Warum ich gegen Organspende bin

Ich hatte erwähnt, dass der Prinz und ich die Organspende ablehnen, einige haben nachgefragt, warum.

Stjama hat hier bereits ihre Gründe erklärt (danke für den Buchtipp, Stjama!).

Ich hatte das Thema in der Öffentlichkeit bisher vermieden, weil das eine sehr emotionale Sache ist, bei der schnell heftige Streitereien entstehen können. Letztlich ist es eine Sache der eigenen Weltsicht und Entscheidung.

Vorab möchte ich betonen: ich verstehe es durchaus, dass sterbenskranke Menschen gerne ein fremdes Organ annehmen und dass es viele gibt, die sich gern bereiterklären, ihre Organe zu geben. Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die glücklich und dankbar sind für ein fremdes Organ, das ihnen noch viele gute Lebensjahre geschenkt hat.

Was ich hier äußere, ist ausschließlich meine ganz subjektive Ansicht, und ich spreche hier nur für mich selbst (ok, für den Prinzen auch, wir sind uns da einig).

Achtung, es ist ein langer Artikel. Holt euch Kaffee 🙂

Grund Nr. 1:

Wie Stjama schon anführt, glaube ich nicht, dass ich tot bin, nur weil mein Gehirn auf dem Monitor keine Zeichen mehr gibt. Ich zitiere aus dem Lehrbuch „Naturheilpraxis heute“ von Elvira Bierbach:

*******

Der Tod als Lebensende des Gesamtorganismus wird – praktisch weltweit – definiert durch die unumkehrbare Unterbrechung der Gehirnfunktionen (Hirntod), ohne dass deshalb die Herz-Kreislaufaktivität völlig erloschen sein muss. Der Hirntod wird nachgewiesen durch

– EEG mit Null-Linien-Nachweis; das EEG zeigt über 30 Minuten keinerlei elektrische Aktivität des Gehirns mehr an.

– Stillstand des Hirnkreislaufes in der röntgenologischen Hirngefäßdarstellung oder bei der Dopplersonographie

– Klinisch-neurologische Zeichen wie z.B. Koma, Atemstillstand und Pupillenstarre bei mehreren Untersuchungen.

Dieser Hirntod-Nachweis muss unter anderem vor Entnahme eines Organs zur Transplantation erfolgen.

*******

„…ohne dass deshalb die Herz-Kreislaufaktivität völlig erloschen sein muss.“

Ein Mensch, dessen Herz noch schlägt, ist für mich nicht tot.

Grund Nr. 2:

Ebenfalls schon bei Stjama erwähnt: die lieblose Behandlung des „Spenders“ durch die Ärzte. Das ist aber auch von normalen Operationen bekannt. Kaum Respekt vor dem Menschen, der da vor ihnen liegt, ob lebend oder tot, es wird ein Job erledigt.

Grund Nr. 3

Ist für mich der entscheidende Grund. Ich glaube daran, dass wir eine Seele haben. Und diese Seele braucht Zeit, um sich vom toten Körper zu lösen. Sie braucht Zeit, um in Ruhe zu transformieren, zu begreifen, dass sie jetzt wieder dahin gehen kann und soll, wo sie herkam.

Mag für den einen oder anderen esoterischer Quatsch sein, aber ich bin davon überzeugt, dass ich mehr bin als nur dieser Körper, den die Ärzte überwiegend als Ding und Maschine betrachten, deren Teile wie bei einem Auto ausgeschlachtet werden können. Das führt mich zu

Grund Nr. 4

Aus USA-Berichten ist bekannt, dass das transplantierte Organ das Wesen des Empfängers verändern kann. Das heißt: der Empfänger entwickelt Vorlieben und Abneigungen, Talente oder äußere Eigenschaften, die er vorher nicht zeigte, sondern die dem Spender eigen waren.  Grund: das Zellgedächtnis. Der Zellbiologe Bruce Lipton aus Kalifornien beschreibt das Zellgedächtnis in diesem Buch.

In den USA dürfen Familien der Organspender und die Empfänger sich kennenlernen. Das ist bei uns in Deutschland nicht erlaubt, daher gehen solche Informationen bei uns unter.

Allerdings dürfen bei uns Knochenmarkspender (Leukämie) und -empfänger sich kennenlernen. Die Deutsche Knochenmarkspendedatei (DKMS) hat vor kurzem eine Broschüre verschickt, in der beiläufig und sicher ganz unabsichtlich von zwei Frauen berichtet wurde, Spenderin und Empfängerin. Die Empfängerin entwickelte nach ihrer Gesundung eine Vorliebe für Tee, den sie vorher nicht mochte, und ihre hellen Haare färbten sich braun.

Die Spenderin liebt Tee und hat braune Haare.

(Ich glaube, dass kaum jemandem die Relvanz dieses Berichtes aufgefallen ist. Leider habe ich die Broschüre nicht mehr.)

