re: Kaya Bordercorgi

Es gibt da ein Hundeblog, my darlings, dem ich mit großer Freude folge. Es heißt

KayaBordercorgi. Wie der Titel schon vermuten läßt, handelt es sich bei Kaya um einen Mix aus Border-Collie und Corgi. Sie ist bildschön, die Kaya, schaut sie euch mal an!

Christiane, Kayas Frauchen, beschreibt in ihrem neuesten Beitrag, wie sie und ihr Schatz versuchen, die Spaziergänge für Kaya abwechslungsreicher zu gestalten,  der Beitrag ist hier zu lesen. Sie fragt ihre Leser auch danach, wie sie es mit ihren Hunden beim Gassigang machen.

Bei uns gibt es drei Gassi-Kategorien: wenig Zeit, mehr Zeit  und „Yeah, Wochenende!“

Also: offen gesagt, bin ich seit dem Kälteeinbruch nicht mehr jedes Mal dabei, sondern der Prinz und der kleine Herr Sonntag  gehen meist  allein los. Im Rolli sitzend kann ich mich gegen die Kälte, vor allem gegen den schneidenden Wind, nicht wehren. Ich sitze ja gezwungenermaßen still. Da hilft auch lange Unterwäsche meist wenig oder gar nicht, ich zittere und friere durch  bis auf die Knochen im wintrigen Wind. Ich habe mir einen Schlupfsack angeschafft, den wollen wir jetzt am Wochenende testen.

Mit meinen beiden Jungs (oder mit uns dreien)  läuft das so: Wenn wenig Zeit oder es spät ist, gibt es die kleine Standard-Runde: Aus dem Tor rechts raus und an Alfreds Schmiede vorbei. Dicht dahinter läuft ein  schmaler Streifen Ruderalgelände, also Wildwuchs. Dann folgt ein bewachsener Weg, der eine Pferdekoppel von einem kleinen Feld trennt. Am Feldrand an der Straße  ist eine bei den Dorfhunden sehr beliebte  „pee-mail“-Station, da hält sich der kleine Herr Sonntag immer lange auf. Zudem ist das der Platz für den ersten Haufen und den ersten Einsatz der Kackbeutel *g*.Weiter am Grundstück unserer Vermieter vorbei. Wenn die Hunde im Garten sind (unsere Vermieter und deren Töchter haben je zwei Hündinnen), gibt es zu beiden Seiten des Zaunes erst einmal eine gewaltige Show, mit viel Gebell und Fellsträuben. Die Hundemädels, Emma, Smilla, Shila und Ronja, alle aus dem italienischen Tierschutz, verteidigen ihr neues Zuhause mit geballter Energie. Unser Herr Sonntag, eigentlich ein ruhiger Zeitgenosse, läßt sich nicht anblaffen. Da kann er auch ganz schön giftig werden. Merkwürdigerweise ignoriert er andere Rüden sehr souverän (es sei denn, sie blaffen ihn an, dann gibt er heftige Retourkutschen), aber bei Hündinnen benimmt er sich wie die Axt im Walde. Das kann mitunter auch peinlich werden, zumal wenn es Mädels sind, die ihn mögen, wie zum Beispiel Gretel und Susi, die Beagle-Mädchen aus der Nachbarschaft. Mit deren Besitzern haben wir ein gutes Verhältnis. Ihrem Sohn gehört Zoe, die riesige gelbe Dogge, mit der sich Herr Sonntag immer heftige Gebell-Duelle liefert. Das wirkt witzig, denn er reicht Zoe gerade mal bis zum Bauchnabel 😀 Da Memnok, der Newfie, ja kürzlich überraschend starb, ist sein Hoftor eine „Bell-Stelle“ weniger. Weiter geht’s am Kindergarten vorbei und runter an „die“ Bach, wie es hier heißt, dann durchs verkehrsberuhigte Wohngebiet zurück nach Hause. Diese“ Kleine Runde“, wie wir sie nennen, ist wirklich nur  dazu da, die dringendsten Bedürfnisse unseres Bärchens zu stillen, eben Bewegung, Pinkeln und Häufeln. Zeit: etwa 20 Minuten.

Ist etwas mehr Zeit, darf der kleine Herr Sonntag selbst bestimmen, wo es hingehen soll. Er möchte meistens aus dem Tor links raus und dann rechts  die Straße hoch, in der unsere Buchhändler-Freunde wohnen. Die Straße führt direkt in die Felder hinaus. Da die hiesigen Landwirte nicht viel davon halten, ihre Wege zu pflegen, ist die Strecke nur sehr bedingt Rolli-geeignet (–> Schlaglöcher, dicke Matsche-Schichten von Traktorrädern…) Nun, da oben im dicken Trecker bekommen sie vom Weg ja nichts mit, und Pflege der Wege kostet nur Geld : – )

Zurück geht es dann am Kapellchen vorbei runter und zurück nach Hause. Zeit: hängt vom Wetter und damit von unserem Wohlbefinden ab, die Felder liegen etwa 30 Meter höher als unsere Straße, da pfeift im Herbst und Winter  manchmal ein scharfer Wind (das mag unser Bärchen nicht so).

