Der tolle Herr Sonntag und die Würstchen

Hach, wir sind sooo stolz auf unseren tollen kleinen Herrn Sonntag! Anfang der Woche hatte ich einen amtlichen Termin, zu dem wir ihn nicht mitnehmen konnten. Den Prinzen brauchte ich aber dazu, also mussten wir den kleinen Herrn Sonntag allein zu Hause lassen. Zugegeben, wir hatten Bauchweh dabei, denn wir wussten, dass er nicht gut allein sein kann. Das war einer der Gründe, warum seine frühere Besitzerin ihn abgeben wollte: Als sie nach ihrer Scheidung arbeiten ging, ließ sie ihn tagsüber allein. Er bellte und heulte, die Nachbarn beschwerten sich. Die Zeit war leider auch zu kurz, um vorher noch mit ihm das Alleinbleiben zu üben. Also setzte sich der Prinz, den der kleine Herr Sonntag über alles liebt, mit Hundi auf den Boden und erklärte ihm, dass er während unserer Abwesenheit auf das Haus aufpassen müsse. Nach dem Termin fuhren wir eiligst heim. Allerdings stoppte der Prinz unterwegs nochmal kurz, verschwand im Rewe und kehrte mit einem Glas Bockwürstchen zurück. Zu Hause empfing uns ein kleiner Hund, der sich vor Freude kaum noch einkriegte und an uns hochhüpfte wie ein Flummi. Wir checkten schnell die Räume: keine Haufen, nichts kaputt. Er hatte es offenbar gut geschafft. Der Prinz öffnete sofort das Glas und reichte dem Kleinen die fünf Würstchen, die dieser stolz Stück für Stück in sein Körbchen trug und mit Wonne verspeiste. Währenddessen erzählten wir ihm unablässig, was für ein großartiger, toller Wachhund er sei und lobten ihn über den grünen Klee. Der Kleine war happy und schien genau zu verstehen, worum es ging. ❤

Heute war wieder ein Amtstermin, Herr Sonntag musste wieder zu Hause bleiben. Diesmal legte der Prinz ein digitales Diktiergerät in den Flur, denn wir waren ja doch neugierig, ob er bellen würde. (Zum Glück wohnen wir allein hier, so dass das im Ernstfall niemanden stören könnte.) Wie beim letzten Mal, holte der Prinz auch heute ein Glas Bockwürstchen. Herr Sonntag freute sich wie wild über unsere Heimkehr und verputzte seine Würstchen wieder mit Genuss. Das Abhören des Diktiergerätes brachte: „klicketiklicketiklick“ – seine Krallen auf den Fliesen im Flur, einige Male hin und her… aber ansonsten Stille. Wir waren begeistert und knutschten ihn ab. Der Prinz schaute sich die ganzen zweieinhalb Stunden der Aufzeichnung am PC an: Herr Sonntag hatte nur zwei Mal gebellt/ gejault, etwa eine halbe Stunde vor unserer Rückkehr. Ob er sich erinnert hatte, dass wir beim letzten Mal zurückgekommen waren, sogar mit lecker Würstchen?

Wir sind jedenfalls sehr stolz auf unseren klugen kleinen Hund. Jetzt muss er nur noch lernen, im Café oder Restaurant nicht zu bellen, wenn ihm langweilig wird und er beachtet werden möchte. Aber: das hat auch einen großen Vorteil: Wir haben in diesem Monat ganz nett Geld eingespart, weil wir nicht so oft essen gegangen sind (zudem hat unser Eiscafé zu…). Und: Der Prinz fühlt sich gut, weil er mit Herrn Sonntag öfter und mehr läuft – er hat sich einen Schrittzähler angeschafft und schaut zu, dass er jeden Tag auf mindestens 10.000 Schritte kommt.Das klappt super! Unser Hausarzt, der uns dringend zu einem Hund geraten hatte, freut sich darüber mit. Und ich laufe auch mehr : – )

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