Der Mathematiker und Physiker Joachim Hornung hat sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt und seine Ergebnisse zu solchen Fällen hier auf seiner Webseite veröffentlicht: Mutual Mente.

Hier sind viele Fälle (aus den USA) aufgeführt, in denen Organempfänger – vor allem Empfänger eines Herzens – berichten, dass sich Vorlieben und Abneigungen verändert haben, dass sie plötzlich über Wissen verfügten, das sie vorher nicht hatten und unerklärliche Dinge träumten.

Es gab auch in einer deutschen Zeitschrift (Spiegel oder Stern, ich weiß es leider nicht mehr) eine Reportage zu diesem Thema, in der diese Phänomene beschrieben wurden. Die Familien und Freunde der toten Spender kamen zu Wort und berichteten, dass sie einen Teil ihres Familienmitgliedes oder Freundes im Empfänger wiederfanden.

Mein Fazit: ich habe schon immer eine instinktive Abneigung gegen den Gedanken gehabt, ein fremdes Organ in mir herumzutragen oder dass eines meiner Organe in einem fremden Körper weiterlebt. Das war schon lange, bevor ich begann, mich mit derlei Themen zu beschäftigen.

Ich möchte gern, wenn es mir aussuchen könnte, bewusst, klar und schmerzfrei sterben. In aller Ruhe jeden Schritt gehen dürfen. Aber selbst, wenn ich einen plötzlichen Tod in einem Unglück sterben sollte, dann möchte ich, dass es MEIN Tod ist. Mein ganz eigener, individueller Tod. Ich möchte, dass meine Seele sich in Ruhe ablösen kann.

Ich möchte nicht als künstlich am Leben gehaltenes Ersatzteillager enden, das ausgeweidet wird.

Deswegen aus allen oben angeführten Gründen werde ich keine Organe spenden und auch keine annehmen. Wenn eines meiner Organe aussetzt und ich deswegen sterben muss, ist eben diese Lebenszeit vorbei. Damit komme ich klar.

——————————————-

Ich weiß, dass dies ein sehr emotionales Thema ist. Dass es Menschen gibt, die mich als egoistisch bezeichnen würden für diese Meinung. Oder als esoterische Spinnerin. Ist ihre Sache, nicht meine.

Höfliche und respektvolle Diskussion in den Kommentaren sehe ich gerne. Wer pöbelt, fliegt raus.

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28 Kommentare zu “Warum ich gegen Organspende bin

  1. Ich finde, wie sonst auch, dass das jeder für sich alleine (und vermutlich auch immer mal wieder neu) selbst entscheiden soll und muss und kann, ohne das andere darüber urteilen dürfen.

    Mehr gibts zu dem Ganzen für mich auch gar nicht zu sagen – eben jeder wie es für ihn richtig ist, und das ist okay.

  2. Ich teile deine/eure Meinung nicht, aber ich akzeptiere sie.

    Für mich steht im Vordergrund, dass ich jemandem helfen kann, der weiterleben kann, weil er es sich so ausgesucht hat und der Meinung ist, mit allen Konsequenzen leben zu können, aber immerhin – zu leben!

    Bei all deinen Bedenken, die legitim und nachvollziehbar sind, liegt bei mir die Priorität dabei, ein Leben zu retten.

    Doch das schöne in dieser Welt ist, dass wir noch (!) die Möglichkeit haben, uns frei zu entscheiden und das ist völlig in Ordnung so 😉

  3. Klingt gut was du da geschrieben hast, auch wenn ich sagen muss ich unterscheide das durchaus noch.
    Ich hätte jederzeit ein entbehrliches Organ für meinen Bruder gegeben wenn ihm das das Leben gerettet hätte.
    Auch würde ich jederzeit für einen Menschen spenden der mir nahe steht (zb. meine Kinder oder mein Freund)
    Natürlich meine ich hier so etwas wie eine Niere oder ähnliches, man kann auch gut mit 1 Niere leben.
    Einfach so allerdings nicht da geb ich dir Recht, ein Ersatzteillager möchte ich nicht sein.

    LG
    Fio

  4. Ich kann eure Gründe komplett nachvollziehen auch wenn ich sie nicht, oder noch nicht für mich gelten lassen kann. Ich glaube ich muss das ganze Thema noch einmal überdenken. Aber danke für diesen ausführlichen Text (auch den von Stjama)

    Ich werd das ganze noch mal überdenken und gucken ob ich meinen Organspenderausweis noch behalten will oder ob er vernichtet wird.

  5. danke für die erklärung! … jetzt kann ich das verstehen. das gilt aber persönlich für mich [momentan?] nicht, da ich mich [erstmal?] vom weiterleben nach dem tod/der seele/… verabschiedet habe.

