund). Faulenzen, Hörbücher hören, kuscheln, kochen…das wird richtig, richtig schön!!!!

Frisbi, Kuh, Knochen, Ball

Das sind die vier wichtigsten Vokabeln im Wortschatz des kleinen Herrn Sonntag, denn das sind seine liebsten Spielzeuge.

„Frisbi“ schreibe ich so, wie es für ihn wohl klingt, wenn wir sagen „ Wooo ist das Frisbi? – suuuch dein Frisbi!“ Dann springt er wie angestochen auf und holt den Gummilappen, damit einer von uns ihm das Ding wirft. Sachen suchen und apportieren, das macht er leidenschaftlich gern. Und gut. Er hat sehr schnell verstanden, daß ich Dinge, die er links von mir ablegt, nicht gut aufheben kann, sondern daß er mir die Sachen in die rechte Hand legen muß. Nur das bringt die Belohnung in der Form, daß ich den Gegenstand sofort wieder werfe. Außerdem ist er überhaupt nicht verfressen, er lernt also nicht über Leckerli, sondern über Lob. Ein begeistertes „Jaaa! Guuut gemacht!“, verbunden mit Streicheln und Schulterklopfen, freut ihn viel mehr als ein Hundekeks.

Er kennt alle seine vier Haupt-Spielzeuge, also Frisbi, Kuh, Knochen und Ball, genau beim Namen und kann sie  auf Anweisung gezielt holen, denn er weiß immer, wo er sie zuletzt hingelegt hat (bin neidisch). Okay, das mit der Kuh hat sich erledigt, aber der Knochen und der Ball und (seit Montag) das Frisbee machen ihn einfach glücklich.

So glücklich, in fact, daß wir die Worte „Ball“ und „Frisbee“ gar nicht mehr laut erwähnen, weil der Kleine dann die Gegenstände sofort holt, aufgeregt um uns herumhopst und bellt wie verrückt. Statt „Ball“ sagen wir „das runde blaurote Gummiding“, das Frisbee heißt „Das rote Flache“ 😀 Der Knochen ist so ein häßliches lila Quietscheding, das seine Vorbesitzerin uns mitgegeben hat. Das Wort „Knochen“ hat er schnell gelernt, der Kleine ist unglaublich klug und er lernt gern.

(Ich habe oft Bedenken, daß es für ihn zu ruhig bei uns ist – wäre ich gesund, ginge ich soo gern mit ihm zum Training in eine Agility-Gruppe oder sogar zur Rettungshundestaffel, das wäre eine geistige und körperliche Herausforderung, die ihm gefiele, da bin ich sicher. (Werde einfach mal im hiesigen Hundeverein fragen, ob ich auch mit der Bewegungseinschränkung beim Training mitmachen kann.)

Gestern abend hat ihm der Prinz das Frisbee vor seinen Augen versteckt – unter dem Sessel, im Papierkorb, im Bücherregal… er hat es jedes Mal mit Wonne hervorgeholt. Am lustigsten war es, als der Prinz das Hundebett anhob, das Frisbee darunterlegte und die Suche freigab. Mit größter Wonne schob der Kleine seinen Kopf unter das Hundebett, hob es mit einem eleganten Schwung an und zog triumphierend das Frisbee hervor – das müßten wir mal filmen und dem Kleinen einen eigenen Juhtjuhp-Kanal einrichten 😀