fuck you, cancer!

My darlings, ich heule schon wieder – Krebs ist so ein verf*****s Arschloch.

Hier hatte ich darüber geschrieben, dass wir uns im letzten Oldenburg-Urlaub2015  mit Fritz und Elke  getroffen hatten, einem sehr prima und netten Ehepaar. Vor kurzem habe ich mit Elke telefoniert. Vor einer Woche schaute ich kurz ins Fratzenbuch (Ja, ich bin da nicht mehr aktiv, schaue aber bei Leuten, die mir am Herzen liegen, ab und zu neugierig hinein, was sie derzeit so treiben und wie es ihnen geht.)

Was lese ich da bei Fritz?! Er bedanke sich für die Geburtstags-Glückwünsche, sein Geburtstag sei aber in den Hintergrund getreten, da am 30. Juni seine geliebte Frau gestorben sei.Was?! Ich saß da, als habe mir jemand einen Cricketschläger auf den Kopf gedonnert.

Also, In meinem Blogbeitrag hatte ich geschrieben, dass Elke die gleichen Symptome hatte wie ich, die Ursache aber eine andere war als bei mir: Elke hatte Krebs, einen Hirntumor rechts, und bei der Bestrahlung muß wohl Nervengewebe zerstört worden sein, so daß Bein, Arm und Hand links bei ihr ausfielen.

Elke, das tröstet mich, ist in den Armen ihres Mannes gestorben, ganz leicht und friedlich. Fritz sagt, sie habe strahlend gelächelt und sehr glücklich ausgesehen. Am vergangenen Samstag war die Urnenbeisetzung. Wegen der langen Strecke haben wir es, wie bei Muddi, Eddas Mutter, auch nicht hinbekommen. Aber ich war die ganze Zeit mit Fritz in Telefonkontakt.

Keiner der Ärzte, die Elke behandelt haben, hatte den Mut  (oder, wie Fritz sagte, die Eier in der Hose), ihr ehrlich zu sagen, daß der Krebs keineswegs besiegt war, sondern daß sie sterben werde. Im Gegenteil, der Onkologe hat ihr immer wieder Mut gemacht mit künstlicher Zuversicht. Das Üble ist, daß Fritz inzwischen an Knochenkrebs erkrankt ist und zu dem gleichen Onkologen muss.  Er will ihn fragen, was er sich eigentlich dabei gedacht hat. Elke hat sich gewünscht, daß auf ihren Grabstein der Umriß eines Schweines  aus Edelstahl  angebracht wird, mit der Aufschrift „Für die Ärzte, die mich behandelt haben“.

Ja… so hatten wir uns das nicht vorgestellt, am 30. Dezember 2015, als wir in  Oldenburg im Café zusammensaßen, daß Elke auf den Tag genau sechs Monate später sterben würde… Fritz sagte mir gerade am Telefon, bei diesem Treffen sei sie schon nicht mehr sie selbst gewesen, sie sei sehr verändert gewesen. Das konnte ich natürlich nicht beurteilen, ich kannte sie ja noch gar nicht. Ich hatte sie aber auf Anhieb liebgewonnen und mir gewünscht, wir könnten Freundinnen werden. Bei unserem letzten Telefonat, ganz kurz vor ihrem Tod, war sie noch lustig und gut drauf.

Fritz sagte gerade, er wolle diese Woche noch zu uns kommen. Es geht ihm nicht gut, er vermißt sie furchtbar. Die beiden waren 35 Jahre lang verheiratet. Elke hat siebeneinhalb Jahre lang gekämpft. Jetzt denke ich erstmal positiv und freue mich auf Fritz‘ Besuch.

2 thoughts on “fuck you, cancer!

  1. 😥 …wenn doch nur mal etwas gegen Krebs gefunden würde. So bleibt mir einzig, viele gute Gedanken und viel Kraft zu ’senden‘.
    Liebe Grüsse, Renata

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s