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Hatte bei ibääh zwei medizinische Bücher eingestellt, von denen ich inzwischen neuere Auflagen habe. Beide recht schwer, beide hat der gleiche Käufer erstanden.

Sofort kam eine Mail von ihm, ob ich ihm die zusammen in einem Paket schicke – ja, natürlich mach ich das, zwei Päckchen wären ja Unsinn. Seine Mail war unterschrieben mit Dr. med. Blubb Blah… aber in seiner nächsten Mail fing er tatsächlich an, mit mir über die Paketkosten zu schachern, um einige Cent rauszuschlagen … es ist unglaublich.

Ich berechne sowieso immer nur das reine Porto, weil wir ständig Umschläge und Kartons hier herumstehen und -liegen haben, die ich nutze. Aber das war für mich heute der Renner des Tages, echt. Der Mann ist bestimmt ganz arm und nagt am Hungertuch. Bestimmt.

Der erste Trainingsabend war große klasse und für uns steht fest: das machen wir auf jeden Fall weiter.

Wir haben nicht gleich mit einem richtigen Schwert begonnen, sondern mit leichten Übungsschwertern aus Bambus, die aus dem Kendo stammen und Shinai heißen.

Man kann so wesentlich leichter die Fußstellungen, Schritte und Hand- und Armhaltungen üben, ohne dass einen gleich ein 1,30 Meter langes Metallschwert durch die Halle wanken lässt.

Das deutsche Langschwert ist übrigens kein Schwert, das für Schlachten benutzt wurde, sondern im Einzelkampf – vor allem in Gerichtsfällen für Gottesurteile. Die Geschichte dazu ist sehr spannend, wer neugierig ist, kann sie hier in diesem pdf nachlesen. Auf dem ersten Foto im pdf findet ihr auch unseren Trainer Christian Bott, es ist der junge Mann rechts, mit den langen Haaren.

Unsere Gruppe ist eine neu gegründete Anfängergruppe, dennoch sind aus Zeitgründen einige ältere Hasen mit rübergekommen. Also gemischt, das ist ganz gut, man bekommt in den Zweier-Übungen immer wieder Tipps. Am Anfang ist es nicht wirklich einfach, die Schritte, Armhaltung, Abstand und was weiß ich alles gleichzeitig zu beachten. Ist wie beim Reiten und Autofahren.

Vor allem der Prinz hatte ein Problem damit, seine Füße sortiert zu kriegen. Da habe ich durch die Tae-Kwon-Do-Zeit einen Vorteil, dafür habe ich in Schultern und Armen kaum Kraft, da kann der Prinz wiederum nur grinsen.

Wir hatten viel Spaß und waren am Schluss nassgeschwitzt. Erstaunlich wenig Muskelkater, soll ich vom Prinzen ausrichten. Bei mir auch.

Die Anschaffungen der kommenden Zeit werden noch sein: ein Shinai, eine Fechtmaske und irgendwann ein Schwert. Das können wir hier kaufen, aber die Gruppe fährt auch einmal im Jahr nach Prag, da gibt es einen Schmied, der die Schwerter nach historischen “Rezepten” schmiedet. Der reist aber auch über deutsche Mittelaltermärkte.

Was bei Christian entscheidend ist: er lehrt nicht das “ich pack mich dick ein und hau drauf, bis der andere sich nicht mehr rührt”, das zur Zeit wohl bei den Live-Rollenspielern so beliebt ist. Bei Christian stehen der Sport, die Gesundheit und die Ästhetik im Vordergrund. Er ist Fecht- und Sportlehrer und hat Geschichte studiert, es passt alles wunderbar zusammen.

Das war jetzt eine lange Wartezeit – drei Jahre hat es gedauert, bis Christian eine weitere Halle für eine neue Gruppe anmieten konnte. Im Juni 2006 habe ich auf dem Wormser Mittelaltermarkt den Flyer seiner Schule für historische Fechtkunst entdeckt und war begeistert und erstaunt, dass man das Fechten mit dem Schwert auch richtig lernen kann.