  6. Das ist eine sehr emotionale Sache, und eine sehr persönliche… und ich akzeptiere in dieser Hinsicht jede Meinung, jeder muss für sich selbst entscheiden und mit sich selbst im Reinen sein, wenn er geht.
    Trotzdem ist es für gesunde Menschen nur schwer nachvollziehbar, wie es jemandem geht, der auf ein Organ wartet. Wie sich die Wahrnehmung verschiebt und langsam, aber sicher und halb bewusst, halb unbewusst die Einstellung.
    Du schreibst von zwei Arten des Sterbens… dem „natürlichen“ Gehen, Schritt für Schritt, friedlich und schmerzfrei. Und dem plötzlichen Tod, wenn ein Organ versagt und der Körper einfach umkippt und nicht mehr aufsteht.
    Über die dritte schreibst du nicht: langsam und sehr qualvoll gehen zu müssen. Ich weiß nicht, ob du das schon einmal miterleben musstest, und ich wünsche es dir nicht. Ich wünsche es keinem. Aber ein Organ brauchen eben nicht nur Menschen, bei denen ein eigenes Organ nicht mehr will und die dann einfach umkippen. Sondern hauptsächlich Menschen, die ohne dieses gespendete Organ einen unglaublichen Leidensweg vor sich haben, den ihnen mit heutigen Mitteln und Gesetzen niemand vereinfachen kann. Und der so unfassbar grausam ist, dass man es sich vorher -zum Glück- nicht vorstellen kann.
    Diesen Menschen ist es egal, ob sie die Haarfarbe wechseln oder plötzlich Tee mögen, denn es ist das kleinere Übel, wenn die Alternative unfassbares Leiden ist. Wenn einem das Leben neu geschenkt wird, wenn man seine Kinder aufwachsen sehen darf und den nächsten Frühling erleben kann, dann nimmt man das in Kauf. Und empfindet es nicht als zu hohen Preis, etwas Fremdes in sich zu tragen.
    Über den Kummer, den der Tod für alle anderen mit sich bringt, ist dann noch gar nicht gesprochen.
    Ich respektiere, dass das Gründe für dich sind- für die Betroffenen selbst sind es jedoch in aller Regel keine, oder zumindest keine so gewichtigen, dass es sie hindern würde.
    Natürlich kann man sagen, dass man selbst das in der Situation ganz anders sehen würde. Dass man eben nichts Fremdes möchte, dass man dann halt das Leiden erträgt und besser irgendwann qualvoll geht, als Gewohnheiten anderer Menschen anzunehmen, deren Angehörige man noch nicht mal kennenlernen darf. Und ich glaube auch, dass diejenigen, die das sagen, das so meinen, das ernst meinen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob sich im Erleben der Situation nicht auch bei diesen Menschen die Wahrnehmung verschiebt, sich die Prioritäten neu ordnen, die Angst und der Schmerz anderes unwichtig erscheinen lassen. Ich denke, bei vielen dieser Menschen wird das so sein. Einfach, weil es vorher schwer bis gar nicht vorstellbar ist, was es bedeutet, sich wirklich in der Situation zu befinden.
    Und ich finde es auch keine esoterische Spinnerei, wenn man möchte, dass die eigene Seele in Ruhe gehen kann. Nur an Wörtern wie „ausweiden“ und „Ersatzteillager“ reibe ich mich. Das ist eine Art von Polemik, die dem Thema meiner Meinung nach nicht gut tut. Und nicht zuletzt kann jeder in seinem Ausweis selbst bestimmen, was von sich selbst er hergeben will (alles würde ich -nebenbei bemerkt- auch nicht geben). Oder eben auch gar nichts.

    Höchst subjektiv, da mit verschobener Wahrnehmung,
    viele Grüße,
    Javea

  7. Fast vergessen:
    Asozial finde ich deswegen übrigens niemanden. Weil ich es nicht selbstverständlich finde, über den Tod hinaus etwas von sich herzugeben. Und asozial kann nur jemand sein, der soziale Selbstverständlichkeiten missachtet.
    In Gegenteil, ich mag es, wenn Menschen eine Meinung haben, sie begründen und dazu stehen, auch, wenn sie damit vielleicht beim „Mainstream“ auf Kritik stoßen.
    Ich will auch nicht in der Mitleidsscharte wetzen… sondern einfach nur sagen, dass sich die persönliche Wahrnehmung manchmal verschieben kann, ohne dass wir es vorher für möglich gehalten hätten. Wie stjama es in ihrem Beitrag im letzten Satz andeutet…
    (Was das angeht, finde ich es übrigens inkonsequent, sich darüber keine Gedanken zu machen, sondern nur zu hoffen. Wenn schon Gedanken, dann sollte man sie zu Ende führen, so unangenehm das ist. Aber das ist wieder was anderes 😉 )

  8. Mit dem Gedanken zu Ende führen ist es ja so eine Sache, zumindest bei mir. Grade der Gedanke, um es sich hier dreht, ist bei mir einer, der ständig im Wandel ist. Im Grunde sagt mein Bauch dabei relativ laut „Nein“.

