Frau Lakritze war zu schnell

Ich muß mich bei euch entschuldigen, darlings – die beiden Links, die ich  in dem Beitrag zu „Trump will das Internet schließen“ angegeben habe, sind alte Geschichte – er hat diesen Klops bereits vorletztes Jahr  im Wahlkampf herausgehauen.  Sorry!

Ich hatte  zu flüchtig gelesen, mit noch zu niedrigem Kaffeelevel im Blut. Na, lustig ist es allemal, finde ich. Zwar alt, aber immer noch einen Lacher und ein ungläubiges *smh* ( shake my head) wert. Oder – wie der Prinz sagte: „Es ist unfaßbar – der hat das im Wahlkampf gesagt, und die haben ihn trotzdem gewählt!“ Ich bin jetzt gespannt, wie lange er noch im Oval Office sitzt. Denn die Klopse werden ja nicht weniger.

Dürfen wir Zweiter sein, bitte?

Hier, my darlings, hatte ich euch  das Werbe-Video der Niederlande vorgestellt, mit dem sie sich dem Trumpeltier vorstellten nach seinem hirnlos-peinlichen  „America first!“ – Geblöke. Das Filmchen ging flugs viral im Netz um und mutierte zum Kult-Lacher.

Andere Länder sind dem Beispiel inzwischen gefolgt, zum Beispiel die Schweiz, Belgien (wunderbar böse und schwarzhumorig!), Portugal, Italien und Litauen.  Die Ergebnisse  sind hier auf dieser Seite gesammelt: http://everysecondcounts.eu/

Viel Spaß beim Anschauen! (Ich bezweifle, daß Orange Vader sie jemals zu sehen bekommen wird. Und selbst wenn, wird er sie – getreu dem Dunning-Kruger-Effekt – wohl nicht verstehen…)

Bei Twitter sind die Schöpfer der großartigen Seite auch vertreten: @itsgreateu

Deutsch ist ein fake!

Sagt der niederländische Comedian Arjen Lubach in diesem Mini-Film, in dem er Donald Trump die Niederlande vorstellt – auf Trumps ganz eigene Art und Weise. Schaut es euch an – ihr werdet Dinge erfahren, die ihr nicht wußtet und die euch verblüffen werden! Vier Minuten und 19 Sekunden, die einfach klasse sind! 😀 😀 😀

They really did it…

Sie haben es wirklich getan. Der wankmuffin ist vereidigt. Ich habe tatsächlich eine Weile via Phoenix  zugeschaut. Und  ja, auch vor Verzweiflung und Zukunftsangst etwas geheult, wie vorhergesehen.  Sogar seine wie immer unerträgliche Rede habe ich mir anfangs noch angetan – bis zu dem Punkt, als er erklärte, den „islamischen Terrorismus von der Erde ausmerzen“ zu wollen.  Da habe ich den livestream gestoppt. Ich kann nur ein bestimmtes Maß an Dummheit aushalten, ohne zu schreien und mich blutig zu kratzen.

Seit Monaten wünsche ich mir, den Amerikanern  sagen zu können, sie möchten sich doch bitte bitte dringend mal mit den Arbeiten von Paul Ekman beschäftigen. Da haben sie so einen klugen  und großartigen Psychologen im Lande, der ihnen schon früh hätte helfen können, den gesprühten Halloweenkürbis als das zu sehen, was er ist – aber kaum jemand weiß von Professor Ekman. Das ist schade. Denn er hätte ihnen zeigen können, wie sie des wankmuffins  Körpersprache und Mimik interpretieren können:

Zum Beispiel sind seine Mundwinkel ständig herabgezogen: ein Zeichen der Verachtung.   (Dafür gibt es kaum  ein Foto von ihm, auf dem er nicht sein Maul aufreißt.) Während seiner Reden „sticht“ er sehr oft mit dem ausgestreckten Finger auf seine Zuhörer ein: eine aggressive Geste. Oder er hält ihnen die Handinnenflächen entgegen: stop. Kommt mir nicht nahe. Bleibt mir weg. Er kneift viel  die Augen zusammen. Ihr seid da, aber sehen will ich euch nicht. Inzwischen haben es auch einige Journalisten gemerkt: Der Mann ist ein astreiner Narziss. Einer, der damit prahlt, keine Bücher zu lesen.

Kurz: es tut mir weh, die Obamas gehen zu sehen. Barack Obama  macht die Übergabe mit wunderbarer  Souveränität und Ruhe. Er kann, im Gegensatz zu so vielen seiner Landsleute, Trump als das sehen, was er ist: ein erbärmliches, jämmerliches Wesen, das in seiner Dummheit und Angst wild um sich schlägt. Obama wehrt sich gegen die Angriffe, soweit es nötig ist, aber ansonsten gibt er Trump das, was dieser am meisten braucht: Mitleid.

Was mich betrifft, ich habe Mitleid mit den Amerikanern. Und ich habe Angst, weil dieser Mann jetzt den Koffer mit den Nuklear-Codes hat. Ich gehöre zur Kriegsenkel-Generation, ich trage da noch genug psychischen Müll der Vorgenerationen  mit mir herum. Ich möchte keinen Krieg erleben müssen.

(Wer mich deswegen  für übertrieben dramatisch hält – bitte schön. (Jedem Dierken sein Pläsierken, sagte Oma immer.)

Spannend!

Für alles, was mit Sprache zu tun hat, bin ich ja Feuer und Flamme.

Norbert Heikamp ist Simultandolmetscher – ein harter Job.

Warum das Übersetzen des Geschwätzes von Donald Trump (meine Formulierung, nicht seine) die Arbeit noch schwerer macht, erklärt Herr Heikamp dem Spiegel hier.