Sonntagsfazit

Unser kleiner Herr Sonntag ist jetzt seit fünf Monaten bei uns und für uns fühlt es sich an, als sei er immer schon dagewesen. Er hat sich so leicht und selbstverständlich in unser Leben und unseren Tagesablauf eingefügt, dass er ganz schnell ein unverzichtbarer Teil unserer (etwas verrückten) Familie geworden ist. Wir haben den Kleinen von Herzen lieb und sind einfach nur froh und dankbar, dass Carrie gleich an uns dachte, als seine Ex-Besitzerin ihn weggeben wollte. Diese scheint es ziemlich schwer zu haben mit ihren neuen Lebensumständen, jetzt nach der Scheidung, mit dem neuen Mann und ihren kleinen Kindern. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie sich noch nicht ein einziges Mal gemeldet hat, um nach Domingo zu fragen. Das tut mir so weh für den tollen kleinen Hund, der ja immerhin neun Jahre lang mit ihr und ihrer Familie gelebt hat, vom Welpenalter an. Aber möglicherweise hat sie gar keine Zeit, ihn zu vermissen und ist einfach froh, dass er gut untergekommen ist. Ich schreibe ihr immer wieder SMS oder spreche ihr auf die Mailbox, wie der aktuelle Stand ist und daß es ihm gut geht. Vermutlich reicht ihr das.

Herr Sonntag hätte so gerne Kontakt zu den Katzen. Die wollen das aber nicht. Pippi, der kleine Schisser, geht ihm aus dem Weg, er ist ihr unheimlich. Lediglich auf dem Bett, wenn wir drei abends schlafen gehen, bleibt sie dicht bei ihm ruhig liegen (sie an meinem Bauch, er in meinen Kniekehlen.) Der Kleine fürchtet sich zwar vor Micia, freut sich aber immer, wenn sie von draußen hereinkommt. Er versucht dann, sie unter dem Schwanz zu beschnuppern, als wäre sie ein Hund. Das bringt ihm ein mörderisches Grollen und Fauch-Spucken ein, unter dem er immer ganz klein wird. Micia dagegen erlaubt sich solche Gesten bei ihm ganz selbstverständlich. Sie betrachtet ihn eindeutig als minderwertig und verachtenswert. Oft versteckt sie sich unter einem Stuhl oder auf der unteren Ebene des Teewagens und schlägt nach dem Hund, wenn er ahnungslos vorbeigeht. Sie kann echt fies sein, oder, wie der Prinz sagt: „Katzen sind Arschlöcher!“ Oft greift er sich den kleinen Herrn Sonntag, knuddelt ihn durch und sagt: „Ach, mein Süßer… was haben wir bloß früher ohne dich gemacht?“ Und tatsächlich: Wir wissen gar nicht mehr, wie wir ohne den Kleinen leben konnten!

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