    Nun höre ich im Prinzip gern auf meinen Bauch, habe aber auch wirklkich gern durchdachte Gründe für endgültige Entscheidungen. (Umso mehr, als mir .endgültige. Entscheidungen so furchtbar schwer fallen.) Und das Durchdenken ist in dem Fall wirklich ein Problem für mich.

    Mein Knochenmarkt bzw. dessen Typ, ist registriert. Da hatte mein Bauch auch keine Einwände. Organspende ist hingegen eine Frage, die ich seit Jahrzehnten für mich nicht „ordentlich“ zu entscheiden geschafft habe. Ich habe den Ausweis, ich habe ihn ausgefüllt und unterschrieben. Aber er wandert, sowohl in meinem Kopf als auch in meinen Unterlagen/Geldbeuteln hin- und her und raus und rein.

    Ich habe viele meiner diffusen Bauchgefühle hier klar formuliert gefunden. Und dennoch… ist da auch die andere Seite; die ehemalige Kollegin, die schon als Jugendliche zum ersten Mal eine „Ersatzniere“ bekam; chronisch kranke Freunde, bei denen teils absehbar ist, das es zu eine Entscheidung quasi von der gegenüberliegenden Seite kommen wird: „Bin ich bereit, eine solche ‚Spende‘ anzunehmen?“

    Und in all dem ständig und stetig der Kampf zwischen Bauch und Kopf, bei dem viel zu oft nichtmal die Streitenden mit sich selbst einig sind. Es ist wie es die Lakritzige schreibt: Jeder muß für sich selbst diese Entscheidung suchen und irgendwann finden. Unentschieden möchte ich es nicht lassen, das scheint mir unfair für die etwaigen Hinterbliebenen, denen es dann abverlangt würde.

    Wie ich es entscheiden soll, OB ich es endgültig entscheiden kann, weiß ich dennoch nicht. Bleibt bis dahin nur, Ausweis und Notfallverfügungen in unregelmäßigen Abständen dem jeweiligen Gedankenstand anzupassen – das menschliche Denken ist nunmal nicht statisch und ebenso wie man lebenslang lernt, kann man auch lebenslang seine Meinung ändern.

    Das Risiko, dann im Fall der Fälle von irgendwoher zuzusehen und zu denken „Du Nuss, wieso hast Du das nicht .anders. gemacht?“ muß ich halt eingehen (wobei es ja auch sehr gut möglich ist, das ich das in jedem Fall denke, gleich was grade die aktuelle-temporäre Entscheidung zu diesem Zeitpunkt war).

  9. Heftiges Thema. Ich gehöre ja zu den Leuten, die sich immer schon „irgendwann“ mal einen Organspendeausweis zulegen wollten. „Irgendwie“ mit eher JA ausgefüllt. Oder so.

    Daher danke ich erstmal für die Anregung, das Thema mal für mich aufs Korn zu nehmen.

    Die Seele, die gibt’s für mich auch. Aus neuropsychologischer Sicht habe ich mal die These gelesen, dass es unser Körper sein soll, der die Abgrenzung und Wahrnehmung einer ICH-Identität überhaupt ermöglicht. Das habe ich als gut begründet in Erinnerung, auch wenn ich leider nicht mehr sagen kann, wo ich es gelesen habe. Vermutlich ging es dabei allerdings eher um die mehr oder weniger bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers, jedenfalls um eine „höhere“ Wahrnehmung als die auf zellulärer Ebene. Und dann gibt es ja noch das sogenannte „Bauchgehirn“, das als gesichert gilt. Große Nervenstrukturen im Magen-Darm-Trakt, die durch die Verdauungsaufgaben alleine nicht erklärt werden können.

    Eine dritte Möglichkeit zwischen Organspende JA oder NEIN fällt mir dank der Beiträge oben noch ein: Im Falle des „Hirntods“ eine einzelne Niere und/oder Knochenmark zu spenden – etwas, das im Umfang dessen bleibt, was man als Lebendspender auch verkraften könnte. Sofern gewährleistet wird, dass die Versorgung während und nach der OP dem eines nicht hirntoten Menschen gleichgestellt wird. Hmmm…

    @Javea: Wie der deutsche Mediziner-Begriff für die Organentnahme ist, weiß ich zwar nicht, im Englischen ist der Begriff dafür recht unverhohlen „harvest“. Vom Ausweiden ist das für mich nicht weit entfernt.

    @Lakritzefrau: Das mit dem Umgang der Chirurgen… ich habe gelegentlich mal mitbekommen, dass Chirurgen wohl den Menschen auf dem OP-Tisch relativ stark ausblenden müssen, damit sie ihren Job psychisch überhaupt auf die Reihe kriegen. (Mein Gedächtnis betet gerade zu einem beliebigen Gott, dass „Doktor Martin“ mit dem herrlichen Axel Milberg nicht die einzige Quelle dieses Gedankens ist :banghead:. Ich glaube, ich brauch dringend mehr Kaffee. Ginko. Omega 3. Weniger Internet.)

