Feeds:
Beiträge
Kommentare

Ostern – viele Gedanken verbinden sich damit für uns. Karfreitag 2012 bin ich aus der grässlichen Klinik bei Darmstadt( die ich heute noch als „Knast“ bezeichne) nach Hause entlassen worden und habe mich, endlich frei, sagenhaft gut weiterentwickelt. (Die Klinik existiert nicht mehr – Gott sei Dank; für mich waren es dort vier Monate Horror mit verbitterten und frustrierten Krankenschwestern, ekligem Essen, stressigen Zimmergenossinnen und Null Privatsphäre – gut, dass dieser Laden geschlossen wurde. Ja, und an Ostern 2011 hat sich die Prinzenmutter auf die Socken gemacht und sie fehlt uns immer noch.

Morgen früh (Mittwoch) düsen wir nach Oldenburg (Ente, hast du meine Hänti-Nummer noch???) und hoffen, dass es da oben in der Wunschheimat nicht allzu kalt-windig sein möge. Denn nach Greetsiel werden wir ganz sicher fahren, um in der Fischereigenossenschaft zu Mittag zu essen. (Wirklich Spaß macht das aber auch nicht mehr, seit der Inhaber des Bistrots „Rettungsschuppen“ mitsamt seiner wunderbaren Whisky-Sammlung nach Emden umgezogen ist.)

Euch und euren Familien wünsche ich frohe Ostern – verschenkt keine Kaninchen bzw. Küken an Kinder und esst keine Lämmchen ; – ) Wir sind am Ostersamstag in Harkebrügge beim Osterfeuer anzutreffen, übrigens : – )