Damals schrieb ich noch für die Wormser Zeitung. Der Chefredakteur kannte diese Schule nicht und war ebenfalls begeistert. So rief ich Christian wegen eines Artikels an (hier, pdf), wir verstanden uns auf Anhieb gut und nach dem Besuch eines Trainings war für mich klar: das ist meins, das will ich lernen. Den Prinzen brauchte ich gar nicht zu überreden, er war sofort Feuer und Flamme für die Idee.

Tja, jetzt ist es vorbei mit dem Faulenzen.

(Eine eigenartige Mischung, die wir da jetzt betreiben: Yoga und Schwertkampf. :-))

Kapitel 57

Die Zufriedenheit

Warum fällt das den Deutschen so schwer?

Einfach zufrieden sein?

Es geht mit kleinen Dingen los wie dem Wetter – permanentes Meckern.

Immer dieser Regen!

Immer diese Kälte!

Immer dieser Wind!

Jetzt haben wir herrlichstes Sommerwetter, knalligen Sonnenschein, richtige Wärme.

Ich trau mich inzwischen nicht mehr, zu jemandem zu sagen “Ist das nicht ein tolles Wetter?” Weil: ich kriege immer nur zu hören Ach nee, mir ist das viel zu warm, immer diese Hitze!

Ja, ich schimpfe auch viel auf Kälte und Regen. Das muss bei dem Klima in Deutschland einfach mal raus, sonst platzt man. Verstehe ich.  Aber, liebe Deutsche, wenn es dann endlich warm und sonnig wird, warum muss dann auch gemeckert werden?

Weiterhin fühlt sich der Deutsche dazu verpflichtet, seine Zeit mit Meckern über Nachbarn / Kollegen / [Namen einsetzen] zu verbringen.

Wieso hat der schon wieder n neues Auto?

Wie kommt der denn an so eine gutaussehende Frau? Der muss aber Geld haben.

Bei den Beinen würd ich ja keinen Rock tragen.

Die will doch nur Aufmerksamkeit erregen.

Einen Teil dieser permanenten Unzufriedenheit und des Neides, die den Deutschen so eigen ist, führe ich persönlich auf den Einfluss der christlichen Kirche zurück, die seit Jahrhunderten einbleut: wenn du dich nicht für irgendwas schlecht und schuldig fühlst, dann stimmt was nicht mit dir, das kann nur mit dem Teufel zu tun haben.  Die Inquisition hat da gute Arbeit geleistet. Und wer sich mies fühlt, sucht ein Ventil. Voilá, da ist der Nachbar, es kann losgehen.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen auf dem Scheiterhaufen endeten, deren einzige Schuld es war, ein zufriedenes Leben zu führen und die einen Nachbarn hatten, der das nicht aushalten konnte.

Und ich kenne heute noch einige, bei denen ich dankbar bin, dass es die Scheiterhaufen nicht mehr gibt. Ich wäre lange tot.

Liebe Deutsche, ein kleiner Tipp von einer, die sich Mühe gibt und der das auch überwiegend gelingt:

Traut euch, zufrieden zu sein.

Nicht nur mit eurem Leben, sondern auch und vor allem mit euch selbst.

Ich bin nicht so naiv zu behaupten, es sei einfach. Aber, ganz ehrlich: meistens ist es gar nicht so schwer.

findet ihr bei Familie Heinsohn in Hamburg:

Detlef Heinsohn

Auf der Seite habe ich so einige Schätze aus meiner eigenen Kindheit wiedergefunden.

Anlass war der SPON-Artikel über das Axolotl.

Ich wusste nämlich als kleines Schulkind schon, was ein Axolotl ist, weil ich das Buch “Heute gehen wir in den Zoo” von Karin Thimm gelesen hatte.

(Überhaupt hat mich das private Lesen wesentlich mehr gelehrt als alle Schuljahre zusammen.)

Der Prinz und ich sind heute abend zum ersten Mal beim Training für Mittelalterlichen Schwertkampf.

Ich werde berichten.

Wenn ich noch kann. ;))

Merlix schreibt Herzdamengeschichten.

(Jungejunge, der Mann kann schreiben!)

Ich lerne gerade ein paar Hindi-Wörter (habe eine indische Freundin).