  10. Spannendes Thema, da ich mich ja gerade, verursacht durch Kater Henrys Tod, sehr intensiv mit dem Thema Sterben und Tod auseinander setze.

    Bei der DKMS bin ich schon lange registriert, bei der Organspende bin ich sehr unschlüssig. Warum weiß ich bisher nicht.
    Ich versuche auch, das ganze objektiv zu sehen und kann beide Seiten und alle Argumente dafür und dagegen gut nachvollziehen, jedermanns Entscheidung akzeptieren und tolerieren.

    Ich bin da wohl noch nicht so weit, eine Entscheidung treffen zu können. Hm.

  11. @ Javea: ich schrieb ja:

    „…ich verstehe es durchaus, dass sterbenskranke Menschen gerne ein fremdes Organ annehmen und dass es viele gibt, die sich gern bereiterklären, ihre Organe zu geben. Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die glücklich und dankbar sind für ein fremdes Organ, das ihnen noch viele gute Lebensjahre geschenkt hat.“

    Und deswegen habe ich betont, dass es sich hier nicht um etwas geht, von dem ich denke, dass sich andere danach richten sollten, sondern dass es lediglich meine ganz eigene Meinung widergibt.

    Christina: bei der DKMS bin ich auch registriert. Das ist für mich noch so eine Grauzone. Nehmen würde ich kein fremdes Knochenmark, aber geben, denke ich, schon… immerhin ist das ja eine Entscheidung, bei der ich dabei bin. Aber eben: Grauzone.

  12. Danke für deine Ehrlichkeit!

    Ich muss sagen, ich habe für mich da (noch) keine Entscheidung getroffen. Ich fänds toll, anderen helfen zu können über den Tod hinaus. Andererseits habe ich Angst, zu früh für tot erklärt zu werden weil gerade ein Organ akut gebraucht wird, wo meine Daten zufällig passen.

    Ich gebe zu, ich erfinde mir selbst auch Ausreden. zB dass ich eine der häufigsten Blutgruppen habe und dass meine Organe wahrscheinlich nicht so gefragt wären. Ich weiß dass es noch auf andere Dinge ankommt aber wie gesagt: ich erfinde mir Ausreden gegen das Spenden meiner Organe.
    Irgendwas in mir sträubt sich gegen den Gedanken und wenn es nur das Beschäftigen mit dem Tod ist. Ich bin jung, ich habe ein Kleinkind und ein Baby unter dem Herzen, die mich noch viele viele Jahre brauchen. Für meine Kinder oder meinen Mann würde ich aber sofort eine Niere oder anderes entbehrliches spenden.

  13. Danke für die ausführliche Begründung, Lakritzefrau! So detailliert habe ich das ja alles gar nicht aufgedröselt, kann aber fast alles voll unterschreiben.

    Von dem Phänomen, dass Organempfänger Eigenschaften des „Spenders“ annehmen können, hatte ich schon mal gehört, wusste aber nichts genaueres darüber. Danke für den Link! Damit hat sich für mich ein weiteres Argument dazugesellt. Für mich ist es in erster Linie ein weiteres Zeichen dafür, dass die Seele ihren normalen Weg nicht so leicht gehen kann, wenn die Organe verteilt werden.

    @Javea: Ich meinte nicht, dass ich mir keine Gedanken darüber gemacht hätte. Für mich ist es klar, dass ich keine Organe annehmen will. Aber als Gesunde kann ich eine solche Entscheidung leicht treffen. Mich dann bewusst gegen ein Organ und damit gegen die Hoffnung und für das Sterben zu entscheiden, wenn eine solche Situation tatsächlich akut wäre, steht aber noch einmal auf einem ganz anderen Blatt. Ich glaube, dass ich dann zum gleichen Ergebnis käme, aber sicher weiß ich es einfach nicht.

    Blutspende (zu der ich mehr oder weniger regelmäßig gehe) und Knochenmarkspende (ich bin registriert) sind für mich übrigens nicht das Problem, weil da ja die Problematik des Sterbens nicht gegeben ist, die für mich das Hauptproblem darstellt.

    Respekt übrigens für die sehr tolerante und friedliche Diskussion hier in den Kommentaren! Das ist bei so einem emotionalen Thema nun wirklich nicht immer so.

    @Lakritzefrau: Gib mir doch mal kurz Rückmeldung, wenn du das Buch gelesen hast. Mich würde interessieren, wie du es findest.

    Liebe Grüße,
    Stjama

  14. Bis zum April letzten Jahres hatte ich einen Organspenderausweis und ging regelmäßig Blut spenden. Wie für einen anderen Kommentator stand für mich auch im Vordergrund, dass mit meinem Tod für einen oder mehrere andere Menschen vielleicht noch ein Weiterleben möglich wäre, dass ein Teil von mir anderen noch helfen könnte. Ein unter Umständen für meine Angehörige vielleicht auch tröstlicher Gedanke, denn eine Organspende wäre ja nur bei einem plötzlichen (unfall-) Tod möglich.

