Urlaub ohne Hund?! NÄ!

Chrissey vom  Blog Kaya Bordercorgi stellt mal wieder eine Frage an uns Hundeleute:

Urlaub mit oder ohne Hund?

Die (blöde) Frage stammt gar nicht von Chrissey selbst, sie hat sie auf einer anderen Webseite entdeckt. Und genau wie ich versteht sie  die Frage nicht! Ihr Motto zu diesem Punkt ist: „Ohne Kaya – ohne uns!“

Das finde ich völlig richtig, denn auch bei uns heißt es grundsätzlich:

Wer unseren Hund nicht will, kriegt uns auch nicht!

Wir bedauern es inzwischen auch gar nicht mehr, daß die Vermieter unserer früheren Ferienwohnung in Harkebrügge uns wegen Herrn Sonntag nach fast neun Jahren regelmäßiger (und sehr häufiger) Buchung plötzlich ablehnten. Denn in der jetzigen Wohnung in Barßel ist unser Herr Sonntag allerherzlichst willkommen, wie ich ja schon schrub. (Es gibt übrigens Neues da oben, Bericht kommt!)

Wenn wir irgendwo hinfahren und übernachten möchten, schauen wir gezielt nach Übernachtungsmöglichkeiten, bei denen Hunde erlaubt sind. Wenn wir bei meinem Bruder Haushüter machen, nehmen wir Bezüge für die Bettdecken und eigene Laken mit, weil das Bärchen ja im Bett schläft. (Und mein Bruder verspannt schon leicht, wenn der Kleine nur aufs Sofa hopst  😉 )

Flugreisen, zum Beispiel zu den Balearen oder gar zu den Kanaren, haben wir uns erst einmal  komplett abgeschminkt. Denn ab sechs Kilo Gewicht muß ein Hund in den Frachtraum des Flugzeuges. Und obwohl die Fluglinien angeblich neuerdings  die Frachträume beleuchten und heizen, wenn Tiere mitfliegen, kommt das für uns auf gar  keinen Fall in  Frage. Unser Bärchen, mutterseelenallein in einer Box, unter anderen fremden und verängstigten Tieren – nein!!!

Da warten wir lieber noch; und Mallorca wird ja wohl noch eine Weile bestehen. Unser Bärchen wird im August elf Jahre alt. Und obwohl er topfit ist, müssen wir der Tatsache ins Auge sehen, daß er nicht mehr ewig bei uns sein wird.  (Ich darf gar nicht daran denken.) Aber dann sind wir vermutlich/hoffentlich schon Rentner und können immer noch über einen peinlichen Rentner-Urlaub auf Mallorca nachdenken 😃

Auch die Alternative „Tierpension“ kommt für uns nicht in Frage.  Das Bärchen hat große Verlustängste, das kommt wohl durch die Scheidungssituation seiner Vorbesitzer. Wir haben ihn ja von der Frau übernommen, die mit ihrem neuen Mann am Treffpunkt war. Der Mann schien gar keine Gefühle für den Hund zu haben, er stand während des ganzen Gespräches nur dabei, lächelte höflich und sagte kein Wort. Er sah den Kleinen nicht mal an, streichelte ihn nicht zum Abschied – nichts.

Übrigens hatte die Frau auch ihren zwei Kindern nicht gesagt, daß sie mit dem Hund wegfuhren, um ihn wegzugeben. Sie drückte uns die Leine und einen blauen Müllsack mit seinen Sachen in die Hand und war erleichtert, als wir mit ihm fortfuhren, das konnte ich sehen. Ich werde nie verstehen, wie sie es fertigbrachte, einen Hund, den sie als Welpen bekommen hatte, nach neun Jahren einfach so fortzugeben – einen so durch und durch liebevollen, treuherzigen und loyalen Hund… mir kommen die Tränen bei dem Gedanken.

Dank Bachblüten und unserer Liebe schaffte es der kleine Herr Sonntag schnell, sich bei uns einzuleben. Und da wir seine Geschichte kennen und ihn von Herzen lieben, ist es für uns leichter, uns auf ihn einzustellen. Wir verstehen, warum er weint und heult, wenn der Prinz auch nur zum Tanken mal eben das Auto verläßt. „Auf’s Haus aufpassen“ – das macht er inzwischen ganz super, wenn wir  ihn mal nicht mitnehmen können, zum Beispiel, wenn ich zum Arzt muß .Aber er bekommt dann ja auch immer ein groooßes Stück Fleischwurst (das Wort kennt er übrigens genau!).

Also, zurück zum Thema: Kein Urlaub ohne unser Bärchen! In einer Tierpension würde er vor Trauer zugrunde gehen. Seit dem Hallamati haben der Prinz und ich sowieso keinen Urlaub mehr  per Flugzeug gemacht (obwohl, wie mir ein Bekannter sagte, Mallorca inzwischen sehr gut auf behinderte Urlauber eingestellt sein soll). Wir machen alles per Auto. Oldenburg, Fronkraisch  und Ostfriesland sind ja mit dem Auto super erreichbar. Uns genügt es, und das Bärchen liebt den Bauernhof in Barßel.

Fazit für uns: Kein Urlaub ohne Bärchen! Lieber gar kein Urlaub. Bärchen ist das mehr als wert!

Und wie sieht das bei euch aus?

 

 

 

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