Zwei Wochen Schreibfaulheit

habe ich jetzt überwunden, meine Lieben. Zum Teil lag die Schreibunlust auch an der blöden Arthrose im rechten Daumen und Zeigefinger (–> viel Ibu und Voltaren). Dabei wollte ich doch erzählen, dass wir am vorletzten Samstag endlich mal wieder bei Petra und ihren Junioren zu Besuch waren – und es war so ein schöner Tag! Seit Monaten hatten Petra und ich überlegt und geplant, dass wir gemeinsam Waffeln backen wollten, aber es kam immer wieder etwas dazwischen (nicht nur das blöde Coronavirus). Gemäß Absprache brachte ich die Zutaten mit, Petra hatte schon das Waffeleisen vorbereitet. Aber zuerst wollte mal der Sohnemann genau wissen „Wo kommt ihr her?“ Der „Kerle“, wie Petra ihren Sohn liebevoll nennt, ist ein wahrer Sonnenschein, fröhlich, ungeheuer charmant – und blitzgescheit! Eine Weile blieb er bei mir in der Küche; wir unterhielten uns gemütlich und lachten viel. Dann rolli-te er rüber ins Wohnzimmer und unterhielt sich eine Weile mit dem Prinzen. Dieser war ebenso bezaubert von dem sonnigen Wesen dieses doch so schwer behinderten jungen Mannes. Die Waffeln gelangen mir gut (ja, Waffelteig kann ich! :)) Petra kochte Tee und setzte Sahne dazu auf den Tisch („Für die Wülkjes“, sagte sie augenzwinkernd). Tee nach Friesenart und Waffeln nach Lakritze-Art, wir hatten es richtig gut! Der Charmeur-Kerle wollte neben mir am Tisch sein, ich freute mich. Wir spielten Mensch-ärgere dich-nicht (das habe ich zuletzt in der Darmstädter Klinik gespielt, als Teil der Ergotherapie). Wir lachten viel dabei. Der Kerle zockte uns locker ab (er küsste aber auch den Würfel vor jedem Wurf);)) Seine Schwester blieb lieber für sich in ihrem Zimmer, sie spürte aber, dass die Stimmung entspannt war, und sang vor sich hin. Das war schön, wie der ganze Besuch schön war. Petra ist wunderbar entspannt, bei ihr kann man einfach sein. Am frühen Abend fuhren der Prinz und ich zurück, ganz erfüllt und beflügelt von dem schönen Nachmittag.
IDie folgenden zwei Wochen fand ich dann nervig. Ich habe einen Mini-Nebenjob gefunden (wie es mir die Deutsche Rentenversicherung erlaubt), kann die Aufgabe aber kaum erfüllen, weil ich dazu eine Software der betreffenden Firma nutzen muss, diese schmeißt mich aber ständig aus dem System bzw. lässt mich gar nicht erst rein. So verbringe ich viel Zeit per Telefon oder Mail mit meiner Projektleiterin, die supernett, aber auch eher ratlos ist. Viel Spaß macht uns Bruce, der Kater, den unsere Vermieterin Daniela aus dem Koblenzer Tierheim adoptiert hat. Bruce ist getigert wie Micia, wiegt aber – wait for it – fünfeinhalb Kilo! Er hat dazu das typisch niedliche Gesicht der Britisch-Kurzhaar-Katzen. Dani liebt ihn sehr und lebt komplett unter seiner dicken Pfote 😀 Bruce hat den Garten schon ganz selbstverständlich in Besitz genommen, hat bereits Lieblingsplätze und folgt Dani auf Schritt und Tritt. Als er aus dem Tierheim kam, wußte er nicht, was „Spielen“ bedeutet. Das hat Dani ihm aber schnell beigebracht. „Die zwei haben sich gesucht und gefunden“, sagt der Prinz lachend – und er hat recht! Dani hat mit ihm Micias Verlust überwunden und Buce ist nach dem Tierheim im Paradies gelandet 😀

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3 Kommentare zu “Zwei Wochen Schreibfaulheit

  1. Oh, so eine Liebeserklärung! Dankeschön. Ihr seid aber auch wunderbare Gäste und ich hoffe inständig, dass wir uns recht bald wieder in die Arme schließen können.

  2. Pingback: ein schöner Rücken – voller worte

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