    Seit letztem Jahr KANN ich meine Organe nicht mehr spenden. Möglichweise stehe ich irgendwann vor der Entscheidung, fremde Stammzellen transplantiert zu bekommen (Knochenmark) denn ich bin selbst an einem (unheilbaren) Lymphdrüsenkrebs erkrankt. Dann sieht die ganze Diskussion noch mal anders aus. Ich persönlich würde fremdes Knochenmark annehmen, jedenfalls zur Zeit. Ob ich das in einigen Jahren auch noch so sehe, wenn meine Kinder alt genug sind, alleine klar zu kommen, weiß ich nicht.

    Ein sehr schwieriges Thema. Ich müsste das zur Zeit auch für meine Kinder entscheiden und da kann ich es mir gar nicht vorstellen. Das muss ich erst noch zu Ende denken, aber an den Tod meiner Kinder zu denken ist ein undenkbarer Gedanke.

  15. Möchte mich anschließen und mich bedanken für die angenehm sachliche Diskussion hier.

    Stjama: Das mit dem buch kann dauern – mit dem Heilpraktikerstudium und zwei Jobs ist zur Zeit nicht viel drin mit Lesen, aber ich halte das auf jeden Fall auf meiner „noch zu lesen“-Liste. Im Moment ist das Buch „The Heart’s Code“ von Paul Pearsall auf dem Weg zu mir, das auf der Seite von Joachim Hornung genannt wird.

    Erzangie: das ist ein ganz neuer Gesichtspunkt, den ich bisher noch gar nicht bedacht habe: Kinder. Da ich keine habe, ist mir dieser Aspekt auch nicht in den Sinn gekommen, aber aus der Sicht einer Mutter ist das natürlich nochmal was völlig anderes – man entscheidet ja nicht nur für sich. Das ist sehr komplex und ich denke, da sähe das für mich auch nochmal anders aus.

  16. Nur zum besseren Verständnis: Ich bin genau so ein Kind. Und ich weiß, dass eine Organspende das, was einem Elternteil von mir und damit der ganzen Familie widerfahren ist, hätte vielleicht verhindern können.
    Ich zweifle nicht, dass dieser Weg gewählt worden wäre. Eben auch, weil man die Entscheidung letztlich in einer solchen Situation nicht nur für sich selbst trifft.
    Ich habe einige Menschen kennengelernt, die auf eine Spende angewiesen gewesen wären. Und oft hatte ich den Eindruck: je aussichtsloser es scheint, desto mehr hängen die Menschen am Leben. Desto mehr sind sie bereit, zu versuchen. Ob man trotz zuvor gegenteiliger Entscheidung sich in der Situation anders entscheidet, kann keiner wissen.

    Das ist ja gerade das Schwierige daran… dass wir die Situation, für die wir entscheiden sollen, noch nicht einmal ansatzweise kennen. Wir können es uns vorstellen, aber wir wissen es nicht. Wir können nur versuchen, mit dem, was wir heute glauben, denken, wissen und fühlen, eine Entscheidung zu treffen. Wenn die morgen anders ausfällt als heute, dann ist es eben so. Ich finde es nicht wankelmütig, das Kärtchen hin- und herzupacken. Letztendlich ist das Einzige, was zählt, dass wir im Augenblick selbst das bestimmt haben, was wir gefühlt haben. Ich denke immer wieder darüber nach, und bei bestimmten Einzelheiten kann ich mich nach wie vor nicht so recht entscheiden, ob ich es will oder nicht.

    Für uns war die „Lösung“ nie in wirklich greifbarer Nähe. Dafür ist das Transplantationsgesetz zu unfair und vor allem: dafür gibt es nicht genug Spender.
    Trotzdem habe ich keinen Groll oder gar Hass auf die, die sich dagegen entscheiden. Eben, weil es eine so persönliche Entscheidung ist, dass ich niemandem übelnehmen kann, dass er sich dagegen entscheidet; aus ihm ureigenen Gründen, die ich respektieren muss.

    (Was ich jedoch hasse: Polemik auf beiden Seiten. Parolen. Überspitzungen. Formulierungen wie „Weil du das nicht willst, sterben 3 unschuldige Menschen“ oder „Wenn du einwilligst, behandeln sie dich nicht nach den Regeln ärztlicher Kunst, sondern warten nur, bis du tot genug bist“. Weil die Menschen es einfacher finden, schockierende Parolen nachzuplappern, als sich zu informieren und sich eine Meinung zu bilden. Und weil schwarz und weiß ja soooo einfach ist. Hasskappe.)

  17. Ich würde meine Organge nach meinem Tod spenen, weil ich das für mich selbst verantworten kann. Ich denke, meine Seele hat’s sicher eilig, weil ich sie jetzt schon darauf vorbereite, dass sie sich dann mal eben etwas flotter lösen muss, weil’s gleich eine Räumung gibt. Die schafft das schon. Ich hatte auch immer Hummeln im A*sch.