Wochenende: Le grand tour, wie es der Prinz nennt, und die große Freude des kleinen Herrn Sonntag!

Der Prinz hat sich bereits  im letzten Herbst bei“ Garmin livetrack“ registriert. Zu seinem Greätetraining im Fitneßstudio, das er dreimal in der Woche durchzieht, hat er noch „Strammes Gehen“ hinzu addiert ( er hatte ja vor zwei Jahren einen Herzinfarkt, das hat ihn bezüglich des Themas „Sport“ doch umdenken lassen.).

Er trägt einen „livetracker“ von Garmin, der wie eine unauffällige schwarze Armbanduhr aussieht. Das Ding verbindet ihn mit dem GPS-System von Garmin und zeichnet zudem, wenn aktiviert, seine Herz- und Pulsfrequenz, seine Schrittgeschwindigkeit, die gelaufene Strecke und den Höhenunterschied auf (daher weiß ich, daß die Felder bei uns 30 Meter höher als unsere Straße liegen ;)).  Den livetracker  kann man für verschiedene Sportarten einstellen und unterwegs seinen Weg  oder Fortschritt über das Smartphone bei Google maps verfolgen. Das sieht dann so aus: Die Jungs starten und sobald der Prinz den tracker aktiviert, zeichnet dieser nicht nur ab sofort den Weg auf, sondern setzt auch eine Mail an mich ab (diese Mail informiert mich darüber, daß ich jetzt online „an der live-Aktivität „Hunderunde“ teilnehmen“ kann. Das kann ich deshalb tun, weil ich ebenfalls bei Garmin livetrack registriert bin und der Prinz mich mit seinem account dort verknüpft hat. Klicke ich auf den link in der Mail, öffnet sich automatisch der Browser in Google maps und zeigt mir, wo der Prinz und Herr Sonntag gerade gehen. Der Prinz ist dargestellt durch einen pulsierenden blauen Punkt, der sich vorwärts bewegt. Auch hier kann ich zwischen normaler Karte und Satellitenbild hin- und her schalten. Meist schaue ich mit die Tour auf dem Satellitenbild an. Es macht mir Spaß, zu raten, ob die beiden wohl an der nächsten Kreuzung abbiegen werden und wohin, oder zu welchem der umliegenden Dörfer sie als Nächstes marschieren. Im unteren Bereich der Karte kann ich die Kurven der Herz- und Pulsfrequenz des Prinzen, die Zahl seiner gelaufenen Kilometer sowie seine Schrittgeschwindigkeit ablesen. Da die Wege voller Schlaglöcher sind, möchte der Prinz ausdrücklich, daß ich seinen blauen Punkt auf der Karte im Auge behalte, falls er mal in eines der Schlaglöcher stolpern und sich den Knöchel brechen sollte. („Wenn sich der Punkt nicht mehr bewegt, kannst du einen Krankenwagen hinschicken“. (Haha, ja, total beruhigend.))

Die übliche Strecke der beiden  sind zehn Kilometer. Meist sind sie nach zwei Stunden zurück, zur Zeit oft schlammbedeckt, aber super gut gelaunt. Vor allem Herr Sonntag liebt diese langen Touren, er ist, wenn er heimkommt, fröhlich, aufgedreht und putzmunter. Er liebt es, zu laufen und Neues zu entdecken. Leider können wir ihn noch nicht von der Leine lassen, da er noch zu gerne spontan mal einem Fasan oder Karnickel nachrennt, aber die sind klüger und fixer als er 😀  Dennoch bleibt er angeleint.

Liebe Christiane, das war jetzt einfach nur eine Schilderung der Gassi-Abläufe bei uns. Die Abwechslung besteht im Variieren der Wegstrecken ( da gibt es hier zwischen den Dörfern genug Möglichkeiten.) Liebe Grüße an Kaya!

 

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5 Kommentare zu “re: Kaya Bordercorgi

  1. Ich freue mich wirklich sehr, dass du dir so viel Mühe gegeben hast und sogar einen eigenen Post aus deiner Antwort zu meiner kleinen Frage gemacht hast. Das ist wirklich mehr als großartig und ich war zuerst sogar ein bisschen sprachlos. 🙂 Ich finde es sehr interessant einen Einblick bekommen zu haben wie deine Gassistrecken mit deinem Vierbeinerchen aussehen und freue mich sehr, dass ich dich mit meinem Blog zu einem Post wie diesem inspirieren konnte. 🙂 Lieben Dank für diesen schönen Post!
    Ganz liebe Grüße an dich ❤
    Chrissey & Kaya

  2. Sehr gerne, Chrissey – freut mich, daß dir das Lesen Spaß gemacht hat! Diese Streckenbeschreibung wollte ich schon seit einiger Zeit schreiben. Du hast mir den „Schubs“ gegeben, also gebührt dir der Dank 😀 ❤

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