„Ich hätt gern ne Latte!“

Jedesmal, wenn ich im Café oder Restaurant höre, wie ein Mann diese Bestellung aufgibt, muss ich mir kräftig das Lachen verbeißen, my darlings. Und ich verkneife mir, ihm zu raten, es doch einfach mal mit Viagra zu versuchen.

Aaalso *Lehrerinnenbrille aufsetz* :

Mit der Bestellung „ne Latte“ ist wohl in den meisten Fällen ein (Nein, nicht: eine!) Latte Macchiato gemeint. Wörtlich übersetzt bedeutet der Name „befleckte Milch“, denn es handelt sich, wenn korrekt zubereitet, um geschäumte Milch mit einem Schuß Espresso.

Während das Wort „Latte“ im Deutschen feminin ist, also durchaus „die“ Latte heißt (egal, ob Zaunlatte, Dachlatte oder die vom Sprecher nach Freud’scher Manier vermutlich unbewußt herbeigesehnte Erektion), so ist im Italienischen die Milch männlich und heißt „il latte“, also „der Milch“. (Das ist für uns Deutsche anfangs etwas komisch). Daher ist „der Milch“ auch dann männlich, wenn er geschäumt und mit einem Schuß Espresso aufgepeppt ist, dann ist er „Un latte macchiato“. Wäre die Milch im Italienischen auch weiblich, hieße das wunderbare Getränk „Una latte macchiata.

Also, liebe Männer: es ist legitim, euch eine Erektion zu wünschen, aber im Café/Restaurant dürft ihr gern „einen Latte“ bestellen. (Nein, nicht „Matschiato! – dazu hat Uli Stein mal einen wunderbaren Cartoon gezeichnet…).

So, jetzt habe ich mir selbst Lust auf so einen wundervollen Lebensretter gemacht

(ab in Richtung Espressomaschinchen).  😀😀

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