    Allerdings finde ich, dass jeder das Recht hat, sowas zu verweigern und sich dafür weder schämen, noch rechtfertigen muss. Das ist eine „Spende“. Eine FREIWILLIGE Gabe. Keine gesellschaftliche Pflichtveranstaltung, sondern eine sehr persönliche, emotionale und spirituelle Geschichte. Und irgendwie tut man damit ja niemandem weh:

    Wer spenden will, rettet möglicherweise ein leben. Wer nicht spendet, tötet aber niemanden. Ergo: Is‘ doch alles toll, wenn jeder macht wie er mag. 🙂

  18. Ich habe einen Organspendeausweis in der Tasche und trage den auch immer bei mir. Ebenso gehe ich Blut spenden und bin bei der DKMS registiert.
    Für mich sind das auch zwei Ebenen… mein Körper und meine Seele und ich denke nicht, das meine Seele Schaden erleidet, wenn sie Teile des Körpers zu schnell verliert- für esoterische Spinnerei halte ich Deinen Gedanken überhaupt nicht.
    Allerdings störe ich mich auch etwas daran, das Du von Ausweiden schreibst und davon, das man dann nicht mehr als Mensch sondern als Ersatzteillager gesehen wird. Es mag Ärzte geben, die das so sehen, aber mein Mann ist Krankenpfleger und hat schon so manches Krankenhause von innen gesehen und sieht das etwas anders…. zumindest aus seiner Erfahrung raus. Er hat übrigens keinen Ausweis. Und will auch keinen.
    Und bei uns beiden haben die Entscheidungen dafür und dagegen auch was mit unserem christlichen Glauben zu tun.
    Das ist für mich eine ganz persönliche Entscheidung und man sollte beide Seiten akzeptieren, aber eben auch die, die spenden würden. Und das geht mir hier ein bißchen unter.
    Auch wenn sie mir Organe entnehmen, bin ich kein ausgeweidetes Schlachtvieh.
    Und als Mensch werden die Menschen schon oft zu Lebzeiten nicht behandelt, auch und gerade in Krankenhäusern und Altenheimen.

  19. Schade, dass hier so lange nicht gepostet worden ist. Das Thema ist gerade sehr aktuell in den Medien, weil die Politiker die Krankenkassen zu einer Entscheidung drängen wollen.
    Mir hat der sensible und durchaus nicht „spinnerte“ Ton der Kommentare gefallen.
    Ich selbst suche die wahre Antwort in mir, warum ich gefühlsmäßig dagegen bin.
    Weder sind Tod noch Krankheit bei mir Tabu Themen – im Gegenteil. Mein Bruder liegt mit einem nicht operablen Hirntumor seit Juli im Krankenhaus. Es ist ein schlimmer Kampf und kein Spenderorgan könnte ihn je helfen.
    Ich denke, dass Krankheiten für die Menschen einen furchtbaren Beigeschmack haben und die Lösung über Organtranspl. ein greifbares Mittel sind, schlimme Krankheiten abzuwehren. Es ist und bleibt aber auch nur ein Weg bei Krankheiten, da viele schwere Erkrankungen gar nicht mit Hilfe von Fremdorganen geheilt bzw verhindert werden können.

    Der andere Teil der Warheit ist; wo Geld und Gesundheit ( respektive Krankheit) zusammnen kommen, können wir nie wirklich von einem würdevollen Umgang mit Organspenden ausgehen, weil sie offensichtlich keine Spenden bleiben werden. Der Bedarf wächst ständig und ein Mensch ist ein Individium auch mit seinen Schwächen. Diese Kontrolle und Entscheidung, wer Vorrang auf ein Organ hat, kann umfänglich wohl kaum den Kranken gerecht werden.

  20. Ich hatte mal einen Organspendeausweis. Jetzt habe ich einen, auf dem auf deutsch und englisch steht: Ich bin KEINE Organspenderin (wichtig, falls man im Ausland ’stirbt‘).

    Hirntote Menschen sind noch warm.
    Solange das Herz schlägt, ist man lebendig. Sonst kann man Koma-Patienten ja auch ausschlachten….
    Respekt vor der Person, die da liegt.
    Und dann, etwas was wir hier vollkommen vergessen haben: Die Möglichkeit des Abschieds für die Angehörigen, und nicht nur 5 Minuten. Lest mal Berichte von Sterbebegleitung etc., wie sich der tote Körper verändert, der Ausdruck etc.
    Renate Greinerts Bericht hat mir die Augen geöffnet.
    Ich sehe die sogenannte ‚moderne‘ Medizin sowieso kritisch. Nicht alles, was möglich ist, muss gemacht werden.
    Und was ist mit alternativen Therapien?! Und was ist damit, dass es ja wohl durchaus Leute gibt, denen ich nix spenden will?!
    Ich akzeptiere die Endlichkeit meines Lebens – wodurch auch immer. Ich bin für meine Gesundheit verantwortlich. Die Idee, auf den Tod eines anderen Menschen zu hoffen, ist mir widerlich.
    Es ist ein Riesen-Geschäft, vergesst das nicht.
    Noch lange nicht jede Transplantation ist erfolgreich, oft werden die transplantierten Organe wieder krank.
    Die Liste kann mit Geld verändert werden – Bestechung oder Bezahlung. Die Kriterien, wer auf die Liste kommt und mit welcher Dringlichkeit, ist unmoralisch – wer trifft diese Entscheidungen?? Die ‚Götter in weiß’…
    Ich helfe Menschen heute, im Leben.
    Ich lebe vegan, kein Tier stirbt für mein Essen.
    Und jährlich sterben mindestens 20000 Menschen durch Ärzte/Krankenhauskeime.
    Nee nee, ich mach bei dem Geschäft nicht mit.
    Das Leben ist nicht gerecht. Babies sterben, blöde Menschen werden uralt.
    Und ich will im Ganzen verbrannt werden 🙂