Ey, du

Ich habe ja 1997 begonnen, Reiki zu lernen und biete das seit 2003 als Ausbildung an. Mir hat Reiki immer viel Freude gemacht, jedoch hat mich von Beginn an der Ruch des Esoterischen gestört, der daran haftet. Ich habe mich immer sehr bemüht, auf keinen Fall als „Eso-Tante“ rüber zu kommen (ist mir wohl nicht immer gelungen ; – ) Ich habe also viel getan, um mein Reiki-Angebot als alltagstauglich und praktisch und deutlich „un-eso“ rüber zu bringen. Genau diese Taktik brachte mir anfangs auch viele Interessenten, die genau das, wie ich immer wieder hörte, als „wohltuend“ empfanden. Bis heute gehen mir diese weltfremden esoterischen Schwärmer auf den Keks – ich biete es deshalb wieder an, weil es sich wunderbar auch in meinem jetzigen körperlichen Zustand ausüben und lehren lässt. Was mich allerdings massiv nervt, ist das in diesen Kreisen übliche Zwangs-Duzen. Leute, die Reiki praktizieren, duzen einander, das scheint eine feste Regel zu sein. WARUM, BITTE?
Jemanden ungefragt zu duzen, empfinde ich als einen krassen Übergriff in die Privatsphäre eines Menschen. Um das klar zu sagen: Yaspiz, Elvi und andre Leser hier(sorry, „Leser/innen“ : – ) Bei euch ist mir das etwas Anderes!!!  Nun ist dieses Zwang-Duzen recht weit verbreitet. Feministinnen tun das zum Beispiel auch, überhaupt scheint die bloße Tatsache, dass da irgendwo, wenn auch sehr weit an den Haaren herbeigezogen, ein gemeinsames Interesse besteht, das Recht zur totalen Distanzlosigkeit zu begründen. Merkwürdig. Also, Reiki:
Ich habe im letzten Jahr, als ich meine Reikipraxis wieder eröffnete, mal auf einer Reiki-Webseite im Netz einen Adresseintrag gebucht. Es wurde schnell deutlich, dass dieser überhaupt nichts brachte, daher kündigte ich ihn wieder… und bekam eine Mail, in der ich mit „Liebe Nicole“ angesprochen und auch weiterhin munter geduzt und gefragt wurde, warum ich den Eintrag kündigen wolle. Ich schrieb der Dame zurück“ Sehr geehrte Frau XY“… Hier ging es schließlich um eine Geschäftsbeziehung – Reikileute befinden sich scheinbar immer, wie Feministinnen, in einer anderen Realität ( Vollmond, Waldlichtung, Schwestern, ‚wir haben uns alle lieb‘ – Mentalität…) Es ergab sich ein langer Schriftwechsel mit der Dame, während dessen sie mich fröhlich weiter duzte – und weiter Geld für den längst gekündigten Eintrag abbuchte. Erst eine geharnischte Mail an den Geschäftsführer, in der ich den Fall beschrieb und um Abhilfe bat, half. Er rief sehr kurz darauf an, SIEZTE mich und entschuldigte sich für die falschen Abbuchungen ( die ich jetzt zurückbekommen soll).  Bin gespannt! Ein weiterer Fall: Ganz zu Beginn meiner Praxis war ich auf der Business-Plattform XING registriert, wo sich alsbald ein Mann bei mir meldete, der Meditationsmusik komponiert und offensichtlich hoffte, diese über meine Praxis verkaufen zu können. Er duzte mich, ich siezte ihn – ohne Erfolg. Nun hat er mich im Fratzenbuch gefunden und schickt mir Hinweise auf juhtjup-Beiträge mit seiner Musik. In den wenigen Notizen, die ich mit ihm austauschte, siezte ich ihn. Er duzte mich *seufz* Kurz vor dem Hallamati beteiligte ich mich in Alzey an einem Gesundheitstag, den eine Frauengruppe organisierte. Die zuständige Frau begrüßte mich mit dem Worten: “Wir können uns doch duzen – das machen wir hier alle so…?“ Ich fühlte mich in die Ecke gedrängt und duzte widerwillig mit, was mir zudem noch etliche „Wir haben uns alle so lieb“-Zwangs-Kuschel-Umarmungen einbrachte – seit dem kriege ich die Krise bei Frauen, die Ketten mit Hexen-Anhängern tragen und mich mit (z.B.)  „Ich bin die Brigitte!“ begrüßen.*brrrrrr*
Faszinierend: wir sind beide Frauen, also duze ich dich – wir machen beide Reiki, also duze ich dich. Komisch. Die meisten Ärzte und Ärztinnen in meinen Rehakliniken haben sich gesiezt, obwohl sie doc halle mal Medizin studiert  haben und jetzt alle an einer Reha-Klinik arbeiten. …. komisch… Duzen sich auch automatisch alle Dachdecker und Autoverkäufer? ( Der Prinz versicherte mir, dass das bei Fotografen nicht so sei.) Ich habe Schuhgröße 40, du auch? Super, ich duze dich! Ach – ey, du hast auch zwei Augen?! Lass uns „Du“ zueinander sagen!
Mir fehlt derzeit noch ein schlagkräftiges Argument für solche Menschen, die einfach „dense“ sind, also „zu“. Hat jemand einen Tipp für mich? ( Ich bin immer etwas fassungslos, wenn mich jemand auch nach dem X-ten und deutlichen „Sie“ noch duzt.) – Im Fratzen buch spreche ich die Leute grundsätzlich mit”Frau X” / Herr Y” an und sieze sie – werde aber dennoch geduzt : – ))

Unsere Mädels, die 2.

Unsere Mädels, die 2.

…sie sind jetzt bei den Hell’s Angels : – )

(c) beide Fotos: Norbert Bach (www.norbertbach.de)

Micia & Pippilotta bei den Hell’s Angels – die 1.
(Foto: DerPrinz, mit dem iPhone)

Wir fahren mal wieder – zur allgemeinen Nicht-Überraschung – nach Harkebrügge. Leider mussten wir den geplanten Zeitraum um einen Tag verschieben, weil es bei mir organisatorische Probleme an der Uni gab, und so werden wir leider diesmal „nur“ unsre liebe Edda sehen, aber ein Treffen mit der restlichen Freundes-Gang da oben klappt leider nicht. Das ist traurig, aber vielleicht wird’s dieses Jahr ja nochmal was. (Also Pfingsten jedenfalls nicht, da werden wir beim Lakritzenbruder das Haus hüten und es uns in der schönen schwäbischen Alb gemütlich machen. Denn: Die Lakritzenschwägerin ist Lehrerin und daher wird die ganze Lakritzenbruderfamilie dann in Ferien sein. Wie immer wird unser toller Vermieter Haus und Katzen hüten. <3

Do isser

 

 

Vor kurzem hat die Stadtverwaltung, genauer gesagt, das Ordnungsamt, ein paar Meter von unserem Hauseingang entfernt einen Behindertenparkplatz für mich eingerichtet.

