Die wunderbare HuMaMa

No, my dearies, das hat nichts mit Mamas zu tun, sondern:

Vor unserem Küchenfenster, im Hof, stehen Mahonienbüsche, die im Spätsommer immer prallvoll mit dunkelblau-violetten Beeren hängen. Die Amseln und Stare lieben diese Beeren und zeigen das auch: Wir hatten kurz vor dem Hallamati im Baumarkt einen tollen weißen Pavillon erstanden, mit verschnörkelten Standbeinen, unter dem nun eine gemütliche Gartenmöbelgarnitur (Couch, Couchtisch, zwei Sessel) steht. Auch mein Rolli parkt darunter, damit er vor Regen geschützt ist. Bei Regen ist es auch praktisch, den Wäscheständer darunter zu stellen, dann hat man gut duftende Wäsche, der der Regen nichts anhaben kann. Aber der Pavillon hat noch einen Sinn, der mit den Mahonienbeeren zu tun hat: Vor der Zeit des Pavillons stand der Wäscheständer einfach im Hof in der Sonne. Die Vögel futterten die Beeren, flogen über den Wäscheständer, kackten mal kurz im Flug – und die frische Wäsche hatte dicke dunkellila Flecken. Nun war ich noch nie das Abbild der deutschen Hausfrau, so habe ich darüber immer nur gelacht. Bis es eines meiner Lieblings-T-Shirts traf. Seitdem steht der Wäscheständer unter dem Pavillon. Im Laufe der Zeit hat das arme Ding allerdings die dunkellila Fleckenverzierung auf seinem Dach abbekommen (Ist für das Flattervieh ja auch eine viel größere Zielscheibe als so ein Wäscheständer : – ))

Kürzlich schaute Hubert, mein Physiotherapeut, während er mir geschickt Schmerzen an der linken Schulter zufügte, versonnen aus dem Küchenfenster zu den Mahonien rüber und fragte:

„Machst du eigentlich Marmelade aus den Beeren?“

„Nee“, sagte ich verblüfft, „ ich wusste gar nicht, dass die eßbar sind. Außerdem kann ich keine Marmelade kochen.“

„Ich schon“, sagte Hubert, „Darf ich nachher…?“

„Klar, bediene dich!“, ermutigte ich ihn.

Nach Ende der Therapiestunde holte er ein kleines Eimerchen aus dem Auto und begann zu pflücken.

Wir haben einmal in der Woche Therapie, so kam er eine Woche später herein und überreichte mir ein Glas mit Marmelade. Er hatte die Beeren mit Äpfeln gemischt, die er auf einem der Höfe im Nachbardorf erstanden hatte.

Ich probierte sie gespannt – und war begeistert. Einfach köstlich! Auch der Prinz ist sehr angetan, und so tauften wir das köstliche dunkelrote Zeugs „Huberts Magische Marmelade“ aka HuMaMa : – ) Meine liebste Variante ist diese: Eine Scheibe Roggen- oder Mehrkornbrot toasten und auf die noch heiße Brotscheibe französischen Camembert ( Coeur de Lion!) streichen, so dass er leicht anschmilzt. Darüber dann Hu MaMa – der Himmel auf Erden!

Am Wochenende habe ich immer den Luxus, dass der Prinz mir Kaffee und Brote macht ❤ , da ich ja gleich nach dem Aufstehen noch zu nichts fähig bin außer zu einigen steinzeitlichen Grunzlauten.

„HuMaMa drüber?“ ist bereits eine Routinefrage : – ))

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