7. Geburtstag: Nachlese

Schon am vorletzten Sonntag, am 11.11., war der siebte Jahrestag des Hallamati, my darlings, also nach unserer Tradition mein siebter Geburtstag, den wir, wie jedes Jahr, im Tivoli feierten.

 Giovanna, die Chefin, empfing uns schon mit einem aperitivo (prosecco-chen für mich, Martini für den Prinzen – gerührt natürlich, nicht geschüttelt 😀 ) Giovanna und Ivo bewunderten ausführlich meine Orthese für das linke Bein. Sie kannten sie noch nicht, da wir im letzten Jahr zwar auch am 11.11. im Tivoli waren, ich die Orthese aber erst am 25.11. bekommen hatte.

Ivo, zu mir: „Was möchtest du essen, Kind?“ Wie immer, wenn ich im Tivoli bin, konnte ich nur an eines denken.

Ich: „Ich hab‘ soo Lust auf Gnocchi, Ivo…“

Ivo strahlte mich an. „Möchtest du mal eine Kombination probieren, mit zwei Sorten Gnocchi? Lass dich mal überraschen!“ Das klang doch gut!

Rosario, der liebenswerteste aller Kellner, der zum Urgestein des Restaurants gehört, brachte ohne zu fragen eine Flasche San Pellegrino zum Primitivo. Und dann kamen meine Gnocchi! Auf dem Teller waren einfache, ungefüllte Gnocchi mit Brennessel-Pesto! (einself!) und größere, gefüllt mit irgendwas Köstlichem, ich glaube, Steinpilz. Danach war ich erledigt. Aber, da mein wichtigster Leitspruch lautet„Süß geht immer!“, bereitete mir der Zauberer in der Küche noch fix eine kleine Portion Tiramisú zu. Danach servierte uns Ivo zwei Espressi (auf‘s Haus). Espresso pur mag ich eigentlich gar nicht soo gern, aber dieser war herrlich würzig und weich. Kaum hatten wir sie ausgetrunken, stand Ivo schon neben uns und schenkte uns in die Täßchen mit dem kleinen Rest-Schluck etwas ein: „Das ist eine Grappa aus weißen Burgunder-Trauben, Kinder“, lachte er. “Probiert mal!“ Die Grappa war wirklich herrlich! Da ich mir nun aber langsam Sorgen um das Bärchen machte, das allein zu Hause geblieben war, zahlten wir schnell und erlösten das Bärchen vom „Haus-Aufpassen“ (mit etwas Käse und Schinken zur Belohnung 😉 )

Es war wie jedes Jahr eine wunderbare Feier. So doof diese Behinderung auch ist, sie gibt mir/uns doch immer wieder Möglichkeiten, das Leben ganz bewußt zu er-leben und Anlässe zur Freude darin zu finden. Und es tut immer wieder gut, mit alten Freunden zusammen zu sein. (Das geht auch an euch, N & H aus O! ❤ )

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