A walk down Memory Lane

Das Aufräum- und Entrümpelungs- Drama, das wir nun seit über einem Jahr hier durchziehen, my darlings, hat mir kürzlich einige sehr schöne Momente beschert.

Da gingen wir nämlich mutig an die ehemalige Waschküche. Nachdem ich im Sommer 2011 meine Praxis im Schloß Herrnsheim geschlossen hatte, hatten wir die Möbel und allen Kram in Kisten hier zu Hause in der früheren Waschküche und im früheren Kuhstall gelagert. Zum Glück störte das unseren Vermieter nicht. Nun, der größte Brocken, die kleine Einbau-Teeküche, war schnell verkauft. Ein hiesiger Unternehmer kaufte sie für seine Angestellten. Kürzlich gingen wir die Kartons und Kisten mit „Zeugs“ an. Ein wenig fürchtete ich, ich könne dabei traurig werden, und wollte nicht so recht herangehen. Aber es wurde freudiger und spannender, als ich gedacht hatte. Allein die Bücher, die zum Vorschein kamen – fantastisch! Lauter Bücher über Reiki, Pranic Healing, Heilpflanzen, systemische Arbeit und weitere Schätze, deren Existenz ich beinahe vergessen hatte. Mein Stethoskop und der Reflexhammer, DVDs mit interaktivem Prüfungstraining für den Heilpraktiker, eine Buchhaltungssoftware… Es war eine wahre Bonanza. Das Beste war aber: Ich war gar nicht traurig – im Gegenteil. Bei jedem Teil, das ich in die Hand nahm, kamen gute Erinnerungen hoch und mir wurde jedes Mal warm ums Herz. Das Kaffeeservice, das ich mal als ein Werbegeschenk bekommen und gleich in die Praxisküche geräumt hatte, war bereits ins Sozialkaufhaus gewandert (das hatte der Prinz im Zuge unseres Minimalismus-Experimentes erledigt). Es kamen auch Sachen zum Vorschein, deren Existenz ich schon fast vergessen hatte – so wußte ich gar nicht mehr, daß ich einen mobilen kleinen Messestand besitze, der zusammengelegt in einen Trolley paßt! Ein Werbe-Aufsteller (so einer in A-Form) tauchte ebenfalls aus einer Ecke auf. Eine Werbeflagge und ein roll-up mit meinem Logo habe ich auch noch entdeckt, zusammen mit etlichen Prospekthaltern und vielen Prospekten und Flyern, die mir alle der Prinz entworfen hatte. Je mehr alte Schätze aus den Kisten zum Vorschein kamen, desto mehr schöne Erinnerungen an die Zeit im Schloß tauchten auf.

Zuletzt saßen wir draußen im Hof in der Sonne und fragten uns lächelnd: “Weißt du noch…?“ Und ich fühlte mich richtig gut, denn all diese Dinge machten mir klar: Ich hatte mir da etwas Großartiges aufgebaut, allein und nebenberuflich. Gut, es hatte wirtschaftlich nicht lange funktioniert, aber ich war ja auch ohne geschäftliche Erfahrung herangegangen. Und die Jahre, in denen die Praxis sich gehalten hatte, waren eine tolle Zeit für mich. Ich kann trotzdem stolz auf mich sein und bin es auch. Ich hatte Hilfe und Unterstützung von lieben Menschen, die mir die Freude gönnten. Kurz: Es war eine wunderbare Zeit. Ich muß ich nicht dafür schämen, daß es nicht geklappt hat – ich kann stolz darauf sein, dieser Idee Leben eingehaucht zu haben – das war mutig.

Zur Zeit sind wir dabei, unseren Kram zu sichten, der sich im früheren Pferdestall angesammelt hat. 😀 – ich bin gespannt!

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