  21. ich bin auch dagegen,weil es ungerecht ist.ich fände es ungerecht wenn ein 80jähriger nur weil er logischerweise kränker ist als ein 16jähriger das organ bekommt.die kriterien sind falsch,auch weil menschen in der dritten welt nicht berücksichtigt werden können.
    zudem ist es wie bei erzangie weiter oben :vermeintlich hoffnungslose fälle überleben dann doch oft ohne spende,die nur der bequemere weg wäre.man rettet meistens keine leben,sondern allenfalls die möglichkeit des regelmässigen mallorca-urlaubs ohne dialyse etc. und das nur für einige jahre.dafür ist mir mein körper dann doch zu schade,auch wenn er tot ist

  22. hallo,
    ich brauch ja nix weiter dazu sagen-klara hat schon alles geschrieben.
    bin der gleichen meinung.

  23. ich nochmal:anonym
    langsam nimmt das auch überhand von den politikern mit
    ihren zwängen und die menschen bei allem unter druck zu setzen.

  24. Meine Tochter und ich haben im Januar 2012 erlebt wie meine Frau gestorben ist.
    Sie war nach einem schweren Schlaganfall noch ins Krankenhaus gekommen und wir warteten auf dem Flur auf Nachricht.

    Nach Stunden kam man dann zu uns und erklärte uns das es keine Rettung mehr gäbe, sie würde nicht mehr aufwachen weil das Gehirn zum großen Teil geschädigt sei und nur auf Grund von Geräten am Leben gehalten wird.

    Als wir dann im Zimmer waren wo meine Frau an den Geräten angeschlossen war sah man nicht das dort jemand im Sterben liegt. Der Atem war ruhig und sie fühlte sich ganz normal an – es sah alles sehr friedlich aus –

    Zurück bei den Ärzten kam man nach kurzer Ansprache auf den Punkt Organspende oder nicht – wir hatten in der Vergangenheit dieses Thema gemeinsam besprochen und uns dagegen entschieden.

    Mir ging durch den Kopf wie Leute sich fühlen die das dann in so kurzer Zeit entscheiden müssen. Man ist gerade dabei einen geliebten Menschen zu verlieren – mir kommt jetzt noch der kalte Schauer über den Rücken.

    Wir alle haben ein Leben das nicht unendlich ist sondern endlich und das ist Natur gegeben und jeder weiß das. Warum sollte man nun fremdes Menschenleben erhalten. Es ist vorgesehen das wir sterben müssen.
    Abseiten davon gefällt mir der Gedanke nicht das man ausgeweidet wird und das ist es ja in der Tat

    Ich möchte jedenfalls keine fremden Organe und will meine auch nicht hergeben.

  25. Mein Beileid, G.F.

    Der Verlust bleibt immer, aber dafür trägt man die Verstorbenen im Herzen (deswegen darf das auch nicht brechen!).

    Mich würde noch interessieren, wie die Ärzte reagiert haben auf euer Nein? War hoffentlich kein Problem…und ich hoffe das Einschlafen war sanft…

    Mit empathischem Gruß,
    Klara

  26. Ich hatte die ehrvolle Aufgabe meine Krebskranke Mutter bei ihrer letzten Reise zu begleiten.. Sie ist als buddhistische Nonne vollen Bewusstseins in den „anderen Raum“ gegangen. Sie hat nie Schmerzmittel genommen, nicht mal zum Schluss.. Ich durfte lernen, das die westliche, unsere, Kultur das würde volle sterben aus lauter Angst vor dem Tod vergisst. Wir legen unseren Körper ab und gehen weiter- gibt es nicht drüben auch einen Tod, dessen Resultat die irdische Geburt wäre? Sollten wir nicht komplett so gehen dürfen, wie wir gekommen sind? In jeder Kultur (auch in der christlichen ) werden verstorbene drei Tage aufgebahrt- damit die Seele sich verabschieden kann… Ich möchte mit diesem Kommentar nichts bewerten.. Nur einen liebevollen Impuls setzen….

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