Das macht vieles für uns leichter, vor allem für mich. Vorher hat der Prinz einfach direkt vor dem Haus geparkt (wir haben ja nur einen winzigen Kleinwagen und ich kann ja noch nicht lange so gut und frei gehen wie jetzt.) Da bekam er aber immer wieder Anzeigen wegen angeblichen Versperrens des Gehweges für Fußgänger und – festhalten! – für Rollstuhlfahrer. Das Prozedere war darauf immer wieder dasselbe: Der Prinz rief beim Ordnungsamt an bzw. schrieb eine Mail und erläuterte, dass er deswegen so dicht am Haus parke, weil seine behinderte Lebensgefährtin mit dem Rollstuhl in den Hof gelangen müsse, um von dort aus das Haus betreten zu können. Daher achte er selbstverständlich immer darauf, dass auf jeden Fall ein Rollstuhl zwischen Hauswand und Auto durchpasse. Zudem liege der Behindertenausweis [Nummer] immer vorschriftsmäßig vorne sichtbar im Auto… Ab dann war immer Ruhe. Als sich das Ablaufdatum des Ausweises näherte, beantragten wir eine Verlängerung. Der für mich zuständige und sehr nette Beamte vom Ordnungsamt rief an und fragte nach dem Grund des Verlängerungswunsches. Der Prinz erklärte ihm das mit den Anzeigen, worauf der nette Beamte vorschlug, doch einen Behindertenparkplatz zu beantragen. „Dann können Sie da rechtmäßig parken und hätten Ruhe mit den Anzeigen“, sagte er. Wir hatten gar nicht gewusst, dass man das so einfach machen kann. Der nette Beamte erklärte, eine formlose schriftliche Anfrage genüge. Das erledigten wir schnell. Und, siehe da: kurze Zeit später schon hing wenige Schritte von unserem Hauseingang entfernt bereits so ein blaues Schild mit Rolli-Symbol an einem Laternenpfahl. Optisch nicht unbedingt gleich einer bestimmten Stelle zuzuordnen, aber immerhin (Wie der herzliebste Herr Norden sagt: „Der gute Wille zählt!“ : – ) Wieder rief der nette Beamte an: „Wenn ich das richtig sehe, gibt es in der Nähe Ihres Wohnhauses zwei eingezeichnete Parkplätze – wir werden den westlichen nehmen.“ Aaaaah ja – wie ich jetzt sehe, ist das, von uns aus gesehen, der erste. Praktisch, denn so bin ich, wenn wir heimkommen, schnell im Haus. Auch praktisch: die zusätzliche Übungsstrecke. Denn der Bürgersteig ist auf der Länge unseres Hauses und des Hauses der alten Dame von nebenan, abschüssig in Richtung auf die Hauswand zu. (Unsere Straße war früher mal der Bach, der heute ein paar Hundert Meter weiter parallel fließt, vielleicht hat es damit zu tun? Keine Ahnung.) Das Abschüssige jedenfalls hat mir bis vor kurzem noch Probleme mit dem Gleichgewicht gemacht, aber zu meiner Freude kann ich auf dieser schiefen Ebene inzwischen ganz gut laufen. Am Telefon erklärte mir der nette Beamte noch, die komplette Fertigstellung werde witterungsbedingt bis Mitte März dauern. Das war mir nicht so wichtig, gestört hatten uns die Anzeigen eh nicht. Und siehe da: nun haben sie in einen der beiden weißen Kästen das Rolli-Symbol gesprüht. Und ich denke, dass – wer auch immer uns da angezeigt hat – in der Lage sein wird, einen Zusammenhang zu dem Ausweis herzustellen, der vorn im Auto liegt und der das gleiche Symbol trägt, und wir nun mal in Frieden miteinander leben können. Danke schön an unser Ordnungsamt für die nette Beratung und die schnelle Realisation!

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 28 Followern an