Hundepralinen!

Als der kleine Herr Sonntag Mitglied unserer Familie wurde – vor einem Jahr und drei Monaten – konnte man seine Rippen, seine Rückenwirbel und seine Hüftknochen deutlich sehen. Das sollte auch so sein, denn sein Vater ist ein spanischer Windhund (vermuten wir).

Inzwischen sieht man die Rippen längst nicht mehr, auch die Wirbelsäule ist liebevoll zwischen Speckröllchen eingebettet. (Entschuldigung, Krümel und Fräna: Luxuskuschelmasse wollte ich schreiben!)

Geständnis am Rande: Da der kleine Herr Sonntag ein eindrucksvoller und routinierter Bettler ist, stecken wir ihm ab und zu etwas zu, so unterm Tisch. 😀

Absolut strikt sind wir nur bei einem: Schokolade! Er bekommt nichts, an dem auch nur die Andeutung eines Hauches von Schokolade ist. Ich erkläre ihm immer wieder, daß Schokolade Theobromin enthält und daß dieses Zeug für Hunde sehr giftig ist. Er erklärt mir daraufhin, daß er durchaus bereit sei, mir zu glauben, aber meine Behauptung doch erst einmal gern überprüfen wolle – vorzugsweise  im Selbsttest. („Nichts gegen dich, Mama, aber…“ Ihr wißt schon. 😀 )

Schwierig wurde es jetzt, einige Tage vor Weihnachten, als eine Kundin dem Prinzen zum Dank eine riesige Schachtel Pralinen schenkte, eine 500-Gramm-Schachtel von Lindt! Wir waren natürlich begeistert. Der Kleine auch – bis er kapierte, daß er aus dieser Schachtel nicht den allerkleinsten Bissen erhalten würde. Der Prinz, der Mitleid mit dem aaarmen, ungeliebten und vernachlässigten Hundchen hatte, beschloß, es müsse doch auch Hundepralinen geben, wenn man denn schon mit Menschenpralinen förmlich „totgeschmissen“ werde, wie er sagte. Prompt machte er sich ans Entwerfen und kam auf das hier:

praline

Eine Scheibe Schinken auf eine Scheibe Käse legen, einrollen und die Rolle in Stücke schneiden – fertig sind die Hundepralinen! Unser kleiner Fettmops  Pufibär liebt sie, aber er muß jetzt  trotzdem auf Diät gehen, für einen halben Windhund hat er zu viele Kilos. Passenderweise  hat der Prinz gerade mit dem Lauftraining begonnen, das macht dem Kleinen richtig Spaß und zum Glück legt er Speck genauso leicht ab wie er ihn ansammelt.

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