Petras Fragen # 8

Petra stellt in ihrem Blog Voller Worte regelmäßig kleine Fragen, die auf den ersten Blick einfach erscheinen, für deren Beantwortung man aber manchmal schon etwas denken und vor allem bei sich selbst hinterfragen muß.

Ich möchte diese Fragen hier für mich beantworten und euch, wenn ihr mögt, einladen, eure eigenen Antworten zu finden und sie, entweder hier oder bei Petra, als Kommentar einzustellen.

Wie kommt ihr mit kryptischen Texten klar?

Ich gebe offen zu, dass sie mich stutzig machen und gerne nachfragen würde, was oder wer gemeint ist – mich dann eigentlich aber kaum traue.

Auf kryptische Blogtexte stoße ich eher selten. Fremde Blogs klicke ich gern an, weil ich neugierig bin, was die Leute da draußen in Bloggersdorf so treiben. Ich finde sie zum Beispiel, weil mir ein Kommentar zu einem Blogbeitrag gefällt, oder weil mich der Name des jeweiligen Kommentar-Autoren neugierig macht.

Hin und wieder habe ich da schon wahre Blog-Perlen entdeckt, die ich meist auch umgehend abonniere.

Aber – und das schreibe ich jetzt ganz offen, auf die Gefahr hin, als arrogante und eingebildete Tusse dazustehen:

Wenn der Eingangstext lautet: „Willkommen auf meinem Blog“, stellen sich mir schon die Nackenhaare, ich lese weiter und sehe, daß der Text wimmelt von Rechtschreib- und Grammatikfehlern, der Autor keine Ahnung hat, daß es zwischen „das“ und „daß“ einen Unterschied gibt und überhaupt viele leere Stellen im Text nach einem Komma schreien – ja, dann klicke ich umgehend  weg. Sowas tut mir körperlich weh. Ich gebe gern zu, daß ich in Bezug auf Sprache pingelig (vielleicht sogar über-pingelig) bin, aber ich bin einfach nicht bereit, mir Sprachvergewaltigung anzutun. Da reichen mir schon die SchwarzerInnen mit ihrem Gender-Stuß.

Also, um auf Petras Frage zurückzukommen: „kryptisch“ ist bei solchen Texten vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck, ich möchte es eher „schmerzhaft“ nennen.

Aaaber, Petra, darf ich dich gleich etwas fragen? Du benutzt in deinen Texten, wenn es um die Junioren geht, oft das Wort „Wuppa“. Was bedeutet das? Das ist sicher ein interner „Geheimcode, ganz unter euch dreien, oder? Ich wollte dich schon oft fragen, habe es aber immer aufgeschoben ( ich faule Socke, ich😀 Hat es zu tun mit „wir wuppen (also schaffen, packen) das“?

 

3 thoughts on “Petras Fragen # 8

  1. Also; Wuppa ist ein familieninterner Begriff. Seinen Ursprung hat wuppa (es ist ein Tätigkeitswort) während einer Karusselfahrt erstanden. Dieses Kinderkarussell, was man auch auf Spielplätzen finden kann, stand schief und hatte eine Unwucht. Jedesmal wenn das Karussell über den toten Punkt hinaus angeschoben werden musste, sagte unser Freund: wupp und dann ging die rasante Fahrt weiter.

    Irgendwann hat Carsten – er war damals ca. 4 Jahre alt – schon von sich aus wupp_a gemacht. Jedesmal wenn etwas besonders gut klappt wupp es nun auch bei uns. Dazu kam einige Zeit später eine Handbewegung, so in der Art, wie man mit dem Mund ploppt. Carsten hat es kombiniert und in seiner Schulzeit hat er damit regelmäßig die Lehrer genervt.

    Ob dieses „es wuppt etwas“ mit unserem Sprachgebaren zu tun hat, denn Jahre später wurde dieser Ausdruck erst Allgemeingut, kann ich nicht eindeutig sagen – jedenfalls fanden damals alle Bekannte und Freunde dieses (unseres) Wort entzückend.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s