Das Wort für Fremde ist:

Firengi

(auch firangi oder f’rangi geschrieben, ist ja lauttechnisch übertragen).

Cool, oder?

Der Prinz hat eine Flasche Mineralwasser in den Gefrierschrank gelegt.

Eigentlich zwei, eine hat er nach einer halben Stunde rausgeholt, sie sollten ja nur etwas abkühlen.

Die andere hat er aber vergessen.

Falls es jemanden interessiert: der Knall ist sehr laut.

Zum Glück war es eine Plastikflasche, sonst bräuchten wir wohl eine neue Kühlschublade.

:-))

Der heutige Business-Cartoon von Ted Goff ist der Knaller:

hier.

(Achtung, Cartoon wechselt täglich.)

Fuhr heute vor dem Haus vor, stellte die Bryan-Adams-CD ab und stieg aus.

Eine alte Frau aus der Nebenstraße war gerade auf der Höhe des Autos, guckte missbilligend und sagte im Vorbeigehen:

“Des ihr junge Leit immer die Neeschermusik so laut mache misse!”

Negermusik.

Wie lange hab ich das nicht mehr gehört.

Opa, ich vermisse dich.

Der Prinz hat gerade wieder zehn Tage als Fotograf des Festival des Deutschen Films hinter sich.

Einen Preis gewann der Filmemacher Werner Schroeter, der zudem für sein Lebenswerk geehrt wurde.

Schroeter sprach den Prinzen an, seine Autogrammkarten gingen zu Ende, er hätte gern neue und ob der Prinz ein paar Porträtaufnahmen von ihm machen würde. Klar, hat der Prinz gerne gemacht, Schroeter gefielen die Fotos sehr und er suchte sich gleich welche aus, die er für sich und für Autogrammkarten verwenden möchte.

Sehr cool war dann aber der Satz, den er so nebenher beim Aussuchen fallenließ:

“Meine letzten Autogrammkarten hat Helmut Newton gemacht, aber die gehen jetzt zu Ende…”

Ich hab in den letzten Tag keine Acht mehr auf die beiden Regenfässer gehabt. Normalerweise sehe ich immer zu, vor allem nach Regengüssen, dass ich ein paar Tropfen Spülmittel oder Speiseöl hineintue, damit die Larven der verdammten Scheissdrecksmistviecher absterben.

Tja. Chance vertan. Jetzt sind die ersten im Haus. Und ich mit Handtüchern hinterher. Hab schon welche gekillt.

Nachdem letztens eine Bloggerin fragte, welchen Sinn Zecken in der Natur haben, frage ich jetzt: welchen Sinn haben Stechmücken? Nur um als Futter für Frösche und Vögel zu dienen, musste das doch nicht sein, oder?

(Stephie, warst du das mit der Zecke?)

Die letzten zwei Wochen war viel los, nichts Besonderes, aber einfach viel, deswegen war nicht viel Blogzeit. Ist aber alles ok. Ich hab einfach den Kopf total voll mit Projekten und Lernen und so.

Ausserdem behandele ich gerade einen kleinen weißen Kater, der einen Tumor hat. Und den Kater hab ich gern, und seine Familie auch. Deswegen bitte ich euch, wer möchte, ihm die Daumen zu drücken und ihm gute Gedanken und Power zu schicken, damit er das schafft.

Er ist ein klasse Kater, und ich bin ziemlich sicher, dass er das packen wird.

HENRY FOR PRESIDENT!!!

(Das sollte Kraft geben :)))

Wegen der doch recht großen Nachfrage:

Samstag, 11. Juli, 11 – 15 h: Workshop Reiki für Tiere für Teilnehmer mit Reiki-Kenntnissen (ab 1. Grad)

Kosten: 50 Euro

Samstag, 18. Juli, 10 – 16 h: Workshop Reiki für Tiere für Teilnehmer ohne Vorkenntnisse

Kosten: 70 Euro

Auch Besitzer von norwegischen Stachelrücken und Hippogriffs dürfen kommen.

:-))

Wenn ich

- keine Ahnung von Datenbanken habe (oder nur sehr vage),

- eine Datenbank brauche, die auch eine Abrechnungsfunktion hat und die

- für Doofis wie mich gut zu bedienen ist:

was mach ich?

sind weg. Büdde nicht mehr mailen :-)

it’s shining everywhere…

Unglaublicherweise.

Gerade, als ich mit dem Prinzen besprochen habe, ob wir Oldenburg nicht überspringen und wirklich gleich südwärts auswandern sollen, kommt die Sonne raus.

Ich kann zaubern.

Ich arbeite mit einer Kollegin zusammen, die an sich wirklich eine sehr nette und warmherzige Person ist. Sie ist prima.

Außer, wenn sie im Mutti-Modus ist.

Diese Kollegin ist – was ja nichts Schlechtes ist – eine leidenschaftliche “Mutti”. Ihre beiden Kinder sind 22 und 26, aber sie hat das noch nicht so ganz begriffen. Sie ist ein halbes Jahr jünger als ich und bezeichnet sich auch selbst als “Mutti”.

Das ist alles gut und schön und ihre Sache, aber sie schafft es im Büro nicht, den Mutti-Modus abzustellen und geht mir und der Lieblingskollegin mit ihren Erziehungsversuchen oft auf den Senkel.

Ich komme meist mit der Bahn, wenn ich doch mal das Auto nehmen muss – seltener Fall -, dann parke ich am Rheinufer und laufe ins Büro.

Heute morgen hab ich den Zug verpasst, der normale fährt wegen Bauarbeiten nicht, also war das Auto die einzige Lösung. Fuhr vor die Uni, für’s Rheinufer war es zu spät und fragte die Kollegin, ob ich heute mal ihren Parkplatz nutzen darf. (Sie braucht ihn nur Montags.)

Als ich ihre Augenbrauen hochgehen sah, bereute ich die Frage schon. “Du wolltest ja am Rhein parken, nicht?” sagte sie im Mutti-Tonfall.

Ich hab mich dann für die Belästigung entschuldigt, meinem Chef Bescheid gegeben und das Auto schnell an den Rhein runtergebracht.

Gut, der Mutti-Modus ist eine Sache, auch meiner anderen Kollegin geht es auf den Keks, wenn sie mit uns in einem Tonfall redet, der suggeriert, wir seien sechs Jahre alt.

Er ist noch nachvollziehbar, weil die Kinder alles waren und sind, was sie hat und sie gerade dabei ist, in ein Loch zu fallen, weil die Kinder jetzt groß sind und auch der Jüngste jetzt auszieht. Da bin ich ihr nicht böse, wenn’s auch nervt.

Das andere, was ich absolut nicht verstehe, ist: wo ist das Problem, den Parkplatz für vier Stunden abzugeben, wenn man ihn doch gar nicht braucht?

Ich meine – hallo?! Da ist ein leerer Parkplatz in der Garage und ein Mensch, der diesen Parkplatz braucht. Und den gibt man jetzt nicht her, weil …? Ja, warum? Ihrer Meinung nach muss ich mich besser organisieren und damit ich das lerne, kriege ich jetzt den Platz nicht?

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: es geht nicht um den Parkplatz an sich. Es geht darum, jemandem etwas nicht zu geben, das man selbst nicht mal braucht, nur um den anderen dazu zu bringen, dass er so lebt, wie man selbst denkt, dass er leben sollte.

Das ist eine Einstellung, die ich nicht nachvollziehen kann. Und das beschäftigt mich im Moment, das Auto ist völlig wurscht.

(Die Kollegin hat übrigens sehr wohl gemerkt, dass das Scheiße war, was sie da gebracht hat.)

Der Wolf braucht eine neue Brille und hat einen Optikermeister entdeckt, der sehr besondere Brillen anfertigt:

Shades Nosferatu

Sehr coole Geschäftsidee!

Hat jemand Interesse, unsere beiden Karten für den Dalai Lama in Frankfurt am 30. und 31. Juli zu übernehmen?

Uns ist leider was dazwischengekommen, wir werden nicht hingehen können :-((

Die Sitzplätze sind früh reserviert worden und daher sehr gut, weit vorne in der Mitte.

Bei Interesse bitte Mail an lakritzefrau ett web.de

(Ich versuche es mit buddhistischer Gelassenheit zu nehmen…)

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